Untersuchung des kardialen Phänotyps von Muskulärer Dystrophie (HEART DM)
Muskuläre Dystrophien sind eine Gruppe seltener Erkrankungen, die durch Muskelschwund charakterisiert sind. Myotonische Dystrophie (DM) ist eine Erkrankung aus dieser Gruppe, von der hauptsächlich Erwachsene betroffen sind. Der fortschreitende Muskelschwund betrifft sowohl Arme und Beine, es können jedoch auch andere Symptome auftreten wie z. B. Rhythmusstörungen des Herzens. Die Erkrankung ist nicht heilbar und führt häufig aufgrund von Atmungsbeschwerden oder Herzversagen zum Tod. Die Ursachen sind Veränderungen im Erbgut. Dies führt zu einer Verlängerung einer bestimmten Basenfolge in dem entsprechenden Gen (sog. CTG- und CCTG-Ausdehnungen). Daher binden bei der Expression des Gens mehr Proteine an diesen Bereich in der RNA und sind somit in ihrer Funktion gestört. Wie sich dies auf die Veränderungen im Herzmuskel auswirkt, ist jedoch noch nicht bekannt. Ziel des Verbundes ist es daher, die Veränderungen im Herzmuskel bei myotoner Dystrophie zu untersuchen. Dazu sollen Zell- und Tiermodelle, wie Drosophila- oder Mausmodelle, entwickelt, die molekularen Entstehungsmechanismen charakterisiert und letztlich Ansatzpunkte für mögliche Therapien definiert werden.
Analyse des kardialen Phänotyps mit Engineered heart tissue von patienten-spezifischen iPS-Zellen
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Universität Hamburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Arne Hansen |
Europäisches Diamond-Blackfan-Anämie-Konsortium (EuroDBA)
Die seltene Erkrankung Diamond-Blackfan-Anämie (DBA) löst bereits im Kindesalter eine schwere Blutarmut und körperliche Fehlbildungen aus. Die Vorgänge, die zum Ausbruch der Krankheit führen, sollen jetzt besser verstanden werden. Die Untersuchungen in diesem Forschungsprojekt werden dadurch ermöglicht, dass DBA-Patienten durch bereits existierende europäische Patientenregister identifiziert werden können. Aus Blut- und Gewebeproben der Patienten wird der deutsche Verbundpartner Zell-Linien herstellen. Diese werden dann im Labor mit biochemischen, immunologischen und genetischen Methoden untersucht. Letztendlich sollen neue krankheitsverursachende Gene identifiziert werden. Anhand der Ergebnisse könnten langfristig diagnostische Werkzeuge und innovative Wirkstoffe mit potenzieller therapeutischer Wirksamkeit entwickelt werden.
Arbeitspakete: EBV-Zelllinien für Polysomenprofiling, Gesamtgenom- und Gesamttranskriptom-Sequenzierung, Evaluation der Transkriptomdaten für die Diagnostik
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg |
Leiter: |
Dr. Marcin Wlodarski |