Muskuloskelettale Erkrankungen

Öffentliche Bekanntmachung:

2009

Förderzeitraum:

2010 - 2013

Gesamtvolumen:

25 Mio. EUR

Vorhabenzahl:

50

Lokale und generalisierte muskuloskelettale Schmerzen - Psychophysiologische Mechanismen und ihre Implikationen für die Behandlung (LOGIN)

Biomarker und Bildgebung zur Diagnose und Stratifizierung der Rheumatoiden Arthritis und Spondylarthrithis (ArthroMark)

Die Prägung des pathogenen Gedächtnisses rheumatischer Entzündungen (IMPAM)    

Prävention und Rehabilitation von osteoporotischen Frakturen bei benachteiligten Zielgruppen (PROFind)

Molekulare Pathologie der Osteoporose (OsteoPath)

Individualisierte Beurteilung und Behandlung von Osteoporose auf biomechanischer Grundlage (Bio-Asset)

Neuroimmunverbindungen bei Entzündung und Schmerz (Immunopain)

Chronischer Rückenschmerz und sensomotorische Kontrolle: Auf dem Weg zur Entwicklung eines modellbasierten diagnostischen Instrumentariums (Chronic Back Pain)  

Klinik und Pathophysiologie von Osteophytenformation und Ankylose (ANCYLOSS)   

Muskuloskeletale Infektionen (MISSinG)

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Erkrankungen und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane haben weltweit eine enorme gesundheitspolitische und gesellschaftliche Bedeutung. Der Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit und Mobilität bis ins hohe Alter zählt neben der Bewahrung der kognitiven Fähigkeiten sowie der Gesundheit von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselorganen zu den großen medizinischen Herausforderungen.
Mit der Förderinitiative „Forschungsverbünde zu Muskuloskelettalen Erkrankungen“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Maßnahme gestartet, die der großen Bedeutung der Erkrankungen der Haltungs- und Bewegungsorgane Rechnung trägt. Ziel der Förderung ist es, interdisziplinäre Forschungsverbünde zu muskuloskelettalen Krankheiten zu etablieren, in denen international wettbewerbsfähige Forschungsansätze aufgegriffen werden, die von der Verbindung grundlagennaher und klinischer Forschung am Patienten besonders profitieren.

2. Stand der Fördermaßnahme

Die Fördermaßnahme "Forschungsverbünde zu Muskuloskelettalen Erkrankungen" wurde am 06.02.2009 bekannt gemacht. Zum Stichtag 25.05.2009 lagen 38 Anträge mit einem beantragten Fördervolumen von etwa 100 Millionen € vor. Insgesamt 10 Anträge waren von exzellenter Qualität und erhielten daher eine eindeutige Förderempfehlung. Die Förderung der Forschungsverbünde läuft seit Mitte 2010. Insgesamt wurden 25 Millionen Euro für drei Jahre bewilligt.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung nach Förderkennzeichen)

Lokale und generalisierte muskuloskelettale Schmerzen - Psychophysiologische Mechanismen und ihre Implikationen für die Behandlung (LOGIN)

Aufgrund der unzureichenden Kenntnis der Pathogenese muskuloskelettaler Schmerzen fehlen adäquate Präventions- und Behandlungsstrategien. Daher erfolgt die Behandlung bis heute meist symptomorientiert. Eine mechanismen-basierte Subgruppenklassifikation für Patienten mit muskuloskelettalen Schmerzen ermöglicht die Entwicklung spezifischer Präventionsmaßnahmen und Interventionen. Dadurch könnte die Leistungsfähigkeit und Mobilität der Patienten bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Aufgrund des demografischen Wandels ist dies von enormer gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung. Im Rahmen des Verbundes LOGIN soll eine mechanismen-basierte Subgruppenklassifikation von Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen etabliert werden. Der Verbund ermöglicht es, Ergebnisse der Grundlagenforschung zeitnah in die klinische Praxis zu übertragen sowie präventive Maßnahmen zu generieren und Versorgungsprozesse zu optimieren.

Koordinator:
Prof. Dr. Wolfgang Eich
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 56-8669
Fax: +49 6221 56-5749 
E-Mail: wolfgang.eich@med.uni-heidelberg.de
http://www.login-verbund.de/

Teilprojekte 1A, 3 und 4

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Mannheim
Zentrum für Biomedizin und Medizintechnik
Lehrstuhl für Neurophysiologie

Ludolf-Krehl-Str. 13-17
68167 Mannheim

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede
0621 383-9926
01EC1010B
950.140 EUR
01.02.2011 - 31.01.2014

Ziel der drei Teilprojekte ist die Identifikation neurobiologischer Mechanismen, die entweder zu lokalen oder zu ausstrahlenden myofaszialen Rückenschmerzen führen. Die Neurobiologie lokaler und ausstrahlender myofaszialer Rückenschmerzen wird im Tier- (TP1A) und im Humanexperiment sowie bei Schmerzpatienten untersucht (TP3, TP4). Die enge Verknüpfung der Projekte soll den direkten Vergleich zwischen Tiermodell und Mensch ermöglichen.

Teilprojekt 2

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Bereich Vorklinik - Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie

Duesbergweg 6
55128 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Beat Lutz
06131 3925912
01EC1010C
362.232 EUR
01.02.2011 - 31.01.2014

Es gibt Hinweise dafür, dass in pathophysiologischen Zuständen die Fehlregulationen des Endocannabinoid-Systems (ECS) zu einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen und Angstzuständen führt. Studien an Mensch und Tier erbrachten die Erkenntnis, dass chronische Schmerzzustände zu einer erhöhten Ängstlichkeit und depressionsähnlichem Verhalten führen kann. In diesem Vorhaben wird im Mausmodell untersucht, ob das Auftreten einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit mit Angststörungen korreliert. Ziel des Projekts ist zu analysieren, ob das ECS in diesen Prozessen involviert ist, und ob das ECS ein therapeutisches Zielsystem sein könnte.

Teilprojekte 1B und 5

Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie

J5
68159 Mannheim

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Herta Flor
0621 1703-6302
01EC1010D
701.515 EUR
01.02.2011 - 31.01.2014

Ziel des Teilprojektes 5 ist die Untersuchung differentieller Effekte von Bewältigungsstrategien bei Schmerz und deren zentralen Korrelate bei Patienten mit muskuloskelettalen Erkrankungen. Ziel des Teilprojektes 1 ist die Identifikation und Lokalisation von neurobiologischen Mechanismen, die zu lokalen oder ausstrahlenden Rückenschmerzen führen.

Teilprojekt 6

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wolfgang Eich
06221 56-8669
01EC1010A
693.596 EUR
01.02.2011 - 31.01.2014

Im Rahmen dieses Teilprojektes wird besonders der Zusammenhang von psychologischen Traumata und psychischer Komorbidität (Angst und Depression) mit ihren neurobiologischen Korrelaten berücksichtigt. Daraus sollen Implikationen für die Behandlung abgeleitet werden, um später spezifische mechanismen-basierte Therapien entwickeln und testen zu können.

Teilprojekt 7

Philipps-Universität Marburg
FB 20 Medizin und Universitätsklinikum
Allgemeinmedizin, Präventive- und Rehabilitative Medizin

Karl-von-Frisch Str. 4
35043 Marburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Annette Becker
06421 28-65125
01EC1010E
489.339 EUR
01.02.2011 - 31.01.2014

Das Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Ausprägung und Entwicklung „generalisierter Schmerzen" bei Patienten in der hausärztlichen Versorgung. Es werden die Grundlagen für ressourcenoriente individualisierte Therapieziele für Risikogruppen gelegt. In einer Querschnittserhebung wird die Epidemiologie chronischer Rückenschmerzen sowie die des generalisierten Schmerzes in Hausarztpraxen erfasst werden. In der anschließenden Kohortenstudie mit eingebetteter Fall-Kontroll-Studie werden prognostische Fragestellungen zu Risiko- und Schutzfaktoren des „generalisierten Schmerzes" sowie die Ausprägung von NGF (Nerve Growth Factor) im Vergleich zum lokalen Rückenschmerz erforscht. Zusätzlich werden förderliche und hinderliche Faktoren für eine ressourcenbasierte Therapie aus Sicht von Ärzten und Patienten in Fokusgruppen erhoben.

Biomarker und Bildgebung zur Diagnose und Stratifizierung der Rheumatoiden Arthritis und Spondylarthrithis (ArthroMark)

Das Hauptziel des Verbundes ArthroMark ist, neue Biomarker zu identifizieren und moderne Bildgebungsverfahren einzusetzen für die Diagnose, die Verlaufskontrolle und die Risikoabschätzung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis und Spondyloarthritiden. Rheumatische Erkrankungen sind die häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Die Rheumatoide Arthritis und Spondylarthritiden verursachen starke Schmerzen, Funktionsverlust, Einschränkung der Lebensqualität und führen zu einer erhöhten Sterblichkeit. Das Interesse an diesen Erkrankungen ist auch durch die kürzlich erzielten Therapieerfolge mit Biologika stark gestiegen. Damit gibt es auch eine große Vielfalt an effektiven Therapieoptionen mit individuellen Vorteilen und Sicherheitsaspekten. Um jedoch einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, werden neue Werkzeuge gebraucht zur frühzeitigen Erkennung, kostengünstigeren aber effektiven Therapie, für neue Behandlungsstrategien, für einen begrenzten Einsatz von Biologika, und für maßgeschneiderte Therapiekonzepte für jeden Patienten individuell.

Koordinator:
Prof. Dr. Gerd- Rüdiger Burmester
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: +49 30 450-4591 
Fax: +49 30 2802-8300 
E-Mail: gerd.burmester@charite.de
http://www.arthromark.de/

Teilprojekte 1A, 2, 3, 5, 6, 7A und 8

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Gerd- Rüdiger Burmester
030 450-4591
01EC1009A
1.600.648 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

In diesem Projekt werden molekulare Merkmale aus Genetik, Genaktivität, Immunologie sowie Gewebezerstörung analysiert. Neben der Untersuchung großer Probenbanken an vier verschiedenen Universitätskliniken wird auch eine prospektive multizentrische klinische Studie durchgeführt. Eine umfangreiche Vernetzung und Zusammenführung der Ergebnisse sowie der Einsatz moderner bioinformatorischer Auswertungsmethoden sollen entsprechende Merkmalskombinationen zur Diagnostik aufdecken.

Teilprojekte 1B und 7B

Klinikum der Universität München
Campus Innenstadt
Medizinische Klinik - Rheumaeinheit

Pettenkoferstr. 8a
80336 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops
089 5160-3669
01EC1009B
615.804 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Die frühe Diagnose und die rasche Einleitung einer effektiven Therapie mit dem Ziel der Remission sind die wichtigsten Ziele in der Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis. Frühe Formen der Erkrankung sind jedoch klinisch weniger charakteristisch als die etablierte RA und erfüllen häufig die diagnostischen Kriterien der RA nicht. Parameter, die den klinischen Verlauf der rheumatoiden Arthritis vorhersagen könnten, sind zudem nicht bekannt. Diese sind jedoch wichtig, da sie individualisierte Behandlungsstrategien und therapeutische Entscheidungen ermöglichen würden. In dieser Studie wird die Assoziation von Kandidatengenen, klinischen und bildgebenden Parametern sowohl mit dem Übergang einer undifferenzierten Arthritis in die RA als auch mit einem erosiven/schweren Verlauf einer etablierten RA in einer prospektiven Fallkontrollstudie untersucht.

Teilprojekt 4

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Klinikum - Zentrum für Innere Medizin

Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Harald Burkhardt
069 6301-7301
01EC1009C
362.828 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Ziel dieses Teilprojektes ist die systematische Analyse der Feinspezifität von Autoantikörperantworten gegen Kollagen II (CII). CII als wichtige Strukturkomponente des Knorpels spielt in der Krankheitsentwicklung der rheumatoiden Arthritis (RA) eine Rolle als Zielstruktur fehlgeleiteter Reaktionen des Immunsystems gegen die Gelenke. Indikatoren dieser fehlgeleiteten Immunantwort sollen im Blut bestimmt und in Ihrer Tauglichkeit zur Frühdiagnostik und Voraussage schwerer Krankheitsverläufe der Reumatischen Arthritis untersucht werden.

Teilprojekt 7 c

Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Rheumatologie

Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Benedikt Ostendorf
0211 811-7817
01EC1009D
179.049 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Ziel dieses Vorhabens ist es, mit der Magnetresonanztomografie (MRT) bei Patienten mit beginnender Rheumatoider Arthritis (RA) frühest möglich strukturelle Schäden im Gelenk zu erfassen. Diese Schäden umfassen Veränderungen auf Knorpel- und Knochenebene sowie weichteilige Entzündungen (Synovialitis), welche der klinischen Untersuchung und insbesondere dem konventionellen Röntgen entgehen.

Die Prägung des pathogenen Gedächtnisses rheumatischer Entzündungen (IMPAM)

Entzündliche rheumatische Erkrankungen betreffen ca. 1,5 Millionen Erwachsene in Deutschland. Derzeit eingesetzte Therapien können zwar die Beschwerden lindern, sind aber nicht kurativ und müssen zeitlebens eingesetzt werden. Trotz intensiver Bestrebungen konnten die Auslöser der Entzündung noch nicht identifiziert werden, ebenso sind die Schlüsselereignisse in der Entstehung entzündlicher rheumatischer Erkrankungen noch nicht verstanden. Im vorliegenden Verbundprojekt sollen die Interaktionen und die funktionelle Prägung der Zellen, die die chronische rheumatische Entzündung aufrechterhalten und regulieren, analysiert werden. Dies beinhaltet nicht nur die Zellen des adaptiven und angeborenen Immunsystems, sondern auch mesenchymale Zellen in den Gelenken. Diagnostische Marker sollen gefunden und kurative Therapien für chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen entwickelt werden.

Koordinatoren:
Prof. Dr. Andreas Radbruch
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Tel.: +49 30 28460-601 
Fax: +49 30 28460-603 
E-Mail: radbruch@drfz.de

Prof. Dr. Thomas Kamradt
Universitätsklinikum Jena
Institut für Klinische Immunologie
Leutragraben 3
07743 Jena
Tel.: +49 3641 938780 
Fax: +49 3641 938782 
E-Mail: thomas.kamradt@mti.uni-jena.de

Teilprojekte 1 und 8B

Universität Leipzig
Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie

Liebigstr. 20
04103 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulf Wagner
0341 97-24702
01EC1008A
352.260 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Die im Teilprojekt 1 geplanten Untersuchungen werden Mechanismen und Einflussfaktoren der Migration pathogenetisch relevanter T-Zellen in die rheumatoide Synovialmembran von Patienten mit rheumatoider Arthritis aufklären. Zu diesem Zweck wird ein in vitro-Zellkultursystem verwendet, welches die Einwanderung von T-Zellen aus dem peripheren Blut von Patienten mit rheumatoider Arthritis untersucht. Im Teilprojekt 8 soll untersucht werden, ob bei Patienten mit rheumatoider Arthritis genetische Veränderungen im CD44 Gen und strukturelle Varianten des CD44 Proteins auf der Zelloberfläche von Entzündungszellen (Memory-T-Zellen) mit der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung in Verbindung stehen. CD44 könnte in Zukunft als prognostischer Marker und später sogar als therapeutischer Angriffspunkt dienen.

Teilprojekt 2

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Radbruch
030 28460-601
01EC1008B
315.815 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

In diesem Teilprojekt soll die Prägung von pathogenen, entzündungsfördernden und entzündungserhaltenden T-Helferlymphozyten und deren Interaktion mit Stromazellen des entzündeten Gewebes untersucht werden, um Mechanismen zu identifizieren, die diese pathogenen T-Helferzellen vor konventioneller Immunsuppression schützen. Es ist das Ziel Biomarker und therapeutische Angriffspunkte für die spezifische Eliminierung pathogener T-Helferzellen zu identifizieren.

Teilprojekt 3

Universitätsklinikum Jena
Institut für Klinische Immunologie

Leutragraben 3
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Kamradt
03641 938780
01EC1008C
234.592 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Das Teilprojekt 3 untersucht, zu welchen Zeitpunkten der Arthritis-Pathogenese (Induktion, Effektor-Phase, Remission) die Immunmodulation durch regulatorische T-Lymphozyten (Treg) klinisch relevant ist und durch welche molekularen Mechanismen diese Immunmodulation vermittelt wird. Die Antworten auf diese Fragen sind von hoher Relevanz, weil sie es erlauben, die klinische Modulation von Treg (Modulation, Transfer) gezielt dann durchzuführen, wenn diese Zellen für die Pathogenese bedeutsam sind.

Teilprojekt 4

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Universitätsklinikum - Innere Medizin D
Abt. Nieren- , Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie

Albert-Schweitzer-Str. 33
48149 Münster

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Adelheid Korb
0251 835-7942
01EC1008D
230.625 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Die genauen Mechanismen der Wechselwirkung von synovialen Fibroblasten (FLS) mit der extrazellulären Matrix (EZM) sind nicht geklärt, doch scheinen transmembrane Heparan-Sulfat-Proteoglykane eine besondere Rolle zu spielen. Daher soll die Rolle dieser neueren Gruppe von Adhäsionsmolekülen für die Interaktion von FLS mit der EZM untersucht werden. Das Projekt wird untersuchen, inwieweit sie zur Ausbildung spezifischer zellulärer Adhäsionsstrukturen beitragen und ob Zusammenhänge mit der Entzündungsantwort bestehen. Die Untersuchung der Zell-Matrix Interaktion in der rheumatoiden Arthritis soll mit Hilfe verschiedener Tiermodelle erfolgen. Dabei kommen neben immunhistochemischen, histomorphometrischen und molekularbiologischen Methoden auch die HR-Elektronenmikroskopie zum Einsatz.

Teilprojekt 5

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Medizinische Klinik - Innere Medizin V
Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie

Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz
06221-568008
01EC1008E
273.876 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Eine Imbalance zwischen Effektor-Zellen und regulatorischen Zellen wurde als eine der möglichen Ursachen in der Entwicklung des pathogenen Gedächtnisses (Imprinting) der Rheumatoiden Arthritis definiert. Das Ziel des Projektes "Modulation der T-Helfer-Zell-Aktivität in Rheumatoider Arthritis über Signale regulatorischer B- Zellen" ist, den Einfluss von regulatorischen B-Zellen (Breg) auf CD4+T-Helfer (Th)-Zellen aus dem peripheren Blut und dem Synovium von Patienten mit rheumatoider Arthritis zu testen, potentielle Defekte in Zellzahl, -kommunikation oder -funktion zu identifizieren und Möglichkeiten zu finden, diese Defekte zu korrigieren. Das Projekt soll die Ursachen des pathogenen Imprinting in rheumatoider Arthritis und Möglichkeiten für neue Therapieoptionen aufklären.

Teilprojekt 9

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum
Innere Medizin - Rheumatologie

Benekestr. 2-8
61231 Bad Nauheim

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Elena Neumann
06032 996-2801
01EC1008G
283.622 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Gelenkdestruktive synoviale Fibroblasten von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RASF) sind dauerhaft aktiviert. Es konnte gezeigt werden, dass RASF über das Gefäßsystem zu nicht betroffenen Gelenken migrieren. Die primäre RASF-Population setzt sich aus Subpopulationen mit unterschiedlichen Migrationspotenzialen zusammen. Hauptziel ist die Charakterisierung der migratorischen Subpopulation und deren Hemmung zum Schutz nicht betroffener Gelenke. Hypothesen: Zumindest zwei Subpopulationen mit unterschiedlichem Migrationspotenzial liegen vor. Zelluläre Aktivierung und Zell-Matrix-Interaktionen sind für die Migration verantwortlich. Matrixgebundene Faktoren, exponierte Matrix und Adhäsionsmoleküle sind für Auswandern und endotheliale Transmigration der RASF verantwortlich. Die Blockade der Migration führt zur Gelenkprotektion.

Teilprojekt 10

Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Medizinische Klinik und Poliklinik I

Marchioninistr. 15
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops
089 5160-3669
01EC1008H
234.035 EUR
01.09.2010 - 31.08.201
3

Es wurde ein Oberflächenmolekül identifiziert, das T-regulatorische Protein (Tr)-1, welches spezifisch auf regulatorischen T-Zellen (Tregs) exprimiert wird. Tr1 ist an der Regulation des Zellzyklus beteiligt und wird unmittelbar nach T-Zell-Rezeptorstimulation von Tregs durch spezifische miRNAs herabreguliert. Die Regulation der Tr1-Expression ist für die Ausübung der charakteristischen Eigenschaften von Tregs, wie ihre verminderte Proliferationsfähigkeit und die Verzögerung der Zellzyklusprogression, von Bedeutung. Da Tregs bei Autoimmunerkrankungen funktionell eingeschränkt sind, wird hier die Hypothese getestet, dass die Funktion von Tregs durch miRNA reguliert wird und dass die miRNA-Regulation von Tregs und insbesondere das epigenetische Profil von miRNAs in Tregs sich zwischen Patienten mit Autoimmunerkrankungen und gesunden Kontrollen unterscheiden.

Prävention und Rehabilitation von osteoporotischen Frakturen bei benachteiligten Zielgruppen (PROFind)

Der Verbund PROFinD, bestehend aus fünf Teilprojekten, hat das Ziel, die Prävention und Rehabilitation von osteoporotischen Frakturen zu verbessern. Osteoporotische Frakturen (OF) gehören zu den Hauptgründen für Behinderungen und Autonomieverluste älterer Menschen. Epidemiologische Studien zeigen, dass OF überwiegend gebrechliche Menschen betreffen, die meist Begleiterkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Depression oder Demenz haben. Die Mehrzahl der Betroffenen hat vorbestehende Mobilitätseinschränkungen, kognitive und emotionale Probleme, die zu Zugangsproblemen bei der medizinischen Versorgung führen. Um dies zu verändern, bedarf es neuer Strategien bei der Prävention und Rehabilitation der OF. Das Konsortium strebt die Entwicklung und Testung verschiedener Ansätze an, die bisherige Verfahren ergänzen sollen. Es ist beabsichtigt Maßnahmen zu testen, die der komplexen Interaktion der Risikofaktoren Rechnung tragen. Insbesondere wird angestrebt die körperliche Aktivität der Zielgruppen zu steigern und Sturzrisikofaktoren der inner- und außerhäuslichen Umwelt zu beeinflussen.

Koordinator:
PD Dr. Clemens Becker 
Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH
Robert-Bosch-Krankenhaus - Klinik für Geriatrische Rehabilitation
Auerbachstr. 110
70376 Stuttgart
Tel.: +49 711 8101-3101 
Fax: +49 711 8101-3199 
E-Mail: clemens.becker@rbk.de

Teilprojekte 3 und 5

Robert-Bosch-Krankenhaus Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Klinik für Geriatrische Rehabilitation
Auerbachstr. 110
70376 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Clemens Becker
0711 8101-3101
01EC1007A
915.568 EUR
01.09.2010 - 31.08.2013

Aufgrund der Altersstruktur und -entwicklung ist in naher Zukunft mit einer massiven Zunahme osteoporotischer Frakturen zu rechnen. Wirkungsvolle Strategien zu deren Reduktion sind deshalb von hohem gesundheitspolitischem Interesse. Hierfür werden sowohl Hochrisikoansätze als auch populationsbezogene Maßnahmen benötigt. Ziel von Teilprojekt 3 ist es, populationsbezogene Maßnahmen zur Reduktion von Frakturen zu entwerfen und zu implementieren. Das Programm richtet sich an höhere Altersgruppen und Personen mit Zugangsbarrieren. Im Rahmen des Teilprojektes 5 wird eine dreimonatige multifaktorielle Intervention zur Verminderung von Sturzangst und Förderung körperlicher Aktivität bei geriatrischen Rehabilitationspatienten nach Hüft- oder Beckenfraktur in einer kontrollierten, randomisierten Studie untersucht.

Teilprojekt 1

Universität Ulm - Universitätsklinikum
Institut für Epidemiologie
Helmholtzstr. 23
89081 Ulm

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Richard Peter
0731 50-31039
01EC1007B
292.300 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In diesem Vorhaben soll die Krankheitslast an osteoporotischen Frakturen (OF) bei ambulant lebenden Personen mit Pflegebedarf ermittelt werden. Zum anderen beschäftigt sich das Vorhaben mit der Epidemiologie OF bei Personen mit geistiger Beeinträchtigung.

Teilprojekt 2

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Institut für Medizin-Soziologie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Helmut König
040 7410-53382
01EC1007C
275.787 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In diesem Teilprojekt werden drei sich ergänzende Arbeitspakete eine umfassende Betrachtung von osteoporotischen Frakturen ermöglichen. Es soll ein Krankheitsmodell entwickelt werden, welches als Grundlage dient, um modellgestützte inzidenzbasierte Krankheitskostenstudien sowie Kosteneffektivitätsanalysen durchzuführen. Zudem sollen umfassende Krankheitskostenstudien aller wichtigen Frakturen-Arten durchgeführt werden. Außerdem sollen Kosteneffektivitätsanalysen der im Netzwerk geförderten klinischen Versuche durchgeführt werden. Ebenso soll das entwickelte Krankheitsmodell als Grundlage dienen, um die Entwicklung der populationsbezogenen Intervention bereits in einem frühen Stadium zu unterstützen.

Teilprojekt 4

Universität Stuttgart
Fakultät 10 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft

Allmandring 28
70569 Stuttgart

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Nadja Schott
0711 685-63042
01EC1007D
99.986 EUR
01.08.2010 - 31.07.2012

Die Behandlungsergebnisse insbesondere bei älteren Patienten nach distaler Radiusfraktur sind häufig unbefriedigend. Probleme resultieren aus der nicht zu umgehenden, 3-6-wöchigen Immobilisation, die zu Bewegungseinschränkung des Handgelenkes, Verlust von Muskelkraft sowie Störung der Feinmotorik und Koordination führt. Bislang gibt es keine geeigneten proaktiven Strategien, um solche Immobilisationsschäden vorzubeugen. Das übergeordnete Ziel der Studie ist es, die Effekte motorisch-kognitiver Therapieformen auf die Funktion des Handgelenks nach distaler Radiusfraktur zu untersuchen. Die Pilotstudie soll zum einen Auskunft über die Höhe der Rekrutierungsrate geben, um eine ausreichende Probandenzahl und damit eine zuverlässige Aussage hinsichtlich der Therapieeffekte zu erzielen. Zum anderen gilt es im Rahmen der Methodenentwicklung die Sensitivität sowie die Angemessenheit für die hier zum Einsatz kommenden Verfahren zu prüfen.

Molekulare Pathologie der Osteoporose (OsteoPath)

Der Verbund "Osteopath" beschäftigt sich mit der molekularen Pathologie der Osteoporose. In der Vergangenheit galt das Hauptinteresse der Forschung den Knochen-produzierenden Osteoblasten und den Knochen-abbauenden Osteoklasten. Die Osteozyten, als dritte Klasse, wurden weniger ausgiebig untersucht.  Osteozyten bilden ein umfassendes Zell-Kommunikationsnetzwerk, welches in der Lage ist, Änderungen der mechanischen Belastung des Knochens zu erkennen und in Signale umzuwandeln, die zu kompensatorischen Veränderungen der Knochenarchitektur führen.

Koordinator:
Prof. Dr. Stefan Mundlos
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum - Institut für Medizinische Genetik
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Tel.: +49 30 450-569121 
Fax: +49 30 450-569915 
E-Mail: stefan.mundlos@charite.de

Teilprojekte 1 und 6

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum - Institut für Medizinische Genetik

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Mundlos
030 450-569121
01EC1006A
973.226 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Ziel der Teilprojekte1+6  ist ein besseres Verständnis der Rolle der Osteozyten bei der Regulation der Knochenmasse und der Entstehung der Osteoporose. Dieses Ziel soll durch humangenetische Untersuchungen zur Auffindung neuer krankheitsrelevanter Gene und durch die Analyse von Mausmodellen erreicht werden. Die Analysen umfassen die in vivo-Mechanostimulation von Knochen verschiedener Mausmodelle mit osteoporotischem Phänotyp und Expressionsanalysen durch High-Throughput Sequenzierung. Es soll auch der Einfluss mechanischer Stimulation auf die Frakturheilung untersucht werden.

Teilprojekte 2 und 8

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Osteologie und Biomechanik

Martinistr. 59
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Amling
040 7410-56083
01EC1006F
489.597 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

In den letzten Jahren konnten Osteozyten-spezifische Genprodukte identifiziert werden, die Schlüsselfunktionen in der Knochenbildung vermitteln. Ziel des Teilprojektes 2 ist, mit Hilfe von Tiermodellen die molekularen Mechanismen zu analysieren, die den Effekten dieser Genprodukte auf Osteoblasten zugrunde liegen. Die qualitativen Veränderungen der Matrix-Mineralisation sind bei den meisten Knochenerkrankungen bisher noch unbekannt. Aus diesem Grund sollen im Teilprojekt 8 die Umverteilung von Kollagen und Veränderungen des Mineralsalzgehaltes der wichtigsten Knochenerkrankungen untersucht werden. Die ausgewählten Proben werden mittels einer speziellen Elektronenmikroskopie auf ihren Knochenmineralgehalt und die Größe der mineralisierten Kristalle hin untersucht.

Teilprojekte 3 und 4

Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Humangenetik (IHG)

Ingolstädter Landstr. 1
85764 Oberschleißheim

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Tim-Matthias Strom
089 3187-3296
01EC1006B
678.004 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

In diesem Vorhaben sollen durch Untersuchungen an Patienten mit seltenen Erkrankungen des Phosphatstoffwechsels Gene identifiziert werden, die für die erbliche Disposition für Osteoporose und Störungen im Phosphathaushalt verantwortlich sind. Die Interaktionen der an diesem Stoffwechselweg beteiligten Proteine sind bisher im Detail nicht verstanden. Weiterhin werden geeignete Mausmodelle dazu auf Knochenstoffwechselmarker, Knochendichte und Knochenhistologie untersucht. Die funktionellen Untersuchungen sowie die Untersuchung der Mausmodelle sollen zum besseren Verständnis der dem Knochenumbau zugrunde liegenden Mechanismen beitragen.

Teilprojekt 5

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Zentrum für Muskuloskelettale Medizin
Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin

Domagkstr. 3
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Richard Stange
0251 83-56301
01EC1006E
234.597 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Hauptziel dieses Projektes besteht darin, die an der Expression der Kollagen bindenden Integrine auf Osteozyten und Osteoblasten beteiligten molekularen Mechanismen zu untersuchen. Zusätzlich soll die Rolle der Integrine bei der Entstehung einer Osteoporose geklärt und neue Therapieansätze gefunden werden. Um die Relevanz der Kollagen bindenden Integrine für die Knochenstruktur und -Entwicklung zu analysieren, wird mit unterschiedlichen Tiermodellen gearbeitet. Dabei kommen neben immunhistochemischen, histomorphologischen und molekularbiologischen Methoden, auch biomechanische Testungen und mikroCT-Analysen zum Einsatz.

Teilprojekt 7

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Medizinische Fakultät
Lehrstuhl für Orthopädie am König-Ludwig-Haus
Orthopädisches Zentrum für Muskuloskelettale Forschung

Brettreichstr. 11
97074 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Franz Josef Jakob
0931 803-1580
01EC1006D
286.375 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Teilprojekt 7 konzentriert sich auf die Funktion des Wachstumsfaktors FGF23 in der Mineralisierung und während des Alterungsprozesses in humanen Osteozyten. Das Ziel ist der Aufbau eines 3D-Osteozyten-Differenzierungssystems, um lokal die Regulation von FGF23 untersuchen zu können. Miniorgankulturen mit humanen kortikalen Knochen werden in vitro auf Mineralisierungsprozesse analysiert. Dabei wird untersucht, wie Osteoblasten in Osteozyten umgewandelt werden.

Teilprojekt 9

Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
Am Mühlenberg 1
14476 Golm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Fratzl
0331 567-9400
01EC1006C
276.189 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Im Teilprojekt 9 soll geklärt werden, ob Osteozyten eine entscheidende Rolle bei der Mineral-Homöostase spielen. Durch die Charakterisierung des Knochenmaterials in der Nähe der Osteozyten soll geklärt werden, ob sich dieses Material durch eine höhere Dynamik in Struktur und Mineralgehalt auszeichnet und somit die Aktivität der Osteozyten widerspiegelt. Dazu werden diverse hochauflösende Verfahren zur positionsaufgelösten Charakterisierung der Nanostruktur von Knochen genutzt, um die Struktur und die Eigenschaften des Knochenmaterials in Abhängigkeit des Abstandes von Osteozyten und ihren Zellfortsätzen zu messen. Diese Messungen werden am gesunden kortikalen Knochen sowie an verschiedenen pathologischen Modellen durchgeführt.

Individualisierte Beurteilung und Behandlung von Osteoporose auf biomechanischer Grundlage (Bio-Asset)

Osteoporose stellt heute ein weltweites Gesundheitsproblem dar. Mit ca. 7,8 Millionen Betroffenen, ist es somit die häufigste Knochenerkrankung. Die derzeitige Langzeittherapie bei dieser chronischen Erkrankung sind die Wirkstoffe aus der Gruppe der Bisphosphonate, die nachgewiesenermaßen das Risiko eines Knochenbruchs vermindern. Die Bisphosphonate sind chemisch den körpereigenen Stoffen ähnlich, die die innere Knochenstruktur bilden. In diesem Projekt sollen die Effekte der Langzeittherapie auf den Knochen bezüglich der Knochenstruktur an humanem Biopsiematerial untersucht werden.

Koordinator:
Prof. Dr. Claus-C. Glüer
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Klinik für Diagnostische Radiologie
Arnold-Heller-Str. 9
24105 Kiel
Tel.: +49 431 597-3157 
Fax: +49 431 597-3127 
E-Mail: glueer@rad.uni-kiel.de


Auswirkungen der Therapie mit Bisphosphonaten auf die Mikrostruktur (TP 1)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Osteologie und Biomechanik

Martinistr. 59
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Amling
040 7410-56083
01EC1005A
587.836 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Patienten, die die für diese Studie zuvor ausgewählten und festgelegten Kriterien erfüllen, werden in der Rechtsmedizin obduziert und Knochenproben verschiedener Bereiche entnommen. Diese werden anschließend histologisch aufgearbeitet. Dies umfasst radiologische Untersuchungen (Kontaktradiographie, Mikro-CT) sowie Histologie und Histomorphometrie an unentkalkten und entkalkten Schnitten. Des Weiteren sollen Untersuchungen mittels  Elektronenmikroskopie Aufschluss über deren Mineralsalzgehalt und den Mineralisationsgrad in den einzelnen Proben geben.

Einfluss der Knochendichteverteilung, Mikrostruktur und Materialeigenschaften auf die Festigkeit des gesamten Knochens (TP 2)

Technische Universität Hamburg-Harburg
Maschinenbau
Institut für Biomechanik

Denickestr. 15
21073 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Morlock
040 42878-3253
01EC1005C
187.848 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Dieses Projekt beschäftigt sich mit diesem Zusammenhang mittels verbesserter Simulation durch die finite Elemente Methode (FE). Basierend auf diesen Erkenntnissen kann die Belastungssituation in Folgeprojekten untersucht werden: a) Die Vorhersage der Knochenfestigkeit soll mittels FE-Simulation durch das Einbeziehen der Knochenstruktur verbessert werden; b) Die Vorhersage des Frakturrisikos in vivo soll hierdurch verbessert werden; c) FE- Modelle sollen die genaue Bestimmung des meistgefährdeten Wirbels ermöglichen.

Individualisierte Beurteilung und Behandlung von Osteoporose auf biomechanischer Grundlage (BioAsset); Mikrostruktur (TP 4), Materialeigenschaften (TP5) und Diagnostik (TP6)

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Klinik für Diagnostische Radiologie

Arnold-Heller-Str. 9
24105 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Claus-C. Glüer
0431 597-3157
01EC1005B
1.118.756 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Das osteoporosebedingte Frakturrisiko wird von der Knochenmasse und der Knochenmikrostruktur (KMS) beeinflusst, die an verschiedenen Skelettorten erheblich variiert. Messungen sollten daher direkt an den Hauptfrakturorten erfolgen. In diesem Vorhaben soll innovative Hardware eingesetzt und Bildverarbeitungssoftware entwickelt werden, um die KMS in besserer Qualität darzustellen und in ihrer Auswirkung auf Festigkeit und Frakturrisiko zu untersuchen. Dadurch soll eine verbesserte Osteoporosediagnostik ermöglicht werden. Neben der Knochenmasse und -struktur beeinflussen auch die Knochenmaterialeigenschaften die Knochenfestigkeit. Dazu soll ein Ultraschall-basiertes Verfahren entwickelt werden, mit dem die Knochenmaterialeigenschaften des Schienbeins in vivo gemessen werden können. Dies würde eine Verbesserung der Osteoporosediagnostik und eine genauere Bewertung von Medikamentenwirkungen auf den Knochen ermöglichen. Die erfolgversprechenden Methoden werden abschließend an Patientengruppen getestet. Im direkten Vergleich mit den anderen bildgebenden Verfahren wird dann die Eignung von Ultraschallverfahren beurteilt.

Auswirkungen von BMD und Form der Brust- und Lendenwirbel auf das Frakturrisiko

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Physik

Henkestr. 91
91052 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr Klaus Engelke
09131 8522829
01EC1005D
208.098 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Der Verbund "BioAsset" entwickelt und beurteilt im Rahmen einer klinischen Studie neue diagnostische Verfahren für osteoporotische Erkrankungen. Die am besten validierte Methode in der Osteoporosediagnostik ist die sogenannte DXA (Dual X-Ray Absorptiometry). Diese dient zur Bestimmung des Knochenbruchrisikos. Neuere Studien ergeben allerdings Hinweise darauf, dass die Risikovorhersage insbesondere an der Wirbelsäule durch das Verfahren der quantitativen Computertomographie verbessert werden kann. Dieses Verfahren soll in diesem Teilprojekt für die Brust- und Lendenwirbelsäule weiterentwickelt und verbessert werden, da in diesem Abschnitt die meisten Knochenbrüche auftreten.

Individualisierte Beurteilung und Behandlung von Osteoporose auf biomechanischer Grundlage (BioAsset) (TP 6)

Evangelisches Krankenhaus Lutherhaus gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Hellweg 100
45276 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Johannes Pfeilschifter
0201 805-1847
01EC1005E
3.291.292 EUR
01.01.2011 - 31.12.2013

In einer einjährigen Rekrutierungsphase werden in ca. 70 deutschen Osteoporose-Schwerpunktpraxen und -ambulanzen etwa 7.000 Osteoporose-Patienten mit hohem Knochenbruchrisiko und vorangegangener mindestens vierjähriger Bisphosphonattherapie in die Studie eingeschlossen. Im Verhältnis 1:1 erhalten diese nach Zufallsprinzip eine verblindete Behandlung mit 70 mg Alendronat einmal pro Woche oder Placebo. In der zweijährigen Behandlungsphase werden neuauftretende Knochenbrüche und unerwünschte Ereignisse mittels regelmäßiger telefonischer Befragung erfasst. In einer Teilgruppe von ca. 1.000 Personen werden verschiedene Knochendichtemessverfahren im Hinblick auf die Bruchvorhersage evaluiert.

Neuroimmunverbindungen bei Entzündung und Schmerz (Immunopain)

Der Verbund „ImmunoPain“ beschäftigt sich mit der Verbindung von Entzündung und Schmerz. Chronische rheumatische Entzündungen, wie rheumatoide Arthritis, sind mit starken Schmerzen verbunden. Die Verbindung zwischen rheumatischer Entzündung und Schmerz ist jedoch auf molekularer Ebene schlecht verstanden. Derzeitig werden rheumatische Entzündungen mit antientzündlichen Medikamenten behandelt. Solche Therapien differenzieren nicht zwischen vorteilhaften und negativen Funktionen von Immunzellen, zeigen in einigen Patienten keine Wirkung und haben oft gravierende Nebenwirkungen. Obwohl gezeigt wurde, dass Immunzellen durch Opioidpeptide akuten (post-operativen) Entzündungsschmerz reduzieren, ist ihre Rolle bei der Schmerzkontrolle bei chronischen Entzündungsprozessen nicht näher untersucht.

Koordinator:
Prof. Dr. Hans-Georg Schaible
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Physiologie
Teichgraben 8
07743 Jena
Tel.: +49 3641-938810 
Fax: +49 3641-938812 
E-Mail: hans-georg.schaible@mti.uni-jena

Teilprojekt 1

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Radbruch
030 28460-600
01EC1004A
296.204 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

In diesem Projekt wird untersucht, wie Zellen des Immunsystems bei einer chronischen Entzündung mit Nervenzellen interagieren und Schmerz auslösen bzw. beeinflussen. In einem Tiermodell für rheumatoide Arthritis werden durch adoptiven Transfer von bestimmten Zelltypen, durch Transkriptomanalysen und durch Manipulation des Tiermodells die relevanten Gedächtnis-T-Helferzellen identifiziert, die einen positiven oder negativen Einfluss auf das Schmerzempfinden ausüben. Zudem werden die Signale identifiziert, mit denen die Immunzellen das Schmerzempfinden direkt oder indirekt beeinflussen und der Einfluss einer therapeutischen Interferenz auf Schmerz und Entzündung analysiert.

Teilprojekt 2

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum
Medizinische Klinik III mit Poliklinik und Institut für Klinische Immunologie

Krankenhausstr. 12
91054 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Georg Schett
09131 85-33418
01EC1004E
418.903 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

In diesem Teilprojekt wird die Rolle von TNF im Entzündungs- und Schmerzgeschehen bei der Arthritis mit Hilfe von fMRI Untersuchungen an transgenen Mäusen und unter verschiedenen pharmakologischen Behandlungen untersucht. Der Transfer der Ergebnisse aus den Grundlagenuntersuchungen an Mäusen wird mittels nicht-invasiven fMRI Untersuchungen in die Klinik am Patienten geleistet. Hiermit sollen Methoden zur individuellen Erfolgskontrolle einer gewählten Behandlungsstrategie für den einzelnen Patienten im Sinne einer individualisierten Therapie genutzt werden.

Teilprojekte 3 und 6

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Physiologie

Teichgraben 8
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Georg Schaible
03641 938810
01EC1004B
748.831 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Teilprojekt 3 befasst sich mit den Neuroimmunmechanismen des entzündungsbedingten Gelenkschmerzes. Das Ziel des Projektes ist, die Wirkung proinflammatorischer Zytokine auf das periphere und spinale nozizeptive System aufzuklären. Das Potenzial proinflammatorischer Zytokine, in Gelenknozizeptoren eine entzündungstypische lang anhaltende Sensibilisierung für mechanische Reize zu induzieren, wird analysiert. Ferner wird untersucht, ob Zytokine die neuronale Expression schmerzrelevanter Rezeptoren und Ionenkanäle fördern. Das Teilprojekt 6 beschäftigt sich mit den neurophysiologischen Einflüssen, die eine Arthritis verhindern oder in verschiedenen Stadien modulieren können. Es werden Untersuchungen zu den immunologischen Korrelaten der neurophysiologisch induzierten Entzündungsprotektion durchgeführt. Der Einfluss neuronaler Mechanismen auf diese anti-inflammatorischen immunologischen Prozesse wird analysiert. Insbesondere soll der neurogene Einfluss auf die Anzahl und Funktionsfähigkeit regulatorischer T-Zellen erforscht werden.

Teilprojekt 4

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christoph Stein
030 84452-731
01EC1004C
385.311 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Teilprojekt 4 "Opioidexpression in Immunzellen und Schmerzkontrolle" zielt auf die Verstärkung der körpereigenen, schmerzlindernden Mechanismen des Immunsystems ab. Dazu soll erstmals der quantitative Nachweis relevanter Gene genutzt werden, um die beteiligten extrazellulären Regulatoren und intrazellulären Signalwege in Immunzellen aufzuklären.

Teilprojekt 5

Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg
Abt. Experimentelle Orthopädie
ZMB im BioPark 1
Josef-Engert-Str. 9
93053 Regensburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Susanne Grässel
0941 943-5065
01EC1004D
298.762 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

In diesem Projekt wir der Einfluss sensorischer und sympathischer Neurotransmitter auf Metabolismus und Differenzierung des mesenchymalen Kallusgewebes während der Frakturheilung in einem Mausfrakturmodell untersucht. Zudem soll die Beteiligung dieser Neurotransmitter an der Bildung von autoimmunologischen Phänomenen, wie die spezifische Antikkörperproduktion gegen Matrixproteine wie Kollagen II näher analysiert werden. Als Kontrolle wird der initiale und lokale Einfluss dieser Neurotransmitter auf den Verlauf einer klassischen intradermal induzierten Kollagen II vermittelten Autoimmunantwort getestet.

Chronischer Rückenschmerz und sensomotorische Kontrolle: Auf dem Weg zur Entwicklung eines modellbasierten diagnostischen Instrumentariums (Chronic Back Pain)

Das Verbundprojekt, bestehend aus fünf Teilprojekten, entwickelt neue diagnostische Verfahren mit dem Ziel, chronischen Rückenschmerz besser als bisher zu verstehen. Dazu wird ein neuer quantitativer Ansatz genutzt, der die Analyse und Modellierung der Interaktionen zwischen kortikaler Schmerzverarbeitung und dem visuoneuromuskulären System beinhaltet. In interdisziplinärer Zusammenarbeit wird in experimentellen Ansätzen die Interaktion von Einflussgrößen moduliert und vor diesem Hintergrund das Modell bewertet und angepasst. Mit Hilfe der neuen diagnostischen Verfahren wird eine spezifischere Therapie von Patienten mit chronischem Rückenschmerz erwartet.

Koordinator:
Prof. Dr. Heiko Wagner
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Philosophische Fakultät
Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft
Institut für Sportwissenschaft
Horstmarer Landweg 62b
48149 Münster
Tel.: +49 251 833-2307 
Fax: +49 251 833-4872 
E-Mail: heiko.wagner@uni-muenster.de
Internet: http://www.chronic-back-pain.org/

Teilprojekte 1 und 3

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Philosophische Fakultät
Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft
Institut für Sportwissenschaft

Horstmarer Landweg 62b
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Heiko Wagner
0251 833-2307
01EC1003A
708.902 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Teilprojekt 1 (Leiter H. Wagner) wird ein modulares neuromuskuloskelettales Modell entwickeln, dass eine zentrale und integrative Funktion im Projekt hat, da es verwendet werden kann um experimentell verifizierbare Vorhersagen zu generieren. Außerdem werden die Veränderungen der spinalen Reflexe und spinalen Mustergeneratoren bei Menschen mit und ohne chronischen Rückenschmerzen quantifiziert. Teilprojekt 3 (Leiter M. Lappe) erforscht die Interaktionen zwischen visueller Wahrnehmung und chronischem Rückenschmerz. Es wird untersucht, ob Menschen mit chronischen Schmerzen die Repräsentation auf kognitiver Ebene ausblenden und die visuelle Verarbeitung von Bewegungen spezifisch beeinträchtigt ist. Nach Entwicklung des allgemeinen Modells, werden die experimentellen Informationen in das Modell implementiert und Reflexverschaltungen bei Patienten und Kontrollen anhand elektrischer Stimulation untersucht.

Teilprojekte 2, 4, 5

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
Institut für Psychologie

Am Steiger 3
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Weiß
03641 94-5143
01EC1003B
905.141 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Die in Jena bearbeiteten Teilprojekte untersuchen die Modulation der zentralnervösen Interaktionen durch noxische und schmerzassoziierte Stimulation (Teilprojekt 2, Leiter T. Weiß), den Einfluss veränderter sensomotorischer Informationen auf kinetische Interaktionen zwischen Rumpf und Beinen in Reaktion auf mechanische Beeinträchtigung (Teilprojekt 4, Leiter R. Blickhan) und die sensomotorische Informationsverarbeitung bei chronischem Rückenschmerz (Teilprojekt 5, Leiter C. Puta). Zum Einsatz kommen funktionelle Kernspintomographie (fMRT), Elektromyographie (EMG), kinetische Aufzeichnungen, quantitativ-sensorische Testung (QST) u. a. zur Analyse unterschiedlicher visueller, somatosensorischer, motorischer und nozizeptiver Stimulation.

Klinik und Pathophysiologie von Osteophytenformation und Ankylose (ANCYLOSS)

Der Verbund „ANCYLOSS“ beschäftigt sich mit der Erforschung degenerativer rheumatischer Erkrankungen. Osteoarthrose und entzündliche Gelenkerkrankungen führen zu einer fortschreitenden Zerstörung der Gelenkarchitektur. Ein besseres Verständnis der Pathophysiologie von Knochenveränderungen kann zu neuen therapeutischen Konzepten dieser Erkrankungen führen. Im Mittelpunkt dieses Verbundes steht die Erforschung der sogenannten „Osteophyten“: Knöcherne Anbauten, die an den erkrankten Gelenken sichtbar als knöcherne „Schwellung“ entstehen. Die sechs Teilprojekte des Verbundes erforschen unterschiedliche molekulare Faktoren, die für die Entstehung der Osteophyten eine wesentliche Rolle spielen und entwickeln neue therapeutische Strategien.

Koordinator:
Prof. Dr. Georg Schett
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum
Medizinische Klinik III mit Poliklinik und Institut für Klinische Immunologie
Krankenhausstr. 12
91054 Erlangen
Tel.: +49 9131 85-33418
Fax: +49 9131 85-34770 
E-Mail: georg.schett@uk-erlangen.de
Internet: http://www.ancyloss.com/

Teilprojekte 1, 5 und 6

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum
Medizinische Klinik III mit Poliklinik und Institut für Klinische Immunologie

Krankenhausstr. 12
91054 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Georg Schett
09131 85-33418
01EC1002A
853.116 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Projekt „Wnt-Aktivierung und Knochenformation bei Arthritis“ erforscht für die Knochenbildung wichtige Signalwege in experimentellen Arthrosemodellen. In diesem Projekt wird daher zum einen die Hypothese überprüft, ob der Wnt-Signalweg ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Fett- und Knochengewebe bei der Osteophytenbildung ist und zum anderen, ob Adipositas die Osteophytenbildung in Tiermodellen der Arthose antreibt.

Teilprojekt 2

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Klinik und Poliklinik für Orthopädie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Andreas Niemeier
040 7410-54745
01EC1002B
368.088 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013


Das Projekt „Einfluss von Apolipoprotein E auf die Osteophytenformation bei Arthrose“ soll dazu beitragen, neue Krankheitsmechanismen und therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung der Osteoarthrose zu definieren. Zentrale Elemente des Lipoproteinstoffwechsels, unter anderem Apolipoprotein E (apoE), regulieren im Mausmodell Osteoblasten- und Knochenformation. Ob die beim Menschen existierenden apoE-Isoformen einen differentiellen Einfluss auf den Knochen haben, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt Hinweise darauf, dass apoE einen hemmenden Einfluss auf Osteoblasten durch Modulation des Wnt-Signalweges ausübt und dieser Signalweg scheint in der Pathogenese der Osteoarthritis eine wichtige Rolle zu spielen. Folgende Hypothesen werden geprüft: 1) ApoE hemmt im Rahmen der Osteoarthritis die Knochenformation, hier also Osteophytenbildung; 2) Die humanen apoE-Isoformen sind differentiell mit Osteophytenbildung assoziiert. Die erste Hypothese wird durch ein chirurgisches Instabilitätsmodell am Kniegelenk genetisch modifizierter Mäuse überprüft. Zur Prüfung der zweiten Hypothese werden Gewebeproben von Osteoarthrose-Patienten, die eine Knieprothese erhalten hinsichtlich apoE-Isoform, Osteophyten und den Wnt-Signalweg analysiert.

Teilprojekt 3

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum
Innere Medizin - Rheumatologie

Benekestr. 2-8
61231 Bad Nauheim

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner
06032 99-62101
01EC1002C
151.233 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Erforschung degenerativer und entzündlicher Gelenkerkrankungen mithilfe von in vitro- und in vivo-Untersuchungen. Der Schwerpunkt des Projektes „Effekt von Adipokinen auf die Knochenformation“ liegt in der Untersuchung der Effekte von durch Fettzellen produzierten Botenstoffen (Adipokinen) auf die chronische Entzündung und den Matrix-Um- oder -abbau. Kürzlich wurde gezeigt, dass bestimmte Adipokine proinflammatorische Signalwege als auch Signalwege des Matrixumbaus beeinflussen können. In diesem Projekt werden daher folgende Hypothesen überprüft: 1) Adipozytäre Adipokine stellen eine Verbindung zwischen Fettgewebe und Osteophyten-Neubildung dar und 2) Adipokine beeinflussen die Wnt-Signaltransduktion und werden in der Nähe von Osteoblasten produziert. Diese Fragestellungen werden zum einen mit Hilfe von in vitro-Kulturen von Maus-Osteoblasten und -Chondrozyten untersucht, zum anderen an Osteophyten aus Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen.

Teilprojekt 4

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Medizinische Klinik I
Abt. für Gastroenterologie/Infektiologie/Rheumatologie

Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Joachim Sieper
030 8445-4547
01EC1002D
141.233 EUR
01.06.2010 - 31.05.2013

Das Projekt „Biomarker der Knochenformation bei ankylosierender Spondylitis“ sucht nach Biomarkern für die Knochenneubildung bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (zur Versteifung führende rheumatische Entzündung der Wirbelsäule). Dabei sollen auch Biomarker gefunden werden, die relevant für die Prognose der Patienten bezüglich einer Versteifung der Wirbelsäule sind. Darüber hinaus wird die Hypothese untersucht, ob sich die Knochenneubildung grundsätzlich ähnelt bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis, Osteoarthritis und Psoriasisarthritis. Serum und teilweise Urinproben von einer großen Anzahl von Patienten mit ankylosierender Spondylitis und nicht-radiologischer axialer Spondyloarthritis (Frühform der ankylosierenden Spondylitis) werden systematisch zu verschiedenen Zeitpunkten auf Knochen-Biomarker untersucht und mit der radiologischen Knochenneubildung an den Rumpf bildenden Knochen korreliert.

Muskuloskeletale Infektionen (MISSinG)

Infektionen des Bewegungsapparates beim Erwachsenen sind von besonderer Bedeutung sowohl für die Betroffenen als auch das Gesundheitssystem. Die Genese der Infektionen ist vielfältig, das Keimspektrum sowie die klinischen Verläufe sehr variabel, was die große Anzahl von Behandlungsmethoden und Therapiekonzepten erklärt. Obwohl Knocheninfektionen mit gravierenden Folgen für die Betroffenen, ihr soziales Umfeld und das Gesundheitswesen verbunden sind, bestehen in diesem Bereich noch erhebliche Forschungslücken. Das MISSinG-Netzwerk ist das erste große Gemeinschaftsprojekt ausgewiesener Experten auf dem Gebiet der Knochen- und Gelenkinfektionen. MISSinG ermöglicht den verschiedenen Konsortiumspartnern hierbei erstmalig Zugriff auf sonst nur schwer zugängliche Daten aus anderen Zentren sowie Fachdisziplinen im großen Stil.

Koordinator:
PD Dr. Dirk Stengel
Unfallkrankenhaus Berlin
Zentrum für Klinische Forschung
Warener Str. 7
12683 Berlin
Tel.: +49 30 5681-4091 
Fax: +49 30 5681-4093 
E-Mail: dirk.stengel@ukb.de

Teilprojekt 1

Unfallkrankenhaus Berlin
Zentrum für Klinische Forschung

Warener Str. 7
12683 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Dirk Stengel
030 5681-4091
01EC1001A
353.472 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

In diesem Teilprojekt wird die German Osteitis and Osteomyelitis Database (GOOD) aufgebaut, mit deren Hilfe die Inzidenz und Prävalenz von Knochen- und Gelenkinfektionen in Deutschland abgeschätzt, etablierte Behandlungskonzepte beschrieben und bestimmte Risikopopulationen identifiziert werden können. Bis jetzt gibt es keine nationale oder internationale Datenbank, die spezifisch das Problem der Knochen- und Gelenkinfektionen adressiert. Die gesammelten Informationen werden daher für alle Partner im Gesundheitswesen von übergeordnetem Interesse sein und sowohl Versorgungsrelevanz als auch Induktionspotenzial für zukünftige Forschungsprojekte besitzen.

Teilprojekte 2 und 5

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Medizinische Fakultät
Institut für Community Medicine

Walther-Rathenau-Str. 48
17489 Greifswald

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Axel Kramer
03834 515-542
01EC1001B
548.875 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Im Teilprojekt 2 sollen die Prozessabläufe sowie die Entwicklung neuer Methoden zur antiseptischen Beschichtung von metallischen Implantaten optimiert werden. Wesentliche Komponenten sind die Oberflächenmodifikationen durch Plasma-Behandlung, der Ausschluss potenziell toxischer Effekte in Folge von Radikalbildung und die Prüfung der Kinetik und Wirksamkeit. Die von den Patienten subjektiv erlebten Beeinträchtigungen des Gesundheitszustands wurden in der bisherigen Forschung nicht in ausreichendem Maße untersucht. Vor diesem Hintergrund soll in Teilprojekt 5 eine systematische Übersicht der auf dem Gebiet der subjektiven Gesundheit nach Knocheninfektion publizierten wissenschaftlichen Literatur sowie die in diesem Bereich verfügbaren Erhebungsinstrumente und ihre methodischen Eigenschaften erstellt werden. Empirisch gestützte Empfehlungen zur Anwendung geeigneter Erhebungsverfahren im klinischen und wissenschaftlichen Kontext sollen entwickelt und eine Implementation entsprechender Datenstrukturen in die German Osteitis and Osteomyelitis Database (GOOD) unterstützt werden.

Teilprojekt 3

Verein für berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Halle e.V.
Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannstrost
Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Merseburger Str. 165
06112 Halle

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Andreas Heinrich Tiemann
0345 132-6499
01EC1001C
40.500 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Die optimale Therapie von Knochen- und Gelenkinfektionen erfordert eine genaue Klassifikation und Risikoeinschätzung. Das Ausmaß der Gewebezerstörung, insbesondere das Übergreifen von Infektionen auf benachbarte Kompartimente, und das Ausmaß der immunologischen Kompetenz des Patienten bestimmen dabei die chirurgische Strategie. Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines prädiktiven bzw. prognostischen Modells zur Vorhersage des klinischen Verlaufes nach operativer Therapie von akuten und chronischen Knocheninfektionen auf der Basis des generellen und antigenspezifischen Reaktionsvermögens von Zellen. Die Techniken beinhalten dabei zelluläre Funktionstests und Zytokinbestimmungen auf Elispot- und Multiplexniveau.

Teilprojekt 4

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Universitätsklinik
Department für Orthopädie und Traumatologie

Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Hagen Schmal
0761 270-2401
01EC1001D
242.471 EUR
01.01.2011 - 31.12.2013

Das Teilprojekt Triple-I beschäftigt sich mit einem Schlüsselschritt der entzündungsbedingten Arthroseinduktion, welcher in einem veränderten Differenzierungverhalten der Chondrozyten zu sehen ist. Reparative Vorgänge des Knorpels werden auch durch andere Einwirkungen wie eine traumatische Zerstörung induziert und sind als gemeinsame Endstrecke der Reaktion von zellulären und extrazellulären Knorpelkomponenten zu betrachten. Im Rahmen dieses Projektes sollen Mediatoren analysiert werden, die das intraartikuläre Milieu im Rahmen einer Gelenkinfektion im Hinblick auf die chondrogene Differenzierung bestimmen.

Teilprojekte 3 und 6

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Lübeck
Klinik für Chirurgie des Stütz- und Bewegungsapparates

Ratzeburger Allee 160, Hs. 40
23562 Lübeck

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr.Arndt Peter Schulz
0451 500-4730
01EC1001E
611.036 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Ziel des Teilprojektes 3 ist die Erstellung eines Proteinprofils, welches aufgrund eines optimierten Biomarker-Ensembles erlaubt, mit hoher Genauigkeit Patienten mit akuter und chronischer Osteomyelitis von Gesunden zu unterscheiden. Die parallele Untersuchung von Gewebe und Serum von Erkrankten soll genutzt werden, um Serumproteinmarker zu identifizieren, mittels derer eine minimal-invasive Diagnostik und Therapieüberwachung anhand von Blutuntersuchungen möglich wird. Dieser Ansatz wird ein kosteneffektives und patientenfreundliches Monitoring von Krankheitsverlauf und Therapieerfolg ermöglichen. Ziel des Teilprojektes 6 ist die Entwicklung eines in vitro-Knochenmodells zur Simulation der in vivo-Arzneistofffreisetzung. Das Modell soll Informationen über freigesetzte Arzneistoffmenge, Lokalisation des Arzneistoffes, Arzneistoffadsorption an das umliegende Knochengewebe und Arzneistofftransport im Knochengewebe liefern. Es wird angestrebt, die natürliche Mikrozirkulation des Blutes verschiedener Knochensubstanzen und die natürliche Knochenstruktur zu simulieren. Dieses Modell soll in Zukunft bei der Findung der optimalen Arzneistoffmenge pro Implantat helfen, um optimale Freisetzungsraten am Wirkort und geringstes Nebenwirkungsprofil für den Patienten zu erzielen.

Teilprojekt 7

Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg
Bergedorfer Str. 10
21033 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ulf-Joachim Gerlach
040 7306-2410
01EC1001F
331.586 EUR
01.08.2010 - 31.07.2013

Ziel des Projektes ist die Einführung moderner technischer Methoden in das etablierte Verfahren des Knochen-Segmenttransportes zur biologischen Rekonstruktion großer Knochendefekte. Insbesondere wird eine Optimierung der Behandlung durch eine kontinuierliche elektronische Kontrolle der Behandlung bis hin zum automatischen motorgetriebenen Transport angestrebt. Angewandt wird die Methode der Knochenneubildung durch Distraktion nach Ilisarow. Hierbei wird ein Knochen-Segment langsam mit einem Zugmechanismus durch den Knochendefekt bewegt. In den Zugmechanismus werden zu entwickelnde Kraftsensoren eingebracht, welche mit einer kleinen Elektronik verbunden sind, die die Datenverarbeitung und -speicherung übernimmt. Darüber hinaus ist vorgesehen, in das Miniaturloggersystem einen Beschleunigungssensor zu integrieren, welcher gleichzeitig die Aktivität des Patienten registriert. Ebenso ist eine kabellose Schnittstelle zu implementieren, welche eine Übertragung der Messdaten über ein Mobiltelefon zu der behandelnden Klinik ermöglicht. Parallel dazu werden Miniaturgetriebe für Miniaturmotoren entwickelt und eine Motorsteuerung in die Loggereinheit integriert.

 

 

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