Klinische Forschergruppen Infektiologie
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Öffentliche Bekanntmachung: |
1998, 2005 |
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Förderzeitraum: |
2000 - 2013 |
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Gesamtvolumen: |
15,3 Mio. EUR insgesamt (davon 9,4 Mio. EUR in der 2. Runde) |
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Vorhabenzahl: |
4 |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Das BMBF fördert den Aufbau klinisch-infektiologischer Forschergruppen als selbständige Einheiten an deutschen Hochschulkliniken.
Ziel der Förderung ist vor allem die strukturelle Verankerung der klinisch-infektiologischen Forschung an klinischen Einrichtungen. Hierdurch soll die klinische Infektiologie in Deutschland gestärkt und eine Brücke zwischen Forschung und Klinik aufgebaut werden, um die Forschungsergebnisse gezielt in therapeutische und diagnostische Maßnahmen umzusetzen.
Im Rahmen eines von BMBF finanzierten Sonderprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat sich die Einrichtung von „Klinischen Forschergruppen“ als besonders geeignetes Instrument der Strukturförderung erwiesen. Dieses Instrument soll daher auch als modellhafter Ansatz zur Etablierung einer eigenständigen klinischen Infektiologie genutzt werden. In Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse dieses Faches soll neben der Forschung auch das Aufgabenspektrum der Lehre und Versorgung in die Konzeption der Forschergruppe einbezogen werden.
2. Stand der Fördermaßnahme
Auf die öffentliche Bekanntmachung der 2. Runde gingen insgesamt 21 Antragsskizzen für klinisch-infektiologische Forschergruppen ein, davon zwölf Skizzen für den Ausbau und neun Skizzen für den Neuaufbau. Als Ergebnis der Begutachtung werden drei klinische Forschergruppen ausgebaut und eine neu aufgebaut.
Als Ergebnis einer positiven Zwischenbegutachtung werden bereits zwei der Klinischen Forschergruppen in der 2. Förderphase gefördert.
Im Rahmen der 1. Runde der Fördermaßnahme wurden zwei Klinische Forschergruppen in Freiburg und Regensburg über sechs Jahre gefördert. Diese Förderung ist bereits ausgelaufen.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
2. Förderphase
HIV-Infektion und Infektionen bei Immunsuppression
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Universität zu Köln - Medizinische Fakultät Universitätsklinikum - Klinik I für Innere Medizin Kerpener Str. 62 50937 Köln |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer 0221 478-4886 01KI1017 2.326.639 EUR 01.09.2010 - 31.08.2013 |
Die Klinische Forschergruppe in der Klinischen Infektiologie am Universitätsklinikum Köln will ihre Forschungsarbeit zum Thema Infektionen bei immunsupprimierten Patienten sowie der HIV-Infektion weiter fortsetzen und intensivieren. Im Rahmen der Schwerpunktausrichtung sollen acht wissenschaftliche Teilprojekte bearbeitet werden. Die in der ersten Förderperiode begonnene Vernetzung der klinisch-infektiologischen Forschung an der Uniklinik Köln mit anderen Verbünden soll weiter ausgebaut werden. Die Auswirkungen des infektiologischen Konsils auf die Qualität der Patientenversorgung werden in einem eigenen Teilprojekt untersucht.
Pneumonie - Molekulare Signaturen kompartimentalisierter und schrankenübergreifender alveolärer Infektion
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Justus-Liebig-Universität Gießen FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum Medizinische Klinik II und Poliklinik Innere Med. / Pneumologie Klinikstr. 36 35392 Gießen |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer 0641 99-42654 01KI1004 1.419.596 EUR 01.07.2010 - 30.06.2013 |
Infektionen des tiefen Respirationstraktes sind in Deutschland eine Volkskrankheit von erheblicher gesundheitspolitischer Bedeutung und signifikanter Mortalität. Dringend benötigte neue Therapieansätze, die über die Gabe von Antibiotika hinausgehen, setzen ein besseres Verständnis der Pathogen-Wirtszellinteraktion in der Lunge zwingend voraus. Die klinische Forschergruppe verfolgt deshalb neben der klinisch-infektiologischen Strukturbildung das Ziel, die für den klinischen Verlauf relevanten Interaktionen zwischen Erreger und Wirt im Kontext der organspezifischen Besonderheiten der Lunge molekular zu definieren und über die Entschlüsselung der molekularen Pathogenese neue Diagnose- und Behandlungsstrategien für die Pneumonie zu entwickeln. In Gewebs-/Organmodellen sowie in Ganztier-Infektions-/Entzündungsmodellen und beim Menschen wird der Beitrag mikrobieller Erreger und ihrer Produkte zum Pneumonieverlauf systematisch evaluiert, um die molekularen Wechselwirkungen an der Interphase Mikrobe-Wirt zu differenzieren, welche eine protektive Wirtsabwehr induzieren bzw. eine Organ schädigende Inflammation mit Verlust der alveolo-kapillären Barrierefunktion auslösen.
1. Förderphase
Planungsphase zum Neuaufbau einer Klinischen Forschergruppe für Klinische Infektiologie zum Thema "Analyse der Pathogen-Wirts-Interaktionen bei schweren Infektionen zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Strategien"
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Friedrich-Schiller-Universität Jena Klinik für Innere Medizin II Bachstr. 18 07743 Jena |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Andreas Stallmach 03641 93-24221 01KI0603 74.624 EUR 01.04.2007 - 31.12.2011 |
Neben dem Aufbau eines klinikweiten, fächerübergreifenden infektiologischen Konsildienstes sollen die bestehenden Forschungskooperationen zwischen der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, der Abteilung für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, dem Institut für Medizinische Mikrobiologie sowie dem Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin ausgebaut werden. Es erfolgt eine vergleichende Nutzung der vorwiegend bei nosokomial-bakteriellen Infektionen gewonnenen Patientenproben bzw. Forschungsergebnisse für Proben von immunsupprimierten Patienten bzw. bei Patienten mit fungalen und viralen Infektionen für die Entwicklung neuer diagnostischer Ansätze, die die Differentialdiagnostik zwischen bakteriellen, fungalen und viralen Infektionen verbessern. Ziel ist die Erweiterung des Diagnose- und Behandlungsspektrums auf Patienten mit schweren bakteriellen, fungalen und viralen Infektionen. Miteinbezogen werden immunsupprimierte Patienten mit Autoimmunerkrankungen bzw. chronisch-entzündlichen Erkrankungen nach Einsatz von Zytokin-Antikörpern.
b) abgeschlossene Vorhaben
Stand 26.01.2012