1. Förderphase
Vorhaben: 01GI9932 - 01GI9936, 01GI9939, 01GI9942
Laufzeit: 01.09.1999 - 28.02.2003
Fördersumme: 8,2 Mio. EUR
2. Förderphase
Vorhaben: 01GI0232 - 01GI0236, 01GI0239, 01GI0242
Laufzeit: 01.03.2003 - 28.02.2005
Fördersumme: 4,76 Mio. EUR
3. Förderphase
Vorhaben: 01GI0501 - 01GI0504
Laufzeit: 01.03.2005 - 30.06.2011
Fördersumme: 1,5 Mio. EUR
Gesamtförderung
Laufzeit: 01.09.1999 - 30.06.2011
Fördersumme: 14,46 Mio. EUR
Netzwerksprecher: Prof. Dr. Wolfgang Gaebel
Heinrich-Heine-Universität/Rheinische Kliniken Düsseldorf
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Bergische Landstraße 2
40629 Düsseldorf
Tel.: 0211 922-2770
E-Mail: info@kompetenznetz-schizophrenie.de
Die Schizophrenie zählt zu den zehn Krankheiten mit der zahlenmäßig größten Behinderung durch verlorene Lebensjahre. Die Erkrankung, deren Ursachen erst teilweise bekannt sind, verläuft meist schubförmig in mehreren Episoden. Ihre Hauptsymptome - Realitätsverlust mit Wahnideen und Halluzinationen, Identitätszweifel, sozialer Rückzug - verdeutlichen Art und Schwere der psychischen Störung.
Wie unter führender Beteiligung deutscher Forschergruppen gezeigt werden konnte, kommt die Erkrankung auch unter den modernen Versorgungsbedingungen mit wirksamen medikamentösen, psychologischen und rehabilitativen Behandlungsmöglichkeiten erst 5-6 Jahre nach Ausbruch erstmals in Behandlung. Prodromalzeichen vor der ersten sowie vor späteren psychotischen Episoden eröffnen die Möglichkeit zur Entwicklung von Methoden der Früherkennung und Frühbehandlung - mit dem Ziel einer Verhinderung von Erst- und Wiedererkrankungen einschließlich assoziierter Krankheitsfolgen. Die Entwicklung eines Früherkennungsinventars mit Verbesserung der Risikovorhersage ist daher eines der zentralen Ziele eines Kompetenznetzwerkes Schizophrenie.
Neben der Identifikation von Frühstadien der Erkrankung und der Prävention bei Risikopersonen sind die Optimierung der Akutbehandlung, der Rückfallprophylaxe und der Prävention und Behandlung ungünstiger Verläufe weitere Problembereiche, denen sich das Kompetenznetzwerk widmet. Dabei geht es sowohl um die Umsetzung neuer Forschungsergebnisse in die Praxis und die Erprobung neuer Therapiemöglichkeiten, z.B. bei erstmals erkrankten schizophrenen Patienten als auch um die Erforschung der biologischen und psychosozialen Bedingungen und Grundlagen von Krankheitsmanifestation und -verlauf.
Das Kompetenznetz Schizophrenie ist Teil der Fördermaßnahme "Kompetenznetze in der Medizin".
Detaillierte Informationen zum Kompetenznetz Schizophrenie finden sich unter: http://www.kompetenznetz-schizophrenie.de/.