Forschungskolleg "FamiLe: Familiengesundheit im Lebensverlauf"

 

Öffentliche Bekanntmachung: 

21.10.2010

Förderzeitraum:  

01.02.2012 - 31.05.2015 

Gesamtvolumen:  

2.046.482 €

Vorhabenzahl:  

2

 

1. Ziele der BMBF-Förderung

Fachhochschulen und Universitäten soll die Möglichkeiten eröffnet werden, bestehende Forschungskooperationen auszubauen und im Rahmen gemeinsamer Forschungskollegs Absolventen zu promovieren. Hierfür bietet das BMBF die Förderung von Pilotprojekten im Rahmen ausgewählter Fachprogramme an.
Synergien eines intensiven Austausches und einer verbesserten Abstimmung zwischen Fachhochschulen und Universitäten können besser genutzt werden; so entstehen auch neue Promotionsmöglichkeiten für herausragende Fachhochschulabsolventen. Im Mai 2011 wurden durch eine unabhängige Jury sieben Forschungskollegs aus Universitäten und Fachhochschulen für die Förderung im Promotionsbereich ausgewählt. Eines dieser Forschungskollegs „FamiLe: Familiengesundheit im Lebensverlauf – Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung“ wird mit Mitteln des Gesundheitsforschungsprogramms gefördert.
Das Ministerium ergänzt mit dieser Maßnahme seine Aktivitäten zugunsten der Fachhochschulen, insbesondere das fachlich breite Spektrum des Bundesprogramms "Forschung an Fachhochschulen", und erweitert die Entwicklungsmöglichkeiten von Fachhochschulen.

2. Ziel des Forschungskollegs FamiLe

Ausgehend von einer Lebenslaufperspektive sollen in diesem Projekt Gesundheit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit in Familien untersucht werden. Die Ergebnisse sollen für die Praxisdisziplinen Pflege und Geburtshilfe nutzbar gemacht werden, um Konzepte zur Stabilisierung und Unterstützung von Familien in den verschiedenen Phasen des Lebenslaufs von der Schwangerschaft bis zum Ende des Lebens zu entwickeln.
Aufbauend auf einer bestehenden Kooperation zwischen Wissenschaftlern der Universität Witten/Herdecke und der Hochschule Osnabrück aus den Bereichen Pflege- und Hebammenwissenschaft dient dieses Forschungskolleg der Intensivierung und Konsolidierung der Kooperation zu Fragen der Familiengesundheit. Im Rahmen des Forschungskollegs soll 12 Promovenden die Gelegenheit zur Promotion gegeben werden. Die Betreuung der Promotionen erfolgt jeweils durch ein Tandem aus Hochschullehrern beider Hochschulen. Flankiert wird das Kolleg durch Integration ausgewiesener internationaler Wissenschaftler, zu denen bereits Kooperationsbeziehungen bestehen.

Koordinator: Private Universität Witten/Herdecke gGmbH (Nordrhein-Westfalen)
Projektleiter: Prof. Dr. Wilfried Schnepp
Projektpartner: Hochschule Osnabrück
Projektleiterin: Prof. Dr. zu Sayn-Wittgenstein

www.familiengesundheitimlebensverlauf.de

3. Geförderte Vorhaben

Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung (FamiLe)

Teilprojekt der Universität Witten/Herdecke

 

Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Fakultät für Gesundheit
Department für Pflegewissenschaft

Stockumer Str. 10
58453 Witten

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wilfried Schnepp
02302 926-338
01KX1113A
979.270 EUR
01.02.2012 - 31.05.2015

 

Teilprojekt der Hochschule Osnabrück

 

Hochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Caprivistr. 30 A
49076 Osnabrück

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein
0541 969-2024
01KX1113B
1.067.213 EUR
01.02.2012 - 31.05.2015

 

Das Forschungskolleg „FamiLe" verfolgt das Ziel, vertiefende Erkenntnisse zur Rolle von Familien für die Förderung von Gesundheit sowie die Bewältigung von Krankheit und Pflegebedürftigkeit zu gewinnen. Hierfür Für die Forschung wird eine Lebenslaufperspektive eingenommen, in der der Umgang der Familien mit Gesundheit, Krankheit und Pflegebedürftigkeit vor dem Hintergrund verschiedener Lebens- und Familienphasen untersucht wird. Entsprechend werden in den Promotionsvorhaben Gesundheit und Gesundheitsverhalten während der Familienbildungsphase, die Bewältigung von Krankheit/Pflegebedürftigkeit in Familien sowie Familien in der Endphase des Lebens einzelner Familienmitglieder fokussiert.
Die PromovendInnen sollen anhand dieser Themenschwerpunkte ihre Forschungsvorhaben eigenständig planen, durchführen und evaluieren. Unterstützung erfahren sie in diesem Prozess durch Betreuer-Tandems der beteiligten Wissenschaftler, Mentoring durch Post-Doktoranden, vierteljährliche Forschungskolloquien sowie Ringvorlesungen. Alle Kollegiaten erhalten zudem die Gelegenheit zu einer vierwöchigen Intensivarbeitsphase im Ausland. Erwartet werden die Teilnahme an mindestens zwei wissenschaftlichen Fachkongressen und das Verfassen von mindestens zwei Publikationen in referierten Zeitschriften. Nach 1,5 und 3 Jahren sollen Ergebnisse der Forschungsarbeiten im Rahmen internationaler, durch das Kolleg organisierter Fachtagungen präsentiert und diskutiert werden.
Ergebnisse des Forschungskollegs werden hinsichtlich einer Verstetigung der Forschungs- und Kooperationsbeziehungen zwischen den beteiligten Hochschulen und dem damit verbundenen Aufbau von Lehr- und Forschungsstrukturen gesehen. Diese sollen zu einer dauerhaften Etablierung von Qualifizierungsmöglichkeiten auf der Promotions- und Post-Doktorats-Ebene in den Wissenschaftsdisziplinen Pflege- und Hebammenwissenschaft führen. Erwartet wird zudem der Aufbau eines nachhaltigen Forschungsnetzwerks und Herausbildung eines entsprechenden Profils. Um die Ergebnisse der einzelnen Promotionsvorhaben sichtbar zu machen, sollen sie in referierten Zeitschriften veröffentlicht werden. Neben der wissenschaftlichen Sichtbarkeit des Forschungskollegs, sollen Erkenntnisse für eine stärkere Evidenzbasierung in der Pflege und Hebammentätigkeit generiert werden.

 

 

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