Es ist weiterhin erforderlich, ein spezifisches Forschungsprofil und wettbewerbsfähige Schwerpunkte zu entwickeln. Dem steht an fast allen medizinischen Hochschulen der ostdeutschen Bundesländer das Problem entgegen, nicht in ausreichendem Maße geeignetes wissenschaftliches Personal rekrutieren und halten zu können. Dies bezieht sich sowohl auf die Berufung qualifizierter Professoren als auch auf die Besetzung von Stellen für Nachwuchswissenschaftler. Hinzu kommt ein in den neuen Bundesländern überproportional hoher Anteil an unbefristet besetzten Planstellen und die vergleichsweise niedrigen Landeszuschüsse für Forschung und Lehre. Außerdem kann größtenteils nur ein zu kleiner Anteil dieser Zuschüsse leistungsbezogen vergeben werden, um damit wettbewerbsfähige und sichtbare Schwerpunkte der Forschung aufzubauen.
Nach wie vor gibt es ein Ungleichgewicht in der Verteilung der großen Drittmittelprojekte wie z. B. der medizinischen Sonderforschungsbereiche (SFB) oder der Interdisziplinären Zentren für Klinische Forschung (IZKF) zugunsten der medizinischen Fakultäten in den westlichen Bundesländern.
Was tut das BMBF?
Das BMBF hat bereits 1991 den Förderschwerpunkt Neue Bundesländer aufgelegt. Bis zum Jahr 2001 wurden dafür insgesamt rund 67 Millionen EURO aufgewendet. In der ersten Phase bis 1995 standen die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern durch die Heranführung an wettbewerbsorientierte Forschung, die Etablierung moderner Forschungsmethoden und die Verbesserung des methodischen Know-how - u.a. durch Gastaufenthalte in national und international führenden Arbeitsgruppen - und die Bereitstellung einer modernen technischen Ausstattung in absehbaren Schwerpunktbereichen im Vordergrund.
Das zentrale Anliegen der zweiten Förderphase (etwa 1996 bis 2001) war - wissenschaftspolitischen Empfehlungen zur Hochschulmedizin folgend - der modellhafte Aufbau eigenständiger und von der Krankenversorgung hinreichend unabhängiger Strukturen für klinische Forschung. Neben einem effizienten Forschungsmanagement ging es dabei um die Weiterentwicklung erklärter Schwerpunkte auf der Basis einer transparenten und leistungsorientierten Vergabe von Fördermitteln und Ressourcen.
Auch weiterhin bleibt die "Verbesserung der Leistungsfähigkeit der klinischen Forschung an den medizinischen Fakultäten der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (Charité)" ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Daher wurde 1999 im Rahmen einer dritten Phase den Fakultäten die Möglichkeit eingeräumt, auf der Basis einer kritischen Eigenanalyse verbunden mit einem intensiven Begutachtungs- und Beratungsprozess durch externe Expertengremien die strukturelle Weiterentwicklung der Fakultätsorganisation nachhaltig anzugehen. Den Fakultäten stehen verschiedene Fördermodule (Einzelmaßnahmen) zur Auswahl: Stiftungsprofessuren oder vorgezogenen Besetzung von Professorenstellen, Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchsgruppen, Module zum Forschungsmanagement, Module für Bonusprojekte und Workshops. In der ersten Förderphase (2001-2004) wurden acht Fakultäten mit insgesamt etwa 40 Millionen EURO gefördert, in der zweiten Förderphase stehen etwa 25 Millionen EURO zur Verfügung.
Die geförderten Fakultäten:
Berlin (Charité):
Prof. Dr. Cornelius Frömmel
Prodekanat der Medizinischen Fakultät
Campus Charité Mitte
Schumannstraße 20/21
10117 Berlin
Tel.: 0 30 / 4 50-57 60 92 oder -52 80 81
Fax: 0 30 / 4 50-57 69 11
E-Mail: cornelius.froemmel@charite.de
Internet: http://www.charite.de/
Dresden:
Prof. Dr. Hans Detlev Saeger
Dekanat der Medizinischen Fakultät
Technische Universität Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
Tel: 03 51 / 4 58-50 60
Fax: 03 51 / 4 58-43 86
E-Mail: iris.schmeitzner@mailbox.tu-dresden.de
Internet: http://www.medizin.tu-dresden.de/
Greifswald:
Prof. Dr. Rainer Rettig
Dekanat der Medizinischen Fakultät
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Fleischmannstraße 8
17487 Greifswald
Tel.: 0 38 34 / 86 50 01
Fax: 0 38 34 / 86 50 02
E-Mail: dekamed@mail.uni-greifswald.de
Internet: http://www.medizin.uni-greifswald.de/
Halle:
Prof. Dr. Wolfgang Fleig
Univ.-Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ernst-Grube-Straße 40
06097 Halle
Tel.: 03 45 / 5 57-26 61
Fax: 03 45 / 5 57-22 53
E-Mail: wolfgang.fleig@medizin.uni-halle.de
Internet: http://www.medizin.uni-halle.de/
Jena:
Prof. Dr. Rolf Bräuer
Institut für Pathologie
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ziegelmühlenweg 1
07740 Jena
Tel.: 0 36 41 / 93 31 33
Fax: 0 36 41 / 93 31 11
E-Mail: rolf.braeuer@med.uni-jena.de
Internet: http://www.uni-jena.de/
Leipzig:
Prof. Dr. Wieland Kiess
Prof. Dr. Elmar Brähler
Dekanat der Med. Fakultät
Universität Leipzig
Liebigstraße 27
04103 Leipzig
Tel.: 03 41 / 97-1 59 30 oder -1 5 995
Fax: 03 41 / 97-1 59 39 oder -1 5 999
E-Mail: teichh@medizin.uni-leipzig.de
oder: weiha@medizin.uni-leipzig.de
Internet: http://www.uni-leipzig.de/
Magdeburg:
Prof. Dr. Georg Reiser
Institut für Neurobiochemie
Medizinische Fakultät
Leipziger Straße 44
39120 Magdeburg
Tel.: 03 91 / 67-1 30 88
Fax: 03 91 / 67-1 30 97
E-Mail: georg.reiser@medizin.uni-magdeburg.de
Internet: http://www.uni-magdeburg.de/
Rostock:
Prof. Dr. Rudolf Guthoff
Medizinische Fakultät
Universität Rostock
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel.: 03 81 / 4 94-5001
Fax: 03 81 / 4 94-5002
E-Mail: rudolf.guthoff@med.uni-rostock.de
Internet: http://www.uni-rostock.de/
Beiträge aus der Forschung:
Unser Konzept ist aufgegangen, Interview mit Professor Heyo Kroemer
über den Forschungsstandort Greifswald und das zehnjährige Bestehen der SHIP-Studie
[PDF - 8,70 MB]
(URL: http://www.bmbf.de/_media/dokumentation_nbl.pdf)
(URL: http://www.bmbf.de/de/463.php)