2013 - 2016
Validierung der Auswirkung von genetischen Aberrationen und der genetischen Variation der Patienten bei der Akuten Lymphoblastischen Leukämie im Kindesalter (TRANSCALL)
Die Akute Lymphoblastische Leukämie (T-ALL) ist eine Blutkrebs-Untergruppe, die bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Patienten, die trotz einer zunächst erfolgreich durchgeführten Therapie einen Rückfall erleiden, haben eine besonders schlechte Prognose. Es ist daher bei dieser Form der Leukämie besonders wichtig, bereits zu Beginn der Behandlung das individuelle Risiko für einen Rückfall zu bestimmen. Bei Patienten mit einem hohen Rückfallrisiko kann dann von vorne herein eine intensivere Chemotherapiebehandlung angewendet werden, um das Rückfallrisiko zu minimieren.
Teilprojekt Heidelberg
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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Abteilung Pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie
Im Neuenheimer Feld 430
69120 Heidelberg
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Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Martina Muckenthaler
06221 56-6923
01KT1313
300.079 EUR
01.07.2013 - 30.04.2017
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In diesem Projekt werden spezifische biologische Merkmale (Biomarker) bei der Akuten Lymphoblastischen Leukämie (T-ALL) erforscht. Solche Biomarker sind zum Beispiel bestimmte veränderte Gen-Abschnitte im Erbgut. Bisherige Analysen zeigen, dass T-ALL-Patienten mit aktivierenden Mutationen im NOTCH-Rezeptor-Gen sowie inaktivierenden Mutationen im FBXW7-Gen bereits besonders gute Heilungsaussicht aufweisen, wenn sie mit einer vergleichsweise wenig intensiven Chemotherapie behandelt werden. Dagegen sprechen T-ALL-Patienten mit Mutationen im PTEN-Gen sehr schlecht auf eine Therapie an. Bei solchen Patienten könnte von vorne herein eine intensivere oder zielgerichtete Therapie angewendet werden, um das Rückfallrisiko zu minimieren. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist daher die Validierung dieser Biomarker und Identifikation weiterer Biomarker, mit deren Hilfe bereits zu Beginn der Behandlung das individuelle Risiko für einen Rückfall bestimmt werden kann. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Forschungsverbundes TRANSCALL, in dem Arbeitsgruppen aus fünf europäischen Partnerstaaten zusammenarbeiten. Für eine hohe Zuverlässigkeit der Studienergebnisse ist eine hohe Probenanzahl von Patienten mit T-ALL notwendig. Die hohe Probenanzahl wird dadurch gewährleistet, dass jeder Projektpartner in dem internationalen Konsortium ein bestimmtes Kontingent an national vorhandenen Proben untersucht.
Prospektive Validierung von Biomarkern in Ewing Sarkomen (PROVABES)
In dem Verbundprojekt PROVABES erforschen Wissenschaftler aus sechs europäischen Ländern spezifische biologische Merkmale (Biomarker) bei Patienten mit Ewing-Sarkom. Das Ewing-Sarkom ist eine bösartige Tumorerkrankung, die besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen auftritt und schwer heilbar ist. Es handelt sich um einen Knochenkrebs, der sehr schnell wuchert und in andere Knochen und die Lunge streut. Der Krankheitsverlauf ist bis heute relativ schlecht prognostizierbar und hängt unter anderem vom Alter bei der Diagnose, der Größe des Tumors, etwaigen Metastasen und der Reaktion des Tumors auf die Therapie ab.
Teilprojekt München
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Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Kölner Platz 1
80804 München
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Stefan Burdach
089 3068-3235
01KT1311
245.596 EUR
01.06.2013 - 28.02.2017
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Die Technische Universität München untersucht in diesem Verbundprojekt ausgewählte Proteinmarker, um die Bedeutung dieser Proteine für die Prognose bzw. für die bösartige Entwicklung des Tumors zu analysieren. Die Forschungsergebnisse sind für eine individuelle und maßgeschneiderte Therapie wichtig, da sich die optimal Behandlungsmethode - Chemotherapie, Operation und oder Strahlentherapie - je nach Risikogruppe unterscheidet. Die Ergebnisse könnten auch helfen, solche Patienten besser zu identifizieren, die resistent gegen das häufig eingesetzte Chemotherapeutikum Doxorubicin sind. Wenn solche Resistenzen frühzeitig erkannt werden, könnte man bei diesen Patienten andere Behandlungsformen einsetzen.
Phase I Studie mit einem neuen CCK-2/Gastrin-Rezeptor-lokalisierendem, radioaktiv-markiertem Peptid zur personalisierten Diagnose und Therapie von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem medullären Schilddrüsen-Karzinom
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Fakultät
Radiologische Universitätsklinik
Klinik für Nuklearmedizin
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Helmut Mäcke
0761 270-74220
01KT1309
225.050 EUR
01.07.2014 - 30.06.2017
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Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (MTC) ist relativ selten, hat aber eine relativ schlechte Prognose, wenn Metastasierungen eintreten. Wenige Therapieoptionen sind dann vorhanden.Das Konsortium hat sich die Aufgabe gestellt, in einer Multicenter-Studie einen SPECT Tracer zu testen, der spezifisch den Gastrinrezeptor erkennt. Dieser Rezeptor ist bei >90% der MTC-Patienten überexprimiert und scheint damit ein ideales Ziel zu sein, um mit bildgebenden nuklearmedizinischen Methoden (SPECT und PET) Metastasen zu lokalisieren und damit eine Therapieplanung zu ermöglichen. Insbesondere soll dieses Projekt aber die Grundlagen schaffen, um ein mit einem Partikelemitter (Beta- oder Alpha-Emitter) versehenen Tracer zu entwickeln, der eine Therapieoption darstellt, im Sinne von zielgerichteter Radionuklidtherapie. Es werden eine optimale Kitformulierung und Markierkonditionen ausgearbeitet.Die Pharmakokinetik dieses neuen Radiopeptids soll dann in 20-25 Patienten bestimmt werden. Wichtigste Aspekte sind Patientensicherheit, alle Vitalparameter werden bestimmt, Blutproben werden entnommen sowie SPECT-Imaging zu verschiedenen Zeitpunkten. Aus dem Zeit-Aktivitäts-Verlauf
verschiedener Organe wird eine Dosimetrie berechnet und damit auf den möglichen erfolgreichen Einsatz innerhalb einer Radionuklidtherapie geschlossen.
Validierung von prädiktiven Immun-Biomarkern für die haplo-HSCT bei akuter Leukämie (HAPLO-IMMUNE)
In der adaptiven Immuntherapie ist die Transplantation hämatopoetischer Stammzellen von familiären Spendern, die keine Übereinstimmung der sogenannten HLA-Merkmale aufweisen (HLA-mismatched Haplotypen; haplo-HSCT), eine häufige Maßnahme zur Behandlung von Risikoleukämien. Allerdings ist dieses Verfahren äußerst aufwendig und auch unter neuesten Standards ist das Endergebnis eher unabsehbar.
Teilprojekt Berlin
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Epiontis GmbH
Rudower Chaussee 29
12489 Berlin
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Sven Olek
030 63923-475
01KT1305
62.650 EUR
01.07.2013 - 31.12.2016
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Ziel ist es, über die Zusammenarbeit zweier großer klinischer Zentren für haplo-HSCT und zweier Forschungspartner eine Reihe von Biomarkern zu validieren, die in vorherigen Studien identifiziert wurden und als vielversprechende Prädiktoren für den Erfolg einer Transplantation gelten. Die Validierung solcher Biomarker würde ausschlaggebend für eine Individualisierung von haplo-HSCT sein und auf diese Weise die Transplantationseffizienz steigern sowie die Toxizität senken. Im Rahmen der Bearbeitung des Teilprojektes werden die epigenetischen Assays für Foxp3, CD3, CD4 und GapDH an den zur Verfügung gestellten Patientenproben gemessen und analysiert.
Validierung eines neuen CT /PET Tracers (F-FES) als prädiktiver Marker bzgl. der Ansprechrate auf die antihormonelle Therapie bei metastasiertem Mammakarzinom
Bei 70% der Brusttumore (Mammakarzinome) besitzen die Krebszellen einen Rezeptor, an den bestimmte weibliche Hormone (Östrogene) andocken können. Dieser Östrogen-Rezeptor dient als Angriffspunkt für bestimmte Brustkrebsmedikamente (antihormonelle Therapie). Etwa die Hälfte der Patientinnen sprechen allerdings nicht auf die Medikamente an, obwohl der Östrogen-Rezeptor bei diesen Patienten im Tumor nachgewiesen werden kann. Um den Östrogen-Rezeptor bei Brustkrebs-Metastasen zu untersuchen, wird die radioaktivmarkierte Substanz ("Tracer") F-FES verwendet. F-FES ähnelt dem Östrogen-Hormon und kann daher ebenfalls an den Östrogen-Rezeptor andocken. Ziel des multizentrischen Verbundprojekts (TRANSCAN) ist die klinische Validierung des CT/PET Tracers F-FES beim Östrogen-Rezeptorpositiven, metastasierten Mammakarzinom.
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Klinikum der Universität München
Frauenklinik - Brustzentrum
Marchioninistr. 15
81377 München
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Nadia Harbeck
089 7095-7581
01KT1303
218.954 EUR
01.10.2013 - 31.12.2017
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Am Klinikum der Universität München werden insgesamt 50 Patientinnen untersucht. Projektpartner an vier weiteren europäischen Instituten untersuchen weitere Patientinnengruppen, sodass insgesamt 220 Patientinnen analysiert werden. Bei Patientinnen mit einer hohen Aufnahme des Tracers F-FES wird die antihormonelle Therapie durchgeführt, bei niedriger Aufnahme werden die Patientinnen entweder nach einem Zufallsmechanismus entweder mit einer antihormonellen Therapie oder mit einer Chemo-Monotherapie bis zum weiteren Fortschreiten der Krankheit behandelt. Durch die Untersuchungen soll die Hypothese bestätigt werden, dass eine antihormonelle Therapie angewendet werden kann, wenn sich eine hohe Menge an F-FES in den Brustkrebsmetastasen anreichert. Wenn dagegen nur eine niedrige Menge an FFES in den Metastasen nachgewiesen werden kann, eignet sich der Östrogen-Rezeptor nicht als Angriffspunkt für Krebsmedikamente. Den betroffenen Patientinnen könnten die Nebenwirkungen einer für sie unwirksamen Therapie erspart werden und es könnten frühzeitig alternative Behandlungen, zum Beispiel eine Chemotherapie, geplant werden.
Liste der abgeschlossenen Vorhaben
Stand 03.07.2017