2012 – 2015: Förderung von europäischen Forschungsprojekten zur Optimierung von Biomarkern und Harmonisierung ihrer Verwendung zwischen klinischen Zentren

Eine der größten noch ungelösten Herausforderungen bei der Diagnose und der Verlaufsüberwachung von neurodegenerativen Erkrankungen ist das Fehlen von sensitiven und zugleich spezifischen Biomarkern, die zuverlässig in großen multizentrischen Studien verwendet werden können. Daher ist es ein dringendes Anliegen, mit der Entwicklung von optimal aussagekräftigen Biomarkern und mit einer Verständigung über ihre Verwendung die Grundlagen für die Etablierung von risikostratifizierten Kohorten und für zukünftige multizentrische Diagnose- und Therapiestudien zu schaffen. Grundlegend hierfür ist die Harmonisierung von Verfahren zur Dokumentation, Sammlung und Aufbewahrung von Patientenproben und die Harmonisierung von Analysemethoden zur Bestimmung von Biomarkern zwischen klinischen Zentren.

Ein paneuropäisches Programm zur Definition optimaler Methoden, die flächendeckend eingesetzt werden können, sowie die Entwicklung von Richtlinien zur Anwendung dieser Methoden sind daher von höchster Priorität. Die folgenden JPND-Partnerorganisationen haben deshalb diese gemeinsame Fördermaßnahme implementiert:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Agency for Innovation by Science and Technology (IWT), Belgien
  • Fonds de la Recherche Scientifique (F.R.S. – FNRS), Belgien
  • Innoviris – The Brussels Institute for Research and Innovation, Belgien
  • Danish Strategic Research Council (DSF), Dänemark
  • Academy of Finland (AKA), Finnland
  • French National Research Agency (ANR), Frankreich
  • Ministry of Education, Life long learning and Religious Affairs (GSRT), Griechenland
  • Medical Research Council (MRC), Großbritannien
  • Health Research Board (HRB), Irland
  • Ministry of Health (MOH), Italien
  • Fonds de la recherche en santé du Québec (FRQS), Kanada
  • National Research Fund (FNR), Luxemburg
  • The Netherlands Organisation for Health Research and Development (ZonMw), Niederlande
  • The Research Council of Norway (FST), Norwegen
  • National Centre for Research and Development (NCBiR), Polen
  • Foundation for Science and Technology (FCT), Portugal
  • Ministry of Education, Science, Research and Sport (MINEDU), Slowakei
  • Slovenian Research Agency (ARRS), Slovenien
  • Institute of Health Carlos III (ISCIII), Spanien
  • Swedish Research Council (SRC), Schweden
  • Swiss National Science Foundation (SNF), Schweiz
  • Scientific and Technological Research Council of Turkey (TÜBITAK), Türkei

1. Ziel der Fördermaßnahme

Mit der vorliegenden Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, die Expertise und Ressourcen einschlägig qualifizierter Arbeitsgruppen aus den oben genannten Ländern zusammenzuführen. Durch gemeinsame kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte zur Optimierung und Harmonisierung bei der Anwendung von Biomarkern im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen erzielt werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen sind. Gefördert werden Vorhaben, die neurodegenerative Erkrankungen thematisieren wie z.B. die Alzheimererkrankung und andere Demenzen, Parkinsonerkrankung und mit Parkinson verwandte Erkrankungen, Prionenerkrankungen, Motoneuronerkrankungen, Huntington-Krankheit, Spinozerebelläre Ataxie (SCA) oder Spinale Muskelatrophie (SMA).

2. Stand der Fördermaßnahme

Die „Richtlienien zur Förderung von europäischen Forschungsprojekten zur Optimierung von Biomarkern und Harmonisierung ihrer Verwendung zwischen klinischen Zentren“ wurden am 13.05.2011 zeitgleich von insgesamt 21 JPND-Partnerländern veröffentlicht. In Reaktion hierauf wurden 14 Verbundanträge von insgesamt 164 Forschergruppen aus 21 JPND-Partnerländern beim JPND „Joint Call“-Sekretariat (Leitung PT-DLR) eingereicht. Die wissenschaftliche Auswahl der eingegangenen Vollanträge wurde durch ein gemeinsames internationales Expertengremium vorgenommen. Die Vor-Ort-Begutachtungen des wissenschaftlichen Gutachtergremiums sowie der an der Fördermaßnahme beteiligten Partnerorganisationen im Oktober 2011 führten zu Förderempfehlungen von vier Verbünden mit insgesamt 86 Forschergruppen aus 20 JPND-Partnerländern. Das Gesamtfördervolumen beträgt ungefähr 15 Mio. €. Das BMBF fördert aus drei dieser Verbünde 15 Vorhaben von deutschen Forschergruppen in Höhe von insgesamt 2,24 Mio. €.

3. Geförderte Vorhaben

Diese Vorhaben sind abgeschlossen. 

Abgeschlossene Vorhaben 

 

 

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