| Öffentliche Bekanntmachung: | 2001 |
1. Förderphase: |
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| Förderzeitraum | 2004 - 2007 |
| Gesamtvolumen: | 3,8 Mio. EUR |
| Vorhabenzahl: | 16 |
2. Förderphase: |
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| Förderzeitraum: | 2007 - 2010 |
| Gesamtvolumen: | 5,5 Mio. EUR |
| Vorhabenzahl: | 10 |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Die Pflege stellt einen wichtigen Bereich der gesundheitlichen Versorgung und sozialen Sicherung dar. Wie die ärztliche Therapie ist auch sie verpflichtet, sich für die Genesung und Gesundung von Kranken einzusetzen, ihnen bei chronischen Beeinträchtigungen Linderung zu verschaffen und ihre Lebensführung so weit wie möglich zu erleichtern.
Heute steht die Pflege vor großen, neuen Herausforderungen; sie betreffen Art und Umfang ihrer Leistungen ebenso wie ihr Selbstverständnis. Die wachsende Anzahl von Kleinfamilien und Single-Haushalten, die zunehmende Lebenserwartung, geringere Verweildauern in Krankenhäusern und andere weitreichende Strukturveränderungen bedingen eine vermehrte Nachfrage nach Pflegeleistungen. Unausweichliche Folge dieses Wandels sind Veränderungen im Verständnis, in der Ausübung und Organisation der Pflege. Darüber hinaus stellen die Pflegebedürftigen höhere Ansprüche an die Qualität der Pflege; sie erwarten zunehmend, ihren Alltag in größtmöglicher Eigenständigkeit bewältigen zu können. Insgesamt verhelfen diese Veränderungen der Pflege zu einem beträchtlichen Bedeutungszuwachs, der sich an ihrem Anteil an den Ausgaben des Gesundheitswesens ablesen lässt. Die Pflege stellt somit auch einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Dienstleistungsbereich dar.
Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden, kann die Pflege nicht mehr ausschließlich nach traditionellen Vorbildern organisiert und praktiziert werden. Effektives und effizientes pflegerisches Handeln erfordert wissenschaftlich abgesicherte Handlungsanleitungen und herkömmliches Erfahrungswissen. Veränderungen und Fortschritt sind auf die Forschung angewiesen: durch die Schaffung von forschungsfreundlichen institutionellen Rahmenbedingungen, um Forschungsprojekte erfolgreich durchführen zu können; durch die Förderung von Forschungsprojekten, um evidenzbasiertes Handlungswissen zu ermitteln.
Diesen Zielsetzungen dient der Förderschwerpunkt "Angewandte Pflegeforschung", der 2001 öffentlich bekannt gemacht worden ist.
2. Stand der Fördermaßnahme
Zu Beginn der Fördermaßnahme hatten 36 Antragsteller formlose Antragsskizzen mit 58 einzelnen Projektvorschlägen vorgelegt. Die Begutachtung und fachliche Bewertung hat in einer ersten Phase zur Förderung von vier Pflegeforschungsverbünden mit 26 Teilprojekten geführt. Darin wurden die Wissensgrundlagen zur Fundierung und Verbesserung des Pflegehandelns geschaffen sowie Methoden zur Bewertung von Pflegemodellen entwickelt.
In der 2. Förderphase sollen die während der 1. Förderphase erarbeiteten Pflegekonzepte evidenzbasiert im Rahmen quantitativer Studien untersucht werden. Diese Evaluierung erfolgt in drei Forschungsverbünden.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Pflegeforschungsverbund Mitte-Süd: Evidence basierte Pflege chronisch Pflegebedürftiger in kommunikativ schwierigen Situationen
Koordinator: Prof. Dr. Johann Behrens
www.medizin.uni-halle.de/pflegewissenschaft
Chronisch Pflegebedürftige in kommunikativ schwierigen Situationen
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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg |
Leiter: |
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b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben