Psychotherapie

Öffentliche Bekanntmachung: 2004
Förderzeitraum: 2006 - 2013
Gesamtvolumen: bis zu 25 Mio. Euro
Vorhabenzahl: 5 mit insgesamt 24 Zuwendungsemfängern

Gesundheitsökonomische Evaluationen im Rahmen der Pychotherapieforschungsverbünde

Verbund: "Psychotherapie von Positivsymptomatik psychotischer Störungen" (POSITIVE-NET)

Verbund: EDNET

Verbund: Psychotherapie: SOPHO-Net

Verbund: Psychotherapie Panik

Verbund: ADHD

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Psychische Erkrankungen sind mit einer Lebenszeitprävalenz von rund 30% eine der gesundheitspolitisch bedeutendsten Krankheitsgruppen. Sie stellen schon heute eine der Hauptursachen für frühzeitige Berentungen und Krankschreibungen dar. Die demographische Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland lässt erwarten, dass sich die Häufigkeit derartiger Krankheiten weiter erhöhen wird. Zu ihrer Behandlung werden neben verschiedenen anderen Methoden vielfach auch psychotherapeutische Verfahren eingesetzt. Die psychotherapeutische Versorgung hat sich in Deutschland inzwischen zu einem zentralen Bereich der Krankenversorgung entwickelt.

Mit der beabsichtigten Förderung soll neben der inhaltlichen Weiterentwicklung der Psychotherapieforschung auch ein Beitrag zur Verbesserung der interdisziplinären Kooperation und zur Verbesserung der Forschungsstrukturen geleistet werden. Ferner soll der Transfer aktueller Forschungsergebnisse in die Praxis unterstützt werden.

Gefördert werden überregional angelegte Forschungsverbünde zu spezifischen Störungsbildern mit einer zentralen Organisations- und Koordinationsstruktur, themenbezogenen Forschungsprojekten. In jedem Verbund soll das einschlägige Potenzial an Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen und Institutionen für das jeweilige Störungsbild zusammengeführt werden.

Die Forschungsverbünde sollen im Hinblick auf die Qualität, die Ergebnisorientierung und die Interdisziplinarität der Forschung, die Etablierung von Kooperationen zwischen Forschung und Versorgung, die Aus- und Weiterbildung und die Gesundheitsversorgung einen deutlichen Mehrwert erbringen.

2. Stand der Fördermaßnahme

Mit der Fördermaßnahme "Förderung von Forschungsverbünden zur Psychotherapie" unterstützt das BMBF die Psychotherapieforschung in Deutschland und fördert seit 2006 bisher fünf Forschungsverbünde, die in einem zweistufigen Antragsverfahren aus ursprünglich 31 vorgelegten Antragsskizzen ausgewählt wurden. Es ist eine insgesamt 6-jährige Förderung mit zwei Förderphasen vorgesehen. Das BMBF beabsichtigt, in den Jahren 2006 bis 2012 bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb eines Verbundes nach Förderkennzeichen)

Gesundheitsökonomische Evaluationen im Rahmen der Pychotherapieforschungsverbünde

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Institut für Medizin-Soziologie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Helmut König
040 7410-54464
01GV1002
223.099 EUR
01.11.2010 - 31.10.2013

Das Vorhaben ist ein Querschnittsprojekt zu den fünf BMBF-Forschungsverbünden zur Psychotherapie, die sich mit den Störungsbildern Panik, Soziale Phobie, Essstörungen, ADHS und Positivsymptomatik bei Psychosen befassen. Begleitend zu den klinischen Studien dieser Verbünde sollen in diesem Projekt in erster Linie ökonomische Evaluationen durchgeführt werden. Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und Produktivitätsverluste werden mit einem modifizierten CSSRI-Fragebogen erfasst. Für die Berechnung qualitätsgewichteter Lebensjahre wird der EQ-5D-Lebensqualitätsfragebogen eingesetzt. Im SOPHO-NET Verbund sollen ökonomische Evaluationen der Projekte A1-1 und A2 erfolgen. Darüber hinaus soll im Rahmen von Projekt A2 eine eingehende Analyse der indirekten Kosten sozialer Phobie erfolgen. Im POSITIVE Verbund soll eine ökonomische Evaluation von Projekt A4 erfolgen. Im EDNET Verbund soll eine ökonomische Evaluation von internetbasierter Selbsthilfe für Binge Eating Patienten (INTERBRED) durchgeführt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen der 1. Förderphase erhobene Daten für eine ökonomische Evaluation von fokaler psychodynamischer Psychotherapie bei Anorexiepatienten (ANTOP) ausgewertet.

Verbund: "Psychotherapie von Positivsymptomatik psychotischer Störungen" (POSITIVE-NET)

Der Forschungsverbund zielt auf die Entwicklung, Durchführung und umfassende Evaluation von störungs- und symptomspezifischen Interventionen zur Behandlung von psychotischen Störungen. Hauptaugenmerk liegt hier vor allem auf der Therapie von Positivsymptomatiken, also Symptomen die im Zuge einer Psychose im Vergleich zu nicht Erkrankten „zusätzlich“ auftreten, also etwa Wahnvorstellungen, Halluzinationen, u. ä.. Negativsymptomatiken, also im Vergleich zu Nichterkrankten weniger ausgeprägte Verhaltensweisen, etwa Antriebslosigkeit, sind nicht Gegenstand dieses Forschungsverbundes.

Teilprojekt der Universität Duisburg Essen

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Virchowstr. 174
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Bernhard Müller
0201 9597-016
01GV0909
200.015 EUR
01.11.2010 - 31.10.2012

Das Vorhaben beinhaltete eine Interventionspilotstudie zur Anwendung einer altersgerecht modifizierten kognitiven Verhaltenstherapie bei 21 älteren (>/= 55 J) Patienten mit Schizophrenie im Vergleich zu einer Standardbehandlung (N=21). Die Intervention kombiniert drei Module: Aktivierung und kognitive Anregung, Training sozialer Fertigkeiten und Kommunikation und Problemlösetraining sind die Bestandteile der mCBT-Intervention. Zusätzlich werden Bezugspersonen in die Behandlung der Patienten einbezogen, um die Motivation zu fördern und die Generalisierung der Behandlungseffekte in den Alltag zu unterstützen. Die Nachhaltigkeit der mCBT-Intervention wird über sechs Monate geprüft. Die primären Zielgrößen der Studie sind Symptomatik der Schizophrenie, Depressivität und Alltagsfertigkeiten. Sekundäre Zielgrößen sind Lebensqualität, Angst und Kognition. Zusätzlich werden Blut-basierte Biomarker neurodegenerativer Erkrankungen erhoben, um zu Prüfen, ob diese einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Behandlung haben. Die Meilensteine der Studie sind: 1) Studieninitiierung; 2) Beginn der Behandlung des ersten Patienten; 3) Beginn der Behandlung des letzten Patienten; 4) Beginn Follow-Up des letzten Patienten; 5) Beginn der Finalisierung der Datenbank und der statistischen Auswertung.

Teilprojekt C-II: Genetik des Ansprechens auf Psychotherapie

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Rainald Mössner
0228 287-19399
01GV0907
75.000 EUR
01.10.2009 - 30.09.2012

Die psychotherapeutische Behandlung von schizophrenen Patienten verzeichnet bislang unterschiedliche Erfolge. Es ist unklar, ob Abweichungen im Erbgut mit der Diskrepanz im Krankheitsverlauf und im Therapieerfolg korrelieren. Genau dieser Fragestellung nimmt sich dieses Projekt an: Das Erbgut von schizophrenen Patienten unterschiedlichen Grades und deren therapeutisches Ansprechen sollen auf Änderungen untersucht werden. Das Projekt ist als "Follow-up" - Erhebung der in den anderen Teilprojekten rekrutierten Patienten konzipiert. Die Untersuchung von genetischen Determinanten bezüglich verschiedener Komponenten psychotherapeutischer Interventionen ermöglicht ggf. die Vorhersage zur individuellen Wirksamkeit therapeutischer Maßnahmen, abhängig von psychobiologischen und neurobiologischen Faktoren.

Teilprojekt der RWTH Aachen

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tilo Kircher
0241 8089637
01GV0622
427.216 EUR
01.10.2006 - 31.12.2011

Unter Nutzung der fMRI-Methode wird die Entstehung und Verarbeitung von Wahnvorstellungen bei Störungen aus dem schizophrenen Spektrum in einer Multi-Center-Studie untersucht. Untersuchungen mit der fMRI werden vor und neun Monate nach der Durchführung von Psychotherapie vorgenommen. Es werden 74 Patienten mit Wahnsymptomen und 37 gesunde Kontrollpatienten untersucht. Die Patienten werden aus der grösseren Stichprobe der Therapie-Hauptstudie ausgewählt. Die Ergebnisse dieser Studie sollen Korrelate neuronaler Plastizität im Rahmen psychotherapeutischer Interventionen bei Patienten mit Schizophrenie abbilden.

Teilprojekte der Universität Tübingen, Projekte 1 und 2 sowie Verbundzentrale

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Osianderstr. 24
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Stefan Klingberg
07071 2982330
01GV0618
1.881.882 EUR
01.10.2006 - 30.09.2013

Die Verbundzentrale dient der Koordnination und Unterstützung der Teilprojekte. Projekt 1 hat als zentrale GCP-konforme klinische Studie die Überprüfung der Wirksamkeit kognitiver Verhaltenstherapie bei positiven Symptomen psychotischer Störungen zum Ziel. Projekt 2 dient der Analyse der Wirkweise der therapeutischen Intervention. Der Verbund baut zentral auf der klinischen Studie auf. Nach einer 2-monatigen, geförderten Vorbereitung schließt sich eine Rekrutierungszeit von 24 Monaten an. Weitere 9 Monate dienen der Durchführung der Therapien und 1 Monat dem Abschluss der unmittelbar patientenbezogenen Arbeiten.

Verbund: EDNET

EDNET vereint die international anerkanntesten Deutschen Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Essstörungen. Der Verbund beinhaltet drei große multizentrische Psychotherapiestudien sowie verbindende Querschnittsstudien zu den Themen Genetik, Endokrinologie und Neurobiologie. Die Mitglieder des Verbundes waren an der Entwicklung von Leitlinien zur Therapie der Essstörungen und ebenso an der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS, März 2006) beteiligt.

Weitere Informationen unter: http://www.ednet-essstoerungen.de/

Teilprojekt der Universität Bochum

Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät und Klinikum
Westfälische Klinik Dortmund

Marsbruchstr. 179
44287 Dortmund

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stephan Herpertz
0231 4503-2496
01GV0906
40.241 EUR
01.03.2010 - 31.08.2011

Ziel des Vorhabens ist die Implementierung von evidenzbasierten Diagnostik- und Behandlungsleitlinien, welche in der Arbeitsgruppe der Leitlinienentwicklung, die aus 21 deutschen Experten aus dem Forschungsfeld der Essstörungen besteht, seit 2004 erarbeitet wurden. Potenzielle Zielgruppen für die Leitlinien sind sowohl Experten als auch Praktiker. Im Rahmen der Förderung soll eine lange Version der Leitlinien in Buchform erstellt werden, welche die folgenden Kapitel enthält: 1. Methodik, 2. Epidemiologie, 3. Somatische und Körperliche Erkrankungen - Diagnostikinstrumente, 4. Behandlung der Anorexia nervosa, 5. Behandlung der Bulimia nervosa, 6. Behandlung der Binge Eating Disorder, 7. Essstörungen in Kindheit und Jugend, 8. Komorbidität und deren Erfassung, 9. Entwicklung eines Behandlungsalgorythmus. Zusätzlich ist die Erstellung einer Kurzversion der Leitlinien in Bookletform geplant.

Teilprojekt der Universität Essen

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Virchowstr. 174
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Johannes Hebebrand
0201 7227-465
01GV0905
75.000 EUR
01.10.2009 - 30.09.2012

Das Universitätsklinikum Essen ist, gemeinsam sechs weiteren Partnern, Teil des Psychotherapie-Forschungsverbundes "Eating Disordes Diagnostic and Treatment Network (EDNET)", der sich mit der Erforschung von Essstörungen beschäftigt. Ziel dieses Teilprojektes ist die Analyse der molekulargenetischen, metabolomischen und endokrinologischen Grundlagen der Anorexia nervosa (AN). Die in der ersten Förderperiode erstellte Biobank aus DNA-, Serum- und Blutproben im Therapieverlauf wird fortgeführt und erweitert. Die Relevanz der konsistent bestätigten BMI-assoziierten Kandidatengene für AN wird evaluiert. Bezüglich der endokrinologischen Studien ist eine Weiterführung der initialen Studien geplant, in deren Rahmen ein Referenzbereich für Serumleptinspiegel bei Patienten mit akuter AN bestimmt werden soll. In einem zweiten Schritt soll der Zusammenhang zwischen Leptinspiegeln im Therapieverlauf, Therapieerfolg, Therapieabbruch und Langzeiterfolg untersucht werden. Im Anschluss an die Pilotstudie zu "Metabolomics", bei der 162 Metabolite im Serum von 130 Patienten mit AN aus den Teilprojekten "ANDI" und "ANTOP" analysiert werden, sollen mögliche Veränderung des metabolomischen Profils im Therapieverlauf bestimmt werden.

Psychodynamische Fokaltherapie, kognitive Verhaltenstherapie und „Treatment as usual“ bei ambulanten Patienten mit Anorexia nervosa (ANTOP)

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum
Abt. für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Osianderstr. 5
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stephan Zipfel
07071 29-86719
01GV0624
914.223 EUR
01.10.2006 - 31.03.2011

Die Arbeitsgruppe Tübingen ist beteiligt an einer multizentrischen randomisierten klinischen Studie erwachsener Patientinnen mit Anorexia nervosa. Ziel der Studie ist die Evaluation zweier manualisierter ambulanter Psychotherapien - psychodynamische Fokaltherapie und kognitive Verhaltenstherapie - gegenüber einer Kontrollgruppe. Ein Ziel ist es ambulante Behandlungsverfahren für Anorexia nervosa zu standardisieren und ein für niedergelassene Therapeuten brauchbares Manual zu erstellen.

Zentrale biostatistische Betreuung und Datenmanagement des Forschungsverbundes EDNET

Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Medizin
Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie

Bunsenstr. 3
35037 Marburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Helmut Schäfer
06421 2866207
01GV0623
296.364 EUR
01.10.2006 - 31.03.2013

Die Universität Marburg fungiert als zentrale methodische und Datenmanagement-Einheit, für die klinischen Studien. Dies beinhaltet die Gewährleistung einheitlicher, Qualitätsstandards für das statistische Design und die Datenqualität, sowie das Berichtswesen und die Auswertung der Ergebnisse für Publikationen. Darüber hinaus werden die Randomisierung der Studienteilnehmer und das Monitoring zentral von Marburg aus vorgenommen.

Internet-basierte Rückfallprophylaxe für Essstörungen nach stationärer Therapie – Anorexia nervosa

Klinik Roseneck GmbH & Co. Betriebs-KG
Am Roseneck 6
83209 Prien

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Manfred Fichter
08151 68-3510
01GV0604
331.729 EUR
01.10.2006 - 31.08.2011

Erstmalig wird ein computer- und internetgestütztes Rückfallprophylaxe-Programm (RPP) bei Anorexia nervosa (AN) evaluiert. AN ist eine schwere psychische Erkrankung mit einer hohen Mortalitätsrate. Trotz etablierter Therapieverfahren stellt die Aufrechterhaltung des Therapieerfolgs nach einer stationären Behandlung eine Herausforderung dar. Ein verhaltenstherapeutisches RPP wird 90 anorektischen Patientinnen nach erfolgreicher stationärer Therapie über neun Monate per Internet angeboten. Hauptmesszeitpunkte sind der Beginn und das Ende des RPP sowie eine Katamnese nach weiteren neun Monaten. Die gleich große Kontrollgruppe wird zu den gleichen Zeitpunkten gemessen und erhält nach Entlassung allgemein interessierende Informationen zu Essstörungen. Hauptergebnisvariable ist der Gewichtsunterschied zwischen beiden Gruppen am Ende des RPP. Zur Anwendung gelangen Selbsteinschätzungen (EDI-2 etc.) sowie Experteneinschätzungen (SIAB-EX etc.).

Internet-basierte Rückfallprophylaxe für Essstörungen nach stationärer Therapie – Bulimia nervosa und Mediatoren und  Moderatoren von Behandlungsoutcome im Rahmen von Psychotherapiestudien bei Essstörungen

Technische Universität Dresden
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie

Chemnitzer Str. 46
01187 Dresden

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Corinna Jacobi
0351 463-38576
01GV0603
382.134 EUR
01.10.2006 - 31.10.2012

Die Arbeitsgruppe in Dresden leitet federführend eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie zu einem internetgestützten Rückfallprophylaxe-Programm für Frauen mit Bulimia nervosa im Anschluss an stationäre Behandlung. Darüber hinaus werden übergreifend Moderator-/Mediatoranalysen weiterer Therapiestudien des Verbundes durchgeführt. Sie sollen dazu beitragen, Entscheidungskriterien für eine individualisierte, besser auf die Patientinnen abgestimmte Therapie zu identifizieren.

Anorexia nervosa im Kindes- und Jugendalter: tagesklinische versus stationärer Behandlung (ANDI) und Neuropsychologische Funktion, strukturelle und funktionelle Hirnveränderungen bei Anorexia nervosa vor und nach Behandlung

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Klinik für Kinder- und Jugendpsychologie und -psychotherapie

Neuenhofer Weg 21
52074 Aachen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann
0241 80 88737
01GV0602
681.612 EUR
01.10.2006 - 31.12.2012

Die Arbeitsgruppe in Aachen arbeitet an übergreifenden Projekten (Genetik) mit. Sie hat die Federführung bei zwei Projekten. Zum einen handelt es sich um eine multizentrische Studie zum Vergleich von Langzeiteffekten zweier Behandlungs-Settings für die jugendliche Anorexia Nervosa (AN). Die andere Studie untersucht die Auswirkungen der Gewichtszunahme auf Hirnstruktur und Hirnfunktion mittels morphometrischer und funktioneller Magnetresonanztomographie (MRT) sowie neuropsychologischer Tests mit Blick auf deren prognostische Bedeutung. Die Studienergebnisse werden von hoher Relevanz für die zukünftige Behandlung von Essstörungen sein. Da aus der bisherigen Forschung nicht deutlich geworden ist, welche Therapie in welcher Weise effektiv für AN-Patientinnen ist. Die Studienergebnisse werden es ermöglichen eine bessere Prognose für den Verlauf der Krankheit zu stellen und so die Auswahl der Therapieentscheidung unterstützen.

Zentrale wissenschaftliche Leitung des Forschungsverbundes EDNET

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum Erlangen
Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung

Schwabachanlage 6
91054 Erlangen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Martina Zwaan
09131 85-35928
01GV0601
275.954 EUR
01.10.2006 - 31.03.2013

Die Verbundsprecherin wird koordinierende Aufgaben übernehmen: Organisation von Rater-Trainings für die Interviewer der Therapiestudien, Koordination des externen Advisory Boards, Öffentlichkeitsarbeit, Erstellung eines Newsletters, Einrichtung einer Homepage, Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen (z.B. BZgA). Dissemination der Ergebnisse (ins Gesundheitssystem und für die Allgemeinbevölkerung), Anregung weiterführender Studien, Aus- und Weiterbildung.

Verbund: Psychotherapie: SOPHO-Net

Der Forschungsverbund Social Phobia Psychotherapy Research Network (SOPHO-NET) befasst sich mit der Psychotherapie bei Sozialer Phobie. Im Zentrum des Verbundes steht eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie, die die Wirksamkeit zweier manualisierter und gleich langer Psychotherapieformen (kognitive Verhaltenstherapie, psychodynamische Kurzzeittherapie) bei ambulanten Patienten untersucht. Das identische Studienprotokoll wird in fünf Forschungszentren (Göttingen, Bochum, Dresden, Jena, Mainz) implementiert.

Kognitive Verhaltenstherapie der Sozialen Phobie: Transfer manual-basierten Vorgehens in der Praxis (SophoPrax)

Technische Universität Dresden
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
Fachrichtung Psychologie
Institut für Klinische, Diagnostische und Differentielle Psychologie

Hohe Str. 53
01187 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Hoyer
0351 46336986
01GV1001
512.892 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Die Effekte eines zusätzlichen Therapeutentrainings in manualisierter kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) auf den Therapieerfolg bei der sozialen Phobie sollen untersucht werden. Niedergelassene psychologische Psychotherapeuten (N = 36; 16/12 pro Zentrum) werden per Zufall entweder einer Gruppe mit Manualtraining  (Experimentalgruppe, Gruppe 1) bzw. ohne (Kontrollgruppe, Gruppe 2) zugeteilt. Gruppe 1 wird in dem manualisierten Vorgehen von Stangier, Clark und Ehlers (2006) trainiert und regelmäßig supervidiert. Gruppe 2 geht weiter so vor wie bisher (treatment as usual). Insgesamt 160 Patienten mit primärer Sozialphobie (80 pro Bedingung; 7-8 pro Therapeut) sollen rekrutiert, reliabel diagnostiziert, in einer der beiden Therapeutengruppen behandelt und an vier Messzeitpunkten testdiagnostisch untersucht werden.

Teilprojekte der Universität Heidelberg

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Psychiatrie

Voßstr. 2
69115 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Klaus-Thomas Kronmüller
06221 56-32747
01GV0903
696.363 EUR
01.01.2010 - 31.12.2012

Die Psychotherapievergleichsstudie "Kognitive Verhaltenstherapie versus psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Sozialer Phobie – eine randomisiert-kontrollierte Multicenterstudie" hat zum Ziel, die Wirksamkeit zweier verschiedener psychotherapeutischer Behandlungsverfahren zu untersuchen. Im Rahmen eines Wartegruppen-Kontrolldesigns werden Jugendliche und junge Erwachsene mit einer sozialen Phobie über einen Zeitraum von vier Monaten mit einer der beiden Therapieformen behandelt. Ziel ist es, die Wirksamkeit beider Behandlungen zu untersuchen und zudem Prädiktoren für einen günstigen und nicht günstigen Therapieverlauf zu ermitteln. Insgesamt werden an den vier Studienzentren Heidelberg, Frankfurt, Göttingen und München 126 Patienten im Alter von 14-20 Jahren in die Untersuchung eingeschlossen. Die Ergebnisse werden wichtige Beiträge für die Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Behandlung der Sozialen Phobie bei dieser Altersgruppe liefern.

Teilprojekt B3 der Universitäten Mainz und Frankfurt

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
FB 05 Psychologie und Sportwissenschaften
Institut für Psychologie

Kettenhofweg 128
60325 Frankfurt am Main

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrich Stangier
069 798-22848
01GV0902
89.166 EUR
01.01.2010 - 31.12.2012

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Manfred E. Beutel
06131 172841
01GV0901
84.055 EUR
01.01.2010 - 31.12.2012

Ziel ist es, die nachfolgenden Fragen zu beantworten: 1. Wie sind die Effekte a) spezifischer und b) unspezifischer Komponenten der Behandlung auf das Behandlungsergebnis? 2. Wie ist der Einfluss der Kompetenz des Therapeuten? 3. Wie ist der Einfluss der Allegiance des Therapeuten zum Manual? 4. Wie ist die Beziehung zwischen Behandlungstechniken, Kompetenz und therapeutischer Beziehung? 5. Hängen diese Effekte vom Zeitpunkt innerhalb der Behandlung (früh, Mitte, Ende) ab? Das Vorhaben 01GV0901 bearbeitet dabei das SET-Setting (Supportiv-Expressive Therapie). Das entsprechende CT-Setting (Kognitive Therapie) wird im Vorhaben der Universität Frankfurt (01GV0902) bearbeitet. 1) Reliable, postgraduierte Rater (PACS-SE und CTACS-SP) sind vorhanden; 2) Zur Kontrolle möglicher Effekte des Zentrums und der Behandlung wird eine stratifizierte, randomisierte Stichprobe von N=70 zum Rating der PACS-SE (SET) bestimmt. Je Zentrum (Do, Mz, Gö, J, DD) werden 14 Bänder geratet: jeweils sieben von Respondern und sieben von Non-Respondern. 3) Pro Patient werden fünf Sitzungen geratet: ausgewählte Sitzungen aus a) der frühen (1. bis 3. Sitzung), mittleren (10. bis 12. Sitzung) und späten (20. bis 22. Sitzung) Behandlungsphase b) vorbestimmte Sitzungen sind durch die in TP A1 festgelegten Messungen (HAQ, LSAS): 8. und 15. Woche der Behandlung; 4) Insgesamt werden je 2 x 350 Ratings der PACS-SE erfolgen; 5) Zur Bestimmung der Inter-Rater Reliabilität sind 30 Sitzungen notwendig.

Teilprojekt der Universität Jena

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Medizinische Fakultät
Institut für Psychosoziale Medizin

Stoystr. 3
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bernhard Strauß
0364 1936-700
01GV0608
102.822 EUR
01.10.2006 - 31.12.2012

Das Vorhaben ergänzt die multizentrische Studie im SOPHO-Net mit dem Ziel, eine differentielle Behandlungsindikation für Sozialphobiker aufgrund von Bindungsvariablen zu eruieren. Es wird die Vorhersagequalität der Variablen auf Behandlungserfolg der manualisierten Therapien überprüft (jeweils psychodynamisch STPP\Verhaltenstherapeutisch CBT). Diese bestehen aus 25 Stunden Psychotherapie, Substichprobe n = 128, 64 STPP4 CBT. Die Prä-Therapie-Diagnostik erfolgt mittels BFKE (Bielefelder Fragebogen zur Klientenerwartung), ein halbstrukturiertes Interview mit Items aus dem AAI (Adult Attachment Interview) und aus dem Interpersonal Assessment Interview (als Basis des AAPR: Adult Attachment Prototype Rating); AAP (Adult Attachment Projetive). Zudem wird diese Substichprobe aus der multizentrischen Studie auf Eigeneinschätzung der Bindungsrepräsentation vor und nach der Therapie, sowie nach 6 und 12 Monaten per ECR-R (Attachment Related Self-Reports) untersucht.

Netzwerkkoordination und Teilprojekte der Universität Göttingen (Zentrale)

Georg-August-Universität Göttingen
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie

von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Falk Leichsenring
0551 39-8186
01GV0607
1.930.433 EUR
01.10.2006 - 30.09.2012

Die Studienzentrale und die Verbundkoordination sind in Göttingen angesiedelt. Die Studie wird durch Projekte ergänzt, welche genetische Varianten des Serotonin-Transporters, neuronale Strukturen und Funktionen, Bindung und Kosten-Nutzen Aspekte untersuchen. Die hohe Stichprobengröße (N=512, intention-to-treat) ermöglicht die Aufdeckung von Unterschieden zwischen den Therapieformen und von differentiellen Prognosemerkmalen. Für die Qualitätssicherung (Kompetenz der Durchführungs- und Behandlungsintegrität, Datenmanagment, Monitoring) ist eine eigene Einheit verantwortlich. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich publiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Informationen unter: http://www.sopho-net.de/  

Verbund: Psychotherapie Panik

Ziel des Verbundes ist eine Verbesserung bzw. Optimierung der Behandlung von Panikstörungen. In der zentralen Studie (Projekt P2, Zentrale: Dresden) soll der Nachweis der Wirkungsweise spezifischer Behandlungsmodule der kognitv-behavioralen Psychotherapie erbracht werden. Hierzu dient die Erhebung von 75 Panikpatienten und 75 Kontrollpersonen mit Hilfe von psychophysiologischer Methodik.

Teilprojekte der Universität Bremen (P2/3 E, Habitutationsmustern, Projekt P2/3F, Effekte von therapeutischen Hausaufgaben; Projekt P5A: Bedeutung der interozeptiven Exposition)

Universität Bremen
Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation (ZKPR)

Grazer Str. 2b
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Thomas Lang
0421 2188927
01GV0908
164.227 EUR
01.10.2009 - 31.12.2012

Ziele der hier beschriebenen Auswertungsprojekte (P2/3e,f) sind die Untersuchung des Einflusses von Habituationsmustern auf den Therapieverlauf und das Therapieergebnis bei Patienten mit Panikstörung & Agoraphobie im Rahmen von Expositionsübungen. Ferner wird die Berücksichtigung und Untersuchung des Einflusses von Vermeidungsverhaltensweisen auf diese Habituationsmuster und deren Auswirkung auf Therapieverlauf und Therapieergebnis im Vorhaben bearbeitetet. Außerdem ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Hausaufgabenerledigung und Verhalten der Patienten zwischen den Therapiesitzungen auf das Behandlungsergebnis für weitere Studien von Interesse. Im mitbearbeiteten Therapieprojekt (P5A) ist das Ziel, die differenzielle Wirkung von spezifischen, bestimmte Symptome provozierenden Expositionsübungen und unterschiedlichen Expositionsdurchführungen (angststeigernd vs. ertragend) im Rahmen von Expositionsübungen und deren differenzielle Wirkung auf den Therapieverlauf und das Therapieergebnis zu untersuchen. Der Arbeitsplan der Auswertungsprojekte (P2/3e,f) umfasst dabei: 1) Die Erstellung von Kodierregeln und Datenbanken der beobachteten Angstverläufe, die Extraktion des Expositionsverlaufs und der Therapieverlaufsdaten; 2) die Datenaufbereitung, Dateneingabe und Aggreation der Daten; 3) die Zusammenführung der Datenbank mit dem Hauptdatensatz und zur Ermittlung des Zusammenhangs der Habituationsverläufe mit dem Behandlungsergebnis; 4) den Test und die Entwicklung von Analysemodellen und die abschließende Datenanalyse. Die geplanten Schritte im Therapieprojekt (P5/A) sind: 1) Das Training von Therapeuten; 2) die Patientenrekrutierung und 3) die Behandlung und Monitoring der Behandlung.

Teilprojekt der Universität Würzburg, Genetikstudie

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Psychiatrische Klinik und Poliklinik

Füchsleinstr. 15
97080 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Deckert
0931 20177000
01GV0616
247.569 EUR
01.10.2006 - 31.12.2012

Ziel ist die Untersuchung des Einflusses genetischer Variationen auf die Wirkung von kognitiver Verhaltenstherapie bei Paniksymptomatik. Allen PatientInnen wird EDTA-Blut abgenommen und in das Labor für Molekularbiologie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie nach Würzburg gesandt. Dort wird die DNA extrahiert und es erfolgt die Genotypisierung. Dann wird eine genomweite Assoziationsuntersuchung durchgeführt. Zur Auswertung erfolgen: 1. Ein Case/Control Vergleich zwischen PatientInnen und Kontrollen, 2. Die Therapieresponse der beiden Therapiegruppen in Abhängigkeit vom Genotyp, 3. Die Ausprägung intermediärer dimensionaler Phänotypen (Persönlichkeitsskalen, Psychophysiologie, fMRT) in Abhängigkeit vom Genotyp.

Teilprojekte der Uni Dresden

Technische Universität Dresden
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie

Chemnitzer Str. 46
1187 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen
0351 463-36983
01GV0615
598.394 EUR
01.10.2006 - 30.09.2012

In der in Dresden koordinierten zentralen Therapiestudie soll die Untersuchung der Wirksamkeit (Post-Treatment und 6-Monats-Follow-up) einer standardisierten manualisierten Kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) mit zwei aktiven Behandlungsarmen erfolgen. Dabei wird eine vorwiegend kognitive Therapie CbT mit einer Verhaltenstherapie mit explizit therapeutengeleiteter Exposition cBT im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe untersucht. Die Arbeitsplanung unterteilt sich in die Erstellung der Behandlungsmanuale für beide Behandlungsarme, das Training der Mitarbeiter der Studienzentren in der Durchführung der Behandlungsmanuale, die Rekrutierung der Patienten in den einzelnen Studienzentren sowie deren Behandlung und das Monitoring der Behandlung und die Erhebung relevanter Outcome-Variablen. Weiterhin ist die Durchführung einer Follow-up-Erhebung und schließlich die Datenanalyse und internationale Publikation der Ergebnisse beabsichtigt. Auf diese Weise soll eine "Destillation der Hauptwirkfaktoren" der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung erfolgen aus der peer-review Publikationen die Ableitung und Dissemination optimierter Behandlungskonzepte sowie die Ableitung weiterführender Fragestellungen zur Behandlungseffektivität bei Panikstörung resultieren werden.

Teilprojekte der Uni Greifswald

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Philosophische Fakultät
Institut für Psychologie

Franz-Mehring-Str. 47
17489 Greifswald

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alfons Hamm
03834 86-3715
01GV0614
294.241 EUR
01.10.2006 - 31.12.2012

Im in Greifswald koordinierten psychophysiologischen Teilprojekt P5 wird das Ausmaß antizipatorischer Angst vor einem Verhaltenstest (Verweilen in einem engen, dunklen Raum) vor, während und nach der Therapie von Patienten mit Panikstörung mit und ohne Agoraphobie untersucht. Neben dem subjektiven Angsterleben werden das Ausmaß autonomer Erregung, verschiedene Atmungsparameter und als Maß für die Aktivierung subkortikaler Angstzentren auch die Potenzierung der Schreckreaktion erfasst. Die Messungen erfolgen an drei Zentren bei 180 Patienten. Ziel ist es, objektive Maße des Therapieoutcomes zu erhalten und möglicherweise zwischen Respondern und Non-Respondern zu differenzieren. Das zweite Projekt (antizipatorische Angst vor einem Hyperventilationstest) hat ein ähnliches Ziel. Neben dem Versuch eine objektive Outcome-Messung zu finden, sollen ebenfalls Responder und Non-Responder unterschieden und für die Non-Responder Hinweise für alternative Therapieverfahren gefunden werden. Das Vorhaben ist überdies rekrutierendes Zentrum für die zentrale Therapiestudie.

Teilprojekte der Charité Berlin; 4: Pharmakologische Modulation der Expositionstherapie; P3: Therapiestudie

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Mitte
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Andreas Ströhle
030 450-517034
01GV0612
442.695 EUR
01.10.2006 - 31.10.2013

Untersucht wird die pharmakologisch unterstützte Expositionstherapie bei Patienten mit Panikstörung inklusive neuroaktiver Steroide und des Stresshormonsystems unter Expositionstherapie. In einer placebokontrollierten Studie erhalten je 20 Patienten vor der Expositionsbehandlung D-Cycloserin oder Placebo. Parallel erfolgen Blutentnahmen zur Bestimmung von neuroaktiven Steroiden sowie Cortisol und ACTH sowie EKG-Aufzeichnungen zur Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Sollte die Hypothese bestätigt werden, kann die breite Anwendung eine pharmakologisch unterstützten Expositionstherapie untersucht werden. Die Charité ist darüber hinaus rekrutierendes Zentrum für die zentrale klinischen Studie (P2), die Bildgebungsstudie (P4) und die psychophysiologischen Untersuchen (P5).

Teilprojekte der RWTH Aachen

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tilo Kircher
0241 8089637
01GV0611
356.880 EUR
01.10.2006 - 31.12.2012

Patienten mit einer Panikstörung verfügen über einen besonders sensitiven zentralnervösen Angstmechanismus. Die wesentlichen beteiligten Strukturen sind Amygdala, Hippocampus, Thalamus, Hypothalamus sowie kortikale Areale. Mit der Methode der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) sollen die neurobiologischen Korrelate psychotherapeutischer Intervention (CbT vs. cBT) untersucht werden. In einem Multi-Center-Design mit den fMRT-Zentren Aachen, Münster und Berlin sollen 60 Patienten mit einer Panikstörung vor und nach einer der beiden therapeutischen Interventionen funktionell bildgebend untersucht werden. Eine Wartelistengruppe von Patienten und eine gesunde Vergleichsgruppe dienen als Kontrollgruppen. Darüber hinaus ist das Klinkum der RWTH Aachen rekrutierendes Zentrum der zentralen klinischen Studie (P2), die in Dresden koordiniert wird sowie für die psychophysiologischen Studien (P5, Universität Greifswald).

Netzwerkkoordination und Teilprojekte der Uni Münster

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Fachbereich 6 - Klinische Medizin

Albert-Schweitzer-Str. 11
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Volker Arolt
0251 8356602
01GV0610
580.932 EUR
01.10.2006 - 31.08.2013

Die Universität Münster ist für die Verbundkoordination und das Projektmanagement verantwortlich. Es werden gezielt Panikpatienten mit Agoraphobie rekrutiert. Diese nehmen an einer Reihe von psychophysiologischen Tests zur Erfassung erhöhter Atemsensitivität sowie vestibulärer Auffälligkeiten teil. Zusätzlich werden geeignete Fragebogenverfahren zur selbstberichteten Identifikation von Paniksubtypen eingesetzt. Die Universität Münster ist darüber hinaus Studienzentrum der von der Universität Dresden geleiteten zentralen Studie (P2), der von der RWTH koordinierten Bildgebungsstudie P4, sowie der an der Universität Greifswald angesiedelten psychophysiologischen Studien.  Weitere Informationen unter: http://www.panik-netz.de/

Verbund: ADHD

Der multizentrische Forschungsverbund untersucht Wirkung und Wirkmechanismen der Psychotherapie zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Erwachsenen. Die vergleichende Untersuchung von Pharmakotherapie und Psychotherapie ist ein Schwerpunkt des Verbundes. Die einzelnen Projekte nutzen Ressourcen, die im Hinblick auf Krankenversorgung und Forschung an den koordinierenden Zentren bereits vorhanden und gut bewährt sind. Die Ergebnisse sollen die empirische Fundierung der Wirksamkeit der Behandlung stärken, zum besseren Verständnis der Wirkmechanismen und zur Vorhersage des Behandlungserfolgs beitragen und somit die Behandlungsmöglichkeiten erweitern.
Neben den Universitäten Würzburg und Freiburg sind noch fünf weitere Universitäten an dem Verbund beteiligt.

Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsklinikum Freiburg
Abt. für Psychiatrie und Psychotherapie
Sektion Klinische Epidemilogie und Versorgungsforschung

Hauptstr. 5
79104 Freiburg im Breisgau

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexandra Philipsen
0761 270-6931
01GV0606
1.772.654 EUR
01.09.2006 - 31.12.2012

Die Universität Freiburg ist federführend für eine dreiarmige, multizentrische Studie verantwortlich, bei der eine krankheitsspezifische Psychotherapie für Erwachsene mit ADHS mit einer Psychopharmaka Behandlung bzw. einer kombinierten psychotherapeutischen / Psychopharmaka Behandlung verglichen wird. In einem weiteren Teilprojekt wird die Volumenabnahme bestimmter zerebraler Bereiche mit Methoden des Neuroimagings untersucht. Das ZKS Freiburg ist für die methodische Betreuung – incl. Datenmanagement und Monitoring – der beiden klinischen Studien verantwortlich.

Würzburg

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Psychiatrische Klinik

Füchsleinstr. 15
97080 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Warnke
0931 201-78010
01GV0605
1.016.972 EUR
01.09.2006 - 31.12.2012

Die Zentrale des Verbundes ist an der Universität Würzburg angesiedelt. In einer multizentrischen Studie werden Mütter mit ADHS eingeschlossen, deren Kinder auch von ADHS betroffen sind. Es wird der Fragestellung nachgegangen, ob die Krankheitssymptome der Kinder verbessert werden können, wenn die Mütter ein spezielles elterliches Management Training absolvieren.  In einem weiteren Teilprojekt sollen Genvarianten unterschiedlicher Neurotransmitter Signalwege identifiziert werden, die mit spezifischen neurochemischen und morphologischen Phänotypen assoziiert sind. Letztlich ist es das Ziel herauszufinden, ob die Genvarianten Voraussagen über den Erfolg einer Psycho- bzw. Pharmakotherapie ermöglichen.


b) abgeschlossene Vorhaben

 

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