| Öffentliche Bekanntmachungen: | seit 1999 jährlich |
| Förderzeitraum: | 2000 - 2010 |
| Gesamtvolumen: | 36,3 Mio. EUR |
| Vorhabenzahl: | 98 |
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2010
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2009
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2008
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2007
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2006
1. Ziele des Förderschwerpunktes
In diesem Wettbewerb gibt das BMBF ausgewählten innovativen und originellen Forschungsansätzen der Medizintechnik mit hohem Entwicklungsrisiko eine Chance zur Verwirklichung. Durch ein so genanntes Schlüsselexperiment soll im Modul „Basis“ die Machbarkeit eines neuen Verfahrens oder einer neuen Technik nachgewiesen werden. Spätestens nach drei Jahren soll die Prüfung der Realisierbarkeit abgeschlossen sein und die weitere Entwicklung und Vermarktung durch die Industrie erfolgen. Nach erfolgreichem Abschluss des Schlüsselexperiments können seit 2006 im Modul „Transfer“ auch F&E-Vorläufervorhaben gefördert werden, die noch vor der vorwettbewerblichen Entwicklung stehen.
2. Stand der Fördermaßnahme
Der Innovationswettbewerb Medizintechnik wird seit seiner ersten Bekanntgabe im März 1999 jährlich im Frühjahr veröffentlicht.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
(Sortierung nach Förderkennzeichen)
Verbund: „MetaCell“ - Modulares Nachweissystem für Tumorzellen in Körperflüssigkeiten
Entwicklung und Fertigung eines Labormusters (TP 4)
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ALS Automated Lab Solutions GmbH |
Leiter: |
Jens Eberhardt |
Verbundvorhaben: ORBIT - Offener Röntgenscanner für die Bildgeführte Interventionelle Therapie
Ziel des Verbundvorhabens ORBIT ist die Entwicklung eines Funktionsmusters für ein neuartiges 3D-Röntgenbildgebungssystem, das die besonderen intraoperativen Anforderungen der Chirurgen nach freiem Zugang zum Patienten erfüllt. Dieses System soll klein und kompakt sein, den chirurgischen Arbeitsablauf für eine 3D-Bildaufnahme nur minimal unterbrechen, einfach handhabbar und mobil einsetzbar sein und optimale Bildqualität liefern. Um diese Ziele zu erreichen wird ein Systemkonzept realisiert, das auf einem neu entwickelten und experimentell bestätigten Bildaufnahmekonzept basiert, bei dem sich ausschließlich die Röntgenquelle oberhalb des Patienten bewegt. Nach der erfolgreichen Realisierung wird das Funktionsmuster hinsichtlich der ermittelten klinischen und technischen Anforderungen evaluiert.
Systemkonstruktion und 3D-Bildrekonstruktion
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Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) |
Leiter: |
Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve |
Klinische Analyse und Evaluierung
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
Prof. Dr. Ing. Erwin Keeve |
Systemkonstruktion und -steuerung
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Ziehm Imaging GmbH |
Leiterin: |
Dipl.-Ing. Eva-Maria Ilg |
Verbundvorhaben: Neue Technologien für hyperpolarisierte 13C molekulare MR-Bildgebung (13CMMR)
Die Hyperpolarisierte 13C Metabolische Magnetresonanz (13CMMR) ist eine minimal-invasive Bildgebungsmethode, um Zellmetabolismus, z. B. von Tumorzellen, in vivo darzustellen. Sie basiert auf der Kombination von Magnetresonanz-Spektroskopie und der Hyperpolarisation durch dynamische Kernpolarisation, einem Verfahren zur Erhöhung der Sensitivität. Die wesentliche Innovation der 13CMMR für metabolische Bildgebung im Vergleich zum Goldstandard der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder zu Verfahren mit molekularen Markern besteht darin, dass 13CMMR echte in vivo-Bildgebung und somit eine schnelle, direkte und differenzierende Quantifizierung des Metabolismus erlaubt. Mit vergleichsweise geringem Aufwand könnte somit künftig der Erfolg einer Therapie schneller und zuverlässiger im Körper nachgewiesen werden. Ziel dieses Projektes ist es daher, die Methode der 13CMMR umfassend weiterzuentwickeln und für die Anwendung am Menschen vorzubereiten.
Effiziente, robuste Bildgebungsmethoden und Alternative Substanzen (TP 1)
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GE Global Research |
Leiterin: |
Dr. Marion Menzel |
Parallele Bildgebung, effiziente Bildgebung und alternative Substanzen (TP 2)
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Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München |
Leiter: |
Prof. Dr. Markus Schwaiger |
Optimierte HF-Spulen und Zubehör
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RAPID Biomedizinische Geräte |
Leiter: |
Dr. Titus Lanz |
Verbundvorhaben: Entwicklung eines "Vollintegriertes Lab-on-a-Chip-System zur schnellen Bestimmung von Hefe- und Schimmelpilzinfektionen in respiratorischen Sekreten und primär sterilen Körperflüssigkeiten bei immunsupprimierten Patienten"- FYI-Chip
Infektionen mit Schimmel- und Hefepilzen können insbesondere für immunsupprimierte Patienten lebensbedrohlich sein und müssen schnellstmöglich behandelt werden. Die übliche Standarddiagnostik dieser Erreger ist allerdings langwierig und fehlerbehaftet. Gefragt ist ein schnelles und zuverlässiges Nachweisverfahren, das relevante Pilz-Erreger und deren eventuell vorhandenen Resistenzen gleichzeitig erfasst. Ziel der geplanten Arbeiten ist deshalb die Entwicklung eines Objektträger-großen Minilabors (Lab-on-a-chip, LOC) in dem alle Analyseschritte von der Vorbereitung der Probe bis zum Nachweis des Erregers mit Hilfe hochempfindlicher Sensoren innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden können. Dieser diagnostische Chip soll es dem Arzt erlauben, sehr rasch und exakt den Pilz-Erreger und eventuell assoziierte Resistenzen zu identifizieren. Der Patient profitiert von einer frühzeitigen und gezielten Therapie und die Behandlungskosten können deutlich gesenkt werden.
Koordinierung, Entwicklung des routinetauglichen Systems (TP 1)
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EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG |
Leiter: |
Dr. Markus Cavalar |
Medizinische Konzeption und Evaluation (TP 2)
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Ruhr-Universität Bochum |
Leiter: |
Prof. Dr. Cornelius Knabbe |
Entwicklung einer LOC-Kartusche (TP 3)
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Robert Bosch GmbH |
Leiter: |
Dr. Peter Rothacher |
Lab-on-a-Chip-Peripherie (TP 4)
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Multi Channel Systems MCS GmbH |
Leiter: |
Dipl.-Phys. Karl-Heinz Boven |
Optimierung des Probenaufschlusses und Integration in das Testprotokoll (TP 5)
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Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) |
Leiter: |
Dr. Steffen Rupp |
Entwicklung von PCR-Systemen und Microarray-Sonden (TP 6)
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Universität Stuttgart |
Leiterin: |
Dr. Karin Lemuth |
Verbundvorhaben: Messtechnikbasierte Optimierung des Gangbildes von transfemural Amputierten mit exoprothetischer Versorgung
Beinamputierte Menschen wollen mit ihrer Prothese wieder einen mobilen und möglichst schmerzfreien Alltag erleben. Sitzt das künstliche Bein allerdings nicht richtig, können zum Beispiel Rückenschmerzen oder Arthrose die Folge sein. Ein wichtiger Fortschritt für Patienten könnte aus Forschungsarbeiten des BMBF-Forschungsverbundes "Meb-GO" entstehen. Neue Sensoren ergänzen dabei ein System, das bereits jetzt Belastungen direkt in der Prothese misst. So werden alle bei einer Bewegung entstehenden Kräfte erfasst. Aus sämtlichen Daten soll dann eine neue Software das individuelle Gangbild des Betroffenen vollständig analysieren. Zusätzlich wird ein neuartiges Bewegungsmodell entwickelt, das dem natürlichen Bewegungsablauf so weit wie möglich entspricht. Mit den Daten werden Abweichungen zum Modell festgestellt und Empfehlungen für die Prothesenanpassung errechnet.
Dieses Ganganalysesystem soll mobil einsetzbar sein und wäre somit auch für Sanitätshäuser geeignet. Das Team erhofft sich hierdurch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für behinderte Menschen. Es wird erwartet, dass die neue Technik zudem vielfach preiswerter als bisherige Laborsysteme sein wird.
Medizintechnische und regelungstechnische Arbeitspakete (TP 1)
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Technische Universität Berlin |
Leiter: |
Prof. Dr. Marc Kraft |
Validierung und Prüfung des Messsystems
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Medizinische Hochschule Hannover |
Leiter: |
PD Christof Hurschler |
Parameter der Biomechanik
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Rehabtech Research Lab GmbH |
Leiter: |
Dr.-Ing. Michael Hasenpusch |
Verbundvorhaben: Belastbare resorbierbare Implantate auf der Basis von zellularen Stahlschäumen - DegraFer -
Das Ziel des Projekts "DegraFer" ist die Untersuchung der Einsetzbarkeit degradierbarer mit Knochenzement gefüllten Eisenschäume für die Umstellungs-Osteotomie. Die Umstellungs-Osteotomie (auch Korrektur-Osteotomie genannt) ist ein orthopädisch-chirurgischer Eingriff, bei dem ein Knochen durchtrennt wird, um wieder eine normale Knochen-Anatomie herzustellen. Dies kann bei fehlverheilten Knochenbrüchen oder nach operativen Eingriffen zur Tumorentfernung notwendig werden. Das geplante Schlüsselexperiment soll dabei die Biokompatibilität sowie die Kompatibilität mit den auftretenden Belastungen bei der Knochenheilung demonstrieren.
Zytotoxizitätsanalysen der Implantate und die Untersuchungen dieser im in vivo Tiermodell (TP 1)
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Klinikum der Universität München |
Leiter: |
Dr. Bernd Wegener |
Entwicklung degradierbarer Stahlschäume (TP 2)
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Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) |
Leiter: |
Dr.-Ing. Peter Quadbeck |
Belastbare resorbierbare Implantate auf der Basis von zellularen Stahlschäumen (TP 4)
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InnoTERE GmbH |
Leiter: |
Stefan Glorius |
Einzelvorhaben: Elastische Gefäßprothese für den Ersatz der thorakalen Aorta
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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein |
Leiter: |
Dr. Michael Scharfschwerdt |
Verbundvorhaben: MimeticBone - Entwicklung eines gradiert aufgebauten resorbierbaren Implantats zur Versorgung von Knochensegmentdefekten
Das Forschungsziel des Verbundvorhabens "MimeticBone" ist die Entwicklung eines in Knochen umbaubaren Implantats zur Überbrückung von Knochensegmentdefekten. Mit Hilfe einer neuartigen Fertigungstechnik sollen Implantatstrukturen auf Calciumphosphat-Basis entwickelt werden, die dem natürlichen Vorbild des Knochens nachempfunden werden. Entsprechend sollen die zu entwickelnden Implantate innen, d. h. zur Knochenmarkseite hin, offenporös aufgebaut sein und zudem eine kompakte Außenschicht besitzen. Zum Erreichen des Ziels sind drei Hochschulpartner und zwei assoziierte Industriepartner an diesem Vorhaben beteiligt.
Entwicklung Implantatstruktur, mechanische und zellbiologische Charakterisierung (TP 1)
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr.-Ing. Horst Fischer |
Keramische Materialaufbereitung, Prozessführung und Charakterisierung (TP 2)
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr. Rainer Telle |
Etablierung des Tiermodells und tierexperimentelle Testung der Proben (TP 3)
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Ruhr-Universität Bochum |
Leiter: |
Prof. Dr. Rüdiger Smektala |
ReversFix-Technologie: Zerstörungsfreie Entfernung und Wiederbefestigung zahnärztlicher Restaurationen
Durch die Entwicklung der ReversFix-Technologie können zahnärztliche Restaurationen bei technischen sowie biologischen Misserfolgen zerstörungsfrei abgenommen und anschließend rezementiert werden. Ein funktionierendes System zur zerstörungsfreien Dezementierung zahnärztlicher Restaurationen steht bislang nicht zur Verfügung. Bei der ReversFix-Technologie wird der Verbund Zahn/Restauration mittels eines Absorbers modifiziert. Durch Bestrahlung vorzugsweise zahnfarbener Restaurationen mit einem Lasersystem adäquater Wellenlänge soll es primär durch optomechanische Mechanismen zur Lösung des Verbunds kommen. Dies besitzt hohe biologische Relevanz, da eine Schonung der Pulpa zwingend erforderlich ist. Durch die ReversFix-Technologie wäre erstmals eine reversible Zementierung von Zahnersatz bei gleichzeitiger Langzeitstabilität im Mundmilieu gegeben.
Festlegung Absorber; Entwicklung in vitro-Modelle; klinische Studie (TP 1)
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Universität Ulm |
Leiter: |
Prof. Ralph Luthardt |
Bestrahlungsmethodik, technische Begleitung klinische Studie (TP 2)
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Institut für Lasertechnologien in der Medizin |
Leiter: |
Dr. Karl Stock |
Verbundvorhaben: Zellbesiedelte gestentete Polyurethan-Herzklappenprothese
Zwei Herzklappen verhindern den Rückstrom des Blutes während der Erschlaffungsphasen des Herzmuskels. Diese "Taschenklappen" sind großer Beanspruchung ausgesetzt und erfüllen bei manchen Patienten ihre Funktion nicht mehr richtig. Bisher stehen drei Taschenklappenprothesen zur Verfügung: künstlicher Ersatz sowie Klappen aus tierischem oder aus menschlichem Gewebe. Die künstlichen Prothesen können Blutgerinnsel verursachen, weshalb so behandelte Patienten lebenslang auf blutgerinnungshemmende Mittel angewiesen sind. Die Prothesen aus biologischem Material halten nur begrenzte Zeit, so dass Patienten oft mehrfach operiert werden müssen. In diesem Verbundprojekt wird daher eine neuartige Herzklappenprothese, welche die Vorteile der verschiedenen Modelle kombinieren und deren Nachteile vermeiden soll entwickelt. Der Trick besteht darin, eine Taschenklappe aus einem Kunststoffvlies zu konstruieren und dieses mit körpereigenen Zellen des Patienten zu besiedeln. Hierfür werden synthetische, nicht resorbierbare Polyurethan-Zellgerüste entweder mit ähnlichen Maßen wie die menschliche Aortenklappe (für die konventionelle Klappenchirurgie) oder als zylindrisch expandierbare Stents (für die minimal-invasive Chirurgie) hergestellt und untersucht.
Biologische Untersuchungen
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Klinikum der Universität München |
Leiter: |
Dr.-Ing. Bassil Akra |
Textiler Zellträger
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Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) |
Leiter: |
Dr. Martin Dauner |
Verbundvorhaben: Automatisierte, morphologische Analyse von Knochenmarkspräperaten für die Leukämie-Diagnostik (AutoMorLeu)
Für die Diagnose von Krankheiten wie Anämie oder Leukämie müssen Blutstammzellen untersucht werden. Dafür wird eine geringe Menge Knochenmark unter dem Mikroskop analysiert. Dies kann sehr zeitaufwändig sein, da diese Zellen oft dicht gepackt liegen und ihre Unterschiede nicht ohne weiteres sichtbar sind. Zudem schwankt die Qualität der Proben. Deshalb ist es bisher nicht möglich, die Untersuchung von Blutstammzellen zu automatisieren. Genau das ist jedoch das Ziel des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen sowie der Münchner Leukämielabor GmbH. Zunächst wird dafür ein automatisches Mikroskopiersystem entwickelt. Hinzu kommen dann neuartige Verfahren zur Analyse von Knochenmarksbildern. Die innovative Technologie soll ermöglichen, dass nun auch komplexe Zellhaufen und ähnlich aussehende Stammzellen bewertet werden können. Auf diese Weise könnte künftig rasch ein sicherer Befund vorliegen. Dies ist nicht zuletzt für eine gezielte Therapieentscheidung wichtig. Zudem würde die automatisierte Diagnostik deutlich preiswerter.
Entwicklung des Analysesystems (TP 1)
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Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) |
Leiter: |
Dr. Christian Münzenmayer |
Erstellung der Bilddatenbank (TP 2)
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MLL Münchner Leukämielabor GmbH |
Leiter: |
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Verbundvorhaben: Fixierendes chirurgisches Nahtmaterial (FixNaht)
Die moderne Chirurgie verlangt nach hochentwickelten Materialien für den Wundverschluss, die schnell und reversibel am Gewebe fixiert werden können. Das Verbundvorhaben FixNaht schlägt hierfür eine innovative Lösung zur Herstellung von selbsthaltenden Wundnähten und chirurgischen Netzen (Meshes) vor, die auf biomimetischen Verfahrensweisen für verbesserte Hafteigenschaften am Gewebe basiert. Als Vorbild dienen die extrem gut haftenden Lamellen auf den Zehenballen der Geckos. Es werden Polymerfasern mit Nanofibrillen versehen, die in unterschiedlichen Winkeln und mit unterschiedlichen Ausrichtungen aus der Faseroberfläche herausragen. Das entwickelte Nahtmaterial soll das Gewebe eigenständig, also ohne Knoten, maximal zusammenhalten. Diese Technologie könnte künftig Operationszeit sparen, die Zuverlässigkeit des Nahtverfahrens verbessern, das Nähen in endoskopischen Verfahren erleichtern, Narbengewebe und Traumatisierung verringern sowie kosmetische Ergebnisse verbessern.
Nanofibrillen (TP 1)
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Max-Planck-Institut für Polymerforschung |
Leiter: |
Dr. Aránzazu del Campo |
Haftmechanismus (TP 2)
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Leibniz-Institut für Neue Materialien |
Leiter: |
Prof. Dr. Eduard Arzt |
Biokompatibilität (TP 3)
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Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz |
Leiter: |
MD Shahram Ghanaati |
Verbundvorhaben: Entwicklung und Testung eines bioresorbierbaren flussmodellierenden Kunststoffstents für die Gefäßimplantation zur Ausschaltung intrakranieller Aneurysmen - BioReS
Schlaganfall gehört zu den häufigsten Todesursachen. Ein nennenswerter Teil wird durch Hirnblutungen verursacht - hervorgerufen durch ein geplatztes Blutgefäß, das sich unbemerkt ausgedehnt hat (Aneurysma). Wird ein solches Aneurysma jedoch rechtzeitig erkannt, kann es operativ stabilisiert werden. Hierzu wird meist ein Stent eingesetzt, wie er auch bei der Behandlung von Engstellen an Herzkranzgefäßen verwendet wird. Gefäße im Gehirn sind jedoch besonders dünn. An der RWTH Aachen wird deswegen ein Kunststoff-Stent entwickelt, der klein genug für Gehirngefäße ist und dort den Blutstrom regulieren kann. Zugleich soll sich der Stent nach der Normalisierung des Gefäßes von selbst auflösen. Zukünftig könnte so ein Gefäßverschluss vermieden und eine jahrelange Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten überflüssig werden. Mit dieser Innovation soll die Aussicht auf eine langfristige Heilung der Patienten deutlich verbessert werden.
Medizinische Evaluation (TP 1)
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr. Martin Wiesmann |
Materialforschung (TP 2)
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Dipl.-Ing. Fabian Schreiber |
Einzelvorhaben: Minimal-invasive Implantation von Herzklappenprothesen zur Therapie einer Mitralinsuffizienz
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Universitätsklinikum Jena |
Leiter: |
Dr. Alexander Lauten |
Verbundvorhaben: Verbesserung der Gewebequalität von Korneatransplantaten mittels einer neuen Bioreaktortechnologie (KORNEA)
Hornhautspenden (Korneae) müssen, vom Gesetzgeber vorgeschrieben, vorkultiviert werden um eine gleichbleibende Transplantatqualität für den Empfänger zu gewährleisten. Jedoch wird dadurch etwa jede siebte gespendete Hornhaut aufgrund mangelnder Gewebequalität verworfen. Optimierte Bedingungen in der Vorkultur könnten dies verhindern und somit die Anzahl verfügbarer Transplantate erhöhen. Das in diesem Projekt untersuchte aerosolbasierte Kultursystem stellt möglicherweise eine solche dem bisher verwendeten Kulturverfahren überlegene Art der Kultivierung dar, da beim neuentwickelten Kultivierungsprinzip die Zellkonstrukte und Korneatransplantate kontinuierlich und mechanisch reizarm mittels eines per Ultraschall erzeugten Aerosols aus Nährmedium umhüllt werden. Diese Art der Nährstoffversorgung führt darüber hinaus zu einer höheren Unabhängigkeit von der Gewebeform und -größe bei gleichzeitig effizienterer Nährstoff-, vor allem aber Gasübertragung. Vorhabensziel ist der Transfer des aerosolbasierten Kultivierungsprinzips in Bezug auf die Versorgung von humanen Hornhauttransplantaten.
Entwicklung des Bioreaktormodells (TP 1 und 2)
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen |
Leiter: |
Dr. Lothar Just |
Entwicklung von Bioprozess-Techniken (TP 3)
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Leibniz Universität Hannover |
Leiter: |
Prof. Dr. Thomas Scheper |
Verbundvorhaben: Individuell anpassbare PEEK-Rekonstruktionsplatte zur Überbrückung von Unterkieferdefekten
Unterkiefer können durch Verletzungen, Entzündungen oder Krebs beschädigt oder sogar unterbrochen werden. Um die volle Belastungsfähigkeit beim Kauen, Sprechen oder Schlucken wieder herzustellen, müssen diese Defekte operativ mit speziellen Kiefer-Implantaten (Plattensystemen) überbrückt werden. Nun wird ein neuartiges Plattensystem, das aus dem unverstärkten Kunststoff PEEK besteht, der bezüglich Festigkeit und Elastizität dem menschlichen Knochen gleichwertig ist, entwickelt. Er zeichnet sich auch durch eine sehr gute Verträglichkeit aus. Durch die Veränderung der klassischen Form des Implantats soll zugleich eine erhebliche Reduzierung der mechanischen Beanspruchungen erreicht und damit das Risiko auftretender Komplikationen in der postoperativen Phase minimiert werden. Um die vorkonfektionierte Rekonstruktionsplatte während der Operation individuell an den Kieferdefekt anpassen zu können, wird ein beheizbares Biegewerkzeug entwickelt. Lebensdauerversuche an Kiefermodellen sollen das Einsatzpotenzial der neuen Platte aufzeigen, bevor das finale Schlüsselexperiment im Tierversuch stattfindet.
Patientenanalyse und Tierversuch (TP 1)
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Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH |
Leiter: |
PD Dr. Dr. Peter Maurer |
Entwicklung des Unterkiefermodells (PEEK-RECO-SYS) (TP 2)
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Hochschule Merseburg (FH) |
Leiter: |
Prof. Dr. Wolf-Dietrich Knoll |
Mechanische Charakterisierung der Rekonstruktionsplatte (TP 3)
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Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) |
Leiter: |
Dr.-Ing. Stefan Schwan |
Fertigungstechniken für die Rekonstruktionsplatte (PEEK-RECO-SYS) (TP 4)
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Medicon eG. Chirurgiemechaniker-Genossenschaft |
Leiter: |
Andreas Burger |
Einzelprojekt: Implantierbarer Schallsensor-Schallgeber-Wandlerbaustein im Mittelohr für die apparative Hörrehabilitation
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Technische Universität Dresden |
Leiter: |
Prof. Dr. Th. Zahnert |
Verbundprojekt: Biosensor-basierte 129Xe-Magnetresonanztomographie in Zellen und Mausmodellen der Autoimmunität
In diesem Vorhaben soll die Magnetresonanztomographie (MRT) um eine Technologie für die ortsaufgelöste Darstellung immunologisch relevanter Protein-Interaktionen erweitert werden. Dafür steht ein bereits entwickelter, auf der erhöhten Empfindlichkeit optisch polarisierten Xenons-129 basierender Biosensor zur Verfügung. Dieser erlaubt die Bindung eines Antigens an den Haupthistokompatibilitätskomplex Klasse II (MHC) als zentrales Ereignis der adaptiven Immunantwort mittels der MR nachzuweisen. Es ist Ziel des geplanten Vorhabens, den Biosensor und zu entwickelnde Derivate in Zellverbänden und Tierexperimenten einzusetzen, um eine molekulare 129-Xe MR-Bildgebung zu erreichen. In Schlüsselexperimenten sollen immunologische Modelle der Rheumatoiden Arthritis und der Multiplen Sklerose an Zellverbänden und im Tiermodell evaluiert werden.
Methodologie für Bildgebung und Spektroskopie (TP 1)
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Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) |
Leiter: |
Dr. Lorenz Mitschang |
Modellentwicklung und -evaluierung (TP 2)
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Forschungsverbund Berlin e.V. |
Leiter: |
Dr. Christian Freund |
Verbundprojekt: Entwicklung eines zirkulären Knochenleitungshörers
Das Ziel des Vorhabens ist, ein Labormuster eines neuartigen, zirkulären Knochenleitungs-Gehörgangs-Hörers zu entwickeln und dessen prinzipielle Nutzbarkeit zu demonstrieren. Dieser Hörer soll die Vorteile bisher entwickelter Hörer vereinen, d.h. vor allem sollte der für die Sprache wichtige Frequenzbereich komplett abgedeckt werden können. Andererseits sollen die Nachteile bisheriger Hörer vermieden werden, insbesondere sollte für dessen Betrieb keine Operation wie beim implantierbaren oder knochenverankerten Hörgerät erforderlich sein. Weiterhin ist für den Tragekomfort wichtig, dass kein Okklusionseffekt auftritt. Auf Verbundebene werden der Gehörgang und die Aktorik experimentell charakterisiert.
Audiologische Charakterisierung der Transferfunktion der aufzuwendenden Energie für den Perzeptionsgewinn (TP 1)
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Medizinische Hochschule Hannover |
Leiter: |
Prof. Dr. Dr. Martin Ptok |
Entwicklung der Aktorik (TP 2)
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Technische Universität Ilmenau |
Leiter: |
Prof. Dr. Thomas Sattel |
Verbundprojekt: Bioimpedanz-geregelte Schluckneuroprothese (BigDysPro)
Es wird die Machbarkeit einer geregelten Neuroprothese für die Unterstützung des Schluckablaufs bei Schluckstörungen, z. B. infolge eines Schlaganfalls, geprüft. Durch elektrische Stimulation der äußeren Kehlkopfmuskulatur soll der Kehlkopfeingang verschlossen und eine Aspiration von Speichel und Nahrung vermieden werden. Mittels Elektromyographie der submentalen Muskulatur soll die Stimulation mit der Schluckintention des Patienten synchronisiert werden. Der Grad des Verschlusses der Atemwege sowie das Auftreten einer unerwünschten Aspiration sollen durch selbst entwickelte Bioimpedanz-Messverfahren fortlaufend erfasst werden. Abhängend von diesen Messungen erfolgt eine Regelung der Stimulationsintensität von Schluck zu Schluck mit dem Ziel, die Unterstützung durch die Neuroprothese kontinuierlich an die Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Sollte eine Aspiration auftreten, wird im Fall einer fehlenden Abwehrreaktion diese ausgelöst.
Mess- und Stimulationssysteme
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Technische Universität Berlin |
Leiter: |
Prof. Dr. Jörg Raisch |
Klinische Untersuchungen
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Unfallkrankenhaus Berlin e.V. |
Leiter: |
Dr. Rainer O. Seidl |
Verbundprojekt: Computer-gestützte und nicht-invasive Klassifizierung kolorektaler Polypen anhand der Oberflächenvaskularisierung
Die Koloskopie ist das etablierte Standardverfahren zur Vorsorge und Therapie bei Dickdarmkrebs. Die genaue Charakterisierung von Kolonpolypen ist dabei von großer diagnostischer und therapeutischer Bedeutung. Sowohl durch die bisher etablierten als auch durch neuere Techniken lässt sich allerdings keine ausreichende diagnostische Genauigkeit erreichen. Zudem sind diese Techniken untersucherabhängig. Ziel des Verbundes ist deshalb die Etablierung eines nicht-invasiven und untersucherunabhängigen Verfahrens zur Differenzierung von Kolonpolypen, so dass bereits während der Koloskopie individuell bei jedem Patienten über die Notwendigkeit einer Polypenentfernung entschieden werden kann. Art und das Ausmaß der Gefäßneubildung von Kolonpolypen ist hierbei ein wichtiger Parameter zu deren Charakterisierung. Mittels spezieller Beleuchtung und einer computer-gestützten Auswertung der Gefäßneubildung in endoskopischem Bildmaterial soll ein neues diagnostisches Verfahren zur zuverlässigen Charakterisierung von Kolonpolypen etabliert werden. Ziel ist es, die Anzahl der Polypenentfernungen zu senken, so dass das Auftreten von Nebenwirkungen reduziert wird und eine schonende Behandlung für den Patienten möglicht ist.
Identifikation von Vaskularisierungsparametern für Dickdarmpolypen unter NBI-Beleuchtung
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Dr. Jens Tischendorf |
Implementierung von Algorithmen zur automatisierten Klassifikation von Dickdarmpolypen unter NBI-Beleuchtung
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr.-Ing. Til Aach |
Verbundprojekt: Regelung der chirurgischen Fräskopfführung auf Grundlage richtungsspezifischer elektrischer Impedanzanalyse
Das Ziel dieses Schlüsselexperiments ist der Aufbau eines Labormusters, welches auf der Grundlage der Bioimpedanzmesstechnik eine rückgekoppelte Fräskopfführung in der Chirurgie ermöglicht. Diese Realisierung kann von einer Notabschaltung bis zur vollständig geregelten Fräskopfführung reichen und stellt so für Eingriffe in der Hüftendoprothetik eine große Unterstützung dar.
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher |
Verbundprojekt: "Metacell" - modulares Nachweissystem für Tumorzellen in Körperflüssigkeiten
Ziel des Projektes ist es, ein leicht anwendbares, preiswertes und treffsicheres Laborsystem zu entwickeln, mit dem Krebszellen in geringsten Mengen in einer Blutprobe aufgespürt und typisiert werden können. Das System beruht auf sogenannten „Nano-Angeln", dies sind neuartige Oberflächen (Hydrogelsubstrate) mit winzigen "Tentakeln", die nur das Fünfzigstel einer Haaresbreite lang sind. Diese Nano-Strukturen können wie Angeln gezielt Krebszellen aus verschiedenen Patientenproben „herausfischen". Das in diesem Projekt zu entwickelnde Labormuster soll drei Module umfassen: Zellseparation I (Modul I), Zellseparation II und Färbereaktion (Modul II) und den optischen Nachweis sowie die Auswertung der Ergebnisse (Modul III).
Optimierung immunchemischer Nachweisverfahren; Validierung der einzelnen Prozessschritte und Erweiterung auf andere Tumorarten (TP 1)
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
Leiter: |
Prof. Dr. Burkhard Brandt |
Entwicklung Vorseparations- und Zellisolationsmodule (TP 2)
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XanTec bioanalytics GmbH |
Leiter: |
Erk Gedig |
Entwicklung eines optischen Detektionsmoduls auf einer eigenen Technologieplattform durch umfangreiche Softwareanpassung (TP 3)
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SynenTec GmbH |
Leiter: |
Dipl.-Ing. Stefan Hummel |
Entwicklung und Fertigung eines Labormusters (TP 4)
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Vulkan Technic Maschinen-Konstruktions GmbH |
Leiterin: |
Dr. Berit Cleven |
Einzelprojekt: Zentralvenöser Dauerkatheter mit verschließbarem Lumen
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher |
Verbundprojekt: Nanostrukturierte Cochleaelektroden zur elektrischen Charakterisierung sowie zur Manipulation von Zellen
Der Verbund „Nanostrukturierte Cochleaelektroden zur elektrischen Charakterisierung sowie zur Manipulation von Zellen“ widmet sich dem im medizinischen Bereich dringenden Forschungs- und Entwicklungsbedarf zu Grenzflächen zwischen lebendem Gewebe und Implantaten (z. B. Cochleaimplantate, Herzschrittmacher oder Hirnstimulatoren). Der Kontakt zwischen Elektroden und Zellen ist in der Medizintechnik sowohl für elektrische Messungen als auch für die elektrische Stimulation lebender Zellen und Gewebe von besonderer Bedeutung. Zu stimulierende Zellen sollen dabei einen möglichst guten Kontakt, andere Zellen - wie Bindegewebs- oder Stützzellen - dürfen keinen Kontakt haben oder sollten wieder von der Oberfläche abgelöst werden. Die dauerhafte Besiedelung von Elektroden führt zu erheblichen Messunsicherheiten bis hin zur Zerstörung der Elektrode. Ziel der Verbundpartner ist es, durch eine Strukturierung der Cochleaelektrode im Nanometermaßstab, zusammen mit dem Anlegen kurzzeitiger elektrischer Felder, den Bewuchs der Elektroden zu verhindern bzw. den Elektrode-Zellkontakt zu manipulieren. Durch den verbesserten Elektrodenkontakt sollen die audiellen Fähigkeiten ertaubter Patienten auf einem höheren Niveau wiederhergestellt werden.
Zellzucht und Besiedlung der Cochleaelektroden
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Medizinische Hochschule Hannover |
Leiter: |
Prof. Dr. med. Thomas Lenarz |
Verbundprojekt: IDA - Intraorale Datenabnahme mittels Ultraschallmikroscanner
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Prof. Dr. Stefan Wolfart |
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BEGO Medical GmbH |
Leiter: |
Dr. Ingo Uckelmann |
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SurgiTAIX AG |
Leiter: |
Dipl.-Ing. Holger Weber |
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Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen |
Leiter: |
Dr. Stefan Heger |
Verbundprojekt: Neuartige Methode für die belastungsarme nicht-invasive Langzeitmessung des Blutdrucks
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Deutsches Herzzentrum Berlin |
Leiter: |
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Spiegelberg KG |
Leiter: |
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Charité - Universitätsmedizin Berlin |
Leiter: |
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Verbundprojekt: Schnelltest zum Nachweis und zur Differenzierung von aviären und humanen Influenza-Subtypen und potenziellen pandemischen Influenzaviren (Grippe-Pandemie Feldtest)
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Robert Koch-Institut (RKI) |
Leiterin: |
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Im Rahmen des Verbundprojektes arbeiten beide Projektpartner an einem innovativen Schnelltest zum Nachweis von Influenzaviren mit Subtypenspezifität. Dieser soll bis zum Funktionsmuster geführt und ausführlich erprobt werden. Der Test nutzt als Funktionsprinzip die spezifischen, funktionellen Eigenschaften von zwei Oberflächen-Proteinen der Grippeviren, dem Hämagglutinin (H) und der Neuraminidase (N). Diese beiden Oberflächen-Proteine dienen auch der Eingruppierung der Grippeviren, z. B. H5N1. Die diagnostische Spezifität des Tests wird durch die Bindung des Hämagglutinins an synthetische Moleküle erreicht, die der Reaktion zwischen Hämagglutinin und der Wirtszellenoberfläche nachempfunden ist. Die enzymatische Aktivität der Neuraminidase ermöglicht nachfolgend einen Nachweis der gebundenen Grippeviren über eine Farbreaktion. Der Test soll zwischen humanen und aviären Virusherkünften unterscheiden und zusätzlich H5N1 spezifisch detektieren können. Außerdem soll ein deutlicher Zuwachs an Sensivität, Spezifität, Robustheit und Einsatzbreite erreicht werden.
Verbundprojekt: Experimentelle Entwicklung und klinische Prüfung des "Femur First Workflow" für die computer-assistierte Navigation in der Hüftendoprothetik
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BrainLAB AG |
Leiterin: |
Sabine Gneiting |
Einzelprojekt: Magnetic-Particle-Imaging für die Wächterlymphknoten-Biopsie beim Mammakarzinom
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Universität zu Lübeck |
Leiter: |
Prof. Thorsten Buzug |
Verbundprojekt: Klinische Vorrichtung zur nicht-invasiven Herzstimulation von verschiedenen Stimulationsorten zur Terminierung maligner ventrikulärer Arrhythmien
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Georg-August-Universität Göttingen |
Leiter: |
Prof. Dr. Markus Zabel |
Patienten mit Herzrhythmusstörungen kann in Zukunft möglicherweise schonender geholfen werden. Durch die gleichzeitige Stimulation mehrerer Bereiche des Herzmuskels sollen neuartige Defibrillatoren die Rhythmusstörungen mit schwächeren Strömen als bei der konventionellen Therapie beenden. Bisher wird nur ein einzelner Bereich des Herzens stimuliert. Schmerzhafte Nebenwirkungen können so deutlich verringert werden. Im Gegensatz zu konventionellen Defibrillations-Methoden soll das neue Verfahren insbesondere für den vorbeugenden Einsatz (Primärprophylaxe) geeignet sein. Ziel ist die Entwicklung eines neuartigen Niedrigenergie-Defibrillators, dessen Technologie soll nach Möglichkeit in vorhandene medizintechnische Geräte (z. B. implantierbare Defibrillatoren) integriert werden. An diesem Projekt arbeiten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) gemeinsam mit dem Zentrum Innere Medizin - Kardiologie und Pneumologie der Georg-August-Universität Göttingen (UMG). In der ersten Phase des Projektes werden die Grundlagen des neuen Defibrillations-Verfahrens am isolierten Kaninchenherzen entwickelt und getestet. In der zweiten Phase wird das Verfahren im Tierversuch bei Schweinen angewandt und optimiert. Der Arbeitsschwerpunkt des MPIDS liegt hierbei auf der Messtechnik, den experimentellen Aufbauten und der Analysesoftware. Der Schwerpunkt der UMG liegt auf der Konzeption und Durchführung der tiermedizinischen Experimente.
Verbundprojekt: Kabellose Erfassung lokaler Feldpotenziale und elektrische Stimulation der Großhirnrinde für medizinische Diagnostik und Neuroprothetik
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Brain Products GmbH Soft- und Hardwareentwicklung für die Medizintechnik |
Leiter: |
Alexander Svojanovsky |
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Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn |
Leiter: |
Prof. Dr. Christian Elger |
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Universität Bremen |
Leiter: |
Prof. Dr. Klaus Pawelzik |
Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2007
Verbundprojekt: Transfer eines Messverfahrens zur kontinuierlichen Glukosemessung in die medizinische Anwendung und deren präklinische und klinische Evaluierung
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg |
Leiter: |
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Die Gewinner des Innovationswettbewerbs zur Förderung der Medizintechnik 2006
Verbundprojekt: Dosimetrie: Automatische, temperaturgeregelte Dosimetrie zur minimal invasiven Laser-Photokoagulation der Netzhaut, AutoPhoN
Teilprojekt 3
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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel |
Leiter: |
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b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben