Innovationswettbewerb

Öffentliche Bekanntmachungen: seit 1999 jährlich
Förderzeitraum: 2000 - 2010
Gesamtvolumen: 36,3 Mio. EUR
Vorhabenzahl: 98

 

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2010

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2009

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2008

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2007

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2006

1. Ziele des Förderschwerpunktes

In diesem Wettbewerb gibt das BMBF ausgewählten innovativen und originellen Forschungsansätzen der Medizintechnik mit hohem Entwicklungsrisiko eine Chance zur Verwirklichung. Durch ein so genanntes Schlüsselexperiment soll im Modul „Basis“ die Machbarkeit eines neuen Verfahrens oder einer neuen Technik nachgewiesen werden. Spätestens nach drei Jahren soll die Prüfung der Realisierbarkeit abgeschlossen sein und die weitere Entwicklung und Vermarktung durch die Industrie erfolgen. Nach erfolgreichem Abschluss des Schlüsselexperiments können seit 2006 im Modul „Transfer“ auch F&E-Vorläufervorhaben gefördert werden, die noch vor der vorwettbewerblichen Entwicklung stehen.

2. Stand der Fördermaßnahme

Der Innovationswettbewerb Medizintechnik wird seit seiner ersten Bekanntgabe im März 1999 jährlich im Frühjahr veröffentlicht.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben

(Sortierung nach Förderkennzeichen)

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2010

Verbund: „MetaCell“ - Modulares Nachweissystem für Tumorzellen in Körperflüssigkeiten

Entwicklung und Fertigung eines Labormusters (TP 4)

 

ALS Automated Lab Solutions GmbH
Stockholmer Str. 10
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Jens Eberhardt
03641 4820-0
01EZ1116
220.483 EUR
01.03.2012 - 31.05.2014

Ziel des Projektes ist es, ein leicht anwendbares, preiswertes und treffsicheres Laborsystem zu entwickeln, mit dem Krebszellen in geringsten Mengen in einer Blutprobe aufgespürt und typisiert werden können. Das System beruht auf sogenannten "Nano-Angeln", dies sind neuartige Oberflächen (Hydrogelsubstrate) mit winzigen "Tentakeln", die nur das Fünfzigstel einer Haaresbreite lang sind. Diese Nano-Strukturen können wie Angeln gezielt Krebszellen aus verschiedenen Patientenproben "herausfischen". Das zu entwickelnde Labormuster soll drei Module umfassen: Zellseparation I (Modul I), Zellseparation II und Färbereaktion (Modul II) und den optischen Nachweis sowie die Auswertung der Ergebnisse (Modul III). Die ALS Automated Lab Solutions GmbH übernimmt in dem Projekt den Apparatebau und wird in enger Zusammenarbeit mit dem UKE und Xantec das Isolierungs- und Färbemodul entwickeln (Module I und II), der Partner SynenTec übernimmt die Entwicklung des optischen Moduls (Modul III), welches wiederum von der ALS GmbH in das Gesamtsystem eingebunden wird. Im Rahmen der industriellen Forschung übernimmt die ALS GmbH die Entwicklung und Fertigung eines Labormusters. Diese Arbeiten umfassen die Planung und Bauteileauswahl für das System, 3D-CAD-Konstruktion, Steuerugsplanung und Softwareentwicklung und die abschließende Fertigung und Montage des Labormusters. Begleitet werden diese Arbeiten von Durchführbarkeitsstudien zu Baugruppen und Gesamtsystem auch in Hinblick auf eine spätere Serienproduktion.

 

Verbundvorhaben: ORBIT - Offener Röntgenscanner für die Bildgeführte Interventionelle Therapie 

 

Ziel des Verbundvorhabens ORBIT ist die Entwicklung eines Funktionsmusters für ein neuartiges 3D-Röntgenbildgebungssystem, das die besonderen intraoperativen Anforderungen der Chirurgen nach freiem Zugang zum Patienten erfüllt. Dieses System soll klein und kompakt sein, den chirurgischen Arbeitsablauf für eine 3D-Bildaufnahme nur minimal unterbrechen, einfach handhabbar und mobil einsetzbar sein und optimale Bildqualität liefern. Um diese Ziele zu erreichen wird ein Systemkonzept realisiert, das auf einem neu entwickelten und experimentell bestätigten Bildaufnahmekonzept basiert, bei dem sich ausschließlich die Röntgenquelle oberhalb des Patienten bewegt. Nach der erfolgreichen Realisierung wird das Funktionsmuster hinsichtlich der ermittelten klinischen und technischen Anforderungen evaluiert.

Systemkonstruktion und 3D-Bildrekonstruktion

 

Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK)
Pascalstr. 8-9
10587 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve
030 39006-120
01EZ1115A
669.463 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Verbundprojektes übernimmt das Fraunhofer IPK wesentliche Arbeiten bei der Systemkonstruktion, der softwaretechnischen Steuerung und der 3D-Bilddatenrekonstruktion.

 

Klinische Analyse und Evaluierung

 

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Klinische Navigation und Robotik

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ing. Erwin Keeve
030 450 555-132
01EZ1115B
332.884 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Verbundprojektes übernimmt die Charité wesentliche Aufgaben bei der Systementwicklung sowie in der klinischen Validierung und Bewertung des Funktionsmusters.

 

Systemkonstruktion und -steuerung

 

Ziehm Imaging GmbH
Donaustr. 31
90451 Nürnberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Eva-Maria Ilg
0911 2172-355
01EZ1115C
327.165 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Verbundprojektes übernimmt die Ziehm Imaging GmbH wesentliche Arbeiten bei der Systemkonstruktion und der softwaretechnischen Steuerung.

 

Verbundvorhaben: Neue Technologien für hyperpolarisierte 13C molekulare MR-Bildgebung (13CMMR)

Die Hyperpolarisierte 13C Metabolische Magnetresonanz (13CMMR) ist eine minimal-invasive Bildgebungsmethode, um Zellmetabolismus, z. B. von Tumorzellen, in vivo darzustellen. Sie basiert auf der Kombination von Magnetresonanz-Spektroskopie und der Hyperpolarisation durch dynamische Kernpolarisation, einem Verfahren zur Erhöhung der Sensitivität. Die wesentliche Innovation der 13CMMR für metabolische Bildgebung im Vergleich zum Goldstandard der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder zu Verfahren mit molekularen Markern besteht darin, dass 13CMMR echte in vivo-Bildgebung und somit eine schnelle, direkte und differenzierende Quantifizierung des Metabolismus erlaubt. Mit vergleichsweise geringem Aufwand könnte somit künftig der Erfolg einer Therapie schneller und zuverlässiger im Körper nachgewiesen werden. Ziel dieses Projektes ist es daher, die Methode der 13CMMR umfassend weiterzuentwickeln und für die Anwendung am Menschen vorzubereiten.

Effiziente, robuste Bildgebungsmethoden und Alternative Substanzen (TP 1)

 

GE Global Research
Zweigniederlassung der General Electric Deutschland Holding GmbH
Imaging Technologie Labor

Freisinger Landstr. 50
85748 Garching

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Marion Menzel
089 5528 3730
01EZ1114A
519.964 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Verbundvorhabens wird GE Global Research effiziente und robuste Bildgebungsmethoden zur besseren in vivo-Untersuchung des Zellmetabolismus entwickeln. Zudem werden Experimente mit alternativen Testsubstanzen durchgeführt, um das Verfahren auch für weitere klinische Anwendungen nutzbar zu machen.

 

Parallele Bildgebung, effiziente Bildgebung und alternative Substanzen (TP 2)

 

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Nuklearmedizinische Klinik und Poliklinik

Ismaninger Str. 22
81675 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Schwaiger
089 4140-2970
01EZ1114B
845.871 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Verbundvorhabens wird die TU München effiziente und robuste Bildgebungsmethoden zur besseren in vivo-Detektion des Zellmetabolismus entwickeln. Zudem werden alternative Testsubstanzen untersucht, um das Verfahren auch für weitere klinische Anwendungen nutzbar zu machen.

 

Optimierte HF-Spulen und Zubehör

 

RAPID Biomedizinische Geräte
RAPID Biomedical GmbH

Kettelerstr. 3-11
97222 Rimpar

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Titus Lanz
09365 882616
01EZ1114C
146.287 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Die Rapid Biomedical GmbH wird insbesondere Hochfrequenz-Spulen entwickeln, die den speziellen Anforderungen der neuen Bildgebungsmethode genügen.

 

Verbundvorhaben: Entwicklung eines "Vollintegriertes Lab-on-a-Chip-System zur schnellen Bestimmung von Hefe- und Schimmelpilzinfektionen in respiratorischen Sekreten und primär sterilen Körperflüssigkeiten bei immunsupprimierten Patienten"- FYI-Chip

Infektionen mit Schimmel- und Hefepilzen können insbesondere für immunsupprimierte Patienten lebensbedrohlich sein und müssen schnellstmöglich behandelt werden. Die übliche Standarddiagnostik dieser Erreger ist allerdings langwierig und fehlerbehaftet. Gefragt ist ein schnelles und zuverlässiges Nachweisverfahren, das relevante Pilz-Erreger und deren eventuell vorhandenen Resistenzen gleichzeitig erfasst. Ziel der geplanten Arbeiten ist deshalb die Entwicklung eines Objektträger-großen Minilabors (Lab-on-a-chip, LOC) in dem alle Analyseschritte von der Vorbereitung der Probe bis zum Nachweis des Erregers mit Hilfe hochempfindlicher Sensoren innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden können. Dieser diagnostische Chip soll es dem Arzt erlauben, sehr rasch und exakt den Pilz-Erreger und eventuell assoziierte Resistenzen zu identifizieren. Der Patient profitiert von einer frühzeitigen und gezielten Therapie und die Behandlungskosten können deutlich gesenkt werden.

Koordinierung, Entwicklung des routinetauglichen Systems (TP 1)

 

EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG
Seekamp 31
23560 Lübeck

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Markus Cavalar
0451 5855-21241
01EZ1113A
352.298 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Die Euroimmun ist für die Koordination des Gesamt-Projektes verantwortlich und außerdem an allen Teilschritten des LOC, von der Konzeption des Projektes, über die Entwicklung der biochemischen Testsysteme, bis zur Definition und Entwicklung der LOC-Verbrauchsmaterialien, des Gerätes zur Ansteuerung sowie der Auswertesoftware beteiligt. Euroimmun ist maßgeblich für die Gesamtintegration der Teilkomponenten und der Herstellung von Funktionsmustern zuständig.

 

Medizinische Konzeption und Evaluation (TP 2)

 

Ruhr-Universität Bochum
Universitätsklinikum
Institut für Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin
Herz- und Diabeteszentrum NRW

Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Cornelius Knabbe
05731 97-1390
01EZ1113B
216.002 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Das HDZ wird federführend an der medizinischen Konzeption (Definition relevanter Pathogene und Resistenzen) sowie der Durchführung der klinischen Laborevaluierung von Funktionsmustern beteiligt sein. Ferner obliegt die Vorbereitung der Patientenstudie (Ethikvotum, Studienorganisation, etc.) in Verantwortung des HDZ als klinischem Partner. Einen weitereren Schwerpunkt stellt die biochemische Probenvorbereitung/Assayentwicklung sowie die Sammlung, Charakterisierung, Aufarbeitung und Bereitstellung von klinischen Proben für die Projektpartner und Evaluierungsstudien dar.

 

Entwicklung einer LOC-Kartusche (TP 3)

 

Robert Bosch GmbH
Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung
Mikrosystemtechnik

Robert-Bosch-Platz 1
70839 Gerlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Peter Rothacher
0711 811-40741
01EZ1113C
354.790 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Bosch wird das von den Partnern entwickelte biochemische Analyseverfahren in einen mikrofluidischen Einweg-Chip übertragen und die Peripherie zum Betrieb des LOC`s entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Verfahrens zum physikalischen Zell-Aufschluss. In den Chip werden auch die für die Analyse erforderlichen Reagentien integriert und eine Methode für deren zuverlässige Zuführung entwickelt.

 

Lab-on-a-Chip-Peripherie (TP 4)

 

Multi Channel Systems MCS GmbH
Aspenhaustr. 21
72770 Reutlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Phys. Karl-Heinz Boven
07121 90925-0
01EZ1113D
200.152 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Entsprechend der Anforderungen aus der Assayentwicklung werden Komponenten in das System integriert und in Versuchen mit Funktionsmustern des FYI-Chips erprobt/optimiert: LOC-Ansteuermodul, Leistungseinheit, Microcontrollereinheit und elektrische Schnittstelle. Zusätzlich findet die Entwicklung der mechanischen Einheiten/Pheripherie statt. Parallel wird die LOC-Steuersoftware entwickelt und das System in LIMS eingebunden.

 

Optimierung des Probenaufschlusses und Integration in das Testprotokoll (TP 5)

 

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB)
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Steffen Rupp
0711 970-4045
01EZ1113E
100.169 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Das IGB wird im Rahmen des geplanten Vorhabens Methoden zur routinetauglichen LOC-kompatiblen Hefe- und Schimmelpilz DNA-Isolierung aus respiratorischem Material und Blutkulturen entwickeln. Das Probenaufschlussverfahren soll in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern in das Testprotokoll des EuroArray-basierten Testsystems sowie in das Testprotokoll des LOC auf Einzelmusterbasis integriert werden.

 

Entwicklung von PCR-Systemen und Microarray-Sonden (TP 6)

 

Universität Stuttgart
Fakultät 4 Energie-, Verfahrens- und Biotechnik
Institut für Grenzflächenverfahrenstechnik (IGVT)

Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Karin Lemuth
0711 970-4180
01EZ1113F
329.952 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Das IGVT wird an der medizinischen Konzeption (Definition relevanter Pathogene und Resistenzen) des Projekts beteiligt sein. Federführend wird das IGVT die Entwicklung und Testung der PCR-Systeme sowie der Microarray-Sonden zum Nachweis der Hefe- und Schimmelpilze bearbeiten sowie routinetaugliche Aufschlussverfahren für Hefe- und Schimmelpilze entwickeln. Die Entwicklungen werden auf das EuroArray-basierte Funktionsmuster und das LOC übertragen und erprobt.

 

Verbundvorhaben: Messtechnikbasierte Optimierung des Gangbildes von transfemural Amputierten mit exoprothetischer Versorgung

Beinamputierte Menschen wollen mit ihrer Prothese wieder einen mobilen und möglichst schmerzfreien Alltag erleben. Sitzt das künstliche Bein allerdings nicht richtig, können zum Beispiel Rückenschmerzen oder Arthrose die Folge sein. Ein wichtiger Fortschritt für Patienten könnte aus Forschungsarbeiten des BMBF-Forschungsverbundes "Meb-GO" entstehen. Neue Sensoren ergänzen dabei ein System, das bereits jetzt Belastungen direkt in der Prothese misst. So werden alle bei einer Bewegung entstehenden Kräfte erfasst. Aus sämtlichen Daten soll dann eine neue Software das individuelle Gangbild des Betroffenen vollständig analysieren. Zusätzlich wird ein neuartiges Bewegungsmodell entwickelt, das dem natürlichen Bewegungsablauf so weit wie möglich entspricht. Mit den Daten werden Abweichungen zum Modell festgestellt und Empfehlungen für die Prothesenanpassung errechnet.
Dieses Ganganalysesystem soll mobil einsetzbar sein und wäre somit auch für Sanitätshäuser geeignet. Das Team erhofft sich hierdurch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für behinderte Menschen. Es wird erwartet, dass die neue Technik zudem vielfach preiswerter als bisherige Laborsysteme sein wird.

Medizintechnische und regelungstechnische Arbeitspakete (TP 1)

 

Technische Universität Berlin
Fakultät V - Verkehrs- und Maschinensysteme
Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik
Fachgebiet Medizintechnik

Dovestr. 6
10587 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Marc Kraft
030 314 23388
01EZ1112A
617.630 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Projekts wird die TU Berlin insbesondere die Gangmustererkennung in das Funktionsmuster implementieren sowie regelungstechnische Fragestellungen bearbeiten.

 

Validierung und Prüfung des Messsystems

 

Medizinische Hochschule Hannover
Orthopädische Klinik
Labor für Biomechanik und Biomaterialien

Anna-von-Borries-Str. 1-7
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Christof Hurschler
0511 5354-647
01EZ1112B
214.213 EUR
01.11.2011 - 31.05.2014

Dieses Ganganalysesystem soll mobil einsetzbar sein und wäre somit auch für Sanitätshäuser geeignet. Das Team erhofft sich hierdurch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für behinderte Menschen. Es wird erwartet, dass die neue Technik zudem vielfach preiswerter als bisherige Laborsysteme sein wird. Innerhalb des Projekts wird die Medizinische Hochschule Hannover das Funktionsmuster in ihrem Bewegungsanalysezentrum in Betrieb nehmen, sowie mittels verschiedener Patientenstudien validieren.

 

Parameter der Biomechanik

 

Rehabtech Research Lab GmbH
Ebertstr. 15 a
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Michael Hasenpusch
030 398206-127
01EZ1112C
156.571 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Innerhalb des Projekts wird die Rehabtech Research Lab GmbH insbesondere neue Bewegungsmodelle entwickeln und in das Funktionsmuster integrieren.

 

Verbundvorhaben: Belastbare resorbierbare Implantate auf der Basis von zellularen Stahlschäumen - DegraFer -

Das Ziel des Projekts "DegraFer" ist die Untersuchung der Einsetzbarkeit degradierbarer mit Knochenzement gefüllten Eisenschäume für die Umstellungs-Osteotomie. Die Umstellungs-Osteotomie (auch Korrektur-Osteotomie genannt) ist ein orthopädisch-chirurgischer Eingriff, bei dem ein Knochen durchtrennt wird, um wieder eine normale Knochen-Anatomie herzustellen. Dies kann bei fehlverheilten Knochenbrüchen oder nach operativen Eingriffen zur  Tumorentfernung notwendig werden. Das geplante Schlüsselexperiment soll dabei die Biokompatibilität sowie die Kompatibilität mit den auftretenden Belastungen bei der Knochenheilung demonstrieren.

Zytotoxizitätsanalysen der Implantate und die Untersuchungen dieser im in vivo Tiermodell (TP 1)

 

Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Orthopädische Klinik und Poliklinik

Marchioninistr. 15
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Bernd Wegener
089 70956786
01EZ1111A
139.060 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Zunächst werden geeignete Grundwerkstoffe entwickelt, danach sind geeignete zellulare Strukturen zu entwickeln und die Verbundwerkstoffe zu erarbeiten. Abschließend erfolgt die medizinische Prüfung im Tierversuch. Die Ergebnisse des Projekts können anschließend in marktnäheren Projekten zu weiteren Indikationen verwertet werden. Bei erfolgreichem Abschluss ist dann die kommerzielle Herstellung durch die Partner geplant. Die Teilprojekte der Ludwig-Maximillians-Universität beschäftigen sich zum einen mit der Testung der Zytotoxizität sowohl im Zellkulturversuch als auch auf molekularbiologischer Ebene und zum anderen mit der Austestung der eisenbasierten Implantate im in vivo-Tiermodell.

 

Entwicklung degradierbarer Stahlschäume (TP 2)

 

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM)
Institutsteil Dresden

Winterbergstr. 28
01277 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Peter Quadbeck
0351 2537-372
01EZ1111B
215.400 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Das Teilprojekt des Fraunhofer-Instituts beschäftigt sich mit der Entwicklung der metallischen Schäume und ihrer Legierungszusammensetzungen. Ziel ist die Entwicklung geeigneter Degradationsdauern, Strukturen und Festigkeiten.
Die Fraunhofer Institute sind in drei der vier Arbeitspunkte des Gesamtarbeitsplans des Projekts eingebunden. Im ersten Arbeitspaket werden geeignete Grundwerkstoffe entwickelt. Dazu werden zunächst pulvermetallurgische Formteile synthetisiert und hinsichtlich ihrer Toxizität, Korrosion und Mikrostruktur getestet. Im zweiten Arbeitspaket werden zellulare Strukturen entwickelt. Hier werden geeignete Suspensionsrezepturen entwickelt, Verfahrensparameter für die Synthese erarbeitet und hinsichtlich medizinisch relevanter Eigenschaften untersucht. Das dritte Arbeitspaket beschäftigt sich mit der Synthese der Verbundwerkstoffe. Die Arbeiten der FhG-Institute bestehen hier in der mechanischen Charakterisierung der Verbundwerkstoffe analog zur Charakterisierung. Schließlich werden Implantate für die Tierversuche hergestellt.

 

Belastbare resorbierbare Implantate auf der Basis von zellularen Stahlschäumen (TP 4)

 

InnoTERE GmbH
Tatzberg 47/49
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Stefan Glorius
0351 7965711
01EZ1111C
53.091 EUR
01.06.2011 - 31.05.2014

Die InnoTERE ist für die Herstellung optimierter nanostrukturierter Calciumphosphate, die Entwicklung von bioaktivierenden und zugleich Degradations-kontrollierenden Beschichtungs- und Beladungsverfahren für die zellulären Metallstrukturen verantwortlich. Des Weiteren werden Mechanik und Degradation der hergestellten Probekörper untersucht sowie präklinische und klinische Prüfmuster hergestellt.

 

Einzelvorhaben: Elastische Gefäßprothese für den Ersatz der thorakalen Aorta

 

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Lübeck
Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie

Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Michael Scharfschwerdt
0451 500-2074
01EZ1110
326.981 EUR
01.05.2011 - 30.04.2014

Im Rahmen des Projektes soll die Eignung eines neuen elastischen Kunststoffes als Material für den Ersatz einer krankhaft geschädigten Körperschlagader (Aorta) geklärt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gefäßprothesen weist das neue Material eine deutlich höhere elastische Dehnungsfähigkeit auf, welche den natürlichen Verhältnissen sehr viel näher kommt und damit das chirurgische Ergebnis verbessern und auch mögliche Folgeschäden verringern könnte. Diese Eigenschaft soll genauer untersucht werden. Daneben sind für einen Einsatz als Gefäßersatz noch andere Eigenschaften wie z. B. Blutverträglichkeit oder Langzeitstabilität von Belang. Angestrebtes Ziel ist die Erfüllung aller Kriterien und die folgende Weiterentwicklung zur marktreifen Gefäßprothese. Zunächst sollen dazu in Laborexperimenten die Eigenschaften der neuen Prothese hinsichtlich der Elastizität und der mechanischen Stabilität untersucht werden, gegebenenfalls mit noch notwendigen Modifikationen der Materialeigenschaften. Nach Abschluss dieser ersten Phase wird dann das Verhalten unter den Bedingungen simulierter Aortenoperationen untersucht, bei denen Fragen wie Verarbeitung, aber auch mögliche spätere Beeinflussungen der Blutströmung geklärt werden sollen. Im Vergleich dazu stehen Daten herkömmlicher Aortenoperationen zur Verfügung. In abschließenden Tierversuchen soll dann das Langzeitverhalten der Prothese im Körper untersucht werden.

 

Verbundvorhaben: MimeticBone - Entwicklung eines gradiert aufgebauten resorbierbaren Implantats zur Versorgung von Knochensegmentdefekten

Das Forschungsziel des Verbundvorhabens "MimeticBone" ist die Entwicklung eines in Knochen umbaubaren Implantats zur Überbrückung von Knochensegmentdefekten. Mit Hilfe einer neuartigen Fertigungstechnik sollen Implantatstrukturen auf Calciumphosphat-Basis entwickelt werden, die dem natürlichen Vorbild des Knochens nachempfunden werden. Entsprechend sollen die zu entwickelnden Implantate innen, d. h. zur Knochenmarkseite hin, offenporös aufgebaut sein und zudem eine kompakte Außenschicht besitzen. Zum Erreichen des Ziels sind drei Hochschulpartner und zwei assoziierte Industriepartner an diesem Vorhaben beteiligt.

Entwicklung Implantatstruktur, mechanische und zellbiologische Charakterisierung (TP 1)

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 10 - Medizin und Universitätsklinikum
Lehrstuhl für Zahnärztliche Werkstoffkunde und Biomaterialforschung

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Horst Fischer
0241 80-80935
01EZ1109A
215.435 EUR
01.07.2011 - 31.12.2013

Im Teilprojekt der Zahnärztlichen Werkstoffkunde und Biomaterialforschung (ZWBF) der RWTH Aachen werden die Porenstruktur entwickelt und die Implantate hergestellt. Darüber hinaus erfolgt in dieser Arbeitsgruppe eine umfassende zellbiologische und mechanische Charakterisierung der hergestellten Proben.

 

Keramische Materialaufbereitung, Prozessführung und Charakterisierung (TP 2)

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 5 - Georessourcen und Materialtechnik
Institut für Gesteinshüttenkunde
Lehrstuhl für Keramik und Feuerfeste Werkstoffe

Mauerstr. 5
52064 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rainer Telle
0241 80-94968
01EZ1109B
69.793 EUR
01.07.2011 - 31.12.2013

Im Teilprojekt des Instituts für Gesteinshüttenkunde wird Entwicklungsarbeit zur keramischen Materialaufbereitung und Prozessführung geleistet. Ferner erfolgt in dieser Arbeitsgruppe eine umfassende Charakterisierung der noch flüssigen keramischen Masse (Schlicker) als Vorstufe zum Implantat und der daraus gefertigten festen keramischen Implantat-Vorstufen und sonstigen Bauteile.

 

Etablierung des Tiermodells und tierexperimentelle Testung der Proben (TP 3)

 

Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät und Klinikum
Knappschaftskrankenhaus Langendreer

In der Schornau 23 - 25
44892 Bochum

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rüdiger Smektala
0234 299-3207
01EZ1109C
149.945 EUR
01.07.2011 - 31.12.2013

Im Teilprojekt der Ruhr-Universität Bochum wird ein bekanntes Tiermodell weiterentwickelt werden. Es soll dabei ein Segment eines Röhrenknochens durch ein Implantat ersetzt werden, was bis zu einem Jahr im Tier belassen wird. Geplant ist ein Segmentersatz am Oberarmknochen am Kaninchen, die Implantate werden für 1, 3, 6 und 12 Monate eingebracht. Nach Entnahme werden die gewonnenen Knochen mit Implantaten histologisch mit Hilfe verschiedener optischer Verfahren untersucht und auch die Gewebereaktion auf das Implantat bestimmt.

 

ReversFix-Technologie: Zerstörungsfreie Entfernung und Wiederbefestigung zahnärztlicher Restaurationen

Durch die Entwicklung der ReversFix-Technologie können zahnärztliche Restaurationen bei technischen sowie biologischen Misserfolgen zerstörungsfrei abgenommen und anschließend rezementiert werden. Ein funktionierendes System zur zerstörungsfreien Dezementierung zahnärztlicher Restaurationen steht bislang nicht zur Verfügung. Bei der ReversFix-Technologie wird der Verbund Zahn/Restauration mittels eines Absorbers modifiziert. Durch Bestrahlung vorzugsweise zahnfarbener Restaurationen mit einem Lasersystem adäquater Wellenlänge soll es primär durch optomechanische Mechanismen zur Lösung des Verbunds kommen. Dies besitzt hohe biologische Relevanz, da eine Schonung der Pulpa zwingend erforderlich ist. Durch die ReversFix-Technologie wäre erstmals eine reversible Zementierung von Zahnersatz bei gleichzeitiger Langzeitstabilität im Mundmilieu gegeben.

Festlegung Absorber; Entwicklung in vitro-Modelle; klinische Studie (TP 1)

 

Universität Ulm
Universitätsklinikum
Department für Zahnheilkunde
Klinik für Zahnärztliche Prothetik

Albert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Ralph Luthardt
0731 500-64200
01EZ1108A
247.500 EUR
01.05.2011 - 30.04.2014

Zunächst soll ein geeigneter Absorber festgelegt und die Kompatibilität mit zahnärztlichen Zementen untersucht werden. Dann kommt es zur Entwicklung/Herstellung von in vitro-Modellen zur Erprobung einer lasergestützten reversiblen Zementierungsmethodik. Nachfolgend finden Abzugsversuche bestrahlter sowie unbestrahlter Proben statt. Zur Temperaturmessung müssen in vitro-Modelle entwickelt werden. Daraufhin folgt die Gegenüberstellung der mechanischen Verbund-Eigenschaften bei "ungealterten" und "gealterten" Proben sowie bei einmaliger Zementierung und Rezementierung nach Verbund-Lösung. Abschließend wird eine klinische Studie durchgeführt.

 

Bestrahlungsmethodik, technische Begleitung klinische Studie (TP 2)

 

Institut für Lasertechnologien in der Medizin
und Meßtechnik (ILM) an der Universität Ulm

Helmholtzstr. 12
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Karl Stock
0731 1429 220
01EZ1108B
222.000 EUR
01.05.2011 - 30.04.2014

Zunächst werden optische Messungen an möglichen Absorbern und an dentalen Materialien zur Auswahl geeigneter Absorber und dazu passender Laser durchgeführt. Dann folgen die Entwicklung eines Bestrahlungs-Aufbaus, Bestrahlungsversuche an in vitro-Modellen und mikroskopische Untersuchungen an erfolgreich gelösten Verbindungsstellen. Auch werden die durch die Laserbestrahlung entstehenden Temperaturen gemessen. Eine Gegenüberstellung der mechanischen Verbund-Eigenschaften „gealterter" und „ungealterter" Proben sowie bei einmaliger Zementierung und Rezementierung nach Verbund-Lösung ist geplant. Zudem soll ein Bestrahlungssystem für die klinische Anwendung entwickelt werden.

 

Verbundvorhaben: Zellbesiedelte gestentete Polyurethan-Herzklappenprothese

Zwei Herzklappen verhindern den Rückstrom des Blutes während der Erschlaffungsphasen des Herzmuskels. Diese "Taschenklappen" sind großer Beanspruchung ausgesetzt und erfüllen bei manchen Patienten ihre Funktion nicht mehr richtig. Bisher stehen drei Taschenklappenprothesen zur Verfügung: künstlicher Ersatz sowie Klappen aus tierischem oder aus menschlichem Gewebe. Die künstlichen Prothesen können Blutgerinnsel verursachen, weshalb so behandelte Patienten lebenslang auf blutgerinnungshemmende Mittel angewiesen sind. Die Prothesen aus biologischem Material halten nur begrenzte Zeit, so dass Patienten oft mehrfach operiert werden müssen. In diesem Verbundprojekt wird daher eine neuartige Herzklappenprothese, welche die Vorteile der verschiedenen Modelle kombinieren und deren Nachteile vermeiden soll entwickelt. Der Trick besteht darin, eine Taschenklappe aus einem Kunststoffvlies zu konstruieren und dieses mit körpereigenen Zellen des Patienten zu besiedeln. Hierfür werden synthetische, nicht resorbierbare Polyurethan-Zellgerüste entweder mit ähnlichen Maßen wie die menschliche Aortenklappe (für die konventionelle Klappenchirurgie) oder als zylindrisch expandierbare Stents (für die minimal-invasive Chirurgie) hergestellt und untersucht.

Biologische Untersuchungen

 

Klinikum der Universität München
Herzchirurgische Klinik und Poliklinik
Labor für Tissue Engineering

Marchioninistr. 15
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Bassil Akra
089 7095-6465
01EZ1107A
247.539 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Am Klinikum der Universität München werden die für die Beschichtung benötigten Zellen gewonnen und kultiviert. Des Weiteren werden die verschiedenen Formen der Zellgerüste mit den isolierten vaskulären Zellen besiedelt und zahlreichen biologischen Untersuchungen unterworfen.

 

Textiler Zellträger

 

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF)
Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV)

Körschtalstr. 26
73770 Denkendorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martin Dauner
0711 9340-218
01EZ1107B
201.255 EUR
01.04.2011 - 31.03.2014

Am Institut für Textil- und Verfahrenstechnik in Denkendorf werden die Polyurethan-Gerüste gefertigt und ihre Herstellparameter optimiert sowie die mechanischen Eigenschaften untersucht.

 

Verbundvorhaben: Automatisierte, morphologische Analyse von Knochenmarkspräperaten für die Leukämie-Diagnostik (AutoMorLeu)

Für die Diagnose von Krankheiten wie Anämie oder Leukämie müssen Blutstammzellen untersucht werden. Dafür wird eine geringe Menge Knochenmark unter dem Mikroskop analysiert. Dies kann sehr zeitaufwändig sein, da diese Zellen oft dicht gepackt liegen und ihre Unterschiede nicht ohne weiteres sichtbar sind. Zudem schwankt die Qualität der Proben. Deshalb ist es bisher nicht möglich, die Untersuchung von Blutstammzellen zu automatisieren. Genau das ist jedoch das Ziel des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen sowie der Münchner Leukämielabor GmbH. Zunächst wird dafür ein automatisches Mikroskopiersystem entwickelt. Hinzu kommen dann neuartige Verfahren zur Analyse von Knochenmarksbildern. Die innovative Technologie soll ermöglichen, dass nun auch komplexe Zellhaufen und ähnlich aussehende Stammzellen bewertet werden können. Auf diese Weise könnte künftig rasch ein sicherer Befund vorliegen. Dies ist nicht zuletzt für eine gezielte Therapieentscheidung wichtig. Zudem würde die automatisierte Diagnostik deutlich preiswerter.

Entwicklung des Analysesystems (TP 1)

 

Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS)
Standort Erlangen

Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Christian Münzenmayer
09131 776-7310
01EZ1106A
312.768 EUR
01.06.2011 - 31.12.2013

Die Arbeitspakete im Teilprojekt des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen beschäftigen sich mit der Erforschung und Entwicklung neuer Verfahren zur Erkennung des zur Untersuchung geeigneten Bereichs im Ausstrich, der Lokalisierung von Zellen sowie der Berechnung von Merkmalen zur Charakterisierung und Klassifikation von Knochenmarkszellen. Anhand der vom Projektpartner Münchner Leukämielabor GmbH erstellten Bilddatenbank wird eine umfangreiche Evaluierung der Erkennungsleistung durchgeführt.

 

Erstellung der Bilddatenbank (TP 2)

 

MLL Münchner Leukämielabor GmbH
Max-Lebsche-Platz 31
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Torsten Haferlach
089 990 17-100
01EZ1106B
48.236 EUR
01.07.2011 - 31.12.2013

Das Arbeitspaket im Teilprojekt des Münchner Leukämie-Labors umfasst die Erstellung einer Referenz-Bilddatenbank sowie die statistische Evaluierung des zu entwickelnden Diagnose-Systems.

 

Verbundvorhaben: Fixierendes chirurgisches Nahtmaterial (FixNaht)

Die moderne Chirurgie verlangt nach hochentwickelten Materialien für den Wundverschluss, die schnell und reversibel am Gewebe fixiert werden können. Das Verbundvorhaben FixNaht schlägt hierfür eine innovative Lösung zur Herstellung von selbsthaltenden Wundnähten und chirurgischen Netzen (Meshes) vor, die auf biomimetischen Verfahrensweisen für verbesserte Hafteigenschaften am Gewebe basiert. Als Vorbild dienen die extrem gut haftenden Lamellen auf den Zehenballen der Geckos. Es werden Polymerfasern mit Nanofibrillen versehen, die in unterschiedlichen Winkeln und mit unterschiedlichen Ausrichtungen aus der Faseroberfläche herausragen. Das entwickelte Nahtmaterial soll das Gewebe eigenständig, also ohne Knoten, maximal zusammenhalten. Diese Technologie könnte künftig Operationszeit sparen, die Zuverlässigkeit des Nahtverfahrens verbessern, das Nähen in endoskopischen Verfahren erleichtern, Narbengewebe und Traumatisierung verringern sowie kosmetische Ergebnisse verbessern.

Nanofibrillen (TP 1)

 

Max-Planck-Institut für Polymerforschung
Ackermannweg 10
55128 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Aránzazu del Campo
06131 379-563
01EZ1105A
206.168 EUR
01.04.2011 - 31.03.2013

Am Max-Planck-Institut für Polymerforschung werden insbesondere die Nanofibrillen auf den Nahtmaterialien mit physikalischen Verfahren hergestellt, modifiziert und charakterisiert. Des Weiteren wird die chemische Zusammensetzung der Oberfläche nach erfolgter Plasmabehandlung untersucht. Das Mainzer Uniklinikum wird im Rahmen des Vorhabens Untersuchungen zur Gewebeverträglichkeit der neuartigen Materialien durchführen.

 

Haftmechanismus (TP 2)

 

Leibniz-Institut für Neue Materialien
gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Campus D2 2
66123 Saarbrücken

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Eduard Arzt
0681 9300-500
01EZ1105B
102.767 EUR
01.04.2011 - 31.03.2013

Das Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken wird im Rahmen des Verbundvorhabens insbesondere den Adhäsionsmechanismus der Haftstrukturen untersuchen. Die Interaktion zwischen menschlichem Gewebe und Nahtmatrial wird hierfür unter anderem durch elektronenmikroskopische Aufnahmen analysiert.

 

Biokompatibilität (TP 3)

 

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Pathologie

Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

MD Shahram Ghanaati
06131 174003
01EZ1105C
101.792 EUR
01.04.2011 - 31.03.2013

Das Mainzer Uniklinikum wird im Rahmen des Vorhabens Untersuchungen zur Gewebeverträglichkeit der neuartigen Materialien durchführen.

 

Verbundvorhaben: Entwicklung und Testung eines bioresorbierbaren flussmodellierenden Kunststoffstents für die Gefäßimplantation zur Ausschaltung intrakranieller Aneurysmen - BioReS

Schlaganfall gehört zu den häufigsten Todesursachen. Ein nennenswerter Teil wird durch Hirnblutungen verursacht - hervorgerufen durch ein geplatztes Blutgefäß, das sich unbemerkt ausgedehnt hat (Aneurysma). Wird ein solches Aneurysma jedoch rechtzeitig erkannt, kann es operativ stabilisiert werden. Hierzu wird meist ein Stent eingesetzt, wie er auch bei der Behandlung von Engstellen an Herzkranzgefäßen verwendet wird. Gefäße im Gehirn sind jedoch besonders dünn. An der RWTH Aachen wird deswegen ein Kunststoff-Stent entwickelt, der klein genug für Gehirngefäße ist und dort den Blutstrom regulieren kann. Zugleich soll sich der Stent nach der Normalisierung des Gefäßes von selbst auflösen. Zukünftig könnte so ein Gefäßverschluss vermieden und eine jahrelange Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten überflüssig werden. Mit dieser Innovation soll die Aussicht auf eine langfristige Heilung der Patienten deutlich verbessert werden.

Medizinische Evaluation (TP 1)

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 10 - Medizin und Universitätsklinikum
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Martin Wiesmann
0241 80-89602
01EZ1104A
165.252 EUR
01.02.2012 - 31.01.2014

Die medizinischen Partner des Universitätsklinikums Aachen übernehmen in ihrem Teilprojekt die Entwicklung und Optimierung der Implantationstechnik für den Stent. Sobald ein Prototyp des Implantats im Tiermodell implantierbar ist, werden Langzeitversuche an Minipigs vorgenommen, um die möglicherweise auftretende lokale Entzündungsreaktion mittels molekularer Ultraschall-Bildgebung zu überwachen. Abschließend erfolgt zusammen mit den Partnern vom Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen die pathologische Charakterisierung und Aufarbeitung des Implantats.

 

Materialforschung (TP 2)

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 4 – Maschinenwesen
Institut für Textiltechnik

Otto-Blumenthal-Str. 1
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Fabian Schreiber
0241 80-23448
01EZ1104B
186.920 EUR
01.02.2012 - 31.01.2014

Am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen wird initial ein Anforderungsprofil für die Struktur und das Material des Stents erstellt und die Flechttechniken entsprechend angepasst. Daraufhin wird die finale Struktur des Implantats entwickelt, optimiert und zusammen mit der Bioresorbierbarkeit des Materials eingehend charakterisiert. Nach dem von den medizinischen Partnern des Universitätsklinikums Aachen durchgeführten Tierversuch erfolgt gemeinsam mit diesen die pathologische Charakterisierung und Aufarbeitung des Implantats.

 

Einzelvorhaben: Minimal-invasive Implantation von Herzklappenprothesen zur Therapie einer Mitralinsuffizienz

 

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin I

Erlanger Allee 101
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alexander Lauten
03641 9324518
01EZ1103
339.327 EUR
01.07.2011 - 30.06.2013

Eine Herzenklappenerkrankung kann zu ausgeprägten Symptomen wie Luftnot und Belastungseinschränkung führen und lebensbedrohliche Folgeerkrankungen auslösen. Besonders häufig tritt bei älteren Menschen eine Undichtigkeit der Segelklappe der linken Herzkammer, eine "Mitralklappeninsuffizienz" auf. Behandelt wird diese heutzutage durch eine Operation am offenen Herzen und unter Einsatz der Herz-Lungenmaschine. Dabei wird die Mitralklappe "repariert" oder in schwerwiegenden Fällen durch eine Klappenprothese ersetzt. Ein derart aufwändiger Eingriff ist jedoch mit beträchtlichen Risiken verbunden und nicht immer erfolgreich. Es wird ein Verfahren entwickelt, bei dem erstmals eine Mitralklappenprothese über ein Blutgefäß von der Leiste aus genau an der richtigen Stelle im Herzen platziert wird. Dazu wollen die Ärzte und Wissenschaftler einen Katheter nutzen, über den ein neues, besonders flexibles Gerüst, ähnlich einem Stent, in das Herz eingeführt wird. Die Klappenprothese selbst ist zunächst eng zusammengefaltet und öffnet sich erst im Herzen, um dort die defekte Klappe zu ersetzen. Wenn sich das Verfahren bewährt, wäre die Behandlung erheblich schonender und kostengünstiger. Zudem könnten Risikopatienten behandelt werden die bisher - zum Beispiel aufgrund von Begleiterkrankungen - nicht operiert werden können.

 

Verbundvorhaben: Verbesserung der Gewebequalität von Korneatransplantaten mittels einer neuen Bioreaktortechnologie (KORNEA)

Hornhautspenden (Korneae) müssen, vom Gesetzgeber vorgeschrieben, vorkultiviert werden um eine gleichbleibende Transplantatqualität für den Empfänger zu gewährleisten. Jedoch wird dadurch etwa jede siebte gespendete Hornhaut aufgrund mangelnder Gewebequalität verworfen. Optimierte Bedingungen in der Vorkultur könnten dies verhindern und somit die Anzahl verfügbarer Transplantate erhöhen. Das in diesem Projekt untersuchte aerosolbasierte Kultursystem stellt möglicherweise eine solche dem bisher verwendeten Kulturverfahren überlegene Art der Kultivierung dar, da beim neuentwickelten Kultivierungsprinzip die Zellkonstrukte und Korneatransplantate kontinuierlich und mechanisch reizarm mittels eines per Ultraschall erzeugten Aerosols aus Nährmedium umhüllt werden. Diese Art der Nährstoffversorgung führt darüber hinaus zu einer höheren Unabhängigkeit von der Gewebeform und -größe bei gleichzeitig effizienterer Nährstoff-, vor allem aber Gasübertragung. Vorhabensziel ist der Transfer des aerosolbasierten Kultivierungsprinzips in Bezug auf die Versorgung von humanen Hornhauttransplantaten.

Entwicklung des Bioreaktormodells (TP 1 und 2)

 

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum
Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin

Paul-Ehrlich-Str. 15
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Lothar Just
07071 29-72176
01EZ1102A
294.014 EUR
01.04.2011 - 31.03.2013

In enger Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Leibniz-Universität Hannover erfolgt in Tübingen zunächst die Erstellung eines Bioreaktor-Modells nach erforderlichen biotechnologischen Vorgaben zur Zerstäubung des Nährmediums per Ultraschalleinheit. Mittels des auf diese Weise entwickelten Bioreaktorsystems werden von Tübinger Seite aus unterschiedliche Kulturmedium-Aerosole auf tierische und schließlich auf menschliche Hornhautzellen aufgebracht und analysiert.

 

Entwicklung von Bioprozess-Techniken (TP 3)

 

Leibniz Universität Hannover
Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Technische Chemie

Callinstr. 3
30167 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Scheper
0511 762-2509
01EZ1102B
122.554 EUR
01.04.2011 - 31.03.2013

In Hannover erfolgen die Erstellung des Ultraschall-Bioreaktors nach biotechnologischen Vorgaben; Adaption der Korneahalterung an eine 3D-Kultivierung; Analyse unterschiedlich behandelter, oxidierter Kulturmedien auf Zellkulturen bezüglich der Vitalitätseigenschaften; Vergleich zellbiologischer Parameter von im Mediumnebel kultivierten Kaninchen-Kornea-Zellen mit denen von submers Behandelten und die Evaluation von Kaninchen-Korneaexplantaten sowie Analyse der Zellfunktion humaner Hornhaut nach Kultivierung im Bioreaktorsystem.

 

Verbundvorhaben: Individuell anpassbare PEEK-Rekonstruktionsplatte zur Überbrückung von Unterkieferdefekten

Unterkiefer können durch Verletzungen, Entzündungen oder Krebs beschädigt oder sogar unterbrochen werden. Um die volle Belastungsfähigkeit beim Kauen, Sprechen oder Schlucken wieder herzustellen, müssen diese Defekte operativ mit speziellen Kiefer-Implantaten (Plattensystemen) überbrückt werden. Nun wird ein neuartiges Plattensystem, das aus dem unverstärkten Kunststoff PEEK besteht, der bezüglich Festigkeit und Elastizität dem menschlichen Knochen gleichwertig ist, entwickelt. Er zeichnet sich auch durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Durch die Veränderung der klassischen Form des Implantats soll zugleich eine erhebliche Reduzierung der mechanischen Beanspruchungen erreicht und damit das Risiko auftretender Komplikationen in der postoperativen Phase minimiert werden. Um die vorkonfektionierte Rekonstruktionsplatte während der Operation individuell an den Kieferdefekt anpassen zu können, wird ein beheizbares Biegewerkzeug entwickelt. Lebensdauerversuche an Kiefermodellen sollen das Einsatzpotenzial der neuen Platte aufzeigen, bevor das finale Schlüsselexperiment im Tierversuch stattfindet.

Patientenanalyse und Tierversuch (TP 1)

 

Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH
Klinik für MKG-Chirurgie

Postbrookstr. 103
27574 Bremerhaven

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Dr. Peter Maurer
0471 299-3716
01EZ1101A
84.167 EUR
01.02.2012 - 31.01.2015

Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Klinikums Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH übernimmt in ihrem Teilprojekt die Patientenanalyse zur operativen Unterkiefer-Entfernung, führt gemeinsam mit der MEDICON eG Tuttlingen den klinischen Test der neu entwickelten Biegevorrichtung durch und ist für die Durchführung und Auswertung des finalen Tierversuches verantwortlich.

 

Entwicklung des Unterkiefermodells (PEEK-RECO-SYS) (TP 2)

 

Hochschule Merseburg (FH)
Geusaer Str.
06217 Merseburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wolf-Dietrich Knoll
03461 46-2917
01EZ1101B
88.347 EUR
01.07.2011 - 30.06.2013

An der Hochschule Merseburg erfolgt die Neuentwicklung eines Modells vom Human- und Tierunterkiefer. Diese Simulation des Kieferwinkel-Defektes ist die Basis für die Entwicklung einer Alternativform der PEEK-Rekonstruktionsplatte. Es schließt sich die Konstruktion einer beheizbaren Biegevorrichtung an. Der konstruktive Entwurf eines Versuchsstandes zur mechanischen Charakterisierung der Rekonstruktionsplatten wird in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Halle/Saale entworfen.

 

Mechanische Charakterisierung der Rekonstruktionsplatte (TP 3)

 

Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM)
Institutsteil Halle

Walter-Hülse-Str. 1
06120 Halle (Saale)

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Stefan Schwan
0049 345 5589-282
01EZ1101C
186.339 EUR
01.07.2011 - 30.06.2014

Die PEEK-Labormuster sollen am Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik in Halle/Saale hinsichtlich ihrer Verträglichkeit unter besonderer Berücksichtigung der bearbeiteten Oberflächen untersucht werden. Zur mechanischen Charakterisierung verschiedener Plattensysteme (Standardrekonstruktionsplatte auf Titanbasis und neu entwickelte PEEK-Rekonstruktionsplatte) soll in Kooperation mit der Hochschule Merseburg ein Versuchsstand mit entsprechender Mess- und Aufnahmetechnik entwickelt und gebaut werden. In Abschluss sollen die mechanischen Daten zyklisch belasteter PEEK-Rekonstruktionsplatten experimentell durch einen Versuch bestimmt werden.

 

Fertigungstechniken für die Rekonstruktionsplatte (PEEK-RECO-SYS) (TP 4)

 

Medicon eG. Chirurgiemechaniker-Genossenschaft
Abt. Produktentwicklung/Produktmanagement

Gänsäcker 15
78532 Tuttlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Andreas Burger
0746 2200956
01EZ1101D
35.569 EUR
01.08.2011 - 31.07.2014

Durch die Medicon eG in Tuttlingen erfolgt die Umsetzung der Konstruktion der PEEK-Platten mittels geeigneter bzw. neuer Fertigungstechniken und -werkzeuge für die Produktion. Auf Grundlage des Wirkprinzips der neu entwickelten Biegevorrichtung sowie Art und Form dieser Biegewerkzeuge werden verschiedene Lösungskonzepte und Varianten entwickelt, damit die Rekonstruktionsplatten im OP-Raum entsprechend dem menschlichen Kiefer anmodelliert werden können.

 

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2009

Einzelprojekt: Implantierbarer Schallsensor-Schallgeber-Wandlerbaustein im Mittelohr für die apparative Hörrehabilitation

 

Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Th. Zahnert
0351 458-2025
01EZ1011
442.147 EUR
01.05.2010 - 30.04.2013

Zur Behandlung von Schwerhörigkeiten werden neben herkömmlichen Hörgeräten passive oder aktive Implantate, zunehmend in Form implantierbarer Hörgeräte, eingesetzt. Die erforderlichen Sensoren und Aktoren zeigen bisher oft Probleme bei der chirurgischen Handhabung oder der Langzeitstabilität und ziehen häufig irreversible Veränderungen der anatomischen und funktionellen Verhältnisse des Ohres nach sich. Es soll daher ein Wandler entwickelt werden, der operativ einfach zu verwenden ist, minimal traumatisch in die bestehende Anatomie integriert werden kann und eine hohe Funktionssicherheit besitzt. Der Wandler soll im Mittelohr zwischen Amboss und Steigbügel ohne zusätzliche Fixierung positioniert und somit in die natürliche Gehörknöchelchenkette integriert werden. Die Herausforderung besteht in der bisher nicht bekannten Entwicklung eines Miniatursensors und Aktuators in einem Bauteil. Im Schlüsselexperiment sollen der grundsätzliche konstruktive Aufbau und die geeigneten Algorithmen der Signalverarbeitung bestimmt und geprüft werden. Neben der Auswahl des Sensors und der Aktoren spielen die Maßnahmen zur Unterdrückung akustischer Rückkopplungen eine entscheidende Rolle. Es ist abschließend der Nachweis zu erbringen, ob der Schallsensor-Schallgeber-Wandlerbaustein sowohl ausreichend Verstärkungsreserve bereitstellt als auch die Anforderungen an eine Implantierung im Mittelohr erfüllt.

 

Verbundprojekt: Biosensor-basierte 129Xe-Magnetresonanztomographie in Zellen und Mausmodellen der Autoimmunität

In diesem Vorhaben soll die Magnetresonanztomographie (MRT) um eine Technologie für die ortsaufgelöste Darstellung immunologisch relevanter Protein-Interaktionen erweitert werden. Dafür steht ein bereits entwickelter, auf der erhöhten Empfindlichkeit optisch polarisierten Xenons-129 basierender Biosensor zur Verfügung. Dieser erlaubt die Bindung eines Antigens an den Haupthistokompatibilitätskomplex Klasse II (MHC) als zentrales Ereignis der adaptiven Immunantwort mittels der MR nachzuweisen. Es ist Ziel des geplanten Vorhabens, den Biosensor und zu entwickelnde Derivate in Zellverbänden und Tierexperimenten einzusetzen, um eine molekulare 129-Xe MR-Bildgebung zu erreichen. In Schlüsselexperimenten sollen immunologische Modelle der Rheumatoiden Arthritis und der Multiplen Sklerose an Zellverbänden und im Tiermodell evaluiert werden.

Methodologie für Bildgebung und Spektroskopie (TP 1)

 

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Abt. 8 - Medizinphysik und Metrologische Informationstechnik
Fachbereich 8.1

Abbestr. 2-12
10587 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Lorenz Mitschang
030 3481-7632
01EZ1010A
224.994 EUR
01.05.2010 - 30.04.2013

In der PTB-Arbeitsgruppe MR-Messtechnik werden neu entwickelte Biosensoren auf ihre Tauglichkeit für die 129Xe-MR hin untersucht und die relevanten Parameter bestimmt. Es werden einschlägige Experimente für Bildgebung und Spektroskopie für Anwendungen mit 129Xe implementiert und getestet oder ggf. weiterentwickelt. Für die Durchführung der Schlüsselexperimente wird ein portabler Polarisator für die kontinuierliche Erzeugung von hoch polarisiertem 129Xe-Gas aufgebaut. Für die Einbringung des Gases in die Nährlösung des Bioreaktors werden ein angepasstes Perfusionssystem und für die Messungen am Tiermodell ein speziell zu adaptierendes Kleintier-Beatmungssystem realisiert. Das Vorhaben soll ein Verfahren nebst Gerätetechnik für die MRT zur Untersuchung von Immunerkrankungen am Tiermodell ermöglichen. Die zur Bildgebung benötigten Gerätetechniken werden als eigenständige Produkte im Sinne modularer 'add-ons' für konventionelle MRT-Systeme erstellt. Die Technologie soll dementsprechend an Hersteller im Bereich der MRT transferiert und potenziellen Anwendern von molekularer Bildgebung zugänglich gemacht werden.

 

Modellentwicklung und -evaluierung (TP 2)

 

Forschungsverbund Berlin e.V.
Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie

Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Christian Freund
030 94793-181
01EZ1010B
207025 EUR
01.05.2010 - 30.04.2013

Es ist geplant, Xenon-zugängliche Molekülkäfige mit krankheitsassoziierten Peptiden synthetisch zu verknüpfen, die dann als Biosensoren von den entsprechenden MHC-Subtypen auf Zelloberflächen spezifisch gebunden werden können. Eine solche funktionelle Beladung von Zellen soll mittels Fluoreszenzmethoden bestätigt und die Produktion von entzündungsrelevanten Zytokinen überprüft werden. Nachfolgend sind Tierexperimente an Mäusen geplant, welche die Bestimmung der Verteilung der an MHC gebundenen Biosensoren auf Makrophagen und anderen immunrelevanten Zellen mittels der MRT ermöglichen werden.

 

Verbundprojekt: Entwicklung eines zirkulären Knochenleitungshörers

Das Ziel des Vorhabens ist, ein Labormuster eines neuartigen, zirkulären Knochenleitungs-Gehörgangs-Hörers zu entwickeln und dessen prinzipielle Nutzbarkeit zu demonstrieren. Dieser Hörer soll die Vorteile bisher entwickelter Hörer vereinen, d.h. vor allem sollte der für die Sprache wichtige Frequenzbereich komplett abgedeckt werden können. Andererseits sollen die Nachteile bisheriger Hörer vermieden werden, insbesondere sollte für dessen Betrieb keine Operation wie beim implantierbaren oder knochenverankerten Hörgerät erforderlich sein. Weiterhin ist für den Tragekomfort wichtig, dass kein Okklusionseffekt auftritt. Auf Verbundebene werden der Gehörgang und die Aktorik experimentell charakterisiert.

Audiologische Charakterisierung der Transferfunktion der aufzuwendenden Energie für den Perzeptionsgewinn (TP 1)

 

Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Martin Ptok
0511 532-9104
01EZ1009A
233.842 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Die MHH wird die Beurteilung der Wahrnehmung des Tragekomforts sowie der subjektiven Empfindung des Okklusionseffektes vornehmen. Die Verbundpartner werden Labormuster von zirkulären Knochenleitungshörern entwickeln. Die MHH wird hierfür Scan-Rohdaten für Gehörgangsmodelle generieren und bei der Wahl des optimalen Ortes der Druckapplikation beraten sowie mit den zirkulären Knochenleitungshörern sogenannte Aufblähkurven bei Probanden ermitteln. Unter Verwendung sprachaudiometrischer Verfahren wird der Verständlichkeitszugewinn gemessen und beurteilt. Die MHH wird audiologische Untersuchungen mit den vom Verbundpartner bereitgestellten Labormustern durchführen.

 

Entwicklung der Aktorik (TP 2)

 

Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Mikrosystemtechnik, Mechatronik und Mechanik

Max-Planck-Ring 12
98693 Ilmenau

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Sattel
03677 692480
01EZ1009B
228.421 EUR
01.07.2010 - 30.06.2013

Die TUI wird insbesondere die Übertragungseigenschaften des Körperschalls in Abhängigkeit des Anpressdruckes experimentell untersuchen und erste Aktordimensionierungen vornehmen. Die Verbundpartner werden Labormuster von zirkulären Knochenleitungshörern entwickeln. Die TUI wird dazu einen rechnergestützten Entwurf der Aktorik vornehmen und anschließend Labormuster konstruieren und experimentell untersuchen. Die TUI wird hierzu experimentelle schwingungstechnische Untersuchungen für verschiedene, von der TUI aufzubauende mechatronische Gesamtsysteme aus Mikrofon, Elektronik und Aktorik durchführen.

 

Verbundprojekt: Bioimpedanz-geregelte Schluckneuroprothese (BigDysPro)

Es wird die Machbarkeit einer geregelten Neuroprothese für die Unterstützung des Schluckablaufs bei Schluckstörungen, z. B. infolge eines Schlaganfalls, geprüft. Durch elektrische Stimulation der äußeren Kehlkopfmuskulatur soll der Kehlkopfeingang verschlossen und eine Aspiration von Speichel und Nahrung vermieden werden. Mittels Elektromyographie der submentalen Muskulatur soll die Stimulation mit der Schluckintention des Patienten synchronisiert werden. Der Grad des Verschlusses der Atemwege sowie das Auftreten einer unerwünschten Aspiration sollen durch selbst entwickelte Bioimpedanz-Messverfahren fortlaufend erfasst werden. Abhängend von diesen Messungen erfolgt eine Regelung der Stimulationsintensität von Schluck zu Schluck mit dem Ziel, die Unterstützung durch die Neuroprothese kontinuierlich an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Sollte eine Aspiration auftreten, wird im Fall einer fehlenden Abwehrreaktion diese ausgelöst.

Mess- und Stimulationssysteme

 

Technische Universität Berlin
Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik
Institut für Energie- und Automatisierungstechnik
Fachgebiet Regelungssysteme

Einsteinufer 17
10587 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörg Raisch
030 314-22945
01EZ1007A
229.512 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

Die TU Berlin entwickelt Mess- und Stimulationssysteme, Regelalgorithmen und Verfahren zur Schluckintentions- und Aspirationserkennung. Auf Verbundebene unterstützt die TU Berlin das Unfallkrankenhaus Berlin technisch bei der Durchführung der klinischen Untersuchungen.

 

Klinische Untersuchungen

 

Unfallkrankenhaus Berlin e.V.
Klinik für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde

Warener Str. 7
12683 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Rainer O. Seidl
030 5681 4301
01EZ1007B
230.388 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

Die an der TU Berlin entwickelten Messsysteme werden am UKB an gesunden Probanden und Patienten getestet. Zur Validierung der Bioimpedanz-Messverfahren erfolgt am UKB eine vergleichende Studie mit einer Videofluoroskopie bei Patienten. Die Machbarkeit und der Effekt einer Bioimpedanz-geregelten Schluckneuroprothese werden in einer Pilotstudie bei mehreren Dysphagiepatienten in einem Vorher-Nachher-Vergleich unter Verwendung von Videofluoroskopien am UKB geprüft.

 

Verbundprojekt: Computer-gestützte und nicht-invasive Klassifizierung kolorektaler Polypen anhand der Oberflächenvaskularisierung

Die Koloskopie ist das etablierte Standardverfahren zur Vorsorge und Therapie bei Dickdarmkrebs. Die genaue Charakterisierung von Kolonpolypen ist dabei von großer diagnostischer und therapeutischer Bedeutung. Sowohl durch die bisher etablierten als auch durch neuere Techniken lässt sich allerdings keine ausreichende diagnostische Genauigkeit erreichen. Zudem sind diese Techniken untersucherabhängig. Ziel des Verbundes ist deshalb die Etablierung eines nicht-invasiven und untersucherunabhängigen Verfahrens zur Differenzierung von Kolonpolypen, so dass bereits während der Koloskopie individuell bei jedem Patienten über die Notwendigkeit einer Polypenentfernung entschieden werden kann. Art und das Ausmaß der Gefäßneubildung von Kolonpolypen ist hierbei ein wichtiger Parameter zu deren Charakterisierung. Mittels spezieller Beleuchtung und einer computer-gestützten Auswertung der Gefäßneubildung in endoskopischem Bildmaterial soll ein neues diagnostisches Verfahren zur zuverlässigen Charakterisierung von Kolonpolypen etabliert werden. Ziel ist es, die Anzahl der Polypenentfernungen zu senken, so dass das Auftreten von Nebenwirkungen reduziert wird und eine schonende Behandlung für den Patienten möglicht ist.

Identifikation von Vaskularisierungsparametern für Dickdarmpolypen unter NBI-Beleuchtung

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 10 - Medizin und Universitätsklinikum
Medizinische Klinik III
Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Jens Tischendorf
0241 80-80860
01EZ1006A
127384 EUR
01.06.2010 - 30.05.2013

Die Medizinische Klinik III – Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten – des Universitätsklinikums Aachen erweitert im Rahmen des Projektes eine vorhandene Datenbank mit endoskopischen Bildern und den dazu gehörigen histologischen und klinischen Daten. Außerdem trägt sie mit ihrer medizinischen Expertise zur Ermittlung der notwendigen Klassifizierungsparameter bei. Im Rahmen einer Pilotstudie soll abschließend die klinische Relevanz des etablierten Verfahrens unter Einsatz eines Labormusters untersucht werden.

 

Implementierung von Algorithmen zur automatisierten Klassifikation von Dickdarmpolypen unter NBI-Beleuchtung

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 6 - Elektrotechnik und Informationstechnik
Lehrstuhl für Bildverarbeitung

Sommerfeldstr. 24
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Til Aach
0241 80-27860
01EZ1006B
134828 EUR
01.06.2010 - 30.05.2013

Am Lehrstuhl für Bildverarbeitung der RWTH Aachen sollen - durch eine Filterung des während der Untersuchungen in der Endoskopie gewonnenen Bildmaterials und die anschließende Gefäßsegmentierung - Blutgefäßkarten erstellt werden. Außerdem sollen, in Zusammenarbeit mit den Medizinern des Verbundprojektes, quantitativ messbare Größen für die Gefäßneubildung bestimmt werden. Basierend auf diesen Größen soll mit Hilfe etablierter Verfahren aus der Mustererkennung die wahrscheinliche Einordnung der Polypen berechnet werden.

 

Verbundprojekt: Regelung der chirurgischen Fräskopfführung auf Grundlage richtungsspezifischer elektrischer Impedanzanalyse

Das Ziel dieses Schlüsselexperiments ist der Aufbau eines Labormusters, welches auf der Grundlage der Bioimpedanzmesstechnik eine rückgekoppelte Fräskopfführung in der Chirurgie ermöglicht. Diese Realisierung kann von einer Notabschaltung bis zur vollständig geregelten Fräskopfführung reichen und stellt so für Eingriffe in der Hüftendoprothetik eine große Unterstützung dar.

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik
Lehrstuhl für Medizintechnik

Pauwelsstr. 20
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher
0241 80-23870
01EZ1005
473.788 EUR
01.08.2010 - 31.12.2012

Nach der Erstellung eines Lastenhefts muss die generelle Impedanzcharakteristik von den verschiedenen Medien im Arbeitsbereich ausgemessen werden. Aus diesen Untersuchungen können relevante Eckdaten gewonnen werden, die bei der späteren Realisierung des Gesamtsystems benötigt werden (Grenzwerte, Nichtlinearitäten, sinnvolle Frequenzbereiche etc.) Die Integration des Messsystems in klassische Verfahren der Fräskopfführung wird vorbereitet und die Grenzen dieser Ansteuerung erarbeitet. Nachfolgend wird der Aufbau des Sensorsystems geplant, durchgeführt und anschließend in dem entsprechenden Arbeitsbereich geprüft. Der Aufbau einer regelbaren Fräskopfführung wird parallel aufgesetzt und die Arbeitsweise (kontrollierbare Steuerung der Bewegung) realisiert. In „der praktischen Machbarkeit" werden beide Aufbauten fusionieren. Jetzt kann eine Regelung der Fräskopfführung entwickelt werden. Dies umfasst eine Anpassung der Sensorik, die Integration der Sensortechnik in die Frästechnik und die softwareseitig algorithmische Realisierung der Regelung.

 

Verbundprojekt: "Metacell" -  modulares Nachweissystem für Tumorzellen in Körperflüssigkeiten

Ziel des Projektes ist es, ein leicht anwendbares, preiswertes und treffsicheres Laborsystem zu entwickeln, mit dem Krebszellen in geringsten Mengen in einer Blutprobe aufgespürt und typisiert werden können. Das System beruht auf sogenannten „Nano-Angeln", dies sind neuartige Oberflächen (Hydrogelsubstrate) mit winzigen "Tentakeln", die nur das Fünfzigstel einer Haaresbreite lang sind. Diese Nano-Strukturen können wie Angeln gezielt Krebszellen aus verschiedenen Patientenproben „herausfischen". Das in diesem Projekt zu entwickelnde Labormuster soll drei Module umfassen: Zellseparation I (Modul I), Zellseparation II und Färbereaktion (Modul II) und den optischen Nachweis sowie die Auswertung der Ergebnisse (Modul III).

Optimierung immunchemischer Nachweisverfahren; Validierung der einzelnen Prozessschritte und Erweiterung auf andere Tumorarten (TP 1)

 

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Experimentelle Medizin
Institut für Tumorbiologie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Burkhard Brandt
040 4710-57495
01EZ1004A
806.545 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wird die Optimierung der fluoreszenzbasierten, immuncytochemischen Färbungen von Tumorzellen zur Detektion im automatisierten Separationsprozess durchführen. Darüber hinaus werden die Validierung der einzelnen Prozessschritte von der Anreicherung der Tumorzellen aus Vollblut über die spezifische Separation mittels Hydrogeloberflächen bis zur Detektion und Charakterisierung durch die automatisierte Ausleseeinheit realisiert. Das Anwendungsspektrum wird auf ausgewählte andere Tumorarten erweitert. Neueste molekularbiologische Techniken und immunchemische Nachweisverfahren werden eingesetzt.

 

Entwicklung Vorseparations- und Zellisolationsmodule (TP 2)

 

XanTec bioanalytics GmbH
Merowingerplatz 1a
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Erk Gedig
0211 99364744
01EZ1004B
577.194 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

Aufbauend auf Erkenntnissen des Vorläuferprojekts SpezZeS wird XanTec in diesem Projekt die Module zur Probenaufbereitung und -inkubation entwickeln und sukzessive optimieren. Weiterhin werden die hydrodynamischen Inkubationsparameter sowie die Eigenschaften der Separationsoberflächen optimiert. Verschiedene Geometrien und Inkubationsparameter werden nacheinander getestet und durch (Fluoreszenz-)mikroskopie validiert werden. Tumor- und WBC-Konzentrationen in Blut werden mittels Durchflusszytometrie, Nanotopologie und Bindungseigenschaften der Separationsoberfläche mittels SPR und AFM analysiert.

 

Entwicklung eines optischen Detektionsmoduls auf einer eigenen Technologieplattform durch umfangreiche Softwareanpassung (TP 3)

 

SynenTec GmbH
Otto-Hahn-Str.
9 a
25337 Elmshorn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Stefan Hummel
04121 46311-10
01EZ1004C
302.410 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

SynenTec wird ein optisches Auslesesystem entwickeln, welches den spezifischen Anforderungen des Gesamtsystems genügt. Hierunter fallen die Entwicklung der multiparametrischen Analyse, die Entwicklung der Auswertesoftware und der Bedieneroberfläche sowie die Validierung der Benutzerschnittstelle für die optische Ausleseeinheit. In allen drei Phasen müssen Informationen aus den Arbeitspaketen der Projektpartner, welche parallel dazu laufen, aufgenommen, verarbeitet und in die Ausleseeinheit integriert werden.

 

Entwicklung und Fertigung eines Labormusters (TP 4)

 

Vulkan Technic Maschinen-Konstruktions GmbH
Geschäftsbereich ABBIS

Vulkanstr. 1
54578 Wiesbaum

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Berit Cleven
06593 998-175
01EZ1004D
501.223 EUR
01.04.2010 - 31.03.2013

Im Rahmen der industriellen Forschung übernimmt die Vulkan Technic Maschinen-Konstruktions GmbH die Entwicklung und Fertigung eines Labormusters. Diese Arbeiten umfassen die Planung und Bauteileauswahl für das System, 3D-CAD-Konstruktion,, Steuerungsplanung und Softwareentwicklung und die abschließende Fertigung und Montage des Labormusters. Begleitet werden diese Arbeiten von Durchführbarkeitsstudien zu Baugruppen und Gesamtsystem auch im Hinblick auf eine spätere Serienproduktion.

 

Einzelprojekt: Zentralvenöser Dauerkatheter mit verschließbarem Lumen

 

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Mitte - Klinik für kardiovaskuläre Chirurgie
Labor für Biofluidmechanik

Thielallee 73
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher
030 450-553838
01EZ1003
300.339 EUR
01.10.2010 - 30.09.2013

Ein dauerhaft nutzbarer zentralvenöser Katheter wird in der Klinik für zahlreiche Anwendungen benötigt. Der zentralvenöse Dauerkatheter führt jedoch häufig zu Infektionen. Die Probleme entstehen durch das Eindringen von Keimen in den Körper. Ziel des Vorhabens ist daher die Machbarkeitsstudie eines zentralvenösen Dauerkatheters mit verschließbarem Lumen. Es ist vorgesehen, das Problem durch einen neuartigen Ballon zu lösen, der nach jeder Nutzung des Katheters das Lumen vollständig ausfüllt und verschließt und so kein Volumen für die Bildung eines Biofilms lässt. Der neuartige Verschluss des Lumens für den dauerhaften zentralvenösen Katheter verspricht also eine Vermeidung von Infektionen, da die Entstehung eines Bioreaktors für Bakterien verhindert wird. Die Arbeiten umfassen: Entwicklung, Konstruktion und Fertigung des Lumenverschlussballons und des Ballonaktuators, mikrobiologische in vitro-Untersuchung der Wirkung, Integration und Fertigung von Hautdurchleitung und Tierversuchskathetern, Durchführung und Auswertung der Tierversuche als Schlüsselexperiment und Untersuchungen zu möglichen Anwendungsfeldern des Prinzips.

 

Verbundprojekt: Nanostrukturierte Cochleaelektroden zur elektrischen Charakterisierung sowie zur Manipulation von Zellen

Der Verbund „Nanostrukturierte Cochleaelektroden zur elektrischen Charakterisierung sowie zur Manipulation von Zellen“ widmet sich dem im medizinischen Bereich dringenden Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu Grenzflächen zwischen lebendem Gewebe und Implantaten (z. B. Cochleaimplantate, Herzschrittmacher oder Hirnstimulatoren). Der Kontakt zwischen Elektroden und Zellen ist in der Medizintechnik sowohl für elektrische Messungen als auch für die elektrische Stimulation lebender Zellen und Gewebe von besonderer Bedeutung. Zu stimulierende Zellen sollen dabei einen möglichst guten Kontakt, andere Zellen - wie Bindegewebs- oder Stützzellen - dürfen keinen Kontakt haben oder sollten wieder von der Oberfläche abgelöst werden. Die dauerhafte Besiedelung von Elektroden führt zu erheblichen Messunsicherheiten bis hin zur Zerstörung der Elektrode. Ziel der Verbundpartner ist es, durch eine Strukturierung der Cochleaelektrode im Nanometermaßstab, zusammen mit dem Anlegen kurzzeitiger elektrischer Felder, den Bewuchs der Elektroden zu verhindern bzw. den Elektrode-Zellkontakt zu manipulieren. Durch den verbesserten Elektrodenkontakt sollen die audiellen Fähigkeiten ertaubter Patienten auf einem höheren Niveau wiederhergestellt werden.

 

Zellzucht und Besiedlung der Cochleaelektroden

 

Medizinische Hochschule Hannover
Klinik und Poliklinik für HNO

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. med. Thomas Lenarz
0511 532-6565
01EZ1001B
145227 EUR
01.06.2010 - 31.01.2013

An der Medizinischen Hochschule erfolgt die Testung der entwickelten Oberflächen und elektronischen Systeme am biologischen System (Aufwachsversuche mit und ohne Feldapplikation). Hierzu zählen sowohl die Untersuchungen an Standardzelllinien als auch an frisch isolierten ohrspezifischen Fibroblasten und Nervenzellen.

 

 

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2008 

Verbundprojekt: IDA - Intraorale Datenabnahme mittels Ultraschallmikroscanner

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Fakultät 10 - Medizin und Universitätsklinikum
Klinik für zahnärztliche Prothetik

Pauwelsstr. 30
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Wolfart
0241 80-88241
01EZ0929
115.538 EUR
01.07.2009 - 30.04.2013

 

 

BEGO Medical GmbH
Wilhelm-Herbst-Str. 1
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ingo Uckelmann
0421 2028-181
01EZ0928
115.248 EUR
01.07.2009 - 30.04.2013

 

 

SurgiTAIX AG
Pauwelsstr. 19
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Holger Weber
0241 9632-146
01EZ0927
235.815 EUR
01.07.2009 - 30.04.2013

 

 

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik
Lehrstuhl für Medizintechnik

Pauwelsstr. 20
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Stefan Heger
0241 80-23879
01EZ0926
738.074 EUR
01.07.2009 - 30.04.2013

Zur Herstellung von passgenauem Zahnersatz (z. B. Kronen und Brückengerüsten) sollen in diesem Verbundprojekt Zähne mittels Ultraschall kosteneffizient, schonend, schnell und exakt abgeformt werden. Mit einem miniaturisierten Ultraschallscanner für den Mundbereich wird dabei die Form der Zähne bis zum Zahnhals präzise erfasst. Anhand dieser Daten kann anschließend mit CAD/CAM-Verfahren der Zahnersatz angefertigt werden. Anders als bei der konventionellen Abformung wird das Ergebnis nicht durch das Vorhandensein von Blut oder Speichel im Mundraum beeinträchtigt. Außerdem können auch Bereiche abgeformt werden, die sich unterhalb des Zahnfleischs befinden. An der RWTH Aachen (mediTEC) werden 3D-Ultraschall-Scanstrategien optimiert und evaluiert. Aufbauend erfolgt die Entwicklung des miniaturisierten Ultraschall-Mikroscanner Funktionsmusters, die Entwicklung der Steuer- und Regelungsmodule, die Untersuchung von Methoden zur Schallankopplung sowie die Evaluierung anhand optischer Referenzscans. Bei SurgiTAIX werden hochfrequente Ultraschallsende- und Empfangsmodule sowie den Scanner stabilisierende Haltesysteme bereitgestellt, evaluiert und integriert. BEGO fertigt optische Referenzscans sowie korrespondierende Kronen und Brückengerüste zur Überprüfung der Passgenauigkeit an und integriert den Scanner in die CAD/CAM Prozesskette. Die Klinik für zahnärztliche Prothetik (ZAP) stellt Zahnmodelle und Präparate bereit, evaluiert die Passgenauigkeit der Implantate und führt Untersuchungen zur Optimierung der Zahnpräparation durch.

 

Verbundprojekt: Neuartige Methode für die belastungsarme nicht-invasive Langzeitmessung des Blutdrucks

 

Deutsches Herzzentrum Berlin
Klinik für Innere Medizin - Kardiologie

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ernst Wellnhofer
030 45932-498
01EZ0920
100.738 EUR
01.08.2009 - 31.12.2012

 

 

Spiegelberg KG
Tempowerkring 4
21079 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Spiegelberg
040 790178-0
01EZ0919
403.412 EUR
01.08.2009 - 31.12.2012

 

 

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Mitte
Klinik für kardiovaskuläre Chirurgie
Labor für Biofluidmechanik

Thielallee 73
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ulrich Kertzscher
030 450-553838
01EZ0918
513.690 EUR
01.08.2009 - 31.12.2012

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer neuartigen Methode für die belastungsarme nicht-invasive Langzeitmessung des Blutdrucks. Diese soll sich in den Tagesablauf des Patienten integrieren und ihn möglichst wenig stören. Die neuartige Methode beruht auf drei Funktionselementen: Eine leicht zu positionierende Ultraschallsensor-Verschlusselement (Okkluder) -Einheit, eine Klebung zur sicheren Befestigung dieser Einheit und eine spezielle Lösungsmittelzuführung, die eine leichte und schmerzfreie Entfernung der Sensor-Okkluder-Einheit ermöglicht. Arbeitsschritte sind: Entwicklung, Konstruktion und Fertigung der Sensor-Okkluder-Einheit und des Klebemoduls, Aufbau der Druckmesselektronik, Optimierung der Handhabbarkeit für Arzt und Patienten, Belastungsüberprüfung des Patienten im Schlaflabor, Herstellung eines Funktionsmusters, Durchführung einer klinischen Machbarkeitsstudie.

 

Verbundprojekt: Schnelltest zum Nachweis und zur Differenzierung von aviären und humanen Influenza-Subtypen und potenziellen pandemischen Influenzaviren (Grippe-Pandemie Feldtest)

 

Robert Koch-Institut (RKI)
Nationales Referenzzentrum für Influenza

Nordufer 20
13353 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Brunhilde Schweiger
030 18754-2456
01EZ0917
360.783 EUR
01.07.2009 - 31.03.2013

 

Im Rahmen des Verbundprojektes arbeiten beide Projektpartner an einem innovativen Schnelltest zum Nachweis von Influenzaviren mit Subtypenspezifität. Dieser soll bis zum Funktionsmuster geführt und ausführlich erprobt werden. Der Test nutzt als Funktionsprinzip die spezifischen, funktionellen Eigenschaften von zwei Oberflächen-Proteinen der Grippeviren, dem Hämagglutinin (H) und der Neuraminidase (N). Diese beiden Oberflächen-Proteine dienen auch der Eingruppierung der Grippeviren, z. B. H5N1. Die diagnostische Spezifität des Tests wird durch die Bindung des Hämagglutinins an synthetische Moleküle erreicht, die der Reaktion zwischen Hämagglutinin und der Wirtszellenoberfläche nachempfunden ist. Die enzymatische Aktivität der Neuraminidase ermöglicht nachfolgend einen Nachweis der gebundenen Grippeviren über eine Farbreaktion. Der Test soll zwischen humanen und aviären Virusherkünften unterscheiden und zusätzlich H5N1 spezifisch detektieren können. Außerdem soll ein deutlicher Zuwachs an Sensivität, Spezifität, Robustheit und Einsatzbreite erreicht werden.

Verbundprojekt: Experimentelle Entwicklung und klinische Prüfung des "Femur First Workflow" für die computer-assistierte Navigation in der Hüftendoprothetik 

 

BrainLAB AG
Kapellenstr. 12
85622 Feldkirchen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Sabine Gneiting
089 991568-866
01EZ0914
766.084 EUR
01.04.2009 - 31.12.2013

Allein in Deutschland werden pro Jahr mit steigender Tendenz mehr als 180.000 primäre Hüftendoprothesen implantiert. Funktionelle Aspekte und individuelle anatomische Unterschiede bleiben bei traditionellen Operationsverfahren unberücksichtigt. Ungenauigkeiten der konventionellen Implantatpositionierung sind dabei eine wesentliche Ursache für mechanische Komplikationen und frühzeitige Korrekturoperationen. In Kooperation der Firma BrainLAB mit der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg soll mittels der computerassistierten Operationstechnik eine innovative Navigationssoftware nach dem „Femur-First-Prinzip“ („Oberschenkel zuerst“) entwickelt werden. Dabei wird die standardisierte Implantatpositionierung verlassen und eine funktionsorientierte, patientenspezifische Implantatausrichtung mit optimiertem Bewegungsumfang ohne Einklemmungsphänomene innerhalb eines physiologischen Bewegungsrahmens ermöglicht. Das Arbeitsprogramm gliedert sich in drei Entwicklungsphasen. In einem experimentell-anatomischen Studienteil werden Parameter ermittelt, die für eine Optimierung der Gelenkpfannen-Position entscheidend sind. Anschließend werden algorithmische Methoden zur Optimierung der Pfannenposition gemäß dem Femur-First-Prinzip entwickelt und in den klinischen Arbeitsablauf integriert. In einer dritten Projektphase wird die Genauigkeit und Robustheit sowie der klinische Nutzen der entwickelten Navigationsmethodik im Rahmen einer klinischen Studie analysiert. Nach erfolgreichem Projektabschluss wird die entwickelte Methodik einer größeren Gruppe von Ärzten zur Verfügung gestellt, um durch das erweiterte Feedback die Software gezielt auf die Bedürfnisse eines breiten Marktes ausrichten zu können. Nach einer weiteren Entwicklungsphase ist die erfolgreiche Vermarktung das Ziel der Projektpartner. Durch die innovative Technik wird es erstmals möglich sein, physiologische Parameter in der Hüftendoprothetik patientenspezifisch bewerten zu können.

 

Einzelprojekt: Magnetic-Particle-Imaging für die Wächterlymphknoten-Biopsie beim Mammakarzinom

 

Universität zu Lübeck
Institut für Medizintechnik

Ratzeburger Allee
23562 Lübeck

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Thorsten Buzug
0451 500-5400
01EZ0912
324.744 EUR
01.07.2009 - 31.07.2013

Bei der Behandlung von Brustkrebs dient die Wächterlymphknoten-Biopsie dem Ausschluss von Metastasen in axillären Lymphknoten. Ein metastasenfreier axillärer Lymphknoten deutet mit ausreichender Sicherheit darauf hin, dass keine weiteren axillären Lymphknoten von Krebs befallen sind. Durch eine neuartige Bildgebung mit magnetischen Nanopartikeln soll die Wächterlymphknoten-Biopsie präziser und mehr Patientinnen zugänglich gemacht werden. Als Tracer werden magnetische Nanopartikel verabreicht, die sich in den Lymphknoten anreichern. Einem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt können diese mit einem Hand-Gehaltenen-Scanner, bei dem sämtliche Spulen zum Nachweis der Magnetpartikel auf nur einer Seite der Patientin liegen, in den Lymphknoten detektiert werden. Dies ermöglicht eine genaue Darstellung der Lymphknoten. Somit könnten Patientinnen schneller behandelt, Strahlenbelastung vermieden, die Genauigkeit erhöht und die Kosten der Behandlung gesenkt werden. Das Arbeitsprogramm ist in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase wird zunächst ein Vorexperiment durchgeführt, das die Aufgabe hat, die Spezifikationen eines Hand-Gehaltenen-Gerätes auszuarbeiten. Mit den Ergebnissen der verfeinerten Spezifikation wird in der zweiten Phase das eigentliche Labormuster des Scanners entwickelt und in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität zu Lübeck in einem Schlüsselexperiment eingesetzt. Bei erfolgreichem Verlauf des Projekts soll bereits während der Laufzeit zusammen mit der Philips GmbH geprüft werden, wie der Scanner den Weg in die Anwendung finden kann.  

 

Verbundprojekt: Klinische Vorrichtung zur nicht-invasiven Herzstimulation von verschiedenen Stimulationsorten zur Terminierung maligner ventrikulärer Arrhythmien

 

Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Zentrum Innere Medizin
Kardiologie und Pneumologie
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Zabel
0551 39-10264
01EZ0906
130.415 EUR
01.05.2009 - 30.04.2013

 

Patienten mit Herzrhythmusstörungen kann in Zukunft möglicherweise schonender geholfen werden. Durch die gleichzeitige Stimulation mehrerer Bereiche des Herzmuskels sollen neuartige Defibrillatoren die Rhythmusstörungen mit schwächeren Strömen als bei der konventionellen Therapie beenden. Bisher wird nur ein einzelner Bereich des Herzens stimuliert. Schmerzhafte Nebenwirkungen können so deutlich verringert werden. Im Gegensatz zu konventionellen Defibrillations-Methoden soll das neue Verfahren insbesondere für den vorbeugenden Einsatz (Primärprophylaxe) geeignet sein. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen Niedrigenergie-Defibrillators, dessen Technologie soll nach Möglichkeit in vorhandene medizintechnische Geräte (z. B. implantierbare Defibrillatoren) integriert werden. An diesem Projekt arbeiten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) gemeinsam mit dem Zentrum Innere Medizin - Kardiologie und Pneumologie der Georg-August-Universität Göttingen (UMG). In der ersten Phase des Projektes werden die Grundlagen des neuen Defibrillations-Verfahrens am isolierten Kaninchenherzen entwickelt und getestet. In der zweiten Phase wird das Verfahren im Tierversuch bei Schweinen angewandt und optimiert. Der Arbeitsschwerpunkt des MPIDS liegt hierbei auf der Messtechnik, den experimentellen Aufbauten und der Analysesoftware. Der Schwerpunkt der UMG liegt auf der Konzeption und Durchführung der tiermedizinischen Experimente.

 

Verbundprojekt: Kabellose Erfassung lokaler Feldpotenziale und elektrische Stimulation der Großhirnrinde für medizinische Diagnostik und Neuroprothetik

 

Brain Products GmbH Soft- und Hardwareentwicklung für die Medizintechnik
Zeppelinstr. 7
82205 Gilching

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Alexander Svojanovsky
08105 73384-11
01EZ0869
479.144 EUR
01.05.2009 - 31.01.2013

 

 

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Klinik für Epileptologie

Siegmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christian Elger
0228 287-15727
01EZ0868
111.808 EUR
01.05.2009 - 31.01.2013

 

 

Universität Bremen
Fachbereich 01 Physik/Elektrotechnik
Institut für Theoretische Physik

Hochschulring 18
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Klaus Pawelzik
0421 218-62001
01EZ0867
1.208.366 EUR
01.05.2009 - 31.01.2013

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer intrakranial implantierbaren, kabellosen Mess- und Stimulationseinrichtung für die neurologische Diagnostik, Therapie und Neuroprothetik. Drahtlos mit Energie versorgt soll sie mit hoher räumlicher Auflösung  kortikale Feldpotenziale an bis zu mehreren hundert Messpunkten aufnehmen und per Funk an eine externe Empfangseinrichtung senden. Ferner soll für diagnostische und therapeutische Zwecke eine Stimulation möglich sein. Die geplanten Arbeiten dienen der Entwicklung eines Geräts zur gezielten Hirnstimulation („Hirnschrittmacher“) bei Epilepsie. Die Ergebnisse sollen dazu genutzt werden, um eine Implantation im Menschen und einen kabellosen Betrieb zu ermöglichen. Der Forschungsverbund besteht aus mehreren Instituten an der Universität Bremen, der Klinik für Epileptologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Firma Brain Products GmbH, Soft- und Hardwareentwicklung für die Medizintechnik, Gilching. Das Konsortium wird die Designparameter den medizinischen Vorgaben entsprechend bestimmen, die benötigten Schaltungen entwerfen, Muster des Systems (inkl. der externen Versorgungs- und Auswertesysteme) erstellen und testen. Der Hauptschwerpunkt in Bremen wird auf der Entwicklung der Schaltungen, der externen Versorgungs- und Auswertesysteme sowie der Erstellung der Labormuster liegen. Im Rahmen des Vorhabens sind an der Universität Bremen auch Tierversuche zur Überprüfung der Funktionalität und der Langzeit-Funktionsstabilität des zu entwickelnden Systems geplant. Der Schwerpunkt in Bonn wird auf der Überwachung und Einhaltung der medizinischen Vorgaben liegen. Sämtliche Arbeiten werden so durchgeführt, dass die Daten zur Planung einer Studie zur Implantation am Menschen genutzt werden können. Die Fa. BrainProducts wird hauptsächlich die Basisstation entwickeln.  

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2007

Verbundprojekt: Transfer eines Messverfahrens zur kontinuierlichen Glukosemessung in die medizinische Anwendung und deren präklinische und klinische Evaluierung    

 

 

 

 

 

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Anästhesiologie

Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Weigand
06221 56-36162
01EZ0872
325.793 EUR
01.09.2008 - 31.03.2013

 

 

Ein Messverfahren, das sich in der Biotechnologie bewährt hat, soll in eine medizintechnische Anwendung transferiert werden, um die kontinuierliche Blutzuckerbestimmung bei Patienten auf Intensivstationen zu ermöglichen. Der geplante Blutglukose-Monitor besteht aus einem Probenahmekatheter, einer Sensorkassette und einem Mess- und Steuergerät. Im Projekt werden geeignete Probenehmer erforscht und als Funktionsmuster für die klinischen Versuche hergestellt. Zur Durchführung der Tierversuche und der anschließenden präklinischen und klinischen Evaluierung soll ein Funktionsmuster des Blutglukose-Monitors aufgebaut und programmiert werden, das im klinischen Umfeld einsetzbar ist. Trace bearbeitet die Entwickung der Sensorik und Probenahme. An der Universität Heidelberg werden die Messtechnik und die Komponenten Probenahme und Sensorkassette klinisch evaluiert.

 

Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2006 

Verbundprojekt: Dosimetrie: Automatische, temperaturgeregelte Dosimetrie zur minimal invasiven Laser-Photokoagulation der Netzhaut, AutoPhoN

Teilprojekt 3

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Klinik für Ophthalmologie

Hegewischstr. 2
24105 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Johann Roider
0431 597-2361
01EZ0734
392.426 EUR
01.09.2007 - 31.12.2012

Zum Verständnis der Wechselwirkung mit Laserlicht werden Untersuchungen an Zell- und Organkulturen durchgeführt. An einem zu entwickelnden Zell- und Organmodell soll die Freisetzung der für den therapeutischen Effekt notwendigen Zytokine analysisert werden und die Laserleistung so dosiert werden, dass ein zellulärer Effekt ähnlich wie bei konventioneller Laserkoagulation eintritt. In Tierexperimenten soll die Temperatur während einer Laserbehandlung gemessen und mittels einer geeigneten Elektronik so gesteuert werden, dass ein homogener minimaler Lasereffekt an der Netzhaut auftritt. In klinischen Pilotstudien wird überprüft, ob das System für Patienten geeignet ist und Vorteile im Vergleich zur konventionellen Laserkoagulation bringt.  

 

b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben  

 

 

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