| Öffentliche Bekanntmachung: | 2013 |
| Förderzeitraum: | 2014 - 2017 |
| Gesamtvolumen: | 17,6 Mio. EUR |
| Projekte: | 7 Verbünde |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Mit der Fördermaßnahme werden themenzentrierte Forschungsverbünde etabliert, die prioritäre Themen der Primärprävention und Gesundheitsförderung bearbeiten. Diese Maßnahme baut auf bisherigen Förderinitiativen in der Präventionsforschung auf, in denen einzelne Projekte gefördert wurden. Insgesamt sollen hierdurch die Forschungskapazitäten und Strukturen in der Präventionsforschung nachhaltig gestärkt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Transfer der Forschungsergebnisse zur Primärprävention und Gesundheitsförderung in den Alltag verbessert werden. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Anschlussfähigkeit sowie Sichtbarkeit der Präventionsforschung in Deutschland befördert werden. Die Erkenntnisse sollen insgesamt die Evidenzlage von Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien verbessern. Die Verbünde sind anwendungsnah ausgerichtet: Das heißt, dass Akteure aus der Praxis wie etwa Präventionsanbieter bzw. -träger eingebunden werden.
2. Stand der Fördermaßnahme
Die Bekanntmachung wurde am 12. Juni 2013 zusammen mit dem Aktionsplan „Präventions- und Ernährungsforschung“ veröffentlicht. Insgesamt wurden 51Anträge eingereicht. Ein internationales Begutachtungsgremium aus Experten und Expertinnen mit umfassenden Forschungs-, Praxis- und Politikerfahrungen in Prävention und Gesundheitsförderung wählte im Februar 2014 aus diesen Anträgen die besten Forschungsverbünde aus.
Demnächst werden sieben Forschungsverbünde Ihre Projekte starten und in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 17,6 Millionen gefördert werden. Im Mittelpunkt der Verbünde stehen Maßnahmen, die ein gesundheitsbewusstes Verhalten und ein gesundheitsförderliches Lebensumfeld ermöglichen und fördern sollen. Die Projekte widmen sich dabei verschiedenen Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Erwachsene, Erwerbstätige und ältere Menschen.
3. Geförderte Vorhaben
Durch die gestiegene Lebenserwartung, aber auch durch veränderte Lebensgewohnheiten haben chronische Erkrankungen zugenommen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische und neurodegenerative Erkrankungen sind zu Volkskrankheiten geworden. Dies stellt nicht nur jeden einzelnen Menschen, sondern auch die Gesellschaft und das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, der Entstehung von chronischen Erkrankungen vorzubeugen oder zumindest ihren Beginn zu verzögern. Gezielte Prävention und Gesundheitsförderung können wesentlich dazu beitragen, die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Menschen zu stärken und damit die Lebensqualität zu erhöhen. Um dieses Potenzial optimal ausschöpfen zu können, bedarf es einer vernetzten, leistungsstarken und interdisziplinären Präventionsforschung. Darüber hinaus müssen durch Kooperation mit Politik und Praxis die Forschungsergebnisse in den Lebensalltag der Bevölkerung übertragen werden. Aus diesem Grund unterstützt das BMBF Forschungsverbünde zu wichtigen Themen der Primärprävention und Gesundheitsförderung. Das Ziel des Verbundvorhabens CombaNet besteht darin, die Wirkungen kommunaler Präventionsstrategien für Kinder und Jugendliche wissenschaftlich zu untersuchen und dadurch zu deren Verbesserung beizutragen. Die einzelnen Teilprojekte beschäftigen sich speziell mit den thematischen Bereichen Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Erreichbarkeit von sozial benachteiligten Kindern sowie von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Hierdurch kann der Verbund auch einen Beitrag zum Abbau sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheiten leisten.
Koordination und Teilprojekt 1: KATALYSE Institut: Vernetzte ernährungsbezogene kommunale Gesundheitsförderung für Kinder
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KATALYSE e.V. |
Leiterin: |
Regine Rehaag |
Die Verbundpartner analysieren aus interdisziplinärer Perspektive das Zusammenwirken gesundheitsfördernder Angebote kommunaler Präventionsnetzwerke und die damit verbundenen Effekte (Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit) auf die Gesundheit von vulnerablen Kindern. Der Forschungsverbund trägt dem ganzheitlichen Ansatz der Präventionsnetzwerke durch ein inter- und transdisziplinäres Untersuchungsdesign Rechnung. Es erfolgt eine Abstimmung der methodischen Vorgehensweise sowie eine gemeinsame Auswertung und Integration der Forschungsergebnisse. Ziel ist die Entwicklung von Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Gestaltung der vernetzten kommunalen Gesundheitsförderung, unter besonderer Berücksichtigung relevanter Schnittstellen und Übergänge (wie z. B. Kindergarten / Grundschule). Das Teilvorhaben erfasst und analysiert Angebote zur ernährungsbezogenen Gesundheitsförderung in den Modellkommunen, leitet Kriterien für eine wirksamere und zielgruppenorientiertere Gestaltung von vernetzten Angeboten der ernährungsbezogenen kommunalen Gesundheitsförderung ab und entwickelt ein Ausbildungskonzept für Kindertagesstätten. Die Analyse der Angebote zur Gesundheitsförderung in den Modellkommunen zielt auf die Klärung folgender Fragestellungen: Versorgungslage (Welche präventiven Angebote gibt es?; Angebotsstruktur (Wie sind die Angebote horizontal, d. h. zwischen den Settings einer Lebensphase und vertikal, d. h. Lebensphasen übergreifend vernetzt?); Akzeptanz (Erreichen die Angebote die Zielgruppen?); Qualitative Wirkungsanalysen bei Zielgruppen und kommunalen Akteuren; Quantitative Ergebnis-Analyse (Gibt es messbare Effekte auf die Gesundheit der Kinder?). Das Teilvorhaben analysiert Angebote zur ernährungsbezogenen Gesundheitsförderung in den Modellkommunen mithilfe von Experteninterviews und Expertenworkshops, Fragebogenerhebung, Gruppendiskussionen und Motorik- und Ernährungstests.
Teilprojekt 5: BZgA Köln: Empowerment kommunaler Aktuere in der Gesundheitsförderung durch eine web-basierte Austauschplattform (inforo-online.de). Analyse der Funktion, Qualität und Wirksamkeit eines virtuellen Netzwerkes.
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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) |
Leiter: |
Dr. Guido Nöcker |
Das Projekt untersucht Qualität, Nutzen und Wirksamkeit einer internet-basierten Austauschplattform für kommunale Multiplikatoren/Stakeholder zur Förderung der Kindergesundheit. Gegenstand der Analyse sind: - Akzeptanz und Nutzen aus der Akteursperspektive - Vernetzungs- und Mobilisierungseffekte - Impulse zur Qualitätsentwicklung - Umfang des Transfers von Praxiswissen Anhand einer idealtypischen Handlungskette kommunaler Akteure bei der Nutzung einer Online-Plattform wird multiperspektivisch und mit quantitativen und/oder qualitativen Methoden (z. B. Expertendiskussion, Befragung Stakeholder und Nichtnutzer, Nutzungsdatenauswertung) die Zielerreichung untersucht. Dabei wird eine wechselseitige Methoden- und Ergebnisüberprüfung (Triangulation) verwendet. Im Einzelnen: Gruppendiskussion mit Experten Kommunikationsanalyse Persona-basierte Expertenbegehung Websitemonitoring Soziale Netzwerk-Analyse Qualitatives Monitoring der Wissensresourcen Befragung Nutzende (rückblickend, fortlaufend) Beobachtungsinterview am Arbeitsplatz Interviews Vorgesetzte & Nutzer Interviews Nichtnutzende & Nichtmehrnutzer Plattformbasierte Bestandsaufnahme Verbundprojekt
Teilprojekt 3: Uni Düsseldorf: Gesundheit bei Schuleingang - die Rolle kommunaler, lebenslaufbezogener Präventionsnetzwerke (‘Präventionsketten’) für sozial benachteiligte Kinder
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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
Leiterin: |
Dr. Simone Weyers |
Kommunale, lebenslaufbezogene Präventionsnetzwerke (‘Präventionsketten’) stellen einen neuen Ansatz in der Förderung von Kindergesundheit dar. Ziel ist es, eine aufeinander abgestimmte und durchgängige Gesundheitsförderung anzubieten, in der die einzelnen Maßnahmen ineinandergreifen. Über die Teilnahme vulnerabler Familien an Präventionsnetzwerken ist wenig bekannt, dies gilt ebenso für die Effekte der Inanspruchnahme auf die Kindergesundheit. Im vorliegenden Teilprojekt sollen folgende Fragen untersucht werden: 1. Nehmen vulnerable Familien und deren Kinder an Präventionsnetzwerken teil? 2. Wie können vulnerable Familien und deren Kinder zu kontinuierlicher Teilnahme an kommunalen lebenslaufbezogenen Präventionsprogrammen motiviert werden? 3. Ist die Teilnahme an Präventionsnetzwerken mit einer verbesserten Gesundheit des Kindes bei Schuleintritt verbunden? 4. Auf welche Weise können die routinemäßig erhobenen Daten der Schuleingangsuntersuchung zur Bewertung von Präventionsnetzwerken herangezogen werden? In der Studie werden folgende vier ineinander greifende Zugänge kombiniert: Es werden rund 10.000 Erstklässler aus zwei Gemeinden eingeladen. Bei der Schuleingangsuntersuchung werden Informationen zur Teilnahme an Präventionsnetzwerken in den vergangenen sechs Jahren gewonnen. Diese Daten werden mit dem Gesundheits- und Entwicklungsstand der Kinder in Beziehung gesetzt. Ergänzend werden in Gruppendiskssionen mit Eltern und Fachleuten Motivationen und Erfahrungen bezüglich der Teilnahme an Präventionsnetzwerken exploriert, wobei besonderes Augenmerk auf vulnerablen Familien liegt. Mithilfe von Experteninterviews werden Chancen und Grenzen der Schuleingangsuntersuchungen im Hinblick auf die Bewertung der Prävention epidemiologisch relevanter Gesundheitsprobleme ermittelt. Eine systematische Literaturrecherche soll Hinweise auf die ‘Rekrutierung‘ vulnerabler Familien und die Einflüsse kommunaler Präventionsnetzwerke auf die Kindesgesundheit geben.
Teilprojekt 4: Zentrum für Türkeistudien: Psychisch robust trotz gefährdender Umgebung: Förderung der Resilienz und der Selbstwirksamkeit von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte
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Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung |
Leiter: |
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan |
Die zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen des Teilvorhabens sind wie folgt: – Welche Potenziale und Stärken haben Kinder mit Zuwanderungsgeschichte? – Wie können Potenziale von Kindern aus Zuwandererfamilien besser von ihnen selbst, von den Eltern und von pädagogischen Fachkräften wahrgenommen und genutzt werden? – Wie kann Resilienz von Kindern und Familien mit Zuwanderungsgeschichte gefördert werden? – Wie lassen sich eigenethnische Wissensressourcen und Kompetenzen als Stärken erkennen? – Was sind mögliche Risikofaktoren in der Person des Kindes, in der Familie, im pädagogischen Setting, die der Entfaltung von Begabungen/Stärken entgegenwirken? – Welche Stressoren gibt es im Leben von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und wie werden diese wahrgenommen und erarbeitet (Coping-Stile)? – Wie ist die perzipierte Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte? Diese Erkenntnisse können helfen, künftige Präventionsangebote zielgerichteter und dadurch effektiver zu gestalten. Ferner sind die zu erwartenden Ergebnisse geeignet, der Forderung nach Diversity bzw. kultureller Heterogenität in allen gesellschaftlichen Bereichen, und insbesondere im Gesundheitssystem, besser gerecht zu werden, weil unterschiedliche Lebenswirklichkeiten systematisch berücksichtigt und eine auf diese Differenzen ausgerichtete Intervention (so etwa muttersprachliche Fortbildung und Informierung der Eltern etc.) erfolgt. Die Verbundpartner analysieren aus interdisziplinärer Perspektive das Zusammenwirken gesundheitsfördernder Angebote kommunaler Präventionsnetzwerke und die damit verbundenen Effekte (Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit) auf die Gesundheit von vulnerablen Kindern. Das Teilvorhaben analysiert Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit in den Modellkommunen mithilfe von - Experteninterviews und Expertenworkshops - Fragebogenerhebung und - Gruppendiskussionen
Teilprojekt 2: Körperliche Aktivität, Motorische Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Lebensstil bei Kindern
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Deutsche Sporthochschule Köln |
Leiterin: |
Prof. Dr. Christine Graf |
Ziel des Teilprojektes „SKILLS" ist es, neben einer Bestandsaufnahme und der Wirkungsanalyse bei (Schlüssel-)Akteuren sowie der Zielgruppe in ausgewählten Kommunen den Zusammenhang zwischen „mental health", dem individuellen kindlichen/familiären Lebensstil, ausgewählten Gesundheitsparametern (BMI, Bauchumfang, Blutdruck) sowie der motorischen Leistungsfähigkeit bei Kindern zu untersuchen. Dabei werden erstmals soziokulturelle Einflussfaktoren sowie gesundheitsfördernde infrastrukturelle Umgebungsbedingungen hinsichtlich ihres ganzheitlichen Zusammenwirkens zunächst im Querschnitt, anschließend im Follow-up (1 Jahr danach) analysiert, um mögliche Wechselwirkungen auch longitudinal zu untersuchen. Für die vier Verbundvorhaben, die die Bereiche Bewegung, Ernährung, mental health und Schuleingangsuntersuchung bearbeiten, werden jeweils zwei Modellkommunen ausgewählt, insgesamt also acht Modellkommunen. In jeder Modellkommune werden zwei Quartiere und pro Quartier jeweils zwei Kindergärten und Grundschulen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Stichproben für die Motorik- und Ernährungstests und für die Elternbefragung werden per Clusterauswahl festgelegt (d.h. ganze Kindergartengruppen / Grundschulklassen). In einem Prä-Post-Design werden 640 Kinder aus drei Altersgruppen (I 3-4 Jahre (Kindergarten), II 6-7 Jahre (1. Klasse) und III 8-9 Jahre (3. Klasse)) in zwei Kommunen ausgewählt; zu zwei Messzeitpunkten (Ausgangslage und Follow-up nach einem Jahr) werden Parameter des Lebensstils (Körperliche Aktivität, Inaktivität) und mental health per Fragebogen über die Eltern bzw. ein 24-h-Recall-Protokoll (Ernährung) sowie die anthropometrischen Daten (BMI, Bauchumfang), Blutdruck und die motorische Leistungsfähigkeit mit validierten Testverfahren erfasst.
Teilprojekt 2: Uni Münster: Körperliche Aktivität, Motorische Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Resilenz und Lebenstil bei Kindern
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Westfälische Wilhelms-Universität Münster |
Leiter: |
Prof. Dr. Roland Naul |
Ziel des Teilprojekts "SKILLS" ist es, neben der Bestandsaufnahme und der Wirkungsanalyse bei (Schlüssel-)Akteuren sowie der Zielgruppe in ausgewählten Kommunen den Zusammenhang zwischen "mental health", dem individuellen, kindlichen/familiären Lebensstil, ausgewählten Gesundheitsparametern (BMI, Bauchumfang, Blutdruck) sowie der mootischen Leistungsfähigkeit bei Kindern zu untersuchen. Dabei werden erstmals soziokulturelle Einflussfaktoren sowie gesundheitsfördernde infrastrukturelle Umgebungsbedingungen hinischtlich ihres ganzheitlichen Zusammenwirkens zunächst im Querschnitt, anschließend im Follow-Up (1 Jahr danach) analysiert, um mögliche Wechselwirkungen auf longitudinal zu untersuchen. Für die vier Verbundvorhaben, die die Bereiche Bewegung, Ernährung, mental health und Schuleingangsuntersuchung bearbeiten, werden jeweils zwei Modellkommunen ausgewählt, insgesamt also acht Modellkommunen. In jeder Modellkommune werden zwei Quartiere und pro Quartier jeweils zwei Kindergärten und Grundschulen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Stichproben fu¨r die Motorik- und Ernährungstests und fu¨r die Elternbefragung werden per Clusterauswahl festgelegt (d.h. ganze Kindergartengruppen / Grundschulklassen). In einem Prä-Post-Design werden 640 Kinder aus drei Altersgruppen (I 3-4 Jahre (Kindergarten), II 6-7Jahre (1. Klasse) und III 8-9 Jahre (3. Klasse)) in zwei Kommunen ausgewählt; zu zwei Messzeitpunkten (Ausgangslage und Follow-up nach einem Jahr) werden Parameter des Lebensstils (Körperliche Aktivität, Inaktivität) und mental health per Fragebogen u¨ber die Eltern bzw. ein 24-h-Recall-Protokoll (Ernährung) sowie die anthropometrischen Daten (BMI, Bauchumfang), Blutdruck und die motorische Leistungsfähigkeit mit validierten Testverfahren erfasst.
Verbundprojekt TRISEARCH: Komplexe Interventionen zur Evidenzentwicklung bei der zielgruppenspezifischen Förderung von Gesundheitskompetenz
Gesundheitspolitisch und gesellschaftlich steht die Arbeit des Forschungsverbundes TRISEARCH im Kontext der wachsenden Krankheitslast von lebensstil- und umweltassoziierten Erkrankungen. Spezifisches Augenmerk liegt dabei auf chronischen Erkrankungen. Ziel ist, das Auftreten chronischer Erkrankungen bestmöglich zu vermeiden und damit verbunden, spätere aufwendige und kostenintensive kurative sowie rehabilitative Maßnahmen zu reduzieren. Hierdurch soll die Leistungsfähigkeit und Mobilität der Bevölkerung erhalten werden. Die Lebensqualität des Einzelnen soll durch Vermittlung gesundheitsbezogener Ressourcen und Förderung der Gesundheitskompetenz verbessert werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Interventionen zur Förderung von Gesundheitskompetenz am Arbeitsplatz zu entwickeln und durchzuführen. Diese werden im Rahmen von vier Teilprojekten und drei integrierten Querschnittthemen erarbeitet. Die Teilprojekte fokussieren auf unterschiedliche Zielgruppen im Arbeitsleben (Auszubildende, Berufstätige mit arbeitsplatzbezogenen Risikofaktoren, Führungskräfte). Sie bearbeiten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte (Evidenzentwicklung, gesundheitsökonomische Evaluation, körperliche Aktivität). Der Verbund leistet so einen wichtigen methodischen und strukturellen Beitrag zur Evidenzbasierung in der Prävention.
Teilprojekt DSHS Köln
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Deutsche Sporthochschule Köln |
Leiter: |
Prof. Dr. Ingo Froböse |
Teilprojekt Universität zu Köln
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Universitätsklinikum Köln |
Leiterin: |
Prof. Dr. Stephanie Stock |
Verbundprojekt HLCA: Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy -HL-) im Kindes- und Jugendalter als Ziel für Gesundheitsförderung und primäre Prävention
Es ist ein wichtiges politisches Ziel der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Im Jahr 2007 hat die Europäische Kommission die Förderung von Health Literacy als eine der Schlüsselmaßnahmen ausgerufen, um gesundheitliche Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Union zu verringern und dieses Ziel im aktuellen Gesundheitsprogramm erneuert. Health Literacy wird als multidimensionaler „Klammerbegriff“ verstanden, der das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten des Einzelnen umfasst, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und anzuwenden, um im täglichen Leben in Bezug auf die Gesundheitsversorgung, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung Entscheidungen treffen zu können, die die Lebensqualität erhalten oder verbessern. Hierbei ist das Health Literacy Niveau von Menschen genauso von Bedeutung, wie das von Systemen und Organisationen, mit denen Menschen sich in ihrem täglichen Leben auseinandersetzen müssen. Kinder und Jugendliche stellen gegenwärtig noch ein stark unterrepräsentiertes Forschungsdesiderat dar, doch seit einigen Jahren findet das Konzept auch in der Gesundheitssozialisation in der Kindheits- und Jugendphase steigende Beachtung. Denn gerade in den frühen Lebensphasen werden wesentliche Grundsteine für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die gesunde Entwicklung gelegt. Je jünger die Kinder sind, desto stärker sind ihre unmittelbaren Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, etc.) angesprochen, die Heranwachsenden in ihrer Gesundheitsförderung zu unterstützen und zu gesundheitsverträglichen Verhaltensweisen und Alltagspraktiken anzuleiten. Dies gilt auch im Umgang mit dem Gesundheitswesen und anderen für die Gesundheit relevanten Einrichtungen. Health Literacy stellt hierfür einen ganzheitlichen Ansatz zur Verfügung, in dem diese unterschiedlichen Bereiche, die sozialen Lebensräume und -lagen sowie die verschiedenen Kulturen berücksichtigt und in Maßnahmen nachhaltiger Gesundheitsförderung übertragen werden.
Der HLCA Forschungsverbund zielt darauf ab, unterschiedliche Dimensionen von Health Literacy im Kindes- und Jugendalter aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und anwendungs- und praxisorientierte Ergebnisse zu erarbeiten. Dies erfolgt in Kooperation mit Partnern aus dem wissenschaftlichen Feld, Interessengruppen im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie professionellen Akteuren/innen, die in kinder- und jugendrelevanten Umgebungen tätig sind. Der Verbund wird sich in der Förderphase auf theoretisch-konzeptionelle Grundlagenforschung zur gesundheitlichen Grundbildung (Health Literacy) bei Kindern und Jugendlichen konzentrieren, die Anwendungs- und Praxisorientierung der Ergebnisse aber von Beginn an in Betracht ziehen. Angewandte Forschungsaktivitäten werden Schwerpunkte auf a) Mental Health Literacy (Grundbildung in Bezug auf mentale Gesundheit) und b) eHealth Literacy setzen (Grundbildung in Bezug auf gesundheitsbezogene Mediennutzung). Der HLCA-Verbund setzt sich aus drei Arbeitsblock-Säulen (AB 1–3) zusammen, denen jeweils drei Teilprojekte zugeordnet sind. Die Säulen sind nach Themen gruppiert: Grundlagenforschung (AB 1), angewandte Forschung in den Bereichen Mental Health Literacy (AB 2) und eHealth Literacy (AB 3). Es existieren zwei regionale Cluster: AB 1 wird an der Universität Bielefeld und am Robert Koch-Institut Berlin, AB 2 in Nordrhein-Westfalen (Bielefeld, Paderborn, Duisburg-Essen) und AB 3 in Baden-Württemberg (Freiburg) implementiert. Die Teilprojekte werden von jeweils einem/r oder zwei Projektleiter/innen, die für die Umsetzung des Arbeitsplans verantwortlich sind, koordiniert. Zudem wird in der letzten Projektphase das säulenübergeifende Syntheseprojekt Synth-HLCA aktiviert, um im Verbund generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Empfehlungen für die weitere Forschungs-, Anwendungs- und Praxisorientierung zu übertragen. Ein interner Lenkungsausschuss ist tätig, um Abweichungen der Projektverläufe und -ergebnisse von den Arbeitsplänen zu ermitteln und beratend fungieren zu können. Der HLCA Forschungsverbund wird des Weiteren von einem internationalen wissenschaftlichen sowie einem nationalen Stakeholder Beirat flankiert.
Säule 1 – Grundlagenforschung zu HL
In Säule eins ist die Grundlagenforschung zu Health Literacy mit den Teilprojekten TeCoMo, MoMChild (beide Standort Bielefeld) und MOHLAA (Standort Berlin) angesiedelt. Während TeCoMo sich vornehmlich der konzeptionellen Ebene widmet, entwickeln MoMChild und MOHLAA Messinstrumente, die für die Anwendung im Kindes- und Jugendalter geeignet sind. Die Zielgruppe von MoMChild sind Kinder im Alter von 9–10 Jahren, bei MOHLAA sind es Jugendliche im Alter von 14–17 Jahren. Die Konzipierung von Health Literacy für das Kindes- und Jugendalter soll als Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen der Primärprävention und Gesundheitsförderung dienen.
Teilprojekte
• TeCoMo – Theories, Concepts, and Models on Health Literacy in Childhood and Adolescence
• MoMChild – Methods of Measuring Health Literacy of Children
• MOHLAA- Measurement of Health Literacy Among Adolescents
In dieser Arbeitsgruppe erforschen drei Teilprojekte an den Standorten Bielefeld, Duisburg-Essen und Paderborn, deren gemeinsamer Fokus auf Kinder psychisch erkrankter Eltern liegt, unterschiedliche Ansatzpunkte zur Förderung von Mental Health Literacy.
Teilprojekte
• NePP – Bedarf nach Primärprävention und Health Literacy in Familien mit psychisch erkrankten Eltern. (Standorte Paderborn und Bielefeld)
• PROVIDER-MHL – Psychisch erkrankte Eltern und ihre unbelasteten Kinder in der kommunalen sozialen und gesundheitlichen Versorgung. Eine Mehrebenenbefragung. (Standort Bielefeld)
• TEACHER-MHL – Gesundheitsförderung für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Erhebung und Förderung Lehrer/innen-spezifischer Mental Health Literacy. (Standorte Duisburg-Essen und Bielefeld)
Säule 3 – eHealth Literacy
Die Teilprojekte zu eHealth Literacy sind am Standort Freiburg angesiedelt und befassen sich mit der Prävention von Gesundheitsrisiken die mit problematischer Bildschirmmediennutzung verbunden sein können, wie auch mit Fähigkeiten und Kenntnissen, die wesentlich für die Anwendung von technologiebasierten Gesundheitsangeboten sind, welche im Internet bereitgestellt werden und Entscheidungen erleichtern sollen. Darüber hinaus soll ein Beitrag für eine gesundheitsethnologische Jugendforschung geleistet werden, indem untersucht wird, auf welche Weise Gesundheitsthemen in die digitale Alltagskommunikation eingeflochten sind.
Teilprojekte
• Media Protect – Wirksamkeit einer Elternintervention zur Prävention von problematischer TV Mediennutzung bei 4–7-jährigen Kindern. Eine prospektive Cluster-randomisierte Studie
• PrettY – Jugendspezifische Angebote der Gesundheitsförderung. Digitale Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche
• ELMi – eHealth Literacy und Gesundheit von Minoritäten: Eine ethnographische Untersuchung zum gesundheitsbezogenen Nutzen von neuen Medien unter benachteiligten Jugendlichen mit türkischem und afghanischem Migrationshintergrund
Teilprojekte am Standort Bielefeld
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Universität Bielefeld |
Leiter: |
Prof. Dr. Ullrich Bauer |
Teilprojekt am Standort Paderborn
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Katholische Fachhochschule Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
Leiter: |
Prof. Dr. Albert Lenz |
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Universität Duisburg-Essen |
Leiter: |
Prof. Dr. Fabian Kessl |
Teilprojekt am Standort Berlin
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Robert Koch-Institut (RKI) |
Leiterin: |
Susanne Jordan |
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Pädagogische Hochschule Freiburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer |
Es ist ein wichtiges politisches Ziel der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Integrierte kommunale Strategien der Gesundheitsförderung spielen dabei eine zentrale Rolle. Integriert heißt, dass alle kommunalen Akteure zusammenarbeiten, um ihre Aktivitäten und Angebote auf einander abzustimmen. Die Akteure sind im Gesundheits- und Sozialwesen oder in weiteren Fachbereichen tätig, die für die Gesundheit relevant sind z. B. Bildung, Stadtentwicklung/-planung, Gesundheitsberichterstattung, Verkehr oder Umwelt. Die Zusammenarbeit soll dazu dienen, den Menschen von Geburt an ein gesundes Leben zu ermöglichen. Der Forschungsverbund PartKommPlus untersucht, wie solche kommunalen Strategien erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden können. Insbesondere werden die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und die Zusammenarbeit betrachtet. Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis ist von Interesse. Der Verbund besteht aus Partnern in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. PartKommPlus ist ein Projekt des Netzwerks Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet). In der Partizipativen Gesundheitsforschung arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachkräfte und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um besser verstehen zu können, was Menschen gesund hält und was sie krank macht. Auf Grund dieser Erkenntnisse werden Maßnahmen zugunsten der Gesundheit der Bevölkerung entwickelt.
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Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin |
Leiter: |
Prof. Dr. Michael Wright |
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Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. |
Leiter: |
Dipl. Pol. Stefan Pospiech |
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Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH |
Leiterin: |
Dipl.-Ing. Christa Böhme |
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Alice Salomon Hochschule Berlin |
Leiterin: |
Prof. Dr. Theda Borde |
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Landesvereinigung für Gesundheit und |
Leiter: |
Thomas Altgeld |
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Robert Koch-Institut (RKI) |
Leiterin: |
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Hochschule Fulda
Fachbereich Pflege und Gesundheit Leipziger Straße 123 36037 Fulda |
Leiterin: |
Prof. Dr. Susanne Kümpers |
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Hochschule Esslingen |
Leiterin: |
Prof. Dr. Petra Wihofszky |
Verbundprojekt AEQUIPA: Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern
Gesund, aktiv und selbstbestimmt bis ins hohe Alter zu sein, ist das Ziel vieler Menschen. Ältere Menschen sind aber oftmals chronisch krank, verletzen sich häufiger durch Stürze und büßen häufig einen Teil der aus jungen Jahren gewohnten Gedächtnisleistung ein.
Welche Maßnahmen sind geeignet, diese gesundheitlichen Einschränkungen zu verhindern, gar nicht erst entstehen zu lassen oder den Beginn zu verzögern? Eine gezielte Prävention und Gesundheitsförderung könnte dazu beitragen.
Regelmäßige körperliche Aktivität kann ein gesundes Altern unterstützen und die Fähigkeit erhalten, alltägliche Aufgaben selbstständig zu erfüllen. Studien belegen, dass ältere Menschen dieses gesundheitsfördernde Potenzial körperlicher Aktivität nicht ausreichend ausschöpfen.
Der Forschungsverbund "AEQUIPA - Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern" möchte dem entgegenwirken und ältere Menschen zu mehr Bewegung motivieren. Spezielle Maßnahmen für ältere Menschen (65+) sollen entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Dafür arbeiten fünf Hochschulen, zwei Forschungsinstitute sowie Akteure aus Praxis und Politik aus Nordwestdeutschland zusammen. Ziel der Maßnahme ist, Forschungskapazitäten und -strukturen in der Präventionsforschung nachhaltig zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Transfer der Forschungsergebnisse aus der Prävention und Gesundheitsförderung in den Alltag zu verbessern. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Anschlussfähigkeit sowie Sichtbarkeit der Präventionsforschung in Deutschland befördert werden.
Teilprojekt Technische Universität Chemnitz (TP2 PROMOTE)
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Technische Universität Chemnitz |
Leiterin: |
Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage |
Teilprojekte BIPS (Koordination, TP1, TP2, C.1)
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Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH |
Leiter: |
Prof. Dr. Hajo Zeeb |
Teilprojekte Uni Bremen (TP1, TP3, TP4, TP5, C.2)
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Universität Bremen |
Leiterin: |
Dr. Karin Bammann |
Teilprojekte OFFIS (TP1, TP2, TP4)
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OFFIS e. V. |
Leiterin: |
Prof. Dr. Susanne Boll |
Teilprojekt Uni Oldenburg (TP4 Technology)
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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Andreas Hein |
Teilprojekte Jade Hochschule (TP2, TP4)
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Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth |
Leiterin: |
Prof. Dr. Frauke Koppelin |
Teilprojekt Jacobs Universität Bremen (TP2 PROMOTE)
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Jacobs University Bremen gGmbH |
Leiterin: |
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Teilprojekt TU Dortmund (TP5)
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Technische Universität Dortmund |
Leiterin: |
Prof. Dr. Sabine Baumgart |
Verbundprojekt CAPITAL4HEALTH: Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung
CAPITAL4HEALTH will unterschiedliche Bevölkerungsgruppen über die gesamte Lebensspanne hinweg zu einem aktiven Lebensstil befähigen. Die Möglichkeiten hierzu sollen sowohl auf der Ebene des Einzelnen wie auch der Ebene von relevanten Einrichtungen wie Schulen oder Kommunen erforscht werden. In den verschiedenen Teilprojekten werden Interventionen zur Förderung eines aktiven Lebensstils entwickelt, in der Praxis umgesetzt und wissenschaftlich bewertet. Das Vorhaben in Erlangen soll in erster Linie die methodologischen und theoretischen Grundlagen des spezifischen Forschungsansatzes weiterentwickeln und in den Teilprojekten des Verbundes verankern. Darüber hinaus soll in den Erlangener Teilvorhaben die Bewegungskompetenz von Schülern und Berufsschülern erforscht und verbessert werden. Regionale Partnerinnen und Partner aus Politik und Praxis sorgen für die Übertragung der Forschungsergebnisse in die verschiedenen Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger.
Teilvorhaben Universität Erlangen-Nürnberg
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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
Leiter: |
Prof. Dr. Alfred Rütten |
Teilvorhaben Uni Frankfurt: Entwicklung und Evaluation eines Netzwerks zur Bewegungsförderung von älteren Menschen im Quartier Wohnstift
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Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main |
Leiter: |
Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer |
Teilvorhaben Uni Augsburg: Gesundheit und Fitness im Sportunterricht: Implementation in Schule und Lehrerbildung
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Universität Augsburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck |
Teilprojekt Uni Bayreuth: TP Health.edu: Gesundheit und Fitness im Sportunterricht: Implementation in Schule und Lehrerbildung; TP Action for men: Kapazitätsaufbau im Gemeindesetting: Förderung der Teilnahme von Männern 40+ an Angeboten für körperlich-sportliche Aktivität
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Universität Bayreuth |
Leiterin: |
Prof. Dr. Susanne Tittlbach |
QueB - Qualität entwickeln mit und durch Bewegung. Entwicklung von Kitas zu einem gesundheitsförderlichen Setting durch ein prozessorientiertes Zertifizierungsverfahren.
Teilvorhaben der Hochschule Coburg
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Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Holger Hassel |
Teilvorhaben TU-Chemnitz
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Technische Universität Chemnitz |
Leiterin: |
Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich |
Das Vorhaben verfolgt folgende Kernziele: 1) Optimierung der Kitas im Bereich Bewegung und Gesundheit durch einen Organisationsentwicklungsprozess; 2) Partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung eines prozessorientierten Zertifizierungsverfahrens (ZV); 3) Entwicklung von APPs zur Selbstevaluation. Die Entwicklung, Erprobung und nachhaltige Umsetzung des Unterstützungsprozesses (Intervention) soll in drei Schritten erfolgen: Phase 1: Entwicklung des Zertifizierungsverfahrens (12 Monate) - Arbeitspaket (AP) 1: Entwicklung der Unterstützungsmaßnahmen; AP 2: Rekrutierung der Kitas mit Hilfe der Praxispartner; AP 3: Erstellen eines Orientierungsrahmens; AP 4: Entwicklung der Evaluationsinstrumente; AP 5: Katalogisierung der Angebote; Phase 2: Durchführung des prozessorientierten ZV (18 Monate) AP 6 & 7: Durchführung & Evaluation des ZV; Phase 3: Verstetigung der Intervention und Veröffentlichung der Ergebnisse (6 bzw. 12 Monate); AP 8: Nachhaltigkeit sicherstellen; AP 9: Projektergebnisse verfassen und AP 10: Verbreitung. Die Hochschule Coburg ist in allen drei Phasen am Vorhabenverlauf beteiligt. Das Teilvorhaben der TU-Chemnitz ist primär mit der Umsetzung der Arbeitspakete in der Studienphase 1 und 3 beschäftigt.
Entwicklung bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- und KFZ-Mechatronikauszubildenden durch Entwicklung und Implementierung einer bewegungsbezogenen Intervention für Auszubildende sowie einer interprofessionellen Bildungssystematik für Entscheidungsträger
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F-BB Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gemeinnützige GmbH |
Leiter: |
Dr. Ottmar Döring |
Ziel ist die Entwicklung bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- & KFZ-Mechatronikauszubildenden. Dazu werden a) eine bewegungsbezogene Intervention für Auszubildende und b) eine interprofessionelle Bildungssystematik für Entscheidungsträger basierend auf den individuell identifizierten Bedürfnissen im Setting der beruflichen Ausbildung entwickelt, implementiert und hinsichtlich ihrer Wirkung auf die bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz uind weiterer definierter Zielparameter evaluiert. Zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und des Transfers, sind kooperative Planungsprozesse unter Beteiligung der Zielgruppe sowie von Akteuren aus Wissenschaft und Politik ein integraler Bestandteil in der Entwicklung beider Interventionen. Weiterhin werden eine querschnittliche Befragung zur bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- & KFZ-Mechatronikerauszubildenden sowie teilstrukturierte Interviews mit Auszubildenden und zentralen Entscheidungsträgern beruflicher Ausbildung in Bayern durchgeführt.
Teilvorhaben Uni Regensburg: Action for men und EVA: 1) EVA: Evaluation des Capability-Aufbaus in einem interaktiven Wissenstransfer-Netzwerk zur Gesundheitsförderung; 2) ACTION for men: Förderung der Teilnahme von Männern 40+ an Angeboten für körperlich-sportliche Aktivität.
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Universität Regensburg |
Leiterin: |
Prof. Dr. Julika Loss |
Teilprojekt: PATEN, Universität Würzburg: Entwicklung und Evaluation eines Netzwerks zur Bewegungsförderung von älteren Menschen im Quartier Wohnstift
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Julius-Maximilians-Universität Würzburg |
Leiter: |
Prof. Dr. Dr. Hermann Faller |
Ziel des Verbundvorhabens SMARTACT ist es, mit Hilfe des Einsatzes mobiler Technologien (Smartphones) das Gesundheitsverhalten der Menschen langfristig zu verbessern. Hierzu sollen die verschiedenen Lebensumwelten der Menschen einbezogen werden, wie etwa Familie und Arbeitsplatz. Entscheidendes Veränderungspotenzial im Gesundheitsverhalten wird in den Bereichen Ernährung und körperliche Aktivität gesehen. Im Zentrum des Verbundes steht die Entwicklung und Erprobung der sog. SAMRTACT-Toolbox, die eine unmittelbare Rückmeldung zum ausgeführten Gesundheitsverhalten ermöglicht. Darüber hinaus soll diese SAMRTACT-Toolbox auch gesundheitsökonomisch evaluiert werden.
TP: Verbundkoordination, 1, 2 , 3, 6 und 7: Individuelle und kontext-basierte Interventionen in Echtzeit zur Förderung des normalen Ernährungsverhaltens und der körperlichen Aktivität unter Einsatz mobiler Technologien
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Universität Konstanz |
Leiterin: |
Prof. Dr. Britta Renner |
TP 5: SMARTJOB - Mobile Echtzeitinterventionen im Arbeitskontext
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Universität Mannheim |
Leiterin: |
Prof. Dr. Sabine Sonnentag |
TP 4: Mobile familien-basierte Intervention zur Förderung des Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens
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Karlsruher Institut für Technologie (KIT) |
Leiter: |
Prof. Dr. Alexander Woll |