Forschungsverbünde zur Primärprävention und Gesundheitsförderung

Öffentliche Bekanntmachung: 2013
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Gesamtvolumen: 17,6 Mio. EUR
Projekte: 7 Verbünde

 

Verbund: CombaNet 

Verbundprojekt TRISEARCH: Komplexe Interventionen zur Evidenzentwicklung bei der zielgruppenspezifischen Förderung von Gesundheitskompetenz

Verbundprojekt HLCA: Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy -HL-) im Kindes- und Jugendalter als Ziel für Gesundheitsförderung und primäre Prävention 

Verbundprojekt PartKommPlus: Gesunde Kommunen durch integrierte, partizipative Strategien der Gesundheitsförderung

Verbundprojekt AEQUIPA: Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern 

Verbundprojekt CAPITAL4HEALTH: Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung 

Verbundprojekt SMARTACT 

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Mit der Fördermaßnahme werden themenzentrierte Forschungsverbünde etabliert, die prioritäre Themen der Primärprävention und Gesundheitsförderung bearbeiten. Diese Maßnahme baut auf bisherigen Förderinitiativen in der Präventionsforschung auf, in denen einzelne Projekte gefördert wurden. Insgesamt sollen hierdurch die Forschungskapazitäten und Strukturen in der Präventionsforschung nachhaltig gestärkt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Transfer der Forschungsergebnisse zur Primärprävention und Gesundheitsförderung in den Alltag verbessert werden. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Anschlussfähigkeit sowie Sichtbarkeit der Präventionsforschung in Deutschland befördert werden. Die Erkenntnisse sollen insgesamt die Evidenzlage von Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien verbessern. Die Verbünde sind anwendungsnah ausgerichtet: Das heißt, dass Akteure aus der Praxis wie etwa Präventionsanbieter bzw. -träger eingebunden werden.

2. Stand der Fördermaßnahme

Die Bekanntmachung wurde am 12. Juni 2013 zusammen mit dem Aktionsplan „Präventions- und Ernährungsforschung“ veröffentlicht. Insgesamt wurden 51Anträge eingereicht. Ein internationales Begutachtungsgremium aus Experten und Expertinnen mit umfassenden Forschungs-, Praxis- und Politikerfahrungen in Prävention und Gesundheitsförderung wählte im Februar 2014 aus diesen Anträgen die besten Forschungsverbünde aus.

Demnächst werden sieben Forschungsverbünde Ihre Projekte starten und in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 17,6 Millionen gefördert werden. Im Mittelpunkt der Verbünde stehen Maßnahmen, die ein gesundheitsbewusstes Verhalten und ein gesundheitsförderliches Lebensumfeld ermöglichen und fördern sollen. Die Projekte widmen sich dabei verschiedenen Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Erwachsene, Erwerbstätige und ältere Menschen.

3. Geförderte Vorhaben

Verbund: CombaNet

Durch die gestiegene Lebenserwartung, aber auch durch veränderte Lebensgewohnheiten haben chronische Erkrankungen zugenommen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische und neurodegenerative Erkrankungen sind zu Volkskrankheiten geworden. Dies stellt nicht nur jeden einzelnen Menschen, sondern auch die Gesellschaft und das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, der Entstehung von chronischen Erkrankungen vorzubeugen oder zumindest ihren Beginn zu verzögern. Gezielte Prävention und Gesundheitsförderung können wesentlich dazu beitragen, die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Menschen zu stärken und damit die Lebensqualität zu erhöhen. Um dieses Potenzial optimal ausschöpfen zu können, bedarf es einer vernetzten, leistungsstarken und interdisziplinären Präventionsforschung. Darüber hinaus müssen durch Kooperation mit Politik und Praxis die Forschungsergebnisse in den Lebensalltag der Bevölkerung übertragen werden. Aus diesem Grund unterstützt das BMBF Forschungsverbünde zu wichtigen Themen der Primärprävention und Gesundheitsförderung. Das Ziel des Verbundvorhabens CombaNet besteht darin, die Wirkungen kommunaler Präventionsstrategien für Kinder und Jugendliche wissenschaftlich zu untersuchen und dadurch zu deren Verbesserung beizutragen. Die einzelnen Teilprojekte beschäftigen sich speziell mit den thematischen Bereichen Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Erreichbarkeit von sozial benachteiligten Kindern sowie von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Hierdurch kann der Verbund auch einen Beitrag zum Abbau sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheiten leisten. 

Koordination und Teilprojekt 1: KATALYSE Institut: Vernetzte ernährungsbezogene kommunale Gesundheitsförderung für Kinder

KATALYSE e.V.
Institut für angewandte Umweltforschung
Volksgartenstr. 34
50677 Köln

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Regine Rehaag
0221 944048-41
01EL1426A
710.817 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Die Verbundpartner analysieren aus interdisziplinärer Perspektive das Zusammenwirken gesundheitsfördernder Angebote kommunaler Präventionsnetzwerke und die damit verbundenen Effekte (Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit) auf die Gesundheit von vulnerablen Kindern. Der Forschungsverbund trägt dem ganzheitlichen Ansatz der Präventionsnetzwerke durch ein inter- und transdisziplinäres Untersuchungsdesign Rechnung. Es erfolgt eine Abstimmung der methodischen Vorgehensweise sowie eine gemeinsame Auswertung und Integration der Forschungsergebnisse. Ziel ist die Entwicklung von Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Gestaltung der vernetzten kommunalen Gesundheitsförderung, unter besonderer Berücksichtigung relevanter Schnittstellen und Übergänge (wie z. B. Kindergarten / Grundschule). Das Teilvorhaben erfasst und analysiert Angebote zur ernährungsbezogenen Gesundheitsförderung in den Modellkommunen, leitet Kriterien für eine wirksamere und zielgruppenorientiertere Gestaltung von vernetzten Angeboten der ernährungsbezogenen kommunalen Gesundheitsförderung ab und entwickelt ein Ausbildungskonzept für Kindertagesstätten. Die Analyse der Angebote zur Gesundheitsförderung in den Modellkommunen zielt auf die Klärung folgender Fragestellungen: Versorgungslage (Welche präventiven Angebote gibt es?; Angebotsstruktur (Wie sind die Angebote horizontal, d. h. zwischen den Settings einer Lebensphase und vertikal, d. h. Lebensphasen übergreifend vernetzt?); Akzeptanz (Erreichen die Angebote die Zielgruppen?); Qualitative Wirkungsanalysen bei Zielgruppen und kommunalen Akteuren; Quantitative Ergebnis-Analyse (Gibt es messbare Effekte auf die Gesundheit der Kinder?). Das Teilvorhaben analysiert Angebote zur ernährungsbezogenen Gesundheitsförderung in den Modellkommunen  mithilfe von Experteninterviews und Expertenworkshops, Fragebogenerhebung, Gruppendiskussionen und Motorik- und Ernährungstests.

Teilprojekt 5: BZgA Köln: Empowerment kommunaler Aktuere in der Gesundheitsförderung durch eine web-basierte Austauschplattform (inforo-online.de). Analyse der Funktion, Qualität und Wirksamkeit eines virtuellen Netzwerkes.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimerstr. 220
51109 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Guido Nöcker
0221 8992-465
01EL1426B
428.696 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Das Projekt untersucht Qualität, Nutzen und Wirksamkeit einer internet-basierten Austauschplattform für kommunale Multiplikatoren/Stakeholder zur Förderung der Kindergesundheit. Gegenstand der Analyse sind: - Akzeptanz und Nutzen aus der Akteursperspektive - Vernetzungs- und Mobilisierungseffekte - Impulse zur Qualitätsentwicklung - Umfang des Transfers von Praxiswissen Anhand einer idealtypischen Handlungskette kommunaler Akteure bei der Nutzung einer Online-Plattform wird multiperspektivisch und mit quantitativen und/oder qualitativen Methoden (z. B. Expertendiskussion, Befragung Stakeholder und Nichtnutzer, Nutzungsdatenauswertung) die Zielerreichung untersucht. Dabei wird eine wechselseitige Methoden- und Ergebnisüberprüfung (Triangulation) verwendet. Im Einzelnen: Gruppendiskussion mit Experten Kommunikationsanalyse Persona-basierte Expertenbegehung Websitemonitoring  Soziale Netzwerk-Analyse Qualitatives  Monitoring der Wissensresourcen Befragung Nutzende (rückblickend, fortlaufend) Beobachtungsinterview am Arbeitsplatz Interviews Vorgesetzte & Nutzer Interviews Nichtnutzende & Nichtmehrnutzer Plattformbasierte Bestandsaufnahme Verbundprojekt


Teilprojekt 3: Uni Düsseldorf: Gesundheit bei Schuleingang - die Rolle kommunaler, lebenslaufbezogener Präventionsnetzwerke (‘Präventionsketten’) für sozial benachteiligte Kinder

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Soziologie
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Simone Weyers
0211 81-14825
01EL1426C
318.289 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Kommunale, lebenslaufbezogene Präventionsnetzwerke (‘Präventionsketten’) stellen einen neuen Ansatz in der Förderung von Kindergesundheit dar. Ziel ist es, eine aufeinander abgestimmte und durchgängige Gesundheitsförderung anzubieten, in der die einzelnen Maßnahmen ineinandergreifen. Über die Teilnahme vulnerabler Familien an Präventionsnetzwerken ist wenig bekannt, dies gilt ebenso für die Effekte der Inanspruchnahme auf die Kindergesundheit.  Im vorliegenden Teilprojekt sollen folgende Fragen untersucht werden: 1. Nehmen vulnerable Familien und deren Kinder an Präventionsnetzwerken teil? 2. Wie können vulnerable Familien und deren Kinder zu kontinuierlicher Teilnahme an kommunalen lebenslaufbezogenen Präventionsprogrammen motiviert werden? 3. Ist die Teilnahme an Präventionsnetzwerken mit einer verbesserten Gesundheit des Kindes bei Schuleintritt verbunden? 4. Auf welche Weise können die routinemäßig erhobenen Daten der Schuleingangsuntersuchung zur Bewertung von Präventionsnetzwerken herangezogen werden? In der Studie werden folgende vier ineinander greifende Zugänge kombiniert: Es werden rund 10.000 Erstklässler aus zwei Gemeinden eingeladen. Bei der Schuleingangsuntersuchung werden Informationen zur Teilnahme an Präventionsnetzwerken in den vergangenen sechs Jahren gewonnen. Diese Daten werden mit dem Gesundheits- und Entwicklungsstand der Kinder in Beziehung gesetzt. Ergänzend werden in Gruppendiskssionen mit Eltern und Fachleuten Motivationen und Erfahrungen bezüglich der Teilnahme an Präventionsnetzwerken exploriert, wobei besonderes Augenmerk auf  vulnerablen Familien liegt.  Mithilfe von Experteninterviews werden Chancen und Grenzen der Schuleingangsuntersuchungen im Hinblick auf die Bewertung der Prävention epidemiologisch relevanter Gesundheitsprobleme ermittelt. Eine systematische Literaturrecherche soll Hinweise auf die ‘Rekrutierung‘ vulnerabler Familien und die Einflüsse kommunaler Präventionsnetzwerke auf die Kindesgesundheit geben.


Teilprojekt 4: Zentrum für Türkeistudien: Psychisch robust trotz gefährdender Umgebung: Förderung der Resilienz und der Selbstwirksamkeit von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte

Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung
Altendorfer Str. 3
45127 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan
0201 3198-351
01EL1426D
328.086 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Die zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen des Teilvorhabens sind wie folgt: – Welche Potenziale und Stärken haben Kinder mit Zuwanderungsgeschichte? – Wie können Potenziale von Kindern aus Zuwandererfamilien besser von ihnen selbst, von den Eltern und von pädagogischen Fachkräften wahrgenommen und genutzt werden? – Wie kann Resilienz von Kindern und Familien mit Zuwanderungsgeschichte gefördert werden? – Wie lassen sich eigenethnische Wissensressourcen und Kompetenzen als Stärken erkennen? – Was sind mögliche Risikofaktoren in der Person des Kindes, in der Familie, im pädagogischen Setting, die der Entfaltung von Begabungen/Stärken entgegenwirken? – Welche Stressoren gibt es im Leben von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte und wie werden diese wahrgenommen und erarbeitet (Coping-Stile)? – Wie ist die perzipierte Selbstwirksamkeit und das Selbstwertgefühl von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte? Diese Erkenntnisse können helfen, künftige Präventionsangebote zielgerichteter und dadurch effektiver zu gestalten. Ferner sind die zu erwartenden Ergebnisse geeignet, der Forderung nach Diversity bzw. kultureller Heterogenität in allen gesellschaftlichen Bereichen, und insbesondere im Gesundheitssystem, besser gerecht zu werden, weil unterschiedliche Lebenswirklichkeiten systematisch berücksichtigt und eine auf diese Differenzen ausgerichtete Intervention (so etwa muttersprachliche Fortbildung und Informierung der Eltern etc.) erfolgt. Die Verbundpartner analysieren aus interdisziplinärer Perspektive das Zusammenwirken gesundheitsfördernder Angebote kommunaler Präventionsnetzwerke und die damit verbundenen Effekte (Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit) auf die Gesundheit von vulnerablen Kindern. Das Teilvorhaben analysiert Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit in den Modellkommunen mithilfe von - Experteninterviews und Expertenworkshops - Fragebogenerhebung und - Gruppendiskussionen


Teilprojekt 2: Körperliche Aktivität, Motorische Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Lebensstil bei Kindern

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christine Graf
0221 4982-6113
01EL1426E
227.366 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Ziel des Teilprojektes „SKILLS" ist es, neben einer Bestandsaufnahme und der Wirkungsanalyse bei (Schlüssel-)Akteuren sowie der Zielgruppe in ausgewählten Kommunen den Zusammenhang zwischen „mental health", dem individuellen kindlichen/familiären Lebensstil, ausgewählten Gesundheitsparametern (BMI, Bauchumfang, Blutdruck) sowie der motorischen Leistungsfähigkeit bei Kindern zu untersuchen. Dabei werden erstmals soziokulturelle Einflussfaktoren sowie gesundheitsfördernde infrastrukturelle Umgebungsbedingungen hinsichtlich ihres ganzheitlichen Zusammenwirkens zunächst im Querschnitt, anschließend im Follow-up (1 Jahr danach) analysiert, um mögliche Wechselwirkungen auch longitudinal zu untersuchen. Für die vier Verbundvorhaben, die die Bereiche Bewegung, Ernährung, mental health und Schuleingangsuntersuchung bearbeiten, werden jeweils zwei Modellkommunen ausgewählt, insgesamt also acht Modellkommunen. In jeder Modellkommune werden zwei Quartiere und pro Quartier jeweils zwei Kindergärten und Grundschulen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Stichproben für die Motorik- und Ernährungstests und für die Elternbefragung werden per Clusterauswahl festgelegt (d.h. ganze Kindergartengruppen / Grundschulklassen). In einem Prä-Post-Design werden 640 Kinder aus drei Altersgruppen (I 3-4 Jahre (Kindergarten), II 6-7 Jahre (1. Klasse) und III 8-9 Jahre (3. Klasse)) in zwei Kommunen ausgewählt; zu zwei Messzeitpunkten (Ausgangslage und Follow-up nach einem Jahr) werden Parameter des Lebensstils (Körperliche Aktivität, Inaktivität) und mental health per Fragebogen über die Eltern bzw. ein 24-h-Recall-Protokoll (Ernährung) sowie die anthropometrischen Daten (BMI, Bauchumfang), Blutdruck und die motorische Leistungsfähigkeit mit validierten Testverfahren erfasst.


Teilprojekt 2: Uni Münster: Körperliche Aktivität, Motorische Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Resilenz und Lebenstil bei Kindern

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Sportwissenschaft
Arbeitsbereich European Studies in Physical Education and Youth Sport
Horstmarer Landweg 62 b
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Roland Naul
0251 83-34854
01EL1426F
234.090 EUR
01.07.2015 - 31.08.2018

Ziel des Teilprojekts "SKILLS" ist es, neben der Bestandsaufnahme und der Wirkungsanalyse bei (Schlüssel-)Akteuren sowie der Zielgruppe in ausgewählten Kommunen den Zusammenhang zwischen "mental health", dem individuellen, kindlichen/familiären Lebensstil, ausgewählten Gesundheitsparametern (BMI, Bauchumfang, Blutdruck) sowie der mootischen Leistungsfähigkeit bei Kindern zu untersuchen. Dabei werden erstmals soziokulturelle Einflussfaktoren sowie gesundheitsfördernde infrastrukturelle Umgebungsbedingungen hinischtlich ihres ganzheitlichen Zusammenwirkens zunächst im Querschnitt, anschließend im Follow-Up (1 Jahr danach) analysiert, um mögliche Wechselwirkungen auf longitudinal zu untersuchen. Für die vier Verbundvorhaben, die die Bereiche Bewegung, Ernährung, mental health und Schuleingangsuntersuchung bearbeiten, werden jeweils zwei Modellkommunen ausgewählt, insgesamt also acht Modellkommunen. In jeder Modellkommune werden zwei Quartiere und pro Quartier jeweils zwei Kindergärten und Grundschulen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Stichproben fu¨r die Motorik- und Ernährungstests und fu¨r die Elternbefragung werden per Clusterauswahl festgelegt (d.h. ganze Kindergartengruppen / Grundschulklassen). In einem Prä-Post-Design werden 640 Kinder aus drei Altersgruppen (I 3-4 Jahre (Kindergarten), II 6-7Jahre (1. Klasse) und III 8-9 Jahre (3. Klasse)) in zwei Kommunen ausgewählt; zu zwei Messzeitpunkten (Ausgangslage und Follow-up nach einem Jahr) werden Parameter des Lebensstils (Körperliche Aktivität, Inaktivität) und mental health per Fragebogen u¨ber die Eltern bzw. ein 24-h-Recall-Protokoll (Ernährung) sowie die anthropometrischen Daten (BMI, Bauchumfang), Blutdruck und die motorische Leistungsfähigkeit mit validierten Testverfahren erfasst.
 

Verbundprojekt TRISEARCH: Komplexe Interventionen zur Evidenzentwicklung bei der zielgruppenspezifischen Förderung von Gesundheitskompetenz

Gesundheitspolitisch und gesellschaftlich steht die Arbeit des Forschungsverbundes TRISEARCH im Kontext der wachsenden Krankheitslast von lebensstil- und umweltassoziierten Erkrankungen. Spezifisches Augenmerk liegt dabei auf chronischen Erkrankungen. Ziel ist, das Auftreten chronischer Erkrankungen bestmöglich zu vermeiden und damit verbunden, spätere aufwendige und kostenintensive kurative sowie rehabilitative Maßnahmen zu reduzieren. Hierdurch soll die Leistungsfähigkeit und Mobilität der Bevölkerung erhalten werden. Die Lebensqualität des Einzelnen soll durch Vermittlung gesundheitsbezogener Ressourcen und Förderung der Gesundheitskompetenz verbessert werden. Ziel ist es, evidenzbasierte Interventionen zur Förderung von Gesundheitskompetenz am Arbeitsplatz zu entwickeln und durchzuführen. Diese werden im Rahmen von vier Teilprojekten und drei integrierten Querschnittthemen erarbeitet. Die Teilprojekte fokussieren auf unterschiedliche Zielgruppen im Arbeitsleben (Auszubildende, Berufstätige mit arbeitsplatzbezogenen Risikofaktoren, Führungskräfte). Sie bearbeiten unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte (Evidenzentwicklung, gesundheitsökonomische Evaluation, körperliche Aktivität). Der Verbund leistet so einen wichtigen methodischen und strukturellen Beitrag zur Evidenzbasierung in der Prävention.

Teilprojekt DSHS Köln

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation
Abt. für Bewegungsorientierte Präventions- und Rehabilitationswissenschaften
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ingo Froböse
0221 4982-4790
01EL1425A
1.139.489 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Für die Umsetzung der Verbundziele werden von Seiten der DSHS die Verbundkoordination sowie die Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Darüber hinaus werden die Teilprojekte AtRisk und Web-App geleitet sowie das Querschnittsthema zur körperlichen Aktivität.

 

Teilprojekt Universität zu Köln

Universitätsklinikum Köln
Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie
Gleueler Str. 176-178
50935 Köln

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stephanie Stock
0221 4679-120
01EL1425B
886.256 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Das Vorhaben an der Universität zu Köln umfasst unter anderem ein evidenzbasiertes Schulungsprogramm zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Führungskräften (HELVI), die Evidenzentwicklung, Nachwuchsförderung.

 

Verbundprojekt HLCA: Gesundheitliche Grundbildung (Health Literacy -HL-) im Kindes- und Jugendalter als Ziel für Gesundheitsförderung und primäre Prävention

Es ist ein wichtiges politisches Ziel der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Im Jahr 2007 hat die Europäische Kommission die Förderung von Health Literacy als eine der Schlüsselmaßnahmen ausgerufen, um gesundheitliche Ungleichheiten innerhalb der Europäischen Union zu verringern und dieses Ziel im aktuellen Gesundheitsprogramm erneuert. Health Literacy wird als multidimensionaler „Klammerbegriff“ verstanden, der das Wissen, die Motivation und die Fähigkeiten des Einzelnen umfasst, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und anzuwenden, um im täglichen Leben in Bezug auf die Gesundheitsversorgung, Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung Entschei­dungen treffen zu können, die die Lebensqualität erhalten oder verbessern. Hierbei ist das Health Literacy Niveau von Menschen genauso von Bedeutung, wie das von Systemen und Organisationen, mit denen Menschen sich in ihrem täglichen Leben auseinandersetzen müssen. Kinder und Jugendliche stellen gegenwärtig noch ein stark unterrepräsentiertes Forschungsdesiderat dar, doch seit einigen Jahren findet das Konzept auch in der Gesundheitssozialisation in der Kindheits- und Jugendphase steigende Beachtung. Denn gerade in den frühen Lebensphasen werden wesentliche Grundsteine für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die gesunde Entwicklung gelegt. Je jünger die Kinder sind, desto stärker sind ihre unmittelbaren Bezugspersonen (Eltern, Lehrer, etc.) angesprochen, die Heranwachsenden in ihrer Gesundheitsförderung zu unterstützen und zu gesundheitsverträglichen Verhaltensweisen und Alltagspraktiken anzuleiten. Dies gilt auch im Umgang mit dem Gesundheitswesen und anderen für die Gesundheit relevanten Einrichtungen. Health Literacy stellt hierfür einen ganzheitlichen Ansatz zur Verfügung, in dem diese unterschiedlichen Bereiche, die sozialen Lebensräume und -lagen sowie die verschiedenen Kulturen berücksichtigt und in Maßnahmen nachhaltiger Gesundheitsförderung übertragen werden.

Der HLCA Forschungsverbund zielt darauf ab, unterschiedliche Dimensionen von Health Literacy im Kindes- und Jugendalter aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und anwendungs- und praxisorientierte Ergebnisse zu erarbeiten. Dies erfolgt in Kooperation mit Partnern aus dem wissenschaftlichen Feld, Interessengruppen im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie professionellen Akteuren/innen, die in kinder- und jugendrelevanten Umgebungen tätig sind. Der Verbund wird sich in der Förderphase auf theoretisch-konzeptionelle Grundlagenforschung zur gesundheitlichen Grundbildung (Health Literacy) bei Kindern und Jugendlichen konzentrieren, die Anwendungs- und Praxisorientierung der Ergebnisse aber von Beginn an in Betracht ziehen. Angewandte Forschungsaktivitäten werden Schwerpunkte auf a) Mental Health Literacy (Grundbildung in Bezug auf mentale Gesundheit) und b) eHealth Literacy setzen (Grundbildung in Bezug auf gesundheitsbezogene Mediennutzung). Der HLCA-Verbund setzt sich aus drei Arbeitsblock-Säulen (AB 1–3) zusammen, denen jeweils drei Teilprojekte zugeordnet sind. Die Säulen sind nach Themen gruppiert: Grundlagenforschung (AB 1), angewandte Forschung in den Bereichen Mental Health Literacy (AB 2) und eHealth Literacy (AB 3). Es existieren zwei regionale Cluster: AB 1 wird an der Universität Bielefeld und am Robert Koch-Institut Berlin, AB 2 in Nordrhein-Westfalen (Bielefeld, Paderborn, Duisburg-Essen) und AB 3 in Baden-Württemberg (Freiburg) implementiert. Die Teilprojekte werden von jeweils einem/r oder zwei Projektleiter/innen, die für die Umsetzung des Arbeitsplans verantwortlich sind, koordiniert. Zudem wird in der letzten Projektphase das säulenübergeifende Syntheseprojekt Synth-HLCA aktiviert, um im Verbund generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Empfehlungen für die weitere Forschungs-, Anwendungs- und Praxisorientierung zu übertragen. Ein interner Lenkungsausschuss ist tätig, um Abweichungen der Projektverläufe und -ergebnisse von den Arbeitsplänen zu ermitteln und beratend fungieren zu können. Der HLCA Forschungsverbund wird des Weiteren von einem internationalen wissenschaftlichen sowie einem nationalen Stakeholder Beirat flankiert.

Säule 1 – Grundlagenforschung zu HL

In Säule eins ist die Grundlagenforschung zu Health Literacy mit den Teilprojekten TeCoMo, MoMChild (beide Standort Bielefeld) und MOHLAA (Standort Berlin) angesiedelt. Während TeCoMo sich vornehmlich der konzeptionellen Ebene widmet, entwickeln MoMChild und MOHLAA Messinstrumente, die für die Anwendung im Kindes- und Jugendalter geeignet sind. Die Zielgruppe von MoMChild sind Kinder im Alter von 9–10 Jahren, bei MOHLAA sind es Jugendliche im Alter von 14–17 Jahren. Die Konzipierung von Health Literacy für das Kindes- und Jugendalter soll als Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen der Primärprävention und Gesundheitsförderung dienen.

Teilprojekte

• TeCoMo – Theories, Concepts, and Models on Health Literacy in Childhood and Adolescence
• MoMChild – Methods of Measuring Health Literacy of Children
• MOHLAA- Measurement of Health Literacy Among Adolescents

Säule 2 – Mental Health Literacy

In dieser Arbeitsgruppe erforschen drei Teilprojekte an den Standorten Bielefeld, Duisburg-Essen und Paderborn, deren gemeinsamer Fokus auf Kinder psychisch erkrankter Eltern liegt, unterschiedliche Ansatzpunkte zur Förderung von Mental Health Literacy.

Teilprojekte

• NePP – Bedarf nach Primärprävention und Health Literacy in Familien mit psychisch erkrankten Eltern. (Standorte Paderborn und Bielefeld)
• PROVIDER-MHL – Psychisch erkrankte Eltern und ihre unbelasteten Kinder in der kommunalen sozialen und gesundheitlichen Versorgung. Eine Mehrebenenbefragung. (Standort Bielefeld)
• TEACHER-MHL – Gesundheitsförderung für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Erhebung und Förderung Lehrer/innen-spezifischer Mental Health Literacy. (Standorte Duisburg-Essen und Bielefeld)

Säule 3 – eHealth Literacy

Die Teilprojekte zu eHealth Literacy sind am Standort Freiburg angesiedelt und befassen sich mit der Prävention von Gesundheitsrisiken die mit problematischer Bildschirmmediennutzung verbunden sein können, wie auch mit Fähigkeiten und Kenntnissen, die wesentlich für die Anwendung von technologiebasierten Gesundheitsangeboten sind, welche im Internet bereitgestellt werden und Entscheidungen erleichtern sollen. Darüber hinaus soll ein Beitrag für eine gesundheitsethnologische Jugendforschung geleistet werden, indem untersucht wird, auf welche Weise Gesundheitsthemen in die digitale Alltagskommunikation eingeflochten sind.

Teilprojekte

• Media Protect – Wirksamkeit einer Elternintervention zur Prävention von problematischer TV Mediennutzung bei 4–7-jährigen Kindern. Eine prospektive Cluster-randomisierte Studie
• PrettY – Jugendspezifische Angebote der Gesundheitsförderung. Digitale Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche
• ELMi – eHealth Literacy und Gesundheit von Minoritäten: Eine ethnographische Untersuchung zum gesundheitsbezogenen Nutzen von neuen Medien unter benachteiligten Jugendlichen mit türkischem und afghanischem Migrationshintergrund

Teilprojekte am Standort Bielefeld

Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Universitätsstr. 25
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ullrich Bauer
0521 106-6066
01EL1424A
1.230.042 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Am Standort Bielefeld sind neben der Verbundkoordination drei Teilprojekte (TeCoMo, MoMChild, TEACHER-MHL) direkt angesiedelt, bei zwei weiteren kooperiert die Universität Bielefeld mit dem Standort Duisburg-Essen (PROVIDER-MHL) und dem Standort Paderborn (NePP). Zudem teilt sich der Standort Bielefeld mit Duisburg-Essen die Aufgaben im Projektmanagementbüro, wobei in Bielefeld der wissenschaftliche Aufgabenbereich verortet ist.
Die beiden Grundlagenprojekte TeCoMo und MoMChild widmen sich konzeptionellen und methodischen Fragestellungen, um Health-Literacy-Modelle und -Messinstrumente für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Hierbei werden auch soziale Kontexte und Strukturvariablen berücksichtigt sowie eine ungleichheitsorientierte Perspektive auf den Gegenstand Health Literacy und die Zielgruppe eingenommen. Praxisnahe Modelle und validierte Messinstrumente sollen so dazu beitragen, dass effektive Health-Literacy-Interventionen entwickelt und in unterschiedlichen Settings angewendet werden können. Auf diese Weise soll Health Literacy in Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen integriert werden können.
Das anwendungsbezogen und praxis-nahe Teilprojekt TEACHER-MHL untersucht den aktuellen Stand spezifischer Mental Health Literacy von Lehrkräften in der Gesundheitsförderung für Kinder psychisch erkrankter Eltern, um daran anschließend bedarfsorientiert ein Fortbildungsprogramm zu entwickeln und erproben. Das Kooperationsprojekt PROVIDER-MHL zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Universität Bielefeld ist schwerpunktmäßig an der Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften, am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik angesiedelt.

Teilprojekt am Standort Paderborn

Katholische Fachhochschule Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Abt. Paderborn
Institut für Gesundheitsforschung und soziale Psychiatrie (igsp)
Leostr. 19
33098 Paderborn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Albert Lenz
05251 1225-56
01EL1424B
202.914 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Angesichts des hohen Belastungspotenzials für Kinder psychisch erkrankten Eltern haben primäre Prävention und Gesundheitsförderung eine hohe Bedeutung. Ziel der Studie ist es, Probleme und Herausforderungen für eine kindzentrierte primäre Prävention und Gesundheitsförderung aus der Perspektive der Familien zu identifizieren. Dazu sollen die subjektiven Bedürfnisse der Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil; das familiäre Hilfesuchverhalten und der Einfluss von gesundheitsprägenden sozialen Lebensbedingungen auf die Kompetenz für die psychische Gesundheit analysiert werden. Daraus sollen Einsichten in intrafamiliäre Interaktionsmuster- und -prozesse abgeleitet werden, die Ansatzpunkte für die Entwicklung von Empfehlungen und Interventionen zur Förderung von psychischer Gesundheit in Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil bieten. Das Studiendesign ist qualitativ und biographisch ausgerichtet, bei einer angestrebten Stichprobe von 25 Familien, die mit Hilfe des Praxispartners rekrutiert werden sollen. Die Datenerhebung erfolgt mittels retrospektiver, narrativer und leitfadengestützter Interviews. Eine Evaluation erfolgt nach dem 2. Monat der Erhebung, wobei eine Auswertung zweier Fälle und Diskussion, auch mit externen Experten, vorgesehen ist. Das methodische Vorgehen wird auf Basis dieser Reflektion ggf. modifiziert. Basierend auf einer fallrekonstruierenden Auswertung folgt die Erstellung von Fallportraits, deren Vergleich zur Erkennung signifikanter Parallelen und Unterschiede dient. Nach Zusammenfassung der Fallanalysen und Definierung der Kategorien der Bedürfnisse, werden Empfehlungen für die Praxis und eine Typologie der Bedürfnisse abgeleitet. Nach einer Synthese werden im Rahmen eines Workshops die Ergebnisse vorgestellt, diskutiert und der Transfer in die Praxis eingeleitet. Die Arbeitsschritte Literaturanalyse, Entwicklung der Instrumente, Datenauswertung und Synthese werden in Kooperation mit der Universität Bielefeld bearbeitet.

Teilprojekt am Standort Duisburg-Essen

 

Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Bildungswissenschaften
Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik
Berliner Platz 6-8
45127 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Fabian Kessl
0201 183-3554
01EL1424C
414.526 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Im Teilprojekt PROVIDER-MHL „Psychisch erkrankte Eltern und ihre unbelasteten Kinder in der kommunalen sozialen und gesundheitlichen Versorgung“ stehen institutionelle Perspektiven im Zentrum, die sich auf Bedarfe und Herausforderungen für die Arbeit mit Kindern psychisch erkrankter Eltern beziehen. Das Forschungsinteresse richtet sich neben den professionellen und organisationalen Deutungsweisen in diesem Kontext auf Fragen der Möglichkeiten und der Ausgestaltung (inter-)institutioneller Relationen. Vor dem Hintergrund, dass Kinder psychisch erkrankter Eltern eine Zielgruppe unterschiedlicher Hilfe- und Unterstützungssysteme ausmachen, werden diese als Schnittpunkt(e) und Konfliktlinien fokussiert, an denen (inter-)professionelle und organisationale Zuständigkeiten und Deutungsweisen ausgehandelt werden (müssen). Diese Aushandlungsprozesse werden als Praktiken der Grenzbearbeitung gefasst, durch die AdressatInnen- wie professionsbezogene Grenzen artikuliert, manifestiert als auch irritiert werden. In der letzten Projektphase wird das säulenübergeifende Syntheseprojekte Synth-HLCA am Standort Duisburg-Essen aktiviert, an dem neben Vertretern der Universität Duisburg-Essen (Prof. Dr. Maren A. Jochimsen, Prof. Dr. Jürgen Wasem) auch die Projektkoordination sowie die Projektleiter der Säulen partizipieren werden mit dem Ziel, die während der Laufzeit im Forschungsverbund generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Empfehlungen für die weitere Forschungs-, Anwendungs- und Praxisorientierung zu übertragen.  Zudem ist am Standort Duisburg-Essen das administrative Projektmanagement im Science Support Centre angesiedelt.

 

Teilprojekt am Standort Berlin

Robert Koch-Institut (RKI)
Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring
Fachgebiet 27 Gesundheitsverhalten
General-Pape-Str. 62-66
12101 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Susanne Jordan
030 18754-3670
01EL1424D
354.492 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Das Projekt „Messung der Gesundheitskompetenz von Jugendlichen“ (MOHLAA) hat das Ziel, ein altersspezifisches, validiertes Befragungsinstrument zur Ermittlung der allgemeinen Gesundheitskompetenz von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren zu entwickeln. Das MOHLAA-Projekt besteht aus drei Phasen, in denen das Instrument entwickelt und getestet wird: 1. Phase „Entwicklung“, 2. Phase „Qualitativer Pretest“ und 3. Phase „Quantitativer Pretest (Standard Pretest)“. Je nach methodischer Fragestellung kommen kognitive Tests, Fokusgruppen und standardisierte Befragung zum Einsatz. Mit dem MOHLAA-Erhebungsinstrument soll die Verteilung von Gesundheitskompetenz Jugendlicher in verschiedenen Kontexten erfasst werden. Die Ergebnisse des Projekts einschließlich des MOHLAA-Befragungsinstruments werden der wissenschaftlichen Gemeinschaft vorgestellt und zur Nutzung angeboten. Es ist auch geplant, die Ergebnisse in wissenschaftlichen wie auch in nicht-akademischen internationalen und nationalen Fachzeitschriften zu veröffentlichen.


Teilprojekt Pädagogische Hochschule Freiburg

Pädagogische Hochschule Freiburg
Fakultät für Bildungswissenschaften
Institut für Soziologie und Fachrichtungen Public Health & Health Education
Kunzenweg 21
79117 Freiburg

Leiter:
Tel.:
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer
0761 682-577
Prof. Dr. Eva-Maria Bitzer
0761 682-142
01EL1424E
796.798 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Die 3. Säule im HLCA Verbund, eHealth Literacy (eHL), ist am Forschungsstandort Freiburg angesiedelt und umfasst die angewandte Forschung mit drei Teilprojekten. Media und eHealth Literacy befasst sich mit den Fähigkeiten und Kenntnissen, die wesentlich für die Anwendung von technologiebasierten Gesundheitsangeboten sind. Unter eHealth werden Gesundheitsangebote zusammengefasst, die im Internet bereitgestellt werden und durch verbesserte Technologien eine Auswahl von evidenzbasierten Entscheidungen erleichtern sollen. Das Teilprojekt 7 Media Protect (Eva-Maria Bitzer) befasst sich in Kooperation mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen mit der Evaluation einer Intervention für die Zielgruppe Eltern von Grundschulkindern zur Prävention problematischer Bildschirmmediennutzung. Es handelt sich um eine prospektive randomisierte Cluster Studie. Im achten Teilprojekt PrettY (Uwe H. Bittlingmayer) wird eine systematische Literaturrecherche erstellt, um einen umfassenden theoretischen und ein empirisches Verständnis von eHealth Literacy zu erlangen. Zusätzlich werden digitale Gesundheitsangebote, Websites und Apps, für Kinder und Jugendliche daraufhin analysiert, ob sie zur Herstellung von eHealth Literacy einen Beitrag leisten oder ob sie durch ihre Sprache und Komplexität zu Vergrößerung gesundheitlichen Ungleichheiten führen (Präventionsdilemma). Das neunte Teilprojekt ELMi (Uwe. H. Bittlingmayer) befasst sich mit eHealth Literacy und der Gesundheit von Minderheiten. Es ist eine ethnographische Studie über die gesundheitsbezogene Nutzung neuer Medien für benachteiligte Jugendliche mit einem türkischen und afghanischen Migrationshintergrund.


Verbundprojekt PartKommPlus: Gesunde Kommunen durch integrierte, partizipative Strategien der Gesundheitsförderung

 

Es ist ein wichtiges politisches Ziel der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland, die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Integrierte kommunale Strategien der Gesundheitsförderung spielen dabei eine zentrale Rolle. Integriert heißt, dass alle kommunalen Akteure zusammenarbeiten, um ihre Aktivitäten und Angebote auf einander abzustimmen. Die Akteure sind im Gesundheits- und Sozialwesen oder in weiteren Fachbereichen tätig, die für die Gesundheit relevant sind z. B. Bildung, Stadtentwicklung/-planung, Gesundheitsberichterstattung, Verkehr oder Umwelt. Die Zusammenarbeit soll dazu dienen, den Menschen von Geburt an ein gesundes Leben zu ermöglichen. Der Forschungsverbund PartKommPlus untersucht, wie solche kommunalen Strategien erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden können. Insbesondere werden die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und die Zusammenarbeit betrachtet. Nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis ist von Interesse. Der Verbund besteht aus Partnern in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. PartKommPlus ist ein Projekt des Netzwerks Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet). In der Partizipativen Gesundheitsforschung arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachkräfte und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um besser verstehen zu können, was Menschen gesund hält und was sie krank macht. Auf Grund dieser Erkenntnisse werden Maßnahmen zugunsten der Gesundheit der Bevölkerung entwickelt.

Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Institut für Soziale Gesundheit
Köpenicker Allee 39-57
10318 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Wright
030 501010-910
01EL1423A
1.069.130 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

An der KHSB werden der Verbund koordiniert, und die Ergebnisse aus allen Teilprojekten im Projektbestandteil Integration und Synthese zusammengeführt. Zudem ist hier das Teilprojekt GESUND! angesiedelt. Dies geht den Fragen nach, wie gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten Gesundheitsförderung durchgeführt werden kann und wie integrierte kommunale Strategien inklusiv umgesetzt werden können.

 

Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.
Friedrichstr. 231
10969 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl. Pol. Stefan Pospiech
030 443190-64
01EL1423B
251.582 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

GBB ist in zwei Projektbestandteilen aktiv. Im Teilprojekt „Eltern fragen Eltern“ (ElfE) wird untersucht, wie Familien in schwierigen Lebenslagen gemeinsam mit kommunalen Akteuren gelingende Übergänge in die Kindertagesbetreuung gestalten können. Dazu qualifiziert es in zwei Kommunen Eltern zu „Peer-Forscher/innen". Im Projektbestandteil Integration und Synthese unterstützt der von GBB betreute Bestandteil „inforo.partkommplus" die (interne) Kommunikation des Forschungsverbundes und entwickelt ein Fachmodul für PartKommPlus auf www.inforo-online.de.

 

Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH
Zimmerstr. 13-15
10969 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl.-Ing. Christa Böhme
030 39001-291
01EL1423C
131.359 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Das Difu wird im Projektbestandteil Integration & Synthese in zwei/drei Fallstudien der Teilprojekte Fragen zu Governance näher untersuchen. Arbeitsschritte sind: Präzisierung des Untersuchungsdesign, Auswahl der Fallstudien, Vorortbesuche/-termine in den Fallstudienkommunen, Querauswertung von Ergebnissen der Teilprojekte zu den Fallstudien, Dokumentation der Gesamtergebnisse, Ableitung von kommunalen Handlungsempfehlungen.

 

Alice Salomon Hochschule Berlin
Alice-Salomon-Platz 5
12627 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Theda Borde
030 99245-311
01EL1423D
153.078 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Das Teilprojekt „Eltern fragen Eltern“ (ElfE) untersucht, wie Familien in schwierigen Lebenslagen gemeinsam mit kommunalen Akteuren gelingende Übergänge in die Kindertagesbetreuung gestalten können. Das Teilprojekt qualifiziert im Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Berlin) und in der Kommune Lauchhammer (Brandenburg) Eltern zu „Peer-Forscher/innen", die Bedingungen für gelingende Übergänge in die Kita untersuchen.

 

Landesvereinigung für Gesundheit und
Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Fenskeweg 2
30165 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Thomas Altgeld
0511 38811890
01EL1423E
304.896 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Im Teilprojekt PEPBS wird im Rahmen eines partnerschaftlichen Forschungsprozesses zwischen Evaluierenden und den Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis eine partizipative Evaluation umgesetzt. PEPBS evaluiert Maßnahmen des Präventionsnetzwerks gegen Kinderarmut der Stadt Braunschweig.

 

Robert Koch-Institut (RKI)
Abt. für Infektionsepidemiologie
Seestr. 10
13353 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

MSc Claudia Santos-Hövener
030 18754-3198
01EL1423F
217.846 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Das Robert Koch-Institut berät bei der Nutzung und Analyse von bereits existierenden Datensätzen und Materialsammlungen für Forschungsfragestellungen und unterstützt die Entwicklung und Anpassung von Instrumenten der GBE für die lokale Ebene.  Zwei bis drei Fallstudien-Kommunen werden beratend begleitet und Ergebnisse werden in die Durchführung der Kolloquien integriert.

 

Hochschule Fulda

Fachbereich Pflege und Gesundheit

Leipziger Straße 123

36037 Fulda

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Susanne Kümpers
0661 9640-6411
01EL1423G
335.654 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Das Teilprojekt „Age4Health" wird  gemeinsam mit Fachleuten und  Zielgruppen kommunale Gestaltungsmöglichkeiten für gelingende Beteiligung benachteiligter Älterer im Stadtteil und im ländlichen Raum untersuchen und fördern.

 

Hochschule Esslingen
Institut für angewandte Forschung (IAF)
Flandernstr. 101
73732 Esslingen am Neckar

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Petra Wihofszky
0163 6912437
01EL1423H
378.710 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Im Teilprojekt „Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog“ (KEG) werden Fallstudien in Stadtteilen in Hamburg und Esslingen durchgeführt. KEG erforscht hierbei die Prozesse zur Entwicklung von Gesundheitsstrategien an der Schnittstelle von Wissenschaft, kommunalen Partnern und mitforschenden Praktiker/innen. Wesentliche Schritte im Forschungsprozess sind der Aufbau von intersektoral besetzten Begleitgruppen, die Schulung von Praktiker/innen zu Mitforschenden, die partizipative Entwicklung von Erhebungsinstrumenten, die dialogische Datenerhebung durch die Mitforschenden, die Auswertung und Reflexion in den Begleitgruppen, die Rückkopplung und der Transfer der Ergebnisse in die Stadtteile sowie die fallübergreifende Formulierung von Handlungsempfehlungen

 

Verbundprojekt AEQUIPA: Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern

Gesund, aktiv und selbstbestimmt bis ins hohe Alter zu sein, ist das Ziel vieler Menschen. Ältere Menschen sind aber oftmals chronisch krank, verletzen sich häufiger durch Stürze und büßen häufig einen Teil der aus jungen Jahren gewohnten Gedächtnisleistung ein. Welche Maßnahmen sind geeignet, diese gesundheitlichen Einschränkungen zu verhindern, gar nicht erst entstehen zu lassen oder den Beginn zu verzögern? Eine gezielte Prävention und Gesundheitsförderung könnte dazu beitragen.
Regelmäßige körperliche Aktivität kann ein gesundes Altern unterstützen und die Fähigkeit erhalten, alltägliche Aufgaben selbstständig zu erfüllen. Studien belegen, dass ältere Menschen dieses gesundheitsfördernde Potenzial körperlicher Aktivität nicht ausreichend ausschöpfen. Der Forschungsverbund "AEQUIPA - Körperliche Aktivität, Gerechtigkeit und Gesundheit: Primärprävention für gesundes Altern" möchte dem entgegenwirken und ältere Menschen zu mehr Bewegung motivieren. Spezielle Maßnahmen für ältere Menschen (65+) sollen entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Dafür arbeiten fünf Hochschulen, zwei Forschungsinstitute sowie Akteure aus Praxis und Politik aus Nordwestdeutschland zusammen. Ziel der Maßnahme ist, Forschungskapazitäten und -strukturen in der Präventionsforschung nachhaltig zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Transfer der Forschungsergebnisse aus der Prävention und Gesundheitsförderung in den Alltag zu verbessern. Darüber hinaus soll die wissenschaftliche Exzellenz und die internationale Anschlussfähigkeit sowie Sichtbarkeit der Präventionsforschung in Deutschland befördert werden.

Teilprojekt Technische Universität Chemnitz (TP2 PROMOTE)

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften
Professur Sportpsychologie
Thüringer Weg 11
09126 Chemnitz

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage
0371 531-28610
01EL1522I
155.897 EUR
01.07.2015 - 31.01.2018

Die TU Chemnitz koordiniert das Teilprojekt 2. Ziel von TP 2 „PROMOTE" ist es, verschiedene IT-  und papierbasierte Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität im Alter zu entwickeln, deren Effektivität zu evaluieren und miteinander zu vergleichen. Die Interventionen sind auf das Alter, Geschlecht, den kulturellen Hintergrund und weitere individuelle Merkmale zugeschnitten. Die kurzfristige Wirksamkeit der Interventionen auf physische, psychologische und kognitive Indikatoren gesunden Alterns (z.B. körperliche Fitness, Kognition, Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit, Gesundheitsverhalten) wird in einer randomisierten, kontrollierten Studie erfasst. Darüber hinaus werden subjektive Einschätzungen der körperlichen Aktivität mit objektiven Erfassungen verglichen. Die Effektivität der Interventionen wird in einem randomisierten und kontrollierten Feldversuch getestet, der insbesondere die Effekte körperlicher Aktivität auf physische und kognitive Indikatoren gesunden Alterns erhebt. In den ersten drei Jahren werden die kurzfristigen Effekte der neu entwickelten Interventionen getestet.

 

Teilprojekte BIPS (Koordination, TP1, TP2, C.1)

Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS GmbH
Achterstr. 30
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hajo Zeeb
0421 218-56900
01EL1422A
689.038 EUR
01.02.2015 - 28.02.2018

Ziel ist es, primärpräventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen für ältere Menschen (65+) zu entwickeln, implementieren und evaluieren, die auf körperlicher Aktivität basieren. Hierdurch soll ein entscheidender Beitrag zur Evidenzbasierung von bewegungsorientierten, gesundheitsfördernden Maßnahmen für gesundes Altern geleistet werden. Des Weiteren sollen neue Erkenntnisse über umweltbezogene, soziale, kontextuelle und individuelle Bedingungen für körperliche Aktivität bei Personen der Altersgruppe 65+ gewonnen werden. Darüber hinaus sollen neue Ansätze für ein besseres Verständnis und eine Überprüfung des Einflusses der präventiven Bewegungsinterventionen auf die gesundheitliche Gleichheit entwickelt werden. Zudem soll die Rolle neuer Technologien zur Unterstützung körperlicher Aktivität bei älteren Menschen untersucht werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird das Netzwerk einen integrierten Ansatz entwickeln, der Stadtplanung und Public Health in der Förderung körperlicher Aktivität und Mobilität miteinander verbindet. Übergreifende Netzwerkaktivitäten umfassen ein Doktorandenprogramm und ein Methodenprojekt zu Gleichheit und zu Genderaspekten. Das BIPS ist für die Verbundkoordination, das Graduierten-Programm und das Teilprojekt (TP) 1 "Ready to Change" verantwortlich. In TP 1 wird die Wirksamkeit und Kosteneffektivität von Maßnahmen zur Steigerung der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft am Beispiel einer Bewegungsintervention für vulnerable ältere Menschen untersucht. Darüber hinaus werden Gründe für die Nicht-Teilnahme von älteren Menschen an Bewegungsinterventionen analysiert. Zudem ist das BIPS an TP 2 "PROMOTE" beteiligt, in dem IT- und papierbasierte Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität im Alter entwickelt, evaluiert und miteinander verglichen werden.

 

Teilprojekte Uni Bremen (TP1, TP3, TP4, TP5, C.2)

Universität Bremen
Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)
Grazer Str. 4
28359 Bremen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Karin Bammann
0421 218-68873
01EL1422B
1.003.288 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Die Arbeitsgruppen der Uni Bremen sind für die Durchführung des Teilprojektes (TP) 3  "OUTDOOR-ACTIVE", des TP 5 "AFOOT" und des Methodenprojektes EQUAL (TP C.2) verantwortlich. Ziel von "OUTDOOR-ACTIVE" ist die Förderung der körperlichen Outdoor Aktivität bei älteren Erwachsenen. Hierzu wird mit einem partizipatorischen Ansatz ein Interventionsprogramm entwickelt. Anschließend wird das entwickelte Gesundheitsförderungsprogramm implementiert und evaluiert sowie die Voraussetzungen für eine Übertragbarkeit analysiert. Das TP "AFOOT" verfolgt einen integrierten Ansatz von Public Health und Stadtplanung. Ein Kernziel ist, Konzepte zur Stadtentwicklung und Merkmale für Fußgänger-/Fahrradfreundlichkeit zu identifizieren. Hierdurch soll ein Beitrag zur Planung bzw. Gestaltung eines attraktiven, gesundheitsförderlichen Wohnumfeldes für ältere Menschen in Klein- und Mittelstädten geleistet werden, welches auch soziale Ungleichheiten im Hinblick auf Umweltgerechtigkeit berücksichtigt. Das Querschnittsprojekt EQUAL soll neue Methoden und Konzepte zur Analyse von Ungleichheitseffekten bei bevölkerungsbezogenen Bewegungsinterventionen für ältere Menschen liefern. Darüber hinaus bietet es die methodische Beratung der Teilprojekte zu soziokulturell sensiblen Interventionsansätzen. Zudem ist die Uni Bremen für die Analyse der Gründe zur Nicht-Teilnahme von Älteren an Angeboten zur Bewegungsförderung im TP 1 "Ready to change" verantwortlich. Darüber hinaus führt sie die ökonomischen Analysen in TP 4 "Technology" durch.

 

Teilprojekte OFFIS (TP1, TP2, TP4)

OFFIS e. V.
Escherweg 2
26121 Oldenburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Susanne Boll
0441 9722-213
01EL1422C
173.788 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

OFFIS e.V. ist für das Teilprojekt (TP) 4 "Technology" verantwortlich. Ziel ist, die Potenziale und Probleme beim Einsatz innovativer Technologien im Rahmen der Primärprävention zu untersuchen. Hierzu wird eine Kombination von Sensoren zur Unterstützung präventiver Maßnahmen entwickelt und technologiegestützte Interventionen am Beispiel der Prävention des schleichenden funktionellen Abbaus im Alter evaluiert. OFFIS e.V. ist zudem an der Entwicklung neuer Interventionstechnologien in den TP1 und 2 beteiligt. Die entwickelten Technologien werden in einem mehrstufigen Prozess in verschiedenen Studien des AEQUIPA-Projektes genutzt und für neue primärpräventive Interventionen zur Verfügung gestellt.

 

Teilprojekt Uni Oldenburg (TP4 Technology)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Ammerländer Heerstr. 140
26129 Oldenburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Hein
0441 798-4450
01EL1422D
256.804 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Ziel des Teilprojektes 4 "Technology" ist es, die Potenziale und Probleme beim Einsatz innovativer, vernetzter Technologien im Rahmen der Primärprävention zu untersuchen. Hierzu wird eine Kombination von Sensoren zur Unterstützung präventiver Maßnahmen entwickelt und technologiegestützte Interventionen am Beispiel der Prävention des schleichenden funktionellen Abbaus im Alter evaluiert. Das Teilprojekt führen die Arbeitsgruppen an der Uni Oldenburg gemeinsam mit den Verbundpartnern OFFIS e.V. und der Jade Hochschule Wilhemshaven/Oldenburg/Elsfleth durch.

 

Teilprojekte Jade Hochschule (TP2, TP4)

Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth
Standort Oldenburg
Fachbereich Bauwesen und Geoinformation
Abt. Technik und Gesundheit für Menschen
Ofener Str. 16/19
26121 Oldenburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Frauke Koppelin
0441 7708-3742
01EL1422E
171.348 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Die Jade Hochschule ist an den Teilprojekten (TP) 2 und 4 beteiligt. Ziel von TP 2 "PROMOTE" ist es, IT-  und papierbasierte Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität im Alter zu entwickeln, deren Effektivität zu evaluieren und miteinander zu vergleichen. Ziel des Teilprojektes 4 "TECHNOLOGY" ist es, die Potenziale und Probleme beim Einsatz innovativer Technologien im Rahmen der Primärprävention zu untersuchen. Hierzu wird eine Kombination von Sensoren zur Unterstützung präventiver Maßnahmen entwickelt und technologiegestützte Interventionen am Beispiel der Prävention des schleichenden funktionellen Abbaus im Alter evaluiert. Die Jade Hochschule ist in den beiden Teilprojekten insbesondere für die Evaluierung der Interventionen/Technologien mittels Fokusgruppenbefragungen und Interviews verantwortlich sowie für die Probandenrekrutierung. Die Evaluation erlaubt die Ableitung von Empfehlungen für die Verbesserung der Interventionen (u.a. hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit) für verschiedene Zielgruppen.

 

Teilprojekt Jacobs Universität Bremen (TP2 PROMOTE)

Jacobs University Bremen gGmbH
Campus Ring 1
28759 Bremen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage
0421 200-4761
01EL1422F
227.639 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Die Jacobs Universität Bremen ist an Teilprojekt 2 beteiligt. Ziel von TP 2 "PROMOTE" ist es, verschiedene IT-  und papierbasierte Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität im Alter zu entwickeln, deren Effektivität zu evaluieren und miteinander zu vergleichen. Die Interventionen sind auf das Alter, Geschlecht, den kulturellen Hintergrund und weitere individuelle Merkmale (Motivation, das bisherige Verhalten, Stadien der Verhaltensänderung) zugeschnitten. Die kurzfristige Wirksamkeit der Interventionen auf physische, psychologische und kognitive Indikatoren gesunden Alterns (z.B. körperliche Fitness, Kognition, Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit, Gesundheitsverhalten) wird in einer randomisierten, kontrollierten Studie erfasst. Darüber hinaus werden subjektive Einschätzungen der körperlichen Aktivität mit objektiven Erfassungen verglichen.

 

Teilprojekt TU Dortmund (TP5)

Technische Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung
Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
August-Schmidt-Str. 10
44227 Dortmund

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Sabine Baumgart
0231 755-2258
01EL1422G
135.310 EUR
01.02.2015 - 30.09.2017

Das Teilprojekt 5 "AFOOT" verfolgt einen integrierten Ansatz von Public Health und Stadtplanung. Ein Kernziel ist, Konzepte zur Stadtentwicklung und Merkmale für Fußgänger-/Fahrradfreundlichkeit zu identifizieren. Hierdurch soll ein Beitrag zur Planung bzw. Gestaltung eines attraktiven, gesundheitsförderlichen Wohnumfeldes für ältere Menschen in Klein- und Mittelstädten geleistet werden, welches auch soziale Ungleichheiten im Hinblick auf Umweltgerechtigkeit berücksichtigt. Hierzu werden Dokumentenanalysen, Experteninterviews sowie inter- und transdisziplinäre Workshops durchgeführt. Die Implementation wird in Form von Planspielen simuliert. Als Ergebnis soll ein Leitfaden zur "Bewegungsförderung bei älteren Menschen in Klein- und Mittelstädten" erarbeitet werden, der die jeweiligen institutionellen und verwaltungsorganisatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Das Teilprojekt führt die Arbeitsgruppe an der TU Dortmund in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen durch. Die beiden Arbeitsgruppen bringen ihre Expertise und Perspektiven aus den Fachdisziplinen Raumplanung bzw. Public Health ein.

 

Verbundprojekt CAPITAL4HEALTH: Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung

CAPITAL4HEALTH will unterschiedliche Bevölkerungsgruppen über die gesamte Lebensspanne hinweg zu einem aktiven Lebensstil befähigen. Die Möglichkeiten hierzu sollen sowohl auf der Ebene des Einzelnen wie auch der Ebene von relevanten Einrichtungen wie Schulen oder Kommunen erforscht werden. In den verschiedenen Teilprojekten werden Interventionen zur Förderung eines aktiven Lebensstils entwickelt, in der Praxis umgesetzt und wissenschaftlich bewertet. Das Vorhaben in Erlangen soll in erster Linie die methodologischen und theoretischen Grundlagen des spezifischen Forschungsansatzes weiterentwickeln und in den Teilprojekten des Verbundes verankern. Darüber hinaus soll in den Erlangener Teilvorhaben die Bewegungskompetenz von Schülern und Berufsschülern erforscht und verbessert werden. Regionale Partnerinnen und Partner aus Politik und Praxis sorgen für die Übertragung der Forschungsergebnisse in die verschiedenen Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger.

Teilvorhaben Universität Erlangen-Nürnberg

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
Department Psychologie und Sportwissenschaften
Institut für Sportwissenschaft und Sport
Gebbertstr. 123b
91058 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alfred Rütten
09131 85-25001
01EL1421A
1.207.548 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

CAPITAL4HEALTH zielt auf die Entwicklung und Erforschung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und professionellen Akteuren sowie von strukturellen Kapazitäten auf organisationeller und Systemebene. Der regional-fokussierte transdisziplinäre Verbund besteht aus Forschungseinrichtungen (universitär- und außeruniversitär, national und international) sowie Praxis- und Politikpartnern. Fünf empirische Teilprojekte entwickeln, implementieren und evaluieren Interventionen zur Förderung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile in der gesamten Lebensspanne und bei unterschiedlichen professionellen Akteuren sowie strukturelle Kapazitäten in relevanten Settings. Zwei Querschnittsprojekte bezogen auf a) Konzepte und Methoden der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten und interaktiven Wissensaustausch sowie b) Evaluation dieser Prozesse und verwandter Wirkungen zielen darauf, zur Gesundheitsförderungsforschung in den Bereichen Theorieentwicklung, Methodenentwicklung und Evaluation beizutragen. Arbeitsschritte sind 1) Erprobung unterschiedlicher Interventionsansätze zur Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei Bevölkerungsgruppen, Multiplikatoren, Entscheidungsträgern und Forschern. 2) Vergleichende Analysen über Settings hinweg hinsichtlich Kapazitätsentwicklung und interaktivem Wissensaustausch. 3) Entwicklung dekontextualisierter Theorien und Methoden auf Basis der empirischen Teilprojekte. 4) Entwicklung innovativer Evaluationsansätze für Prozesse und Wirkungen interaktiven Wissensaustausch und Kapazitätsentwicklung.

 

Teilvorhaben Uni Frankfurt: Entwicklung und Evaluation eines Netzwerks zur Bewegungsförderung von älteren Menschen im Quartier Wohnstift

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
FB 05 Psychologie und Sportwissenschaften
Institut für Sportwissenschaften - Sportmedizin
Ginnheimer Landstr. 39
60528 Frankfurt am Main

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer
069 798-24543
01EL1421B
160.976 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Projektziel ist die Vermittlung bewegungsbezogenen Handlungs-/Effektwissens sowie die Heranführung an Bewegungsaktivitäten/-angebote und Bindung an einen körperlich aktiven Lebensstil von älteren Menschen im Quartier Wohnstift. Dies soll durch 1) die Implementierung eines zielgruppenspezifischen, evidenzbasierten Beratungsangebots zur Förderung von körperlicher Aktivität für Bewohner und 2) die Entwicklung, Implementierung und formative Evaluation einer Multiplikatorenschulung für assoziierte Hausärzte und weitere Gesundheitsprofessionen erfolgen. Begleitend wird ein Leitbild „Bewegtes Wohnstift" unter Beteiligung aller Zielgruppen entwickelt. Es folgt eine zweiteilige Implementierungsstudie mit begleitender partizipativer Entwicklung eines Leitbilds "Bewegtes Wohnstift”: Teil 1 - Adaptiertes "Frankfurter Beratungs-Modell”: Prozess- und Ergebnisevaluation eines für die Zielgruppe älterer Menschen adaptierten Beratungskonzepts in drei Wohnstiften. Implementierungsziele sind der Aufbau einer Datenbank lokaler Bewegungsangebote, die Installation von Vor-Ort-Gruppen- sowie Individualberatung/-vermittlung und -begleitung in gesundheitsförderliche körperliche Aktivität mit flankierenden Aktions- und Kennenlernangeboten. Zur Ergebnisevaluation wird die Zielgruppenerreichung (Anzahl und Häufigkeit der Inanspruchnahme von Informations- und Beratungsangeboten, Anzahl Bewegung auf Rezept) und die Wirksamkeit (Zufriedenheit mit Beratungsangebot, Teilnahmerate Gesundheitssportangebote, Anzahl Aktivitätsaufnahme) geprüft. Teil 2 – Multiplikatorenschulung: Entwicklung, Implementierung und multi-methodale formative Evaluation einer Multiplikatorenschulung für mit den Wohnstiften assoziierte Ärzte und Gesundheitsprofessionen. Geprüft werden a) Implementierungsziele, d.h. die Zielgruppenerreichung (Inanspruchnahme der Schulungsangebote) und b) Wirksamkeitsziele (Bewertung der Angebote, subjektiver Nutzen, Handlungskompetenz, Handlungsoptionen).

 

Teilvorhaben Uni Augsburg: Gesundheit und Fitness im Sportunterricht: Implementation in Schule und Lehrerbildung

Universität Augsburg
Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät
Institut für Sportwissenschaft
Universitätsstr. 3
86135 Augsburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck
0821 598-2800
01EL1421C
110.410 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Das Gesamtziel des Teilprojekts Health.edu ist die nachhaltige Entwicklung sportbezogener Gesundheitskompetenz von Schülern. Teilziele beziehen sich auf 1) die Implementation des Themas Gesundheitsförderung im Sportunterricht, 2) in der I. und II. Phase der Sportlehrerbildung sowie 3) auf die Validierung eines Instruments zur Erfassung sportbezogener Gesundheitskompetenz von Schülern. Das Teilprojekt Health.edu besteht aus acht Workpackages und daraus abgeleiteten Meilensteinen. Nach einer Bestandsaufnahme in den Settings Schule, I. Phase (Universität) und II. Phase (Seminarschulen) erfolgt eine Intervention (Kooperative Planung, Umsetzung, Sicherung der Nachhaltigkeit) und Evaluation in diesen Settings. Das Teilvorhaben in Augsburg übernimmt schwerpunktmäßig die Phasen I und II des Vorhabens, also also die Implementation und Evaluation der Intervention bei den beteiligten Lehrkräften.

 

Teilprojekt Uni Bayreuth: TP Health.edu: Gesundheit und Fitness im Sportunterricht: Implementation in Schule und Lehrerbildung; TP Action for men: Kapazitätsaufbau im Gemeindesetting: Förderung der Teilnahme von Männern 40+ an Angeboten für körperlich-sportliche Aktivität

Universität Bayreuth
Kulturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Sportwissenschaft III
Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports
Universitätsstr. 30
95447 Bayreuth

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Susanne Tittlbach
0921 55-3487
01EL1421D
231.264 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Das Gesamtziel des Teilprojekts Health.edu ist die nachhaltige Entwicklung sportbezogener Gesundheitskompetenz von Schülern. Teilzeile beziehen sich auf 1) die Implementation des Themas Gesundheitsförderung im Sportunterricht, 2) in der I. und II. Phase der Sportlehrerbildung sowie 3) auf die Validierung eines Instruments zur Erfassung sportbezogener Gesundheitskompetenz von Schülern. TP Action for men: 1) Implementierung eines Kapazitätsaufbauprozesses in zwei Gemeinden durch nachhaltige Etablierung von Arbeitsgruppen mit Schlüsselpersonen der Gemeinde  zur Förderung körperlich-sportlicher Aktivität bei Männern 40+; 2) Unterstützung der Arbeitsgruppen bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für körperlich inaktive Männer 40+; 3) Anwendung eines Mixed-Methods-Ansatzes (quantitativ und qualitative Methoden) zur Prozess- und Ergebnisevaluation dieser komplexen Intervention.

 

QueB - Qualität entwickeln mit und durch Bewegung. Entwicklung von Kitas zu einem gesundheitsförderlichen Setting durch ein prozessorientiertes Zertifizierungsverfahren.

Teilvorhaben der Hochschule Coburg

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg
Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften (IaG)
Friedrich-Streib-Str. 2
96450 Coburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Holger Hassel
09561 317-513
01EL1421E
136.496 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Teilvorhaben TU-Chemnitz

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Institut für Psychologie
Professur für Allgemeine und Biopsychologie
Wilhelm-Raabe-Str. 43
09120 Chemnitz

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich
0176 97656685
01EL1421F
195.430 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Das Vorhaben verfolgt folgende Kernziele: 1) Optimierung der Kitas im Bereich Bewegung und Gesundheit durch einen Organisationsentwicklungsprozess; 2) Partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung eines prozessorientierten Zertifizierungsverfahrens (ZV); 3) Entwicklung von APPs zur Selbstevaluation. Die Entwicklung, Erprobung und nachhaltige Umsetzung des Unterstützungsprozesses (Intervention) soll in drei Schritten erfolgen: Phase 1: Entwicklung des Zertifizierungsverfahrens (12 Monate) - Arbeitspaket (AP) 1: Entwicklung der Unterstützungsmaßnahmen;  AP 2: Rekrutierung der Kitas mit Hilfe der Praxispartner; AP 3: Erstellen eines Orientierungsrahmens; AP 4: Entwicklung der Evaluationsinstrumente; AP 5: Katalogisierung der Angebote; Phase 2: Durchführung des prozessorientierten ZV (18 Monate) AP 6 & 7: Durchführung & Evaluation des ZV; Phase 3: Verstetigung der Intervention und Veröffentlichung der Ergebnisse (6 bzw. 12 Monate); AP 8: Nachhaltigkeit sicherstellen; AP 9: Projektergebnisse verfassen und AP 10: Verbreitung. Die Hochschule Coburg ist in allen drei Phasen am Vorhabenverlauf beteiligt. Das Teilvorhaben der TU-Chemnitz ist primär mit der Umsetzung der Arbeitspakete in der Studienphase 1 und 3 beschäftigt.

Entwicklung bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- und KFZ-Mechatronikauszubildenden durch Entwicklung und Implementierung einer bewegungsbezogenen Intervention für Auszubildende sowie einer interprofessionellen Bildungssystematik für Entscheidungsträger

F-BB Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gemeinnützige GmbH
Rollnerstr. 14
90408 Nürnberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ottmar Döring
0911 27779-14
01EL1421G
97.228 EUR
01.06.2015 - 31.01.2018

Ziel ist die Entwicklung bewegungsbezogener Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- & KFZ-Mechatronikauszubildenden. Dazu werden a) eine bewegungsbezogene Intervention für Auszubildende und b) eine interprofessionelle Bildungssystematik für Entscheidungsträger basierend auf den individuell identifizierten Bedürfnissen im Setting der beruflichen Ausbildung entwickelt, implementiert und hinsichtlich ihrer Wirkung auf die bewegungsbezogene Gesundheitskompetenz uind weiterer definierter Zielparameter evaluiert. Zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und des Transfers, sind kooperative Planungsprozesse unter Beteiligung der Zielgruppe sowie von Akteuren aus Wissenschaft und Politik ein integraler Bestandteil in der Entwicklung beider Interventionen. Weiterhin werden eine querschnittliche Befragung zur bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz bei Krankenpflege- & KFZ-Mechatronikerauszubildenden sowie teilstrukturierte Interviews mit Auszubildenden und zentralen Entscheidungsträgern beruflicher Ausbildung in Bayern durchgeführt.

Teilvorhaben Uni Regensburg: Action for men und EVA: 1) EVA: Evaluation des Capability-Aufbaus in einem interaktiven Wissenstransfer-Netzwerk zur Gesundheitsförderung; 2) ACTION for men: Förderung der Teilnahme von Männern 40+ an Angeboten für körperlich-sportliche Aktivität.

Universität Regensburg
Klinikum - Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Julika Loss
0941 944-5220
01EL1421H
493.837 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Ziele des Teilprojekts EVA sind: Entwicklung und Anwendung eines Bezugsrahmens a) für methodologische Beratung, Prozessbegleitung und Prozessevaluation; b) zur Ergebnisevaluation der Entwicklung von Capabilities in Bezug auf das Erzielen eines körperlich aktiven Lebensstils; c) zur Evaluation des Kapazitätsaufbauprozesses und d) zur gesundheitsökonomischen Evaluation von Interventionen im Rahmen der CAPITAL4HEALTH Teilprojekte. Ziele des Teilprojektes ACTION for men sind: a) Implementierung eines Kapazitätsaufbauprozesses in zwei Gemeinden durch nachhaltige Etablierung von AG's mit Schlüsselpersonen der Gemeinde  zur Förderung körperlich-sportlicher Aktivität bei Männern 40+; b) Unterstützung der AG's bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten für körperlich inaktive Männer 40+; c) Anwendung eines Mixed-Methods-Ansatzes (quantitativ und qualitative Methoden) zur Prozess- und Ergebnisevaluation dieser komplexen Intervention. Arbeitsschritte für das Projekt EVA sind: Prozessbegleitung und Prozessevaluation: Durchführung der Literaturrecherche, Entwicklung der Erhebungsinstrumente, Qualitätskontrolle der Erhebungen mittels Interviews und Erhebungsbögen; Veränderung der Capabilities und Kapazitäten: Erstellung eines methodologischen Bezugssystems für den Kapazitätsaufbau, Monitoring der Datenerhebung, Analyse der Daten mittels qualitativer und quantitativer Methoden; Gesundheitsökonomische Evaluation: Erarbeitung eines methodologischen Bezugssystems für die gesundheitsökonomische Evaluation, Monitoring der Datenerhebung, Analyse und Interpretation der Ergebnisse. Arbeitsschritte für das Projekt ACTION for men sind: Kapazitätsaufbauprozess in Gemeinden: Etablierung von AG's mit Schlüsselpersonen; Einsatz von Methoden zu Partizipation und Wissenstransfer; Förderung der Entwicklung von Angeboten zu körperlich-sportlicher Aktivität für Männer 40+; Prozess- und Ergebnisevaluation: Evaluation zu Gruppenprozess und -ergebnis mittels qualitativer Methoden; Bedarfs- und Barrierenanalyse sowie Evaluation der Motivationsänderung mittels Fokusgruppen und standardisierter Befragung.

 

Teilprojekt: PATEN, Universität Würzburg: Entwicklung und Evaluation eines Netzwerks zur Bewegungsförderung von älteren Menschen im Quartier Wohnstift

Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Medizinische Fakultät
Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie
Rehabilitationswissenschaften
Klinikstr. 3
97070 Würzburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Hermann Faller
0931 31-82657
01EL1421I
195.842 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Projektziel ist die Vermittlung bewegungsbezogenen Handlungs-/Effektwissens sowie die Heranführung an Bewegungsaktivitäten/-angebote und Bindung an einen körperlich aktiven Lebensstil von älteren Menschen im Quartier Wohnstift. Dies soll durch 1) die Implementierung eines zielgruppenspezifischen, evidenzbasierten Beratungsangebots zur Förderung von körperlicher Aktivität für Bewohner und 2) die Entwicklung, Implementierung und formative Evaluation einer Multiplikatorenschulung für assoziierte Hausärzte und weitere Gesundheitsprofessionen erfolgen. Begleitend wird ein Leitbild „Bewegtes Wohnstift" unter Beteiligung aller Zielgruppen entwickelt.

 

Verbundprojekt SMARTACT

Ziel des Verbundvorhabens SMARTACT ist es, mit Hilfe des Einsatzes mobiler Technologien (Smartphones) das Gesundheitsverhalten der Menschen langfristig zu verbessern. Hierzu sollen die verschiedenen Lebensumwelten der Menschen einbezogen werden, wie etwa Familie und Arbeitsplatz. Entscheidendes Veränderungspotenzial im Gesundheitsverhalten wird in den Bereichen Ernährung und körperliche Aktivität gesehen. Im Zentrum des Verbundes steht die Entwicklung und Erprobung der sog. SAMRTACT-Toolbox, die eine unmittelbare Rückmeldung zum ausgeführten Gesundheitsverhalten ermöglicht. Darüber hinaus soll diese SAMRTACT-Toolbox auch gesundheitsökonomisch evaluiert werden.

TP: Verbundkoordination, 1, 2 , 3, 6 und 7: Individuelle und kontext-basierte Interventionen in Echtzeit zur Förderung des normalen Ernährungsverhaltens und der körperlichen Aktivität unter Einsatz mobiler Technologien

Universität Konstanz
Fachbereich Psychologie
Arbeitsgruppe Psychologische Diagnostik
Universitätsstr. 10
78464 Konstanz

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Britta Renner
07531 88 4679
01EL1420A
1.871.770 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Ziel innerhalb des Projektes SMARTACT ist es, in Form einer open-access Toolbox Interventionen zu entwickeln und zu testen, mit denen das gesunde Ernährungsverhalten und die körperliche Aktivität unter Einsatz mobiler Technologie gefördert werden. Die Universität Konstanz führt die Teilprojekte Verbundkoordination, 1, 2, 3, 6 und 7 durch. Die Konstanzer Life-Studie (TP 1) stellt Daten zu Baseline und Follow-up der an den Interventionsstudien teilnehmenden Personen bereit. Die Teilprojekte 2 SMARTMOTIVE und 3 SMARTEMOTION entwickeln Interventionen zur Förderung des Gesundheitsverhaltens, die auf individuellen Verhaltensmustern und deren psychologischen und situativen Determinanten („trigger") sowie deren zeitlichem Zusammenspiel („timing signature") basieren. In Teilprojekt 6 SMARTMOBILITY werden die einzelnen Module der SMARTACT Toolbox für die mobile Anwendung technisch umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Teilprojekt 7 SMARTECONOMICS betrachtet die Kosteneffizienz der entwickelten Instrumente aus gesundheitsökonomischer Perspektive. SMARTACT umfasst zwei übergeordnete thematische Bereiche: SMARTFOOD (TP1-3) und SMARTMOVE (TP 5 & 4) sowie die zwei methodischen Bereiche SMARTMOBILITY (TP 6) und SMARTECONOMICS (TP 7), die zur Entwicklung der SMARTACT-Toolbox und deren ökonomischer Beurteilung dienen. In Teilprojekt 1, der Konstanzer Life-Studie, werden für die Evaluierung gesundheitsbezogene Daten in Form einer prospektiven Studie mit 3 Messzeitpunkten erfasst (Baseline Monate 13/14, erster Follow-up in den Monaten 29/30, zweiter in den Monaten 65/66). In der Zeit zwischen den Erhebungen von Teilprojekt 1 werden die mobilen Interventionen in unterschiedlichen Kontexten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Monaten 15 bis 28 von den Teilprojekten 2 bis 5 durchgeführt. Die Monate 31 bis 36 dienen der Datenanalyse und der Vorbereitung wissenschaftlicher Publikationen.

 

TP 5: SMARTJOB - Mobile Echtzeitinterventionen im Arbeitskontext

Universität Mannheim
Fakultät für Sozialwissenschaften
Fachbereich Psychologie
Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie
Schloss - Ehrenhof Ost

68161 Mannheim

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Sabine Sonnentag
0621 181-2117
01EL1420B
359.878 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

SMARTJOB als Teil des Verbundvorhabens SMARTACT verfolgt das Ziel, mobile Interventionen zur Förderung der körperlichen Aktivität und der gesunden Ernährung am Arbeitsplatz zu entwickeln und zu testen. Dabei sollen zwei im Arbeitskontext leicht anwendbare Interventionen verglichen und mit einer "Standard Care" Kontrollgruppe kontrastiert werden. SMARTJOB zielt außerdem darauf ab zu prüfen, inwieweit spezifische Merkmale des Arbeitskontexts (Arbeitsstressoren, Organisationales Gesundheitsklima) die Wirksamkeit mobiler Interventionen beeinflussen. SMARTJOB basiert auf einer randomized-control Studie mit drei Gruppen: 1) Kontrollgruppe ohne Intervention „Standard Care" (SC), 2) mobile arbeitsbezogene Intervention zur Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung am Arbeitsplatz mittels Intentionsbildung, Handlungsplanung und Handlungskontrolle, und 3) mobile arbeitsbezogene Intervention zur Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung am Arbeitsplatz mittels Intentionsbildung, Handlungsplanung und Handlungskontrolle mit zusätzlichen motivierenden Triggern, die auf Stressprofilen basieren. Beide mobile Interventionen werden auf Smartphones implementiert und beinhalten individualisiertes Feedback.

 

TP 4: Mobile familien-basierte Intervention zur Förderung des Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Engler-Bunte-Ring 15
76131 Karlsruhe

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alexander Woll
0721 608-41661
01EL1420C
317.900 EUR
01.02.2015 - 31.01.2018

Ziel des Forschungsprojektes SMARTFAMILY als Teil des Verbundvorhabens SMARTACT ist es, den Einfluss der familiären Umwelt auf das alltägliche Gesundheitsverhalten, insbesondere Ernährung und körperliche Aktivität, zu untersuchen. Hierbei wird eine familienbasierte Intervention entwickelt, die das Aktivitäts- und Ernährungsverhalten der Familienmitglieder fördert. SMARTFAMILY richtet sich an zwei Ebenen: das einzelne Familienmitglied (individuelle Ebene) und die Familie als Ganzes (Umweltebene). Durch die Kombination der beiden Interventionsebenen ist es möglich, individuelle Veränderungen des Verhaltens in den sozialen Kontext einzubetten und dort zu verankern. Dies sollte die Nachhaltigkeit der Veränderungen auf individueller Ebene verbessern. Die Intervention hat zum Ziel, relevante familienbezogene Variablen (z.B. gesundheitsbezogenes Familienklima, Kompetenz, Zufriedenheit, Zusammenhalt) sowie individuelle Faktoren zu beeinflussen, um das individuelle Aktivitäts- und Ernährungsverhaltens zu verbessern. Die Intervention soll in „Echtzeit" über ein mobiles, smartphone-basiertes Tool erfolgen. In den Monaten 1 bis 12 wird die Intervention entwickelt, modifiziert und erprobt. Die Baseline-Datenerhebung im Rahmen der Konstanzer Life-Studie findet in den Monaten 13 und 14 statt (siehe Teilprojekt 1 des Verbundprojektes SMARTACT). Die Intervention wird in den Monaten 15 bis 28 durchgeführt. Die Dateneingabe und -bereinigung ist in Monat 30 abgeschlossen, Datenanalysen sind ab Monat 21 geplant. Die Vorbereitung von Manuskripten erfolgt von Monat 31 bis 36.

 

Abgeschlossene Vorhaben


 

 

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