Spitzencluster-Wettbewerb

 

Erste Wettbewerbsrunde

 

 

Öffentliche Bekanntmachung:

 

August 2007

Förderzeitraum:

 

2008 - 2013

Zweite Wettbewerbsrunde

 

 

Öffentliche Bekanntmachung:

 

Januar 2009

Förderzeitraum:

 

2010 - 2015

Dritte Wettbewerbsrunde

 

 

Öffentliche Bekanntmachung:

 

Dezember 2010

Förderzeitraum:

 

2012 - 2017

 

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Die Hightech-Strategie der Bundesregierung liefert neue Impulse für eine verstärkte Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft. Wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen sollen noch enger zusammenrücken und die Potenziale ihrer Zusammenarbeit besser nutzen. Ergebnisse der Innovationsforschung zeigen, dass insbesondere Cluster, die sich durch eine Kombination aus inhaltlicher und regionaler Nähe der Akteure auszeichnen, oft besonders erfolgreich sind. Persönliche Kontakte und räumliche Nähe sind auch in Zeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien und vielfältiger Transport- und Verkehrsmöglichkeiten wichtige Pluspunkte für eine reibungslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Regionale Orientierung kann deshalb einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil ausmachen.

Aufbauend auf dem bislang im Bereich der Clusterbildung bzw. -entwicklung Erreichten will der themenoffen angelegte Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF einen neuen Entwicklungsschub auslösen. Der Wettbewerb wird die leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft dabei unterstützen, ihre internationale Anziehungskraft zu vergrößern und sich im internationalen Wettbewerb in der Spitzengruppe zu etablieren. Durch die Unterstützung der strategischen Weiterentwicklung exzellenter Cluster soll die Umsetzung regionaler Innovationspotenziale in dauerhafte Wertschöpfung befördert werden.

Hierzu sollen Wissenschaft und Wirtschaft in enger Abstimmung und Zusammenarbeit Strategien formulieren, die auf den jeweiligen Stärken der Cluster aufsetzen und auf die Ausschöpfung noch ungenutzter Entwicklungspotenziale ausgerichtet sind. Die Umsetzung der Strategien soll durch geeignete Maßnahmen und Projekte der Clusterakteure erfolgen und sichtbar werden. Auf diese Weise soll der Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt werden.

Der Wettbewerb ist in drei Runden organisiert, die in einem zeitlichen Abstand von etwa einem bis eineinhalb Jahren erfolgen. Pro Runde stellt das BMBF Fördermittel in einer Höhe von bis zu 200 Mio. Euro für bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung. Die Förderung für jeden einzelnen Cluster erstreckt sich über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren und erfolgt in zwei Förderphasen.

2. Stand der Fördermaßnahme

Alle drei Runden des Wettbewerbs wurden bereits gestartet und insgesamt 15 Spitzencluster ausgewählt. Unter den 15 deutschen Spitzenclustern sind vier Spitzencluster vertreten, die einen Schwerpunkt im Bereich „Gesundheit“ haben: aus der ersten Runde des Wettbewerbs der Biotechnologie-Cluster „BioRN - Zellbasierte & Molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar“. Aus der zweiten Runde des Wettbewerbs der Cluster „m4 – Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien - Eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung aus München“ und der Medizintechnik-Cluster „Medical Valley - Europäische Metropolregion Nürnberg“. Aus der dritten Runde des Wettbewerbs der Cluster „CI3 - Individualisierte Immunintervention“ aus der Rhein-Main-Region.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.spitzencluster.de/de/468.php

3. Geförderte Einrichtungen

Im Bereich der Gesundheitsforschung werden vier Spitzencluster gefördert: BioRN, m4Medical Valley und CI3.

3.1 BioRN - Zellbasierte & Molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Spitzencluster BioRN (http://www.biorn.org/) konzentriert sich mit seinen Projekten auf die Themen personalisierte Medizin und Krebs. An dem Standort werden innovative biotechnologische Erkenntnisse in Produkte mit industrieller Reife übertragen und so weiter in Richtung Marktreife gebracht. Zu den Produkten gehören Arzneimittelkandidaten, diagnostische Testsysteme und Technologieplattformen.

Der Biotechnologie-Cluster Rhein-Neckar (BioRN) im Raum Heidelberg vereint rund 100 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Dazu zählen z. B. das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Universität Heidelberg, das Universitätsklinikum Heidelberg, das Europäische Labor für Molekularbiologie (EMBL) sowie die Healthcare-Unternehmen Roche (Mannheim), Abbott (Ludwigshafen) und Merck-Serono (Darmstadt).

Ziel des BioRN-Clusters ist es, im Bereich personalisierte Medizin und Krebs eine nachhaltige Spitzenposition in Europa zu besetzen.

Die geförderten Vorhaben teilen sich in fünf Verbundprojekte auf. Neben dem Clustermanagement sind dies der BioRN Inkubator, der BioRN Biomarker-Center, das BioRN Stammzell-Netzwerk und die BioRN Academy.

3.2 Medical Valley - Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN): „Exzellenzzentrum für Medizintechnik“

Im Medical Valley EMN (https://www.medical-valley-emn.de/) verfolgen alle Clusterpartner gemeinsam das Ziel, durch innovative Produkte und Dienstleistungen die Qualität der Gesundheitsversorgung zu steigern und gleichzeitig deren Kosten zu senken.

Die nationale Spitzenstellung des Medical Valley EMN begründet sich in der aktiven Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung sowie in deren hoher Innovationskraft. Die Partner im Spitzencluster nehmen schon heute in vielen medizintechnischen Produktkategorien führende Positionen auf dem Weltmarkt ein und bauen diese durch die kontinuierliche Entwicklung herausragender Innovationen entlang der Leitthemen "Bildgebende Diagnostik", "Intelligente Sensorik", "Therapiesysteme" und "Augenheilkunde" sowie im Querschnittsthema "Horizontale Innovationen zur Produkt- und Prozessoptimierung" weiter aus. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen ist mit Siemens Healthcare einer der Weltmarktführer in der Medizintechnik Teil des Clusters.
Langfristig soll in der Clusterregion ein Modell für eine optimale Gesundheitsversorgung entstehen. Durch die Vernetzung von Medizintechnik, Gesundheitsversorgung und Gesundheitsökonomie will die Europäische Metropolregion Nürnberg in Europa wichtige Akzente für die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft setzen.

3.3 m4 - Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien - Eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung

Das Feld der personalisierten Medizin ist ein großer Zukunftsmarkt. Hier entstehen Diagnose- und Therapiekonzepte, die auf die individuellen Anlagen und das Krankheitsbild des Patienten zugeschnitten sind. Zentral ist dabei die Bewältigung von Herausforderungen der heutigen Medikamentenentwicklung wie höhere Sicherheit und Wirksamkeit, kürzere Entwicklungszeiten sowie geringere Kosten.
Die Lösung ebendieser Aufgaben steht im Fokus des Münchner Biotech Clusters (http://www.m4.de/), der mit seinem Strategiekonzept "m4 - eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung" die gesamte Wertschöpfungskette berücksichtigt und nachhaltig verbessern will. Der Standort soll durch neue institutionenübergreifende Infrastrukturen wie u. a. IT-Datenmanagement, zentrale Services bei klinischen Studien und die Münchner Biobanken-Allianz zusätzlich gestärkt werden.
Über 100 Partner aus der mittelständischen Biotech-Industrie, Großunternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Kliniken im Großraum München arbeiten im Cluster in über 40 Einzelprojekten aus den Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf- und Autoimmunerkrankungen zusammen.
München ist heute bereits einer der führenden Pharma- und Biotechnologie-Standorte in Europa. Vision des Spitzenclusters ist es, diesen als internationale Exzellenz- und Modellregion der personalisierten und zielgerichteten Medizin zu etablieren.
Die geförderten Vorhaben verteilen sich auf fünf Themengebiete: Strukturprojekte, personalisierte Medizin, neuartige Therapeutika, innovative Produktionsverfahren und präklinische Tiermodelle.

 

 

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