Innovative Hilfen

Öffentliche Bekanntmachungen:

2006, 2010

Förderzeitraum:

2007 bis 2014

Gesamtvolumen:

20,9 Mio. Euro

Vorhabenzahl:

54 (in 13 Projekten)

 

Verbundübergreifendes Begleitprojekt - Innovative Hilfen in der Rehabilitation und für Behinderte 

Verbundvorhaben iVIEW: intelligente vibrotaktil induzierte Wahrnehmung 

Verbundvorhaben: Urowatch: Konstruktion und grundsätzliche Klinische Erprobung einer 3 D-Impedanzzystovolumetrie

Verbundvorhaben Modellbasierte Hörgeräte: Entwicklung und Evaluation innovativer modellbasierter Techniken für technische Hörhilfen 

Verbundvorhaben: OIWOB: Orientieren, Informieren, Warnen. Orientierungshilfe für Blinde

Verbundvorhaben Biofeedback for Eating (B-F-EAT): Entwicklung eines Biofeedbackverfahrens zur Effektivierung der Rehabilitation von Patienten mit Schluckstörungen beispielhaft am Mundhöhlenkarzinom - technische Aspekte 

Verbundvorhaben: Bohrmehl induzierte Osseointegration zur Rehabilitation erworbener und angeborener Hörschäden 

Verbundvorhaben KoBSAR-II: Kompakte assistiv-wirkende Bewegungstherapie-Trainingsgeräte auf Basis fluidischer multiaxialer Soft-Rotationsantriebe nächster Generation 

Verbundvorhaben Bus-ID: RFID-basierte akustische Unterstützung blinder und sehbehinderter Menschen für Orientierung und Information beim Zugang zum ÖPNV und an Ampeln

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Durch innovative technische Hilfen können verlorene Funktionen und Fähigkeiten der Betroffenen wieder hergestellt oder - soweit eine Wiederherstellung nicht mehr möglich ist - unterstützt bzw. ersetzt werden. Angesichts der zunehmend älteren Bevölkerung besteht ein wachsender Bedarf an innovativer Rehabilitations- und Behindertentechnologie, um den Betroffenen ein selbständiges Leben in Aktivität und mit Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Auf diesen Bedarf reagiert das BMBF mit der Fördermaßnahme.
Ein weiteres Ziel besteht darin, die in Deutschland vorhandenen Kompetenzen aus akademischer und industrieller Forschung in interdisziplinären Verbünden zu integrieren. Der Aufbau geeigneter Kooperationen wird entscheidend dazu beitragen, die Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland und die technologische Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu stärken. In den geförderten Vorhaben ist die Beteiligung von Partnern aus der technischen Entwicklung und der medizinischen Anwendung verpflichtend, die Einbindung forschungsaktiver Industrieunternehmen ist erwünscht. Wo möglich, sollten Patienten- und Behindertenorganisationen einbezogen werden.

2. Stand der Fördermaßnahme

Auf Grund der ersten Bekanntmachung wurden elf Verbundprojekte in die Förderung übernommen. Darüber hinaus wurde ein Begleitprojekt eingerichtet, das die Verbünde vernetzt und übergreifende Themen bearbeitet. In Folge der zweiten Bekanntmachung wurden vier dieser Verbünde und das Begleitprojekt in eine Anschlussförderung übernommen. Zusätzlich qualifizierten sich sechs weitere Verbundprojekte für eine Förderung, wovon derzeit (Nov. 2011) eines die Arbeit begonnen hat. Der Beginn der übrigen Projekte ist für Februar 2012 geplant.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)

Verbundübergreifendes Begleitprojekt - Innovative Hilfen in der Rehabilitation und für Behinderte

Technische Universität Berlin
Innovationszentrum Technologien für Gesundheit und Ernährung (IGE)

Müller-Breslau-Str. 4
10623 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Marc Kraft
030 314-23388
01EZ1131
183.051 EUR
01.07.2011 - 30.06.2014

Die im Programm "Innovative Hilfen" (2. Förderphase) geförderten Wissenschaftler sollen national und europäisch vernetzt werden. Der Wissenstransfer innerhalb und außerhalb der wissenschaftlichen Community soll gewährleistet, die geförderten Wissenschaftler in der Bearbeitung von Querschnittsfragestellungen mit der Nutzung von Synergiepotenzialen unterstützt werden. Für eine Nutzung gemeinsamer Forschungsinteressen für zukünftige Kooperationen und Projekte soll die Grundlage geschaffen werden. Zwecks Vernetzung arbeitet das Begleitprojekt in der "Telematikplattform der Medizinischen Forschungsnetze" (TMF) mit und organisiert thematisch entsprechende Vortragsreihen auf Konferenzen. Zu Querschnittsfragestellungen werden parallel zu den Tagungen sowie zu Sonderterminen Workshops mit Einbindung externer Experten zu den von den Verbundprojekten als besonders relevant benannten Themen durchgeführt (voraussichtlich.: In vitro-Untersuchung von Biomaterialien; Funktionelle Elektrostimulation; Hörhilfen; Vermarktung von Hilfsmitteln - Gesundheitsökonomie - Finanzierung über die Gesetzliche Krankenversicherung; Klinische Studien nach dem MPG). Für den Wissenstransfer werden die Projekte bei der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse unterstützt, z. B. auf einschlägigen Kongressen. Diese Maßnahmen liefern die Grundlage für die angestrebten künftigen Kooperationen.

Verbundvorhaben iVIEW: intelligente vibrotaktil induzierte Wahrnehmung

Im Verbund soll ein vibrotaktiles Aktuatorsystem für Blinde entwickelt werden, welches zur physiologischen Informationsübertragung eingesetzt wird. Kodierungsverfahren und Anordnung des Aktuatorsystems auf der Körperoberfläche zur robusten und kognitiv wenig belastenden Arbeitsweise sind zu untersuchen. Ein Sehbehinderter wird nach einer Trainingsphase in die Lage versetzt, übermittelte Signale in Echtzeit zu erfassen und korrekt zu interpretieren.

Teilprojekt Medizintechnik und Mikrosystemtechnik

Hochschule Furtwangen
Robert-Gerwig-Platz 1
78120 Furtwangen im Schwarzwald

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Knut Möller
07720 307-4390
01EZ1129A
525.920 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Die Arbeitsgruppen an der HFU sind hauptverantwortlich für die Entwicklung der vibrotaktilen Aktuatorsysteme sowie einer geeigneten Informationscodierung, die trainierbar ist und Echtzeitreaktionen erlaubt. Deren Evaluierung und Test der Komponenten wird zunächst anhand von Simulationen durchgeführt um rasche Entwicklungszyklen sicherzustellen. Die Evaluierung des Gesamtsystems, die am Teststand erfolgt und in einem Testparcour erfolgt, wird unterstützt.

Teilprojekt Funktionelle Sehforschung und Autonome Intelligente Systeme

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Fakultät - Augenklinik

Killianstr. 5
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Bach
0761 270-40600
01EZ1129B
516.413 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Das Institut für Informatik und die Augenklinik der Albert-Ludwigs-Universität entwickeln in enger Verflechtung mit den anderen Verbundpartnern die Systemkomponenten zur Erfassung, Analyse und Darstellung der Umgebung. Angewendet werden Verfahren aus der Robotik, mit denen Informationen zur Hindernisvermeidung und Navigation auf Basis eines Modells der Umgebung situationsabhängig und selektiv bereitgestellt werden. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle wird durch systematische psychophysische Untersuchungen des in Frage kommenden Parameterraums optimiert. Mit Hilfe von sehenden und blinden Versuchspersonen werden Komponenten und Gesamtsystem evaluiert. Die Verfahren dazu sind innerhalb des Projekts zu entwickeln.

Teilprojekt Systemintegration

RTB GmbH & Co. KG
Schulze-Delitzsch-Weg 10
33175 Bad Lippspringe

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Rudolf Broer
05252 9706-0
01EZ1129C
174.134 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Die RTB ist im Gesamtvorhaben zum Großteil für die technischen Realisierungsmöglichkeiten in robuste, praxistaugliche Technik im Hinblick auf eine nachfolgende Produktisierung, Erprobung und Bereitstellung von Prototypen für Feldversuche zuständig.

Verbundvorhaben: Urowatch: Konstruktion und grundsätzliche Klinische Erprobung einer 3 D-Impedanzzystovolumetrie

Ziel des Vorhabens ist es, ein auf die Anatomie des menschlichen Beckens maßgeschneidertes 3D-Impedanztomographie-Gerät zu entwickeln, mit dem sich der Füllungsgrad der Blase nicht-invasiv bewerten und überwachen lässt, und dieses im Rahmen von klinischen Pilotstudien zu evaluieren.

Entwicklung von Blasenmodell und Gerät sowie Durchführung der klinischen Pilotstudie (TP 1)

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Lehrstuhl für Medizinische Informationstechnik (MEDIT)

Pauwelsstr. 20
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Marian Walter
0241 80-23210
01EZ1128A
1.090.309 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel des Projekts ist durch Simulation und in vitro-Experimente die Leitwertverteilung im menschlichen Becken zu modellieren und Einflüsse, die zu einer von außen messbaren Impedanzveränderung führen, zu identifizieren. Am Ende steht die Aussage, wie viele Elektroden an welchen Stellen des Beckens angebracht werden müssen, um den Füllstand der Blase bestmöglich bestimmen zu können. Das technische Arbeitsziel des Projektes ist es, ein auf die Anwendung der Zystovolumetrie abgestimmtes, tragbares 3D-Impedanztomographie-Gerät zu entwickeln. Dabei ist sowohl die Elektronik zur Einspeisung des Stroms, zur Aufnahme des Messsignals, zur Auswahl und Ansteuerung der jeweiligen Elektroden und zur Verarbeitung der Messdaten zu entwickeln. Zum Abschluss des Vorhabens soll ein Prototyp in einer Pilotstudie im klinischen Alltag erprobt werden.

Erstellung einer Anforderungsanalyse und Ermittlung der Spezifikationen für die Elektrodenanordnung sowie Durchführung einer klinischen Pilotstudie (TP 2)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Paraplegiologie
Department Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie

Schlierbacher Landstr. 200 a
69118 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Rüdiger Rupp
06221 96-9230
01EZ1128B
385.471 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Unter Beteiligung der Klinik für Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) wird eine Anforderungsanalyse durchgeführt und die Spezifikationen für ein Simulationsmodell festgelegt, um mögliche Elektrodenanordnungen zu ermitteln. Zur Validierung der Messmethodik der ersten Prototypen und Gewinnung von ersten Daten für die Algorithmenentwicklung werden vom UKHD Pilotexperimente mit klinisch zugelassenen Geräten an Querschnittgelähmten durchgeführt. Nach Abschluss der Prototypenentwicklung und exemplarischen Testung findet an der UKHD eine klinische Pilotstudie statt. Mit dieser soll die Frage beantwortet werden, ob das maximale Blasenvolumen bei einer Gruppe von Querschnittgelähmten durch Verwendung des Messsystems und damit einer bedarfsgerechten Katheterisierung erhöht werden kann.

Entwicklung und Fertigung eines für das UroWatch-Messsystem geeigneten Urinkatheters (TP 3)

Uronovis GmbH
Kantstr. 38
67663 Kaiserslautern

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Michael Schwerdtfeger
0631 320-4348
01EZ1128C
199.731 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel der Arbeit durch Uronovis ist die Entwicklung und Fertigung eines für das UroWatch-Messsystem geeigneten Urinkatheters, um eine weitere innen liegende Messelektrode zur Verbesserung der Signalqualität zu haben. Dazu ist zunächst eine wissenschaftliche Beschreibung der gegenwärtig verfügbaren technischen Applikationen suprapubischer Katheter und eine Anforderungsanalyse als Grundlage zur Erstellung eines Pflichtenheftes erforderlich. Im Anschluss erfolgt die Konstruktion und Entwicklung des Urowatch-Katheters bei Uronovis im CAD-Programm nach den Anforderungen der technischen und klinischen Partner, sowie den aus der Bedarfsumfrage ermittelten Anforderungen der Endanwender. Nach Fertigung der Katheter werden sie zunächst im Universitätsklinikum Aachen in Tierversuchen erprobt. Letztendlich werden die Prototypen gemeinsam mit der Forschungsabteilung Heidelberg auf die Ankopplung des Katheters an das Urowatch-Messsystem getestet.

Verbundvorhaben Modellbasierte Hörgeräte: Entwicklung und Evaluation innovativer modellbasierter Techniken für technische Hörhilfen

Ca. 18% der Bevölkerung (insbesondere 1% der Neugeborenen und ca. 50% der über 65-jährigen) sind von Schwerhörigkeit betroffen. Trotz deutlicher Fortschritte in der Systemtechnik technischer Hörhilfen ist die erreichte Versorgungsquantität und -qualität von hörbehinderten Mitmenschen noch recht unbefriedigend. Im ersten Projektzeitraum, in dem die Justus-Liebig-Universität Gießen als Auftragnehmerin der HörTech gGmbH in Oldenburg mitgearbeitet hat, wurden deutliche Fortschritte in den zugrunde liegenden Modellen, Algorithmen und Anpassungsmethoden von Hörgeräten erzielt. Ihre Umsetzung in Prototyp-Geräte und erste Feldtests zeigen das Potenzial, aber auch die Limitationen des gewählten Ansatzes, der auf ein besseres Verständnis der Wechselwirkung zwischen Mensch mit Hörstörung und Hörgerät in voller Breite der Modellbildung und Algorithmen-Entwicklung abzielte. Diese innovativen Rehabilitationsstrategien werden im Rahmen der bisherigen erfolgreichen interdisziplinären Zusammenarbeit konsequent weitergeführt.

Verbundkoordination und Teilprojekt Qualitäts-Beurteilung

HörTech gGmbH
Marie-Curie- Str. 2
26129 Oldenburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Rainer Huber
0441 2172 205
01EZ1127A
919.524 EUR
01.09.2011 - 31.08.2014

Das Vorhaben behandelt innovative Rehabilitationsstrategien bei Schwerhörigkeit, von der ca. 18% der Bevölkerung (insbesondere 1% der Neugeborenen und ca. ein Drittel der über 65-jähigen) betroffen sind. Aufbauend auf den Arbeiten in einem Vorgängerprojekt (FKZ 01EZ0741) werden nun weitere Aspekte zur Kompensation von Störungen der Verarbeitung in der Cochlea, der binauralen Verarbeitung sowie modellbasierte Aspekte der Anpassung sowie Akzeptanz von Hörhilfen untersucht. Die Hörtech gGmbH wird die entwickelten Verfahren in das System implementieren und in Pilotexperimenten testen. Weiterhin werden in dem Teilvorhaben verschiedene Qualitätsmodelle weiterentwickelt werden und die Labor- und Feldtests unterstützend begleitet.

Evaluation in Labor- und in Feldtests

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum
Hals-, Nasen-, Ohrenklinik - Bereich Audiologie

Klinikstr. 29
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Kießling
0641 985 43790
01EZ1127B
312.646 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Das Verbundvorhaben konzentriert sich auf die drei erfolgversprechendsten Teilbereiche: 1) äußere Kompensation der inneren Störungen bei der Verarbeitung des Höreindrucks, 2) beidohrige Kompensation des Hörverlusts, sowie 3) Qualitäts-Beurteilung von Hörgeräten und kognitive Einflussfaktoren. Die Umsetzung in tragbare Prototyp-Hörgeräte und die Beurteilung der tatsächlich für den individuellen Schwerhörigen erzielbaren Qualitätsvorteile durch die eingesetzten innovativen Ansätze soll in Feldtest laufend bewertet werden. Durch die konsequente Kooperation zwischen Modell-Entwicklern, Algorithmus-Entwicklern, klinischen Anwendungsteams und industriellen Entwicklungsteams sollen die Voraussetzungen für eine substantielle Verbesserung von zukünftigen Hörgeräten geschaffen werden.

Arbeitspakete Diagnostik binauraler Defizite/Anpassung und nicht-akustische Faktoren

Universität zu Köln - Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Klinik und Poliklinik für
Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie
Kerpener Str. 62
50931 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Martin Walger
0221 4784769
01EZ1127C
312.646 EUR
01.09.2011 - 31.08.2014

Die Universität zu Köln bringt sich maßgeblich in die Arbeitspakete Diagnostik binauraler Defizite/Anpassung und nicht-akustische Faktoren ein.

Periphere Kompensation und Binaurale Kompensation

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät V - Mathematik und Naturwissenschaften
Institut für Physik - AG Medizinische Physik
Carl-von-Ossietzky-Str. 9-11
26129 Oldenburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier
0441 798 5466
01EZ1127D
472.117 EUR
01.09.2011 - 31.08.2014

Ziel ist die bestmögliche Rekonstruktion der normalen internen neuronalen Repräsentation auf der Ebene des Hörnerven im sensorineural geschädigten Hörsystem durch optimale Vorverarbeitung der Signale ("generalisierte, modellgetriebene Dynamikkompression").

Modellbasierte Anpassstrategien, „Auditory-Attention“- basierte binaurale Störschall-Unterdrückung

Siemens Audiologische Technik GmbH
Gebbertstr. 125
91058 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Matthias Müller-Wehlau
09131 308 3787
01EZ1127E
130.502 EUR
01.10.2011 - 30.09.2014

Die Arbeiten der Siemens Audiologischen Technik GmbH betreffen zum einen die modellbasierten Strategien zur Anpassung von Hörhilfen. Das angestrebte Ergebnis ist hier ein Verfahren zur Berechnung optimaler Verstärkungskurven auf der Basis zuverlässiger diagnostischer Daten. Zum anderen wird an der beidohrigen Störschall-Unterdrückung auf der Grundlage der Hör-Aufmerksamkeit gearbeitet.

Benchmarking der resultierenden Modelle

audifon GmbH & Co.KG
Werner-von-Siemens-Str. 2
99625 Kölleda

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martin Kinkel
05139 8085-158
01EZ1127F
51.150 EUR
01.12.2011 - 30.09.2014

Die Fa. Audifon erhebt gemeinsam mit der Fa. Siemens empirische Daten mit Testsignalen. Als nicht an der Modellierung beteiligter Partner validiert die Fa. Audifon die finalen Modellversionen, indem sie die erhobenen empirischen Daten mit Modellvorhersagen vergleicht. Des Weiteren werden Handhabbarkeit und Nutzen der Modelle in Praxistests bei Hörgeräteherstellern und Kliniken evaluiert. Gemeinsam mit der Fa. Siemens und der Universität Gießen führt Audifon als Vertreter der späteren Modell-Anwender die Validierung und die Praxistests durch.

Verbundvorhaben: OIWOB: Orientieren, Informieren, Warnen. Orientierungshilfe für Blinde

Ziel des Vorhabens ist der Prototyp eines Assistenzsystems, das Blinden Orientierungshilfen gibt, die ihre Mobilität und damit ihre Lebensqualität entscheidend verbessern. Es soll ein System erforscht werden, das Blinden über eine Auralisation 3D-Informationen der Geometrie der Umwelt auf intuitive Weise als natürliche Reflexionsschalle vermittelt. Dies geschieht über die Registrierung der Umwelt durch ein Miniaturstereokamerapaar, verbaut in einem Brillengestell, anschließender Umwandlung in Schallsignale und Übertragung über einen Innenohrkopfhörer. Objekte mit besonderer Bedeutung, wie z. B. schlecht wahrnehmbare Elektrofahrzeuge, werden zusätzlich durch spezielle im 3D-Raum ortbare Töne oder Klänge vermittelt.

Verbundkoordination und verschiedene Teilprojekte

HFC Human-Factors-Consult GmbH
Köpenicker Str. 325
12555 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Thomas Jürgensohn
030 6576-3221
01EZ1126A
219.123 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Die HFC Human-Factors-Consult GmbH übernimmt die Verbundkoordination und im Wesentlichen die Simulatorentwicklung, Simulation und Evaluation im Feldtest.

Teilprojekt Schallsynthese (Auralisierung)

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 6 - Elektrotechnik und Informationstechnik
Lehrstuhl und Institut für Technische Akustik

Neustr. 50
52066 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Vorländer
0241 80-97985
01EZ1126B
184.822 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel dieses Arbeitspaketes ist die Umsetzung der aus dem Stereokamerasystem und der Objektgenerierung stammenden Raumdaten (vereinfachtes 3D Polygonmodell mit begrenzter Anzahl Flächen) in ein für die akustische Simulation geeignetes Modell und dessen Auralisierung. Zu diesem Zweck müssen die geometrischen Strukturen aus der Objekterkennung weiterverarbeitet werden, so dass ein Modell mit nur wenigen Flächen und eine geschlossene Raumhülle entsteht. Letztere muss dann mit akustisch sinnvollen Objekten und Eigenschaften belegt werden, damit eine realistische Raumakustik entsteht. Die Algorithmen werden zunächst an Simulatorrepräsentationen getestet und dann auf Realdaten angewendet.

Teilprojekt 3D-Objekterkennung und semantische Analyse

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Mess- und Regelungstechnik

Engler-Bunte-Ring 21
76131 Karlsruhe

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Christoph Stiller
0721 608-42325
01EZ1126C
208.531 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel der Objekterkennung ist es aus den bereinigten Entfernungsmessungen des Stereo-Kamera-Systems eine semantisch-geometrische Beschreibung der Umgebung zu gewinnen, die genutzt werden kann, um akustische Signale zu generieren. Hinzu kommen die Informationen aus den Helligkeitswerten, die zur Erfassung weiterer Objektmerkmale, die über die Tiefeninformation hinausgehen, dienen.

Miniatur - Inertialplattform und Sensorfusion (TP 4)

Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.
Institut für Mikro- und Informationstechnik (IMIT)

Wilhelm-Schickard-Str. 10
78052 Villingen-Schwenningen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Lasse Klingbeil
07721 943-191
01EZ1126D
130.705 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel dieses Arbeitspaketes ist die Entwicklung einer Inertialen Messeinheit bestehend aus Beschleunigungs-, Drehraten- und Magnetfeldsensoren, mit deren Daten die absolute Orientierung des Systems bestimmt werden kann. Die inertiale Messeinheit wird zur Kompensation der Bewegung des Stereo-Kamerasensors verwendet und muss somit in der Lage sein, die absolute räumliche Orientierung des Systems zu bestimmen. Dazu werden Drehrate und Beschleunigungssensoren verwendet. Um die Drift der Drehratensensoren zu kompensieren, wird zusätzlich ein Magnetfeldsensor implementiert. Dieser soll dann durch die Fusion mit den Tiefendaten aus dem Kamerasystem ersetzt oder ergänzt werden.

Teilprojekt Warnung über Langstock

Vistac - GmbH für optische Meßsysteme und taktile Information
Warthestr. 21
14513 Teltow

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Maria Ritz
03328 353720
01EZ1126E
102.382 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel des Arbeitspakets ist die Entwicklung der Komponenten, die gefahrenrelevante Informationen aus dem Stereo-Kamera-Systems über eine Blauzahnverbindung an einen Langstock übermitteln und über abgestuften Vibrationssignale vor gefährlichen Objekten, Hindernissen etc. warnen.

Teilprojekte Stereokamerasensor, Brillengestell, Mikrorechner, Bedieneinheit

Constin GmbH
Bennigsenstr. 14
12159 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Joern Kinzel
030 230069-71
01EZ1126F
191.625 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Ziel ist die Entwicklung eines Miniatur-Stereokamerapaars, das auf einem Brillengestellt getragen wird. Das Brillengestell muss ausreichend steif konstruiert sein, um einen Stereokalibrierung ohne Drift gewährleisten zu können. Auf der anderen Seite müssen die Bedingungen der Akzeptanz der Nutzer erfüllt sein. Das Arbeitspaket 2.5. wird im Unterauftrag von der Firma CPM durchgeführt. Da die Stereobildberechnung und die Bildrekonstruktion sehr rechenaufwendig sind, wird eine Rechenarchitektur mit hoher Leistung bei gleichzeitig geringstem Energiebedarf benötigt. Wesentlicher Punkt ist ferner eine leichte und intuitive Bedienbarkeit durch die Nutzer. Außerdem müssen die Schnittstellen von der Kamera zum Prozessor (digitalisiert) und vom Prozessor zum DSP/Blindenstock/externe Datenverwaltung konzipiert werden.

Bedarfs- und Anwendungsanalyse, Orientierungsstrategien (TP 7)

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V.
Ref. für internationale Zusammenarbeit

Rungestr. 19
10179 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Hans Kaltwasser
030 285387-120
01EZ1126G
134.828 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Das Vorhaben beinhaltet die Entwicklung eines sensorischen Systems ('Input') bestehend aus Stereokamera und Inertialsensorik zur Erfassung und Stabilisierung von Umgebungsinformationen und Algorithmen zur Objekterkennung und Umwandlung in Schallinformationen (Auralisierung), sowie der Entwicklung eines akustischen und haptischen Feedbacks für den Benutzer. Die beiden Forschungsstränge des Inputs auf der einen Seite und des Outputs und den dazugehörigen Tests mit Blinden auf der anderen Seite, können parallel erforscht werden, da mit Hilfe eines Simulators das Ergebnis der Inputseite emuliert wird. Dazu soll ein Auralisierungssimulator entwickelt werden, in dem die akustische und haptische Informationsvermittlung mit Probanden getestet werden können.

Verbundvorhaben Biofeedback for Eating (B-F-EAT): Entwicklung eines Biofeedbackverfahrens zur Effektivierung der Rehabilitation von Patienten mit Schluckstörungen beispielhaft am Mundhöhlenkarzinom - technische und medizinische Aspekte

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
FB 16 Medizin und Klinikum
Klinik für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde
Phoniatrie und Pädaudiologie

Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Christiane Hey
069 6301-6848
01EZ1125A
517.920 EUR
01.10.2011 - 30.09.2014

BUCK Elektromedizin GmbH
Riemenstr. 14/1
74906 Bad Rappenau

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Franz Dettling
07264 959813
01EZ1125B
74.509 EUR
01.07.2011 - 30.06.2014

Das Arbeitsziel der Verbundes B-F-EAT ist die Entwicklung eines neuen Biofeedback-Verfahrens zur Optimierung des Rehabilitationsprozesses von Patienten mit einer Schluckstörung infolge einer Kopf-Hals-Tumorerkrankung. Die Firma Buck bearbeitet hauptsächlich die (software-) technischen Aspekte (Elektrodenentwicklung, Aufarbeitung der bioelektrischen Signale, Softwareentwicklung und Gerätebau). Die Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main bearbeitet neben technischen, verfahrenstechnischen und softwarebezogenen Aspekten hauptsächlich die klinischen Aspekte und die Untersuchungen am Menschen. Geplant ist zunächst die Ermittlung und Entwicklung des optimalen Ableitungsverfahrens schluckrelevanter Teilbewegung mittels oberflächlicher elektromyographischer bioelektrischer Messweisen. Eine grafische Software soll programmiert und optimiert werden, die den abgeleiteten Schluckakt in einem Animationsmodell wiedergibt. Ein Geräteprototyp soll erstellt und das Biofeedbackverfahren an gesunden Probanden evaluiert werden. Anhand von Daten aus einer vom Verbundpartner geleiteten klinischen Studie an Patienten mit einem Mundhöhlenkarzinom erfolgt eine Korrekturanalyse des Verfahrens. Abschließend soll ein kompletter Geräteprototyp für die Biofeedbacktherapie fertig gestellt werden.

Verbundvorhaben: Bohrmehl induzierte Osseointegration zur Rehabilitation erworbener und angeborener Hörschäden

Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer neuartigen Methodik zur Nutzung biomechanisch optimierter Prothesen im Mittelohr, einschließlich der tierexperimentellen Untersuchung, der Entwicklung des humanen Designs sowie der Technologieentwicklung zur Herstellung der Implantate. Dabei soll das bei Operationen am Mittelohr anfallende Bohrmehl auf einen Prothesenfuß eingebracht werden, damit dieser knöchern anwachsen kann.

Knöcherne Integration der Prothese (TP 1)

Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Zahnert
0351 458-4420
01EZ1124A
387.179 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Inhalt des Teilprojektes ist die Tierexperimentelle Testung der neuen Prothesen unter Verwendung von Knochenmehl als "Biokitt". In zellbiologischen Untersuchungen wird ein Prothesenmaterial für den Tierversuch ausgewählt, welches das beste Einwachspotenzial besitzt. Während des gesamten Projektzeitraumes wird außerdem an der Entwicklung der humanen Prothesen gearbeitet, die am Ende zum Einsatz kommen soll.

Umformtechnologie für ein biomechanisch optimiertes oberflächenstrukturiertes Titanimplantat (TP 2)

Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
Reichenhainer Str. 88
09126 Chemnitz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Gunnar Meichsner
0371 5397-1933
01EZ1124B
284.760 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Inhalt des Teilprojektes sind sowohl die Prozesskettenentwicklung für das umformtechnische Generieren der komplexen Implantatgeometrie sowie die Entwicklung und Erprobung mehrstufiger Verfahren zur fertigungstechnischen Darstellung der Oberflächenstrukturierung für die biomechanische Verankerung. Im Rahmen des Vorhabens soll das Potenzial des Hochtemperatur-Mikroprägens im direkten Vergleich zum Titangussverfahren mit offenporiger Metallschaumstruktur untersucht werden.

Gießtechnische Herstellung von Implantaten mit offenporigen schaumartigen Strukturelementen (TP 3)

NRU GmbH
Südstr. 3
09221 Neukirchen/Erzgeb.

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ludwig Kant
0371 28155-13
01EZ1124C
179.927 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Inhalt des Teilprojektes ist die Entwicklung und Nutzung von Technologien zur gießtechnischen Realisierung zellularer Strukturen und offenporiger Schäume aus Titan an den biomechanisch relevanten Wirkflächen der Prothese. Im Vorhaben wird der Prothesengrundkörper erzeugt, eine Schaumstruktur geschaffen, deren Miniaturisierungsmöglichkeiten untersucht und die Verbindung von Grundkörper und Struktur ermöglicht. Bisher erreichte geometrische Grenzen müssen überschritten und die Voraussetzungen dazu geschaffen. Bekannte Probleme beim Gießen von Titan, die das Verfahren ohnehin kompliziert gestalten, werden sich vergrößern. Unterstützend wirkt sich lediglich das ausgezeichnete Formfüll- und Fließverhalten von flüssigem Titan in Verbindung mit einer speziellen Gießtechnik aus.

Verbundvorhaben: MOPASS: Mobiles, dem Patienten angepasstes, robotergestütztes Gangrehabilitationssystem

MOPASS realisiert die mobile robotergestützte Gangrehabilitation, die durch Anpassung an spezifische Bedürfnisse und Körpergrößen von Patienten einen optimalen Genesungsprozess erreichen lässt. Dabei werden verschiedene Gehbehinderungen, verursacht durch neurologische Erkrankungen, berücksichtigt und gestaffelte Rehabilitationsphasen durchgeführt. Das selbstständige, dynamisch stabile Gehen wird als bester Ansatz zur Gangrehabilitation gesehen. Darauf aufbauend werden sich zukünftig wissenschaftliche Lösungen in Verbindung mit moderner Technik orientieren. So wird auch MOPASS das Training des natürlichen Gehens optimieren und Heilungsprozesse verbessern. Weiter gefasstes Ziel ist die Nutzung der Mobilität des Robotersystems, um die Flexibilität der Therapeuten zu erhöhen, da so die Gangrehabilitation von den Spezialeinrichtungen in lokale Krankenhäuser und sogar in Hausumgebungen versetzt werden könnte. Also näher an die tägliche Umgebung des Patienten.

Verbundkoordination und Teilprojekt 1: Sensornetzwerk, Roboterregelung, Mensch-Roboter-Schnittstelle (HRI), Optimierung der Konstruktion

Universität Bremen
Fachbereich 01 Physik/Elektrotechnik
Institut für Automatisierungstechnik (IAT)

Otto-Hahn-Allee
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Axel Gräser
0421 218-62444
01EZ1123A
754.895 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Arbeitsschritte sind: a) Regelungsarchitektur und -algorithmen für Service-Roboter: Modellierung des MOPASS-Robotersystems, Methoden zur Gangrehabilitation, Konstruktionsoptimierung, Entwicklung der Roboterregelung; b) Design der Sensorik: Signalverarbeitung, Sensorfusion und -integration, Entwicklung des Sensornetzwerks; c) Mensch-Roboter Schnittstelle: Graphische interaktive Benutzeroberflächen, HRI-Module und Softwaredesign; d) Versuchsaufbau, experimentelle Untersuchungen und Programmierarbeiten; e) Projekt-Management.

Medizinische Anforderungsanalyse, entwicklungsbegleitende Untersuchungen mit älteren Patienten, Endevaluation (TP 2)

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Forschungsgruppe Geriatrie

Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen
030 450-553332
01EZ1123B
243.834 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Es wird der medizinische Aspekt der technischen Entwicklung bearbeitet und das Gesamtsystem an älteren Patienten evaluiert.

Technische Anforderungsanalyse, Entwicklung der angetriebenen Orthese und der mobilen Plattform (TP 3)

Otto Bock HealthCare GmbH
Max-Näder-Str. 15
37115 Duderstadt

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Olaf Kroll-Orywahl
05527 848-1621
01EZ1123C
291.540 EUR
01.02.2012 - 30.01.2015

Otto Bock Healthcare entwickelt eine HKAFO-Orthese (eng. Hip-Knee-Ankle-Foot-Orthese), für das robotergestützte Gangrehabilitationssystem, basierend auf einer detaillierten Anforderungsanalyse. Das Design wird die Heterogenität der Muskelstrukturen der Patienten, sowie die Anforderungen der Benutzer berücksichtigen, um das System an unterschiedliche Patienten anpassen zu können. Otto Bock Mobility Solutions ist verantwortlich für die Entwicklung der mobilen Plattform. Die mobile Plattform mit Rädern unterstützt den menschlichen Körper und bietet dem Patienten gleichzeitig Mobilität.

Auslegung und Bau der Orthesenantriebe (TP 4)

Schunk GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik
Bahnhofstr. 106-134
74348 Lauffen am Neckar

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Roko Tschakarow
07133 103-2892
01EZ1123D
153.191 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

SCHUNK wird abhängig von den gesetzten Anforderungen neuartige Antriebslösungen mit dem besonderen Entwicklungsziel Leichtbau und Adaptierbarkeit an verschiedene Patienten entwickeln, um die Gelenke der aktiven Orthese anzutreiben. Dazu werden auch Kraft- und Drehmomentsensoren in die Regelung integriert.

Untersuchung mit jüngeren Patienten mit neurologischen Erkrankungen (TP 5)

Neurologisches Rehabilitationszentrum Friedehorst
gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Rotdornallee 64
28717 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Matthias Spranger
0421 6381-501
01EZ1123E
97.999 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Das neurologische Rehabilitationszentrum wird folgende Arbeitspakete bearbeiten: Mitgestaltung des Anforderungsprofils, Verfahren zur Bewegungsanalyse, Beratung und Anwendungspotenzial für MOPASS, Systemtest mit jüngeren Patienten (Verwendbarkeitsstudie mit Patienten aus der Gruppe der jungen Erwachsenen), Sammeln und bearbeiten von Patienten-Rückmeldungen.

Verbundvorhaben: TELMYOS -  Ein telemetrisches myoelektrisches Ohrmuskelableitsystem zur Steuerung technischer Rehabilitationsmittel

Ziel des Verbundes ist die Erforschung und Entwicklung einer innovativen Mensch-Maschine-Schnittstelle auf Basis der Ableitung myographischer Signale der willkürlich aktivierbaren äußeren Ohrmuskulatur. Mit dem System sollen sowohl Patienten mit hohen Querschnittssyndromen als auch mit Armamputationen jede Art technischer Rehabilitationsmittel steuern können. Aufgrund der anatomischen Nähe des Handareals zu dem Hirnareal, welches für die willkürliche Aktivierung der Ohrmuskulatur zuständig ist, wird erwartet, dass die willkürliche Steuerung technischer Rehabilitationsmittel über die Ohrmuskulatur letztendlich in eine intuitive Routinetätigkeit übergehen kann.

Verbundkoordination und Teilprojekt Präklinik/Klinik

Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Zentrum Neurologische Medizin
Klinische Neurophysiologie

Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

David Liebetanz
0551 39-8453
01EZ1122A
456.445 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Neben grundlegenden neurophysiologischen Untersuchungen zur neuronalen Verschaltung und zu den Aktivierungsmodalitäten der äußeren Ohrmuskulatur soll ein partiell-invasiver Laborprototyp zur telemetrischen myoelektrischen Ableitung der äußeren Ohrmuskeln entwickelt werden. Anhand von Probandenuntersuchungen wird dieser zunächst auf seine grundsätzlichen klinischen Einsatzmöglichkeiten hin erprobt, wobei die Steuerungskompetenz mit einer speziell zu entwickelnden Feedback-Software analysiert und optimiert werden wird. In einem finalen Schritt wird die Funktion des Systems zur Ansteuerung eines elektrischen Rollstuhls bzw. einer funktionellen Armprothese erprobt und evaluiert.

Teilprojekt Entwicklung

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Paraplegiologie
Department Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie

Schlierbacher Landstr. 200 a
69118 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Rüdiger Rupp
06221 96-9230
01EZ1122B
267.790 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Aufgaben des Verbundpartners Universitätsklinikum Heidelberg - Klinik für Paraplegiologie - ist die Entwicklung und die Realisierung der elektrischen und mechanischen Komponenten zur (teil)invasiven Ableitung der myoelektrischen Aktivitäten der Ohrmuskulatur und zu deren telemetrischen Übertragung. Darüber hinaus wird in der Klinik für Paraplegiologie das entwickelte Ohrmuskelableitsystem an Hoch-Querschnittsgelähmten und Armamputierten klinisch in seiner Funktion zur Steuerung von Rollstühlen bzw. Armprothesen erprobt und evaluiert.

Teilprojekt Feedback-Trainingsumgebung

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik (AIA)

Kaiserstr. 12, Geb. 10/91
76131 Karlsruhe

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Markus Reischl
0721 608 2-5749
01EZ1122C
241.542 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Aufgaben des KIT sind die Implementierung von erweiterten EMG-Analysemethoden, die Implementierung von visuellen Feedbackmethoden, die Umsetzung aller Algorithmen in portable Umgebungen sowie deren Validierung. In einem finalen Schritt wird die Funktion des Systems zur Ansteuerung eines elektrischen Rollstuhls bzw. einer funktionellen Armprothese erprobt und bewertet.

Verbundvorhaben KoBSAR-II: Kompakte assistiv-wirkende Bewegungstherapie-Trainingsgeräte auf Basis fluidischer multiaxialer Soft-Rotationsantriebe nächster Generation

Vorhabenziel ist die Konstruktion neuer Bewegungstherapie-Trainingsgeräte, die komplexe menschliche Bewegungsmuster (so genannte ADL - "Aktivitäten des täglichen Lebens") für Arme und Beine ausführen und zwar unterstützend (assistiv) und im vollen anatomischen Bewegungsumfang. Durch die daraus resultierenden Möglichkeiten können völlig neuartige Therapiekonzepte entwickelt und angewendet werden, die die Arbeit von Physiotherapeuten noch effektiver ergänzen und unterstützen.

Teilprojekt Bewegungssicherheit, Dynamik und Regelung

FWBI Friedrich-Wilhelm-Bessel-Institut
Forschungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Otto-Hahn-Allee 1
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Oleg Ivlev
0421 218-62450
01EZ1121A
671.525 EUR
01.10.2011 - 30.06.2014

In diesem Teilprojekt werden antriebsspezifische assistiv-unterstützenden Regelungsalgorithmen für ADL-Anwendungen erforscht. Des Weiteren werden kompakte microprozessor-basierte Bediengeräte mit der audio-visuellen Rückkopplungen für Motivationssteigerung des Patienten entwickelt und exemplarisch realisiert. Die Demonstratoren von assistiven Bewegungstherapie-Geräten werden aufgebaut und mit den Verbundpartnern getestet.

Konstruktion, Patientenkomfort und Sicherheit

Dr. Paul Koch GmbH
Im Geiselrain 7
72636 Frickenhausen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Hans-Dieter Haas
07022 405-9514
01EZ1121B
271.968 EUR
01.07.2011 - 30.06.2014

Geplant ist die Entwicklung neuer Lösungen für die Anbindung der Patienten an die Bewegungstherapiegeräte. Ergänzend sollen die Risiken in der Konstruktionsentwicklung untersucht und analysiert werden. Es werden Konstruktionen eines multiaxialen Bewegungstrainers für die Arme durchgeführt. In einem weiteren Schritt sollen Konstruktionen des multiaxialen Bewegungstrainers für die Beine durchgeführt werden. Die sich anschließenden klinischen Tests werden technisch und unterstützend begleitet.

Rehabilitationsmethoden und klinische Tests

Klinikum Stuttgart - Krankenhaus Bad Cannstatt
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Prießnitzweg 24
70374 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Patrik Reize
0711 278-63001
01EZ1121C
573.848 EUR
01.07.2011 - 30.06.2014

Das Vorhaben wird an zwei Stellen ausgeführt: der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Krankenhauses Bad Cannstatt und der Neurologischen Klinik des Bürgerhospitals. In beiden Kliniken werden jeweils folgende vier Arbeitspakete durchgeführt: 1. Anforderungen an die neuen Geräte; 2. Behandlungskonzepte und Testmethodik; 3. Klinische Tests des Bewegungstrainers für untere Extremitäten; 4. Klinische Tests des Bewegungstrainers für obere Extremitäten. Dabei behandelt das Krankenhaus Bad Cannstatt jeweils die orthopädischen Aspekte und das Bürgerhospital jeweils die neurologischen Aspekte dieser Arbeitspakete.

Verbundvorhaben Bus-ID: RFID-basierte akustische Unterstützung blinder und sehbehinderter Menschen für Orientierung und Information beim Zugang zum ÖPNV und an Ampeln

Das Projekt wird sich mit vier zentralen Themenkomplexen befassen, die substantiell für die Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen und im Alltag oft miteinander verbunden sind.

1. Das Auffinden von Einfach- und Mehrfachbushaltestellen und die Orientierung an diesen Haltestellen, d.h. das Finden des Einstiegs in den richtigen Bus. Dieses Szenario war zentrales Thema in der ersten Phase von Bus-ID; es wird nun erneut aufgegriffen und vertieft hinsichtlich der Nutzung von digital verfügbarer Zusatzinformation.
2. Die Orientierung an Busbahnhöfen, wo möglich ebenfalls unter Nutzung von digital verfügbarer Zusatzinformation.
3. Die Orientierung in unterirdischen bzw. überdachten Verkehrsanlagen, in denen GPS-basierte Orientierungshilfen nicht oder nicht zuverlässig funktionieren, wie z.B. in Bahnhofshallen und U-Bahnhöfen.
4. Die verbesserte Möglichkeit zur Überquerung von ampelgeregelten Fußgängerüberwegen.

Teilprojekt Technische Grundlagen

Helmut-Schmidt-Universität
Universität der Bundeswehr Hamburg
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Automatisierungstechnik

Holstenhofweg 85
22043 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay
040 6541-2719
01EZ1120A
361.042 EUR
01.10.2011 - 30.09.2014

Es wird ein skalierbares System mit stufenweisen Ausbaumöglichkeiten entwickelt, d. h. es wird eine Grundausrüstung realisiert, die die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Benutzern an Zugangspunkten des öffentlichen Nahverkehrs sowie an Lichtsignalanlagen erfüllt. Darüber hinaus werden für komplexere Situationen, u. a. an Busbahnhöfen, erweiterte Systemausbaustufen entwickelt. Das Systemdesign wird so angelegt, dass eine Erweiterung für andere Verkehrssysteme (z. B. schienengebundener Nahverkehr) sowie für andere Benutzergruppen mit eingeschränkten Orientierungsfähigkeiten (z. B. ältere oder geistig behinderte Menschen) konzeptionell vorgedacht und möglich ist. Zur technischen Realisierung werden nach Möglichkeit nur handelsübliche Komponenten aus industrieller Fertigung zum Einsatz kommen. Außerdem wird in allen Projektphasen der Kontakt zu Herstellern und den Nutzern des RFID-Systems gehalten.

Teilprojekt Vernetzung mit Verkehrsunternehmen, Organisation

KramerAlbrecht Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG
Glockengießerwall 1
20095 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Jens Usadel
040 330039-33
01EZ1120B
115.283 EUR
01.11.2011 - 31.10.2014

Das Ingenieurbüro KramerAlbrecht übernimmt für alle Anwendungsfelder die Organisation der Untersuchungen und Feldtests im Verbund, klärt die Anforderungen von Verkehrsunternehmen und -verbünden, gleicht die technischen Lösungskonzepte mit Randbedingungen auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen ab und betreibt die Öffentlichkeitsarbeit. Für das Anwendungsfeld „Orientierung an Busbahnhöfen" werden Grundkonzepte für die Fußgängerführung, für das Anwendungsfeld „Überquerung von ampelgeregelten Fußgängerüberwegen" die Anforderungen aus Sicht der Kommunen und Nutzer ermittelt.

Teilprojekt Benutzeranforderungen

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V.
Rungestr. 19
10179 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

M.A. Dennis Cory
0172 4374019
01EZ1120C
120.562 EUR
01.10.2011 - 30.09.2014

Der DBSV entwickelt die Interview- und Auswertungsleitfäden, wobei sowohl relevante Benutzereigenschaften (z. B. allgemeine Mobilität, Freude am Umgang mit Technik) als auch verschiedene Handlungsziele differenziert werden. Der DBSV begleitet und betreut die Testpersonen vor, während und nach den Tests.

Teilprojekt Technische Realisierung

RTB GmbH & Co. KG
Schulze-Delitzsch-Weg 10
33175 Bad Lippspringe

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Christian Ehring
05252 9706-16
01EZ1120D
170.890 EUR
01.12.2011 - 30.09.2014

Die RTB ist im Gesamtvorhaben zum Großteil für die technische Realisierungsmöglichkeiten für die Integration von Lokalisierung, Signalübertragung und Informationsverarbeitung in robuste, praxistaugliche Technik im Hinblick auf eine nachfolgende Produktisierung, forschende Weiterentwicklung, Erprobung und Bereitstellung von Prototypen für Feldversuche für die technische Konzeption zuständig. Die RTB greift dabei u. a. auf jahrelange, umfangreiche Erfahrungen in der Straßenverkehrstechnik zurück.

b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben

 

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