| Öffentliche Bekanntmachung: | 2008 |
| Förderzeitraum: | 2010 bis 2013 |
| Gesamtvolumen: | 3,8 Mio. Euro |
| Zahl der Verbünde: | 8 |
Identifizierung und funktionale Validierung von neuartigen angiogenen und lymphangiogenen micro-RNAs während der Entwicklung im gesunden Organismus und bei Erkrankungen ("LYMPH-ANGIOGENE miRNA-OMICS")
Integrative Genomik und koronare Erkrankungen - Von genomweiten Megastudien zu funktionellem Verständnis
Genetische Ursachen des Plötzlichen Herztodes in der Allgemeinbevölkerung (SCD-Gene)
In vitro- und in vivo-Generierung von Insulin-produzierenden Beta-Zellen aus pankreatischen Zellen
Untersuchungen zum Mechanismus der hepatischen HDL-Cholesterinaufnahme
Frühmanifeste Adipositas: Genetische Mechanismen und physiologische Implikationen
Mikro-RNAs als therapeutische Ziele bei Erkrankungen von Herz- und Skelettmuskeln
INSIGHT-DCM - Neue Einblicke in die Genomik der hereditären Dilatativen Kardiomyopathie (DCM)
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die damit im Zusammenhang stehenden metabolischen Erkrankungen Diabetes und Adipositas sind komplexe, multifaktorielle Erkrankungen, die aufgrund ihres immer häufigeren Auftretens weltweit von hoher sozioökonomischer Bedeutung sind. Durch den wissenschaftlichen Fortschritt in den letzten Jahren wurde deutlich, dass die funktionelle Genomforschung und die auf ihren Ergebnissen aufbauende, medizinische Genomforschung in erheblichem Maße zu Fortschritten in der Diagnostik und Therapie dieser bedeutenden Volkskrankheiten beitragen können. Dies gilt insbesondere für Ansätze, die die genannten Forschungsgebiete mit klinischer Forschung und genetischer Epidemiologie kombinieren. Der Einsatz der medizinischen Genomforschung und funktionellen Genomforschung hat bereits zu einem besseren Verständnis der Mechanismen geführt, die den genannten komplexen Krankheitsbildern zugrunde liegen. Dieses Verständnis ist die Grundlage für Innovationen, die Forschungsergebnisse einer klinischen und kommerziellen Anwendung zuführen. Vor dem Hintergrund fortschreitender technologischer Innovationen und der Verfügbarkeit wachsender Daten- und Materialsammlungen wird klar, dass dieser Ansatz auch in Zukunft erfolgversprechend ist. Um das Potenzial dieses Ansatzes in vollem Umfang nutzbar zu machen, ist die möglichst umfangreiche Zusammenführung von über Jahre hinweg generiertem Wissen und aufgebauten Ressourcen und damit die Schaffung von Synergien von zentraler Bedeutung. In diesem Sinne fördern in einem länderübergreifenden Ansatz das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die französische Agence Nationale de la Recherche (ANR) gemeinsam kooperative, binationale Forschungsprojekte zum oben genannten Forschungsgebiet.
2. Stand der Fördermaßnahme
Mit der Fördermaßnahme ergänzt das BMBF die im Rahmen des Programms zur medizinischen Genomforschung laufenden Aktivitäten und baut diese im Sinne einer verstärkten internationalen Vernetzung aus. Durch gemeinsame Forschungsansätze, die auf vorhandenen Ergebnissen basieren, sollen Fortschritte bei der Diagnose und Therapie der wichtigsten Herz-Kreislaufkrankheiten sowie der metabolischen Erkrankungen Diabetes und Adipositas angebahnt werden, die vor allem aufgrund mangelnder Ressourcen insbesondere auf der Ebene der Patienten- und Kontrollkollektive allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)
Identifizierung und funktionale Validierung von neuartigen angiogenen und lymphangiogenen micro-RNAs während der Entwicklung im gesunden Organismus und bei Erkrankungen ("LYMPH-ANGIOGENE miRNA-OMICS")
Teilprojekt 1 Angiogenese
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Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main |
Leiter: |
Dr. Marc Tjwa |
Integrative Genomik und koronare Erkrankungen - Von genomweiten Megastudien zu funktionellem Verständnis
Das Ziel des CARDomics Verbundprojekts (bestehend aus den drei Verbundpartnern Universität zu Lübeck (Prof. Schunkert/Prof. Erdmann), Leibniz-Institut für Atherosklerose Forschung (LIFA) der Universität Münster (Prof. Brand-Herrmann) und Universitätsmedizin Mainz (Prof. Blankenberg) sowie zwei französischen Partnergruppen (Dr. Tiret und Dr. Mallat, INSERM)) liegt in der Identifizierung von Genen und genetischen Varianten, welche im Zusammenhang mit der koronaren Herzerkrankung (KHK) stehen. Weiterhin ist es Ziel, die Rolle und Funktion dieser Gene auf epidemiologischer, molekularer und zellulärer Ebene zu charakterisieren.
Teilprojekte 4 und 5
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Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz |
Leiter: |
Prof. Dr. Stefan Blankenberg |
Teilprojekt 1
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Universität zu Lübeck |
Leiterin: |
Prof. Dr. Jeanette Erdmann |
Teilprojekt 3a
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Leibniz-Institut für Arterioskleroseforschung an der Universität Münster |
Leiter: |
Prof. Dr. Dr. Stefan-Martin Brand-Herrmann |
Genetische Ursachen des Plötzlichen Herztodes in der Allgemeinbevölkerung (SCD-Gene)
Der plötzliche Herztod ist eine in den westlichen Gesellschaften sehr weit verbreitete Krankheit, bei der erbbiologische Zusammenhänge und Einflüsse der Lebensumgebung der Patienten eine wichtige Rolle spielen. Das vorliegende Vorhaben ist Teil eines Forschungsverbundes, der für den plötzlichen Herztod erbbiologische Zusammenhänge und daraus ableitbare mögliche medizinische Anwendungen erforscht. Dieser deutsch-französische Forschungsverbund wird vom BMBF und der französischen Agence Nationale de la Recherche gefördert. Die Ergebnisse dieses Projekts können das grundlegende Verständnis der erblichen Zusammenhänge der Zuckerkrankheit verbessern und als Grundlage für neue oder verbesserte Methoden in der Bestimmung und Behandlung dieser Krankheit genutzt werden.
Teilprojekt 2
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Klinikum der Universität München |
Leiter: |
PD Dr. Stefan Kääb |
In vitro- und in vivo-Generierung von Insulin-produzierenden Beta-Zellen aus pankreatischen Zellen
Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine in den westlichen Gesellschaften sehr weit verbreitete Krankheit, bei der erbbiologische Zusammenhänge und Einflüsse der Lebensumgebung der Patienten eine wichtige Rolle spielen. Das vorliegende Vorhaben ist Teil eines Forschungsverbundes, der für die Zuckerkrankheit erbbiologische Zusammenhänge und daraus ableitbare mögliche medizinische Anwendungen erforscht. Dieser deutsch-französische Forschungsverbund wird vom BMBF und der französischen Agence Nationale de la Recherche gefördert. Die Ergebnisse dieses Projekts können das grundlegende Verständnis der erblichen Zusammenhänge der Zuckerkrankheit verbessern und als Grundlage für neue oder verbesserte Methoden in der Bestimmung und Behandlung dieser Krankheit genutzt werden.
Teilprojekt 2
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Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie |
Leiter: |
Prof. Dr. Ahmed Mansouri |
Untersuchungen zum Mechanismus der hepatischen HDL-Cholesterinaufnahme
Die Krankheit Arterienverkalkung ist eine in den westlichen Gesellschaften sehr weit verbreitete Krankheit, bei der erbbiologische Zusammenhänge und Einflüsse der Lebensumgebung der Patienten eine wichtige Rolle spielen. Problematisch an dieser allgemeinen Erkrankung des Blutsystems ist, dass sie sich langsam entwickelt und über Jahre und Jahrzehnte ohne erkennbare Krankheitsanzeichen verläuft, bis sie sich zumeist durch Herzinfarkt, oder Schlaganfall und oft damit einhergehenden plötzlichen Tod manifestiert. Das vorliegende Vorhaben ist Teil eines Forschungsverbundes, der für die Arterienverkalkung erbbiologische Zusammenhänge und daraus ableitbare mögliche medizinische Anwendungen erforscht. Dieser deutsch-französische Forschungsverbund wird vom BMBF und der französischen Agence Nationale de la Recherche gefördert. Die Ergebnisse dieses Projekts können das grundlegende Verständnis der erblichen Zusammenhänge der Arterienverkalkung verbessern und als Grundlage für neue oder verbesserte Methoden in der Bestimmung und Behandlung dieser Krankheit genutzt werden.
Teilprojekt 2
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Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (W.G. Kerckhoff-Institut) |
Leiter: |
Prof. Dr. Stefan Offermanns |
Frühmanifeste Adipositas: Genetische Mechanismen und physiologische Implikationen
Fettleibigkeit ist eine in den westlichen Gesellschaften sehr weit verbreitete Krankheit, bei der erbbiologische Zusammenhänge und Einflüsse der Lebensumgebung der Patienten eine wichtige Rolle spielen. Das vorliegende Vorhaben ist Teil eines Forschungsverbundes, der für die früh eintretende Fettleibigkeit erbbiologische Zusammenhänge und daraus ableitbare mögliche medizinische Anwendungen erforscht. Dieser deutsch-französische Forschungsverbund wird vom BMBF und der französischen Agence Nationale de la Recherche gefördert. Die Ergebnisse dieses Projekts können das grundlegende Verständnis der erblichen Zusammenhänge der früh eintretende Fettleibigkeit verbessern und als Grundlage für neue oder verbesserte Methoden in der Bestimmung und Behandlung dieser Krankheit genutzt werden.
Teilprojekt 1
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Universität Duisburg-Essen |
Leiter: |
Prof. Dr. Johannes Hebebrand |
Mikro-RNAs als therapeutische Ziele bei Erkrankungen von Herz- und Skelettmuskeln
Manipulation der MikroRNA-Expression von Herz- und Skelettmuskeln in vitro und in vivo (TP 3a); Präklinische Versuche mit Antagomiren in vivo (TP 4a)
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Technische Universität München |
Leiter: |
Prof. Dr. Dr. Stefan Engelhardt |
Analyse der RNA und des Transkriptoms von spezifischen Zelltypen und krankeitsspezifischen Myozyten (TP 1)
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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin |
Leiter: |
Prof. Dr. Nikolaus Rajewsky |
INSIGHT-DCM - Neue Einblicke in die Genomik der hereditären Dilatativen Kardiomyopathie (DCM)
Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine schwere Erkrankung des Herzmuskels mit Störungen der Kontraktilität und der elektrischen Funktion. Somit ist die DCM die Hauptursache für Herzinsuffizienz und für Herztransplantationen. Das vorliegende Vorhaben ist Teil eines Forschungsverbundes der für diese Herzerkrankung erbbiologische Zusammenhänge und daraus ableitbare mögliche medizinische Anwendungen erforscht. Dieser deutsch-französische Forschungsverbund wird vom BMBF und der französischen Agence Nationale de la Recherche gefördert. Die Ergebnisse dieses Projekts können das grundlegende Verständnis der erblichen Zusammenhänge der Dilatativen Kardiomyopathie verbessern und als Grundlage für neue oder verbesserte diagnostischer und therapeutischer Ansatzpunkte zur Behandlung dieser Krankheit dienen.
Teilprojekte 1 und 2a
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiter: |
Prof. Dr. Hugo A. Katus |
Teilprojekt 2b
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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
Leiter: |
Prof. Dr. Norbert Frey |