Molekulare Bildgebung

Öffentliche Bekanntmachung: 2007
Förderzeitraum: 2008 - 2011 erste Phase
Gesamtvolumen:  Ca. 22,4 Mio. EUR
Vorhabenzahl:  9 Verbünde mit insgesamt 34 Teilvorhaben 

 

1. Ziel des Förderschwerpunktes

Das BMBF möchte mit dieser Fördermaßnahme die anwendungsorientierte Forschung in der Molekularen Bildgebung stärken und die Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Ansätze im Hinblick auf Erfolg versprechende klinische Anwendungen unterstützen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen aus dem naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen und medizinischen Bereich sowie von akademischer und industrieller Forschung erforderlich. Mit der Förderung sollen die einschlägigen Forschungsgruppen sowie das vorhandene Know How und die verfügbaren Ressourcen gebündelt werden.

2. Stand der Fördermaßnahme

Die Vorhaben befinden sich gerade in der Umsetzung.

3. Geförderte Vorhaben

a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben

(Sortierung innerhalb der Verbünde nach Förderkennzeichen)

Verbundprojekt: TOMCAT - Forschungsverbund zur Entwicklung und Verbesserung von spezifischen magnetischen Nanopartikeln zur Detektion maligner Tumoren

Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI)
an der Universität Hamburg
Forschungsgruppe Elektronenmikroskopie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Heinz Hohenberg
040 48051-100
01EZ0829
385.378 EUR
01.08.2008 - 31.12.2012

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Gerhard Adam
040 42803-4029
01EZ0824
2.005.324 EUR
01.08.2008 - 31.12.2012

Antikörper-Eisenoxidpartikel sollen für die Detektion mittels nicht invasiver Magnetresonanztomagraphie (MRI) und Magnetteilchenbildgebung (MPI) von soilden Pankreastumoren entwickelt werden, welche das Carcinoembryonale Antigen (CEA) tragen. Konjugate von tumorspezifischen Antikörpern und superparamagnetischen Eisenoxidpartikeln (AB-SPIO) sind vielversprechende Kontrastmittel für eine Bildgebung mit hoher Sensitivität.Sie spielen deshalb eine wichtige Rolle bei der Bildgebung des Tumorwachstums und seiner Metastasierung. In dem Subprojekt sollen Konjugate von alternativen Antikörpern und alternative Nanopartikel sowie eisenoxidgefüllte Liposomen synthetisiert werden und diese - wie auch die der Partner- in vivo in einem orthotopen Pankreastumormodell sowie dem A818-6 hollow-sphere System getestet werden. Dabei soll der Primärtumor resektiert werden, wobei Lebermetastasen und lokale Remissionen entstehen. Die Ergebnisse können auf andere Tumortypen bezüglich Lokalrezidivierung und Metastasierung übertragen werden. Das UKE Hamburg plant folgende Arbeitsschritte: Entwicklung und Optimierung tumorspezifischer Antikörper/Peptid-SPIO-Konjugate (AB-SPIO), qualitative (AB-SPIO) und quantitative (59Fe-AB-SPIO) in vitro und in vivo Evaluation in MRT und MPI, Evaluation der potenziellen Vorteile des MPI (Auflösung, Sensitivität) für medizinische Anwendungen. Das HPI übernimmt die Qualitätskontrolle funktionalisierter Nanopartikel in Lösung, Zellen und Geweben mittels vergleichender Licht- und Elektronenmikroskopie. Dies soll zur höheren Effizienz von Kontrastmitteln für die Krebsdiagnostik beitragen.

INUMAC

Verbundprojekt: Imaging of Neuro Disease Using high field MR And Contrastophores (INUMAC)

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsklinikum
Abt. Röntgendiagnostik Medizin Physik

Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Hennig
0761 270-3836
01EQ0605
2.747.128 EUR
01.01.2007 - 31.12.2012

Siemens Aktiengesellschaft
Medical Solutions
Abt. MR-ETMI

Allee am Röthelheimpark 2
91052 Erlangen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Anke Siebert
09131 84-4889
01EQ0603
401.818 EUR
01.01.2007 - 31.12.2012

Ziel des "Imaging of Neuro Disease Using high field MR And Contrastophores" Konsortiums (INUMAC) ist die Erforschung von Hochfeld-Magnetresonanztomographie-Verfahren und neuen zielgerichteten Kontrastmitteln, die für die Diagnostik neurologischer Erkrankungen geeignet sind.
Das INUMAC-Projekt ist in drei Arbeitspakete gegliedert:
1. Untersuchung innovativer Technologien zur verbesserten Sensitivität, räumlichen, zeitlichen und spektralen Auflösung von klinischen MR-Systemen anhand von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für ein Ganzkörper Ultra-Hochfeld mit 11.7 Tesla.
2. Evaluierung neuer Ansätze und Konzepte für verschiedene kritische MR-Systemkomponenten, wie neue Gradientenkonzepte, parallele Bildgebung und Echtzeit-Meßverfahren.
3. Forschung und präklinische Entwicklung neuartiger zielgerichteter Kontrastmittel für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit, von Gehirntumoren und Schlaganfall.

Deutschland und Frankreich verbindet eine langjährige Historie im Bereich des MR-Geräte-Engineerings und eine Marktführerschaft im Markt der Kontrastmittel. Die INUMAC-Kooperation wird durch ein Konsortium aus Industrie und akademischen Partnern durchgeführt. Es besteht aus Siemens Medical Solutions (Erlangen), Guerbet S.A. (Aulnay sous Bois), Bruker BioSpin MRI GmbH (Ettlingen), Universität Freiburg, Commissariat à l’énergie atomique (CEA, Paris) und Alstom MSA. Gemeinsam decken diese Partner die Kompetenzen, das Know-How und Schutzrechte in essentiellen Positionen und erforderlichen Technologien im F&E Bereich ab.

b) Abgeschlossene Vorhaben

 

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