Gesundheitsforschung in Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft

Eine stärkere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft zu erreichen, ist eines der Ziele, das im Rahmen des neuen Gesundheitsforschungsprogramms verwirklicht werden soll. Ergebnisse aus der Gesundheitsforschung sollen künftig schneller in die Prozesse der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie einfließen. Innovationschancen, die sich aus dem explosionsartig zunehmenden Wissen ergeben, werden so rascher in die Entwicklung industrieller Produkte und Verfahren umgesetzt.

Damit werden nicht nur die Weichen gestellt, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung weiter zu verbessern. Auch die zukünftige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland hängt entscheidend von einem solchen beschleunigten und optimierten Informations- und Wissenstransfer ab.

Innovative Produkte im Gesundheitssektor sind bereits heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Gesundheitsmarkt mit einem Volumen von ca. 264 Milliarden EURO (1997) aller öffentlichen und privaten Ausgabeträger (Quelle: Statistisches Bundesamt, 1999) und ca. 4,2 Millionen Beschäftigten in Dienstleistung, Industrie und medizinischer Versorgung ist ein häufig unterschätzter Wachstumsmarkt. Sowohl bei medizintechnischen als auch bei Pharmaprodukten liegt der Exportanteil bei mindestens 50 Prozent. Der steigende Versorgungsbedarf ist eine wirtschaftliche Chance für das Wachstum vorhandener und die Entstehung neuer Märkte. Neue Produkte leisten gleichzeitig einen wirkungsvollen Beitrag zur Sicherung bestehender und zur Schaffung neuer anspruchsvoller und sicherer Arbeitsplätze. Durch den verstärkten Einsatz moderner Telekommunikations- und Informationstechnik in der Medizin können weitere Wachstumsimpulse gesetzt werden.