| Öffentliche Bekanntmachung: | 2008 |
| Förderzeitraum: | 2009 - 2014 |
| Gesamtvolumen: | 16,5 Mio. EUR |
| Anzahl an Vorhaben: | 24 (8 Verbünde) |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Die modernen Neurowissenschaften können auf den Gebieten Biomedizinische Forschung, Informationstechnologien und Bildung substantielle Beiträge zur erfolgreichen Bewältigung zukünftiger gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Die Fortschritte bei der Aufklärung grundlegender neuronaler Prozesse erlauben es zunehmend, neurobiologische und informationstheoretische Prinzipien für innovative Lösungsansätze in technologischen Anwendungsbereichen (z. B. Informationstechnologie, Robotik) nutzbar zu machen. Dabei stellt insbesondere das Lernen eine zentrale und charakteristische Eigenschaft des Gehirns dar, von der erhebliche Impulse für technische Anwendungen abgeleitet werden können. Daher ist eine zentrale Fragestellung für die Neurowissenschaften wie auch für technologische Anwendungsbereiche die nach den grundlegenden neuronalen Mechanismen des Lernens.
Die Fördermaßnahme „Bernstein Fokus: Neuronale Grundlagen des Lernens“ fokussiert auf die Aufklärung der neuronalen Grundlagen des Lernens und die Nutzung der erzielten Ergebnisse. Dabei soll der konzeptionelle Ansatz der Computational Neuroscience zur Anwendung kommen, der sich durch eine enge interdisziplinäre Kooperation aus experimenteller und theoretischer Analyse auszeichnet.
2. Stand der Fördermaßnahme
Die im Rahmen der Fördermaßnahme „Bernstein-Fokus: Neuronale Grundlagen des Lernens“ geförderten Verbünde haben im Jahr 2009 ihre Arbeit aufgenommen. Das BMBF beabsichtigt, während der fünfjährigen Laufzeit (2009 - 2014) insgesamt rund 16,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Der „Bernstein Fokus: Neuronale Grundlagen des Lernens“ ist Bestandteil des Nationalen Netzwerks Computational Neuroscience (NNCN).
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Verbundprojekt „Lernen und kortikale Plastizität im Sehsystem: Kortikale Lernmechanismen und ihre Wiederherstellung nach Schlaganfall“
Bei Schlaganfallpatienten ist Lernen häufig allgemein beeinträchtigt. Dies betrifft neben Hirnarealen, die durch den Schlaganfall direkt betroffen wurden, auch solche, die eben nicht direkt in Mitleidenschaft gezogen wurden. Offensichtlich gibt es einen Mechanismus, der Lernvermögen im Gehirn „global“ beeinflusst. Die Arbeiten im Rahmen des Verbundprojektes „Lernen und kortikale Plastizität im Sehsystem: Kortikale Lernmechanismen und ihre Wiederherstellung nach Schlaganfall“ zielen darauf ab, diese Mechanismen zu identifizieren und das Potenzial verschiedener therapeutischer Maßnahmen zu bewerten. Dazu wird ein breites Spektrum an Methoden - theoretisch und experimentell, vom einzelnen Molekül bis zum Verhalten - miteinander kombiniert. Als Modellsystem dient dabei das visuelle System von Mäusen.
Teilprojekt 5
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Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation |
Leiter: |
Prof. Fred Wolf |
b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben