Öffentliche Bekanntmachungen: 2002, 2006
Förderzeitraum: 2003 - 2010
Gesamtvolumen: 6,8 Mio. EUR
Vorhabenanzahl: 26
1. Ziel der Fördermaßnahme
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das polnische Ministerium für Wissenschaft und Bildung (MNiSzW) unterstützen gemeinsam bilaterale wissenschaftliche Kooperationen in den medizinisch orientierten Neurowissenschaften.
Das Ziel des bilateralen Programms ist die Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts durch Nutzung von Synergieeffekten eines kooperativen Forschungsansatzes. Damit soll auch ein Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsfürsorge geleistet werden. Die Forschung wird auf solche neurologischen Erkrankungen fokussiert, die eine große Bedeutung für beide Nationen haben. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Kooperation die Beziehungen zwischen beiden Ländern festigen.
2. Stand der Fördermaßnahme
In der ersten Förderphase zwischen 2003 und 2007 wurden insgesamt 13 bilaterale Projekte mit 3,3 Mio. Euro gefördert. Um nach erfolgreichem Verlauf dieser Phase weitere Partner in das Programm einzubinden, wurde im Juni 2006 eine zweite gemeinsame Bekanntmachung veröffentlicht. Aus den eingegangenen 35 bilateralen Projektanträgen wählte ein mit Wissenschaftlern beider Länder besetztes Gutachtergremium 13 Projekte für eine Förderung von drei Jahren aus.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Hypo- und Hyperfusion beim subakuten Schlaganfall. Darstellung der Perfusionsdynamik bei Schlaganfallpatienten mittels optischer Bildgebung
Das Ziel ist, ein neues Verfahren zur Überwachung der Hirnperfusion beim Schlaganfall zu entwickeln. Zunächst wird geprüft, ob ein optisches Monitoring der Hirnperfusion mittels Bolustracking eines optischen Kontrastmittels auf der Basis der zeitaufgelösten Nahinfrarotspektroskopie Informationen liefern kann, die für Diagnostik und Therapie beim subakuten Schlaganfall wertvoll sind. Das zuvor eigens entwickelte Funktionsmuster „Time-domain optical brain imager“ sowie die Software zur Messung und Datenanalyse werden für den Einsatz in klinischen Studien angepasst und optimiert. In zwei klinischen Studien soll die Perfusion des Gehirns kontinuierlich gemessen werden. Die Messtechnik wird für die Erfassung der „arterial input function“ sowie der Fluoreszenzdetektion erweitert. Unter Einschluss mathematischer Modelle wird geprüft, ob die Analyse der Bolusform eine quantitative Bestimmung des zerebralen Blutflusses erlaubt.
Teilprojekt Charité
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
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Polnischer Partner: PhD Adam Liebert
Institute of Biocybernetics and Biomedical Engineering
MD Leszek Krolicki
Department of Nuclear Medicine Medical University of Warsaw