| Öffentliche Bekanntmachung: | 1999 |
| Förderzeitraum: | 2000 - 2011 |
| Gesamtvolumen: | 25,6 Mio. EUR |
| Vorhabenzahl: | 1 |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Impfstoffe werden nicht nur zur vorbeugenden Immunisierung gegen Krankheitserreger eingesetzt, sondern eröffnen auch neue therapeutische Möglichkeiten. Dies betrifft etwa chronische Infektionen sowie auf immunologischen Fehlfunktionen basierende Störungen, wie z.B. Allergien. Da die Impfung als präventive Interventionsmaßnahme zu den wirkungsvollsten und kosteneffizientesten Möglichkeiten der Medizin gehört, soll die Entwicklung neuer Impfstoffe in Deutschland vorangetrieben werden. Es gilt, vor allem die Umsetzung erfolgversprechender, aus der Grundlagenforschung entwickelter Impfstoffkandidaten zu einem marktreifen Produkt zu beschleunigen.
Ziel der mit dieser Bekanntmachung gestarteten Impfstoffinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist es, eine schlagkräftige Struktur zu schaffen, die einen international sichtbaren Beitrag zur produktorientierten Impfstoffentwicklung leistet. Die bereits bestehenden Ressourcen und die aus der Grundlagenforschung entstandenen Potenziale sollen effektiv gebündelt und für eine kontrollierte und produktorientierte Impfstoffentwicklung eingesetzt werden. Hierzu wurde ein bundesweit aktives Vakzine-Konsortium eingerichtet, das von einem Management gesteuert wird. Das Management hat ein fundiertes Konzept für eine erfolgreiche Impfstoffentwicklung und die Zusammenführung der besten Kräfte in Deutschland erarbeitet.
2. Stand der Fördermaßnahme
Auf die öffentliche Bekanntmachung hin gingen vier Anträge zur Einrichtung eines Managements für die Entwicklung von Impfstoffen ein. Nach der Gutachtersitzung am 28.2.1999 wurden folgende Schritte zum weiteren Vorgehen eingeleitet: Abweichend von der Bekanntmachung wurde zunächst ein Zwischenschritt vor die Pilotphase, in der die ausgewählte Managementeinheit einen ausführlichen Antrag ausarbeiten sollte, eingeschoben, um eine Bestandsaufnahme der Vakzine-Kandidaten und Serviceleistungen für die produktorientierte Impfstoffentwicklung zu erstellen. Dieser Schritt wurde von einer Expertengruppe begleitet, die ein Kuratorium bildete. Der Start der Vakzine-Initiative war im Frühjahr 2002.
Inzwischen wurden fünf Projekte ausgewählt, die in klinischen Prüfungen weiter entwickelt wurden. Ziel ist es, mit der Schaffung einer schlagkräftigen Struktur einen international sichtbaren Beitrag zur produktorientierten Impfstoffentwicklung zu leisten. Angestrebt wird die Kooperation mit einem strategischen Partner, der die im Rahmen des Vorhabens entwickelten Impfstoffe an den Markt bringt. Bis jetzt wurden vier Impfstoffkandidaten (gegen Tuberkulose, Malaria, humanes Cytomegalovirus und Prostatakrebs) und ein Immunmodulator, IFN-ß für die Indikation Multiple Sklerose zur Entwicklung ausgewählt. Im Februar 2005 wurde der Förderschwerpunkt evaluiert. Alle Projekte wurden zur Weiterführung empfohlen. Die Laufzeit des Vorhabens wurde bis 2010 verlängert.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben
Förderung einer Initiative zur Entwicklung und Verwertung von Impfstoffen
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Gesellschaft für Biotechnologische Forschung mbH (GBF) |
Leiter: |
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