EDCTP-Vorhaben (Klinische Forschung in Zusammenarbeit mit Europäischen und Afrikanischen Ländern)

EDCTP-Vorhaben werden im Rahmen einer Maßnahme der Europäischen Kommission nach Artikel 185 des Vertrags von Lissabon gefördert. Die öffentlichen Bekanntmachungen und die Auswahl der Vorhaben erfolgen durch die EDCTP in Den Haag, NL. Die hier aufgeführten deutschen Vorhaben sind in der Regel Teilprojekte größerer Konsortien.


Förderzeiträume und Volumina sind den Informationen der EDCTP zu entnehmen.


Gegenwärtig geförderte Vorhaben:

EDCTP-HIV Therapie: Einfluss von Helicobacter pylori auf Immunaktivierung und den klinischen Verlauf bei HIV-infizierten Patienten in Ghana

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI)
AG Klinische Studien

Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Torsten Feldt
040 42818-299
01KA1102
68.980 EUR
01.06.2011 - 31.01.2013

Das Vorhaben arbeitet sowohl im programmatischen Rahmen der EDCTP (European and Developing Countries Clinical Trials Partnership) als auch der ESTHER Hochschulpartnerschaften. Es bearbeitet wichtige Fragestellungen der Therapie von HIV/AIDS als armutsassoziierte Erkrankung. Ziel der Studie ist die Untersuchung des Einflusses einer gleichzeitig bestehenden Infektion mit Helicobacter pylori (dem Auslöser von Magengeschwüren) auf die Aktivierung des Immunsystems von erwachsenen HIV-Patienten und die Bedeutung für den weiteren klinischen Verlauf der HIV-Infektion. Es handelt sich um eine longitudinale Beobachtungsstudie. Die Studie wird im Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi, Ghana durchgeführt. HIV-positive Patienten werden auf das Vorliegen einer H. pylori-Infektion und anderer möglicher Einflussfaktoren untersucht. Es werden zwei Gruppen à 100 Patienten mit und ohne H. pylori-Infektion gebildet. Die Gruppen entsprechen sich hinsichtlich des Geschlechts, des Alters, des Immunstatus und des klinischen Krankheitsstadiums. Die Patienten der Gruppen werden auf den Grad der Immunaktivierung und die Häufigkeit bestimmter Immunzellen untersucht und miteinander, sowie mit einer Kontrollgruppe, verglichen. Die Nachbeobachtungszeit beträgt 12 Monate. Primäre Endpunkte der Studie sind die qualitative und quantitative Ausprägung der Immunaktivierung und der klinische Fortgang der HIV-Infektion nach 12 Monaten. Sekundäre Endpunkte sind Prävalenz der H. pylori-Infektion und anderer gastrointestinaler Infektionen bei HIV-Patienten, sowie die Assoziation mit klinischen (gastrointestinalen) Symptomen. Das Projekt zeigt die Bedeutung von Gesundheitsforschung als wichtigen Motor von Entwicklung und beweist die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Forschungsförderung und Entwicklungszusammenarbeit.

EDCTP-HIV Therapie: Prävention der frühen Mortalität bei HIV-infizierten Patienten durch die gleichzeitige Behandlung von Tuberkulose und AIDS

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik
Institut für Tropenmedizin

Keplerstr. 15
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Matthias Frank
07071 2986022
01KA1101
660.636 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Ziel des Projektes ist die Identifikation von Faktoren, die zur Mortalität während der Therapie der HIV-Infektion beitragen. Die Hypothese der PROMPT-Studie ist, dass eine unerkannte Tuberkulose die häufigste Todesursache bei HIV-infizierten Personen mit weniger als 50 CD4 Zellen/µl ist. Die Hauptfragestellung der Studie ist daher der Mortalitätsvergleich zwischen AIDS-Patienten, die ausschließlich gegen die HIV-Infektion therapiert werden und AIDS-Patienten, bei denen gleichzeitig eine HIV-Therapie und eine Verdachtstherapie auf Tuberkulose durchgeführt wird. Hier soll eine Analyse der TB- und HIV-Medikamentenresistenz sowie eine Untersuchung der Malaria bei AIDS-Patienten vorgenommen werden. Bei allen Teilnehmern der PROMPT-Studie werden die folgenden Untersuchungsmaterialien gewonnen: Sputumproben zur Anzucht auf Tuberkulosebakterien, Plasmaproben zur Bestimmung der Viruslast sowie Blutproben zum Nachweis von Malariaparasiten. Nach Anzucht der Tuberkulosebakterien erfolgt eine Sensitivitätsbestimmung auf die Standardmedikamente Isoniazid, Rifampicin, Ehtambutol und Pyrazinamid. Lysate von Mykobakterienkulturen, Plasmaproben und Blutproben werden nach Tübingen transportiert und dort molekulargenetisch untersucht.

Malariatherapie: Follow-up Studie mit Artesunate an afrikanischen Kindern mit schwerer Malaria

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik - Institut für Tropenmedizin
Sektion Humanparasitologie

Wilhelmstr. 27
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Kremsner
07071 29-87179
01KA1011
621.350 EUR
01.09.2010 - 31.12.2011

Es handelt sich um eine klinische Studie in Zusammenarbeit mit Ländern des südlichen Afrika im Rahmen eines von der EDCTP-Initiative durchgeführten Verbundvorhabens. Die Eberhard Karls Universität Tübingen übernimmt die GCP-gemäße Rolle des Sponsors für eine von der EDCTP (European and Developing Countries Clinical Trials Partnership) geförderten klinischen Studie (CT.2004.31070.001). Die geplante Studie wird 1.044 Kinder mit schwerer Malaria involvieren und zielt darauf ab, ein vereinfachtes Behandlungsschema mit parenteralem Artesunat (intravenös oder intramuskulär) zu etablieren. Die gewonnenen Daten sollen behördliche Zulassungen unterstützen und das neue Artesunat-Schema in den WHO-Richtlinien positionieren. Das vereinfachte Behandlungsschema, insbesondere die intramuskuläre Verabreichung, entspricht der gängigen Praxis in endemischen Regionen, die erforderliche wissenschaftliche Evidenz fehlt jedoch bislang. Neu ist auch, dass die geplante Studie erstmals ein GMP (Good Manufacturing Practice) konformes Artesunat verwendet. Die geplante Studie wird unter der Leitung der Eberhard Karls Universität Tübingen vom erprobten SMAC (Severe Malaria in African Children) Konsortium durchgeführt. SMAC umfasst sechs Zentren in fünf Sub-Sahara Ländern.

TB-Diagnostik: Genexpressionsanalysen an T-Lymphozyten und Monozyten im peripheren Blut latent Tuberkulose-Infizierter und aktiv Tuberkulose-Erkrankter im Rahmen des EDCTP-Projektes AE-TBC

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie
Abt. Immunologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan H. E. Kaufmann
030 28460-500
01KA1010
186184 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Vorhaben des MPIIB ist eigenständiger Teil eines EDCTP (European and Developing Countries Clinical Trial Partnership) -Forschungskonsortiums zur TB-Diagnostik. Das Hauptziel des Projektes besteht in der Definition und Untersuchung von Biomarkern, die gesunde, infizierte Personen mit latenter TB von Patienten mit aktiver TB unterscheiden. Diese Biomarker werden dann die Basis für das ambitionierte Fernziel sein, das Risiko des Ausbruchs der TB-Erkrankung in latent infizierten Individuen zu prognostizieren. Die Kombination von Genexpressionsprofil-Untersuchungen mit antigenspezifischer Stimulation von T-Zellen und Makrophagenaktivierung zur Erreichung beider Ziele soll zudem die Spezifizität der Biomarker für TB verbessern. Zur Bestimmung von Gen-Expressionsprofilen in Vollblut wird das MPIIB die Transkriptome von ausgewählten peripheren Blutzellen analysieren. Diese umfassen insbesondere: 1) T-Lymphozyten vor und nach Stimulation mit ausgewählten Antigenen. Diese Analysen werden an CD3 T-Lymphozyten-Populationen und isolierten Subpopulationen durchgeführt; 2) Monozyten vor und nach Infektion mit M. tuberculosis sowie mit und ohne Aktivierung durch toll-like-Rezeptoren mit mykobakteriellen Liganden. Zusätzlich werden u. a. zur Sicherstellung valider, statistisch signifikanter Ergebnisse Subpopulationen von Blutzellen (CD4 T-Helfer-Zellen und zytolytische CD8-Zellen) analysiert.

TB-Diagnostik: Evaluation von neuen Diagnostika für pädiatrische Tuberkulose

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-17601
01KA1006
255.860 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Das Vorhaben hat zum Ziel, die Diagnostik pädiatrischer Tuberkulose durch Evaluation neuer diagnostischer Verfahren zu verbessern. Es ist wesentlicher operativer Teil einer großangelegten diagnostischen Studie zu Diagnostika und bezieht sich spezifisch auf die Leitung der klinischen Studien zur Evaluation neuer TB-Diagnostika, die durch Mitarbeiter der LMU am Mbeya Medical Research Programme, Tansania, durchgeführt werden. Die Studien werden als eigenständiges Projekt innerhalb eines Netzwerkes „TB CHILD" geplant, durchgeführt und ausgewertet, das weltweit anerkannte Kompetenz auf dem Gebiet der TB-Diagnostik bei Kindern besitzt. Innerhalb der geplanten Studien ist es notwendig, die Atemwegserkrankung der Patienten mittels Standardmethoden genau zu charakterisieren, um eine möglichst sichere Diagnose stellen zu können. Hierbei kommen zusätzlich zu bildgebenden Untersuchungen, Verfahren der Mikrobiologie, Virologie und TB-Kultur zum Einsatz. Mykobakterien unbekannter, noch nicht beschriebener Spezies, die in Kulturen von Proben in der Region häufig vorgefunden werden, müssen zur diagnostischen Evaluation einer 16S-Sequenzierung unterzogen werden. An neuen, zu erprobenden Methoden wird u.a. der GeneXpert®, ein vollautomatisches PCR-System, an Sputum- und Stuhlproben evaluiert werden. Desweiteren ist die Evaluation einer PCR aus Stuhlproben, und von immunologischen Markern in der Durchflusszytometrie geplant. Zusätzlich ist eine experimentelle Optimierung der Sputuminduktion, die derzeit diagnostischer Standard ist, unter Verwendung eines neuartigen Inhaliergerätes geplant.

TB-Diagnostik: Evaluation von neuen Diagnostika für pulmonale Tuberkulose bei Erwachsenen

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-17601
01KA1005
277.003 EUR
01.01.2011 - 31.12.2013

Das Vorhaben widmet sich der Verbesserung der Tubekulosediagnostik im armutsassoziierten Kontext von Entwicklungsländern. Es hat zum Ziel, die Diagnostik der Tuberkulose durch Evaluation neuer Verfahren zu optimieren. Das hier beantragte Vorhaben bezieht sich spezifisch auf die Leitung der klinischen Studien zur Evaluation neuer TB-Diagnostika, die durch Mitarbeiter der LMU am Mbeya Medical Research Programme, Tansania, durchgeführt werden. Die Studien werden innerhalb eines Netzwerkes „TB Neat" geplant, durchgeführt und ausgewertet, das weltweit anerkannte Kompetenz auf dem Gebiet der TB-Diagnostik bei Kindern besitzt. Innerhalb der geplanten Studien ist es notwendig, die Atemwegserkrankung der Patienten mittels Standardmethoden genau zu charakterisieren, um eine möglichst sichere Diagnose stellen zu können. Hierbei kommen zusätzlich zu bildgebenden Untersuchungen, Verfahren der Mikrobiologie, Virologie und TB-Kultur zum Einsatz. Mykobakterien unbekannter, noch nicht beschriebener Spezies, die in Kulturen von Proben in der Region häufig vorgefunden werden, müssen zur diagnostischen Evaluation einer 16S-Sequenzierung unterzogen werden. An neuen, zu erprobenden Methoden wird u. a. der GeneXpert®, ein vollautomatisches PCR-System, an Sputum- und Stuhlproben evaluiert werden. Desweiteren ist die Evaluation einer PCR aus Stuhlproben, und von immunologischen Markern in der Durchflusszytometrie geplant. Zusätzlich ist eine experimentelle Optimierung der Sputuminduktion, die derzeit diagnostischer Standard ist, unter Verwendung eines neuartigen Inhaliergerätes geplant.

Malaria-Therapie: Untersuchung der Wirkung von Fosmidomycin und Clindamycin auf Plasmodium falciparum bei unkomplizierter Malaria

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik
Institut für Tropenmedizin - Sektion Humanparasitologie

Wilhelmstr. 27
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Saadou Issifou
07071 2982366
01KA1004
523.238 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Das Vorhaben arbeitet im weiteren Rahmen eines multinationalen Forschungsnetzwerks innerhalb der Europäisch-Afrikanischen Forschungsinitiative EDCTP. Das Ziel der Studie ist die phänotypische und molekulare Charakterisierung von Malaria-Parasiten im Verlauf der Behandlung mit Fosmidomycin und Clindamycin. Die Kinetik der Reduktion der asexuellen Blutstadien und die Zunahme der Gametozyten sind wichtige Prädiktoren für den direkten und langfristigen Therapieerfolg. Plasmodien werden bei Aufnahme der Patienten, im Verlauf der Therapie und bei Wiederauftreten in Kultur genommen und eingefroren. Die Techniken werden zurzeit in Lambarene etabliert und eine Datenbank zur Probenkatalogisierung und -verfolgung wird aufgebaut. Daneben werden auch Seren und Vollblut nach der Trennung von weißen und roten Blutkörperchen in RNA-stabilisierenden Lösungen eingefroren. Die Parasiten werden in Tübingen in Kultur genommen und die Resistenz gegenüber den Studienmedikamenten und einem Panel von anderen, bereits verwendeten Substanzen in der Zellkultur und mit molekularbiologischen Verfahren getestet. Dazu gehören unter anderem die Sequenzierung des Genoms der Parasiten, Transkriptionsmuster in kultivierten Parasiten sowie von direkt aus dem Patienten entnommenen Proben um die Komplexität der Infektion und die Menge der Gametozyten sowie das Potenzial der Übertragung von Resistenzen zu bestimmen.

HIV-Therapie-ALISA - Evaluation einer Secondline HIV-Therapie in Südafrika und Tansania

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-17601
01KA1002
550.342 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Das Vorhaben hat zum Ziel, eine secondline HIV -Therapiestudie mit zwei afrikanischen Partnern (University of Limpopo, Südafrika und MMRP, Mbeya, Tansania) zu koordinieren. Ziel der Phase III Studie ist es die „non-inferiorty" (nicht-Unterlegenheit) einer generischen HIV-Medikamenten-Kombination (lamivudine-tenofovir-atazanavir) gegenüber der Standardtherapie (emtricitabine-tenofovir-lopinavir /ritonavir) nach Versagen der „firstline" HIV-Therapie zu beweisen. Beide Kombinationen sind von der WHO als Sekundärtherapie empfohlen, aber noch nicht in Afrika validiert worden. Das gleiche gilt für die Kombination von Lamivudine-Tenofovir-Atazanavir als Kombinationspräparat in einer einzigen Tablette. Als primärer Endpunkt der Studie ist das virologische Ansprechen in der 48. Woche definiert (Plasma HIV RNA <50 Kopien/mL).

Malaria-Therapie: Integration von klinischen Studien, Kapazitätserweiterung und regionaler Vernetzung bei der Entwicklung von neuen Malariamedikamenten in Mali, Burkina Faso und Guinea (Westafrika), Deutscher Beitrag

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Abt. für Infektiologie

Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Steffen Borrmann
06221 56-7756
01KA1001
276.640 EUR
01.05.2010 - 30.04.2013

Dieses Vorhaben soll die Durchführung einer multizentrischen klinischen Studie in den Westafrikanischen Ländern Mali, Burkina Faso und Guinea zur Verbesserung der Behandlung der lebensgefährlichen Malaria tropica unterstützen. Dazu soll eine bereits etablierte Hochdurchsatz-Methode zur Erstellung eines genetischen "Fingerabdrucks” von Malaria-Erregern eingesetzt und weiter ausgebaut werden. Das Ziel ist am Ende des Projekts die Technologie den afrikanischen Partnerinstitutionen zur Verfügung zu stellen. Das Vorhaben ist in eine multizentrische klinische Studie zur Untersuchung von neuen Malaria-Therapien eingebettet. Diese Studie ist über drei Jahre geplant. Insgesamt sollen 3. 231 Patienten in die Studie eingeschlossen werden. Im Durchschnitt wird mit 2,5 Malaria Episoden pro Studienteilnehmer gerechnet. Das ergibt schätzungsweise 10.000 Proben für die Bestimmung von Primär- und Sekundärinfektionen. Diese Zahl unterstreicht die Notwendigkeit für die beschriebene Hochdurchsatz-Methode. Die Durchführung der Messungen, aber vor allem die statistische Auswertung der Ergebnisse zur Bestimmung der therapeutischen Wirkungen der untersuchten Malaria-Medikamente sollen von einem noch zu nennenden Kandidaten erarbeitet werden.

TB-Therapie: Aufbau eines afrikanischen Netzwerkes zur Durchführung von klinischen Studien über neue Tuberkulostatika

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-3830
01KA0901
1.004.188 EUR
01.04.2009 - 31.03.2014

Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines afrikanischen Netzwerkes zur Evaluation neuer Tuberkulose-Medikamente. Hierzu wird durch die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin des Klinikums der LMU München ein Koordinationszentrum für Phase I/II/III Studien für neue Tuberkulosemedikamente eingerichtet. Dieses Zentrum wird personell mit erfahrenen Fachkräften besetzt und mit sechs kooperierenden afrikanischen Studienzentren vernetzt. Zunächst ist die organisatorische und wissenschaftliche Unterstützung zweier Phase IIa-Studien mit einem neuen TB-Medikament "SQ109" geplant. In der ersten "Early bactericidal activity" Studie wird an 75 Patienten die Reduktion der Zahl der Tuberkelbakterien im Sputum während der ersten zwei Wochen Therapie gemessen. Wenn sich das Medikament in dieser Studie als wirksam erweist, wird an 160 weiteren Probanden die langfristigere Wirkung untersucht.

Malariaimpfstoffe: Förderung der immunologischen und der klinischen Forschungs-Kompetenz im Rahmen multizentrischer, internationaler klinischer Studien an Malariavakzinen der Phasen I bis IIb

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik
Institut für Tropenmedizin
Sektion Humanparasitologie

Wilhelmstr. 27
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Benjamin Mordmüller
07071 29-80240
01KA0804
1.018.850 EUR
01.09.2008 - 31.08.2013

Die Immunogenizität des Malaria-Vakzinekandidaten GMZ2 beim Menschen soll überprüft werden und ein Wissenstransfer in afrikanische Forschungszentren stattfinden. Dazu wird im Rahmen von zwei klinischen Studien die immunologische und klinische Forschungskompetenz der beteiligten Zentren gezielt gefördert. Die Meilensteine des Projektes sind: 1. immunologische Untersuchung der pädiatrischen Phase Ib GMZ2 Studie, 2. Entwicklung und Validierung eines Assaysystems, das die umfassende Analyse von geringen Probenvolumina ermöglicht, 3. Implementierung eines Dokumentationssystems und eines standardisierten Immunassay-Versuchsaufbaus für die Phase IIb GMZ2 Studie, 4. Validierung von immunologischen Surrogatmarkern an dem Phase IIb Probandenkollektiv. Für Mitarbeiter der Medical Resarch Unit werden Trainingseinheiten in Lambaréné und Tübingen durchgeführt und ein Qualitätsmanagement für immunologische Untersuchungen eingeführt. GMZ2 ist das Produkt eines multinationalen non-profit Forschungsverbundes unter der Leitung der European Malaria Vaccine Initiative (EMVI).

Malaria-Therapie in der Schwangerschaft: Evaluierung alternativer Malariamedikamente zur intermittierend präventiven Therapie während der Schwangerschaft

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik
Institut für Tropenmedizin
Sektion Humanparasitologie

Wilhelmstr. 27
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Ramharter
07071 2987179
01KA0803
772.992 EUR
01.09.2008 - 31.08.2013

Malaria in der Schwangerschaft ist eine der wichtigsten Ursachen mütterlicher und kindlicher Sterblichkeit in Afrika. Intermittierend präventive Therapie mit Sulfadoxin-Pyrimethamin kann Mutter und Kind wirksam vor den Folgen einer Malaria in der Schwangerschaft schützen. Aufgrund zunehmender Resistenzen gegen die bisher verwendete Therapie sind effektivere Ersatzmedikamenten nötig. Dafür werden Mefloquin und andere potenzielle Substanzen zur intermittierend präventiven Therapie in der Schwangerschaft evaluiert. In der ersten Phase dieses Projekts wird das klinische Studienprotokoll erstellt. Schwangere Frauen werden im 1. und zu Beginn des 2. Trimenons eingeladen, an dieser klinischen Studie teilzunehmen. Sie erhalten während der Schwangerschaft die im Studienprotokoll vorgesehene intermittierend präventive Therapie. Bei der Geburt werden die klinischen Endpunkte Geburtsgewicht, Frühgeburtlichkeit und mütterliche Anämie bestimmt. Kinder werden bis zu ihrem ersten Geburtstag klinischen und laborchemischen Kontrollen unterzogen, um die Sicherheit der Therapie zu evaluieren. Die evaluierten Medikamente stehen nicht mehr unter Patentschutz.

HIV-Impfstoffe: Durchführung eine Phase IB-HIV-Impfstoffstudie (DNA/NYVAC) in Mbeya, Tansania

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-3830
01KA0802
150.000 EUR
01.10.2008 - 31.05.2012

Vorhabensziel ist die Durchführung eine Phase IB-HIV-Impfstoffstudie (DNA/NYVAC) in Mbeya, Tansania im Rahmen der europäischen EDCTP-Initiative. Am Mbeya Medical Research Programme, dem klinischen Studienzentrum des Tropeninstitutes der LMU, wird ein neuer HIV-Impfstoff in einer Phase IB evaluiert. Ziel dieses Vorhabens ist es, die tansanischen Kollegen bei der frühen klinischen Erprobung eines Prime-Boost HIV-Impfstoffes (DNA/NYVAC) zu unterstützen und insbesondere die GCP-konforme Durchführung und fachgerechte Betreuung der Probanden im Falle von Nebenwirkungen zu gewährleisten. Zusätzlich werden immunologische Parameter des Impfstoffes analysiert. Dies wird zum Teil an frischen Zellen durchgeführt als auch retrospektiv an eingefrorenen Zellen. Desweiteren werden afrikanische Partner aus Südafrika und Mozambique in der Durchführung von HIV-Impfstoffversuchen unterrichtet.

HIV-Impfstoffe: Bestimmung der zellulären Immunantwort nach Impfung mit einer DNA/MVA-HIV Vakzine bei 70 Freiwilligen

Klinikum der Universität München
Abt. für Infektions- und Tropenmedizin

Leopoldstr. 5
80802 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Michael Hoelscher
089 2180-3830
01KA0801
380.000 EUR
01.10.2008 - 31.05.2012

Ziel des Vorhabens ist die Bestimmung der zellulären Immunantwort nach Impfung mit einer DNA/MVA-HIV-Vakzine bei 70 Freiwilligen innerhalb einer großen Studie im Rahmen der europäischen EDCTP-Initiative. Am Mbeya Medical Research Programme in Tansania werden 70 Freiwillige mit einer DNA/MVA-HIV-Vakzine geimpft (62 Vakzine/8 Placebo). Der DANN-Impfstoff besteht aus sieben Plasmiden, die folgende Gene codieren (env, rev und gag). Der MVA-Impfstoff beinhaltet gp160, gag und pol. Geimpft wird drei mal DNA in Woche 0, 6, 12 und drei mal MVA in Woche 24, 60. In zwei Studienarmen werden unterschiedliche Dosierungen der DNA verglichen. Ziel dieses Vorhabens ist es, die zelluläre Immunantwort gegen HIV-spezifische Peptide mittels ELISPOT und Intracellular Cytokine Staining (ICS) zu charakterisieren. Hierzu werden an fünf verschiedenen Zeitpunkten periphere mononucleäre Zellen (PBMC) isoliert. Ein Teil dieser Zellen wird frisch für die Durchführung eines ELISPOTs und einer Multiparameter ICS verwendet. Rund 20 Millionen Zellen werden für weitergehende Analysen lebend eingefroren.

 

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