Innovative Therapien

Öffentliche Bekanntmachung: 2004 (1. und 2. Runde), 2006 (3. Runde), 2008 (4. Runde), 2010 (5. Runde)
Förderzeitraum: 2005 - 2011
Gesamtvolumen: ca. 34 Mio. EUR
Vorhabenzahl: 30

Verbundprojekt: Behandlung der chronischen myeolischen Leukämie und HIV-Infektion

Verbundprojekt: Biologische Toleranz-induzierende Substanzen zur selektiven Unterdrückung schädlicher Immunoreaktivität (BIOTIA)

Verbundprojekt: Innovative Zell- und Gentherapie für Morbus Gaucher Typ 2

Verbundprojekt: Tumorspezifische Expression von therapeutischen Molekülen

Verbundprojekt: Therapie von Infektionskrankheiten unter besonderer Berücksichtigung der bakteriellen Sepsis

Verbundprojekt: Foamyvirus Netzwerk für die Gentherapie der Fanconi-Anämie (FoneFA)

Verbundprojekt: GMP-konforme Isolierung und Expansion von CD4+CD25+-regulatorischen T-Zellen (IsoExTreg)

Verbundprojekt: Innovative Gentherapie von Immundefizienz (iGENE)

Verbundprojekt: Entwicklung, Herstellung und präklinische Sicherheit von optimierten onkolytischen Masernvirusvektoren

Verbundprojekt: IndividuaLiver - Immuntherapie primärer maligner Lebertumoren

Verbundprojekt: Virus-spezifische adoptive T-Zell Transplantate basierend auf spezifischer T-Isolierung anhand von Aktivierungsmarkersignaturen (S-T-THERA)

Verbundprojekt: MIA2

Verbundprojekt: IL-6 in entzündlichen Indikationen

Verbundprojekt: RETARGET-IT

Verbundprojekt: Ein neuer Inhibitor für die Behandlung von Hepatitis B und D

Verbundprojekt: Präklinische Untersuchungen zum Potenzial einer Therapie mit YB-1-abhängigen onkolytischen Adenoviren zur Therapie von Gehirntumoren

Verbundprojekt: Apoptose als Target in der Tumortherapie

Einzelprojekte

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Viele Erkrankungen sind trotz des erheblichen medizinischen Fortschritts nach wie vor nicht oder nur unzureichend behandelbar. Zudem sind zahlreiche Therapieoptionen mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden, die zu einer nachhaltigen Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen und zu erheblichen Kosten führen.
Demgegenüber eröffnen die wissenschaftlichen Erkenntnisse der vergangenen Jahre in den molekularen Lebenswissenschaften hochinnovative Therapieansätze, die ein großes Potenzial für eine wirksamere Behandlung auf der Basis der zugrunde liegenden biologischen Mechanismen besitzen. Durch ihre spezifische Wirkungsweise unterstützen solche Therapieansätze zudem die Bestrebungen, nebenwirkungsärmere Behandlungsmethoden zu entwickeln. Die Herausforderung besteht darin, die Ergebnisse aus der zell- und molekularbiologischen Grundlagenforschung für innovative therapeutische Verfahren und Produkte in der medizinischen Anwendung nutzbar zu machen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen" daher die Weiterentwicklung besonders innovativer Forschungs- und Entwicklungsansätze zu neuen Therapien. Hiermit sollen Verfahren und Produkte, die auf Grund ihres Innovationsgrades mit einem hohen Entwicklungsrisiko einhergehen, vermehrt in die Anwendung gebracht werden. Dazu ist eine enge Kooperation zwischen akademischen, industriellen und klinischen Partnern notwendig.

2. Stand der Fördermaßnahme

Im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung der Förderrichtlinien vom 15.10.2004 wurden in der ersten Runde 48 Anträge, in der zweiten Runde 52 Anträge und in der dritten Runde 43 Anträge beim Projektträger Gesundheitsforschung eingereicht. Unter Einbeziehung eines international besetzten Gutachtergremiums wurden in der ersten Runde 9 Forschungsverbünde mit 41 Teilprojekten, in der zweiten Runde 11 Forschungsverbünde mit 28 Teilprojekten und in der dritten Runde 10 Forschungsverbünde mit 33 Teilprojekten ausgewählt. Die Vorhaben werden insgesamt mit ca. 12 Mio. EUR in einem Zeitraum von drei Jahren gefördert.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)

Verbundprojekt: Behandlung der chronischen myeolischen Leukämie und HIV-Infektion

Funktion und therapeutisches Potenzial von eIF-5A bei Bcr-Abl positiven Leukämien (TP 2)

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 10 - Medizin und Universitätsklinikum
Medizinische KliniK IV
Hämatologie und Onkologie

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tim Brümmendorf
0241 80-89805
01GU0902
87.693 EUR
01.01.2010 - 31.03.2012

Das Ziel dieses Vorhabens ist die Untersuchung der Funktion und des therapeutischen Potenzials des spezifischen, eukaryontischen Initiationsfaktors in speziellen Formen der CML. Gegenstand des Teilprojektes ist die Weiterentwicklung der Inhibition der Hypusinierung von eIF-5A in Bcr-Abl-positiven Leukämien als neues therapeutisches Prinzip. Dies soll mittel- bis langfristig zur Entwicklung neuer spezifischer Therapieansätze für eine molekular zielgerichtete (Kombinations-)Therapie der CML führen. Dazu sollen die Inhibition der Hypusinierung mittels stabil exprimierter siRNA sowie mit bereits vorhandenen Hypusinierungsinhibitoren (CNI-1493) und neu synthetisierten DHS- und DOHH-Inhibitoren in Bcr-Abl+/- Zelllinien und Primärmaterial evaluiert werden.

Strukturaufklärung von DOHH, eIF-5A-Mutanten und DHS-Inhibitorkomplexen (TP 5)

Universität zu Lübeck
Institut für Biochemie

Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rolf Hilgenfeld
0451 500-4060
01GU0718
305.087 EUR
01.04.2008 - 31.03.2012

Ziel ist die Bestimmung der dreidimensionalen Strukturen der Deoxyhypusin-Hydroxylase (DOHH) sowie von Komplexen aus Deoxyhypusin-Synthase (DHS) mit niedermolekularen Inhibitoren (z. B. CNI-1493) und von ausgewählten Mutanten von eIF-5A mit antiviraler Aktivität. Die gewonnene Strukturinformation wird die Basis für die Auffindung neuer niedermolekularer Wirkstoffe (im TP 6) darstellen, welche die Aktivität des Hypusin-haltigen Proteins eIF-5A blockieren.

Synthese neuer potenzieller DHS-Inhibitoren (TP 4); Molekulares Modeling für das Design antiviraler Wirkstoffe (TP 6)

Universität Hamburg
Institut für Organische Chemie

Martin-Luther-King-Platz 6
20146 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Chris Meier
040 42838-4324
01GU0717
474.628 EUR
01.04.2008 - 31.12.2011

Ziel ist die präklinische Entwicklung von neuen niedermolekularen Inhibitoren des zellulären Proteins elF-5A. In TP 4 werden neue, potentielle Inhibitoren nach gezieltem Design synthetisiert und dem Verbund zur weiteren Prüfung zur Verfügung gestellt. In TP 6 werden Methoden des computergestützten Wirkstoffentwurfs für die Entwicklung und Optimierung von Leitstrukturen auf der Basis von CNI-1493 und der Struktur von DOHH eingesetzt.

Antiretrovirale Aktivität und Immunfunktion unter Therapie mit Hypusinierungs-Inhibitoren (TP 3)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Klinik und Poliklinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Jan van Lunzen
040 42803-3552
01GU0716
505.098 EUR
01.04.2008 - 31.03.2012

Die Inhibition der Hypusinierung von eIF-5A in Bcr-Abl positiven Leukämien (TP2) und HIV (TP3) wird als neues therapeutisches Prinzip weiter entwickelt. Dies soll mittel- und langfristig zur Entwicklung neuer spezifischer Therapieansätze für eine molekular zielgerichtete (Kombinations-)Therapie dieser Erkrankungen führen. Die Experimente der Teilprojekte erlauben die Beurteilung der Toxizität und Effektivität der neuen Hypusinierungs-Inhibitoren in den Indikationen Chronische myeloische Leukämie (CML) und HIV.

Analyse der Wirkweise von eIF-5A (TP 1)

Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI) an der Universität Hamburg
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Joachim Hauber
040 48051-241
01GU0715
312.921 EUR
01.04.2008 - 31.03.2012

Präklinische Untersuchungen zur Wirkweise und potenziellen Zelltoxizität von neuartigen eIF-5A-Inhibitoren werden durchgeführt. Es soll eIF-5A und die eIF-5A-aktivierenden Enzyme DHS und DOHH durch RNA-Interferenz gehemmt und die entsprechenden Zellen hinsichtlich ihres Zellzyklus, der Apoptose, des Energiestoffwechsels und ihres mRNA-Metabolismus untersucht werden. Ferner sollen neue niedermolekulare Inhibitoren in gleicher Weise und hinsichtlich ihrer antiretroviralen Eigenschaften detailliert analysiert werden.

Verbundprojekt: Biologische Toleranz-induzierende Substanzen zur selektiven Unterdrückung schädlicher Immunoreaktivität (BIOTIA)

GNOMIT (TP 5)

Miltenyi Biotec GmbH
Friedrich-Ebert-Str. 68
51429 Bergisch-Gladbach

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexander Scheffold
02204 8306-2201
01GU0901
199.725 EUR
01.09.2009 - 31.12.2011

Autoimmunerkrankungen sind Krankheiten, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als zu bekämpfenden Fremdkörper identifiziert. Dadurch kommt es zu schweren entzündlichen Erkrankungen, die Schäden an den betroffenen Geweben und Organen anrichten können. Sogenannte T-Helferzellen generieren entzündliche Immunreaktionen und werden mit als Hauptverantwortliche betrachtet für die Auslösung und die Chronifizierung entzündlicher (Auto-)Immunreaktionen. Deshalb ist die Modulation ihrer entzündungsfördernden Funktionen oder ihre Umwandlung in T-Zellen mit anti-entzündlicher Wirkung eine attraktive therapeutische Strategie. Ziel des BIOTIA-Verbundes ist es, geeignete Behandlungsstrategien zu entwickeln, um in vivo differenzierte, autoreaktive, pro-entzündliche T-Zellen in entzündungshemmende T-Zellen zu konvertieren und ihr therapeutisches Potenzial in vivo in verschiedenen Tiermodellen zu testen. Dieses Teilprojekt beinhaltet zwei Arbeitspakete mit dem Ziel, den Effekt von Notch-Signalen auf entzündliche T-Zellen zu untersuchen: Die Erkenntnisse aus dem Maus-Modell (MOTIN-Teilprojekt) werden in das humane System transferiert. Dabei liegt der Fokus darauf, in vitro Technologien zu entwickeln, welche die Adaption in GMP-konforme Produkte ermöglichen. Darüber hinaus wird das GNOMIT-Teilprojekt Reagenzien liefern für weitere Versuche in Maus-Modellen, da humane rekombinante Moleküle eine hohe Ähnlichkeit zu Molekülen von Mäusen aufweisen.

Vergleichende Bewertung von Ansätzen zur Induktion antigen-spezifischer Toleranz und Immunsuppression (TP 4)

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alf Hamann
030 28460 655
01GU0722
454.066 EUR
01.01.2008 - 31.12.2011

Das Teilprojekt überprüft vergleichend die Konzepte zur tolerogenen Vakzinierung in den verschiedenen Krankheitsmodellen und bereitet den Übergang der erfolgreichen Ansätze in eine klinische Testung vor. Die optimierten Vakzinierungs-Protokolle der Verbundpartner werden in Tiermodellen unter standardisierten Bedingungen getestet. Das Projekt ist (u.a. durch Analyse regulatorischer T-Zellen) an der Aufklärung der Wirkmechanismen beteiligt und stellt Analysesysteme zur Kontrolle von Effizienz und Anwendungssicherheit bereit. Weiterhin sollen pharmakokinetische und toxikologische Daten aquiriert und präklinische Untersuchungen an humanen Zellen in vitro durchgeführt werden. Schließlich werden die Rahmenbedingungen (SOPs, GLP-konforme Prozeduren) für den Übergang in die klinische Testung organisiert.

Modulation entzündungsfördernder Th1-Zellen über den IL-12 und Notch-Signalweg (TP 3)

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexander Scheffold
030 28460-700
01GU0721
330.108 EUR
01.01.2008 - 30.09.2011

Ziel ist die Nutzung des Notch/IL-12 Signalweges, um pro-inflammatorische Th1-Zellen in Zellen mit anti-inflammatorischem Potenzial umzuwandeln und die Bedingungen zu definieren, unter denen diese modulierten Th1-Zellen in vivo therapeutisches Potenzial besitzen. Bereits etablierte Strategien sollen optimiert werden, hierzu gehört die in-vitro-Modulation von Th1-Zellen. Dabei sollen verschiedene Stimulations- und Kulturbedingungen getestet werden, um die Modulation zu verbessern, bzw. zu stabilisieren. Außerdem sollen effiziente Protokolle zur in-vivo-Modulation durch gezielte Vakzinierung mit Notch-Liganden entwickelt werden, die eine therapeutische Intervention ermöglichen. Die Strategien sollen in verschiedenen Krankheitsmodellen und Krankheitsphasen getestet werden, um so effiziente Interventionsprotokolle zu erhalten und mögliche Interventionspunkte im Krankheitsverlauf zu definieren. Die Modulation von Th1-Zellen durch Notch/IL-12 ist zum Patent angemeldet.

Verbundprojekt: Innovative Zell- und Gentherapie für Morbus Gaucher Typ 2

Das Ziel des Verbundes ist die Entwicklung neuer, innovativer gentherapeutischer Verfahren zur Behandlung der vererbbaren, lysosomalen Speicherkrankheit Morbus Gaucher Typ 2 (neuropathische Verlaufsform) mittels viralen und nicht-viralen Gentransfers. Morbus Gaucher wird durch einen Mangel des Enzyms ß-Glukozerebrosidase (GCase) verursacht. Für eine effektive Behandlung ist die systemische Verfügbarkeit einer löslichen Form dieses Enzyms auch im zentralen Nervensystem von essenzieller Bedeutung. Die Blut-Hirn-Schranke ist jedoch für das in der konventionellen Enzymersatztherapie verabreichte Protein nicht durchlässig. In diesem Verbund sollen daher alternative, virale und nicht virale gentherapeutische Behandlungsformen der neuropathischen Form des Morbus Gaucher etabliert und charakterisiert werden.

Teilprojekt 1.1

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. für Hämatologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Toni Cathomen
0511 532-5106
01GU0834
190.648 EUR
01.06.2009 - 31.05.2012

In diesem Vorhaben werden virale gentherapeutische Ansätze zur Behandlung von Morbus Gaucher verfolgt. Es werden optimierte Expressionskassetten für die sezernierbare Form der GCase (sGCase) generiert, die anschließend in Vektoren auf Basis von Adeno-assoziierten Viren (AAV) getestet sowie funktionell analysiert werden.

Nicht-viraler Gentransfer durch Sleeping Beauty-basierte Vektoren für die Gentherapie des Gaucher-Syndroms (TP 2)

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
Forschungsgruppe Mobile DNA

Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Zoltan Ivics
030 9406-2546
01GU0815
159.459 EUR
01.03.2009 - 29.02.2012

Das Forschungsziel ist die Effizienz und Sicherheit von Transposon-vermitteltem, stabilem Gentransfer für das Gaucher-Syndrom zu evaluieren. Dafür soll eine klinisch umsetzbare, nicht-virale Methode für den Gentransfer entwickelt werden. Im Rahmen des Vorhabens werden die Leistung und das Sicherheitsprofil des SB100X-Vektorsystems in Zellen aus humanem Rückenmark untersucht. Das Protokoll wird für die GCase-Expression optimiert und die Regenerierung der funktionalen Aktivität der Zellen wird in vitro und in vivo in der Maus nach der Transplantation überwacht. Ausserdem wird eine Strategie verwendet, die zur gezielten Transposon-Integration an ausgewählten Stellen im Genom führen soll. Zu diesem Zweck werden artifizielle, DNA-bindende Zink-Finger-Proteine an die Transpositions-Maschinerie gekoppelt.

 

AAV-vermittelter Gentransfer, präklonische Validierung und Evaluation der Effektivität gentherapeutischer Ansätze für M. Gaucher 2 und 3 (TP 1.2 und TP 1.3)

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Interdisziplinäres Stoffwechsel-Centrum

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Ursula Plöckinger
030 450 553-552
01GU0814
455.285 EUR
01.04.2009 - 31.03.2012

In diesem Vorhaben kommen sowohl virale wie nicht virale gentherapeutische Ansätze zur Anwendung. Geplant ist die Konstruktion eines AAV-Vektors, der ein Fusionsprotein aus sGCase und LDL-Rezeptorbindungsdomäne des Apolipoproteins B (sGCase-ApoB/LBD) exprimiert, das einen rezeptorvermittelten Transport des aktiven Enzyms über die Blut-Hirn-Schranke ermöglichen soll. Die therapeutischen Ansätze sollen in der gesunden Maus und in einem Mausmodell für die neuropathische Form des Morbus Gaucher validiert und optimiert werden. Unterschiedliche Ansätze des Gentransfers sollen auf ihre Effektivität, Kinetik und Sicherheit untersucht werden. Die Etablierung quantitativer Tests zur Messung der GCase-Aktivität und -Verteilung nach Gentransfer, die Bestimmung der Enzymexpression und -aktivität sowie die Untersuchungen der spezifischen klinischen Parameter des Morbus Gaucher nach Gentransfer in GCase-defizienten Mäusen sind ebenso Gegenstand der umfangreichen funktionellen und präklinischen Analysen wie die vergleichende Analyse des gentherapeutischen Potenzials durch Bestimmung der Enzymverteilung auf der Hirnseite der Blut-Hirn-Schranke.

Verbundprojekt: Tumorspezifische Expression von therapeutischen Molekülen

Analyse von Tumorbesiedelnden Salmonelle Typhimurium

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dirk Schadendorf
0201 723-2430
01GU0828
164.536 EUR
01.10.2008 - 30.09.2011

Die Anti-Tumor-Aktivität "bewaffneter" S. typhimurium-Stämme, die therapeutische Moleküle expremieren, soll in humanen xeno-transplantierten Melanom-Mausmodellen untersucht werden. Etablierte und neu entwickelte Bakterienstämme werden in den Mausmelanom-Modellen bezüglich Tumor-Kolonisation und bezüglich ihres Einflusses auf die Tumorparameter Wachstum, Nekrosebildung und Infiltration von Immunzellen untersucht werden. Hierzu werden die Histologie, Immunhistologie, Durchflusszytometrie sowie die Elektronenmikroskopie eingesetzt. Die Tumorlokalisation mittels Luziferase-exprimierender Bakterien soll nicht-invasiv dargestellt werden und an isolierten Geweben studiert werden. Nachfolgend erfolgt die Testung von Stammvarianten, die therapeutische Moleküle exprimieren. Abschließend gilt es zu untersuchen, inwiefern die Behandlung tumor-tragender Mäuse zusätzlich mit anti-antigenen Medikamenten die Tumorkolonisation fördern und die Anti-Tumor-Wirkung der Bakterien verbessern. Diese Untersuchungen wird das therapeutische Potential "bewaffneter" Bakterien offenbaren.

Verbundprojekt: Therapie von Infektionskrankheiten unter besonderer Berücksichtigung der bakteriellen Sepsis

Der Einfluss von antimikrobiellen Peptiden auf die Lipopolysaccharid-Stimulation von Darmepithelzellen (TP 2)

Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Mathias Hornef
0511 532-4540
01GU0825
189.296 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Ziel des Vorhabens ist ein detailliertes Verständnis der Bedeutung von antimikrobiellen Peptiden für die Aktivierung von Darmepithelzellen durch das angeborene Immunsystem. Dazu gehört auch die mögliche Applikation von antimikrobiellen Peptiden (AMP) sowie deren endogene Stimulation zu prophylaktischen oder therapeutischen Zwecken. Untersucht wird: 1) Der Einfluss struktureller Eigenschaften des Lipopolysaccharid (LPS)-Moleküls, vor allem seine O-Antigen-Länge auf die zelluläre Aufnahme und Rezeptoraktivierung. Diese Analysen schließen sowohl gereinigtes LPS als auch die Verwendung lebender Gram-negativer Bakterien sowie isogener Mutanten von Genen der LPS-Synthese mit ein; 2) Die Menge und strukturelle Eigenschaften des von Bakterien freigesetzten LPS sowie deren Konfiguration in Lösung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der strukturellen Darstellung der LPS-Aggregate und der Wechselwirkung von antimikrobiellen Peptiden mit diesen Strukturen. Strukturelle Daten werden dabei mit funktionellen Ergebnissen aus etablierten in vitro und ex vivo Stimulations-Modellen verglichen; 3) Die Zusammensetzung enterischer antimikrobieller Peptide und ihre anatomische Verteilung sowie die Wirkung von exogen zugeführten antimikrobiellen Peptiden auf die epitheliale LPS-Erkennung ex vivo und in vivo. Die Ergebnisse werden zu unserem Verständnis über die Bedeutung struktureller Eigenschaften von LPS-Aggregaten und der neutralisierenden Effekte von antimikrobiellen Peptiden beitragen. Die Ergebnisse sollen neue therapeutische und prophylaktische Strategien für die Behandlung inflammatorischer (entzündlicher) Darmerkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn, eröffnen. Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus der Biophysik, der Strukturbiologie, der Mikrobiologie und der Humanmedizin eröffnet die Möglichkeit der anwendungsorientierten Ergebnisverwertung.

 

Biophysikalische Untersuchungen zur Interaktion von AMP mit Endotoxinen und anderen Pathogenitätsfaktoren (TP 1)

Forschungszentrum Borstel
Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften
Abt. Immunchemie und Biochemische Mikrobiologie
Laborgruppe Biophysik

Parkallee 1-40
23845 Borstel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Klaus Brandenburg
04537 188-235
01GU0824
302.486 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Optimierung des Designs kationischer antimikrobieller Peptide (AMP), die sowohl bakterielles Endotoxin neutralisieren, als auch Bakterien inaktivieren. Ein neues Design der Aminosäure-Sequenzen ergibt sich aus den Daten der biophysikalischen Analyse und aus den funktionalen Eigenschaften der Peptide in Testsystemen für die Hemmung der Lipopolysaccharid (LPS)-induzierten Zytokinproduktion in humanen mononukleären Zellen sowie in den antimikrobiellen und tierexperimentellen Testsystemen der anderen Gruppen, vor allem den Mausmodellen der Sepsis und der lethalen Endotoximänie. Dazu gehören auch die toxikologische und pharmakologische Testung in vitro und in vivo, sowie die GMP-Produktion eines ausgewählten Peptides. Es wird eine detaillierte biophysikalische Untersuchung der Bindung der AMP an LPS vorgenommen. Dazu wird die Infrarotspektroskopie eingesetzt zur Beschreibung des Phasenverhaltens der Fettsäureketten der Endotoxine, verschiedener Vibrationsbanden der Endotoxine, z. B. Phosphate, alles bei verschiedenen AMP-Konzentrationen und die Sekundärstruktur der Peptide bei verschiedenen Endotoxinkonzentrationen. Weiterhin wird die Bindungskonstante und -stöchiometrie der Endotoxin-Peptid-Bindung mit Hilfe der isothermen Titrationscalorimetrie ermittelt, die Ladungskompensation der Endotoxinaggregate durch die Peptidbindung anhand der Bestimmung der elektrophoretischen Mobilität (Zeta-Sizer), und schließlich die Endotoxin-Aggregatstruktur in Ab- und Anwesenheit der Peptide mittels Röntgenkleinwinkelbeugung. Die Ergebnisse des Vorhabens sollten in jedem Fall klar die Parameter definieren können, die für eine effektive Inaktivierung von Endotoxinen durch die Peptidbindung erforderlich sind. Damit kann für noch nicht untersuchte weitere antimikrobielle Komponenten eine klare Vorhersage für ihre Einsetzbarkeit in tierexperimentellen Versuchen und letztlich bei Gelingen des Projektes im Patienten gemacht werden.

Verbundprojekt: Foamyvirus Netzwerk für die Gentherapie der Fanconi-Anämie (FoneFA)

Die Fanconi Anämie (FA) ist eine seltene angeborene, autosomal rezessive Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, die klinisch durch multiple angeborene Fehlbildungen, chronisch-progredientes Knochenmarkversagen und Neigung zu verschiedenen bösartigen Erkrankungen charakterisiert ist. Bei der FA liegt immer eine Störung in der Reparatur von DNA-Doppelstrangbrüchen zugrunde. Bisher ist die einzige dauerhafte Therapie eine allogene Stammzelltransplantation. Analog zu einer solchen Transplantation sollte auch das Einbringen der "gesunden" Kopie des defekten Gens in die Stammzellen eines Patienten zu einer Heilung führen können.

Analyse der Virus-Integration (TP 3)

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Medizinische Fakultät
Institut für Virologie und Immunbiologie

Versbacher Str. 7
97078 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Axel Rethwilm
0931 201-49555
01GU0821
234.124 EUR
01.11.2009 - 31.10.2012

Im Rahmen dieses Vorhabens wird die Integration der modifizierten genetischen Vektoren (Foamy-Virus) im Tierversuch und ggf. in einer ersten klinischen Studie analysiert.

Sicherheit des Vektors (TP 2)

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Institut für Transfusionsmedizin

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Horn
0201 723-1550
01GU0819
665.901 EUR
01.11.2009 - 31.03.2013

Im Rahmen dieses Vorhabens wird die Sicherheit des Foamy-Virus-Vektors zur Genkorrektur (somatische Gentherapie), u. a. in Weißbüschelaffen intensiv geprüft.

 

Korrektur des Gendefektes (TP 1)

Universitätsklinikum Düsseldorf
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Klinik für Kinder-Onkologie, Hämatologie und Klinische Immunologie

Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Helmut Hanenberg
0211 811-6568
01GU0818
440.507 EUR
01.11.2009 - 31.10.2012

Im Rahmen dieses Vorhabens werden unterschiedliche Ansätze zur Genkorrektur (somatische Gentherapie) entwickelt und getestet.

Verbundprojekt: GMP-konforme Isolierung und Expansion von CD4+CD25+-regulatorischen T-Zellen (IsoExTreg)

Treg-Zellen-Charakterisierung und GMP-kompatible Isolierung und Expansion im großen Maßstab für die klinische Anwendung (TP 1)

Universität Regensburg
Universitätsklinikum -
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I
Abt. Haematologie/Onkologie

Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Matthias Edinger
0941 944-5580
01GU0816
269.696 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

CD4+CD25+-regulatorische T-Zellen (Treg) tragen entscheidend zur Aufrechterhaltung der peripheren Selbsttoleranz bei und schützen damit vor Autoimmunerkrankungen. In tierexperimentellen Transplantationsmodellen verhindern adoptiv transferierte Treg-Zellen darüber hinaus Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantation und die Spender-gegen-Wirts-Erkrankung nach allogener Knochenmark- oder Stammzelltransplantation. In diesem Projekt sollen deshalb neue Methoden zur Aufreinigung und in vitro-Expansion humaner Treg-Zellen unter Reinraumbedingungen etabliert werden. Hierdurch werden die Voraussetzungen für die Durchführung klinischer Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit humaner Treg-Zellen in der Therapie von Autoimmunerkrankungen und Transplantationskomplikationen geschaffen. Im Rahmen des Projektes werden neue Reagenzien zur Magnetseparation humaner T-Zell-Subpopulationen unter GMP-Bedingungen getestet. Anhand von durchflusszytometrischen Analysen und funktionellen Tests der isolierten Treg-Zell-Populationen wird die beste Strategie zur Isolierung hochreiner Treg-Zellen bestimmt. Anschließend wird untersucht, ob diese Zellen effizient in vitro expandiert werden können und ihre phänotypischen und funktionellen Eigenschaften nach Kultivierung behalten. Die Untersuchungen sollen zur Zertifizierung und Zulassung der Sortierungsreagenzien führen und anschließend in Phase I-II-Studien zur Behandlung von Patienten mit Treg-Zellen eingesetzt werden.

Verbundprojekt: Innovative Gentherapie von Immundefizienz (iGENE)

Für Patienten, die an vererbten oder erworbenen Erkrankungen des Immunsystems leiden, ist die Regenerierung ihrer zellulären Immunantwort von großer Bedeutung. Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten zur Wiederherstellung einer fortgeschrittenen zellulären Immundefizienz bei Kindern, Erwachsenen oder älteren Patienten sind oft unzureichend oder sehr giftig. Neue therapeutische Ansätze basieren oftmals auf der Regenerierung oder der Verstärkung der körpereigenen Immunzellfunktionen durch eine Kombination aus regenerativer Stammzelltherapie und sicheren genetischen Modifikationen via Gentherapie. Ziel des iGene-Verbundes ist es, die Sicherheit einer klinischer Gentherapie mit Hilfe integrierender Vektoren für drei schwere Erkrankungen des Immunsystems, AIDS, das Wiskott Aldrich Syndrom (WAS) und die chronische Granulomatose (CGD), zu verbessern. Bei diesen Erkrankungen handelt es sich um chronische, eventuell lebensbedrohliche Erkrankungen mit extrem schlechter Prognose und kaum wirksamen therapeutischen Optionen. Eine erfolgreiche genetische Behandlung von diesen Immundefizienzen würde einen bedeutenden medizinischen und sozioökonomischen Gewinn darstellen.

Opitimierte präklinische Sicherheitsanalyse integrierender Genvektoren (TP 4a)

Klinikum der Universität München
Campus Innenstadt
Kinderklinik und Kinderpoliklinik
Dr. von Haunersches Kinderspital

Lindwurmstr. 4
80337 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christoph Klein
089 5160-7700
01GU1109
296.509 EUR
01.09.2011 - 31.01.2013

Das Ziel dieses Teilprojektes besteht darin, eine neue Generation von retroviralen Vektoren zur Behandlung von Patienten mit Wiskott-Aldrich Syndrom zu generieren. Hierbei soll die Effizienz und biologische Sicherheit der Vektoren in präklinischen Modellen analysiert und ein optimierter Vektor für den klinischen Einsatz produziert werden.

Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von auf "sleeping-beauty-transposons"-basierenden Vektoren bei der Gentherapie von CGD (iCGD-2) (TP 3)

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Zsuzsanna Izsvak
030 9406-3510
01GU0812
142.303 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Das Ziel des Vorhabens ist die Etablierung einer klinisch realisierbaren, nicht viralen Methode des Gentransfers unter Verwendung des SB100X-Systems im Modell der chronisch granulomatösen Erkrankung (CGD). Das Projekt umfasst die Durchführung verschiedenster präklinischer Studien in vitro und in vivo unter Verwendung von Maus-CGD-Zellen um die Sicherheit und Effizienz des SB100x-Vektorsystems zu evaluieren. Hierzu wird den Zellen durch Nucleofection das Transposon-Konstrukt, das auch das therapeutische Gene gp91phox und die SB100X-Transposase codiert, eingeschleust. Die SB-Technologie wird es ermöglichen in der Therapie von CGD unter SOPs zu etablieren und somit die Initiation präklinischer Studien unter GLP-Richtlinien zu ermöglichen: 1) Entwicklung und Verifizierung der Funktionalität des SB100X Transposon-Systems in Bezug auf die Expression von gp91phox in blutbildenden Stammzellen; 2) Überwachung der Gen-Korrektur und der Differenzierung der humanen Vorläufer CGD-Zellen in vitro; 3) Beobachtung der Repopulation und Differenzierungsmerkmale der Gen-modifizierten Zellen in einem Mausmodell in vivo; 4) Langzeitexpression von gp91phox durch das SB100x-Vektorsystem in x-CGD-Mäusen; 5) Vorläufige Toxozitäts-Studien der durch gp91phox-Transposons hervorgerufenen Integrationsereignisse. Nicht-virale Vektoren die mit einem Integrationsmechanismus ausgestattet sind, erweisen sich als wesentlich effizienter in therapeutischer Langzeitexpression als der derzeit verwendete nicht-virale Gentransfer. Wir erwarten, dass eine Langzeitwiederherstellung der Genfunktion unter Verwendung des SB100X-Systems möglich wird. Das SB100X-System hat das Potenzial als alternatives Vektorsystem in der Gentherapie von CGD Anwendung zu finden und dabei die ernsten Sicherheitsprobleme retroviraler Systeme zu vermeiden.

Präklinische Entwicklung eines in vivo-sekretierten antiviralen Peptids (iSAVE) (TP 2a) und Präklinische Testung eines SIN-Vektors für die Gentherapie von X-CGD (iCGD-1) (TP 2b)

Chemotherapeutisches Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus
Paul-Ehrlich-Str. 42-44
60596 Frankfurt am Main

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dorothee von Laer
0172 4069569
01GU0811
554.753 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Ziel ist die Entwicklung eines in vivo sekretierten, antiviralen Peptids, das als Genprodukt für eine direkt applizierbare Gentherapie der HIV-Infektioneingesetzt werden kann. Das Peptid soll so modifiziert werden, dass es nicht mehr vom Immunsystem erkannt wird. Außerdem soll es als Konkatamer exprimiert werden, um einen optimalen Export aus der Zelle zu gewährleisten. SIN-gammmaretrovirale Vektoren sind eine Weiterentwicklung des Gentransfers mit integrierenden Vektoren, die sich durch niedrige Genotoxizität auszeichnen. Es wurde bereits ein SIN-gammaretroviraler Vektor für die Gentherapie der chronischen Granulomatose (X-CGD) entwickelt. Es werden präklinische Untersuchungen zur Sicherheit und Effektivität dieses Vektors durchgeführt. Ziel ist die Beantragung einer behördliche Genehmigung für die Nutzung des Vektors in klinischen Studien der Phase I. Die wesentlichen Arbeitsschritte sind erstens die Entwicklung und Testung retroviraler Konstrukte für die Expression eines sekretierten antiviralen Peptids und zweitens die Untersuchungen zur Langzeitexpression und Toxizität eines SIN-Vektors für die Gentherapie der Chronischen Granulomatose. In beiden Vorhaben sollen präklinische Daten erhoben werden. Bei erfolgreichem Abschluss soll die klinische Entwicklung und Verwertung durch pharmazeutischen Partner erfolgen.

Bestimmung optimaler Zielzellen für die effiziente in vivo-Applikation eines in vivo-sezernierten antiviralen Entry-inhibitors (iSAVE) (TP 1)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Onkologisches Zentrum
Interdisziplinäre Klinik und Poliklinik für Stammzelltransplantation

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Boris Fehse
040 42803-5518
01GU0810
173.606 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Das Ziel des Vorhabens besteht in der Identifikation der optimalen Zielzelle für den in vivo-Transport des “in vivo-Secretable AntiViral Entry-inhibitory peptide” (iSAVE). Diese Zellen sollen leicht zu gewinnen und zu kultivieren sowie lentiviral zu transduzieren sein. Außerdem effizient und am Ort der benötigten Aktivität (= lymphatisches Gewebe) sekretieren und dabei sowohl die Langzeitexpression, als auch eine Immuntoleranz gewährleisten. Verschiedene Zielzellen, insbesondere mesenchymale Stromazellen (MSC), hämatopoetische Stammzellen (HSC) sowie Immunzellen (T- & B-Lymphozyten, Makrophagen) sollen zunächst in vitro mit lentiviralen Vektoren, die für iSAVE kodieren, transduziert und bezüglich der o. g. Charakteristika verglichen werden. Die dabei als potenziell beste iSAVE-Transporter identifizierten Zellen werden dann im immundefizienten Mausmodell hinsichtlich ihrer (potenziellen) klinischen Effizienz und einer möglichen Toxizität getestet. Die hoch-aktive antiretrovirale Therapie (HAART) ist nicht in der Lage, das HIVirus zu eliminieren, sodass sie lebenslang gegeben werden muss, was mit potenziell schweren Nebenwirkungen und hohen Kosten verbunden ist. Zugleich beweist das Beispiel des CCR5-Polymorphismus, dass eine Eintrittshemmung (Entry-Inhibition) als singuläres Prinzip ausreichen kann, um stabil vor einer HIV-Infektion zu schützen. Sollte es gelingen, eine stabile Expression von iSAVE im lymphatischen Gewebe zu erreichen, könnte analog ein langfristiger Schutz der CD4-Zellen und damit des Immunsystems bei HIV-Patienten gewährleistet werden. Daher sollen die im Projekt erzielten Ergebnisse im Erfolgsfall umgehend innerhalb einer klinischen Studie verifiziert werden. Angesichts des großen Potenzials sollte es spätestens nach einer erfolgreichen Phase I-Studie zu einer Übernahme durch einen Partner aus der Industrie kommen können.

Verbesserung der Biosicherheit von gentherapeutischen Vektoren durch Klonalitätsanlaysen und pharmakodynamische Untersuchungen (iBiosave) (TP 5)

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Translationale Onkologie

Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christof von Kalle
06221 56-6991
01GU0809
381.505 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Ziel des Vorhabens ist, die Sicherheit klinischer Gentherapie mit Hilfe integrierender Vektoren durch funktionelle Gentoxizitätsanalysen und pharmakodynamische Untersuchungen zu erhöhen. Hierzu werden Klonalitätsanalysen und pharmakodynamische Studien durchgeführt. Ferner werden messbarer Parameter definiert, mit denen die Biosicherheit von Vektoren in einfach zu handhabenden humanen immortalisierten Zelllinien überprüft werden kann und die damit eine Vorhersage der klinischen Biosicherheit erlauben. Die Biosicherheits-Tests können als Standardtests eingeführt werden, vorausgesetzt, dass sie genügend Aussagekraft und Sensitivität haben, um ein Gentoxizitätsrisiko für den somatischen Gentransfer in Zielzellen vorherzusagen. Wenn die Experimente erfolgreich sind ist ein Einsatz der Tests in der Diagnostik vorgesehen.

Verbundprojekt: Entwicklung, Herstellung und präklinische Sicherheit von optimierten onkolytischen Masernvirusvektoren

Für den Menschen unschädliche Viren können so verändert werden, dass sie zum Beispiel Krebszellen angreifen, gesunde Körperzellen jedoch nicht. Ziel dieses Verbundprojektes ist, prototypische Masern-Impfvirus-Vektoren für eine sichere und effiziente Anwendung an Krebspatienten mit primären und sekundären Lebertumoren zur Verfügung zu stellen und diese in klinischen Studien der Phase I/II zu testen.

Tumorrestriktion mittels Protease-Aktivierung, Hochskalierung der Virotherapeutika-Produktion und Pharm-Tox Analytik (TP 2)

Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für Sera und Impfstoffe
Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen (Hessen)

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christian Buchholz
06103 77-4011
01GU0807
439.216 EUR
01.05.2009 - 30.04.2012

Ziel dieses Vorhaben ist die Voraussetzungen für eine sichere Anwendung von onkolytischen Masernviren am Patienten zu schaffen. Dazu gehören die weitere Verbesserung Protease-aktivierbarer onkolytischer Masernviren, die Vergrößerung des Produktionsmaßstabs onkolytischer Masernviren und die Bestimmung von Toxizität und Biodistribution in Tiermodellen. Die Produktions-, Konzentrations- und Aufreinigungstechniken für onkolytische Masernviren werden entwickelt und optimiert. Qualitätsmerkmale und entsprechende Nachweistechniken werden etabliert. Spaltstellen für Tumor-assoziierte Proteasen (Matrixmetalloproteasen, Urokinasen), die im ersten Förderungszeitraum identifiziert worden waren, werden in das F-Protein rekombinanter Masernviren eingebaut. Die entsprechenden Protease-aktivierbaren Viren werden auf ihre Ausbreitung und Onkolyse in Gewebekulturen aus Biopsiematerial von Patienten mit hepatozellulären Karzinomen getestet. Schließlich werden Toxikologie, Biodistribution und Neurovirulenz onkolytischer Masernviren in verschiedenen Tiermodellen evaluiert und dokumentiert.

Koordination, Suizidgen-Amierung, Nachweis der in vivo Vektor-Amplifikation, präklinische Evaluation und genetische Vektorstabilität (TP 1)

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik - Innere Medizin I
Gastroenterologie, Hepatologie, Infektionskrankheiten

Otfried-Müller-Str. 10
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrich Lauer
07071 29-83190
01GU0806
1.212.829 EUR
01.05.2009 - 30.04.2012

In diesem Vorhaben erfolgt eine Kodierung effizienzverstärkter Suizidgene sowie die Entwicklung von Nachweissystemen, mit denen ein Monitoring der Virusreplikation und der Ausbreitung am Patienten erfolgen kann. In umfangreichen Tierversuchen erfolgen Bestimmungen der Wirkeffizienz, Ausbreitung und Pharm/Tox-Eigenschaften der erzeugten Viren. Zusätzlich wird im Hinblick auf die Vektorsicherheit die genetische Stabilität der erzeugten Viren geprüft.  Prototypische Vektoren mit Kodierung für Suizidgene werden generiert und getestet. Weiterhin werden Nachweissysteme zum Monitoring von Vektoramplifikation und -distribution unter in vivo-Bedingungen generiert. Die präklinische Testung der Vektoreigenschaften erfolgt in Hepatomzellkulturen, auf primären humanen Hepatozyten, an diversen Tumorxenograft-Mausmodellen mit humanen Hepatomzellen sowie an Gewebekulturen aus Dünnschicht-geschnittenen Operationsresektaten von Lebertumorpatienten. Darüber hinaus wird die genetische Stabilität der erzeugten Vektoren im Hinblick auf die Stabilität der Attenuierung und die Mobilisierbarkeit von Vektorelementen geprüft und charakterisiert.

Verbundprojekt: IndividuaLiver - Immuntherapie primärer maligner Lebertumoren

Immatics Biotechnologies GmbH
Paul-Ehrlich-Str. 15
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Harpreet Singh
07071 5397-112
01GU0805
153.922 EUR
01.08.2009 - 31.07.2012

Ziel dieses Teilprojekts ist die Unterstützung bei der Identifizierung von HLA-Klasse I und HLA-Klasse II-Peptiden, die von tumorspezifischen mutierten und/oder überexprimierten Antigenen abstammen. Immatics besitzt ein modernes, hochsensitives Massenspektrometer und kann somit, in enger Kooperation mit der Abteilung Immunologie im Teilprojekt 2, zu einer Erhöhung des Sensitivitätslevels der HLA-Liganden-Analyse beitragen. Zusätzlich werden Arbeiten zur Formulierungsentwicklung des Multipeptidvakzins übernommen. Darüber hinaus wird immatics seine umfangreiche regulatorische Erfahrung in der Entwicklung Peptid-basierter Produkte in das Projekt einbringen. Arbeitsschritte sind: 1) Isolierung von tumor-assoziierten Peptiden (TUMAPs) aus Tumorproben; 2) Identifizierung von TUMAPs mittels Tandem-Massenspektrometrie; 3) Entwicklung der Peptid-Formulierung.

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Fakultät für Biologie
Interfakultäres Institut für Zellbiologie

Auf der Morgenstelle 15
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee
07071 29-80991
01GU0804
1.016.144 EUR
01.08.2009 - 31.07.2012

Ziel des Vorhabens ist es, ein innovatives Therapieverfahren für hoch maligne Krebserkrankungen der Leber (Hepatozelluläres Karzinom und Gallengangskarzinom) zu entwickeln. Jede Krebszelle unterscheidet sich von normalen Zellen in mehreren genetischen Veränderungen. Diese Veränderungen, z. B. Mutationen, können im Prinzip vom Immunsystem erkannt werden. Bisher galt es jedoch als unmöglich, solche mutierten Peptide für jeden einzelnen Patienten zu identifizieren und für therapeutische Zwecke einzusetzen. Für den Tumor jedes einzelnen Patienten sollen die geeigneten Krebsantigene als Peptide, die veränderten, insbesondere mutierten Genprodukten  entsprechen, identifiziert werden. Für jeden Patienten kann dann in Zukunft eigens eine Zusammenstellung von Peptiden synthetisiert werden mit denen der Patient dann immunisiert wird. Solche mutierten Peptide bzw. weitere krebsspezifische Antigene sollen mit den in jüngster Zeit entwickelten und derzeit noch optimiert werdenden Methoden zur Genomsequenzierung und zur massenspektrometrischen Peptidanalyse, identifiziert werden. Für jeden Patienten werden fünf bis zehn geeignete Peptide erwartet. Diese Peptide sollen dann in GMP-Qualität hergestellt werden und in Zukunft in einer patientenindividuellen klinischen Phase I -Studie eingesetzt werden.

Verbundprojekt: Virus-spezifische adoptive T-Zell Transplantate basierend auf spezifischer T-Isolierung anhand von Aktivierungsmarkersignaturen (S-T-THERA)

Prototypen für GMP-Reagenzien und Prozesse (TP 4)

Miltenyi Biotec GmbH
Friedrich-Ebert-Str. 68
51429 Bergisch-Gladbach

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexander Scheffold
02204 8306-2201
01GU0803
502.892 EUR
01.02.2009 - 31.01.2012

Ziel des Vorhabens „Spezifische T-Zell-Therapien“ (S-T-THERA) ist es, basierend auf der Expression von Aktivierungsmarkersignaturen neue klinisch anwendbare Methoden zur Isolierung Antigen-spezifischer T-Zellen zu entwickeln. Ziel des Teilprojektes ist die Entwicklung von Prototypen für GMP-konforme Reagenzien und Protokolle zeitgleich und in enger Kooperation mit den Aktivitäten der anderen Teilprojekte, um möglichst schnell nach Projektende klinisch anwendbare Konzepte zur Behandlung von viralen Infektionen bei Patienten nach Organtransplantation implementieren zu können. Die Aufgaben des Industriepartners Miltenyi Biotec GmbH konzentrieren sich auf die Translation der Zellkultursysteme zum in vitro T-cell-priming in GMP-konforme Anwendungen. Die Aktivitäten dieses Teilprojektes beinhalten auch die Herstellung von Peptidpools, Antikörpern und für die magnetische Zellsortierung essentielle Reagenzien. Die durchgeführten Arbeiten haben ein hohes wirtschaftliches und wissenschaftliches Potenzial. Die GMP-fähigen Prototypen für Reagenzien und Protokolle können zeitnah zu finalen GMP-konformen Endprodukten für innovative adoptive T-Zelltherapien in neuen Patientengruppen z. B. auf dem Gebiet der Immuntherapie bei Infektionen, nach Organtransplantationen oder bei malignen Erkrankungen weiterentwickelt werden.

Hocheffizienz in-vitro-T-Zell-Priming (TP 1) Aktivierungsmarker-Signaturen (TP 2) und Design der S-T-THERA-Studie

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapies

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Thiel
030 28460-681
01GU0802
780.413 EUR
01.07.2009 - 30.06.2012

Basierend auf der Expression von Aktivierungsmarkersignaturen sollen innerhalb des ersten Teilprojekts neue Methoden zur Isolierung Antigen-spezifischer T-Zellen entwickelt werden. Diese Methoden sollen klinisch zur Isolierung von naiven, Antigen-spezifischen T-Zellen direkt im Verlaufe einer primären in vitro-Generierung genutzt werden. Das Projekt soll erstmals die in vitro gezielte Generierung von T-Zellen spezifisch für individuelle Antigene ermöglichen, gegen die in einem Patienten selbst entweder keine Immunität vorhanden oder diese unterdrückt ist. Das Projekt wird dadurch neue therapeutische Konzepte bei Infektionen und malignen Erkrankungen eröffnen und damit effektivere Behandlungen ermöglichen. Als Schlüsselprinzip sollen Marker genutzt werden, die von naiven T-Zellen im Verlaufe einer Aktivierung ausgeprägt werden. Dies ist CD154, das charakteristischerweise von T-Helfer-Zellen exprimiert wird, und das Oberflächenmolekül CD137, das von CD8+-cytotoxischen T-Zellen im Verlaufe ihrer Aktivierung charakteristisch ausprägt wird. Als Hauptziel  soll die simultane Isolierung von naiven CD4+ und CD8+ T-Zellen nach spezifischer Kurzzeit-Aktivierung etabliert werden. Die innerhalb der S-T-Thera entwickelten Prozesse sollen schließlich in einer klinischen Studie implementiert werden, die ab dem zweiten Jahr des Vorhabens vorbereitet wird. Es werden vielfältige wissenschaftliche Ergebnisse bezüglich der in vitro und in vivo-Eigenschaften von antigen-spezifischen T-Zellen generiert. Innerhalb der BCRT-Projekte ist vorgesehen, neben den SOPs für die geplanten klinischen Prozesse, GMP-fähige Verfahren zur Generierung von spezifischen T-Zell-Transplantaten für klinische Anwender zu etablieren.

Funktionale und molekulare Analysen (TP 3)

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Arbeitsgruppe Zellbiologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Radbruch
030 28460-600
01GU0801
438.730 EUR
01.07.2009 - 30.06.2012

Innerhalb des dritten S-T-Thera Teilprojekts stehen funktionale und molekulare Untersuchungen an in vitro generierten T-Zellen im Fokus. Die Arbeiten bilden ein zentrales Element im S-T-Thera-Gesamtvorhaben. Innerhalb der Arbeiten werden zum einen essentielle präklinische Untersuchungen durchgeführt. Zum anderen werden Qualitätstests etabliert, die in späteren klinischen Anwendungen implementiert werden. Die in Vorarbeiten definierten molekularen Muster, die mit proinflammatorischen Eigenschaften von T-Zellen korrelieren, sollen zunächst auf ihre Ausprägung im Verlaufe der in vitro-Aktivierung von naiven T-Zellen unter definierten Bedingungen hin analysiert werden. Hierbei sollen auf der einen Seite epigenetische auf der anderen Seite aber auch Genexpressions-Signaturen untersucht werden werden. Innerhalb des zweiten Arbeitspakets von TP3 sollen die funktionale Eigenschaften der isolierten T-Zellen in etablierten präklinischen in vivo-Modellen analysiert werden. Nach Transfer oder Transplantation in immundefiziente Mäuse (NOD-scid IL2r null und Rag2-/- IL2R null Mäuse), sollen die protektiven anti-viralen Eigenschaften verschiedener in vitro generierter T-Zellen nach Transfer in diese Mäuse direkt in vivo evaluiert werden. Mittelfristig sollen die molekularen Analysen aufwendige funktionale in vitro-Studien zur Funktionalität von T-Zellen auch in anderen Immuntherapien ersetzen. Es sollen Tests entwickelt werden, mit deren Hilfe Qualitätskontrollen von adoptiven T-Zelltransplantaten anhand molekularer Signaturen durchgeführt werden können. Aus den funktionalen Ergebnissen sollen innerhalb des Vorhabens für die Vorbereitung einer Phase I Studie wichtige präklinische funktionale Daten erhoben werden.

Verbundprojekt: MIA2

rhMIA2 - Prozessentwicklung (TP 4)

Scil Proteins GmbH
Heinrich-Damerow-Str. 1
06120 Halle (Saale)

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Anton
0345 279963-39
01GU0725
2.164.124 EUR
01.02.2008 - 31.01.2012

Ziel ist die Entwicklung eines Prozesses zur Produktion von rhMIA2, das zur Behandlung von Leberfibrose am Menschen eingesetzt werden soll sowie die Durchführung von Toxikologiestudien mit rhMIA2. Das Protein rhMIA2 wird mittels E. coli in Form von unlöslichen Einschlusskörpern gebildet. Dazu wird ein Antibiotika-freies Verfahren zur Hochzelldichtefermentation entwickelt. Die native Struktur erhält rhMA2 durch die zu etablierende in vitro Faltung. Für die Reinigung des Proteins von produkt- und prozessbasierten Verunreinigungen werden ein mehrstufiges chromatographisches Reinigungsverfahren und die entsprechenden Analytikverfahren entwickelt. Da es momentan keine Therapie für die Leberfibrose gibt, sind die Verwertungsmöglichkeiten für ein Therapeutikum zur Behandlung einer fibrotischen Leber sehr hoch.

Präklinische Untersuchung von rekombinantem MIA2 zur Behandlung der Leberfibrose (PEMIALF-Studie)

Universität Regensburg
Universitätsklinikum
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I

Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Claus Hellerbrand
0941 944-7155
01GU0724
799.122 EUR
01.08.2008 - 31.07.2012

Chronische Lebererkrankungen führen zu einer progredienten Fibrosierung, einem bindegewebigen Umbau des Lebergewebes und können dabei auch zu einer kompletten Vernarbung der Leber, also einer Leberzirrhose führen. Derzeit gibt es keine klinisch erprobten Medikamente, um den bindegewebigen Umbau zu stoppen. MIA2 ist ein von den universitären Partnern des Verbundes neu identifiziertes Protein mit Potenzial, die Leberfibrose zu hemmen. In dem Konsortiums sollen weiterführende präklinische Studien (Pharmakologie, Entwicklung einer geeigneten Applikationsform und toxikologische Untersuchungen) für den Einsatz von MIA2 zur Behandlung von Leberfibrose durchgeführt werden. Zudem soll ein robuster transferierbarer Produktionsprozess zur Herstellung von rekombinantem humanem MIA2 (rhMIA2) entwickelt werden. Insgesamt wird hierdurch die Basis für nachfolgende klinische Studien geschaffen, um rhMIA2 als ein sicheres und effektives Therapeutikum bei Leberfibrose zu etablieren.

Verbundprojekt: IL-6 in entzündlichen Indikationen

Hemmung des „IL-6-Transsignalings“ als eine neue anti-inflammatorische Strategie zur Behandlung von Atherosklerose und Diabetes (TP 2)

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. Kardiologie und Angiologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Karsten Grote
0511 532-9584
01GU0711
305.969 EUR
01.04.2009 - 31.12.2011

Durch die Hemmung des „IL-6 Transsignalings“ mit dem synthetischen Inhihitor CR5/18 im Tiermodell soll eine neue an-i-inflammatorische Strategie zur Behandlung von Diabetes und Atherosklerose etabliert werden. In entsprechenden Tiermodellen (ApoE-defiziente Mäuse) wird durch spezielle Fütterung Diabetes, bzw. Atherosklerose experimentell induziert. Eine Gruppe von Versuchstieren erhält über den gesamten Fütterungszeitraum von mehreren Monaten den synthetischen Inhibitor CR5/18. Nach Ende des Fütterungszeitraums wird der Einfluss der Therapie mit CR5/18 durch die Bestimmung von metabolischen Funktionsstörungen (Diabetes), bzw. durch die Quantifizierung von atherosklerotischen Plaques (Atherosklerose) bewertet. Ergebnisse aus diesem Vorhaben stellen neben der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen die Grundlage zu Patentanmeldungen einer systemischen Applikation des synthetischen IL-6-Inhibitors CR5/18 als eine therapeutische Strategie zur Behandlung von Diabetes und Atherosklerose dar. Sie bilden somit die Basis für weitere pharmakologische Studien sowie für erste klinische Studien am Menschen.

Präklinische Entwicklung des anti-entzündlichen Fusionsproteins CR5/18 (TP 1)

Conaris Research Institute AG
Schauenburgerstr. 116
24118 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dirk Seegert
0431 5606-821
01GU0710
2.312.870 EUR
01.04.2009 - 30.09.2011

Interleukin-6 (IL-6) spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung schwerer, teilweise lebensbedrohlicher Erkrankungen, wie z. B. Morbus Crohn, Asthma, Arthritis oder auch Darmkrebs. Daher besitzten Wirkstoffe, die zu einer gezielten IL-6 Blockade führen, ein enormes therapeutisches Potenzial. CR5/18 repräsentiert eine neue Generation solcher Wirkstoffe und soll in ersten humanen Studien getestet werden. Das Teilprojekt bildet die Voraussetzung zur Zulassung solcher Studien und umfasst die Herstellung von GMP-konformem Studienmaterial, die Durchführung regulatorisch vorgeschriebener Verträglichkeitsstudien und die Erstellung der erforderlichen Dokumentationen. Arbeitsschritte sind: a) GMP-konforme Herstellung des Wirkstoffes; b) Analytik; c) Erstellung von Protokollen für Verträglichkeitsstudien im Tier; d) Durchführung, Monitoring und Dokumentation der Tierstudien; e) Erstellung der erforderlichen Dokumentationen für einen Zulassungsantrag. Das Ziel ist der Nachweis der Verträglichkeit und Wirksamkeit von CR5/18 im Menschen in mindestens einer Entzündungsindikation.

Verbundprojekt: RETARGET-IT

Etablierung und Validierung einer GMP-gerechten Master- und Workingzellbank genetisch auf ErbB2/HER2-ausgerichteter NK-92 Zellen (TP 4)

DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gGmbH
Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie

Sandhofstr. 1
60528 Frankfurt

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Torsten Tonn
069 6782-228
01GU0707
455.484 EUR
01.02.2008 - 31.12.2011

Ziel ist die Herstellung und Zulassung einer GMP-gerechten Master- und Workingzellbank der genetisch auf ErbB2/HER2 ausgerichteter NK-Zelllinie (NK-92). Es sollen Verfahren im klinischen Maßstab entwickelt und beschrieben werden, die eine GMP-gerechte Expansion, Kryokonservierung und Bestrahlung von NK-92 Zellen erlauben. Das Projekt umfasst auch die mit der Herstellung und Freigabe der Zellbank notwendigen Untersuchungen zur Qualitätskontrolle. Darüber hinaus sollen Verfahren entwickelt werden, um ausgehend von einer Charge der Workingzellbank, eine therapeutische Dosis NK-92 Zellen zu generieren. Hierzu ist eine Erhaltungskultur zielgerichteter NK-92 Zellen über mehrere Wochen notwendig. Die Stabilität und Haltbarkeit der NK-Zellen einer solchen Erhaltungskultur wird untersucht.

Zytotoxizität von genmodifizierten NK-92 oder primären NK-Zellen, die zielgerichtet ErbB2/HER2-exprimierende Tumorzellen erkennen (TP 3)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Klinik für Kinderheilkunde III
Abt. für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie

Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ulrike Köhl
069 6301-4918
01GU0706
228.426 EUR
01.02.2008 - 31.12.2011

Da sich die Überlebensrate (derzeit 21%) für Kinder mit Metastasen des hochmalignen Medulloblastoms (MB) trotz multimodaler Therapieprotokolle nicht verändert hat, ist die Entwicklung zellulärer Immuntherapien das Ziel. Dazu sollen NK-Zellen genetisch verändert werden, so dass sie chimäre Antigenrezeptoren mit Spezifität gegen ErbB2/HER2 positive Tumoren exprimieren. Forschungsschwerpunkte sind:
- “Screening“ und Charakterisierung von ErbB2 exprimierenden Tumorzellen und Anlegen einer Tumorzellbank,
- Vergleich der Zytotoxizität parentaler und gen-transduzierter NK-92 Zellen gegenüber ErbB2-positiven und negativen Tumorzelllinien und primären MB-Zellen,
- Charakterisierung der lytischen Aktivität primärer, humaner gen-modifizierter NK-Zellen im Vergleich zur gen-transduzierten NK-92-Zelllinie gegen Tumoren.
Langfristig soll die Prognose für pädiatrische Patienten mit MB verbessert werden.

Generierung und funktionelle Charakterisierung chimärer ErbB2/HER2-spezifischer Antigenrezeptoren (TP 1)
Generierung und molekulare Charakterisierung genetisch modifizierter NK-92 Zellen (TP 2)

Chemotherapeutisches Forschungsinstitut
Georg-Speyer-Haus
Paul-Ehrlich-Str. 42-44

60596 Frankfurt

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wilfried Wels
069 63395-188
01GU0705
797.735 EUR
01.02.2008 - 31.12.2011

Ziel ist die Entwicklung und Evaluierung humaner Killerzellen (NK-Zellen) mit Spezifität für die ErbB2/HER2 Rezeptor-Tyrosinkinase als neue zelluläre Immuntherapie für die Behandlung des Medulloblastoms und anderer ErbB2 exprimierender Tumoren.
Arbeitsschritte sind:
- die Generierung klinisch einsetzbarer retroviraler Vektoren zur Expression eines humanisierten chimären Antigenrezeptors mit Spezifität für ErbB2 (TP1 und TP2),
- die Etablierung eines GMP-gemäßen Protokolls für die Transduktion humaner NK-92 Zellen (TP2),
- die Untersuchung der Tumorlokalisierung und antitumoralen Aktivität genmodifizierter NK-92 Zellen in vivo (TP1),
- die Bestimmung möglicher Nebenwirkungstoxizitäten (TP2 und TP1).
Die Ergebnisse sollen zusammen mit TP3 und TP4 die Voraussetzungen für die behördliche Genehmigung klinischer Studien schaffen.

Verbundprojekt: Ein neuer Inhibitor für die Behandlung von Hepatitis B und D

Charakterisierung der Myrcludex B-spezifische Immunantworten in Mäusen und Patienten (TP 3)

Universität Duisburg-Essen
Institut für Medizinische Virologie und Immunologie

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Mengji Lu
0201 723-3530
01GU0702
215.494 EUR
01.07.2007 - 31.12.2011

Myrcludex B, der "Entry“-Inhibitor gegen Hepatitis B Virus (HBV), ist ein Peptid und kann spezifische B- und T-Zellen in vivo induzieren. Die Eigenschaft vom Myrcludex B als Immunogen wird untersucht. Die Tools zum Nachweis von Myrcludex-spezifischen Immunantworten werden entwickelt. Die Immunantworten gegen die HBV preS Region, die dem Myrcludex B entspricht, werden in HBV-infizierten Patienten analysiert. Es werden die Fähigkeit von Myrcludex B zur Induktion von spezifischen T- und B-Zellantworten in Mäusen getestet; die Fähigkeit von Anti-Myrcludex-Antikörpern zur Neutralisation von HBV Virionen analysiert, Immunantworten in Patienten gegen die HBV PreS Region (= Myrcludex B Sequenz) untersucht, die natürliche Variation der HBV preS Region unter HBV Isolaten analysiert und ihren Einfluss auf die Bindung der Anti-Myrcludex B Antikörpern bestimmt. Das Projekt wird die notwendigen diagnostischen Tools für die klinische Anwendung vom Myrcludex B etablieren. Darüber hinaus ist ein proof-of-principle-Experiment zur Demonstrierung des Potenzials vom Myrcludex B als ein therapeutisches Vakzin, das in Kombination mit antiviralen Substanzen verwendet werden kann.

Präklinische Studien und Wirkmechanismus von Myrcludex B (TP 1)
Pharmakokinetische Untersuchungen von Myrcludex B (TP 2)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Hygiene-Institut
Molekulare Virologie

Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Stephan Urban
06221 562910
01GU0701
1.593.585 EUR
01.07.2007 - 30.06.2012

Die Infektion mit dem Hepatitis B Virus (HBV) stellt ein Gesundheitsproblem mit globaler Bedeutung dar. Eine Heilung der chronischen Infektion ist bis heute nicht möglich. Aufbauend auf der Beobachtung, dass ein Peptid des HBV-Hüllproteins die Infektion im Tiermodell verhindern kann, werden die für die Zulassung der Leitsubstanz Myrcludex B notwendigen präklinischen Studien durchgeführt. Die Substanz soll nach GMP-Protokoll synthetisiert und auf ihre toxikologische Wirkung hin untersucht werden. Weiterhin sollen ihr Wirkmechanismus sowie die pharmakokinetischen und immunologischen Charakteristika evaluiert und die Zulassung für klinische Studien erwirkt werden. Die Synthese von Myrcludex B erfolgt zweistufig. Nach der akuten Toxikologiestudie schließen sich Pharmakokinetik, Immunologie sowie die Etablierung aller nötigen Assays an. Mit Verfügbarkeit von ca. 100g GMP-Material sollen chronische Toxikologie- und Wirkstudien angeschlossen werden. Parallel erfolgen Studien an Varianten und Alternativen zur Applikation. Die Lizenz für Myrcludex B ist vergeben. Alle weiteren Schutzrechte werden gemäss den Regularien der beteiligten Universitäten verfolgt.

Verbundprojekt: Präklinische Untersuchungen zum Potenzial einer Therapie mit YB-1-abhängigen onkolytischen Adenoviren zur Therapie von Gehirntumoren

Identifizierung und Charakterisierung onkolytischer Virustherapie assoziierter Marker im Gliom

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Pathologie

Schumannstr. 20-21
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Hermann Lage
030 450536045
01GU0615
236.520 EUR
01.01.2007 - 30.06.2012

Die Auswirkungen einer antineoplastischen Therapie mittels des onkolytischen Adenovirus Ad-Delo-3 auf Tumorzellen (Gliomzellen) sowie auf den kompletten Organismus (Mausmodell, später ggf. Phase I Gewebe von Patienten) sollen untersucht werden. Damit dient das Teilprojekt dem exakten molekularen Verständnis der durch die Therapie verursachten biologischen Vorgänge, was insbesondere unter Sicherheitsaspekten von besonderer Bedeutung ist. Schließlich stellen die Ergebnisse die Grundlage für die molekulare Diagnostik möglicher Patienten dar. Die Ergebnisse sind daher eine essentielle Voraussetzung für einen möglichen klinischen Einsatz der neuen „onkolytischen Therapie“. Zunächst werden Zellkulturmodelle des Glioms hinsichtlich bekannter Tumor assoziierter Marker untersucht. Im nächsten Schritt werden die Auswirkungen der onkolytischen Virustherapie auf Gliomzellen, die als Xenograft im Mausmodell wuchsen, sowie auf den Gesamtorganismus mit histologischen und molekularbiologischen Techniken analysiert.

Armierte Vektoren (TP I) 
Nicht-invasive Bildgebung der armierten Vektoren (TP V)

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Institut für Experimentelle Onkologie und Therapieforschung
Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Per Sonne Holm
089 4140-4462
01GU0613
1.010.045 EUR
01.01.2007 - 29.02.2012

Glioblastome sind die häufigsten primären Hirntumore bei Erwachsenen. Konventionelle Therapien, wie chirurgische Eingriffe, Strahlen- und Chemotherapie verbessern die Lebensqualität und verlängern die Lebenserwartung nur begrenzt. Mit dem Ziel, die Lebenserwartung von Patienten mit Glioblastomen zu verbessern, werden neuartige YB-1 abhängige onkolytische Adenoviren entwickelt und deren therapeutisches Potential bestimmt. YB-1 abhängige Adenoviren werden hergestellt und in vitro und in verschiedenen Mausmodellen evaluiert. Dabei werden u. a. die Tumorregression gemessen, Bildgebungsverfahren zur Biodistribution und histologische Untersuchungen durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Wirksamkeit von YB-1 abhängigen Adenoviren in Kombination mit Chemo- und Strahlentherapie. Ferner soll die Toxizität im Hamstermodel evaluiert werden. Die Verwertung soll unter Federführung von XVir Therapeutics GmbH erfolgen.

Verbundprojekt: Apoptose als Target in der Tumortherapie

Präklinische pharmakodynamische Optimierung und Toxizitätsprüfung des Betulinsäurederivats BA10 (TP 1)

Universität Ulm
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Eythstr. 24
89075 Ulm

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Simone Fulda
0731 500-57034
01GU0608
900.083 EUR
01.03.2007 - 31.12.2011

Ziel ist es, die neue zytotoxische Substanz BA10 weiterzuentwickeln und in einer Phase I klinischen Studie beim Glioblastom zu evaluieren. Damit sollen Kombinationstherapien mit BA10 entwickelt und evaluiert, neue Regulatoren von BA10-induzierter Apoptose mittels RNAi Screening identifiziert und die präklinische Toxizität von BA10 evaluiert werden. BA10 wird in Kombinationstherapien in vitro und in vivo evaluiert. Mittels RNAi Screening werden neue Regulatoren von BA10-induzierter Apoptose identifiziert. Präklinische Toxizitätsprüfungen von BA10 werden nach ICH-Richtlinien durchgeführt. BA10 kann als neues Krebsmittel beim Glioblastom und anderen Malignomen eingesetzt werden, es gibt einen Transfer der präklinischen Ergebnisse in eine Phase I klinische Studie. Die Ergebnisse sind von medizinischem Nutzen für die Krankheitsbekämpfung und Patientenversorgung von Krebspatienten.

Einzelprojekte:

Zielgerichtete adjuvante Immuntherapie mit Natürlichen Killer (NK) Zellen zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom nach Radiochemotherapie

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie

Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Gabriele Multhoff
089 4140-4514
01GU0823
1.551.152 EUR
01.11.2009 - 31.10.2012

In einer umfassenden klinischen Studie (Phase II) wird die Wirksamkeit einer Immuntherapie mit körpereigenen Immunzellen zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungentumoren nach einer Radiochemotherapie untersucht. Voraussetzung für die Behandlung ist die Produktion eines spezifischen Zielproteins (Hsp70) auf der Zelloberfläche der Lungentumore und mindestens eine stabile Erkrankung der Patienten nach kombinierter Radiochemotherapie. Geeignete Patienten werden mit entsprechenden Immunzellen über Infusionen behandelt. Parallel zur klinischen Behandlung werden in einem biologischen Begleitprogramm immunologische Parameter an Immun- und Tumorzellen untersucht. Ziel des Vorhabens ist es, eine innovative, spezifische und effiziente Immuntherapie für Lungentumore zu etablieren.

b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben

 

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