Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB)

Öffentliche Bekanntmachungen: 2006 und 2007
Förderzeitraum: 2008 - 2015
Gesamtvolumen: ca. 190 Mio. EUR 

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum "Prävention der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen"

Center für Thrombose und Hämostase (CTH) Mainz

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen - Center for Sepsis Control and Care (CSCC)

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen

Integriertes Forschungs - und Behandlungszentrum für Schwindel, Gleichgewichts- und Okulomotorikstörungen

Centrum für Chronische Immundefizienz Freiburg (CCI)

IFB-Tx: Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation

Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB)

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Die klinische Forschung in Deutschland bedarf trotz herausragender Leistungen an einzelnen Standorten noch erheblicher Anstrengungen, um international sichtbar und wettbewerbsfähig zu werden. Insbesondere die Universitätsmedizin sieht sich vor zunehmend hohe Anforderungen gestellt um ihre eigentlichen Aufgaben zu erfüllen. Sie muss dafür innovative medizinische Forschung, hochwertige Ausbildung von Ärzten, und die Krankenversorgung gerade schwieriger Fälle auf führendem Niveau vereinen. Die Notwendigkeit eines Strukturwandels in der deutschen Hochschulmedizin ist von verschiedenen Seiten thematisiert worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher die „Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren" (IFB).

Mit einem IFB soll ein Modellzentrum zu einem Krankheitsgebiet aufgebaut werden. In diesen Zentren werden Forschung und Patientenversorgung vereint. Grundlagenforscher und klinische Forscher können näher zusammenarbeiten und sich besser untereinander verständigen. Nur so können Ergebnisse aus der Forschung schneller in der Klinik, z. B. als neue und wirksamere Therapien, umgesetzt werden. Dafür müssen auch die Voraussetzung für klinische Forschung am Standort verbessert werden. Dies bedeutet u.a., die Forschung am Patienten attraktiver zu machen und den Nachwuchs besser zu fördern. Die antragstellenden Hochschulen wurden deshalb aufgefordert, geeignete fächerübergreifende Strukturen zu entwickeln, die diese Ziele wirksam befördern. In die langfristig angelegte Gesamtstrategie für ein IFB ist vorhandene und ggf. zu erweiternde Expertise am Standort einzubeziehen. Weiterhin ist ein langfristiges Finanzierungskonzept aus BMBF-Fördermitteln, Eigenmitteln und anderweitigen Drittmittel notwendig. Mit der Förderung der IFB werden so Anreize gesetzt, neue Organisationsformen für die Hochschulmedizin modellhaft aufzubauen und zu erproben.

2. a) Stand der Fördermaßnahme (1. Aufruf)

Auf die öffentliche Bekanntmachung des BMBF vom 17.05.2006 wurden 43 Skizzen eingereicht. Drei Standorte wurden nach einer ersten Begutachtung durch ein internationales Expertengremium zur Ausformulierung eines ausführlichen Antrags aufgefordert. Zur Bewertung dieser Anträge wurde jeder Standort durch ein fachlich ausgewiesenes internationales Gutachtergremium Vor-Ort begutachtet. Alle drei IFB-Konzepte wurden zur Förderung empfohlen und haben 2008 ihre Arbeit aufgenommen.

2. b) Stand der Fördermaßnahme (2. Aufruf)

Auf die zweite Veröffentlichung der Bekanntmachung des BMBF vom 05.12.2007 wurden 16 Skizzen eingereicht. Diese wurden im August 2008 durch ein internationales Expertengremium begutachtet. Fünf vielversprechende IFB-Konzepte wurden identifiziert und die Antragsteller aufgefordert, einen ausführlichen Antrag einzureichen. Alle fünf IFB-Konzepte wurden nach erfolgreichen Vor-Ort-Begutachtungen durch hochkarätige internationale Experten zur Förderung empfohlen und haben ihre Arbeit aufgenommen.

3. Geförderte Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum "Prävention der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen"

Universitätsklinikum Würzburg
Medizinische Klinik und Poliklinik I

Josef-Schneider-Str. 2
97080 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Georg Ertl
0931 201-39001
01EO1004
26.871.331 EUR
01.11.2010 - 31.10.2015

http://chfc.uk-wuerzburg.de

Das Herzinsuffizienz-Syndrom stellt eines der am raschesten wachsenden und sozioökonomisch drängendsten Gesundheitsprobleme dar: In Deutschland leben derzeit 2-3 Mio. Patienten mit Herzinsuffizienz; etwa jeder zehnte Mensch über 70 Jahre ist betroffen. Die Prognose ist so ungünstig wie bei vielen Krebserkrankungen; Leistungsvermögen und Lebensqualität sind oft erheblich eingeschränkt, Hospitalisierungen häufig. Die Pathogenese der Herzinsuffizienz ist sehr heterogen, und ihre Komplikationen betreffen den gesamten Organismus. Sie machen die Herzinsuffizienz zu einer "Systemerkrankung". Es ist von entscheidender medizinischer, aber auch sozioökonomischer Bedeutung, effiziente Strategien zur Prävention der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen zu entwickeln. Im IFB Herzinsuffizienz werden deshalb mit Methoden der Grundlagen- und klinischen Forschung unter Schaffung neuer Strukturen folgende Themengebiete bearbeitet: Verbesserung von Diagnostik und Management; Seltene Herzerkrankungen; Heilung, Remodeling, neue Therapien; Kardiale Bildgebung; Emotion, Kognition, zerebrale Dysfunktion bei Herzinsuffizienz; Herzinsuffizienz, Endokrinium und Metabolismus; Herzinsuffizienz und Niere; Fortgeschrittene und terminale Herzinsuffizienz, Transplantation, Geweberegeneration und Tissue Engineering. Karriereperspektiven insbesondere für klinisch tätige Nachwuchswissenschaftler werden begünstigt durch eine frühe Unabhängigkeit und flache Hierarchien sowie die Möglichkeit, sich aktiv in den IFB einzubringen und den IFB als Karriereoption zu nutzen.

Center für Thrombose und Hämostase (CTH) Mainz

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH)

Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrich Walter 
06131 17-6255
01EO1003
15.400.032 EUR
01.09.2010 - 31.08.2015

 


www.cth-mainz.de 

Die Universitätsmedizin Mainz schafft mit dem „Center for Thrombosis and Hemostasis (CTH)" ein integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum welches die Erforschung und Behandlung von Thrombose- und Hämostaseerkrankungen verbessern und nachhaltige Schwerpunktbildung im Bereich Thrombose/Hämostase in Mainz befördern wird. Durch modellhafte, interdisziplinäre und integrative Strukturen soll mit dem CTH ein nationales Referenzzentrum aufgebaut werden. Die translationale Verbindung von Grundlagenwissenschaftlern und Klinikern wird in diesem Zentrum innovative Prinzipien der Diagnostik und Behandlung stimulieren. Ein strukturiertes Nachwuchsprogramm soll außerdem an der Schnittstelle von Wissenschaft und Klinik attraktive Karrierewege schaffen. Im CTH sollen in den Modulen Translationale Forschung, Experimentelle Forschung, Epidemiologische Forschung, Klinische Studien und dem interdisziplinären Forschungsprogramm vielfältige Forschungsprojekte zum besseren Verständnis und zur Entwicklung innovativer Behandlungsmöglichkeiten von thrombotischen Erkrankungen und Blutungsstörungen durchgeführt werden. Im Rahmen der Module Patientenversorgung,  Ausbildung und Training, Forschungsprogramm, Management und Administration werden übergeordnete Aufgaben übernommen. Die Module des CTH sind untereinander eng vernetzt. Als unabhängiges Zentrum steuert und verantwortet das CTH seine Aktivitäten in Wissenschaft und Patientenversorgung eigenständig. Die Schnittstellen zu anderen Bereichen (klinisch-stationäre Versorgung, Verwaltung) sind klar definiert und werden vom CTH regelmäßig hinsichtlich Qualität und Funktionalität evaluiert.

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen - Center for Sepsis Control and Care (CSCC)

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Erlanger Allee 101
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Bauer
03641 9323101
01EO1002
22.999.503 EUR
01.08.2010 - 31.07.2015

www.cscc.uniklinikum-jena.de

Die Sepsis stellt besondere Anforderungen an die Hochleistungsmedizin. Mit einer Inzidenz von 220 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr in Deutschland ist sie vergleichbar häufig wie der Herzinfarkt; die Krankenhaussterblichkeit mit etwa 50 % inakzeptabel hoch. Voraussetzung für die erfolgreiche Therapie ist die frühe Diagnose und antiinfektive Therapie. Die Versorgungsforschung belegt eindrucksvoll, dass einer guten Kenntnis der Behandlungsprinzipien eine mangelhafte praktische Umsetzung gegenübersteht. Auch Langzeitfolgen, insbesondere am Nervensystem, sind weitgehend unverstanden. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen eröffnet unter Schaffung neuer Strukturen und Karriereperspektiven mit interdisziplinärer Durchlässigkeit für Ärzte und Naturwissenschaftler und klarer Trennung von Aufgaben in der Forschung und der Patientenversorgung neue Ansätze im gesamten Behandlungspfad von der Risikostratifizierung bis zur Langzeitbetreuung und Rehabilitation. Im IFB Sepsis und Sepsisfolgen werden mit Methoden der angewandten Grundlagen- und Versorgungsforschung folgende Forschungsfelder bearbeitet: 1. Entwicklung von Prophylaxestrategien; 2. Entwicklung von kulturunabhängigen Nachweismethoden und Infektionsmarkern sowie neuer Wirkstoffe; 3. Vertiefung der Erkenntnisse zu den Pathomechanismen des Organversagens; 4. Entwicklung neuer Therapieansätze zur Verhinderung der Chronifizierung / Langzeitfolgen; 5. Erarbeitung von Methoden zur Qualitätserfassung und Qualitätsverbesserung der Sepsistherapie und ihrer leitliniengerechten Standardisierung. Die Konzeption des IFB Sepsis und Sepsisfolgen ist international einmalig, da Aspekte der Sepsis von der Prophylaxe über die Diagnose und Akuttherapie bis hin zum Studium und der Behandlung der Langzeitfolgen sowie zu ethischen und gesundheitsökonomischen Fragestellungen integriert werden. Zudem wird ein Nachhaltigkeitskonzept mit Verstetigung der Infrastruktur des CSCC in Jena entwickelt.

Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät

Liebigstr. 27
04103 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Stumvoll
0341 9713380
01EO1001
23.907.982 EUR
01.05.2010 - 30.04.2015

www.ifb-adipositas.de

Die Universität Leipzig schafft mit dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen ein Zentrum, welches nicht nur eines der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit an einem Standort bearbeiten, sondern Forschung und Versorgung in neuartiger Weise bündeln wird. Es soll Modellcharakter in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung erlangen und ganz besonders den Karriereweg forschender Mediziner fördern. Mit dem Thema soll ein großer Forschungscluster am Standort auf den Weg gebracht werden und langfristig zu einem Zentrum von nationaler und internationaler Bedeutung werden. Im Zentrum sollen die vielfältigen Pathologien von Patienten mit Adipositas systematisch erforscht werden. Es werden geeignete Instrumente der Diagnostik der pathogenetischen Komponenten der Adipositas im Rahmen von klinischen Studien entwickelt. Neben der Etablierung einer rational begründeten Prävention und Therapie der Adipositas-Erkrankungen soll die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie von Adipositas-Patienten standardisiert und zentralisiert werden. Dafür werden alle Ebenen der Diagnostik, Therapie und Versorgung der im IFB behandelten Patienten mit Adipositas in parallele Forschungsstrukturen eingebunden. Die strukturierte Förderung des klinisch tätigen Forschers auf allen Stufen der medizinischen und wissenschaftlichen Ausbildung im IFB findet besondere Aufmerksamkeit. Eine konsequente Fokussierung und Einbindung großer Teile der laufenden Grundlagenforschung auf die Themen des IFB und die Entwicklung allgemeingültiger Guidelines sind weitere wichtige Ziele des Projektes.

Integriertes Forschungs - und Behandlungszentrum für Schwindel, Gleichgewichts- und Okulomotorikstörungen

Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Fakultät
Neurologische Klinik und Poliklinik
Friedrich-Baur-Institut

Marchioninistr. 15
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Brandt
089 7095-2380
01EO0901
24.277.530 EUR
01.11.2009 - 31.10.2014

www.ifb.klinikum.uni-muenchen.de

Obwohl Schwindel eines der häufigsten Leitsymtome in der Medizin ist, besteht eine erhebliche Unter- und Fehlversorgung der Betroffenen. Die Ursachen hierfür sind die unzureichende interdisziplinäre Kooperation in Forschung und Patientenversorgung, fehlende Standardisierung von Diagnostik und Therapie, mangelnde Translation von aktuellen Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung und das Fehlen multizentrischer klinischer Studien. Mit dem Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) LMU für Schwindel, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen wird ein interdisziplinäres, patientenorientiertes Forschungszentrum geschaffen und auf Dauer als international führendes Referenzzentrum eingerichtet. Zentrale Einheiten des IFB LMU sind die Schwindelambulanz, das Studienzentrum, eine Ausbildungseinheit und die wissenschaftliche Zusammenarbeit vieler Kliniken, sogenannte Nachwuchsgruppen und Professuren. Junge, qualifizierte Fachkräfte können im IFB frühzeitig wissenschaftlich unabhängig arbeiten und bekommen attraktive Perspektiven für Ihre berufliche Weiterentwicklung. Flache Hierarchien und neuartige Leitungsstrukturen ermöglichen es dem wissenschaftlichen Nachwuchs, sich aktiv an Entscheidungen über die wissenschaftliche Ausrichtung des Zentrums zu beteiligen.

Centrum für Chronische Immundefizienz Freiburg (CCI)

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsklinikum
Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI)

Hugstetterstr. 55
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Ehl
0761 270-4309
01EO0803
24.974.562 EUR
01.08.2008 - 31.10.2013

www.cci.uniklinik-freiburg.de

Das IFB „Chronische Immundefizienz“ (CCI) will das Verständnis und die Behandlung von angeborener und erworbener Abwehrschwäche beim Menschen verbessern. Dazu soll eine für die Universitätsmedizin modellhafte, interdisziplinäre und hierarchiearme Struktur aufgebaut werden. In ihr sollen Grundlagenwissenschaftler und Kliniker, Lehrende und Lernende gemeinsam durch ein vertieftes Verständnis der Molekularbiologie humaner Phänotypen und populationsbezogener Epidemiologie zu innovativen Prinzipien der Diagnostik und Behandlung gelangen. Elemente des CCI sind: a) CCI-Ambulanz und stationäre CCI-Einheit, in der verschiedene Kohorten von Immundefizienz-Patienten interdisziplinär von Pädiatern und Internisten aus den Bereichen Immunologie und Infektiologie betreut werden; b) Hoch spezialisierte Diagnostik, die jenseits standardisierter Laborverfahren klinische Immundefizienz auf funktioneller und molekularer Ebene definiert; c) Interdisziplinäre experimentelle Forschung mit räumlicher Integration von Immunologen, Infektiologen und Genetikern des Universitätsklinikums, der Biologischen Fakultät und des MPI für Immunbiologie und des Instituts für Transfusionsmedizin Ulm; d) CCI-Konferenz zwischen Klinikern und Grundlagenforschern, Tandemprojekte, klinische Forschung und interventionelle Studien, die die Translation von Forschungsergebnissen in die Klinik und zurück vorantreiben; e) Duale Ausbildung zu Exzellenz in Klinik und Forschung; f) Management, das mittelfristig die ökonomische Nachhaltigkeit integrierter medizinischer Forschung und Behandlung von Patienten mit Immundefizienz sichert.

IFB-Tx: Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Transplantation

Medizinische Hochschule Hannover
Zentrum Innere Medizin
Klinik für Nieren- und Hochdruckerkrankungen

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hermann Haller
0511 532-6319
01EO0802
24.746.380 EUR
01.07.2008 - 30.06.2013

www.ifb-tx.de

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) stellt eines der großen nationalen und internationalen Zentren der Transplantationsmedizin dar. Mit dem IFB-Tx soll die patientenorientierte Forschung ausgebaut werden. Das Ziel ist, durch Integration der klinischen Abteilungen sowie einer engen Kooperation zwischen Grundlagenforschung und Klinik ungelöste Probleme in der Transplantationsmedizin wissenschaftlich anzugehen und zu lösen, neue diagnostische und therapeutische Strategien einzuführen und damit die Qualität der Organtransplantation und der Organüberlebenszeiten zu verbessern. Auf der Grundlage der an der MHH durchgeführten großen Anzahl von Organ- und Zelltransplantationen wird es im geplanten IFB-Tx möglich sein, in großen klinischen und klinisch-experimentellen Studien wichtige Fragestellungen in der Transplantationsmedizin zu untersuchen, die klinische Forschung zu stärken, internationale Standards zu setzen und richtungweisende Veränderungen einzuführen. Die im IFB-Tx durchgeführten Projekte werden zur Etablierung neuer diagnostischer und therapeutischer integrierter Versorgung führen.

Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB)

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Klinik und Poliklinik für Neurologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Matthias Endres
030 450 560-257
01EO0801
24.746.380 EUR
01.06.2008 - 31.05.2013

www.schlaganfallcentrum.de

Das Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) will die Therapieoptionen für Schlaganfallpatienten erweitern und exemplarisch neue Wege in der Universitätsmedizin beschreiten. Hierzu werden innovative Mechanismen an klinisch relevanten Modellen untersucht. In der Patientenversorgung soll das Verständnis des Schlaganfalls als chronische Erkrankung mit heterogenen Ursachen gefördert werden, der nur mit interdisziplinären Ansätzen begegnet werden kann. Im CSB werden die Bedingungen für klinische Studien vom prä-hospitalen Management bis zur Frührehabilitation optimiert. Die klinische Forschung wird durch die Ausbildung eines ‚Clinician Scientist’ professionalisiert. Folgende Module werden in den ersten fünf Jahren aufgebaut: A) Forschung, B) Trial Team zur Professionalisierung von klinischen Studien, C) Training (inkl. Curriculum für Clinician Scientists), D) Berliner Schlaganfall-Allianz mit Patientenkoordinierungsbüro, E) Management. Die einzelnen Module besitzen individuelle Pläne zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Zentrums. Eine enge Industrieanbindung ist durch ein ‚Stroke Industry-Academia-Liaison Advisory Council’ gesichert.

 

 

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