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Öffentliche Bekanntmachungen: |
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Förderzeitraum: |
2005 bis 2010 |
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Gesamtvolumen: |
20 Mio. Euro |
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Zahl der Verbünde: |
22 |
Verbundprojekt: Soziales Handeln
Verbundprojekt: Frontales Operculum
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Das Verständnis des Gehirns aus seiner Struktur und Funktionsweise heraus ist notwendig für die Prävention und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, für ein verbessertes allgemeines Verständnis menschlichen Verhaltens und der zugrunde liegenden biologischen Prozesse, nicht zuletzt für effiziente Lehr- und Lernstrategien. Bei der Aufklärung grundlegender neuronaler Prozesse sind in den letzten zehn Jahren entscheidende Fortschritte erzielt worden. Die Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu erforschen bildet jedoch eine große wissenschaftliche Herausforderung.
Mit der Leitvision "Das Denken verstehen" nimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) diese Thematik in mehreren Fördermaßnahmen auf. Ein wichtiger Beitrag zu einem besseren Verständnis der höheren Hirnfunktionen und ihren Störungen ist von der Kognitionsforschung zu erwarten. Die Maßnahme „Forschungsverbünde zu kognitiven Leistungen und ihren Störungen beim Menschen“ soll diese Forschungsrichtung unterstützen.
Kognition umfasst Prozesse wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis, Denken und Problemlösen, Planen und Handlungskontrolle sowie sprachliche Fähigkeiten. Die Kognitionsforschung beschäftigt sich sowohl mit den neurobiologischen Grundlagen kognitiver Leistungen als auch mit Beeinträchtigungen der Hirnfunktionen. Sie erfordert ein gezieltes Zusammenwirken verschiedener Disziplinen aus den Bereichen Psychologie, Psychiatrie, Neurologie, Neurophysiologie und Computational Neuroscience.
2. Stand der Fördermaßnahme
Mit der Fördermaßnahme "Forschungsverbünde zu kognitiven Leistungen und ihren Störungen beim Menschen" unterstützt das BMBF die Kognitionsforschung in Deutschland und fördert seit 2005 22 Forschungsverbünde. Das BMBF beabsichtigt, in den Jahren 2005 bis 2010 rund 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen." Mit der Förderung sollen international wettbewerbsfähige, exzellente Forschungsansätze aufgegriffen werden und gleichzeitig ein Beitrag zur Verbesserung der interdisziplinären Kooperation geleistet werden. Die Forschungsverbünde sollen eine Brücke schlagen zwischen einem Forschungsansatz, der das grundlegende Verständnis höherer Hirnfunktionen erforscht, und der klinischen Forschung mit Patienten.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)
Verbundprojekt: Soziales Handeln
Ein Blick hinter den Spiegel: Neurokognitive Mechanismen sozialer Handlungen und deren Dysfunktionen bei Schizophrenie (TP 2)
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Philipps-Universität Marburg |
Leiter: |
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Ziel ist die Identifizierung kognitiver und neuronaler Mechanismen von Wahrnehmung und Ausführung sozialer Handlungen. Die wesentlichen Ziele sind (1) die Verbindung der empirischen und theoretischen Konzepte "common coding" und "Efferenzkopie" mit dem neurowissenschaftlichen Konzept des Spiegelneuronensystems (MNS), (2) die Generalisierung der "common coding"-Theorie auf sozial relevante Handlungen, (3) die Entwicklung einer Verbindung zwischen dem MNS und dem Efferenzkopiesystem auf neuronaler Ebene, (4) die Beschreibung der Ontogenese des MNS auf entwicklungspsychologischer Ebene, (5) die Identifizierung der Mechanismen sozialer Beeinträchtigungen bei Schizophrenie und Störungen aus dem Autismus-Spektrum auf klinischer Ebene und (6) die Übertragung neuer theoretischer Modelle bei Gesunden auf Stichproben mit den genannten Störungen.
Verbundprojekt: Frontales Operculum
Konnektivität der Region des frontalen Operculums (TP 2)
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Max-Planck-Institut für neurologische Forschung |
Leiter: |
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Neuroanatomische Kartierung des frontalen Operculums (TP 1)
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiterin: |
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Verbundsprecher: Dr. Markus Ullsperger
Ziel des Verbundes ist es, die kognitiven, neurophysiologischen und neurochemischen Mechanismen der Handlungsüberwachung und daraus resultierender Entscheidungen am Modell der Zwangserkrankung zu charakterisieren. Übergeordnet ist der Aufbau eines neurobiologisch plausiblen Modells der "überwachenden" Entscheidungsfindung, das Verhalten unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen vorhersagen kann.
Prä-, intra- und postoperative Untersuchung von rückmeldungsbasiertem Entscheiden bei Tiefenhirnstimulation
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Universität zu Köln |
Leiter: |
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