Gesundheit im Alter
I. Schwerpunktförderung
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Öffentliche Bekanntmachung: |
2006 |
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Förderzeitraum: |
2007 - 2010; ggf. 2. Förderphase ab 2011 |
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Gesamtvolumen: |
ca. 16 Mio. Euro für die 1. Förderphase |
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Zahl der Verbünde: |
6 |
Verbundprojekt: Komorbidität und Multimorbidität in der hausärztlichen Versorgung (MultiCare)
Verbundprojekt: Entwicklung eines Modells gesundheitlicher Versorgung älterer Menschen mit mehrfachen Erkrankungen (Priscus)
Verbundprojekt: Multimorbidität und Gebrechlichkeit im hohen Alter (ESTHER-Netzwerk)
Verbundprojekt: "Longitudinale Urbane Cohorten-Alters-Studie (LUCAS)"
Verbundprojekt: Autonomie trotz Multimorbidität im Alter (AMA)
Einzelvorhaben: Langzeitdeterminaten und Konsequenzen der Multimorbidität " KORA-AGE"
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Die Fortschritte der Medizin haben zu einer erheblichen Zunahme der Lebenserwartung beigetragen. Verlängert wurde nicht nur die gesunde Phase des Lebens, sondern auch das Überleben mit einer Erkrankung. Dieser grundsätzlich positive Trend stellt das Gesundheitswesen jedoch vor wachsende Herausforderungen, da die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei vielen Krankheiten in Bereichen wie Herz-Kreislauf, Krebs oder Neurodegeneration mit steigendem Alter kontinuierlich zunimmt.
Eine große Herausforderung sind die mit dem Alter zunehmend auftretenden Mehrfacherkrankungen (Ko- und Multimorbidität), die unter anderem oft mit der Einnahme von vielen unterschiedlichen Medikamenten (Multimedikation) verbunden sind.
Für ältere Menschen ist darüber hinaus die Erhaltung und Stärkung ihrer Autonomie und gesundheitlichen Ressourcen eines der wichtigsten Anliegen. In diesem Zusammenhang müssen effiziente Strategien entwickelt werden, um das Fortschreiten bestehender Erkrankungen zu vermeiden und eine effektive Unterstützung bei der physischen und psychischen Krankheitsbewältigung von älteren Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
Die Grundlage für viele Erkrankungen, die überwiegend im Alter auftreten, wird bereits früh im Lebenslauf gelegt. Daher sind Untersuchungen zur Wechselwirkung von Verhalten und Gesundheit von besonderer Bedeutung. Wissenschaftliche Voraussetzungen für die Verbesserung der medizinischen Versorgung und Pflege älterer Menschen zu schaffen, ist ein Ziel des Förderschwerpunktes "Gesundheit im Alter". Er ergänzt dadurch andere bestehende Förderschwerpunkte des Gesundheitsforschungsprogramms der Bundesregierung, die sich mit den Ursachen oder diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bei einzelnen typischen Erkrankungen des höheren Alters beschäftigen.
2. Stand der Fördermaßnahme
Im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung der Förderrichtlinien vom 19.09.2006 gingen 42 Anträge beim Projektträger Gesundheitsforschung ein. Die Prüfung der Anträge erfolgte unter Einbeziehung eines externen, international sowie interdisziplinär besetzten Fachgutachtergremiums am 26./27.03.2007. Sechs Verbünde wurden zur Förderung empfohlen. Die ersten Vorhaben haben im Oktober 2007 begonnen.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben
(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)
Verbundprojekt: Komorbidität und Multimorbidität in der hausärztlichen Versorgung (MultiCare)
Im Rahmen des Verbundprojekts MultiCare werden Muster und Entwicklungen von Multimorbidität in der Population der älteren Hausarztpatienten untersucht. Zudem wird die Durchführbarkeit von Interventionen in der hausärztlichen Versorgung von multimorbiden Patienten evaluiert.
http://www.uke.uni-hamburg.de/institute/allgemeinmedizin/index_Versorgung.php
Universität Bremen (TP 2)
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Universität Bremen - Zentrum für Sozialpolitik Abt. für Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung Parkallee 39 28209 Bremen |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Gerd Glaeske 0421 218-4401 01ET0733 84.357 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Technische Universität München (TP 1)
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Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Möhlstr. 26 81675 München |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Horst Bickel 089 4140-4262 01ET0731 180.531 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (TP 1)
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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie J 5 68159 Mannheim |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Siegfried Weyerer 0621 1703-6351 01ET0730 192.455 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Universität Frankfurt am Main (TP 1)
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Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Fachbereich 16 Medizin Institut für Allgemeinmedizin Theodor-Stern-Kai 7 60596 Frankfurt am Main |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach 069 6301-5687 01ET0729 189.398 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Universität Leipzig (TP 1 und TP 2)
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Universität Leipzig Medizinische Fakultät Klinik und Poliklinik für Psychiatrie Johannisallee 20 04317 Leipzig |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller 0341 97-24536 01ET0728 228.647 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (TP 1 und 4)
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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Universitätsklinikum Abt. für Allgemeinmedizin Moorenstr. 5 40225 Düsseldorf |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Heinz-Harald Abholz 0211 81-17771 01ET0727 345.495 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Universität Bonn (TP 1)
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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Sigmund-Freud-Str. 25 53127 Bonn |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Wolfgang Maier 0228 287-15723 01ET0726 202.050 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (TP 1-4)
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Institut für Allgemeinmedizin Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hendrik van den Bussche 040 42803-2400 01ET0725 1.825.057 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Teilprojekt 1: Multimorbiditätsmuster in der hausärztlichen Versorgung - eine prospektive Beobachtungsstudie
Das Projekt ist eine längsschnittliche Kohortenstudie von multimorbiden Patienten mit einem Alter von 70 Jahren und höher, die zufällig aus hausärztlichen Patientenkarteien ausgewählt werden. Insgesamt werden 3.000 Patienten, rekrutiert in sieben Studienzentren, eingeschlossen. Die Untersuchung beruht auf umfassenden Interviews bei den Patienten zuhause sowie auf einer umfangreichen Datenerhebung bei den Hausärzten. Das Projekt identifiziert häufige Multimorbiditätsmuster, untersucht den Zusammenhang zwischen geistigen und somatischen Erkrankungen innerhalb dieser Muster und verfolgt den Schweregrad und die Folgen für die Mobilität und Lebensqualität der Patienten. Im Rahmen einer gesundheitsökonomischen Analyse werden Bedarf und Inanspruchnahme ärztlicher und pflegerischer Leistungen und die damit verbundenen Versorgungskosten analysiert.
Teilprojekt 2: Inanspruchnahme und Kosten von ärztlichen und pflegerischen Leistungen für ältere Patienten mit Ko- und Multimorbidität in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung - eine retrospektive und prospektive Beobachtungsstudie
Ziel ist eine Analyse der Muster und der zeitlichen Verläufe der Inanspruchnahme und Kosten von ärztlichen und pflegerischen Leistungen von Patienten mit Multimorbidität (insbes. nach Schlaganfall) in der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung (GKV und GPV). Untersucht wird, inwiefern Geschlecht, Altersklassen, sozialer Status und Region diese Unterschiede bestimmen. Das Projekt besteht aus einer Sekundäranalyse der Prozessdaten der bundesweit tätigen Gmünder ErsatzKasse im Zeitraum 2004 bis 2010.
Teilprojekt 3: Verbesserung der ambulanten Nachsorge von Schlaganfallpatienten - eine Machbarkeitsstudie
Untersucht wird die Machbarkeit mehrerer Interventionen, die die komplexe Versorgungssituation von Patienten nach Schlaganfall in der ambulanten Nachsorge verbessern sollen. Spezifische Unterstützungsmöglichkeiten sind in der ambulanten Nachsorge oft nicht ausreichend vorhanden. Folgende Interventionen sollen getestet werden:
- Schulung von Hausärzten zur Sekundärprävention und ambulanten Nachsorge
- Assessment der Bedürfnisse und Probleme von Schlaganfallpatienten durch einen Case Manager
- Depressions-Screening
- Beratung von Hausärzten durch Neurologen und Psychiater
Wenn die Interventionen in der Machbarkeitsstudie erfolgreich sind, soll eine kontrollierte Studie folgen.
Teilprojekt 4: Verbesserung der medizinischen Versorgung multimorbider Patienten mithilfe des Chronic Care Modells - Pilotierung einer Cluster-randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie
Es handelt sich um ein Pilotprojekt für eine Cluster-randomisierte kontrollierte Studie bei hausärztlichen multimorbiden Patienten. Hausärzte im Interventionsarm
- erhalten eine Fortbildung über die Möglichkeiten, den Grad der Autonomie und Selbstbestimmung von Patienten (Empowerment) zu erhöhen
- und über die Möglichkeiten, den Behandlungsprozess aufbauend auf patientenformulierten Problemlisten, regelmäßigen Vereinbarungen von Behandlungszielen sowie aktiven und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen zu gestalten. Auf dieser Basis soll eine reguläre Multimorbiditäts-Sprechstunde durchgeführt werden.
Verbundprojekt: Entwicklung eines Modells gesundheitlicher Versorgung älterer Menschen mit mehrfachen Erkrankungen (Priscus)
http://www.priscus.net/
Gesundheitsökonomische Evaluation von Lebensqualität (mittels EQ-5D), Lebenserwartung und Kosten/-entwicklungen (TP 7)
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Universität Bielefeld Fakultät für Gesundheitswissenschaften AG5 - Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement Universitätsstr. 25 33615 Bielefeld |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Wolfgang Greiner 0521 106-6989 01ET0724 191.724 EUR 01.03.2008 - 28.02.2011 |
Das Vorhaben untersucht gesundheitsbezogene Lebensqualität (LQ) sowie Lebenserwartung und krankheitsbezogene Kosten von Patienten über 65 Jahren mit multimorbidem Krankheitsschema. Signifikante Einflussfaktoren auf diese beiden Zielgrößen sollen ermittelt werden. Basis ist die getABI-Studie mit ca. 6.800 Teilnehmern über 65 Jahren. Zusätzlich werden Daten anderer Projektpartner über Krankheitsstand, Ressourcenverbrauch, Lebensqualität, sozioökonomischen Status etc. verwendet. Die LQ-Messung erfolgt hauptsächlich mittels des EQ-5D-Fragebogens. Die LQ-Daten werden zudem mit einem zweiten Datensatz (über 8.000 Teilnehmer aus sechs Ländern) abgeglichen. Die Ermittlung eines gesundheitsökonomischen Kosten- und Lebenszeitmodells soll unter Anwendung internationaler Standards stattfinden. Sämtliche Kostenkomponenten sollen hierbei berücksichtigt werden. Ziel sind Erkenntnisse zur Lebensqualität (inkl. Überprüfung geeigneter Messinstrumente), zu krankheitsbezogenen Kosten und zur Lebenserwartung älterer, multimorbider Patienten.
Inzidenz und Folgen von Multimorbidität bei Älteren (TP 6)
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Westfälische Wilhelms-Universität Münster Medizinische Fakultät Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Domagkstr. 3 48149 Münster |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Klaus Berger 0251 83-55650 01ET0723 252.705 EUR 01.03.2008 - 28.02.2011 |
Aufgaben sind die Bestimmung der kumulativen Inzidenz von Multimorbidität und die Analyse des Zusammenhangs zwischen Multimorbidität und funktionellen Einschränkungen Betroffener. Dazu kommt die Bestimmung funktioneller Einschränkungen in einer Kohorte von Schlaganfallpatienten und die Validierung einer Methode, um in Bevölkerungsstudien den Anteil älterer Patienten abzuschätzen, die in Alten- oder Pflegeheimen untergebracht sind. Für die Analyse der Inzidenz und der Folgen von Multimorbidität erfolgt eine enge Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Funktionelle Einschränkungen bei Schlaganfallpatienten werden im Dortmunder Schlaganfallregister durch persönliche Untersuchung und Interviews erhoben. Die Ergebnisse des funktionellen Outcomes der Patienten im Dortmunder Schlaganfallregister werden mittelbar in die Qualitätssicherung der Schlaganfall-Behandlung einfließen. Die Abschätzung des Anteils der älteren Menschen, die in Heimen leben, hat für große Bevölkerungsstudien besondere Bedeutung.
Einsatz des STEP-Assessments zur systematischen Krankheitserfassung und -bewertung älterer Menschen in Hausarztpraxen (TP 5)
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Medizinische Hochschule Hannover Abt. Allgemeinmedizin Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Eva Hummers-Pradier 0511 532-2744 01ET0722 405.925 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Ziel ist es, Multimorbidität versorgungsnah zu beschreiben und Prozessgeschehen sowie Effektivität einer strukturierten, auf chronische Gesundheitsprobleme ausgerichteten, hausärztlichen Erhebung darzustellen. Geplant ist eine Interventionsstudie, in der ältere Hausarztpatienten im Kontroll- und Interventionsarm das STEP-Assessment erhalten. Zusätzlich wird eine Krankheitsbewertung der aufgedeckten Gesundheitsprobleme vorgenommen. Nur im Interventionsarm findet im Anschluss an das Assessment ein hausärztliches Behandlungsplanungsgespräch statt. Nach dreimonatiger Beobachtungszeit werden in der Interventionsgruppe alle veranlassten individuellen Behandlungen dokumentiert und eine erneute Krankheitsbewertung von der Kontroll- und Interventionsgruppe vorgenommen. Die neuen Erkenntnisse zur Multimorbidität älterer Patienten und deren Versorgungsbedarf sollen wichtige Informationen für die Ausarbeitung eines innovativen hausärztlichen Versorgungsmodells liefern.
Multimorbidität und Polypharmakotherapie: Analyse von Interaktionen, inadäquater Medikation und Nebenwirkungen (TP 3)
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Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige GmbH Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal Heusnerstr. 40 42283 Wuppertal |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Petra A. Thürmann 0202 896-1851 01ET0721 179.073 EUR 01.11.2007 - 31.10.2010 |
Ziele sind die Analyse von Arzneimittelinteraktionen, der Häufigkeit von inadäquater Medikation sowie des Auftretens von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) in den verschiedenen Kohorten des Konsortiums. Analog zur "Beer's Liste" als Standardliste für "Inadäquate Medikation bei alten Menschen" wird durch Literaturanalyse und Expertenbefragung eine deutsche Version erarbeitet. Die Medikation der verschiedenen Patientenkohorten des Konsortiums wird im Querschnitt auf Interaktionen und inadäquate Medikation analysiert. Zusammenhänge zwischen Multimedikation und UAW (z. B. stationäre Einweisung) werden aus den Longitudinalbeobachtungen ermittelt. Die Liste inadäquater Medikation ist für wissenschaftliche Projekte und Arzneitherapie in der Praxis anwendbar. Die Ergebnisse können Grundlage sein für Entscheidungsträger, z. B. für Präventionsstrategien und die Adaptation von Leitlinien für Multimorbidität.
Verbund-Zentrale, TP 1, TP 2 und TP 4 der Universität Bochum
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Ruhr-Universität Bochum Medizinische Fakultät Zentrum für biomedizinische Methoden Abt. für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie Overbergstr. 17 44801 Bochum |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch 0234 32-27790 01ET0720 2.129.144 EUR 01.11.2007 - 31.10.2010 |
TP1 umfasst die Auswertung der 5-Jahres Daten sowie Planung und Durchführung des 7-Jahres Follow Up der get ABI Kohorte (7.000 Patienten aus einer bundesweiten Erhebung zur arteriellen Verschlusskrankheit). TP2 leistet die Literaturrecherche und erstellt eine evidenzbasierte Behandlungsstrategie für ältere multimorbide Patienten. TP4 gilt der körperlichen Aktivität bei multimorbiden Patienten. Ausgehend von der Baseline-Messung sollen beim 7-Jahres Follow Up zusätzlich neben den Routinedaten (z. B. Komorbiditäten) auch funktionelle Daten zur Aktivität im Alltag und Daten zu Depressivität erhoben werden. Es werden evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung älterer multimorbider Patienten erarbeitet und eine Funktionsmessung am älteren multimorbiden Patienten durchgeführt. Die Ergebnisse der Literaturrecherche werden kondensiert und zu einem Behandlungsmuster zusammengeführt. Die Auswirkung von körperlicher Aktivität und Gesundheit bei älteren multimorbiden Patienten wird beschrieben.
Verbundprojekt: Multimorbidität und Gebrechlichkeit im hohen Alter (ESTHER-Netzwerk)
Im Kontext einer großen, bevölkerungsbezogenen Kohortenstudie (ESTHER-Studie) werden zentrale Aspekte der Epidemiologie, der psychischen Komorbidität, der medizinischen Versorgung und der Kosten von Multimorbidität und Gebrechlichkeit in der älteren Bevölkerung in Abhängigkeit von z. B. Alter, Geschlecht sowie weiteren soziodemografischen Faktoren untersucht. Dabei basiert die vorliegende Studie auf einer Basisuntersuchung an der ESTHER-Studienpopulation, die von 2000 bis 2002 nahezu 10.000 Probanden im Alter von 50-74 Jahren untersuchte.
Die Rolle von Risiko- und präventiven Faktoren der Multimorbidität und Gebrechlichkeit soll anhand biologischer Marker und Korrelate bestimmt werden. Dabei spielen die Evaluation des Versorgungsbedarfs sowie die Qualität der derzeitigen medizinischen Versorgung multimorbider, gebrechlicher älterer Patienten eine wichtige Rolle, indem ein Fokus auf die hausärztliche und pharmakotherapeutische Versorgung gelegt wird. So soll das Verbesserungspotenzial von Prävention, Früherkennung und medizinischer Versorgung eruiert und dessen Einfluss auf die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Behandlungskosten und die Zahlungsbereitschaft ermittelt werden.
http://esther.dkfz.org/esther/esther-net.html
Ökonomie von Multimorbidität und Gebrechlichkeit im Alter (TP 2f)
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Universität Leipzig Medizinische Fakultät Klinik und Poliklinik für Psychiatrie Johannisallee 20 04317 Leipzig |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hans-Helmut König 0341 97-24560 01ET0719 212.986 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Eine Substichprobe (n=3.500) der ältesten Teilnehmer sowie einer Zufallsstichprobe (n=1.000) der übrigen Teilnehmer der zentralen Kohortenstudie werden persönlich zuhause über die Inanspruchnahme formeller und informeller Gesundheitsleistungen, deren Kosten, private Zuzahlungen und die Zahlungsbereitschaft für eine Krankenversicherung befragt. Die übrigen Teilnehmer (n=5.000) erhalten eine gekürzte Version des Fragebogens per Post. Die Datenanalyse nutzt sowohl statistische Verfahren für Querschnittanalysen als auch Längsschnittanalysen, um Prädiktoren für die ökonomischen Zielgrößen zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen Entscheidungsträgern in Ministerien, Krankenversicherungen und anderen Körperschaften der Selbstverwaltung zugänglich gemacht werden.
Psychische Komorbidität, Behandlungswünsche und Versorgungsbedarf (TP 2c), Organisation der Versorgung in der Hausarztpraxis (TP 2d), Arzneimittelexposition (TP 2e)
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Klinikum Heidelberg - Medizinische Klinik Abt. Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie Im Neuenheimer Feld 410 69115 Heidelberg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Walter E. Haefeli 06221 56-8740 01ET0718 792.090 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Ziel der TP 2c-2e ist die Analyse der Zusammenhänge zwischen Multimorbidität, Gebrechlichkeit und psychosozialen Faktoren, hausärztlicher Versorgung und der Arzneimittelexposition bei Betagten, um Risikokonstellationen in der Patientenversorgung festzustellen. Erhebungselemente sind der "Patient Assessment of Chronic Illness Care" (PACIC)- und der "Assessment of Chronic Illness Care" (ACIC)-Fragebogen (TP 2d). Zudem wird die psychische Komorbidität über den Gesundheitsfragebogen für Patienten (PHQ) erhoben. Bei einer Teilstichprobe werden das adaptierte INTERMED Interview und das SKID Interview durchgeführt sowie Behandlungspräferenzen abgefragt (TP 2c). Die Arzneimittelexposition wird anamnestisch, analytisch-chemisch und elektronisch-wissensbasiert an Daten von Hausarzt und Hausbesuchen genau quantifiziert und analysiert (TP 2e). Die Strukturierung der wichtigsten Einflussgrößen in der Behandlung Betagter und die Quantifizierung ihrer Wechselwirkung dient der Früherkennung und Prävention von Behandlungsrisiken und soll eine patientengerechte, sicherere Gesundheitsversorgung älterer Menschen ermöglichen.
Zentrale Kohortenstudie (TP 1), Epidemiologie von Multimorbidität und Gebrechlichkeit im Alter (TP 2a)
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Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Abt. Klinische Epidemiologie und Alternsforschung (C070) Bergheimer Str. 20 69115 Heidelberg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hermann Brenner 06221 54-8140 01ET0717 2.059.085 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
TP 1 umfasst die Schaffung und Bereitstellung der Daten und Materialien sowie die multidisziplinäre Untersuchung von Multimorbidität (MM) und Gebrechlichkeit (GE). TP 2a schätzt die Prävalenz von MM und GE ab; evaluiert Risiken und protektive Faktoren und untersucht den Einfluss auf versorgungsrelevante Endpunkte. Zu TP 1 gehören die Durchführung eines zweijährigen Follow-ups der ESTHER-Studie mit den Schwerpunkten Epidemiologie, medizinische Versorgung und Kosten, durch standardisierte Befragung, geriatrisches Assessment einer Teilpopulation zu Hause, Beurteilung von MM und GE durch Hausärzte, Erfassung deren Qualifikation zur Versorgung der Patienten sowie die Gewinnung von Blutproben. TP 2a analysiert den vorhandenen Datenpool und erweitert ihn um neue Follow-ups.
Verbundprojekt "Longitudinale Urbane Cohorten-Alters-Studie (LUCAS)"
Der interdisziplinär angelegte LUCAS-Verbund besteht aus universitären sowie außeruniversitären Wissenschaftlern und Experten aus der Geriatrie, Gerontologie, den Pflegewissenschaften, der Medizinischen Geographie, Statistik und Öffentlicher Gesundheit. Der Verbund hat zum Ziel, das normale Altern unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen von Verhalten und Gesundheit zu untersuchen. In diesem Rahmen werden multidimensionale Determinanten des natürlichen und des krankhaft veränderten Alterungsprozesses wie psychosoziale Einflüsse, Ernährung, körperliche Funktionen und Lebensbedingungen älterer Menschen erforscht.
http://www.geriatrie-forschung.de/
Pflegesprechstunden zur Mobilitätsförderung bei multimorbiden älteren Menschen (FALLEN TP 7)
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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Fakultät Wirtschaft & Soziales Saarlandstr. 30 22303 Hamburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Christiane Deneke 040 42875-6222 01ET0712 303.491 EUR 01.10.2007 - 31.12.2010 |
Für die Zielgruppe "ältere und hochaltrige multimorbide Menschen im geriatrisch-klinischen Setting" wird ein Konzept für eine Pflegesprechstunde entwickelt und umgesetzt. Es unterstützt sie darin, nach Klinikentlassung nachhaltig und umfassend mobil zu bleiben oder wieder mobil zu werden. Die Wirkungen des Konzepts werden wissenschaftlich über drei Jahre (Längsschnittstudie) im Hinblick auf relevante Endpunkte (Fähigkeiten zur Selbstpflege, kognitiver und psychischer Status, Lebensqualität, Entlassung ins häusliche Setting, Wiedereinweisungsrate, Hilfsmittelgebrauch, Übergang in die stationäre Langzeitpflege) an vier Messzeitpunkten untersucht. Angestrebt werden die Integration in vorhandene präventive Maßnahmen des Verbundpartners Albertinen-Haus Hamburg, die Integration in passende Module pflegebezogener Studiengänge und die Weiterentwicklung des Konzeptes für spezifische Zielgruppen.
Präventive Haus- und Heimbesuche für alte Menschen mit funktionellem Abbau (TP 5)
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Hamburgische Pflegegesellschaft e.V. (HPG) Wendenstr. 309 20537 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Franz Pröfener 040 232372 01ET0711 238.556 EUR 01.10.2007 - 31.12.2010 |
Mit einem geriatrischen Assessment werden Zusammenhänge des Ernährungszustandes und des Ernährungsverhaltens von Seniorinnen im Prozess des Alterns in verschiedenen Lebens- bzw. Versorgungssituationen untersucht. Geprüft werden Nutzen, Praktikabilität sowie bildungspraktische und vergütungsrechtliche Relevanz von Risiken erkennenden und Ressourcen fördernden Assessment- und Beratungsinstrumenten. Eingeschätzt und beraten werden in 2008 ca. 80 in der Häuslichkeit lebende Seniorinnen mit (Anzeichen von) funktionellem Abbau und - in 2009/2010 - ca. 40 in Heimen lebende Seniorinnen mit Pflegebedarf. Die geriatrische Einschätzung, insbesondere die Erfassung ernährungsbezogener Probleme, Zusammenhänge und Reserven, geschieht mit einer für Heimbewohnerinnen angepassten Fassung des "Albertinen Haus-Besuch-Assessments". Kommuniziert wird Wissen über die Rolle der Ernährung im Prozess des Alterns. Schulung und Einsatz zielgruppenspezifischer Assessment- und Senioren-Beratungsinstrumente für Pflegende und an der Versorgung Beteiligte werden entwickelt sowie vergütungsrechtliche und bildungspraktische Aspekte thematisiert.
Determinanten psychischer Gesundheit Vertriebener im Alter (FORCED TP 4)
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Universität Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Monika Bullinger 040 7410-52977 01ET0710 222.296 EUR 01.10.2007 - 31.12.2010 |
Analysiert werden die Determinanten der psychischen Gesundheit von alten Menschen, die nach dem zweiten Weltkrieg vertrieben wurden, im Rahmen einer vergleichenden Kohortenstudie. Ein weiteres Ziel ist die verbundübergreifende Analyse der Bedeutung psychischer Determinanten im Alter. Es wird eine biographische und eine prospektive Untersuchung durchgeführt. Im Rahmen der Längsschnittuntersuchung wird ein Subsample aus der Kohorte "Grün" (n=400) mit einer Kontrollgruppe von alten Menschen ohne Vertreibungserfahrung verglichen. Es werden biographische Interviews mit 100 Patienten sowie quantitative Erhebungen an der Gesamtstichprobe durchgeführt. Die Studie liefert eine einzigartige längsschnittliche Analyse von Determinanten der psychischen Gesundheit alter Menschen sowie umfassendes biographisches Material für wissenschaftliche Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit. Das Vorhaben soll diagnostische Verfahren für die psychische Gesundheit und Interventionsansätze entwickeln.
Repräsentative Befragung zur Gesundheit älterer Menschen in Hamburg (TP 2)
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Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburger Str. 47 22083 Hamburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Regina Fertmann 040 428 37 2639 01ET0709 79.153 EUR 01.10.2007 - 30.09.2010 |
Ziel ist die Erhebung, Beschreibung und Bewertung von Informationen zur Gesundheit in der älteren Bevölkerung Hamburgs. Eine repräsentative Stichprobe von Menschen über 60 Jahren wird befragt zum Gesundheitszustand, zur Lebensqualität, zu Ressourcen und Kompetenzen sowie zur Nutzung präventiver Angebote. Zufallsstichproben aus dem Einwohnermeldeamt werden befragt, wobei nach erster schriftlicher Rekrutierung voraussichtlich wahlweise schriftliche oder mündliche Befragung angeboten werden. Die migrationssensible Erhebung wird fremdsprachliche Angebote einschließen. Befragungselemente der Kohortenbefragung (s. Teilprojekte des Gesamtverbundes) werden integriert. Die Querschnittserhebung wird als wesentliche Grundlage in die Gesundheitsberichterstattung der Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz einfließen. Zugleich steht damit ein Datenbestand für die einzelnen Kohorten zur Verfügung, so dass durch Gewichtung eine Prävalenzschätzung von Risiken und präventiven Faktoren möglich wird.
Altern der Langzeitkohorte Hamburg (TP 1), Mobile Senioren in der Metropolregion (FIT TP 3), Stürze und Medikamente im Krankenhaus (FALLEN TP 6)
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Albertinen Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Sellhopsweg 18-22 22459 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Wolfgang von Renteln-Kruse 040 5581-1351 01ET0708 1.130.518 EUR 01.10.2007 - 30.09.2010 |
Das Vorhaben erforscht das Altern (Gesundheit, Verhalten, Selbsthilfe, Lebensqualität) in Hamburg. Untersucht werden Aspekte des normalen Alterns über einen mehrjährigen Zeitraum durch Langzeitevaluation einer Datenquelle, die 2001 für ein europäisches Forschungsprojekt rekrutiert wurde und nun re-rekrutiert werden soll (TP 1), der Mobilität selbstständig lebender älterer Menschen (TP 3: "Mobilität") und multimorbide Patienten (TP 6: "Stürze und Medikamente"). Geplant sind einander ergänzende Auswertungen im Langzeitvergleich sowie Querschnittsvergleiche und Follow-up-Untersuchungen. Erwartet wird ein Beitrag zur interdisziplinären Erforschung natürlicher versus krankhafter Alterung z. B. zu den Frühzeichen von Gebrechlichkeit. Abgeleitet werden Erkenntnisse und Hilfen für die Praxis.
Verbundprojekt: Autonomie trotz Multimorbidität im Alter (AMA)
Der interdisziplinäre, praxisorientierte Forschungsverbund AMA hat zum Ziel, Ressourcen zu identifizieren, die die Autonomie im Alter angesichts von Multimorbidität stärken. Als bedeutend für die Aufrechterhaltung von Autonomie werden sowohl medizinische, pharmakologische, pflegerische, institutionelle als auch soziale, räumliche, technische, personale und sozioökonomische Ressourcen angenommen. Darüber hinaus sollen als weitere Zielsetzung die methodischen Voraussetzungen für eine standardisierte Erfassung von Multimorbidität und Autonomie im Alter geschaffen werden. Hierzu werden sowohl bestehende Erhebungsinstrumente angepasst als auch neue Zugangswege zu schwer erreichbaren Teilgruppen der Alterspopulation erprobt. In struktureller Hinsicht zielt der Verbund auf einen Aufbau eines nachhaltigen Netzwerkes zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit der beteiligten Verbundpartner in Form institutionsübergreifender Querschnittsaufgaben.
http://www.ama-consortium.de/
Schlafstörungen und Multimorbidität in der stationären Langzeitpflege von alten Menschen (INSOMNIA TP 7)
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Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin Alice-Salomon-Platz 5 12627 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Vjenka Garms-Homolová 030 99245-413 01ET0707 354.756 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Untersucht werden Schlafstörungen multimorbider Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen. Analysiert werden die Verbreitung (Prävalenz) und Häufigkeit des Auftretens (Inzidenz), der Zusammenhang zwischen der Pflegequalität und der Inzidenz sowie die reziproke Beziehung zwischen Schlafstörungen und ausgewählten Komorbiditäten. Ein Teil der Studie basiert auf umfassenden Assessmentdaten (MDS von RAI 2.0), die in 45 Pflegeheimen routinemäßig erfasst werden (n=3.500). Sie werden in zwei Wellen sekundäranalytisch ausgewertet. Der zweite Studienteil arbeitet mit Primärdaten: qualitativen Interviews mit Pflegekräften, Ärzten und Angehörigen. Sie dienen der Analyse des Problembewusstseins und der Bewältigungsstrategien im Heim. Zugleich wird nach Diagnoseinstrumenten gesucht, die im Pflegeheimkontext einfach und schnell eingesetzt werden können. Die Ergebnisse münden in Trainingsprogramme für Pflegepersonal und Ärzte.
NEIGHBOURHOOD: Autonomieerhalt angesichts von Sturzfolgen in sozial benachteiligten Quartieren und Nachbarschaften (TP 6)
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Institut für Gerontologische Forschung e.V. Torstr. 178 10115 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Marianne Heinemann-Knoch 030 859 49 08 01ET0706 129.540 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
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Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH Forschungsgruppe Public Health Reichpietschufer 50 10785 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Susanne Kümpers 030 25491-567 (577) 01ET0705 128.846 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Das Vorhaben wird gemeinsam vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH und dem Institut für Gerontologische Forschung e.V., IGF durchgeführt. Ziel ist die Untersuchung von sozialräumlichen Faktoren im Stadtteil, die die Chancen des Autonomieerhalts sozial benachteiligter, mehrfach erkrankter älterer Frauen und Männer nach Stürzen beeinflussen. Der Arbeitsplan umfasst die Aktualisierung des Forschungsstandes, die Quartiersauswahl, die Entwicklung der Leitfäden, die Feststellung des Feldzugangs, das Anlegen einer Dokumentensammlung sowie die Durchführung von Interviews, die Bildung von Fokusgruppen, die (fallübergreifende) Auswertung und die Interpretation der Ergebnisse. Die Ergebnisverwertung umfasst die Durchführung eines Workshops mit Experten und Vertretern aus den Quartieren (zugleich Planungshilfe für Quartiersinterventionen).
Operationalisierung von Multimorbidität und Autonomie für die Versorgungsforschung in alternden Populationen (TP 2)
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Robert Koch-Institut (RKI) Abt. Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung Seestr. 10 13353 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Christa Scheidt-Nave 030 18754-3168 01ET0703 276.182 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Das Vorhaben soll die methodischen Grundlagen für ein Monitoring von Multimorbidität und damit einhergehender Krankheitslast auf Bevölkerungsebene schaffen. Es wird zusammen mit dem Verbundpartner Charité durchgeführt. Folgende Meilensteine sind vorgesehen: 1. Operationalisierung von Multimorbidität und Entwicklung eines multidimensionalen Multimorbiditäts-Index (MMI). 2. Rekrutierung einer Kohorte ab 65-jähriger Personen (geplant n=1.422) unter Teilnehmern früherer bundesweiter telefonischer Gesundheitssurveys; Basiserhebung zum MMI durch Telefonkontakt und postalischen Fragebogen; Validierung des objektiven Gesundheitsstatus in einer Teilstichprobe (n=300). 3. Halbjährliche telefonische Kohortenkontakte im Hinblick auf Mortalität, Veränderungen von Gesundheits-/Funktionsstatus, Lebenssituation; Ein-Jahres-Follow-up-Untersuchung der Teilstichprobe. 4. Datenanalyse, Ergebnissynthese. Die Ergebnisse sollen zum Aufbau einer umfassenden Surveillance der gesundheitlichen Lage älterer Menschen in Deutschland verwendet werden.
Personale Ressourcen von älteren Menschen mit Mehrfacherkrankungen: Stärkung effektiven Gesundheitsverhaltens (PREFER TP 4)
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Deutsches Zentrum für Altersfragen e.V. (DZA) Manfred-von-Richthofenstr. 2 12101 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Susanne Wurm 030 260740-78 01ET0702 387.194 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Untersucht wird, wie personale Ressourcen, die angemessenes Gesundheitsverhalten beeinflussen können, zur Aufrechterhaltung von Autonomie und Lebensqualität angesichts von multiplen Erkrankungen im Alter beitragen. Es wird unterschiedliches Gesundheitsverhalten berücksichtigt (sportliche Aktivität, Ernährung, Medikation), um die Wirkung personaler Ressourcen auf die Gesundheit im Alter zu erfassen. Basierend auf den Daten der dritten Welle des Alterssurveys wird eine Stichprobe von 350 Personen gezogen, die mindestens 65 Jahre alt sind und an multiplen Erkrankungen leiden. Die ausgewählten Personen werden an drei Befragungen teilnehmen. Der Schwerpunkt liegt in der gesundheits- und seniorenpolitischen Verwertung der Forschungsergebnisse.
AMA-INTEGRATION (TP 1), OMAHA (TP 2 ), MIGRANT-DEM (TP 3 ), PAIN (TP 8)
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Charité - Universitätsmedizin Berlin Institut für Medizinische Soziologie Thielallee 47 14195 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey 030 8445 1391 01ET0701 1.433.118 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Teilprojekt (TP) 1 ist die zentrale Koordination des Verbundes. TP 2 dient der Methodenentwicklung und -validierung für die populationsbasierte Beobachtung des Versorgungsbedarfs multimorbider älterer Menschen. TP 3 charakterisiert Barrieren medizinisch-sozialer Versorgung sowie die Entwicklung diagnostischer Verfahren bei Demenzerkrankungen und Multimorbidität bei Migranten. TP 8 dient der Generierung epidemiologischer Daten zu Schmerz und Medikation in Pflegeheimen sowie der Ermittlung autonomieerhaltender Einflussfaktoren. Geeignete Messinstrumente sollen identifiziert und operationalisiert werden. Zur Anwendung kommen Befragungen, neuropsychologische Testverfahren, die Auswertung von Krankenkassendaten sowie eine Analyse elektronischer Dokumentationen und Befragung in Pflegeheimen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen auch als methodische Grundlage für die Gesundheitsberichterstattung sowie als Datenbasis für Versorgungsplanung und -gestaltung genutzt werden.
Einzelvorhaben: Langzeitdeterminaten und Konsequenzen der Multimorbidität " KORA-AGE"
www.helmholtz-muenchen.de/kora
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Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) Institut für Epidemiologie (EPI) Ingolstädter Landstr. 1 85764 Oberschleißheim |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Dr. H. - E. Wichmann 089 3187-4066 01ET0713 2.605.247 EUR 01.03.2008 - 28.02.2011 |
Das Vorhaben hat zum Ziel, Prävalenz und Determinanten von Multimorbidität, Funktionsfähigkeit sowie erfolgreichem Altern zu bestimmen. Es basiert auf einer Kohortenstudie der KORA-Forschungsplattform mit gegenwärtig 8.800 Teilnehmern im Alter von 65 bis 94 Jahren. Drei Studiendesigns wurden ausgewählt: 1. Ein Mortalitäts-Follow-up der 65 bis 94-jährigen Probanden der KORA-Kohorte und ein Morbiditäts-Follow-up durch Telefonbefragung aller lebenden Probanden - geschätzt circa 5.000 Personen der KORA-Kohorte im Jahr 2008. 2. Eingehende Untersuchungen bei einer Teilstichprobe von 500 Männern und 500 Frauen zur Bestimmung intermediärer Phänotypen zu Krankheiten und Altern, Funktionsfähigkeit und Behinderung, mentaler Gesundheit und Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten und sozialem Rückhalt. 3. Eine Interventionsstudie bei Myokardinfarkt-Überlebenden im Alter von 75 Jahren und älter, um ein Disease Management-Programm zu evaluieren. Basierend auf den Forschungsergebnissen sollen Strategien entworfen werden, die helfen, älteren Menschen so lange wie möglich ihre Unabhängigkeit zu bewahren.
II. Ergänzende Fördermaßnahme "Nachwuchswissenschaftler für die gesundheitsbezogene Altersforschung - Future Leaders of Ageing Research in Europe (FLARE)"
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Öffentliche Bekanntmachung: |
2007 |
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Förderzeitraum: |
2008 - 2010 |
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Gesamtvolumen: |
1 Mio. EUR |
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Zahl der Vorhaben: |
4 |
Die sozialen und gerechtigkeitsrelevanten Implikationen von alternsbezogenen biomedizinischen Innovationen und "Anti-Ageing"-Medizin
Rolle der mitochondrialen Fehlfunktion in den Astrozyten bei der Alterung des Gehirns
Der Urokinase Rezeptor im Gefäßaltern: molekulare Mechanismen und klinische Perspektiven
Förderung lebenslanger Autonomie und Ressourcen in Europa: Gesundheitsverhalten und erfolgreiches Altern. Fostering Lifelong Autonomy and Ressources in Europe: Behaviour and successful Ageing (FLARE-BSA)
1. Ziele des Förderschwerpunktes
In der Bekanntmachung der Fördermaßnahme "Gesundheit im Alter" wurde eine ergänzende Förderung zur Unterstützung des wissenschaftlichen Austausches auf europäischer Ebene in Aussicht gestellt, durch die z. B. Auslandsaufenthalte und Austausch mit Instituten und Kliniken von internationalen Partnern ermöglicht werden. Hierfür ist das BMBF dem gemeinsamen Förderprogramm "Future Leaders of Ageing Research in Europe (FLARE)" beigetreten, das vom europäischen Konsortium "ERA-AGE" (European Research Area in Ageing) initiiert wurde. Dieses Programm wird gemeinsam von Partnern aus neun Staaten (England, Finnland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Österreich, Rumänien, Schweden sowie Deutschland) mit jeweils eigenen nationalen Bekanntmachungen durchgeführt. Die Fördermaßnahme bietet wissenschaftlich exzellenten NachwuchswissenschaftlerInnen aus allen Bereichen der Altersforschung die Möglichkeit, sich für zukünftige führende Positionen zu qualifizieren. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung soll ein europäisches Netzwerk mit den herausragenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Arbeitsgruppen der Altersforschung in Europa und Israel entstehen. Es soll zu einer Verbesserung der Kommunikation und Kooperation in der europäischen Altersforschung führen. Im Rahmen der Fördermaßnahme ist ein mindestens sechs- bis zwölfmonatiger Forschungsaufenthalt in einer Einrichtung der Altersforschung in einem EU-Mitgliedsland, einem EU-assoziierten Staat oder Israel verpflichtend vorgesehen. Ausgehend von der Förderung der Nachwuchswissenschaftler soll das entstandene Netzwerk die Grundlage für weiterführende nationale und internationale Forschungsinitiativen in der Altersforschung bilden.
2. Stand der Fördermaßnahme
Im Rahmen der Bekanntmachung der Fördermaßnahme gingen insgesamt 42 Anträge ein, 20 davon aus Deutschland. Die Prüfung der Anträge innerhalb eines externen, internationalen Gutachtergremiums erfolgte am 10./11.09.2007. Es wurden vier Anträge aus Deutschland zur Förderung empfohlen. Die ersten Vorhaben haben im März 2008 begonnen.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben
Die sozialen und gerechtigkeitsrelevanten Implikationen von alternsbezogenen biomedizinischen Innovationen und "Anti-Ageing"-Medizin
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Institut für Ethik und Geschichte der Medizin Schleichstr. 8 72076 Tübingen |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Hans-Jörg Ehni 07071 2978033 01ET0804 242.707 EUR 01.02.2008 - 31.01.2011 |
Innovationen im Bereich der Alternsmedizin und von Entwicklungen im Bereich der sogenannten Anti-Ageing-Medizin werden normativ bewertet. Dieses Ziel soll über zwei Teilziele erreicht werden: 1. Die ethische Bewertung des grundlegenden Strebens nach einer Verlängerung der menschlichen Lebensspanne. 2. Die ethische Bewertung der Verteilung und des Zugangs zu Ressourcen und Interventionen, die in diesem Zusammenhang entwickelt und prognostiziert werden. Zunächst wird eine Übersicht über den gegenwärtigen Stand der biomedizinischen alternsbezogenen Innovationen und Prognosen erstellt. Sodann erfolgt die ethische Bewertung der Verlängerung der menschlichen Lebensspanne aus individueller und gesellschaftlicher Sicht (telelogische Argumentationen). Die distributive Gerechtigkeit und gerechte Allokation der einschlägigen Innovationen (deontologische Argumentationen) werden untersucht. Auf Basis der Ergebnisse werden Empfehlungen für die Allokation von Interventionen im Gesundheitswesen erarbeitet, die Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern vorgestellt werden.
Rolle der mitochondrialen Fehlfunktion in den Astrozyten bei der Alterung des Gehirns
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Helmholtz Zentrum München Institut für Entwicklungsgenetik (IDG) Nachwuchsgruppe Adulte Neurogenese Ingolstädter Landstr. 1 85764 Neuherberg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Sarah Ehses 089 3187 3845 01ET0803 258.770 EUR 01.05.2008 - 30.09.2012 |
Geprüft wird die Hypothese, ob die Fehlfunktion der Mitochondrien in Astrozyten zur Verschlechterung der Gehirnfunktionen im Alter beiträgt. Es werden die Auswirkungen der mitochondrialen Dysfunktion auf die Synapsenbildung, das Überleben von Nervenzellen und die adulte Neurogenese in vitro und in vivo untersucht. Zur Klärung der Fragestellung werden Astrozyten in hippocampalem Gehirngewebe von alten Menschen auf veränderte mitochondriale Morphologie, Fehlfunktion der Atmungskette und gehäufte Mutationen der mitochondrialen DNA untersucht. Die Auswirkungen werden anhand folgender Parameter untersucht: Zelltod, Dendriten Komplexität, hippocampale Neurogenese, Verhalten/Lernen im Test. Die Ergebnisse können ein neues zelluläres Target für die Behandlung von altersbedingten Störungen der Gehirnfunktionen liefern.
Der Urokinase Rezeptor im Gefäßaltern: molekulare Mechanismen und klinische Perspektiven
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Medizinische Hochschule Hannover Abt. für Nephrologie Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Yulia Kiyan 0511 532-2715 01ET0802 225.428 EUR 01.03.2008 - 28.02.2011 |
Um neue therapeutische Strategien der Behandlung der altersbedingten Krankheiten zu entwickeln ist es wichtig, zugrundeliegende molekulare Mechanismen zu verstehen. Die phänotypische Modulation glatter Gefäßmuskelzellen ist für die altersbedingt erhöhte Prädisposition für Arteriosklerose verantwortlich. Der Urokinasetyp Plasminogenaktivator-Rezeptor (uPAR) könnte ein kritischer Regulator des Phänotyps glatter Gefäßmuskelzellen sein. Die molekularen Kontrollmechanismen der altersabhängigen Modulation glatter Gefäßmuskelzellen sollen aufgedeckt, und die Rolle der uPAR dabei untersucht werden. uPAR-gesteuerte Signalwege, Genexpression und funktionelle Antworten der Zellen werden untersucht. Um ein in vitro-Modell phänotypischer Zellregulation durch die Substrat-Topographie zu entwickeln, werden neue physikalische Methoden, wie die materielle Laserverarbeitung, integriert. Die Entwicklung dieses Modells stellt einen ersten Schritt für die in vivo Anwendung von Bioimplantaten mit nano-mikro-strukturierten Oberflächen dar.
Förderung lebenslanger Autonomie und Ressourcen in Europa: Gesundheitsverhalten und erfolgreiches Altern. Fostering Lifelong Autonomy and Ressources in Europe: Behaviour and successful Ageing (FLARE-BSA)
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Freie Universität Berlin Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie Allgemeine Psychologie Habelschwerdter Allee 45 14195 Berlin |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Jochen Philipp Ziegelmann 030 838-51325 01ET0801 262.066 EUR 01.04.2008 - 31.03.2011 |
Ziel des Vorhabens ist, Probleme der älter werdenden Gesellschaft zu untersuchen, indem sowohl Selbstregulationstheorien als auch Interventionen alterssensitiv ausdifferenziert werden. Die Theorie der Selektion, Optimierung und Kompensation sowie die Sozioemotionale Selektivitätstheorie dienen als Grundlage für Interventionsentwicklung und -Evaluation. Zusätzlich wird das Zusammenspiel von Gesundheitsverhalten und objektiven sowie subjektiven Indikatoren erfolgreichen Alterns genauer untersucht. Wichtige Themen sind (1) motivationale und volitionale Ressourcen, (2) Gesundheitsverhalten, (3) objektive und subjektive Gesundheit, (4) Entwicklung alterssensitiver Interventionen. Basierend auf neuen Interventionsstudien und der Analyse bestehender Datensätze werden ein innovativer Ansatz der alterssensitiven Gesundheitsverhaltensförderung sowie ein Modell des Zusammenspiels zwischen Gesundheitsverhalten und erfolgreichem Altern entwickelt.