| Öffentliche Bekanntmachung: | 2004 |
| Förderzeitraum: | 2006 - 2013 |
| Gesamtvolumen: | bis zu 25 Mio. Euro |
| Vorhabenzahl: | 5 mit insgesamt 24 Zuwendungsemfängern |
Gesundheitsökonomische Evaluationen im Rahmen der Pychotherapieforschungsverbünde
Verbund: "Psychotherapie von Positivsymptomatik psychotischer Störungen" (POSITIVE-NET)
Verbund: Psychotherapie: SOPHO-Net
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Psychische Erkrankungen sind mit einer Lebenszeitprävalenz von rund 30% eine der gesundheitspolitisch bedeutendsten Krankheitsgruppen. Sie stellen schon heute eine der Hauptursachen für frühzeitige Berentungen und Krankschreibungen dar. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland lässt erwarten, dass sich die Häufigkeit derartiger Krankheiten weiter erhöhen wird. Zu ihrer Behandlung werden neben verschiedenen anderen Methoden vielfach auch psychotherapeutische Verfahren eingesetzt. Die psychotherapeutische Versorgung hat sich in Deutschland inzwischen zu einem zentralen Bereich der Krankenversorgung entwickelt.
Mit der beabsichtigten Förderung soll neben der inhaltlichen Weiterentwicklung der Psychotherapieforschung auch ein Beitrag zur Verbesserung der interdisziplinären Kooperation und zur Verbesserung der Forschungsstrukturen geleistet werden. Ferner soll der Transfer aktueller Forschungsergebnisse in die Praxis unterstützt werden.
Gefördert werden überregional angelegte Forschungsverbünde zu spezifischen Störungsbildern mit einer zentralen Organisations- und Koordinationsstruktur, themenbezogenen Forschungsprojekten. In jedem Verbund soll das einschlägige Potenzial an Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen und Institutionen für das jeweilige Störungsbild zusammengeführt werden.
Die Forschungsverbünde sollen im Hinblick auf die Qualität, die Ergebnisorientierung und die Interdisziplinarität der Forschung, die Etablierung von Kooperationen zwischen Forschung und Versorgung, die Aus- und Weiterbildung und die Gesundheitsversorgung einen deutlichen Mehrwert erbringen.
2. Stand der Fördermaßnahme
Mit der Fördermaßnahme "Förderung von Forschungsverbünden zur Psychotherapie" unterstützt das BMBF die Psychotherapieforschung in Deutschland und fördert seit 2006 bisher fünf Forschungsverbünde, die in einem zweistufigen Antragsverfahren aus ursprünglich 31 vorgelegten Antragsskizzen ausgewählt wurden. Es ist eine insgesamt 6-jährige Förderung mit zwei Förderphasen vorgesehen. Das BMBF beabsichtigt, in den Jahren 2006 bis 2012 bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
(Sortierung innerhalb eines Verbundes nach Förderkennzeichen)
Gesundheitsökonomische Evaluationen im Rahmen der Pychotherapieforschungsverbünde
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
Leiter: |
Prof. Dr. Hans-Helmut König |
Verbund: "Psychotherapie von Positivsymptomatik psychotischer Störungen" (POSITIVE-NET)
Der Forschungsverbund zielt auf die Entwicklung, Durchführung und umfassende Evaluation von störungs- und symptomspezifischen Interventionen zur Behandlung von psychotischen Störungen. Hauptaugenmerk liegt hier vor allem auf der Therapie von Positivsymptomatiken, also Symptomen die im Zuge einer Psychose im Vergleich zu nicht Erkrankten „zusätzlich“ auftreten, also etwa Wahnvorstellungen, Halluzinationen, u. ä.. Negativsymptomatiken, also im Vergleich zu Nichterkrankten weniger ausgeprägte Verhaltensweisen, etwa Antriebslosigkeit, sind nicht Gegenstand dieses Forschungsverbundes.
Teilprojekt der Universität Duisburg Essen
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Universität Duisburg-Essen |
Leiter: |
Dr. Bernhard Müller |
Teilprojekt C-II: Genetik des Ansprechens auf Psychotherapie
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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Leiter: |
PD Dr. Rainald Mössner |
Die psychotherapeutische Behandlung von schizophrenen Patienten verzeichnet bislang unterschiedliche Erfolge. Es ist unklar, ob Abweichungen im Erbgut mit der Diskrepanz im Krankheitsverlauf und im Therapieerfolg korrelieren. Genau dieser Fragestellung nimmt sich dieses Projekt an: Das Erbgut von schizophrenen Patienten unterschiedlichen Grades und deren therapeutisches Ansprechen sollen auf Änderungen untersucht werden. Das Projekt ist als "Follow-up" - Erhebung der in den anderen Teilprojekten rekrutierten Patienten konzipiert. Die Untersuchung von genetischen Determinanten bezüglich verschiedener Komponenten psychotherapeutischer Interventionen ermöglicht ggf. die Vorhersage zur individuellen Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen, abhängig von psychobiologischen und neurobiologischen Faktoren.
Teilprojekt der RWTH Aachen
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
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Unter Nutzung der fMRI-Methode wird die Entstehung und Verarbeitung von Wahnvorstellungen bei Störungen aus dem schizophrenen Spektrum in einer Multi-Center-Studie untersucht. Untersuchungen mit der fMRI werden vor und neun Monate nach der Durchführung von Psychotherapie vorgenommen. Es werden 74 Patienten mit Wahnsymptomen und 37 gesunde Kontrollpatienten untersucht. Die Patienten werden aus der grösseren Stichprobe der Therapie-Hauptstudie ausgewählt. Die Ergebnisse dieser Studie sollen Korrelate neuronaler Plastizität im Rahmen psychotherapeutischer Interventionen bei Patienten mit Schizophrenie abbilden.
Teilprojekte der Universität Tübingen, Projekte 1 und 2 sowie Verbundzentrale
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
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Die Verbundzentrale dient der Koordnination und Unterstützung der Teilprojekte. Projekt 1 hat als zentrale GCP-konforme klinische Studie die Überprüfung der Wirksamkeit kognitiver Verhaltenstherapie bei positiven Symptomen psychotischer Störungen zum Ziel. Projekt 2 dient der Analyse der Wirkweise der therapeutischen Intervention. Der Verbund baut zentral auf der klinischen Studie auf. Nach einer 2-monatigen, geförderten Vorbereitung schließt sich eine Rekrutierungszeit von 24 Monaten an. Weitere 9 Monate dienen der Durchführung der Therapien und 1 Monat dem Abschluss der unmittelbar patientenbezogenen Arbeiten.
EDNET vereint die international anerkanntesten Deutschen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Essstörungen. Der Verbund beinhaltet drei große multizentrische Psychotherapiestudien sowie verbindende Querschnittsstudien zu den Themen Genetik, Endokrinologie und Neurobiologie. Die Mitglieder des Verbundes waren an der Entwicklung von Leitlinien zur Therapie der Essstörungen und ebenso an der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS, März 2006) beteiligt.
Weitere Informationen unter: http://www.ednet-essstoerungen.de/
Teilprojekt der Universität Bochum
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Ruhr-Universität Bochum |
Leiter: |
Prof. Dr. Stephan Herpertz |
Ziel des Vorhabens ist die Implementierung von evidenzbasierten Diagnostik- und Behandlungsleitlinien, welche in der Arbeitsgruppe der Leitlinienentwicklung, die aus 21 deutschen Experten aus dem Forschungsfeld der Essstörungen besteht, seit 2004 erarbeitet wurden. Potenzielle Zielgruppen für die Leitlinien sind sowohl Experten als auch Praktiker. Im Rahmen der Förderung soll eine lange Version der Leitlinien in Buchform erstellt werden, welche die folgenden Kapitel enthält: 1. Methodik, 2. Epidemiologie, 3. Somatische und Körperliche Erkrankungen - Diagnostikinstrumente, 4. Behandlung der Anorexia nervosa, 5. Behandlung der Bulimia nervosa, 6. Behandlung der Binge Eating Disorder, 7. Essstörungen in Kindheit und Jugend, 8. Komorbidität und deren Erfassung, 9. Entwicklung eines Behandlungsalgorythmus. Zusätzlich ist die Erstellung einer Kurzversion der Leitlinien in Bookletform geplant.
Teilprojekt der Universität Essen
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Universität Duisburg-Essen |
Leiter: |
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Das Universitätsklinikum Essen ist, gemeinsam sechs weiteren Partnern, Teil des Psychotherapie-Forschungsverbundes "Eating Disordes Diagnostic and Treatment Network (EDNET)", der sich mit der Erforschung von Essstörungen beschäftigt. Ziel dieses Teilprojektes ist die Analyse der molekulargenetischen, metabolomischen und endokrinologischen Grundlagen der Anorexia nervosa (AN). Die in der ersten Förderperiode erstellte Biobank aus DNA-, Serum- und Blutproben im Therapieverlauf wird fortgeführt und erweitert. Die Relevanz der konsistent bestätigten BMI-assoziierten Kandidatengene für AN wird evaluiert. Bezüglich der endokrinologischen Studien ist eine Weiterführung der initialen Studien geplant, in deren Rahmen ein Referenzbereich für Serumleptinspiegel bei Patienten mit akuter AN bestimmt werden soll. In einem zweiten Schritt soll der Zusammenhang zwischen Leptinspiegeln im Therapieverlauf, Therapieerfolg, Therapieabbruch und Langzeiterfolg untersucht werden. Im Anschluss an die Pilotstudie zu "Metabolomics", bei der 162 Metabolite im Serum von 130 Patienten mit AN aus den Teilprojekten "ANDI" und "ANTOP" analysiert werden, sollen mögliche Veränderung des metabolomischen Profils im Therapieverlauf bestimmt werden.
Psychodynamische Fokaltherapie, kognitive Verhaltenstherapie und „Treatment as usual“ bei ambulanten Patienten mit Anorexia nervosa (ANTOP)
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
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Die Arbeitsgruppe Tübingen ist beteiligt an einer multizentrischen randomisierten klinischen Studie erwachsener Patientinnen mit Anorexia nervosa. Ziel der Studie ist die Evaluation zweier manualisierter ambulanter Psychotherapien - psychodynamische Fokaltherapie und kognitive Verhaltenstherapie - gegenüber einer Kontrollgruppe. Ein Ziel ist es ambulante Behandlungsverfahren für Anorexia nervosa zu standardisieren und ein für niedergelassene Therapeuten brauchbares Manual zu erstellen.
Zentrale biostatistische Betreuung und Datenmanagement des Forschungsverbundes EDNET
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Philipps-Universität Marburg |
Leiter: |
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Die Universität Marburg fungiert als zentrale methodische und Datenmanagement-Einheit, für die klinischen Studien. Dies beinhaltet die Gewährleistung einheitlicher, Qualitätsstandards für das statistische Design und die Datenqualität, sowie das Berichtswesen und die Auswertung der Ergebnisse für Publikationen. Darüber hinaus werden die Randomisierung der Studienteilnehmer und das Monitoring zentral von Marburg aus vorgenommen.
Internet-basierte Rückfallprophylaxe für Essstörungen nach stationärer Therapie – Anorexia nervosa
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Klinik Roseneck GmbH & Co. Betriebs-KG |
Leiter: |
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Erstmalig wird ein computer- und internetgestütztes Rückfallprophylaxe-Programm (RPP) bei Anorexia nervosa (AN) evaluiert. AN ist eine schwere psychische Erkrankung mit einer hohen Mortalitätsrate. Trotz etablierter Therapieverfahren stellt die Aufrechterhaltung des Therapieerfolgs nach einer stationären Behandlung eine Herausforderung dar. Ein verhaltenstherapeutisches RPP wird 90 anorektischen Patientinnen nach erfolgreicher stationärer Therapie über neun Monate per Internet angeboten. Hauptmesszeitpunkte sind der Beginn und das Ende des RPP sowie eine Katamnese nach weiteren neun Monaten. Die gleich große Kontrollgruppe wird zu den gleichen Zeitpunkten gemessen und erhält nach Entlassung allgemein interessierende Informationen zu Essstörungen. Hauptergebnisvariable ist der Gewichtsunterschied zwischen beiden Gruppen am Ende des RPP. Zur Anwendung gelangen Selbsteinschätzungen (EDI-2 etc.) sowie Experteneinschätzungen (SIAB-EX etc.).
Internet-basierte Rückfallprophylaxe für Essstörungen nach stationärer Therapie – Bulimia nervosa und Mediatoren und Moderatoren von Behandlungsoutcome im Rahmen von Psychotherapiestudien bei Essstörungen
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Technische Universität Dresden |
Leiterin: |
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Die Arbeitsgruppe in Dresden leitet federführend eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie zu einem internetgestützten Rückfallprophylaxe-Programm für Frauen mit Bulimia nervosa im Anschluss an stationäre Behandlung. Darüber hinaus werden übergreifend Moderator-/Mediatoranalysen weiterer Therapiestudien des Verbundes durchgeführt. Sie sollen dazu beitragen, Entscheidungskriterien für eine individualisierte, besser auf die Patientinnen abgestimmte Therapie zu identifizieren.
Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter: tagesklinische versus stationärer Behandlung (ANDI) und Neuropsychologische Funktion, strukturelle und funktionelle Hirnveränderungen bei Anorexia nervosa vor und nach Behandlung
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiterin: |
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Die Arbeitsgruppe in Aachen arbeitet an übergreifenden Projekten (Genetik) mit. Sie hat die Federführung bei zwei Projekten. Zum einen handelt es sich um eine multizentrische Studie zum Vergleich von Langzeiteffekten zweier Behandlungs-Settings für die jugendliche Anorexia Nervosa (AN). Die andere Studie untersucht die Auswirkungen der Gewichtszunahme auf Hirnstruktur und Hirnfunktion mittels morphometrischer und funktioneller Magnetresonanztomographie (MRT) sowie neuropsychologischer Tests mit Blick auf deren prognostische Bedeutung. Die Studienergebnisse werden von hoher Relevanz für die zukünftige Behandlung von Essstörungen sein. Da aus der bisherigen Forschung nicht deutlich geworden ist, welche Therapie in welcher Weise effektiv für AN-Patientinnen ist. Die Studienergebnisse werden es ermöglichen eine bessere Prognose für den Verlauf der Krankheit zu stellen und so die Auswahl der Therapieentscheidung unterstützen.
Zentrale wissenschaftliche Leitung des Forschungsverbundes EDNET
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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
Leiterin: |
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Die Verbundsprecherin wird koordinierende Aufgaben übernehmen: Organisation von Rater-Trainings für die Interviewer der Therapiestudien, Koordination des externen Advisory Boards, Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung eines Newsletters, Einrichtung einer Homepage, Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen (z.B. BZgA). Dissemination der Ergebnisse (ins Gesundheitssystem und für die Allgemeinbevölkerung), Anregung weiterführender Studien, Aus- und Weiterbildung.
Verbund: Psychotherapie: SOPHO-Net
Der Forschungsverbund Social Phobia Psychotherapy Research Network (SOPHO-NET) befasst sich mit der Psychotherapie bei Sozialer Phobie. Im Zentrum des Verbundes steht eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie, die die Wirksamkeit zweier manualisierter und gleich langer Psychotherapieformen (kognitive Verhaltenstherapie, psychodynamische Kurzzeittherapie) bei ambulanten Patienten untersucht. Das identische Studienprotokoll wird in fünf Forschungszentren (Göttingen, Bochum, Dresden, Jena, Mainz) implementiert.
Kognitive Verhaltenstherapie der Sozialen Phobie: Transfer manual-basierten Vorgehens in der Praxis (SophoPrax)
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Technische Universität Dresden |
Leiter: |
Prof. Dr. Jürgen Hoyer |
Teilprojekte der Universität Heidelberg
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiter: |
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Die Psychotherapievergleichsstudie "Kognitive Verhaltenstherapie versus psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Sozialer Phobie – eine randomisiert-kontrollierte Multicenterstudie" hat zum Ziel, die Wirksamkeit zweier verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsverfahren zu untersuchen. Im Rahmen eines Wartegruppen-Kontrolldesigns werden Jugendliche und junge Erwachsene mit einer sozialen Phobie über einen Zeitraum von vier Monaten mit einer der beiden Therapieformen behandelt. Ziel ist es, die Wirksamkeit beider Behandlungen zu untersuchen und zudem Prädiktoren für einen günstigen und nicht günstigen Therapieverlauf zu ermitteln. Insgesamt werden an den vier Studienzentren Heidelberg, Frankfurt, Göttingen und München 126 Patienten im Alter von 14-20 Jahren in die Untersuchung eingeschlossen. Die Ergebnisse werden wichtige Beiträge für die Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Behandlung der Sozialen Phobie bei dieser Altersgruppe liefern.
Teilprojekt B3 der Universitäten Mainz und Frankfurt
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Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main |
Leiter: |
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Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz |
Leiter: |
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Teilprojekt der Universität Jena
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Friedrich-Schiller-Universität Jena |
Leiter: |
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Das Vorhaben ergänzt die multizentrische Studie im SOPHO-Net mit dem Ziel, eine differentielle Behandlungsindikation für Sozialphobiker aufgrund von Bindungsvariablen zu eruieren. Es wird die Vorhersagequalität der Variablen auf Behandlungserfolg der manualisierten Therapien überprüft (jeweils psychodynamisch STPP\Verhaltenstherapeutisch CBT). Diese bestehen aus 25 Stunden Psychotherapie, Substichprobe n = 128, 64 STPP4 CBT. Die Prä-Therapie-Diagnostik erfolgt mittels BFKE (Bielefelder Fragebogen zur Klientenerwartung), ein halbstrukturiertes Interview mit Items aus dem AAI (Adult Attachment Interview) und aus dem Interpersonal Assessment Interview (als Basis des AAPR: Adult Attachment Prototype Rating); AAP (Adult Attachment Projetive). Zudem wird diese Substichprobe aus der multizentrischen Studie auf Eigeneinschätzung der Bindungsrepräsentation vor und nach der Therapie, sowie nach 6 und 12 Monaten per ECR-R (Attachment Related Self-Reports) untersucht.
Netzwerkkoordination und Teilprojekte der Universität Göttingen (Zentrale)
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Georg-August-Universität Göttingen |
Leiter: |
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Die Studienzentrale und die Verbundkoordination sind in Göttingen angesiedelt. Die Studie wird durch Projekte ergänzt, welche genetische Varianten des Serotonin-Transporters, neuronale Strukturen und Funktionen, Bindung und Kosten-Nutzen Aspekte untersuchen. Die hohe Stichprobengröße (N=512, intention-to-treat) ermöglicht die Aufdeckung von Unterschieden zwischen den Therapieformen und von differentiellen Prognosemerkmalen. Für die Qualitätssicherung (Kompetenz der Durchführungs- und Behandlungsintegrität, Datenmanagment, Monitoring) ist eine eigene Einheit verantwortlich. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Informationen unter: http://www.sopho-net.de/
Ziel des Verbundes ist eine Verbesserung bzw. Optimierung der Behandlung von Panikstörungen. In der zentralen Studie (Projekt P2, Zentrale: Dresden) soll der Nachweis der Wirkungsweise spezifischer Behandlungsmodule der kognitv-behavioralen Psychotherapie erbracht werden. Hierzu dient die Erhebung von 75 Panikpatienten und 75 Kontrollpersonen mit Hilfe von psychophysiologischer Methodik.
Teilprojekte der Universität Bremen (P2/3 E, Habitutationsmustern, Projekt P2/3F, Effekte von therapeutischen Hausaufgaben; Projekt P5A: Bedeutung der interozeptiven Exposition)
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Universität Bremen |
Leiter: |
Thomas Lang |
Ziele der hier beschriebenen Auswertungsprojekte (P2/3e,f) sind die Untersuchung des Einflusses von Habituationsmustern auf den Therapieverlauf und das Therapieergebnis bei Patienten mit Panikstörung & Agoraphobie im Rahmen von Expositionsübungen. Ferner wird die Berücksichtigung und Untersuchung des Einflusses von Vermeidungsverhaltensweisen auf diese Habituationsmuster und deren Auswirkung auf Therapieverlauf und Therapieergebnis im Vorhaben bearbeitetet. Außerdem ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hausaufgabenerledigung und Verhalten der Patienten zwischen den Therapiesitzungen auf das Behandlungsergebnis für weitere Studien von Interesse. Im mitbearbeiteten Therapieprojekt (P5A) ist das Ziel, die differenzielle Wirkung von spezifischen, bestimmte Symptome provozierenden Expositionsübungen und unterschiedlichen Expositionsdurchführungen (angststeigernd vs. ertragend) im Rahmen von Expositionsübungen und deren differenzielle Wirkung auf den Therapieverlauf und das Therapieergebnis zu untersuchen. Der Arbeitsplan der Auswertungsprojekte (P2/3e,f) umfasst dabei: 1) Die Erstellung von Kodierregeln und Datenbanken der beobachteten Angstverläufe, die Extraktion des Expositionsverlaufs und der Therapieverlaufsdaten; 2) die Datenaufbereitung, Dateneingabe und Aggreation der Daten; 3) die Zusammenführung der Datenbank mit dem Hauptdatensatz und zur Ermittlung des Zusammenhangs der Habituationsverläufe mit dem Behandlungsergebnis; 4) den Test und die Entwicklung von Analysemodellen und die abschließende Datenanalyse. Die geplanten Schritte im Therapieprojekt (P5/A) sind: 1) Das Training von Therapeuten; 2) die Patientenrekrutierung und 3) die Behandlung und Monitoring der Behandlung.
Teilprojekt der Universität Würzburg, Genetikstudie
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Julius-Maximilians-Universität Würzburg |
Leiter: |
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Ziel ist die Untersuchung des Einflusses genetischer Variationen auf die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie bei Paniksymptomatik. Allen PatientInnen wird EDTA-Blut abgenommen und in das Labor für Molekularbiologie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie nach Würzburg gesandt. Dort wird die DNA extrahiert und es erfolgt die Genotypisierung. Dann wird eine genomweite Assoziationsuntersuchung durchgeführt. Zur Auswertung erfolgen: 1. Ein Case/Control Vergleich zwischen PatientInnen und Kontrollen, 2. Die Therapieresponse der beiden Therapiegruppen in Abhängigkeit vom Genotyp, 3. Die Ausprägung intermediärer dimensionaler Phänotypen (Persönlichkeitsskalen, Psychophysiologie, fMRT) in Abhängigkeit vom Genotyp.
Teilprojekte der Uni Dresden
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Technische Universität Dresden |
Leiter: |
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In der in Dresden koordinierten zentralen Therapiestudie soll die Untersuchung der Wirksamkeit (Post-Treatment und 6-Monats-Follow-up) einer standardisierten manualisierten Kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) mit zwei aktiven Behandlungsarmen erfolgen. Dabei wird eine vorwiegend kognitive Therapie CbT mit einer Verhaltenstherapie mit explizit therapeutengeleiteter Exposition cBT im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe untersucht. Die Arbeitsplanung unterteilt sich in die Erstellung der Behandlungsmanuale für beide Behandlungsarme, das Training der Mitarbeiter der Studienzentren in der Durchführung der Behandlungsmanuale, die Rekrutierung der Patienten in den einzelnen Studienzentren sowie deren Behandlung und das Monitoring der Behandlung und die Erhebung relevanter Outcome-Variablen. Weiterhin ist die Durchführung einer Follow-up-Erhebung und schließlich die Datenanalyse und internationale Publikation der Ergebnisse beabsichtigt. Auf diese Weise soll eine "Destillation der Hauptwirkfaktoren" der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung erfolgen aus der peer-review Publikationen die Ableitung und Dissemination optimierter Behandlungskonzepte sowie die Ableitung weiterführender Fragestellungen zur Behandlungseffektivität bei Panikstörung resultieren werden.
Teilprojekte der Uni Greifswald
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Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald |
Leiter: |
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Im in Greifswald koordinierten psychophysiologischen Teilprojekt P5 wird das Ausmaß antizipatorischer Angst vor einem Verhaltenstest (Verweilen in einem engen, dunklen Raum) vor, während und nach der Therapie von Patienten mit Panikstörung mit und ohne Agoraphobie untersucht. Neben dem subjektiven Angsterleben werden das Ausmaß autonomer Erregung, verschiedene Atmungsparameter und als Maß für die Aktivierung subkortikaler Angstzentren auch die Potenzierung der Schreckreaktion erfasst. Die Messungen erfolgen an drei Zentren bei 180 Patienten. Ziel ist es, objektive Maße des Therapieoutcomes zu erhalten und möglicherweise zwischen Respondern und Non-Respondern zu differenzieren. Das zweite Projekt (antizipatorische Angst vor einem Hyperventilationstest) hat ein ähnliches Ziel. Neben dem Versuch eine objektive Outcome-Messung zu finden, sollen ebenfalls Responder und Non-Responder unterschieden und für die Non-Responder Hinweise für alternative Therapieverfahren gefunden werden. Das Vorhaben ist überdies rekrutierendes Zentrum für die zentrale Therapiestudie.
Teilprojekte der Charité Berlin; 4: Pharmakologische Modulation der Expositionstherapie; P3: Therapiestudie
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
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Untersucht wird die pharmakologisch unterstützte Expositionstherapie bei Patienten mit Panikstörung inklusive neuroaktiver Steroide und des Stresshormonsystems unter Expositionstherapie. In einer placebokontrollierten Studie erhalten je 20 Patienten vor der Expositionsbehandlung D-Cycloserin oder Placebo. Parallel erfolgen Blutentnahmen zur Bestimmung von neuroaktiven Steroiden sowie Cortisol und ACTH sowie EKG-Aufzeichnungen zur Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Sollte die Hypothese bestätigt werden, kann die breite Anwendung eine pharmakologisch unterstützten Expositionstherapie untersucht werden. Die Charité ist darüber hinaus rekrutierendes Zentrum für die zentrale klinischen Studie (P2), die Bildgebungsstudie (P4) und die psychophysiologischen Untersuchen (P5).
Teilprojekte der RWTH Aachen
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
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Patienten mit einer Panikstörung verfügen über einen besonders sensitiven zentralnervösen Angstmechanismus. Die wesentlichen beteiligten Strukturen sind Amygdala, Hippocampus, Thalamus, Hypothalamus sowie kortikale Areale. Mit der Methode der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) sollen die neurobiologischen Korrelate psychotherapeutischer Intervention (CbT vs. cBT) untersucht werden. In einem Multi-Center-Design mit den fMRT-Zentren Aachen, Münster und Berlin sollen 60 Patienten mit einer Panikstörung vor und nach einer der beiden therapeutischen Interventionen funktionell bildgebend untersucht werden. Eine Wartelistengruppe von Patienten und eine gesunde Vergleichsgruppe dienen als Kontrollgruppen. Darüber hinaus ist das Klinkum der RWTH Aachen rekrutierendes Zentrum der zentralen klinischen Studie (P2), die in Dresden koordiniert wird sowie für die psychophysiologischen Studien (P5, Universität Greifswald).
Netzwerkkoordination und Teilprojekte der Uni Münster
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Westfälische Wilhelms-Universität Münster |
Leiter: |
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Die Universität Münster ist für die Verbundkoordination und das Projektmanagement verantwortlich. Es werden gezielt Panikpatienten mit Agoraphobie rekrutiert. Diese nehmen an einer Reihe von psychophysiologischen Tests zur Erfassung erhöhter Atemsensitivität sowie vestibulärer Auffälligkeiten teil. Zusätzlich werden geeignete Fragebogenverfahren zur selbstberichteten Identifikation von Paniksubtypen eingesetzt. Die Universität Münster ist darüber hinaus Studienzentrum der von der Universität Dresden geleiteten zentralen Studie (P2), der von der RWTH koordinierten Bildgebungsstudie P4, sowie der an der Universität Greifswald angesiedelten psychophysiologischen Studien. Weitere Informationen unter: http://www.panik-netz.de/
Verbund: ADHD
Der multizentrische Forschungsverbund untersucht Wirkung und Wirkmechanismen der Psychotherapie zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Erwachsenen. Die vergleichende Untersuchung von Pharmakotherapie und Psychotherapie ist ein Schwerpunkt des Verbundes. Die einzelnen Projekte nutzen Ressourcen, die im Hinblick auf Krankenversorgung und Forschung an den koordinierenden Zentren bereits vorhanden und gut bewährt sind. Die Ergebnisse sollen die empirische Fundierung der Wirksamkeit der Behandlung stärken, zum besseren Verständnis der Wirkmechanismen und zur Vorhersage des Behandlungserfolgs beitragen und somit die Behandlungsmöglichkeiten erweitern.
Neben den Universitäten Würzburg und Freiburg sind noch fünf weitere Universitäten an dem Verbund beteiligt.
Freiburg
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg |
Leiterin: |
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Die Universität Freiburg ist federführend für eine dreiarmige, multizentrische Studie verantwortlich, bei der eine krankheitsspezifische Psychotherapie für Erwachsene mit ADHS mit einer Psychopharmaka Behandlung bzw. einer kombinierten psychotherapeutischen / Psychopharmaka Behandlung verglichen wird. In einem weiteren Teilprojekt wird die Volumenabnahme bestimmter zerebraler Bereiche mit Methoden des Neuroimagings untersucht. Das ZKS Freiburg ist für die methodische Betreuung – incl. Datenmanagement und Monitoring – der beiden klinischen Studien verantwortlich.
Würzburg
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Julius-Maximilians-Universität Würzburg |
Leiter: |
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Die Zentrale des Verbundes ist an der Universität Würzburg angesiedelt. In einer multizentrischen Studie werden Mütter mit ADHS eingeschlossen, deren Kinder auch von ADHS betroffen sind. Es wird der Fragestellung nachgegangen, ob die Krankheitssymptome der Kinder verbessert werden können, wenn die Mütter ein spezielles elterliches Management Training absolvieren. In einem weiteren Teilprojekt sollen Genvarianten unterschiedlicher Neurotransmitter Signalwege identifiziert werden, die mit spezifischen neurochemischen und morphologischen Phänotypen assoziiert sind. Letztlich ist es das Ziel herauszufinden, ob die Genvarianten Voraussagen über den Erfolg einer Psycho- bzw. Pharmakotherapie ermöglichen.