Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Degenerative Demenzen

1. Förderphase

Vorhaben: 01GI0703 - 01GI0724
Laufzeit: 01.10.2007 - 30.09.2010
Fördersumme: 8,9 Mio. EUR

2. Förderphase

Vorhaben: 01GI0710-716, 01GI1004-1011
Laufzeit: 01.01.2011 - 30.06.2017
Fördersumme: 19,6 Mio. EUR


Netzwerksprecher: Prof. Dr. Wolfgang Maier
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Sigmund-Freud-Str. 25
53105 Bonn
Tel.: 0228 287-15723


Aufbauend auf der Erfahrung der „Kompetenznetze für die Medizin“ soll durch die Förderung von national angelegten „Krankheitsbezogenen Kompetenznetzen“ die Vernetzung herausragender Akteure in Forschung und Versorgung zu gesundheitspolitisch wichtigen Krankheitsbildern weiterentwickelt werden. Das „Krankheitsbezogene Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD)“ ist das erste medizinische Kompetenznetz, das innerhalb dieses Förderschwerpunktes gefördert wurde. Es ist an die Stelle des ausgelaufenen Kompetenznetzes Demenzen (KND) getreten, das seit 2002 eine erhebliche Stärkung der klinischen Demenzforschung verfolgt hat.

Die „Krankheitsbezogenen Kompetenznetze“ stellen wichtige Eckpfeiler medizinischer und biomedizinischer Forschung dar. Erforscht werden die wichtigsten Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes, Adipositas oder Demenzen. Durch die effektive Vernetzung der besten Forscherinnen und Forscher auf dem jeweiligen Gebiet, sollen neue Erkenntnisse zu Grundlagen und Verlauf der Erkrankungen gewonnen werden. Gleichermaßen soll die Translation dieser Forschungsergebnisse in den klinischen Alltag beschleunigt werden.

Das „Kompetenznetz Degenerative Demenzen“ dient als Metastruktur für acht Forschungsverbünde. Es befasst sich mit präklinischer, anwendungsorientierter Forschung auf dem Gebiet der Demenzerkrankungen. Das „Kompetenznetz Degenerative Demenzen“ hat in den Jahren 2007 bis 2010 eine sehr erfolgreiche erste Förderphase absolviert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in der zweiten Förderphase vertieft und in Richtung einer klinischen Anwendung weiter entwickelt werden. Für die zweite Förderphase wurden acht Forschungsverbünde mit insgesamt 63 Teilprojekten ausgewählt. Der Fokus dieser Verbünde richtet sich neben der klassischen Alzheimer-Demenz auch auf andere Demenzformen, wie z. B. die Frontotemporal-Demenz, die Parkinson-Demenz, die Funktion myeloider Zellen sowie den Demenz-Subtyp „rapid-AD“. Neben der Erforschung der Grundlagen der Erkrankung werden unterschiedliche Substanzen auf ihre Wirksamkeit zur Bekämpfung spezifischer Demenzfaktoren in Zellkultursystemen und Tiermodellen getestet. Weiterhin werden unter anderem Kohortenstudien durchgeführt sowie Biobanken aufgebaut. Die Verbünde des Kompetenznetzes werden dabei eng vernetzt arbeiten, so dass ein breiter Transfer der Ergebnisse innerhalb und außerhalb der Forschergemeinde ermöglicht wird.

Das KNDD hat eine zentrale Geschäftsstelle, verfügt über ein koordiniertes Konzept für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit und bietet auch ein auf die Demenzforschung zugeschnittenes Modul zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses an. Detaillierte Informationen zum Krankheitsbezogenen Kompetenznetz Degenerative Demenzen finden sich unter: http://www.knd-demenzen.de/
 

 

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