Transnationale Projekte 2014

Weiterverwertung von Biomolekülen für die Behandlung von Epidermolysis bullosa

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Universitätsklinikum
Klinik für Dermatologie und Venerologie

Hauptstr. 7
79104 Freiburg im Breisgau

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Leena Bruckner-Tuderman
0761 270-67160
01GM1508
257.717 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Das Projekt beschäftigt sich mit neuen therapeutischen Strategien für eine seltene schwere genetische Erkrankung der Haut, dystrophe EB (DEB). Hauptmerkmal der DEB ist Trauma-induzierte Blasenbildung der Haut mit anschließenden chronischen Wunden und starker Narbenbildung, die zunehmend zu einer generalisierten Gewebefibrose fortschreitet. Gelenkskontrakturen und das Zusammenwachsen von Fingern und Zehen verursachen schwere Behinderungen, die fibrotische Umwandlung der Haut erhöht Gewebesteifigkeit und fördert die Hautkrebsentwicklung, eine schwere Komplikation der DEB. Bisher haben Gen-, Zell- u. Proteintherapieansätze für DEB in präklinischen Modellen positive Effekte gezeigt, aber wenig Wirksamkeit in klinischen Pilotstudien. Alternative Strategien sind notwendig, um Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Das Projekt wird Weiterverwertung von Medikamenten/Biomolekülen für die Hemmung der Fibrose bei der DEB analysieren. Die Zielsetzung basiert auf Resultaten über die Beteiligung von TGF-ß u. JAK/STAT Signalübertragung in der Pathogenese der Fibrose. Molekulare und zelluläre Mechanismen dieser Signalwege bei DEB werden untersucht und FDA/EMA-zugelassene Antagonisten von TGF-ß u. JAK/STAT Signalübertragung sowie andere Biomoleküle eingesetzt, um die o.g. Signalwege in menschlichen und Maus-DEB-Zellen zu unterdrücken sowie Gewebefibrose im DEB-Mausmodell zu inhibieren. Die Experimente werden wichtige neue Informationen über die Wirkungsweise von TFG-ß Antagonisten bei DEB liefern und eine Basis für Therapieentwicklungen für die schweren Komplikationen der DEB bilden.


Neue Therapieansätze für Multiple Systematrophie mit Ansatzpunkt Alpha-Synuclein

Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Fakultät
Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung
Lehrstuhl für Translationale Hirnforschung

Feodor-Lynen-Str. 23
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Armin Giese
089 2180-78000
01GM1507
195.308 EUR
01.11.2015 - 31.10.2018

In diesem Teilprojekt soll der Effekt der Kombination verschiedener Strategien (verstärkte Autophagie, Hemmung der alpha-Synuclein-Aggregation, Immuntherapie) in vitro untersucht werden. Dafür wird der Effekt aller Compound-Kombinationen auf Zell-Viabilität und alpha-Synuclein-Aggregation in einem oligodendroglialen Zellkultur-Modell untersucht, in dem induzierbar verschiedene alpha-Synuclein-Varianten exprimiert werden. Dieses Zellmodell ermöglicht ein schnelles Screening des Effekts der Kombination von zwei oder mehr zuvor getesteten Strategien und eine detaillierte quantitative Analyse möglicher synergistischer Effekte basierend auf Dosis-Wirkungs-Kurven. Dadurch sollen entscheidende Informationen für die Auswahl der beiden vielversprechendsten Kombinationen für die folgende in vivo-Untersuchung gewonnen werden. Die Auswahlkriterien basieren hierbei auf verringerter alpha-Synuclein-Aggregation und erhöhter Zell-Viabilität. Oligodendrogliale Zellen werden stabil mit lentiviralen Vektoren transduziert, die Konstrukte in die Zellen einbringen, die entweder eine stabile oder induzierbare Expression von Zielgenen ermöglichen. Durch Verwendung von bimolekularer Fluoreszenzkomplementation können alpha-Synuclein-Oligomere mittels Fluoreszenzmikroskopie visualisiert werden. Aggregation wird durch Überexpression, Exposition zu Metall-Ionen und mitochondrialen Toxinen, sowie durch Seeding von sowohl artifiziellen als auch aus Gehirnen gewonnenen alpha-Synuclein-Aggregaten induziert. Die Kinetik der Oligomer-Bildung wird mittels Fluoreszenz-Mikroskopie (OPERA-System), Einzelmolekülspektroskopie von Zelllysaten (Insight-System) und biochemischen Techniken (Sucrose-Gradienten-Zentrifugation) untersucht. Neben alpha-Synuclein-Aggregation und Zell-Viabilität bietet dieses Modell die Möglichkeit weiterer Read-Outs, beispielsweise mitochondriale Dysfunktion, oxidativer Stress, Apoptose und Unfolded Protein Response.

 

Pharmakologischer Screen nach Wirkstoffen zur Behandlung von zerebralen kavernösen Malformationen  (CCMCURE)

Bei zerebralen kavernösen Malformationen handelt es sich um erblich bedingte Missbildungen von Blutgefäßen, die im Gehirn oder Rückenmark vorkommen. Sie können Kopfschmerzen, Krampfanfälle oder Hirnblutungen auslösen, die sogar zum Tode führen können. Diese Fehlbildungen können häufig nicht operativ beseitigt werden, eine medikamentöse Therapie steht derzeit aber nicht zur Verfügung. In diesem Vorhaben sollen daher in enger Zusammenarbeit mit europäischen Partnern Wirkstoffe gesucht werden, die zukünftig als Medikamente bei den Betroffenen eingesetzt werden können. Dazu werden zunächst bei Fadenwürmern und Zebrafischen, die den krankheitsverursachenden genetischen Defekt besitzen, geeignete Wirkstoffe gesucht, die die Defekte unterdrücken können. Die aussichtsreichsten Wirkstoffe werden dann an Mäusen erprobt. In diesem Verbund arbeiten Arbeitsgruppen aus sechs Ländern gemeinsam an der Lösung der Forschungsfrage. Mit den Fördermaßnahmen wird das Ziel verfolgt, sich ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Diagnose und Therapie seltener Krankheiten ermöglicht werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären. 

Partner 1, Potsdam

Universität Potsdam
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Biochemie und Biologie
Professur für Zoophysiologie

Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Salim Seyfried
0331 977-5540
01GM1506A
239.078 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Gegenwärtig sind pharmakologischen Ansätze zur Prävention oder Behandlung von zerebralen kavernösen Malformationen (CCM) noch nicht verfügbar. Ein pharmakologischer Ansatz zur Behandlung dieser Gruppe von Erkrankungen wäre jedoch sehr wünschenswert, insbesondere für Patienten mit Läsionen im Bereich des Hirnstammes oder des Rückenmarkes, da solche Läsionen für die Neurochirurgie nicht zugänglich sind, was zu schweren Leiden oder sogar zum Tode des Patienten führen kann. Ziel dieses Konsortiums ist daher die Suche nach Wirkstoffen, welche die Ausbildung von zerebralen kavernösen Malformationen unterdrücken. Das transnationale Konsortium besteht aus Kollaborationsgruppen mit komplementären Tiermodellen. Die kanadischen Partner werden die größte Anzahl an Wirkstoffen im Tiermodell C. elegans umsetzen können. Die deutschen Partner werden den Zebrafischembryo einsetzen, um Wirkstoffe zu finden, welche kardiovaskuläre Defekte unterdrücken. Die französischen Kollaborationspartner werden schließlich die aussichtsreichsten Wirkstoffe in präklinischen Studien im Tiermodell Maus austesten. In diesem Tiermodell sollen auch mögliche Therapieansätze für die Anwendung von Wirkstoffen im Patienten ausgetestet werden. Dieser Screen wird vielleicht als ein erster proof-of-principle zeigen können, dass pharmakologische Ansätze zur Behandlung von CCM Erkrankungen möglich sind.

Partner 2, Berlin

Forschungsverbund Berlin e.V.
Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie

Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Jens Peter von Kries
030 9406-2982
01GM1506B
86.872 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Funktion unseres Gehirns wird durch eine engmaschige Versorgung mit Blutgefäßen sichergestellt die bei einigen Seltenen Krankheiten gestört ist. In Tiermodellen sollen Wirkstoffe und Mechanismen zur Krankheitsbekämpfung identifiziert werden. Es werden Mutante Stämme von Zebrafischen eingesetzt, die Mutationen in Genen aufweisen, die beim Menschen zu Gefäßmissbildungen und daraus resultierenden Krankheiten führen. Durch ein Grünfluoreszenz Protein kann die Entwicklung des Herzes mit dem Mikroskop verfolgt werden. Die Arbeitshypothese besteht in der Annahme, dass Wirkstoffe identifiziert werden können, die die Störungen der Gefäßmissbildungen aufheben können. Für einen Typ von Faktoren wurde bereits ein zugelassener Arzneimittelwirkstoff identifiziert. Eine einmalige Gabe des Wirkstoffes könnte die Blockade aufheben und zu Stammzellen führen, die anschließend permanent die fehlenden gesunden Zelltypen produzieren können. Diese Hypothese soll im Verlauf des Vorhabens geprüft werden. Für das Vorhaben werden Zebrafische verpaart und die Fischeier auf Mikrotiterplatten verteilt. Diese dienen dann für Wirkstoffsuchen mit automatisierten Mikroskopen (ArrayScan, Thermofisher) zur Charakterisierung der Herzentwicklung. Gesucht wird nach Wirkstoffen, die in den Mutanten eine normale Herzentwicklung bewirken. In Vorarbeiten konnten so Wirkstoffe identifiziert werden, die für ccm2 Mutanten eine normale Entwicklung bewirkten. In diesem Projekt sollen jetzt neben der Herzentwicklung auch kürzlich identifizierte Gefäßläsionen erfasst und quantifiziert werden.
 

Präklinische Entwicklung therapeutischer Ansätze für Träger einer Prämutation im Fragilen X Gen (Drug_FXSPreMut)

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Naturwissenschaften
Institut für Biologie
Abt. Genetik und Molekulare Neurobiologie

Leipziger Str. 44, Haus 91
39120 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Oliver Stork
0391 67-55100
01GM1505
302.362 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Träger einer Prämutation im Fragilen X Syndrom Gen haben ein erhöhtes Risiko am Fragilen X assoziierten Tremor / Ataxie Syndrom (FXTAS) zu erkranken. Bei FXTAS handelt es sich um eine spät einsetzende neurodegenerative Erkrankung, die sich in einer Entwicklung von Tremor, Ataxie, kognitiven Störungen und Demenz äußert und zu einem verfrühten Versterben Betroffener führen kann. Als Auslöser der Erkrankung gilt die Akkumulation toxischer RNA mit vermehrten CGG-Wiederholungen im Zellkern. Da die molekulare Ursache der Erkrankung gut definiert ist, bietet sich FXTAS für die Entwicklung gentherapeutischer Strategien an. Die primären Ziele des Projektes sind daher 1) die Bedeutung der Prämutation für die Entwicklung des Nervensystems und die Ausprägung von Symptomen bereits im Kindesalter zu definieren und 2) neue pharmakologische und molekulare Substanzen zu identifizieren die geeignet sind FXTAS zu therapieren. Im Konsortium werden verschiedene in vivo und in vitro-Modelle der Erkrankung hierzu verwendet; eine spezifische Aufgabe dieses Vorhabens liegt in der verhaltenspharmakologischen Validierung der vielversprechendsten Substanzen. Zunächst wird eine kürzlich etablierte Linie induzierbar transgener Mäuse mit 99 CGG-Wiederholungen eingesetzt. Die Transgenexpression dieser Tiere wird pränatal oder unmittelbar postnatal aktiviert um die Wirkung der CGG-RNA-Toxizität auf verschiedene Entwicklungsstufen zu bestimmen. Die postnatale Entwicklung dieser Tiere und ihr Verhalten im Erwachsenenzustand werden detailliert untersucht und mit einem etablierten FXTAS knock-in Mausmodell verglichen. Betroffene Hirnareale werden anatomisch, molekular und physiologisch charakterisiert, so dass die Wirkung der im Konsortium identifizierten potenziellen Therapeutika auf FXTAS und die zugrundeliegenden neuropathologischen Prozesse umfassend evaluiert werden kann.

 

Neue Behandlungsmethoden bei autoinflammatorischen Erkrankungen (TREAT-AID)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Immunologie

Röntgenstr. 21
48149 Münster

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Johannes Roth
0251 8356-578
01GM1504
508.356 EUR
01.07.2015 - 30.06.2018

Die systemische juvenile idiopathische Arthritis (SJIA) ist eine seltene, multifaktorielle, autoinflammatorische Erkrankung, die zu den schwersten chronischen Erkrankungen in der Kindheit zählt. Derzeit steht keine Behandlung zur Verfügung, die Patienten mit SJIA kurieren kann. Tread-Aid vereinigt Experten zu allen relevanten entzündlichen Mechanismen der SJIA sowie anerkannte klinische Partner mit dem Ziel, eine völlig neue Behandlungsstrategie für diese schwere Erkrankung zu entwickeln. Wir haben gezeigt, dass eine übermäßig hohe Expression der Alarmine S100A8 und S100A9 eine zentrale Rolle in der Pathogenese der SJIA spielt. Da die Freisetzung dieser Alarmine offensichtlich eine Schlüsselfunktion in der Pathogenese der SJIA einnimmt, ist die gezielte Blockade dieser Moleküle eine sehr viel versprechende Strategie, die entzündlichen Prozesse der SJIA in einem sehr frühen Stadium zu blockieren. Zusammenfassend haben wir eine einzigartige und sehr gut definierte molekulare Struktur für eine antientzündliche Therapie identifiziert, die hoch relevant in der SJIA ist und deren Angriffspunkt beschränkt ist auf lokale Entzündungsprozesse, wodurch das Risiko von systemischen Nebenwirkungen minimiert werden soll. Kürzlich konnten wir eine 15 Aminosäuren umfassende Peptidsequenz identifizieren, die für die TLR4-abhängige Aktivierung von Leukozyten durch diese S100-Moleküle verantwortlich ist. Wir werden therapeutische Antikörper generieren, die spezifisch die S100-TLR4-Interaktion inhibieren. Dieses umfasst die Entwicklung monoklonaler Antikörper sowie die Antigenspezifitätskontrolle . Es folgt die funktionelle Charakterisierung blockierender Antikörper mit Hilfe eines eigens entwickelten TLR4-S100-Bindungsassays. Treat-Aid verfügt über eine einzigartige Zusammenstellung von zellulären Modellen und Tiermodellen zur Pathogenese der SJIA, um die Effektivität therapeutischer Antikörper zu analysieren.

 

 

Immunotherapie von familiären Prion-Erkrankungen

Medizinische Hochschule Hannover
Zentrum Laboratoriumsmedizin
Abt. Virologie

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Thorsten Lührs
0511 5326736
01GM1503
317.132 EUR
01.08.2015 - 31.07.2018

Familiäre Prion-Erkrankungen sind seltene neurodegenerative Erkrankungen, die Individuen in der Blüte ihres Leben betrifft, und für die es keine Therapie außer Palliation gibt. Das primäre Ziel des Konsortiums (E-Rare – PrionImmunity) ist die Entwicklung und Bereitstellung hocheffektiver Immunotherapeutika gegen Prionen. In diesem Projektteil wird das Ziel verfolgt, eine vollständige Kartierung von Epitopen auf der Oberfläche des Prionproteins durch Kristallisationsscreening und hochauflösende 3D Strukturbestimmung mit Röntgenkristallographie zu erreichen. Dies wird es ermöglichen, die Struktur-Funktions-Beziehungen zu entziffern, welche die durch PrP vermittelten physiologischen Effekte von bereits existierenden und neuartigen anti-PrP monoklonalen Antikörpern bestimmen. Es ist das Ziel, den zugrundeliegenden Mechanismus des therapeutischen Nutzens von anti-PrP Antikörpern aufzuklären. Die Tätigkeit in diesem Teilprojekt des E-Rare-2-PrionImmunity Konsortiums ist auf die Bestimmung von 3D-Strukturen von anti-PrP-Fv-Fragmenten in Anwesenheit und Abwesenheit des Prion Proteins (PrP) ausgerichtet. Es ist das übergeordnete Ziel, hochaufgelöste Strukturen zur erhalten, um darauf aufbauend physiologische und therapeutische Effekte einzelner Antikörper zu verstehen. Der detailierte Vergleich von POM:PrP und anderen Fv:PrP Komplexen sollen strukturbasierte Hypothesen für deren neuroprotektiven oder neurotoxischen Effekte liefern. Der Vergleich der strukturellen und dynamischen Veränderungen des PrP in den Komplexen wird eine Arbeitshypothese liefern, um mit maximaler Effizienz weitere Fv-Fragmente für die Strukturuntersuchung auszuwählen. Im einzelnen sind die folgenden Arbeitspackete geplant: Arbeitspaket 4.1: Die Bestimmung der 3D Struktur-Funktionskorrelation von  POM anti PrP-Antikörpern. Arbeitspaket 4.2: Bestimmung der 3D Struktur-Funktions-Korrelation neuer POM anti PrP Antikörper. Arbeitspaket 4.3: Bestimmung der PrP-Seeding Inhibition durch Fv-Fragmente.

 

Neue Behandlungsstrategien für autosomal dominante, chronische mukokutane Candidiasis (EURO-CMC)

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum - Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI)

Breisacher Str. 117
79106 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bodo Grimbacher
0761 270-77731
01GM1502
354.946 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Die autosomal dominante, chronische mukokutane Candidiasis (AD-CMC) gehört zu den seltenen Erkrankungen. Dabei führt eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems dazu, dass Infektionen einer bestimmten Pilzsorte, der Candida, nicht wirksam bekämpft werden können. Betroffene Patienten leider meist schon im Kindesalter an wiederkehrenden oder chronischen Infektionen der Haut, Nägel oder Schleimhäute. Ursächlich für diese Erkrankung sind Mutationen in dem Gen STAT1. Sie führen dazu, dass das STAT1-Protein dauerhaft aktiv ist. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die fehlende T-Helfer 17 (Th17) Antwort. Derzeit gibt es keine gezielte Therapie gegen diese Krankheit. In dem Vorhaben sollen die funktionellen Defekte näher charakterisiert werden. Zunächst wird daher die STAT1-Aktivität durch epigenetische Modifikationen reduziert oder mittels pharmakologischer Inhibitoren gehemmt. Des Weiteren soll die Th17-Antwort durch bestimmte Substanzen wie G-CSF und M-CSF induziert werden. Schließlich sollen gentherapeutischer Ansätze entwickelt werden. Ziel des Vorhabens ist es,  darauf aufbauend neue Therapien für betroffene Patienten zu entwickeln.

 

Primäre, monogene Mikrozephalien: von der Genetik zur Pathophysiologie und Klinik (EuroMicro)

Universität zu Köln - Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Institut für Humangenetik

Kerpener Str. 34
50931 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bernd Wollnik
0221 478-86817
01GM1404
319.994 EUR
01.04.2015 - 31.03.2018

Erblich bedingte Mikrozephalien sind eine Gruppe seltener Erkrankungen. Gemeinsames Merkmal ist eine verminderte Produktion heranreifender Nervenzellen während der Entwicklung des Gehirns. Betroffene Kinder weisen daher bei der Geburt einen verminderten Kopfumfang und unterschiedlich schwere intellektuelle Defizite auf. In dem Vorhaben sollen das klinische Spektrum und die molekularen Ursachen dieser Erkrankungen untersucht werden. Dabei sollen neue Gene und pathophysiologische Mechanismen für diese Erkrankungen gefunden und charakterisiert werden. Hierzu werden betroffene Patienten molekulargenetisch untersucht, wobei mögliche ursächliche Veränderungen im Erbgut bestimmt werden können. Diese werden in weiterführenden Analysen näher charakterisiert. Dabei stehen Untersuchungen von Mechanismen der Reparatur des Erbguts, des Zellzyklus und der Regulierung von Genen im Vordergrund. Des Weiteren werden neue diagnostische Tests etabliert. Die neuen Erkenntnisse werden die molekulare Diagnostik, die klinische und genetische Beratung von Patienten und möglicherweise therapeutische Optionen verbessern.

 


 

 

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