Als Volkskrankheiten werden besonders weitverbreitete Krankheiten oder Krankheitsfelder mit hoher Mortalitäts- bzw. Morbiditätslast bezeichnet. Dies sind beispielsweise Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Infektions-, Lungen- oder neurodegenerative Erkrankungen, aber auch psychische, muskuloskelettale oder allergische Erkrankungen. Es handelt sich dabei um sogenannte Zivilisationskrankheiten, um Infektionskrankheiten oder um Erkrankungen, die erst mit gestiegenem Lebensalter sehr häufig auftreten. Der Blickwinkel bleibt dabei nicht auf Deutschland beschränkt. Auch sogenannte vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten wie Malaria, die in tropischen Regionen sehr viele Menschen betreffen, sind Volkskrankheiten.