Empfänglichkeit und Resistenz bei Infektionen

Öffentliche Bekanntmachung:

2006

Förderzeitraum:

2007 - 2013

Gesamtvolumen:

ca. 15 Mio. EUR

Vorhabenzahl:

31

 


Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Sepsis

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Skinstaph

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: HCV

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Tuberkulose

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Darminfektionen

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Die Aufklärung der molekularen und zellulären Mechanismen der Erreger/Wirt-Interaktion ist weit fortgeschritten. Allerdings ist erst in jüngster Zeit klar geworden, welche Bedeutung die körpereigene, natürliche Resistenz gegenüber eindringenden Mikroorganismen für die Empfänglichkeit gegenüber Infektionskrankheiten und ihren Verlauf besitzt. Die natürliche Resistenz ergibt sich aus dem komplexen Zusammenwirken verschiedener Komponenten wie des angeborenen Immunsystems, von körpereigenen, Resistenz vermittelnden Proteinen sowie der organspezifischen Zusammensetzung der bakteriellen Mikroflora. Durch die erweiterten Erkenntnisse in diesem Bereich bieten sich neue Ansatzpunkte für die krankheitsbezogene Forschung zu wichtigen Infektionskrankheiten. Zudem bietet sich die Chance, die natürliche Resistenz gegenüber Infektionskrankheiten gezielt beeinflussen und neue Therapiestrategien unter Ausnutzung von Komponenten der natürlichen Resistenz entwickeln zu können.

2. Stand der Fördermaßnahme

Auf die Öffentliche Bekanntmachung hin gingen 15 Verbundanträge ein, von denen fünf durch einen international und interdisziplinär besetzten Gutachterkreis zur Förderung empfohlen wurden. Für insgesamt 15 Millionen Euro werden diese interdisziplinären Verbünde zunächst für drei Jahre gefördert. Erfolgreiche Verbünde haben die Möglichkeit, drei weitere Jahre zusammenzuarbeiten. Das Themenspektrum dieser Verbünde umfasst Tuberkulose, Staphylococcus aureus-Infektionen der Haut, Magen-Darm-Infektionen, Hepatitis C und Sepsis.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Sepsis (PROGRESS)

Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden (Genomik, Transkriptomik, Proteomik) werden prognostische Marker etabliert, die den Verlauf von Lungenentzündung bis hin zur schweren Sepsis vorhersagen helfen und zudem ein Therapiemonitoring ermöglichen sollen. Auf Verbundebene sollen Gene oder Genprodukte charakterisiert werden, die sich als Marker eignen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Pathogeneseforschung herangezogen werden und zur Entwicklung von neuen Behandlungsstrategien beitragen.

Teilprojekt A2.2 "Transkriptomanalyse bei Frühgeborenen" und Teilprojekt C1 "Rolle von LL37/ Cathelicidin"

Universität des Saarlandes
Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie

Kirrberger Str. 100
66424 Homburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ludwig Gortner
06841 16-28300
01KI1010C
243.663 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Während der ersten Förderphase des Verbundes konnten Genexpressionsprofile identifiziert werden, die mit der Progression vom Respiratorischen Distress-Syndrom zu einer neonatalen Sepsis in Verbindung stehen. Bioinformatische Analysen zeigten sowohl protektive als auch pathologische Genregulationsmechanismen. Da neueste Untersuchungen zeigten, dass MicroRNAs (miRNA) eine entscheidende Rolle in der Genregulation der Immunantwort spielen, wird in dieser zweiten Förderphase auch die Rolle der miRNAs untersucht. Für inflammatorisch regulierende Gene wird der Gehalt der zugehörigen Proteine im Serum der Frühgeborenen gemessen und mit Hilfe der Luminex-bead Methode die vielfältigen Proteinmuster untersucht. Es wird in präklinischen Modellen untersucht, welche Faktoren für die Aufrechterhaltung der epithelialen und endothelialen Barriere in der Lunge wichtig sind. Untersucht wird insbesondere die Rolle des Peptids Cathelizidin.

Teilprojekt C6 - Funktionelle Signifikanz einer gesteigerten Cholesterolbiosynthese in der Pneumokokken-Pneumonie bzw. pneumogenen Sepsis

 

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. für Experimentelle Pneumologie

Feodor-Lynen-Str. 21+23
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrich A. Maus
0511 532-9617
01KI1010H
102.590 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Das Hauptziel dieses Teilprojekts ist die Identifikation derjenigen molekularen Signaturen, welche die Progression einer fokalen Pneumonie zur invasiven Pneumokokkeninfektion (Sepsis) anzeigen sowie die Charakterisierung ihrer Relevanz für die komplexe Wirt-Erregerinteraktion im Modell der S. pneumoniae-induzierten Pneumonie. Zuvor konnte eine spezifische hepatische Hochregulation eines zur Cholesterolbiosynthese gehörenden Gen-Clusters im Modell der fokalen Pneumokokken-Pneumonie identifiziert werden. Hierzu passend zeigte sich ebenso im Modell der Pneumokokken-Pneumonie eine signifikant gesteigerte hepatische Cholesterolbiosynthese auf Effektor-Ebene. Neuere Experimente deuten darauf hin, dass die durch fokale Pneumonie-Erreger getriggerte Steigerung der Plasma-Cholesterolspiegel im Wirt als endogene Antwort auf fokale Infektion der Lunge Teil einer ‚Host-defense’ Strategie zur Begrenzung einer fokalen Pneumonie in Richtung Sepsis verstanden werden kann und somit eine erregerspezifische protektive Wirtsantwort auf die Infektion darstellt. Deshalb soll nun der Cholesterolstoffwechsel der Maus mithilfe transgener Mäuse sowie in vivo siRNA-basierter Knockdown-Experimente beeinflusst und die Auswirkungen hinsichtlich Erkrankungsprogression und Mortalität im Maus-Modell der Pneumokokken-Pneumonie bzw. invasiven Pneumokokkenerkrankung untersucht werden.

Zentrale Plattform für Biometrie, Bioinformatik und Datenbanken (B1)

Universität Leipzig - Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Löffler
0341 97-16100
01KI1010I
608.091 EUR
01.10.2011 - 30.09.2014

Das Teilprojekt B1 in Leipzig stellt die zentrale Infrastruktur für Speicherung und Analyse der klinischen, genotypischen und molekularen Daten aller in PROGRESS untersuchten Patienten zur Verfügung. Datenbanken, Datenerfassung & Datenmanagement: Hier wird die Infrastruktur für Erfassung, Speicherung und Management der hochdimensionalen wie auch klinischen Patientendaten bereitgestellt. Für klinische Daten und Querymanagement wird die bereits in SEPNET verwendete professionelle Studienmanagementsoftware verwendet. Für Speicherung und Analyse hochdimensionaler Daten wird ein bestehendes DataWarehouse benutzt und erweitert. Für einen vollständigen und qualitätsgeprüften Datenbestand wird ein Qualitätssicherungsprozess gemäß dem in klinischen Studien üblichen Standard etabliert.

Teilprojekt P C1 - Rolle von LL-37/Cathelizidin für die Barrierefunktion der Lunge in der Progression von CAP, sCAP und ssCAP und TP C8 - Influenza induzierte epigenetische Modifikationen begünstigen die sekundäre Pneumokokkeninfektion

 

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Hippenstiel
030 450-653137
01KI1010J
364.208 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Im Vorhaben werden die Rolle eines Cathelizidins (LL37) für die Barrierefunktion der Lunge (Teilprojekt C1) und epigenetische Veränderungen in der Lunge von Grippepatienten mit Lungenentzündung (Teilprojekt C8) untersucht, um den Verlauf der Erkrankungen besser zu verstehen. Die Ziele sind im Einzelnen: Teilprojekt C1: Signalwege des Wirtes, über die das Fortschreiten einer Lungenentzündung zur leichten oder schweren Sepsis aufgehalten werden können, sind unbekannt. Es soll nun geprüft werden, ob und wie das endogene Peptid LL-37 die pulmonal-epitheliale Barrierefunktion stabilisiert und in wie weit sich LL-37-Spiegel als Biomarker zur Vorhersage Pneumonie-bedingten Lungenversagens eignen. Teilprojekt C8: Molekulare Mechanismen der schweren Pneumokokkenpneumonie nach stattgehabter Influenza sind bisher unbekannt. Im Projekt wird geprüft, welche multiplen und spezifischen epigenetischen Kodierungen nach Influenzainfektion den Boden für eine Sepsis durch Pneumokokken bereiten und welche funktionellen Ansätze für eine therapeutische Gegensteuerung möglich sind.

Teilprojekt B3: PROGRESS-Network Management

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Norbert Suttorp
030 450-553052
01KI07114
1.492.118 EUR
01.10.2007 - 30.09.2011

Vorhabenziele sind die Implementation eines Qualitätsmanagementsystems, Qualitätskontrolle auf allen Prozessebenen, Treffen von Kooperationsvereinbarungen, intensive Schulung der Prüfärzte, Study Nurses und des Laborpersonals, Erstellung von SOPs im Sinne eines TQM, Monitoring der klinischen Zentren und des Probenverarbeitungsprozesses sowie Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist die Entwicklung eines prognostischen Modells zur Abschätzung des Krankheitsverlaufs auf der Basis phänotypischer und molekularer Daten. Durch den Vergleich von Genom-,Transkriptom-und Proteomdaten sowie durch die Einbeziehung von phänotypischen Daten sollen Einblicke in die Krankheitsmechanismen möglich werden.

Teilprojekt B1: Zentrale Plattform für Biometrie, Bioinformatik und Datenbanken

Universität Leipzig - Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Löffler
0341 97-16100
01KI07113
298.441 EUR
01.10.2007 - 30.09.2011

Das Teilprojekt stellt die zentrale Infrastruktur für Speicherung und Analyse der klinischen, genotypischen und molekularen Daten aller in PROGRESS untersuchten Patienten zur Verfügung. Für klinische Daten und Querymanagement wird die bereits im Kompetenznetz Sepsis verwendete Studienmanagement-software verwendet. Ein Ziel ist es, prognostische Modelle für die Krankheitsprogression in definierten Krankheitsstadien zu erstellen. Außerdem sollen klinische Entscheidungsmodelle basierend auf phänotypischen und molekularen Daten entwickelt werden, die in folgenden klinischen Studien validiert werden können.

Teilprojekt A3: Charakterisierung von Protein Biomarkern im Krankheitsverlauf der ambulant erworbenen Pneumonie (CAP Biomarker)

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Lothar Jänsch
0531 6181-3030
01KI07112
389.479 EUR
01.10.2007 - 31.12.2011

Ziel ist die Detektion der pathophysiologischen Prozesse während des Übergangs von der unkomplizierten ambulant erworbenen Pneumonie (uCAP) zur ernsten (sCAP) und solcher, die in einem septischen Schock gipfelt (ssCAP), durch Charakterisierung gruppenspezifischer Proteinbiomarker. 400 Plasmaproben von Patienten mit uCAP, sCAP und ssCAP werden durch Kapillarelektrophorese (CE) getrennt und nach Elektrospray-Ionisierung massenspektrometrisch analysiert. Aus den resultierenden Masse-Ladungs-Retentionszeit-Chromatogrammen werden anschließend Proteinionenprofile erstellt. Diese Profile werden dann bioinformatorisch mit den Patientendaten der verschiedenen CAP-Gruppen korreliert, um krankheitsspezifische Markerionen zu detektieren. Die Aminosäuresequenz sowie deren Modifikationen der durch Masse und Retentionszeit spezifizierten Biomarker wird durch Tandem Massenspektrometrie und manueller ab initio Sequenzierung bestimmt, um die an der Pathophysiologie beteiligten Proteine zu identifizieren.

Teilprojekte A2.1, B2, C6

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Erlanger Allee 101
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Konrad Reinhart
03641 9323101
01KI07111
917.370 EUR
01.10.2007 - 30.09.2014

Untersucht werden immunologische Zusammenhänge der Übergänge zwischen Pneumonie, schwerer Pneumonie und Sepsis. Dazu sollen eine Biomaterialbank etabliert und Genexpressionsanalysen sowohl im Mausmodell als auch bei Patienten durchgeführt werden. TP A.2.1 beinhaltet Genexpressionsanalysen bei 480 Patienten mit ambulant oder hospital erworbener Pneumonie verschiedener Schweregrade sowie von Kontrollpatienten ohne Pneumonie. TP B2 entwickelt Standards für Probenentnahme, Probenidentifizierung und Lagerung; etabliert eine Infrastruktur für die Gewinnung von Biomaterialien; überwacht die Probenentnahme und Lagerung und verteilt Aliquots an die Projektpartner. TP C6 führt Genexpressionsanalysen bei Mäusen mit Pneumonie durch S. pneumoniae, Sepsis durch S. pneumoniae bzw. Sepsis bei Peritonitis durch. Es soll ein diagnostisches Werkzeug zur Früh- und Differentialdiagnose der Pneumonie entwickelt werden.

Genomics (Teilprojekt A.1 des Progress-Netzwerks) und Transcriptomics (Teilprojekt A2.2 des Progress-Netzwerks)

Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachbereich Medizin
Institut für Medizinische Mikrobiologie

Frankfurter Str. 107
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Trinad Chakraborty
0641 99-41280
01KI07110
1.644.423 EUR
01.10.2007 - 30.09.2011

TP A.1 umfasst die Identifizierung der genetischen Faktoren, die an der Progression einer ambulant erworbenen Pneumonie in eine schwere Pneumonie und Sepsis beteiligt sind. TP A2.2 umfasst die Identifizierung von frühen diagnostischen Markern bei Frühgeborenen mittels Transkriptomanalyse, die die Progression des Atemnotsyndroms in eine frühe Neugeborenensepsis (EOSP) anzeigen.

Verbundprojekt: "Suszeptibilität bei Infektionen: Skinstaph"

Mit Hilfe von genetischen, epidemiologischen und immunologischen Studien sowie Tiermodellen sollen Wirts- und Bakterienfaktoren identifiziert werden, die die Kolonisierung und Infektion mit Staphylococcus aureus beeinflussen. Langfristig sollen präventive und therapeutische Strategien gegen Hautinfektionen entwickelt werden.

CoC: Koordination; Voraussetzungen für eine erfolgreiche Staphylococcus aureus Nasal-Kolonisation (TP 1); Einfluss der Leukozyten im Rahmen der natürlichen Resistenzmechanismen (TP 2)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten

Von-Esmarch-Str. 58
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Cord Sunderkötter
0251 83-57481
01KI1009A
790.677 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Im Teilprojekt 1 werden basierend auf den Vorarbeiten zur Kolonisation der epithelialen Barriere durch S. aureus 1) das intrazelluläre Schicksal von S. aureus und die Genese phänotypischer Varianten in Langzeitexperimenten; 2) die Wirtszellantwort auf die Kolonisierungs- und Invasionsprozesse; und 3) die Interaktionen des Erregers mit der ko-kolonisierenden Mikroflora in Korrelation mit Wirts- und Umweltfaktoren analysiert. Im Teilprojekt 2 wird untersucht, wie es von der Kolonisierung von Wunden zur lokalen Infektion und anschließend zur möglichen Weichteilinfektion oder gar zum Eindringen der Bakterien in das Blut kommt. Hierbei soll geschaut werden, inwieweit diese Vorgänge von den verschiedenen Bakterienstämmen und/oder von der natürlichen Resistenz und Immunantwort des Wirtes abhängen. In Münster ist das CoC für den Aufbau der Biomaterialbank zuständig und für die administrativen und organisatorischen Aufgaben.

S. aureus Kolonisierung (TP1) und Resistenzgene und immunologische Mechanismen im Mausmodell (TP7)

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Arbeitsgruppe Infektionsbiologie

Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Eva Medina
0531 6181-4500
01KI1009B
424.102 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In TP 1 soll ein verbessertes Verständnis der Interaktionen von S. aureus mit ko-kolonisierenden Mikroorganismen an der epithelialen Oberfläche gewonnen werden. Die Ziele des TP 7 sind, sowohl die immunologischen und molekularen Mechanismen, die der Resistenz bzw. Anfälligkeit gegenüber S. aureus im Mausmodel zu Grunde liegen, aufzuklären, als auch die Immunmechanismen zu charakterisieren, die für eine persistierende Wund- oder Weichteilinfektion von Bedeutung sind.

Interaktionen von Staphylokokken mit der angeborenen Wirtsabwehr und metabolische Anpassungen zur Besiedlung von Haut und Nase des Menschen

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Elfriede-Aulhorn-Str. 6
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Peschel
07071 29-81515
01KI1009C
167.634 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Im Gemeinschaftsprojekt von Bonn und Tübingen werden die verschiedenen Mechanismen von Staphylokokken untersucht, mit denen sie sich an endogene antimikrobielle Moleküle und an das in der Nase oder auf der Haut vorhandene Nahrungsspektrum angepasst haben. Der Schwerpunkt in Tübingen liegt auf dem natürlichen Lebensraum von S. aureus, dem Milieu in der Nase und auf der Empfindlichkeit von S. aureus gegen antimikrobielle Fettsäuren aus Talgdrüsen. Die Auswirkungen verschiedener Nährstoffkomponenten im Nasenmilieu auf Wachstum, Konkurrenzverhalten und Pathogenität von S. aureus sollen in Hinsicht auf Fitness und auf die Wechselwirkungen mit den Nasen- und Hautmikrobiota näher untersucht werden. Diese Ergebnisse tragen möglicherweise dazu bei, die molekulare Basis einer genetischen Prädisposition des menschlichen Träger oder Nicht-Träger Status zu verstehen.

Staphylococcen-Faktoren, die mit antimikrobiellen Peptiden oder mit epithelialen oder epidermalen Grenzflächen interagieren

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Parasitologie

Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Georg Sahl
0228 73-5272
01KI1009D
169.386 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Im Gemeinschaftsprojekt von Bonn und Tübingen werden die verschiedenen Mechanismen von Staphylokokken untersucht, mit denen sie sich an endogene antimikrobielle Moleküle und an das in der Nase oder auf der Haut vorhandene Nahrungsspektrum angepasst haben. Der Schwerpunkt in Bonn liegt auf der Untersuchung der antimikrobiellen Aktivität von Wirts-Abwehr-Peptiden (Host defense peptides, HDPs). Zusätzlich wird der Frage nachgegangen, welche Strategien  S. aureus entwickelt hat, um der Abtötung durch diese Peptide entgegen zu wirken. Dabei werden mögliche Überlappungen in der Abwehr von HDPs und klinisch angewandten Antibiotika auf der molekularen Ebene identifiziert.

Extrazelluläres Adhäsionsprotein (Eap) von Staphylococcus aureus und Hautinfektionen: Pathogenetische Mechanismen nicht heilender Wunden und neue Strategien zur Prävention und Behandlung kutaner Infektionen

Universität des Saarlandes
Fakultät 2 Medizin Bereich Klinische Medizin
Fachrichtung 2.24 Medizinische Mikrobiologie und Hygiene

Haus 43
66424 Homburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Mathias Herrmann
06841 162 3900
01KI1009E
180.715 EUR
01.11.2010 - 31.10.2013

Staphylococcus aureus ist ein wichtiges Pathogen für Infektionen der Haut und Hautanhangsgebilde. Der Erreger produziert eine Reihe wichtiger Virulenz- und Pathogenitätsfaktoren, die auf unterschiedliche Weise zu Kolonisation der Haut und nachfolgend invasiven Infektion der Haut und der Unterhaut beitragen. In diesem Vorhaben wird das Extrazelluläre Adhäsionsprotein Eap untersucht. Die Produktion von Eap geht mit verlangsamter Wundheilung, reduzierter Gefäßneubildung und antientzündlichem Effekt einher. Nun soll die Interferenz von Eap mit humanen und Nagetier-Hautzellen sowohl in Zellkultur als auch in Hautmatrix und vollständigen Hautstrukturen untersucht werden, um die Pathomechanismen genauer zu verstehen und neue Therapieansätze entwickeln zu können.

Extrazelluläres Adhäsionsprotein (Eap) von Staphylococcus aureus und Hautinfektionen: Pathogenetische Mechanismen nicht-heilender Wunden und neue Strategien zur Prävention und Behandlung kutan

Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachbereich Humanmedizin
Biochemisches Institut

Friedrichstr. 24
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Klaus Preissner
0641 994-7500
01KI1009F
123.780 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Das vorrangige Ziel dieses Vorhabens ist die Aufklärung der Rolle von Staphylococcus aureus Komponenten als Inhibitoren der unterschiedlichen Phasen der Wundheilung. In authentischen humanen und experimentellen Wundinfektionen sowie während der Wundheilungsprozesse soll die Rolle des bakteriellen Proteins Eap (und seiner Fragmente) charakterisiert und deren Einfluss auf Wundheilungsreaktionen in isolierten Zellsystemen wie in entsprechenden in vivo-Modellen untersucht werden.

Aufklärung von Mechanismen zum Schutz vor Hautinfektionen durch Staphylococcus aureus

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Schittenhelmstr. 7
24105 Kiel

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Regine Gläser
0431 597-1555
01KI1009G
382.819 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Im Rahmen dieses Projektes soll die Rolle des angeborenen Immunsystems der Haut bei der Kolonisation und Infektion mit Staphylococcus aureus untersucht werden. Zu diesem Zweck werden folgende Fragen untersucht: Ist die Expression von antimikrobiellen Peptiden (AMP) bei Patienten mit chronischen S. aureus Infektionen verändert? Unterscheiden sich verschiedene, klinische isolierte S. aureus Stämme in ihrer Induzierbarkeit von AMP in einem ex vivo-Hautmodell? Führt Schädigung durch experimentelle Mikro-Wunden zu einer veränderten Expression von AMP und welchen Einfluss hat dies auf das Abtöten von S. aureus?

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: HCV

Mit Hilfe von genetischen, epidemiologischen und immunologischen Studien sollen Wirts- und Erregerfaktoren identifiziert werden, die den Ausbruch und die Chronifizierung von Hepatitis C verhindern. Hierzu arbeiten Kliniker und Wissenschaftler gemeinsam an der Charakterisierung von Biomarkern, um die Therapie von Hepatitis C-infizierten Patienten und Lebertransplantierten zu verbessern und ggf. präventive Strategien zu entwickeln.

Die Rolle der Hepatitis C Virus NS3/4A Protease für die Kontrolle der antiviralen Abwehr

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Hygiene-Institut - Molekulare Virologie

Im Neuenheimer Feld 345
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ralf Bartenschlager
06221 56-4225
01KI1008A
374.990 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In diesem Vorhaben geht es um Strategien des Virus, die angeborene Immunität des Menschen zu umgehen. HCV-Infektionen zeichnen sich durch hohe Persistenzraten aus. Allerdings sind die Mechanismen, die zur Etablierung der Persistenz führen, noch weitestgehend unbekannt. Am besten untersucht ist die Inhibition der angeborenen Immunantwort durch die virale Protease NS3/4A. Es ist aber nicht klar, ob dies die einzige Strategie des Virus ist, in die angeborene Immunabwehr einzugreifen. Ziel ist es daher, neue Erkenntnisse über die enge Interaktion von HCV mit der angeborenen Immunantwort zu erlangen. Dazu werden drei Teilprojekte verfolgt. Ziel des ersten Teilprojekts ist die Identifizierung weiterer zellulärer Substrate, die von der NS3/4A-Protease inhibiert werden und somit zur natürlichen Resistenz gegen eine HCV-Infektion beitragen. Im zweiten Teilprojekt soll der Einfluss der Inhibition der Interferon-Induktion auf die Etablierung der HCV-Persistenz untersucht werden. Im dritten Teilprojekt kommt ein neu entwickeltes Zellkultursystem zum Einsatz, in dem die Etablierung und Aufrechterhaltung der HCV-Persistenz in vitro simuliert werden kann, um die antivirale Aktivität von INF-lambda sowie mögliche Synergieeffekte mit anderen Typ-1 Interferonen zu untersuchen.

Genetische Varianten der Regulatoren von angeborener Immunität als Empfänglichkeitsfaktoren der HCV-Infektion

Universität Leipzig
Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie

Liebigstr. 20
04103 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Berg
0341 971-2331
01KI1008B
288.720 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In diesem Projekt erfolgt eine systematische genetische Analyse der bei der HCV-Infektion involvierten Rezeptoren, Botenstoffe und Effektorproteine des natürlichen Immunsystems. Die Relevanz der genetischen Varianten der Regulatoren des natürlichen Immunsystems (einschließlich IL28B) für den natürlichen Verlauf, das Therapieansprechen und die Fibroseprogression werden im Rahmen großer genetischer Assoziationsstudien an ca. 5.000 Patienten untersucht. Hierbei handelt es sich um Patienten mit spontan ausgeheilter oder chronischer Infektion sowie Patienten mit antiviraler Therapie und solchen nach Lebertransplantation. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, Therapiestrategien für individuelle Patienten zu entwickeln und Behandlungserfolge besser abschätzen zu können.

Heterologe und angeborene Immunität

Medizinische Hochschule Hannover
Zentrum Innere Medizin
Abt. Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Heiner Wedemeyer
0511 532-6814
01KI1008C
608.669 EUR
01.09.2011 - 31.08.2014

In diesem Vorhaben werden die Teilprojekte C und I des Verbundes bearbeitet: Ziel des Teilprojektes C ist die Identifikation neuer kreuzreaktiver Immunantworten gegen das Hepatitis-C Virus (HCV). Die Bedeutung und der Einfluss der heterologen Immunität wird in verschiedenen gesunden nicht-HCV-exponierten Kohorten und in Kohorten untersucht, die ein hohes Risiko einer HCV-Infektion haben, aber bisher noch nicht infiziert wurden. Im Teilprojekt I sollen die Häufigkeit und der Verlauf von niedrigen HCV-Virämien untersucht werden, die ohne adaptive Immunität verlaufen. Dabei werden zwei Risikopopulationen auf angeborene und erworbene Immunantworten untersucht, die verschiedene Expositionsrisiken mit HCV haben.

Rolle der HCV-spezifischen CD4(+)-T-Lymphocyten bei der natürlichen Resistenz gegen die HCV-Infektion und der Prävention gegen die virale Persistenz

Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Medizinische Klinik und Poliklinik II

Marchioninistr. 15
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Helmut Diepolder
089 7095-3021
01KI1008D
286.200 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Innerhalb dieses Projektes soll die Rolle der Hepatitis C Virus (HCV) spezifischen CD4+ T-Zellen des Immunsystems für die natürliche Resistenz gegen eine akute oder chronische Hepatitis C untersucht werden. Insbesondere soll die Rolle der T-Zellrezeptoraffinität für die natürliche Resistenz gegen HCV untersucht werden.

Entwicklung von HCV B-Zell-Epitopen und der Einfluss der humoralen Immunantwort auf die Ausheilung einer HCV-Infektion und Longitudinale Analyse der HCV-spezifischen CD8+ T-Zellantwort

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Institut für Virologie

Virchowstr. 179
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Roggendorf
0201 723-3550
01KI1008E
385.452 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Ein Grund für die hohe HCV-Persistenzrate und die hohe HCV-Reinfektionsrate nach Lebertransplantation ist die Fähigkeit des Virus, die adaptive sowie angeborene Immunantwort zu bezwingen. Die Ziele des Projekts sind: 1) Eine longitudinale Analyse von CD8-T-Zellen vor und nach Lebertransplantation; 2) Analyse der HCV-Hüllprotein-Evolution in einzelnen Patienten, die durch das gleiche Isolat infiziert wurden während eines einmaligen Ausbruchs (AD78 Kohorte); 3) Bestimmung der funktionalen Signifikanz der ausgetauschten Aminosäuren in den HCV-Hüllproteinen, die durch Virusevolution in den chronisch infizierten Individuen verändert wurden.

Die Rolle von NK-Zellen bei Empfänglichkeit / Resistenz und natürlichem Verlauf der HCV-Infektionen

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Einrichtungen
Abt. Allgemeine Innere Medizin

Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrich Spengler
0228 287-15850
01KI1008G
262.738 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Zu der individuell verschiedenen Empfänglichkeit bzw. Resistenz gegen HCV tragen Natürliche Killer-Zellen (NK-Zellen) entscheidend bei. Ziel dieses Vorhabens ist es, bei den verschiedenen Patientenkohorten des Verbundes die differentielle Expression von NK-Rezeptoren in Lebergewebe und peripherem Blut zu vergleichen, die funktionellen Unterschiede der einzelnen NK-Zell-Subpopulationen in vitro zu charakterisieren und im Modell der HCV in vitro Infektionen zu untersuchen, wie diese Veränderungen induziert werden. Dabei interessiert, wie die NK-Zellen über unterschiedliche Stimulation ihrer Rezeptoren in ihrer Funktion verändert bzw. differentiell rekrutiert werden.

HCV - Rolle der Virus-spezifischen CD8(+) T-Zellantwort beim Ausgang der Hepatitis-C-Virusinfektion

Universitätsklinikum Freiburg
Innere Medizin II - Infektiologie

Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Robert Thimme
0761 270-3401
01KI1008H
290.874 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

In diesem Vorhaben wird das adaptive Immunsystem von Patienten untersucht. Virus-spezifische CD8+ T-Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Elimination des Hepatitis-C-Virus (HCV). Bei der Mehrzahl der HCV-Infizierten versagt die CD8+ T-Zellantwort jedoch. Dabei spielen virale Mechanismen sowie T-Zell-Erschöpfung eine wesentliche Rolle. Im aktuellen Vorhaben werden die Determinanten definiert, die zu viralem Escape und T-Zell-Erschöpfung führen.

Evolution und "Genotyp to Phänotyp" - Analyse der HCV NS3/4A-Protease bei akuter Heptatitis C

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Medizinische Klinik I
Gastroenterologie/Hepatologie/Ernährungsmedizin und Präventionsmedizin
Pneumologie/Allergologie/Mukoviszidose

Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christoph Sarrazin
069 6301-5122
01KI0791
490.020 EUR
01.08.2007 - 30.06.2011

Untersucht wird die Veränderung der Aminosäuresequenz der NS3 Protease bei Patienten mit einer akuten Hepatitis C, die einen unterschiedlichen Verlauf mit teilweise spontaner oder Therapie-induzierter Ausheilung und teilweise Chronfizierung aufweisen. Blutproben von vorhanden und neuen prospektiven Patientkohorten mit akuter Hepatitis C werden für eine Sequenzanalyse der HCV NS3-Protease eingesetzt. Nach der genotypischen Charakterisierung werden die detektierten NS3-Proteasen in vitro exprimiert, um mögliche Unterschiede bei der proteolytischen Aktivität im Bezug auf die Prozessierung des HCV-Polyproteins und der Faktoren des angeborenen Immunsystems (TRIF, Cardif) herauszufinden.

 

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Tuberkulose

Mit Hilfe von genetischen, epidemiologischen und immunologischen Studien sowie Tiermodellen sollen Wirts- und Bakterienfaktoren identifiziert werden, die den Ausbruch von Lungentuberkulose nach Exposition mit dem Erreger verhindern. Hierzu arbeiten Kliniker, Gesundheitsämter und Wissenschaftler gemeinsam an der Charakterisierung von Biomarkern, um sowohl Diagnose als auch Therapie der Tuberkulose zu verbessern und ggf. präventive Strategien zu entwickeln. Auf Verbundebene wird eine Kohorte von Tuberkulosepatienten und exponierten Kontaktpersonen aufgebaut, um Suszeptibilitätsfaktoren für die Ausprägung von Lungentuberkulose zu finden, die anschließend in Tiermodellen näher charakterisiert werden sollen.

Wirts- und Pathogenfaktoren für Resistenz und Krankheitsverlauf

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI)
Abt. Tropenmedizinische Grundlagenforschung

Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christian G. Meyer
040 42818501
01KI1007A
725.840 EUR
01.01.2011 - 31.12.2013

Ziel dieses Vorhabens ist, Genvarianten in einer deutschen Studienpopulation zu bestimmen, die Schutz vor Tuberkulose vermitteln sowie die bekannten Assoziationen funktionell zu charakterisieren. Arbeitsschritte dazu sind die Typisierung von Kandidatengenen und Replikation sowie eine genomweite Assoziationsstudie in der deutschen Studiengruppe; Resequenzierung der assoziierten Region auf Chromosom 18 und ein cDNA Screening zur Transkriptidentifizierung in verschieden Geweben.

Epidemiologische und immunologische Untersuchungen der Determinanten bei Wirt und Pathogen (TB or not TB)

Forschungszentrum Borstel
Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften

Parkallee 1-40
23845 Borstel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Ehlers
04537 188-481
01KI1007B
2.409.366 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

In den verschiedenen Arbeitspaketen dieses Vorhabens werden Kohorten von engen Kontaktpersonen von TB-Patienten sowie vollständig geheilte TB-Patienten rekrutiert. Klinische Daten und Blut werden über die Daten- und Biobank "popgen" asserviert; DNA-Analysen erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut Hamburg. Immunologische Parameter werden in Blut und Bronchoalveolärer Lavage-Flüssigkeit bestimmt. Die genetischen und funktionellen Daten in beiden Kohorten werden miteinander verglichen, um Marker für TB-Resistenz bestimmen zu können. Darüber hinaus wird der Vorhersagewert von Interferon-Gamma-Release-Assays für die Entwicklung einer Lungentuberkulose in einer europaweiten Studie ermittelt.

Immunologische Biomarker für Immunität und Erkrankungsausbruch in den Lungen von TB-Patienten und deren naher Kontaktpersonen

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
Abt. Immunologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan H. E. Kaufmann
030 28460-500
01KI1007C
94.500 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Identifizierung immunologischer Biomarker für die Resistenz gegen die Tuberkulose in der Lunge bei Patienten und engen Kontaktpersonen

Universität Ulm – Universitätsklinikum
Institut für Med. Mikrobiologie und Hygiene

Robert-Koch- Str. 8
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Steffen Stenger
0731 500-65301
01KI1007D
105.768 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Mit Hilfe von genetischen, epidemiologischen und immunologischen Studien sowie Tiermodellen sollen Wirts- und Bakterienfaktoren identifiziert werden, die den Ausbruch von Lungentuberkulose nach Exposition mit dem Erreger verhindern. Hierzu arbeiten Kliniker, Gesundheitsämter und Wissenschaftler gemeinsam an der Charakterisierung von Biomarkern, um sowohl Diagnose als auch The-rapie der Tuberkulose zu verbessern und ggf. präventive Strategien zu entwickeln. Auf Verbundebene wird eine Kohorte von Tuberkulosepatienten und exponierten Kontaktpersonen aufgebaut, um Suszeptibilitätsfaktoren für die Ausprägung von Lungentuberkulose zu finden, die anschließend in Tiermodellen näher charakterisiert werden sollen. Ziel dieser Teilprojekte ist die Entdeckung von Wirtsfaktoren, die Schutz vor der Tuberkulose vermitteln. Dazu werden Proben von Tuberkulose-Patienten und deren Kontaktpersonen untersucht. Durch Vergleich von Kontaktpersonen, die eine aktive Tuberkulose entwickeln mit solchen, die gesund bleiben, sollen Risikofaktoren identifiziert werden, die die Entwicklung einer Erkrankung begünstigen. Von Gesundheitsämtern und Lungenfachkliniken werden Tuberkulosepatienten, enge Kontaktpersonen sowie Krankenhauspersonal rekrutiert. Proben dieser Patienten werden zeitnah immunologisch untersucht. Parallel werden Zellen sowie DNA asserviert, um selektive, retrospektive Vergleiche zwischen Probanden, die nach Patientenkontakt erkranken bzw. geschützt sind, zu ermöglichen.

Verbundprojekt: Suszeptibilität bei Infektionen: Darminfektionen

Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wird die Zusammensetzung der Darmflora im gesunden und kranken Zustand und anhand von Modellorganismen untersucht, um neue Therapieoptionen bei Darminfektionen zu erarbeiten. Auf Verbundebene sollen Mechanismen charakterisiert werden, die zur Etablierung einer "gesunden" Darmflora nach einer Störung (Resilienz) beitragen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Pathogeneseforschung herangezogen werden und die Grundlage zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien bilden.

Teilprojekte 1, 5 und 8

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Institut für Klinische Molekularbiologie

Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Schreiber
0431 597-2350
01KI0795
1.200.517 EUR
01.04.2008 - 31.12.2011

Die Zusammensetzung der intestinalen Mikroflora ist unbekannt. Sie stellt jedoch einen wesentlichen Faktor für die Gesunderhaltung des Menschen dar. Dabei spielt eine hohe Diversität eine wichtige Rolle. Es wird untersucht, welche Mechanismen die intestinale Mikroflora im Gleichgewicht halten oder nach einer Auslenkung (z. B. Infektion, Antibiose) wieder in ein Gleichgewicht zurückkehren lassen. Dazu werden moderne molekulargenetische und genomische Techniken eingesetzt (Metagenom- und Metatranskriptom-Analyse), um Biopsien aus dem menschlichen Darm und Tiermodelle zu analysieren. In Tiermodellen erfolgen Verlaufsuntersuchungen, für die endoskopische Proben aus dem Maus-Colon entnommen werden.

 

b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben 

 

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