NGFN-Plus

 

 Öffentliche Bekanntmachung:  2007
 Förderzeitraum:  2008 - 2013
 Gesamtvolumen:  188 Mio. EUR
 Geförderte Verbünde:  26

 

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Der Förderschwerpunkt "Integrierte Verbünde der Medizinischen Genomforschung - NGFN-Plus" baut auf der bisherigen Förderung des Nationalen Genomforschungsnetzes durch das BMBF auf. In diesem Schwerpunkt sollen Forschungsgruppen mit grundlagenorientierter molekularbiologischer Kompetenz und solche mit klinisch-medizinischer Expertise in interdisziplinären Verbünden zusammengeführt werden, um das grundlegende Verständnis von Ursachen und Entwicklung wichtiger Volkskrankheiten unter klinischer Ausrichtung zu erweitern und Ansatzpunkte für die Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte für die Diagnose und Therapie zu schaffen.

Die beteiligten Forschungsgruppen analysieren mit modernsten Hoch-Durchsatz-Technologien die Struktur der menschlichen Erbinformation (Sequenzierung), suchen (z. B. durch Verfahren der Genotypisierung) nach krankheitsassoziierten Genvarianten und analysieren in vielfältigen experimentellen Ansätzen die Funktion der identifizierten Gene und ihrer Genprodukte. Sie tragen dadurch zu einem besseren Verständnis der molekularen Ursachen von Krebs, Herz-Kreislauf-, neurodegenerativen, umweltbedingten und Infektionskrankheiten bei.

2. Stand der Fördermaßnahme

In 26 interdisziplinären Verbünden wurden für einen ersten Förderzeitraum von etwa Mitte 2008 bis Mitte 2011 über 300 Forschungsgruppen in Universitäten, Kliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z. B. an Helmholtz-Zentren oder Max-Planck-Instituten) und Industrieunternehmen gefördert. In einer Zwischenevaluation im Herbst 2010 wurden alle Verbünde einer externen Begutachtung unterzogen. 18 der 26 Verbünde bekamen eine Fortsetzung der Förderung für weitere zwei Jahre bis etwa Mitte 2013.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Abgeschlossene Vorhaben aus dem Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN1, NGFN2) finden Sie hier.)

Krebs

Verbundprojekt: Onkogen   

Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Klinik I für Innere Medizin

Kerpener Str. 62
50937 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Roman Thomas
0221 4726-259
01GS08101
3.861.204 EUR
01.06.2008 - 31.05.2015

In diesem Verbund sollen die Effekte humaner Onkogenmutationen auf die Entwicklung von therapeutisch nutzbaren Signalwegsveränderungen in Tumorzellen und in Patienten untersucht werden. Der Verbund umfasst molekular- und zellbiologische Vorhaben wie auch klinisch ausgerichtete Vorhaben. Bei letzteren sollen die Patientenproben molekulargenetisch charakterisiert werden, um die Genetik in Bezug zu setzen zu einem klinisch manifesten Phänotyp. Die Etablierung von zellbiologischen Methoden und die Schaffung einer zellulären Bibliothek von Onkogen-Mutationen schaffen wichtige Ressourcen für die Forschung.  

b) Abgeschlossene Vorhaben

 

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