Forschung zum Gesundheitswesen
Das Niveau der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland ist hoch. Alle Bevölkerungsgruppen haben einen gesicherten Zugang zu den Leistungen des Gesundheitswesens. Die demographische Entwicklung und die Umsetzung des medizinischen Fortschritts stellen jedoch große Herausforderungen an die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems. Die Menschen in Deutschland erreichen ein zunehmend höheres Alter. Dies hat zur Folge, dass sie auch länger medizinisch, rehabilitativ und pflegerisch versorgt werden müssen. Gleichzeitig ändert sich das Spektrum der Krankheiten. Immer mehr chronische Krankheiten und Multimorbidität bestimmen das Behandlungsgeschehen. Dank des medizinischen Fortschritts werden neue, zum Teil bahnbrechende diagnostische und therapeutische Verfahren entwickelt, die bei einem hohen Nutzen für die Patienten in der Regel auch höhere Kosten verursachen.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, fördert die Bundesregierung nicht nur die klinische Forschung und die Grundlagenforschung in der Medizin, sondern auch Forschung zur bedarfsgerechten Gestaltung des Gesundheitssystems, der Gesundheitsversorgung und der Prävention.
Das Spektrum der Forschung reicht von den Entstehungsursachen von Krankheiten über ihre Verbreitung (Prävalenz) bis zu Fragen nach den Möglichkeiten der Behandlung, der Vorbeugung sowie der Beseitigung krankheitsfördernder Faktoren. Die Versorgungsstrukturen und Abläufe im Gesundheitswesen werden ebenfalls in die Forschungsförderung einbezogen, damit sie den sich wandelnden Anforderungen gewachsen sind und ggf. angepasst oder optimiert werden können. Die Ergebnisse dieser Forschung sind unmittelbar relevant für die Prävention und Versorgung - sie kommen damit jedem Einzelnen zugute.
Um die präventive und medizinische Versorgung bedarfsgerechter zu gestalten und ggf. zu verbessern, ist es notwendig zu wissen, in welchen Versorgungsbereichen und warum Defizite auftreten, ob die Verbreitung von Krankheiten und Risikofaktoren auf verschiedene Bevölkerungsgruppen ungleich verteilt ist (ob also bestimmte Gruppen besonders betroffen sind) und wie die festgestellten Probleme gelöst werden können. Diese Fragestellungen werden daher in vielen Fördermaßnahmen des Regierungsprogramms "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen" bearbeitet. Dabei sind die folgenden Förderschwerpunkte besonders hervorzuheben:
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Genetisch-epidemiologische Methodenzentren-
Infektiologie-
Schmerzforschung-
Kompetenznetze in der Medizin-
Kinder- und Jugendsurvey
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Rehabilitationsforschung
In den letzten fünf Jahren hat das BMBF darüber hinaus besondere Förderaktivitäten in den Bereichen
- allgemeinmedizinische Forschung
- Langzeituntersuchungen
- Pflegeforschung
- Präventionsforschung und
- Versorgungsforschung
initiiert und dafür bisher rund 20 Mio. Euro bereitgestellt.