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Öffentliche Bekanntmachung: |
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Förderzeitraum: |
2008 - 2015 |
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Gesamtvolumen: |
31 Mio. EUR |
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Vorhabenzahl: |
11 Projekte mit insgesamt 24 Teilvorhaben |
Verbundvorhaben: Frühkohorte juvenile idiopathische Arthrits (ICON)
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Entwicklungen im Krankheitsgeschehen beim Menschen - wie die Zeiträume vom Einwirken von Krankheitsursachen auf die Krankheitsentstehung oder die Krankheitsverläufe selbst - sind häufig durch langfristige Prozesse gekennzeichnet, die bisher nur unzureichend erforscht sind. Mithilfe der Langzeituntersuchungen an prospektiven Kohorten aus gesunden Probanden sowie Patientenkohorten werden wissenschaftlich anspruchsvolle Fragestellungen aus der analytischen Epidemiologie und der klinischen patientenorientierten Forschung bearbeitet. Dazu werden in diesen Kollektiven zu mehreren Zeitpunkten sowohl Parameter zur Lebenssituation, zum Verhalten, zu Umwelteinflüssen, zu klinischen Parametern wie Diagnose- und Therapieverfahren als auch genetische Marker erhoben und analysiert. Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, die Ätiologie und Pathogenese von Erkrankungen und deren Prognosen besser zu verstehen und die Erfolgswahrscheinlichkeiten von Therapien besser abschätzen zu können.
2. Stand der Fördermaßnahme
Auf die öffentliche Bekanntmachung hin gingen 144 Antragsskizzen ein. Nach Begutachtung durch einen international und interdisziplinär besetzten GutachterInnenkreis wurden 22 AntragstellerInnen zur Vorlage eines formlosen Antrags aufgefordert. Davon hat das Begutachtergremium elf Projekte zur Förderung empfohlen, die für insgesamt rund 31 Millionen Euro zunächst sechs Jahre lang laufen. Das Themenspektrum der Projekte umfasst chronische Nierenerkrankungen, Krebsverläufe und -behandlung, Frühgeborenenentwicklung, berufsbedingte Determinanten von Gesundheit, Langzeitanalysen zum Einfluss von Körpergewicht, Ernährung und Bewegung auf gesundheitliche Endpunkte, Hyperaktivität, Arthritis sowie der Zusammenhang von Depression und Arteriosklerose. Es werden sowohl Kinder- als auch Erwachsenenkohorten untersucht.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Verbundvorhaben: Verbesserung der Langzeitprognose und der Lebensqualität von Patienten mit kolorektalem Karzinom (IMPACT-Studie)
Kolorektale Karzinome stellen die häufigste Form von Darmkrebs dar. Die Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Sie erfolgt jetzt vorwiegend in zertifizierten Darmkrebs-Zentren. Viele Eingriffe können inzwischen durch gängige chirurgische Techniken, etwa die Bauchspiegelung, vorgenommen werden. Des Weiteren sind einige neue Medikamente und therapeutische Antikörper verfügbar. Aktuelle Diagnoseverfahren ermöglichen zudem eine genauere Vorhersage der Prognose und des Ansprechens auf die Behandlung. Durch diese Fortschritte können Behandlungsstrategien personalisierter und gezielter eingesetzt werden. Bislang ist jedoch unklar, wie sich diese medizinischen Fortschritte langfristig auf die Prognose und die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Systematische Untersuchungen zu Ursachen und Verlauf von Krankheiten bedürfen langer Untersuchungszeiträume. Das BMBF hat hierfür den Förderschwerpunkt „Langzeitstudien in der Gesundheitsforschung“ aufgelegt. Dieser verknüpft epidemiologische Ansätze mit spezifischen Fragen der klinischen-patientenorientierten Forschung. Das hier geförderte Verbundvorhaben untersucht den langfristigen Verlauf von Darmkrebserkrankungen. Hierzu wird eine Kohortenstudie mit 8.000 Patientinnen und Patienten durchgeführt, bei denen ein kolorektales Karzinom diagnostiziert wurde. Kohorten sind wichtige Instrumente der epidemiologischen Forschung. Es handelt sich um Gruppen von Menschen, die über einen langen Zeitraum beobachtet und in regelmäßigen Abständen untersucht werden. Die hier durchgeführte Studie soll unter anderem Daten zur Vorhersage des Krankheitsgeschehens, zur Versorgungsqualität und zur Interaktion zwischen Lebensstil, Therapie und genetischer Veranlagung liefern. Die gewonnenen Daten könnten Ansätze für gezielte, personalisierte Prävention und Therapie liefern. So könnte die Studie dazu beitragen, die langfristige Prognose und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs zu verbessern.
Teilprojekte des DKFZ (Anschlussvorhaben)
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Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) |
Leiter: |
Prof. Dr. Hermann Brenner |
Teilprojekte der Universität Heidelberg (Anschlussvorhaben)
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiterin: |
PD Dr. Esther Herpel |
Um die geplanten Forschungsprojekte umsetzen zu können, werden humane Frischgewebe- und Formalinfixierte und Paraffineingebettete (FFPE)-Proben benötigt. Teilprojekt 2 stellt daher zum einen die Infrastruktur zur Verfügung, die benötigt wird, um die im Rahmen von chirurgischen Eingriffen an kolorektalen Tumoren gewonnenen Proben zu asservieren bzw. für die geplanten Projekte entsprechend aufzuarbeiten. Diese beinhaltet die Entnahme der Proben im OP, den sachgerechten Transport und die Lagerung der Proben. Da neben Heidelberg auch andere Kliniken Gewebeproben (FFPE) für das Projekt beisteuern, wird durch das Teilprojekt 2 ferner die materialschonende und ordnungsgemäße Verarbeitung von FFPE-Tumorgewebeproben durchgeführt. Im Teilprojekt 2a (Klinische Onkologie) wird Patientinnen und Patienten während einer operativen Behandlung an der Chirurgischen Klinik der Universitätsklinik Heidelberg frisches Tumorgewebe für die geplanten Forschungsprojekte entnommen und für die weitere Einlagerung und Verarbeitung schnellstmöglich an die Gewebebank des NCT am das Pathologischen Institut der Universitätsklinik Heidelberg weitergeleitet bzw. bis zur möglichen Übergabe sachgerecht aufbewahrt. Im Teilprojekt 2b (Pathologie) werden insbesondere aus den FFPE-Gewebeproben Tumorareale für eine weitere molekularbiologische Analyse definiert und die Proben entsprechend vorbereitet. Zusätzlich werden Tissue Microarrays (TMAs) geplant und hergestellt, welche eine schnelle und materialschonende Durchführung einer großen Anzahl von Einzelanalysen in kurzer Zeit ermöglichen. Alle FFPE-Tumorgewebeproben sowie sämtliches TMA-Material werden in der Gewebebank des Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg verarbeitet und gelagert. Das NCT stellt dabei die Infrastruktur und Lagerkapazitäten sowohl für alle IMPACT Projekte als auch weitere externe Partner zur Verfügung.
Verbundvorhaben: Frühkohorte juvenile idiopathische Arthrits (ICON)
Die juvenile idiopathische Arthritis wird auch als Kinderrheuma bezeichnet. Es ist die häufigste chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Erkrankte Kinder haben ein hohes Risiko für eine dauerhafte Behinderung und eine schlechtere Lebensqualität. Für die Gesundheitssysteme ist die Krankheit zudem mit einer enormen wirtschaftlichen Belastung verbunden. Die Ursachen und der Verlauf der Krankheit sind bisher nicht ausreichend erforscht. Dennoch wurden in den letzten Jahren neue Therapien entwickelt (zum Beispiel künstliche Eiweiße). Durch diese kann vielen betroffenen Kindern geholfen werden. Es ist jedoch noch unklar, ob diese neuen Therapien auch die Langzeitprognose der Erkrankung verbessern. Darüber hinaus strebt man verstärkt eine am individuellen Risiko des Patienten ausgerichtete Therapie an, die bislang nur begrenzt erfolgen kann. Durch Langzeitbeobachtungen lassen sich Entwicklungen, beispielsweise die Wirksamkeit neuer Therapien, besser einschätzen und bewerten. Solche systematischen Untersuchungen zu Ursachen und Verlauf von Krankheiten bedürfen jedoch langer Untersuchungszeiträume. Das BMBF hat hierfür den Förderschwerpunkt „Langzeitstudien in der Gesundheitsforschung“ aufgelegt. Dieser verknüpft epidemiologische Ansätze mit spezifischen Fragen der klinischen-patientenorientierten Forschung. Das hier geförderte Verbundvorhaben untersucht den langfristigen Verlauf der juvenilen idiopathischen Arthritis. Hierzu werden zwei Gruppen von knapp 1.000 neu erkrankten Kindern und 500 gesunden Kindern untersucht. Die Studie soll auch weitergehende Informationen zur Krankheit liefern, etwa zur Vorhersage des Krankheitsgeschehens, zur Versorgungssituation und zur Bedeutung der sozialen Herkunft der Kinder. Die gewonnenen Daten könnten neue Ansätze liefern, um die Vorsorge zu verbessern und Kinder individuell zu behandeln. So könnte die Studie dazu beitragen, die langfristige Prognose von Kindern und Jugendlichen mit juveniler Arthritis zu verbessern.
Teilprojekt 1: Studiendurchführung, multidimensionale Outcomebewertung, Analyse der Versorgungssituation (Anschlussvorhaben)
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Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) |
Leiterin: |
Prof. Dr. Angela Zink |
Das Vorhaben dient der Gewinnung von bevölkerungsbezogenen Erkenntnissen über die Prognose der juvenilen idiopatischen Arthritis (JIA) unter heutigen Therapiebedingungen, Einflussfaktoren des Krankheitsverlaufes der JIA, die Auswirkungen der Uveitis auf die Lebensqualität der Betroffenen, die Wertigkeit von Biomarkern beim Monitoring der Krankheitsaktivität und bei der Aussage zum Krankheitsverlauf, die ökonomischen Belastungen der JIA im Krankheitsverlauf sowie die Versorgung von Patienten mit JIA. Die bisher in ICON eingeschlossenen 975 Patienten und 489 Kontrollen werden bis zum Ende des Förderzeitraumes mindestens jährlich zu ihrem gesundheitlichen Befinden und zur Inanspruchnahme befragt. Es erfolgen weiterhin kinderrheumatologische und augenärztliche Untersuchungen der Patienten. Bei klinisch indizierten Blutabnahmen werden Bioproben asserviert und Biomarker (S100-Proteine, Zytokine, genetische Varianten) bestimmt. Um die Auswirkungen der JIA auf das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden der Betroffenen zu bewerten, werden auch die Kontrollen weiter zur Lebensqualität schriftlich befragt. Die zu Projektbeginn festgelegte Arbeitsteilung unter den Verbundpartnern beinhaltet die folgenden Teilprojekte (TP): TP 1 – Koordination und Durchführung des Vorhabens, die multidimensionale Outcomebewertung und Analyse der Versorgungssituation durch das DRFZ Berlin, TP 2 – Bioprobensammlung, Biomarkeranalysen und -bewertungen an der Universität Münster, TP 3 - Analyse von Uveitismanifestation und Outcome an der Universität Duisburg-Essen. Die erhobenen Daten werden zur Beschreibung der Prognose der JIA und Analyse möglicher Einflussfaktoren des Verlaufs (biologische, psychosoziale, sozioökonomische Parameter, unterschiedliche Versorgungsmuster) herangezogen. Eine Kombination verschiedener Parameter soll identifiziert werden, die eine zuverlässige Aussage zum Krankheitsverlauf und damit eine risikostratifizierte Therapie der JIA ermöglicht.
Teilprojekt 2: Bioprobensammlung und Biomarkeranalysen (Anschlussvorhaben)
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Westfälische Wilhelms-Universität Münster |
Leiter: |
Prof. Dr. Dirk Föll |
Gegenstand des Vorhabens sind die Laboruntersuchungen. Ziel ist es, neben konventionellen Entzündungsparametern (d.h. BSG, CrP, Thrombozyten) das Entzündungsprotein S100A12 zu bestimmen. Zytokinprofile werden mit folgende Parameter erhoben: IL-1ß, IL-6, IL-8, IL-10, IL-12 und TNF-a. Außerdem werden DNA-Proben gewonnen und hinsichtlich genetischer Variationen (~1.500 verschiedene Einzelnukleotid-polymorphismen [SNPs]) untersucht. Diese schließen Zytokingene (IL-1ß, IL-6, IL-10, IL-12, IL-18, TNF-a, MIF, TGF-ß), Gene von Rezeptormolekülen und Transkriptionsfaktoren (RAGE, TLR-2, TLR-4, NOD1, NOD2, NF-kB) ein. Die spezifischen Analysen (S100 Proteine, Zytokinprofile und SNPs) werden an der Universität Münster durchgeführt. Die ELISAs für S100-Proteine sind in Münster etabliert. Die Arbeitspakete der Universität Münster umfassen konkret folgende Leistungen: 1) Überwachung des Versandes und der Lagerung der Proben; 2) Durchführung der proteomischen und genetischen Untersuchungen; 3) Eingabe der immunologischen und genetischen Daten in die Datenbank und 4) Auswertung der immunologischen und genetischen Daten (gemeinsamer Datensatz DRFZ/Münster), u.a. Genotyp-Phänotyp-Korrelationen, Suche nach prognostisch relevanten genetischen und proteomischen Parametern.
Teilprojekt 3: Analyse von Uveitismanifestation und Outcome (Anschlussvorhaben)
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Universität Duisburg-Essen |
Leiter: |
Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus |
TP3 ist für die Koordination des Uveitisscreenings, der Uveitisdokumentation und Befundinterpretation verantwortlich. Der Schwerpunkt der Auswertungen liegt auf der Identifizierung von Risikofaktoren (u.a. immunologische, proteomische und genetische Laborparameter) für das Auftreten einer Uveitis und deren Folgekomplikationen. Das schließt folgende Auswertungen ein: 1) Darstellung der Charakteristika, Therapie und des Outcomes der JIA-assoziierten Uveitis; 2) Bestimmung von Risikofaktoren (einschließlich proteomischer und genetischer Marker) einer Uveitis und von Prädiktoren für Folgekomplikationen; 3) Bewertung des Einflusses der Uveitis auf die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen; 4) Evaluierung der Effektivität der aktuellen Uveitis-Screening-Empfehlungen; 5) Kalkulation der sozioökonomischen Belastung der JIA-assoziierten Uveitis für die betroffenen Familien und die Gesellschaft. Die Auswertung der Uveitis-Daten wird in enger Rückkopplung mit den Arbeiten in TP1 erfolgen, u.a. den statistischen Analysen. Die Arbeitspakete der Augenabteilung der Universität Duisburg-Essen beinhalten folgende Leistungen: 1) Koordination und fachliche Beratung hinsichtlich des Uveitisscreenings; 2) Fachliche Beratung bei der Bewertung von Augenbefunden; 3) Auswertung der ophthalmologischen Daten und 4) Präsentation der Ergebnisse zur Uveitis auf Tagungen und Erstellen von Publikationen.
Verbundvorhaben: Entwicklung motorischer Leistungsfähigkeit und körperlich-sportlicher Aktivität und ihre Wirkung auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Die MoMo-Längsschnittstudie
In jungen Jahren werden Weichen für die spätere Gesundheit – und damit auch die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten – gestellt. Bewegungsmangel und körperliche Inaktivität zählen in modernen Gesellschaften zu den zunehmend bedeutsamen gesundheitlichen Problemen. Darüber hinaus verursachen diese Faktoren hohe gesellschaftliche Kosten für die öffentliche Gesundheit. Es ist daher wichtig, durch eine früh einsetzende Prävention und Gesundheitsförderung, gesundheitliche Schutzfaktoren bei Heranwachsenden zu stärken und die Risiken für Erkrankungen zu minimieren. In dem Verbund wird untersucht, welche Einflüsse die entwicklungsbezogenen Trends der motorischen Leistungsfähigkeit und körperlich-sportlichen Aktivität auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben. So wird unter anderem der Frage nachgegangen, welcher Zusammenhang zwischen persönlichen, sozialen und umweltbezogenen Faktoren und der Entwicklung von körperlicher Aktivität sowie der motorischen Leistungsfähigkeit besteht. In der vorliegenden Längsschnittstudie werden zu mehreren Zeitpunkten Untersuchungen an Probandinnen und Probanden der Kinder- und Jugend-Kohorte (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts durchgeführt. Kohorten sind Gruppen von Menschen, die über einen langen Zeitraum untersucht werden. Das Hauptziel der MoMo-Längsschnittstudie ist es, die entwicklungsbezogenen, historischen und periodischen Trends der motorischen Leistungsfähigkeit und körperlich-sportlichen Aktivität (KSA) sowie der ihnen zugrunde liegenden Einflussfaktoren zu analysieren. Des Weiteren sollen die Auswirkungen motorischer Leistungsfähigkeit und KSA auf die Entwicklung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Dazu werden in den 167 ausgewählten Untersuchungsorten Daten zur Motorik mittels motorischer Tests, zur KSA mittels Fragebogen und Akzelerometrie sowie zur Anthropometrie erhoben. Das Motorik-Modul ist ein Teilmodul des Dt. Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert Koch-Instituts. Das geplante Vorhaben beinhaltet die zwei Folgestudien „MoMo Welle 2 und 3", die von 2015-2021 durchgeführt werden und auf der MoMo-Basiserhebung von 2003-2006 und der MoMo-Welle 1 von 2009-2012 aufbauen. Die folgenden Wellen werden in Dreijahresintervallen gezogen. Im Sinne eines Kohortensequenzdesigns wird die längsschnittliche Stichprobe durch altersäquivalente Teilnehmer zwischen 4 und 17 Jahren angereichert.
Arbeitspaket: Aktivität und Gesundheit
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Karlsruher Institut für Technologie (KIT) |
Leiter: |
Prof. Dr. Alexander Woll |
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Pädagogische Hochschule Karlsruhe |
Leiterin: |
Prof. Dr. Annette Worth |
Der Projektpartner PH Karlsruhe ist für die Leitung der AG "motorische Leistungsfähigkeit" verantwortlich (Datenmanagement Motorik-Daten, Entwicklung von Kurztestversionen für die Praxis, Publikationen und Vorträge, Supervision MoMo-homepage, stellv. Verbundleitung, Durchführung regelmäßiger Motorik-Meetings).
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Robert Koch-Institut (RKI) |
Leiter: |
Panagiotis Kamtsiuris |
Analyse der Beziehung zwischen subklinischer Arteriosklerose und der Depression (BIDirekt); Anschlussvorhaben
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Westfälische Wilhelms-Universität Münster |
Leiter: |
Prof. Dr. Klaus Berger |
Die BiDirect-Studie untersucht die Beziehung zwischen der Depression und einer subklinischen Arteriosklerose, d.h. vor Auftreten akuter, klinischer Krankheitsereignisse wie dem Herzinfarkt. Hauptziel der Studie ist es herauszufinden, ob die Depression zur Entwicklung und der Ausprägung einer Arteriosklerose der großen Arterien in verschiedenen Körperregionen beiträgt und, umgekehrt, ob der Schweregrad der Arteriosklerose zur Enstehung einer Depression beiträgt. Das Projekt vereint drei, mit identischen Methoden und parallel untersuchte, prospektive Kohorten in einem Projekt: Patienten mit einer Depression, Patienten mit einem akuten Koronarereignis und Bevölkerungskontrollen, zufällig über das Einwohnermeldeamt der Stadt Münster ausgewählt. Alle Studienteilnehmer/innen haben bereits die Basis- und die erste Nachfolgeuntersuchung in der ersten Förderphase (2009-2015) erhalten. In der zweiten Förderphase werden zwei weitere Nachfolgeuntersuchungen durchgeführt und damit eine Gesamtstudiendauer von 12 Jahren ermöglicht. Die ausführliche Analyse der wiederholt eingesetzten standardisierten Untersuchungsverfahren erlaubt es, gesundheitsrelevantes Verhalten und biologische Stoffwechselwege zu beschreiben, die relevant sind für die bidirektionale Beziehung zwischen der Depression und der subklinischen Arteriosklerose. In der Förderphase 2 werden zwei weitere Untersuchungen (Follow up 2 und 3) mit dem standardisierten Untersuchungsprogramm der ersten beiden Untersuchungen aus Förderphase 1 durchgeführt. Dadurch werden der Schweregrad depressiver Symptome, Depressionssubtypen und die Ausprägung subklinischer, arteriosklerotischer Veränderungen der großen Arterien in verschiedenen Körperregionen erhoben und ihre Progression über die Zeit erfasst. Das Untersuchungsprogramm wird jetzt ergänzt um eine Anlyse des Schlafs basierend auf einer Polysomnographie, sowie um Gen-Expressions- und Cortisolmessungen.
Deutsches Frühgeborenen Netzwerk (German Neonatal Network, GNN); Anschlussvorhaben
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Universität zu Lübeck |
Leiter: |
Prof. Dr. Wolfgang Göpel |