Molekulare Bildgebung in der Medizin

Öffentliche Bekanntmachung: 2007
Förderzeitraum: 2008 - 2011 erste Phase
Gesamtvolumen:  Ca. 22,4 Mio. EUR
Vorhabenzahl:  9 Verbünde mit insgesamt 34 Teilvorhaben 


Verbundprojekt: ModularProbes: Strukturbasiertes Design von modularen MRT Molekülsonden zur hochsensitiven Detektion von Metastasen

Verbundprojekt: TOMCAT - Forschungsverbund zur Entwicklung und Verbesserung von spezifischen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion maligner Tumoren

Verbundprojekt: Smart Probes - Nanokapsel-basierte, intelligente Sonden für die optische Bildgebung des Prostatakarzinoms

Verbundprojekt: MOBITUM: Untersuchung tumorbiologischer Prozesse mit Hilfe der Molekularen Bildgebung

Verbundprojekt: NCFHEB: NorChlor-Fluor-HomoEpiBatidin (NCFHEB) - ein potenzieller Positronen-Emissions-Tomographie-(PET)-Marker der frühen Alzheimer-Demenz

Verbundprojekt: NIMINI-MMRI

Verbundprojekt: "CeTheProbes"

Verbundprojekt: Angiogenese - Targeting für Diagnose und Therapie - MoBiMed

Verbundprojekt: EndoMed: Frühdiagnose von intraepithelialen Neoplasien und Karzinomen des Magens mittels molekularer Fluoreszenzendoskopie

Verbundprojekt: Imaging of Neuro Disease Using high field MR And Contrastophores (INUMAC)


1. Ziel des Förderschwerpunktes

Das BMBF möchte mit dieser Fördermaßnahme die anwendungsorientierte Forschung in der Molekularen Bildgebung stärken und die Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Ansätze im Hinblick auf Erfolg versprechende klinische Anwendungen unterstützen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen aus dem naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen und medizinischen Bereich sowie von akademischer und industrieller Forschung erforderlich. Mit der Förderung sollen die einschlägigen Forschungsgruppen sowie das vorhandene Know How und die verfügbaren Ressourcen gebündelt werden.

2. Stand der Fördermaßnahme

Die Vorhaben befinden sich gerade in der Umsetzung.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)

Verbundprojekt: ModularProbes: Strukturbasiertes Design von modularen MRT Molekülsonden zur hochsensitiven Detektion von Metastasen

Teilvorhaben 1 und 4

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Mark Ladd
0201 723-1541
01EZ0935
713.985 EUR
01.01.2009 - 31.12.2011

Teilvorhaben 2

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsklinikum Heidelberg
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)

Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Jürgen Krauss
06221 5638696
01EZ0934
352.876 EUR
01.01.2009 - 31.12.2011

Teilvorhaben 3

Universität Duisburg-Essen
Fachbereich Biologie und Geographie
Zentrum für Medizinische Biotechnologie

Universitätsstr. 2
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Bayer
0201 183-4677
01EZ0933
520.959 EUR
01.01.2009 - 31.12.2011

Ziel ist die Entwicklung von molekularen Spin-Sonden und MRT-Methoden zur frühen Detektion von Metastasen. Zu Beginn sollen Tumor-spezifische Zielproteine für den Nachweis von Metastasen mittels Magnetresonanz-Tomographie (MRT) identifiziert und validiert werden. Anschließend werden mit Hilfe von strukturbasiertem Design molekulare Module entwickelt, welche mit hoher Affinität und Spezifität an die Zielproteine auf den Tumorzellen binden können. Parallel zu diesen Arbeitsschritten werden molekulare Module entwickelt, die ein in der MRT gängiges Kontrastmittel, Gadolinium-Ionen, als Komplex binden können. Abschließend erfolgt die Fusion beider molekularen Module zu modularen Spin-Sonden. Diese Spin-Sonden sollen nach Etablierung und Optimierung geeigneter MRT-Protokolle zum Zweck der Erkennung und bildlichen Darstellung von Metastasen durch MRT eingesetzt werden. Die molekularen Module, die modularen Spin-Sonden sowie die optimierten MRT-Protokolle sollen patentiert werden. Neben der Publikation der Ergebnisse ist die Vermarktung von diagnostisch anwendbaren Sonden im Anschluss an das geförderte Projekt durch Auslizensierung der Patente an Pharmafirmen vorgesehen. An der Universität Duisburg-Essen werden die Arbeiten zur Identifizierung von Tumor-spezifischen Zielproteinen, die Entwicklung von Kontrastmittel-tragenden molekularen Modulen sowie die Optimierung der MRT-Protokolle und die MRT-Untersuchungen durchgeführt. Ebenso liegt hier die Projektkoordination. An der Universität Heidelberg werden die molekularen Module entwickelt, welche mit hoher Affinität und Spezifität an die Zielproteine auf den Tumorzellen binden.

Verbundprojekt: TOMCAT - Forschungsverbund zur Entwicklung und Verbesserung von spezifischen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion maligner Tumoren

Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI)
an der Universität Hamburg
Forschungsgruppe Elektronenmikroskopie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Heinz Hohenberg
040 48051-100
01EZ0829
385.378 EUR
01.08.2008 - 30.11.2011

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie

Arnold-Heller-Str. 7
24105 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Holger Kalthoff
0431 597-1938
01EZ0825
486.899 EUR
01.08.2008 - 31.12.2011

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Gerhard Adam
040 42803-4029
01EZ0824
2.005.324 EUR
01.08.2008 - 30.09.2012

Antikörper-Eisenoxidpartikel sollen für die Detektion mittels nicht invasiver Magnetresonanztomagraphie (MRI) und Magnetteilchenbildgebung (MPI) von soilden Pankreastumoren entwickelt werden, welche das Carcinoembryonale Antigen (CEA) tragen. Konjugate von tumorspezifischen Antikörpern und superparamagnetischen Eisenoxidpartikeln (AB-SPIO) sind vielversprechende Kontrastmittel für eine Bildgebung mit hoher Sensitivität.Sie spielen deshalb eine wichtige Rolle bei der Bildgebung des Tumorwachstums und seiner Metastasierung. In dem Subprojekt sollen Konjugate von alternativen Antikörpern und alternative Nanopartikel sowie eisenoxidgefüllte Liposomen synthetisiert werden und diese - wie auch die der Partner- in vivo in einem orthotopen Pankreastumormodell sowie dem A818-6 hollow-sphere System getestet werden. Dabei soll der Primärtumor resektiert werden, wobei Lebermetastasen und lokale Remissionen entstehen. Die Ergebnisse können auf andere Tumortypen bezüglich Lokalrezidivierung und Metastasierung übertragen werden. Das UKE Hamburg plant folgende Arbeitsschritte: Entwicklung und Optimierung tumorspezifischer Antikörper/Peptid-SPIO-Konjugate (AB-SPIO), qualitative (AB-SPIO) und quantitative (59Fe-AB-SPIO) in vitro und in vivo Evaluation in MRT und MPI, Evaluation der potenziellen Vorteile des MPI (Auflösung, Sensitivität) für medizinische Anwendungen. Das HPI übernimmt die Qualitätskontrolle funktionalisierter Nanopartikel in Lösung, Zellen und Geweben mittels vergleichender Licht- und Elektronenmikroskopie. Dies soll zur höheren Effizienz von Kontrastmitteln für die Krebsdiagnostik beitragen.

Verbundprojekt: Smart Probes - Nanokapsel-basierte, intelligente Sonden für die optische Bildgebung des Prostatakarzinoms

Evaluierung Nanokapsel-basierter Sonden für die optische Bildgebung (TP2)

Universität Ulm
Universitätsklinikum
Klinik für Urologie und Kinderurologie

Prittwitzstr. 43
89075 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Rainer Küfer
0731 500-58024
01EZ0828
260.767 EUR
01.07.2008 - 31.12.2011

Optische Bildgebung der menschlichen Prostata (TP3)

Institut für Lasertechnologien in der Medizin
und Meßtechnik (ILM) an der Universität Ulm

Helmholtzstr. 12
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Alwin Kienle
0731 1429-24
01EZ0801
217.922 EUR
01.07.2008 - 31.12.2011

Ziel ist ein neues Konzept zur optischen Bildgebung von Prostatakrebs. Der Verbund wird sowohl neuartige Sonden für die Bildgebung (Teilprojekte 1 und 2) als auch ein neues Konzept zur optischen Bildgebung mit Tiefenauflösung (Teilprojekt 3) entwickeln und evaluieren. Das neue Konzept sieht vor, dass die Polymerhülle dieser Nanokapseln selektiv in Prostata-Krebszellen geöffnet wird, um dort einen Fluoreszenzfarbstoff freizusetzen und dadurch krankes Gewebe zu detektieren. Schwerpunkt von Teilprojekt 1 ist die Etablierung einer chemischen Synthese (einschließlich der verfahrenstechnischen Umsetzung) der Nanokapsel-basierten Sonden. Teilprojekt 2 evaluiert die Nanokapsel-basierten Sonden in Zellkulturen und in einem in vivo-Modell, um die Freisetzungskinetik des Farbstoffs aus den Nanokapseln und die Selektivität der Sonden für Prostatakrebszellen zu optimieren. Teilprojekt 3 will die Lokalisationsgenauigkeit einer tiefenaufgelösten Fluoreszenzdetektion in der optischen Bildgebung zu verbessern. Dafür wird ein realitätsnahes, numerisches Modell für die Ausbreitung von Anregungs- und Fluoreszenzlicht bei unterschiedlichen Wellenlängen erarbeitet, das auf experimentellen Daten der optischen Koeffizienten von humanem Prostatagewebe beruht. Diese Untersuchungen können verlässliche Daten über das Potential zur optischen Detektion von Prostatakrebs beim Menschen liefern.

Verbundprojekt: MOBITUM: Untersuchung tumorbiologischer Prozesse mit Hilfe der Molekularen Bildgebung

Teilvorhaben TU München

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Nuklearmedizinische Klinik und Poliklinik

Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Schwaiger
089 4140-2970
01EZ0826
2.689.578 EUR
01.06.2008 - 30.11.2011

Zur frühen Diagnostik mittels Molekularer Bildgebung werden tumorbiologische Prozesse durch innovative chemische und methodische Ansätze adressiert. Ein regionaler transdisziplinärer Verbund unter Führung der TU München wird molekulare Sonden und Methoden entwickeln, die auf eine Veränderung der Glykolyse, Hypoxie, Angiogenese, des zellulären Stresses und der Metastasierung zielen. MOBITUM setzt sich zusammen aus verschiedenen akademischen Partnern aus den Bereichen Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Radiopharmazie, Physik, Organische Chemie, Biologische Chemie und Biologische Bildgebung sowie - teils assoziierten - industriellen Partnern und KMU. Es werden sechs Teilprojekte bearbeitet, die methodische, technische und radiopharmazeutische Entwicklungen behandeln.

Verbundprojekt: NCFHEB: NorChlor-Fluor-HomoEpiBatidin (NCFHEB) - ein potenzieller Positronen-Emissions-Tomographie-(PET)-Marker der frühen Alzheimer-Demenz

Institut für Interdisziplinäre Isotopenforschung e.V. (IIF)
Permoserstr. 15
04318 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Peter Brust
0341 235-4013
01EZ0823
475.000 EUR
01.07.2008 - 30.06.2012

Forschungszentrum Jülich GmbH
Zentralinstitut für Elektronik (ZEL)

Wilhelm-Johnen-Str.
52428 Jülich

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Gudrun Wagenknecht
02461 61-3184
01EZ0822
395.169 EUR
01.07.2008 - 30.06.2012

ABX advanced biochemical compounds
Biomedizinische Forschungsreagenzien GmbH
Medizinische Chemie

Heinrich-Gläser-Str. 10-14
01454 Radeberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexander Hoepping
03528 4041-64
01EZ0821
561.034 EUR
01.07.2008 - 30.06.2012

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin

Stephanstr. 11
04103 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Osama Sabri
0341 97-18000
01EZ0820
773.703 EUR
01.07.2008 - 30.06.2012

Die Verfügbarkeit nikotinischer Azetylcholinrezeptoren wird zwischen Gesunden und Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz verglichen. Die Verfügbarkeit nikotinischer Azetylcholinrezeptoren wird mit dem Schweregrad der Demenz und dem weiteren klinisch-kognitiven Verlauf korreliert. Dazu wird der Radiotracer [18F]NCFHEB zur Darstellung nikotinischer Azetylcholinrezeptoren am Menschen angewandt. Die Etablierung und Kommerzialisierung des neuen Tracers wird angestrebt. Dabei soll der Radiotracer insbesondere in der Frühdiagnostik dementieller Krankheiten und in der prognostischen Abschätzung des Krankheitsverlaufs verwendet werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung und Evaluierung eines neuen Radiotracers für die frühzeitige und akkurate Diagnostik der Alzheimer Demenz. Hierzu werden neue Moleküle, sogenannte Präkursoren, synthetisiert, welche im weiteren Verlauf mit der radioaktiven Fluor-18-Markierung zu einem einsetzbaren Radiotracer verknüpft werden können. Es ist beabsichtigt den Präkursor sowie komplette Reagenzienkits für den Einsatz in automatischen Synthesemodulen anzubieten. In Jülich wird die Methodik der Bildverarbeitung entwickelt. Die neuen Methoden werden auf jeden der im Rahmen der klinischen Studie erhobenen Bilddatensätze angewendet. Die Ergebnisse dieser Auswertung werden mit den in der klinischen Studie verwendeten etablierten Methoden verglichen. Am IIF Leipzig wird für den Tracer [18F]NCFHEB eine neue Radiosynthese ausgearbeitet. Dies schließt die Reinigung und Formulierung des Radiotracers ein, um eine sterile injektionsfertige Lösung zu erhalten. Ziel ist es, den 18F-Radiotracer in hoher Ausbeute, Reinheit und spezifischer Aktivität bei kurzer Synthesezeit darzustellen. Das neue Verfahren wird automatisiert und gestattet damit aus radiopharmazeutischer Sicht die klinische Anwendung von [18F]NCFHEB am Menschen.

Verbundprojekt: NIMINI-MMRI

Das Gesamtziel des Verbundprojektes umfasst die Anwendung etablierter als auch die Weiterentwicklung neuer molekularer Bildgebungsverfahren zur Darstellung/Detektion der Herzmuskelentzündung in verschiedenen Myokarditis-Tiermodellen. Des Weiteren sollen parallele und konsekutive klinische Studien am Menschen unter Anwendung neuer molekularer Bildgebungsmethoden durchgeführt werden, um die klinische Praktikabilität dieser molekularen MRT-Methoden zu überprüfen sowie den klinischen Nutzen für den erkrankten Patienten aufzuzeigen.

Klinische Anwendung molekularer Kontrastmittel und vergleichende Untersuchung unterschiedlicher MRT-Pulssequenzen bei Patienten mit myokardialer Entzündungsreaktion basierend auf den Erkenntnissen der Tiermodelluntersuchungen

Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH
Zentrum für Innere Medizin - Kardiologie und Pulmologie

Auerbachstr. 110
70178 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ali Yilmaz
0711 8101-5587
01EZ0818
368.441 EUR
01.10.2008 - 30.09.2012

Histologische, immunhistologische und molekularpathologische Charakterisierung von Myokarditiden in Kleintiermodellen und deren Korrelation zur molekularen MRT-Bildgebung

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Pathologie - Molekulare Pathologie

Liebermeisterstr. 8
72076 Tübingen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Karin Klingel
07071 2984925
01EZ0817
326.760 EUR
01.10.2008 - 30.09.2012

Neue MR Bildgebungstechnologien und Methoden zur Molekularen Bildgebung der Myokarditis in Tiermodellen

MRB Forschungszentrum für Magnet-Resonanz-Bayern e.V.
Am Hubland
97074 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Jakob
0931 888-5867
01EZ0816
634.269 EUR
01.10.2008 - 30.09.2012

 
Entwicklung von Target-spezifischen molekularen Kontrastmitteln für die MRT-basierte Myokarditis-Bildgebung im Tiermodell

Capsulution Pharma AG
Volmerstrasse 7 b
12489 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Voigt
030 6706919-126
01EZ0815
1.050.186 EUR
01.10.2008 - 30.09.2012

Die Capsulution NanoScience AG wird spezifische molekulare Kontrastmittel basierend auf superparamagnetischen Eisenoxidpartikeln entwickeln, die die Detektion von Entzündungszellen bzw. von an der myokardialen Inflammation beteiligten Molekülen mittels MRT-Bildgebung ermöglichen sollen. In Würzburg wird eine molekulare MRT-Plattform zur Darstellung/Detektion und Charakterisierung myokardialer Inflammationsprozesse in Myokarditis-Tiermodellen etabliert. Eine neu entwickelte MRT-Technologie soll sich durch eine erhöhte Sensitivität und Spezifität auszeichnen. In einem ersten Arbeitspaket wird eine MRT-Plattform zur molekularen Bildgebung der Myokarditis im Tiermodell an einem Hochfeld-System etabliert. Nachfolgend sollen diese Ergebnisse in einem Niederfeld-MRT-System auf ein Tiermodell im klinischen Ganzkörpersystem übertragen werden. Die Ergebnisse führen zu einem besseren Verständnis der Mechanismen und Pathogenese der Myokarditis am Kleintier und ermöglichen die zügige Übertragung auf den Menschen. In Tübingen wird evaluiert, inwieweit die Ausdehnung und Lokalisation nekrotischer und apoptotischer Kardiomyozyten, das Ausmaß sowie die exakte Lokalisation mononukleärer Entzündungszellen (Makrophagen) und weiterer Marker der Inflammation (z. B. E.Selektin) bzw. Remodelierung am lebenden Tier unter Verwendung entsprechender spezifischer MR-Kontrastmittel mit den morphologischen post-mortem-Befunden an den Schnittpräparaten korreliert werden kann. Erwartet wird, dass anhand der Befunde Prädiktoren und Biomarker definiert werden können, welche die hochvariablen klinischen Verläufe einer Myokarditis erklären können und eine frühzeitigere therapeutische Intervention ermöglichen. In Stuttgart werden die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den beiden präklinischen Teilprojekten auf Patienten mit Myokardinfarkt bzw. Myokarditis unter Einsatz von bereits zugelassenen bzw. weiter optimierten molekularen Kontrastmitteln und MRT-Pulssequenzen auf die Klinik übertragen. Mindestens drei klinische Studien werden durchgeführt.

Verbundprojekt: "CeTheProbes"

Bildgebende Darstellung hämatopoietischer Zelldifferenzierung nach Transplantation (TP4) und In vivo Bestimmung von Betazellmasse und -funktion bei Diabetes (TP5)

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. Kinderheilkunde IV
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Martin Sauer
0511 532-6712
01EZ0814
781.000 EUR
01.08.2008 - 29.02.2012

Einbindung einer Enzym-aktivierten Einheit in Kontrastmittel und ihre in vivo Testung" (TP2), "Entwicklung eines optimierten Vektors für die intrazelluläre Aufnahme der Kontrastmittel in Zellen - in vitro und in vivo Untersuchung (TP3)

Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Abt. Physiologie kognitiver Prozesse

Spemannstr. 38
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Nikos Logothetis
07071 601-651
01EZ0813
739.000 EUR
01.08.2008 - 29.02.2012

Design und Synthese von multifunktionalen Sonden für die Magnetresonanzbildgebung (TP1)

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Fakultät für Chemie und Pharmazie
Institut für Anorganische Chemie

Auf der Morgenstelle 18
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hermann A. Mayer
07071 29-76229
01EZ0812
268.530 EUR
01.08.2008 - 31.01.2012

Zelluläre Therapieverfahren sind innovative Therapieprinzipien in der Medizin. Angestrebt wird die Entwicklung und in vivo Testung neuartiger Kontrastmittel, die über lange Zeiträume eine nicht-invasive Darstellung transplantierter Zellen mittels MRI-Methoden im Organsimus erlauben. Diese Zellen im Organismus zu verfolgen ist die Voraussetzung für Entwicklungen neuartiger Therapiestrategien. Zunächst ist die Entwicklung neuartiger, modular aufgebauter, hochspezifischer Kontrastmittel vorgesehen, die selektiv mit Enzymen oder mRNA-Sequenzen in einer Zielzelle wechselwirken. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Module (MR-Reporter, Vektoren, Sensor-Einheiten, Nanopartikel) hergestellt und miteinander verbunden. Anschließend wird in Tierversuchen geklärt, ob das verabreichte Kontrastmittel nach Aufnahme in die jeweilige Zellpopulation spezifisch angereichert und damit einer MRT-Diagnostik zugänglich gemacht wird. Evaluiert wird, in welchem Rahmen das empfangene MRT-Signal abhängig von der verabreichten Dosis des Kontrastmittels ist. Schließlich wird bestimmt, wie lange und in welchen Organen das Kontrastmittel nach Anreicherung gehalten wird und wie es sich im Körper (z. B. Bestimmung der Gängigkeit ins zentrale Nervensystem) verteilt. Die Ergebnisse werden dazu verwendet, Kontrastmittel für eine potenzielle Anwendung am Patienten zu entwickeln.

Verbundprojekt: Angiogenese - Targeting für Diagnose und Therapie - MoBiMed

Ziel des Verbundes ist die nicht-invasive Erfassung der Angiogenese (Bildung neuer Blutgefäße) in Tumoren. Der Verbund beschäftigt sich mit diagnostischen und therapeutischen Aspekten wie der zielgerichteten Therapie maligner Tumoren. Hierzu sollen in einem multidisziplinären Ansatz neue molekulare Methoden entwickelt werden. Neben grundlagenorientierten Projekten zur Identifizierung und Markierung neuer Liganden für Angiogenese-assoziierte Rezeptoren und die präklinische Anwendung dieser Moleküle in verschiedenen Tumormodellen beinhaltet dies Verfahren zur korrelativen Bildgebung mit (Positronen-Emissions-Tomographie) PET und Magnetresonanztomographie (MRT) sowie die Entwicklung neuer Algorithmen für eine optimierte Analyse der Bilddaten.

Teilvorhaben MPI

Max-Planck-Institut für neurologische Forschung
Gleueler Str. 50
50931 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas H. Jacobs
0661 845530
01EZ0811
471.085 EUR
01.09.2008 - 31.08.2012

Am MPI in Köln sollen anti-angiogenetische Therapien anhand von PET- und MRT-Bilddaten charakterisiert werden. Damit wird ein Anwendungsprotokoll entwickelt, das eine Vorhersage des Therapieansprechens ermöglicht.

Teilvorhaben Universität Tübingen

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Klinik für Radiologie
Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie

Röntgenweg 13
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bernd Pichler
07071 29-83427
01EZ0810
449.490 EUR
01.09.2008 - 29.02.2012

An der Universität Tübingen sollen Tumorangiogenese und -hypoxie im Tiermodell korreliert und Bildverarbeitungs-Algorithmen für die korrelative Bildgebung mit MRT und PET entwickelt und getestet werden.

Teilvorhaben Universität Erlangen-Nürnberg

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum
Nuklearmedizinische Klinik

Schwabachanlage 6
91054 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Olaf Prante
09131 85-44440
01EZ0808
761.025 EUR
01.09.2008 - 31.08.2012

An der Universität Erlangen-Nürnberg soll ein Peptid-Tracer entwickelt und im Kleintier-PET getestet werden. Darüber hinaus soll eine Software-Umgebung für korrelative experimentelle Bildgebung entwickelt werden.

Teilvorhaben Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Institut für Nuklearmedizin
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Uwe Haberkorn
06221 56-7731
01EZ0807
917.811 EUR
01.09.2008 - 30.04.2012

Beim DKFZ sollen neue Peptid-basierte Liganden angiogeneseassoziierter Zielstrukturen identifiziert, modifiziert und evaluiert werden. Außerdem koordiniert das DKFZ den Gesamtverbund und betreut u. a. den wissenschaftlichen Austausch und die Ausbildung.

Verbundprojekt: EndoMed: Frühdiagnose von intraepithelialen Neoplasien und Karzinomen des Magens mittels molekularer Fluoreszenzendoskopie 

Teilprojekt 2: Endoskopieentwicklung für die optische molekulare Bildgebung im Magen (ENDOMIS)

Karl Storz GmbH & Co. KG Tuttlingen
Mittelstr. 8

78532 Tuttlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Klaus M. Irion
07461 708219
01EZ0804
547.226 EUR
01.06.2008 - 31.12.2011

Teilprojekt 1: Präklinische Evaluation von fluoreszenzmarkierten Biomarkern zur Frühdiagnose von intraepithelialen Neoplasien und Karzinomen des Magens, Anteile an TP 3 und 4

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
II. Medizinische Klinik und Poliklinik

Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Dieter Saur
089 4140-2255
01EZ0802
764.452 EUR
01.06.2008 - 31.12.2011

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll eine translationale interdisziplinäre Technologieplattform für die molekulare endoskopische Bildgebung des Magenkarzinoms entwickelt werden, mit deren Hilfe neue Biomarker identifiziert, optisch markiert und präklinisch in etablierten endogenen Kleintiermodellen und neu zu generierenden endoskopierbaren Großtiermodellen des Magenkarzinoms evaluiert werden können. Diese neuen molekularen Endoskopieverfahren sollen die Frühdiagnose von Magenkarzinomen und ihrer Vorstufen und somit die Heilungschancen der betroffenen Patienten verbessern. Der Arbeitsplan umfasst drei Bereiche: 1. Identifizierung und Validierung von Biomarkern mittels in situ Proteomanalyse (Helmholtz-Zentrum München). 2. Fluoreszenzendoskopische Evaluation von Biomarkern zur Frühdiagnose von intraepithelialen Neoplasien und Karzinomen des Magens (TU München). 3. Generierung eines genetisch definierten Schweinemodells für das humane Magenkarzinom mittels Kerntransfer (LMU München). Das Fluoreszenzvideogastroskop und die fluoreszenzmarkierten Biomarker sollen in Zukunft im Rahmen der diagnostischen Gastroskopie zur Prävention, Frühdiagnose und minimal invasiven Therapie des Magenkarzinoms beim Menschen eingesetzt werden.

INUMAC

Verbundprojekt: Imaging of Neuro Disease Using high field MR And Contrastophores (INUMAC)

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsklinikum
Abt. Röntgendiagnostik Medizin Physik

Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Hennig
0761 270-3836
01EQ0605
2.747.128 EUR
01.01.2007 - 31.12.2011

Bruker BioSpin MRI GmbH
Rudolf-Plank-Str. 23
76275 Ettlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Arno Nauerth
0721 5161-585
01EQ0604
410.955 EUR
01.01.2007 - 31.12.2011

Siemens Aktiengesellschaft
Medical Solutions
Abt. MR-ETMI

Allee am Röthelheimpark 2
91052 Erlangen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Anke Siebert
09131 84-4889
01EQ0603
4.791.453 EUR
01.01.2007 - 31.12.2011

Ziel des "Imaging of Neuro Disease Using high field MR And Contrastophores" Konsortiums (INUMAC) ist die Erforschung von Hochfeld-Magnetresonanztomographie-Verfahren und neuen zielgerichteten Kontrastmitteln, die für die Diagnostik neurologischer Erkrankungen geeignet sind.
Das INUMAC-Projekt ist in drei Arbeitspakete gegliedert:
1. Untersuchung innovativer Technologien zur verbesserten Sensitivität, räumlichen, zeitlichen und spektralen Auflösung von klinischen MR-Systemen anhand von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für ein Ganzkörper Ultra-Hochfeld mit 11.7 Tesla.
2. Evaluierung neuer Ansätze und Konzepte für verschiedene kritische MR-Systemkomponenten, wie neue Gradientenkonzepte, parallele Bildgebung und Echtzeit-Meßverfahren.
3. Forschung und präklinische Entwicklung neuartiger zielgerichteter Kontrastmittel für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit, von Gehirntumoren und Schlaganfall.

Deutschland und Frankreich verbindet eine langjährige Historie im Bereich des MR-Geräte-Engineerings und eine Marktführerschaft im Markt der Kontrastmittel. Die INUMAC-Kooperation wird durch ein Konsortium aus Industrie und akademischen Partnern durchgeführt. Es besteht aus Siemens Medical Solutions (Erlangen), Guerbet S.A. (Aulnay sous Bois), Bruker BioSpin MRI GmbH (Ettlingen), Universität Freiburg, Commissariat à l’énergie atomique (CEA, Paris) und Alstom MSA. Gemeinsam decken diese Partner die Kompetenzen, das Know-How und Schutzrechte in essentiellen Positionen und erforderlichen Technologien im F&E Bereich ab.

b) Abgeschlossene Vorhaben

 
 

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