Schmerzforschung

 

Öffentliche Bekanntmachung:

2000

Förderzeitraum:

2002 - 2012


1. Förderphase:

Gesamtvolumen:
Vorhabenzahl:
Förderkennzeichen:


2002 - 2005

7,5 Mio. EUR
14
01EM0101 - 01EM0118


2. Förderphase:

Gesamtvolumen:
Vorhabenzahl:
Förderkennzeichen:


2005 - 2012

6,2 Mio. EUR
21
01EM0501 - 01EM0521


1. Ziele des Förderschwerpunktes

Mit der Fördermaßnahme "Forschungsverbünde für Schmerzforschung" soll die Forschung auf dem Gebiet des chronischen Schmerzes gestärkt werden. Ziel der Maßnahme ist es, die Voraussetzungen dafür zu verbessern, die Mechanismen bei der Entstehung chronischen Schmerzes begreifen zu können, die Chronifizierung von Schmerzen durch ein frühes Eingreifen zu verhindern und bereits chronifizierte Schmerzen durch eine Kombination verschiedener Behandlungsstrategien zu therapieren. In den Verbünden arbeiten Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen (u.a. Neurobiologie, Neurologie, Psychologie, Pharmakologie, Anästhesiologie, Sozialmedizin, Biometrie) überregional in bzw. mit Kliniken und Schmerzambulanzen zusammen. Da die meisten Schmerzpatienten nicht in Universitätskliniken, sondern bei ihrem Hausarzt Hilfe suchen, sind auch niedergelassene Ärzte in die Verbünde einbezogen. Auf diese Weise soll der optimale Transfer von Forschungsergebnissen in die Versorgung gewährleistet werden.
Die Bundesförderung ist für eine Gesamtdauer von 6 Jahren vorgesehen. Für zunächst drei Jahre (2002 -2005) wurde je ein Forschungsverbund zu den Themen "Kopfschmerz/Migräne", "Rückenschmerz" und "Neuropathischer Schmerz" (Nervenschmerz) gefördert.

2. Stand der Fördermaßnahme

Ausgehend von acht eingereichten Antragsskizzen auf Einrichtung von Forschungsverbünden für Schmerzforschung wurden die oben genannten drei Forschungsverbünde aufgefordert, detaillierte Verbundanträge mit der Darstellung der geplanten Einzelprojekte einzureichen. Aus diesen wurden die wissenschaftlich geeignetsten Vorhaben zur Förderung ausgewählt. Die Förderung der Forschungsverbünde zum Kopfschmerz, zum Neuropathischen Schmerz und zum Rückenschmerz begann im März 2002 mit der Bewilligung der ersten Teilvorhaben. Nach einer Evaluation der Verbünde im Februar 2005 wurden die Forschungsverbünde zum Neuropathischen Schmerz und zum Kopfschmerz für eine weitere dreijährige Förderperiode ausgewählt.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

Forschungsverbund: Neuropathischer Schmerz

Koordinatoren: Prof. Dr. Dr. Tölle (München) , Prof. Dr. Baron (Kiel)

Teilprojekte der TU München

Technische Universität München
Klinikum rechts der Isar
Neurologische Klinik und Poliklinik im Neuro-Kopf-Zentrum
Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas R. Tölle
089 4140-4607
01EM0501
758.521 EUR
01.07.2005 - 30.06.2012

An der TU München sind sowohl die Administration des Forschungsverbundes als auch wissenschaftliche Teilvorhaben angesiedelt.
Ziele: (1) Die Stärkung von Synergien, gemeinschaftliche Verbreitung und Umsetzung der Ergebnisse in der medizinischen Praxis sind die vorrangigen Ziele der DFNS-Administration. (2) Ziel der Blutproben-Bank ist die Sammlung von DNA von nach DFNS-Kriterien charakterisierten Patienten, um genetische Untersuchungen zum neuropathischen Schmerz zu ermöglichen. (3) Ziel des integrativen QST (quantitatives sensorisches Testen)-Vorhabens ist die Validierung und Optimierung der Untersuchungsmethode. (4) Ziel des Vorhabens "Imaging Neuropathic Pain" ist die Untersuchung neuropathischer Schmerzsyndrome und Modelle zum besseren Verständnis der Erkrankung.
Wesentliche Arbeitspakete: (1) Unterstützung der Sprecher und Zentren, Organisation von Tagungen und Publikationen. (2) Probensammlung; Initiierung von Untersuchungen. (3) QST-Qualitätskontrolle; Charakterisierung von Surrogat-Modellen mittels QST. (4) fMRI und Liganden-PET Untersuchungen an Patienten und Probanden in Relation zu bestimmten genetischen Phänotypen und Therapien.
Verwertungsziele sind die Publikation/Verbreitung der Ergebnisse des Netzwerkes, die Ermöglichung genetischer Studien, die Etablierung von QST als klinisches Untersuchungsinstrument sowie der allgemeine Fortschritt im Verständnis der Pathophysiologie neuropathischer Schmerzen.


b) abgeschlossene Vorhaben

 
 

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