1. Ziele der Förderschwerpunkts
Das Gebiet der seltenen Erkrankungen ist eines der Forschungsfelder, die von einer koordinierten internationalen Zusammenarbeit besonders profitieren können. Das liegt sowohl an der jeweils kleinen Zahl von betroffenen Patienten als auch an der national unterschiedlich ausgeprägten Forschungsexpertise für die einzelnen seltenen Erkrankungen. Daher beteiligt sich das BMBF an der ERA-Net Initiative "E-Rare" zur besseren Abstimmung von Forschungsförderorganisationen aus fünf weiteren europäischen Ländern sowie Israel und der Türkei. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Informationen über die Erforschung seltener Erkrankungen in diesen Ländern zusammengetragen, um sich strategisch abzustimmen und schließlich grenzüberschreitende internationale Forschungsprojekte zu fördern. Die erfolgreiche Zusammenarbeit wird 2010 mit Teilnehmern aus 13 Ländern für weitere vier Jahre fortgeführt werden.
2. Stand der Fördermaßnahme
Nach der hohen Resonanz auf die ersten transnationalen Bekanntmachung in 2007 mit sechs Partnerländern wurde 2009 eine zweite Bekanntmachung mit zehn Partnerländern durchgeführt. Mit den Fördermaßnahmen wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch gemeinsame Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Diagnose und Therapie seltener Krankheiten realisiert werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären.
Aus der ersten Bekanntmachung werden seit 2008 13 transnationale Projekte mit rund 10 Mio. € gefördert, deren deutsche Partner vom BMBF mit 3,3 Mio. € unterstützt werden. Aus der zweiten Bekanntmachung werden voraussichtlich 16 transnationale Projekte mit rund 3 Mio. € gefördert werden, davon 14 mit deutscher Beteiligung.
a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben
Transnationale Projekte 2009
Europäisches Netzwerk für Noonan-Syndrom und verwandte Erkrankungen (NSEuroNet)
Verbundprojekt: Monogenetische Optikusneuropathien (ERMION)
Verbundprojekt: Multidisziplinäre Initiative zu Neuroakanthozytose-Syndromen (EMINA)
Verbundprojekt: Rho Signalwege als Ziel neuer therapeutischer Strategien im fragilen X-Syndrom
Verbundprojekt: Störungen der "angeborenen Immunität" - ein integrierter molekulargenetischer Ansatz zur identifizierung neuer humaner Gendefekte
Teilprojekt Hannover
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Medizinische Hochschule Hannover |
Leiter: |
Prof. Dr. Christoph Klein |
Internationale Verbundpartner:
Hôpital Trousseau AP TP Paris, France; PL: Prof. Donadieu
Ege University School of Medicine Izmir, Turkey; PL: Prof. Kutukculer
CNRS and Institut Pasteur, Paris, France; PL: Prof. Herbomel
Institute of Molecular Biotechnology (IMBA), Vienna, Austria; PL: Prof. Penninger
Verbundprojekt: Genetik und Pathogenese der Septischen Granulomatose und Entwicklung von neuen gentherapeutischen Ansätzen (EURO-CGD)
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Chemotherapeutisches Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus |
Leiter: |
Dr. Manuel Grez |
Internationale Verbundpartner:
Universität Mailand, Italien; PL: Prof. Aiuti
Universität Amsterdam, Niederlande; PL: Prof. Roos
Universität Utrecht, Niederlande; PL: Prof. Coffer
Europäisches Netzwerk Pulmonale Alveolarproteinose (EuPAPNet): Molekulare Determinanten von Ursachen, Krankheitsvariabilität und Prognose
Dieses Projekt soll zu einem besseren Verständnis der pulmonalen Alveolarproteinose (PAP) beitragen, insbesondere der Krankheitsursachen, der genetischen Grundlagen, der Krankheitsvariabilität und des Ansprechens auf die Therapie. Die einzelnen Ziele sind: Aufnahme aller PAP-Fälle in eine gemeinsame Datenbank mit Querschnitts- und Longitudinaluntersuchungen; Charakterisierung der pädiatrischen und juvenilen PAP-Fälle durch genetische und funktionelle Untersuchungen; Ermittlung der genetischen Prädisposition für eine Autoimmunerkrankung bei autoimmuner PAP des Erwachsenen; Bestimmung des prädiktiven Werts von Biomarkern im Verlauf der PAP und für den Erfolg der Ganzlungenlavage; Ermittlung der optimalen Ganzlungenlavage-Technik.
Teilprojekt Essen
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Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pneumologie an der Ruhrlandklinik e. V. |
Leiter: |
Prof. Dr. Ulrich Costabel |
Hauptbeitrag des Verbundpartners in Essen: Genomik und Biomarkeranalysen bei Erwachsenen, Ermittlung der optimalen Lavagetechnik.
Teilprojekt München
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Klinikum der Universität München |
Leiter: |
Prof. Dr. Matthias Griese |
Hauptbeitrag des Verbundpartners in München: Kandidatengenanalyse, ausgewählte Biomarker und Verlaufs- sowie Effizienzanalysen bei Kindern und Jugendlichen mit PAP.
Internationale Verbundpartner:
Fondazione IRCCS Policlinico San Matteo, Pavia, Italien; PL: Prof. Luisetti
St. Antonius Hospital; Nieuwegen, Niederlande; PL: Prof. Grutters
Verbundprojekt: Angeborene Neutropenien mit Mutationen im ELA2-Gen: Evaluierung von genetischen und epigenetischen Ko-Faktoren und molekularen Signalwegen, die für die klinische Heterogenität verantwortlich sind (ELA2-CN)
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Medizinische Hochschule Hannover |
Leiter: |
Prof. Dr. Karl Welte |
Internationale Verbundpartner:
Erasmus University, Rotterdam, Niederlande; PL: Prof. Touw
Utrecht University, Niederlande; PL: Prof. Coffer
Ege University International, Bornova-Izmir, Türkei; PL: Prof. Karapinar
Schneider Children's Medical Center of Israel, Petah Tikva, Israel; PL: Prof. Tamary
Verbundprojekt: Identifizierung von revertant mosaicism bei der Epidermolysis bullosa und anschließender Testung von Zelltherapie mit revertant Keratinozyten in einem präklinischen Mausmodell (Revertant EB)
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg |
Leiterin: |
Prof. Dr. Leena Bruckner-Tuderman |
Internationale Verbundpartner:
University Medical Center Groningen, Niederlande; PL: Prof. Jonkman
CIEMAT /U14 CIBERGER, Madrid, Spanien; PL: Prof. Del Río Nechaevsky
Verbundprojekt: Analyse der Stäbchen-Zapfen-Dystrophien als Folge der Mutation des Rhodopsin-Gens (RHORCOD)
Ziel von „RHORCOD" ist die exakte Definition von Patientenkohorten mit Stäbchen-Zapfen-Dystrophien, welche die Grundlage für die Bewertung unterschiedlicher Therapiestrategien bilden sollen: 1) Verständnis der den erblichen Netzhauterkrankungen zugrundeliegenden Mechanismen; 2) Erstellung neuer Protokolle zur Frühdiagnose und für Verlaufsprognosen; 3) Entwicklung und Validierung von Gentherapien und neuroprotektiven Therapieansätzen; 4) Erstellung einer klinischen Datenbank.
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
Prof. Dr. Eberhardt Zrenner |
Internationale Verbundpartner:
Centre de Recherche Institut de la Vision (IdV), Paris, Frankreich; PL: Prof. Audo
Hadassah-Hebrew University Medical Center, Jerusalem, Israel; PL: Prof. Banin
IBILI-Faculty of Medicine, University of Coimbra, Portugal; PL: Prof. Silva
Regione Emilia Romagna, Parma, Italien; PL: Prof. Macaluso
Medical University of Vienna, Österreich; PL: Prof. Ahnelt
Europäisches Netzwerk für Noonan-Syndrom und verwandte Erkrankungen (NSEuroNet)
Ziel des europäischen Netzwerks NSEuroNet ist die Erforschung der molekularen Grundlagen des Noonan-Syndroms und verwandter Erkrankungen sowie die Translation dieser Ergebnisse in die Ebenen Diagnostik, Patienten-Management und Therapie.
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Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Martin Zenker |
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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
Leiter: |
PD Dr. Reza Ahmadian |
Internationale Verbundpartner:
INSERM U563, Toulouse, Frankreich; PL: Prof. Cavé
Instituto Superiore di Sanità, Rom, Italien; PL: Prof. Tartaglia
Erasmus University, Rotterdam, Niederlande; PL: Prof. Elgersma
Centre Hospitalo-Universitaire Robert Debré, Paris, Frankreich; PL: Prof. Raynal
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutschland; PL: Prof. Ahmadian
Verbundprojekt: Monogenetische Optikusneuropathien (ERMION)
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
Prof. Dr. Bernd Wissinger |
Internationale Verbundpartner:
Centre Hospitalier Universitaire d`Angers, Frankreich; PL: Prof. Bonneau
E. Medea Scientific Institute for Research, Hospitalizat, Conegliano, Italien; PL: Prof. Martinuzzi
Centre Hospitalien Universitaire de Montpellier, Frankreich; PL: Prof. Guy
Verbundprojekt: Untersuchung seltener erblich bedingter Anämien zur Verbesserung von Diagnose und Behandlung (HMA-Iron)
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiterin: |
Prof. Dr. Martina Muckenthaler |
Internationale Verbundpartner:
University Paris Diderot, Frankreich; PL: Prof. Beaumont
IRCCS San Raffaele, Milano, Italien; PL: Prof. Camaschella
Institut de Medicina Predictiva i Personalitzada del Càncer (IMPPC), Barcelona, Spanien; PL: Prof. Sanchez
Verbundprojekt: Verbesserungen der Vektortechnologie und biologischen Sicherheit für die gentherapeutische Behandlung von Thalassämien (GETHERTAL)
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Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) |
Leiter: |
Prof. Dr. Christof von Kalle |
Internationale Verbundpartner:
National and Kapodistrian University of Athens, Griechenland; PL: Prof. Anagnou
Inserm - French National Institute for Health and Medical Research, Lyon, Frankreich; PL: Prof. Cosset
Verbundprojekt: Multidisziplinäre Initiative zu Neuroakanthozytose-Syndromen (EMINA)
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Klinikum der Universität München |
Leiter: |
Prof. Dr. Adrian Danek |
Internationale Verbundpartner:
Istanbul University, Türkei; PL: Prof. Yapici
Medizinische Universität Wien, Österreich; PL: Prof. Prohaska
Radboud Universiteit, Nijmegen, Niederlande; PL: Prof. Bosman
Centre Hospitalier Universitaire de Bordeaux, Pessac, Frankreich; PL: Prof. Tison
University Medical Center Groningen (UMCG), Niederlande; PL: Prof. Sibon
Verbundprojekt: Rho Signalwege als Ziel neuer therapeutischer Strategien im fragilen X-Syndrom
Auswirkungen pharmakologischer Interventionen auf die Gedächtnisbildung und -speicherung im genetischen Mausmodell (CURE-FXS)
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Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Oliver Stork |
Internationale Verbundpartner:
University of Amsterdam - Department of Developmental Psychology, Niederlande; PL: Prof. Ramakers
IMPC-CNRS, Valbonne, Frankreich; PL: Prof. Bardoni
Fundació Privada Centre de Regulació Genómica (CRG), Barcelona, Spanien; PL: Prof. Dierssen
Istituto Superiore die Sanità, Rom, Italien; PL: Prof. Diana
Verbundprojekt: Untersuchungen zur Pathophysiologie und Gentherapie der Neurodegeneration bei Mucopolysaccharidosen (CAV-4-MPS)
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Universität Leipzig |
Leiter: |
Prof. Dr. Johannes Schwarz |
Internationale Verbundpartner:
Université de Montpellier, Frankreich; PL: Prof. Kremer
Universite de Montpellier II, Frankreich; PL: Prof. Verdier
Universitat autonoma de Barcelona, Spanien; PL: Prof. Bosch
Transnationale Projekte 2007
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk für spinozerebelläre Ataxien (RISCA)
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk für hereditäre Podozyten-Erkrankungen (PodoNet)
Verbundprojekt: Internationales Kindler Syndrom Netzwerk
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk zum hereditären Angioödem Typ III
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk zur spastischen Paraplegie (EUROSPA)
Verbundprojekt: Europäisches Rett-Syndrom-Netzwerk (EURORETT)
Verbundprojekt: Europäisches Netzwerk zu Benignen Familiären Neonatalen Anfällen
Verbundprojekt: Autoimmun - Lebererkrankungen (Epinostics)
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk für spinozerebelläre Ataxien (RISCA)
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Leiter: |
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Internationale Verbundpartner:
University Hospital "Marqués de Valdecilla", Santander, Spanien; PL: José Berciano
Hôpital de la Salpetrière, Paris, Frankreich; PL: Alexandra Dürr
Fondazione IRCCS - Istituto Neurologico Carlo Besta,Milano, Italien; PL: Caterina Mariotti
University Pierre et Marie Curie, Paris, Frankreich, Sophie Tezenas du Monctel
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk für hereditäre Podozyten-Erkrankungen (PodoNet)
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiter: |
Prof. Dr. Franz Schaefer |
Übergeordnetes Ziel des europäischen Forschungsverbundes PodoNet ist die Aufklärung der genetischen Grundlagen und molekularen Pathomechanismen sowie die Entwicklung kausaler Therapien des steroidresistenten nephrotischen Syndroms. Die hier beantragten Teilprojekte dienen dem Aufbau eines Internet-basierten Patientenregisters, der Charakterisierung eines induzierbaren Krankheitsmodells und der Suche nach pharmakologischen Wirksubstanzen zur Modulation des molekularen Defekts. Teilprojekt 1 beinhaltet die Website-Programmierung, Organisation der Beteiligung deutscher Fachzentren am klinischen Register, Identifikation genetisch informativer Familien und die Sammlung biologischer Materialien. Im Teilprojekt 5 erfolgen die Phänotypische Charakterisierung des induzierten Krankheitsverlaufs der konditionalen R138Q-knock-in-Maus und experimentelle Therapiestudien mit Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Systems und spezifischen Kandidaten-Wirksubstanzen. Die klinischen und experimentellen Ergebnisse werden in internationalen Fachzeitschriften publiziert. Bei erfolgreichem Verlauf der Therapiestudien sind Patentanmeldungen und die Initiierung klinischer Studien zur Etablierung molekularer Therapien genetischer SRNS-Formen vorgesehen.
Internationale Verbundpartner:
Hôpital Necker, Paris, Frankreich; PL: Corinne Antignac
Hacettepe University, Istanbul, Türkei; PL: Aysin Bakkaloglu
Ospedale Pediatrico Bambino Gesù, Rom, Italien; PL: Francesco Emma
Instituto Giannina Gaslini, Genua, Italien; PL: Gian Marco Ghiggeri
Mario Negri Institute, Bergamo, Italien: Guiseppe Remuzzi
Verbundprojekt: Osteopetrose
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Universität Ulm |
Leiter: |
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
Leiter: |
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
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Internationale Verbundpartner:
Ospedale Pediatrico Bambino Gesù, Rom, Italien; PL: Prof. Ugazio (Koordinator)
Institut national de la recherche Médicale, Paris, Frankreich; PL: Prof. de Vernejoul
Verbundprojekt: Internationales Kindler Syndrom Netzwerk
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg |
Leiterin: |
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Internationale Verbundpartner:
Istituto Dermopatico dell'Immacolata, IRCCS; Rom, Italien; PL: Prof. Zambruno
Centre National de Génotypage; Evry, Frankreich; PL: Dr. Fischer
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk zum hereditären Angioödem Typ III
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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Leiter: |
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Internationale Verbundpartner:
Universität Joseph Fourier Grenoble, Frankreich; PL: Christian Drouet
IRCCS Don Carlo Gnocchi Foundation, Mailand, Italien; PL: Roberto Colombo
Verbundprojekt: Internationales Netzwerk zur spastischen Paraplegie (EUROSPA)
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
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Die hereditären spastischen Spinalparalysen (HSP) sind seltene, erbliche Erkrankungen des Rückenmarks, die durch Mutationen in mehr als 35 Genen verursacht werden. Das internationale Netzwerk EUROSPA hat die verbesserte genetische Charakterisierung der HSP und die Identifizierung neuer HSP-Gene zum Ziel. In dem internationalen Netzwerk werden Familien mit autosomal rezessiver und dominanter HSP sowie spastischer Ataxie rekrutiert, die für genetische Untersuchungen informativ sind. Bereits jetzt stehen 109 HSP-Familien mit 359 Familienmitgliedern zur Verfügung, die zunächst auf Mutationen in etablierten HSP-Genen untersucht werden. In Familien ohne Mutationsnachweis wird die Kopplung zu bekannten HSP-Genorten analysiert. Gekoppelte Familien helfen bei der Eingrenzung der Genorte. Ist die Kandidatengenregion hinreichend klein, wird mittels direkter Sequenzierung das krankheitsverursachende Gen ermittelt. Gene mit funktionellem Bezug zu axonalem Transport, Zytoskelett oder Mitochondrien werden bevorzugt analysiert. Durch diese Untersuchungen werden zahlreiche HSP-Familien genetisch charakterisiert und Erkenntnisse zur Häufigkeitsverteilung der HSP-Formen gewonnen. Diese ist wichtig für die Strategie der genetischen Diagnostik. Das Teilprojekt in Tübingen trägt zur Rekrutierung von HSP-Familien bei: es werden Biobanken für DNA, RNA, Liquor und Fibroblasten angelegt. Die DNA-Bank bildet die Grundlage für die Projekte zur genetischen Charakterisierung (Sequenzierung, Suche nach Mutationen, Kopplungsanalysen, Kandidatengenanalyse, positionelle Klonierung). RNA und Fibroblasten sind Ausgangbasis für spätere Expressionsanalysen und funktionelle Untersuchungen. Die genetischen Forschungsprojekte in Tübingen sind auf Familien mit autosomal dominanten HSP-Formen fokussiert.
Internationale Verbundpartner:
Pitié-Salpetrière Hospital (INSERM), Paris, Frankreich; PL: Alexis Brice
Children´s Hospital Bambino Gesù (IRCCS), Rom, Italien; PL: Filippo Santorelli
Hadassah-Hebrew University Medical Center, Jerusalem, Israel; PL: Alexander Lossos
Verbundprojekt: Europäisches Rett-Syndrom-Netzwerk (EURORETT)
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Georg-August-Universität Göttingen |
Leiter: |
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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin |
Leiterin: |
Dr. M. Cristina Cardoso |
Internationale Verbundpartner:
Faculté de Médecine - Timone, Marseille, Frankreich; PL: Laurent Villard
Institut Cochin (U.567 Inserm/UMR8104 CNRS/UMRS 8104) Faculté de Médecine Cochin Port Royal, Paris, Frankreich; PL: Thierry Bienvenu
Fondazione San Raffaele del Monte Tabor – Milano, Italien; PL: Vania Broccoli
Verbundprojekt: Europäisches Netzwerk zu Benignen Familiären Neonatalen Anfällen
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Universität Ulm |
Leiter: |
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Die benignen Neugeborenenkrämpfe (BFNS) umfassen ein seltenes, dominant vererbtes Epilepsiesyndrom, das ein interessantes Modell für Krankheitsmechanismen und die Therapie von Epilepsien und ähnlichen Erkrankungen darstellt. Ziel des Netzwerks ist die Untersuchung genetischer Veränderungen in den betroffenen zwei Kaliumkanälen (KCNQ2, KCNQ3) sowie deren Auswirkung auf das Verhalten von Nervenzellen in der Entstehung epileptischer Anfälle. Ziel des in Ulm durchgeführten Teilprojekts ist die Untersuchung von Mutationen neuronaler Zellkulturen von KCNQ2-knock-out-Mäusen. Zusätzlich werden, in Kollaboration mit den Partnern, in anderen Teilprojekten mit einer Kombination aus Immunhistochemie, in situ Hybridisierung und quantitativer PCR das Expressionsmuster der KCNQ-Kanäle während der Entwicklung charakterisiert, da Expressionsveränderungen und kompensatorische Mechanismen das altersabhängige Auftreten der Anfälle erklären könnten. Durch das Verständnis der Krankheitsmechanismen sollen neue Therapieansätze für Epilepsien und andere Erkrankungen mit einer Übererregbarkeit des Nervensystems entwickelt werden.
Internationale Verbundpartner:
Ospedale Pediatrico Bambino Gesù, Rom, Italien; PL: Maria Roberta Cilio
Universidad del País Vasco - Campus Bilbao, Spanien; PL: Alvaro Villaroel
Hôpital NECKER ENFANTS MALADES, Paris, Frankreich; PL: Rima Nabbout
Verbundprojekt: Autoimmun - Lebererkrankungen (Epinostics)
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Universität Rostock |
Leiter: |
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Das E-RARE Konsortium “Epinostics” integriert klinische Kompetenzzentren, die seltene Autoimmun-Lebererkrankungen (AiLD) untersuchen. Die in Europa vorhandenen Kompetenzen zu diesen Erkrankungen sollen gebündelt werden, um eine optimierte Zusammenarbeit zu erreichen. Die wissenschaftlichen Fragestellungen werden von ingesamt 10 Partnern bearbeitet und es erfolgt eine Verbindung mit Forschungszentren in Frankreich und Deutschland, die über Expertise zum „Spectrotyping“ des B-Zell Antikörperrepertoires (Frankreich), zum Epitope-mapping und zur massenspektrometrischen Analyse von Antikörpern (Deutschland) verfügen. Das „Epinostics“-Konsortium fokussiert auf die Untersuchung der humoralen Immunantwort gegen Hepatocyten in AutoImmuner Hepatitis (AIH) und gegen Cholangiocyten in Primärer Biliärer Zirrhose (PBC) und Primärer Sklerosierender Cholangitis (PSC). Dabei werden die folgenden Arbeiten durchführt: Arbeitspaket WP1: “Autoimmun-Lebererkrankungen”; Arbeitspaket WP2 “Antikörper-basierte Proteinerkennung”; Arbeitspaket WP3 “Zelluläre Immunantworten”. Die Teilprojekte an der Universität Rostock sind an allen drei Arbeitspaketen beteiligt. Die Analyse von Epitop-Strukturen krankheitsassoziierter Autoantigene könnte die Wertigkeit der Autoimmundiagnostik erheblich verbessern. Es ist vorstellbar, dass die Peptid basierte Beschreibbarkeit von Antikörper-Antworten als Begleitphänomen vieler polygener Erkrankungen genutzt werden kann.
Internationale Verbundpartner:
Kings College - University of London, Großbritannien; PL: Dimitrios Bogdanos
Chaim Sheba Medical Center, Israel; PL: Miri Blank
Institut Pasteur, Paris; Frankreich; PL: Marie-Lise Gougeon
University of Bologna - S. Orsola-Malpighi Hospital, Italien; PL: Luigi Muratori
Hospital Clinic, IDIBAPS, University of Barcelona, Spanien; PL: Albert Pares
University of Thessaly Medical School, Griechenland; PL: George Dalekos
University of Milan, Italien; PL: Anna Villa
Inserm Paris, Frankreich; PL: Frédéric Rieux-Laucat