Kompetenzcluster Ernährungsforschung

Mit dem Förderinstrument „Kompetenzcluster“ will das BMBF die relevanten Kompetenzen von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft in ausgewählten Regionen bündeln. Ziel der Kompetenzcluster ist, die Kenntnisse über das Zusammenspiel Mensch-Ernährung zu vertiefen und alltagstaugliche Strategien für eine gesündere Ernährung sowie gesundheitsförderliche Lebensmittel zu entwickeln. Um die Lösungs- und Anwendungsorientierung der Forschung in den Clustern zu stärken, wird besonderer Wert auf die Einbindung der Ernährungswirtschaft und eine interdisziplinäre Bearbeitung der Projekte, z. B. zusammen mit der Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften gelegt. Neue Forschungsergebnisse und Technologien sollen rascher in die Praxis gelangen. Darüber hinaus sollen die Cluster übergreifende Aktivitäten entwickeln, die zu einem nachhaltigen Zusammenhalt der Strukturen beitragen und insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs Perspektiven eröffnen. Damit soll die Ernährungsforschung in Deutschland strukturell gestärkt und ihre interdisziplinäre Ausrichtung und internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. 

Kompetenzcluster Ernährungsforschung: nutriCARD "Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit"

In den westlichen Industrieländern treten vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge einer zu kalorien-, salz- und fettreichen Ernährung auf. Studien zeigen, dass bis zu 80% der Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch einen veränderten Lebensstil und angepasste Ernährung verhindert werden könnten. Das Kompetenzcluster „nutriCARD“ möchte daher die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Hierzu werden herzgesündere Lebensmittel mit reduziertem Gehalt an Fett und Salz entwickelt und vermarktet. Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Ernährungsstrategien entwickelt. Diese informieren über die Risiken ungesunder Ernährungsgewohnheiten sowie den Nutzen eines gesunden Ernährungsverhaltens und geben praktische Umsetzungsvorschläge. Dazu schließen sich die Universitäten aus Jena, Halle und Leipzig sowie die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. und das Unternehmen Food GmbH Jena zusammen. Die im Cluster entwickelten Ernährungsstrategien und herzgesünderen Lebensmittel sollen dazu beitragen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung zu senken. Innerhalb des nutriCARD Clusters findet die Arbeit in drei Clustermodulen (CM) statt und beinhaltet die Herstellung herzgesünderer Lebensmittel (CM1)‚ Untersuchungen zu Wirkmechanismen von Nährstoffen in Atherosklerose-Modellen sowie die Identifizierung, Charakterisierung und Validierung von Biomarkern und Gen-Nährstoff-Interaktionen (CM2) und die Entwicklung von Präventionskonzepten und Strategien zur Verbraucherkommunikation (CM3).

Universität Jena

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Biologisch-Pharmazeutische Fakultät
Institut für Ernährungswissenschaften

Dornburger Str. 25
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Lorkowski
03641 94-9710
01EA1411A
1.851.024 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Friedrich-Schiller Universität Jena übernimmt die Funktion des Clustersprechers und ist für die Gesamtkoordination, die Geschäftsstelle und das Innovationsbüro zuständig. Darüber hinaus arbeitet die Universität Jena insbesondere an der Nährstoffanalytik in den entwickelten kardioprotektiven Lebensmitteln (P1A und B), der Identifizierung von neuen Biomarkern (P2A), der Planung, Koordination und Durchführung einer humanen Interventionsstudie zur Modulation kardioprotektiver Risikofaktoren (P2B), sowie der Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens (P3A1 - 5).

 

Universität Leipzig

Universität Leipzig
Veterinärmedizinische Fakultät
Institut für Lebensmittelhygiene

An den Tierkliniken 41
04103 Leipzig

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Peggy Braun
0341 9738-227
01EA1411B
1.431.956 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Universität Leipzig arbeitet insbesondere an der  Entwicklung fettreduzierter Lebensmittel und der Evaluierung im Hinblick auf Verbraucherakzeptanz und Lebensmittelqualität (P1A und B), dem Lebensmittelmarketing (P1C), der Validierung von neuen Biomarkern anhand von Kohortendaten (P2B) und an der Entwicklung und Implementierung Massenmedien basierter Kommunikationsstrategien (P3A3). Darüber hinaus wird das zu dem Innovationsbüro gehörende Technologiezentrum an der Universität Leipzig etabliert.

 

Universität Halle-Wittenberg

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Naturwissenschaftliche Fakultät III
Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften - Humanernährung

Von-Danckelmann-Platz 2
06120 Halle

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Gabriele Stangl
0345 55 22707
01EA1411C
1.421.995 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Universität Leipzig arbeitet insbesondere an der  Entwicklung innovativer Verfahren zur Vitamin D-Anreicherung (P1A), der Entwicklung und lebensmittelrechtlichen Prüfung von Werbeaussagen (P1C), der Durchführung von Langzeitstudien im Mausmodell und Identifikation von Biosignaturen (P2A), und der Entwicklung und Validierung von Optimierungs- und Zertifizierungsmechanismen im Außerhaus-Markt, sowie eines Konzepts für einen Schullehrgarten zur Ernährungsausbildung (P3A und B).

 

Food GmbH

Food GmbH Jena Analytik - Consulting
Orlaweg 2
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Bernd Giese
03641 30963-52
01EA1411D
98.007 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Arbeiten der Food GmbH Jena Analytik - Consulting innerhalb des Kompetenzclusters haben die Entwicklung verschiedener herzgesünderer Sorten fettreduzierter Wurst (Roh-, Brüh- und Kochwurst) zum Ziel. Die Reduktion des Gesamtfettgehaltes, insbesondere des Anteils an gesättigtem Fett soll durch Zugabe von Ballaststoffen als Fettaustauscher erzielt werden (P1A2 und P1A3). Die entwickelten Produkte werden analytisch, sensorisch und lebensmittelrechtlich bewertet (P1B1).

 

AGHETUR

Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHUR
Carl-August-Allee 9
99423 Weimar

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Eva Hähnel
03643 49898-13
01EA1411E
98.873 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. (AGETHUR) arbeitet insbesondere an der Entwicklung und Implementierung von zielgruppenspezifischen Konzepten und Strategien zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens und des Lebensstils (P3A).

 

Kompetenzcluster Ernährungsforschung: DietBB - Von der Epidemiologie zu evidenzbasierter Kommunikation

Ernährungsfaktoren spielen bei der Entwicklung und dem späteren Abbau kognitiver Fähigkeiten sowie bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen eine wichtige Rolle. Effektive Strategien zur Erreichung einer langfristigen Änderung des Ernährungsverhaltens konnten jedoch bisher nicht etabliert werden. Im Kompetenzcluster Diet-Body-Brain (DietBB) schließen sich erstmals die Universität und das Universitätsklinikum Bonn, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und zwei Industriepartner in der Region Bonn zusammen, um den Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Beeinträchtigung kognitiver Fähigkeiten im Lebensverlauf zu untersuchen. Darüber hinaus sollen Bestimmungsfaktoren für die Lebensmittelauswahl betrachtet werden, um die Wirksamkeit der Kommunikation von Empfehlungen an die Bevölkerung zu verbessern. Innerhalb des DietBB Clusters findet die Arbeit in sechs thematischen Gebieten (TA) statt und beinhaltet die Entwicklung neuer Erhebungsmethoden (TA1), die Durchführung und Analyse von epidemiologischen Studien (TA2) und Interventionsstudien (TA3), genetische und epigenetische Forschung (TA4), Identifizierung von Verhaltensdeterminanten (TA5) und die Integration von Forschungsergebnissen in Kommunikationsstrategien (TA6).

Universität Bonn

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Landwirtschaftliche Fakultät
Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften

Endenicher Allee 11-13
53115 Bonn

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ute Nöthlings
0228 73-60490
01EA1410A
2.112.551 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Universität Bonn übernimmt die Funktion der Clustersprecherin und ist für die Gesamtkoordination und das Innovationsbüro zuständig (TA0). Darüber hinaus sind der Uni Bonn insbesondere die Bereiche der methodischen Entwicklung von Erhebungsinstrumenten und standardisierten Analysen (TA1) sowie die Interventionsstudien zugeordnet (TA3). Außerdem ermöglicht der Partner den Zugang zur DONALD-Studie, die als Grundlage für weitere Arbeitspakete des Clusters dient (TA2, TA5).

 

UKB

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Humangenetik
Biomedizinisches Zentrum

Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus M. Nöthen
0228 287-51101
01EA1410B
945.426 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Das Ziel der Teilprojekte des Universitätsklinikums Bonn im DietBB-Cluster ist die Identifizierung genetischer und epigenetischer Faktoren als biologische Verbindung zwischen Nahrungsaufnahme und Kognition bzw. der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen (TA4). Dies wird ermöglicht durch die Verbindung von molekulargenetischen und epigenetischen mit epidemiologischen Forschungsansätzen sowie durch den Zugriff auf bestehende Kohorten (TTTS, DONALD, AgeCoDe) zur Datengenerierung und -analyse. Darüber wird der Einfluss individueller und kontextueller Faktoren auf die Lebensmittelauswahl untersucht (TA5).

 

DZNE

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V.
Zentrum für Klinische Forschung und Populationsbezogene Gesundheitsforschung

Holbeinstr. 13-15
53175 Bonn

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Monique Breteler
0228 43302-929
01EA1410C
1.656.564 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Das DZNE ermöglicht im Cluster den Zugang zu diesen bestehenden Kohorten: Rheinland Studie, AgeCoDe und DELCODE. Dabei liegt der Fokus der Arbeit auf den bevölkerungsbasierten Studien zur Nahrungsaufnahme, Ernährungsmustern, Gehirnstruktur und Gehirnfunktion im Lebensverlauf (TA2). Darüber hinaus ist das DZNE daran beteiligt, genetische Faktoren zu identifizieren, die die Verbindung zwischen Nahrungsaufnahme und Kognition darstellen (TA4), sowie den Einfluss von individuellen Lebensfaktoren auf die Lebensmittelauswahl zu untersuchen (TA5).

 

DGE e. V.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Ref. Fachmedien/Sektionskoordination

Godesberger Allee 18
53175 Bonn

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Isabelle Wendt
0228 3776-660
01EA1410D
343.851 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung wird die Forschungs- und Arbeitsergebnisse aus dem DietBB Cluster auffangen und kontinuierlich an die Öffentlichkeit kommunizieren (TA 6). Dazu wird ein Kommunikationsnetzwerk auf Basis der bestehenden Netzwerkstrukturen etabliert und dadurch ein kontinuierlicher Informationsfluss und eine hohe Reichweite der Kommunikationsmaßnahmen in der jeweiligen Zielgruppe erreicht. Zu lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (FBDG) wird die DGE eine systematische Literaturrecherche sowie eine zweistufige Marktforschungsstudie durchführen.

 

Life & Brain GmbH

Life & Brain GmbH
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bernd Weber
0228 6885-262
01EA1410E
117.755 EUR
01.05.2015 - 30.04.2018

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung wird die Forschungs- und Arbeitsergebnisse aus dem DietBB Cluster auffangen und kontinuierlich an die Öffentlichkeit kommunizieren (TA 6). Dazu wird ein Kommunikationsnetzwerk auf Basis der bestehenden Netzwerkstrukturen etabliert und dadurch ein kontinuierlicher Informationsfluss und eine hohe Reichweite der Kommunikationsmaßnahmen in der jeweiligen Zielgruppe erreicht. Zu lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (FBDG) wird die DGE eine systematische Literaturrecherche sowie eine zweistufige Marktforschungsstudie durchführen.

 

Kompetenzcluster Ernährungsforschung: Enable "Förderung einer gesunden Ernährung in allen Lebensphasen"

Unsere Gesellschaft ist durch fortlaufende Änderungen der sozialen, ökonomischen und technologischen Bedingungen gekennzeichnet. Diese Veränderungen beeinflussen auch unseren Lebensstil und unser Ernährungsverhalten – oftmals in einer nicht gesundheitsförderlichen Art und Weise. Das Kompetenzcluster „enable“, in dem sich vier Hochschulen, drei Forschungseinrichtungen und verschiedene Unternehmen aus der Lebensmittelbranche aus der Region München - Freising - Nürnberg zusammen-geschlossen haben, möchte daher neue Strategien erarbeiten, damit sich Menschen in den unterschiedlichen Alters- und Lebensphasen gesünder ernähren. Hierzu werden vier Kohorten für die verschiedenen Alters- und Lebensphasen etabliert. Mit den Teilnehmenden werden gesundheitsförderliche und gleichzeitig schmackhafte Fertiggerichte entwickelt und getestet. Diese sind an den besonderen Bedarf der Verbraucherinnen und Verbraucher in den verschiedenen Lebensphasen angepasst. Weiterhin werden die Möglichkeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt, um die gesunden Lebensmittel sowie eine gesunde Ernährungsweise gezielt zu bewerben. Hierdurch soll der Entstehung ernährungsbedingter Krankheiten in den verschiedenen Altersgruppen frühzeitig vorgebeugt werden.

 

Technische Universität München

Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung (ZIEL)
Abt. Ernährungsmedizin

Gregor-Mendel-Str. 2
85354 Freising

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans Hauner
08161 71-2000
01EA1409A
3.102.386 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Technische Universität München übernimmt die Funktion des Clustersprechers und ist für die Gesamtkoordination zuständig. Darüber hinaus arbeitet sie an der besseren Charakterisierung von Verbraucher/innen in Bezug auf deren Präferenzen bei Lebensmitteln, der Entwicklung von gesünderen Lebensmitteln, insbesondere Fertiggerichten, sowie der Entwicklung von Konzepten zur Nutzung von neuen Informationswegen, um gesunde Lebensmittel gezielt zu bewerben.

 

Klinikum der Universität München

Klinikum der Universität München
Campus Innenstadt
Kinderklinik und Kinderpoliklinik
Dr. von Haunersches Kinderspital

Lindwurmstr. 4
80337 München

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Regina Ensenauer
089 440057782
01EA1409B
193.710 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Arbeiten an der Ludwigs-Maximilians-Universität München umfassen die bessere Charakterisierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Bezug auf deren Präferenzen bei Lebensmitteln, sowie die Entwicklung von Konzepten zur Nutzung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, um gesunde Lebensmittel und Ernährungsweisen gezielt zu bewerben.

 

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Medizinische Fakultät - Institut für Biomedizin des Alterns

Koberger Str. 60
90408 Nürnberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dorothee Volkert
0911 5302-96150
01EA1409C
529.997 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Arbeiten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg umfassen die Einrichtung des Studienzentrums in Nürnberg sowie die Rekrutierung und der Phänotypisierung der Seniorenkohorte, die bessere Charakterisierung von Verbraucher/innen in Bezug auf deren Präferenzen bei Lebensmitteln die Entwicklung von gesünderen Lebensmitteln, insbesondere Fertiggerichten, sowie die Entwicklung und Bewertung computergesteuerter Technologien für ältere Menschen für eine adäquate Nahrungsaufnahme.

 

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Wissenschaftszentrum Straubing
Professur für Marketing und Management Nachwachsender Rohstoffe

Schulgasse 16
94315 Straubing

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Klaus Menrad
09421 187-200
01EA1409D
268.440 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Arbeiten an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf umfassen die Optimierung, Anwendung und Bewertung von personalisierten, texturadaptierten und mittels 3D-Druckern in Form gebrachter Lebensmittel. Der Effekt dieser Lebensmittel auf die Nahrungsaufnahme und den Ernährungsstatus älterer Menschen wird untersucht. Weiterhin wird untersucht, ob die Bedürfnisse von Verbraucher/innen im Entwicklungsprozess von neuen, gesünderen Lebensmitteln berücksichtigt und umgesetzt werden. Ebenso wird ein IKT-basiertes, interaktives Verfahren für Bestell-Terminals in Fastfood-Restaurants entwickelt, so dass Jugendliche sich gesündere Mahlzeiten zusammenstellen.

 

Helmholtz Zentrum München

Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH
Institut für Epidemiologie II

Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jakob Linseisen
089 3187-3202
01EA1409E
319.029 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die HMGU ist an drei Teilprojekten (TP) beteiligt. Im TP 1.2 wird die bakterielle Zusammensetzung der Intestinalflora mittels high-throughput sequencing (16S rRNA) analysiert und der Zusammenhang mit Ernährungsfaktoren getestet; ebenso wird deren Einfluss auf die Entwicklung von Typ 2-Diabetes untersucht. Im TP 1.4 werden sogenannte „Metabotypen" anhand von Labor- und Hochdurchsatz (-omics)-Daten definiert. Im zweiten Schritt werden diese zur Analyse von Zusammenhängen zwischen Ernährungsfaktoren und Krankheiten eingesetzt, um Personen zu beschreiben, die besonders von Ernährungsmodifikationen profitieren können. Im TP 1.7 wird eine gemeinsame Analyse verschiedener Studien bei Älteren durchgeführt, um die Ernährungssituation Älterer besser beschreiben zu können. So werden umfassende Daten zu Mangelernährung und funktionellen Beeinträchtigungen bei Älteren in verschiedenen Gesundheits- und Lebensbedingungen bereitgestellt und Risikogruppen identifiziert, bei denen einer Verbesserung der Ernährung angezeigt ist.

 

Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie

Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA)
Lise-Meitner-Str. 34
85354 Freising

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Dietmar Krautwurst
08161 71-2634
01EA1409F
120.000 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Es sollen zum ersten Mal biomimetische Aromarekombinate (BARs) als molekulare Sonden eingesetzt werden, um lebensmitteltypische, objektivierte Geruchsrezeptor-Aktivitätsmuster zu erhalten. Diese Aromarekombinate repräsentieren Lebensmittelaromen, die individuelle und altersabhängige Lebensmittelpräferenzen und -aversionen auslösen. Dabei soll auch untersucht werden, ob Einzelnukleotidpolymorphismus (SNP)-basierte Funktionsunterschiede chemosensorischer (CS) Rezeptorvarianten (Haplotypen) mit unterschiedlichen CSCS  Phänotypen korreliert werden können. Als Modell für mögliche epigenetische Effekte auf Geruchsrezeptor-Genloci, ausgelöst durch Aromarekombinate, können Blutleukozyten dienen, da diese 96% der menschlichen Klasse-I Geruchsrezeptoren exprimieren. In zellbasierten Rezeptor-Signaltransduktionsassays, und nach Transfektion von cDNA-Expressionsplasmid-Bibliotheken von ca. 400 CS Rezeptoren, werden spezifische, auf Signalamplitude oder EC50 basierende Rezeptoraktivitätsmuster ("receptor barcodes”, RBCs) für attraktive und aversive lebensmitteltypische BARs gemessen. Mit dem gleichen Ansatz sollen auch RBCs für die Einzelkomponenten der verwendeten BARs etabliert werden. Aus individuellen Speichelproben der vier ENABLE Lebensalter-Studiengruppen erfolgt die Aufreinigung genomischer DNA. Die proteinkodierenden Regionen derjenigen CS-Rezeptoren, die durch BARs, bzw. deren Einzelkomponenten aktiviert wurden, werden aus den individuellen DNA-Proben durch PCR amplifiziert, subkloniert und sequenziert. Die Sequenzen aller erhaltenen CS-BAR-Rezeptorvarianten werden durch Abgleich mit diversen Datenbanken hinsichtlich ihrer SNPs analysiert, und im Testzellsystem hinsichtlich ihrer Funktionalität getestet. Epigenetische Tests, die z. B. das Methylierungsmuster von DNA untersuchen, werden an genomischer DNA aus isolierten Blutleukozyten durchgeführt, da diese ca. 12% aller Geruchsrezeptoren und alle Geschmacksrezeptoren exprimieren.

 

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV)
Giggenhauser Str. 35
85354 Freising

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Peter Eisner
08161 491-400
01EA1409G
544.305 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Das Fraunhofer IVV ist an insgesamt fünf Teilprojekten innerhalb des Cluster-Projekts beteiligt. Der Fokus der Arbeiten liegt dabei einerseits auf der Untersuchung multisensorischer Wahrnehmung von Konsumenten mittels fMRI und gängigen sensorisch-analytischen Methoden. Andererseits beschäftigt sich das Fraunhofer IVV mit der Entwicklung und Bewertung gesünderer und wohlschmeckender Convenience-Produkte und der Verbesserung der sensorischen Eigenschaften von Ballaststoff-reichen und Protein-reichen Lebensmitteln. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Entwicklung nieder-kalorischer Lebensmittel für Jugendliche und MiddleAger sowie auf Produkten zur Steigerung der Proteinaufnahme bei Senioren.

 

Klinikum rechts der Isar

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Institut für Ernährungsmedizin

Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Christina Holzapfel
089 289249-23
01EA1409H
690.223 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Arbeiten an dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München umfassen die Etablierung von drei enable-Kohorten unterschiedlicher Altersgruppen, sowie die Entwicklung von Konzepten zur Nutzung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, um gesunde Lebensmittel und Ernährungsweisen gezielt zu bewerben. Unter anderem soll eine Ernährungs-App entwickelt werden, über die Mahlzeitenfotos gepostet werden können. Damit soll dass Essverhalten der unterschiedlichen Zielgruppen evaluiert werden.

 

Kompetenzcluster Ernährungsforschung: NutriAct - Ernährungsintervention für gesundes Altern

Im hohen Alter noch fit und gesund zu sein, ist ein hoher Wert für viele Menschen. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist eine gesunde Ernährung. Menschen, die sich in ihrem Lebensverlauf gut und gesund ernähren, sind im Alter seltener krank. Aber wie ist gesunde Ernährung genau definiert? Wie gesund ernähren sich ältere Menschen in Deutschland? Würden sie neue Ernährungsempfehlungen überhaupt annehmen?
Das Kompetenzcluster „NutriAct – Ernährungsintervention für gesundes Altern“ untersucht diese Fragen im Raum Berlin-Potsdam. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für altersgerechte Ernährungsinterventionen und -empfehlungen zu schaffen. Außerdem sollen neue Lebensmittel entwickelt werden, die eine gesunde Ernährung ermöglichen. Das Cluster fokussiert hierbei insbesondere auf die Bevölkerung im mittleren Alter (50-70 Jahre), um ein gesundes Altern jenseits des 70. Lebensjahres zu fördern. Hierzu werden die neurobiologische, psychologische, soziale und familiäre Basis der Nahrungswahl untersucht. Bestehende Ernährungsmuster in der Region werden analysiert, ihre gesundheitsförderlichen Wirkungen erforscht und realistisch umsetzbare Ernährungsempfehlungen erarbeitet. Zentrales Element des Cluster ist eine Interventionsstudie, in der Wirksamkeit, Adhärenz und Akzeptanz des „NutriAct“-Ernährungsmusters systematisch geprüft wird. Darauf aufbauend werden neue, gesunde und schmackhafte Lebensmittel entwickelt, die vom Verbraucher akzeptiert werden. Begleitend sollen neue Biomarker identifiziert werden, die die Wirkungen einer bestimmten Nahrung auf den Gesundheitszustand, insbesondere im Alter, vorhersagen.

 

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tilman Grune
033200 88-2416
01EA1408A
2.422.997 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Das Vorhaben identifiziert Ernährungsmuster und die Rolle der Familie bei der Nahrungsauswahl bei der Bevölkerung zwischen 50-70 Jahren in Berlin-Potsdam. In einer Interventionsstudie mit 500 Probanden wird die gesundheitsförderliche Wirkung von Produkten mit regionalen Komponenten (Rapsöl, pflanzliches Protein, Ballaststoffe) und deren Akzeptanz beim Verbraucher / Probanden untersucht und es werden Biomarker analysiert. Daraus lassen sich Strategien zur besseren Akzeptanz neuer Produkte und zur Umsetzung von Leitlinien für eine gesündere Ernährung ableiten. Ziel von Teilprojekt A ist die systematische Erhebung, Einschätzung und Auswertung von Ernährungsmustern sowie deren Akzeptanz und Einfluss auf die Gesundheit. Darüber hinaus werden die Rolle der Umwelt / familiäre Prägung sowie physiologische und neurobiologische Aspekte der Nahrungsauswahl bearbeitet (Projekt B). Dabei werden bestehende Infrastrukturen genutzt. Zentrales Projekt ist die Durchführung einer Interventionsstudie (Projekt C) mit 500 Probanden in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin und Industriepartnern, um Produkte mit regional verfügbaren Komponenten auf ihre gesundheitsförderliche Wirkung hin zu untersuchen. Die Produktentwicklung leitet die TU Berlin. Eckpunkte für das "NutriAct"-Ernährungsmuster sind: ungesättigte Fettsäuren / Rapsöl, Erhöhung des Anteils von pflanzlichen Proteinen und Ballaststoffen und ein niedriger glykämischer Index. Die Bestimmung von Biomarkern des Alterns und mikrobiellen Biomarker im Darm von Probanden einer bestehenden Kohorte (EPIC-Kohorte) und der Interventionsstudie ist Kernthema des Teilprojektes D. Es soll dabei untersucht werden, in wieweit sich Biomarker in Abhängigkeit der Ernährung positiv auf den Gesundheitsstatus auswirken bzw. ein Indikator dafür sind. Ferner wird die toxikologische Prüfung der im Teilprojekt E entwickelten Produkte durchgeführt.

 

Universität Potsdam

Universität Potsdam
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Ernährungswissenschaft
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie

Arthur-Scheunert-Allee 114 - 116
14558 Nuthetal

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tanja Schwerdtle
033200 88-5580
01EA1408B
1.029.893 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Universität Potsdam möchte untersuchen in wieweit sich Biomarker in Anhängigkeit der Ernährung und des Alters positiv auf den Gesundheitsstatus auswirken, bzw. ein Indikator dafür sind. Eine weitere zentrale Fragestellung betrifft die Nahrungsauswahl. Die Universität Potsdam wird sich im NutriAct Cluster insbesondere mit Untersuchungen zu sozialen und psychologischen Faktoren für die Nahrungsauswahl beschäftigen und dabei bereits bestehende Infrastrukturen wie z. B. die EPIC-Potsdam Kohorte nutzen. Das zentrale wissenschaftliche Projekt ist die Bestimmung von Effekt- und Expositionsbiomarkern von Probanden der EPIC-Kohorte und der NutriAct-Interventionsstudie. Die Universität Potsdam übernimmt des Weiteren Aufgaben im Clustermanagement, insbesondere in der Förderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

Technische Universität Berlin

Technische Universität Berlin
Fakultät III Prozesswissenschaften
Fachgebiet Lebensmittelbiotechnologie und -prozesstechnik

Königin-Luise-Str. 22
14195 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Cornelia Rauh
030 314-71254
01EA1408C
809.568 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die TUB leitet Projekt E und ist darüber hinaus am Cluster- und Innovationsbüro beteiligt. In Projekt E sollen neuartige und nachhaltige Wege zur Gewinnung etablierter pflanzlicher Rohstoffe aufgezeigt werden. Innovative Verarbeitungsmöglichkeiten werden genutzt um den Einsatz dieser Rohstoffe im Lebensmittel voranzutreiben und so einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung zu leisten, insbesondere im Hinblick auf die speziellen Bedürfnisse der älteren Bevölkerung. Diese reichen von einer maßgeschneiderten Nährstoffzusammensetzung bis hin zu angepassten Produktstrukturen und -rezepturen, z. B. besondere sensorische Eigenschaften. Ziel ist es, Prozess-Struktur-Funktions-Zusammenhänge zu nutzen um maßgeschneiderte Lebensmittel mit verbessertem Nährwert und einer hohen sensorischen Akzeptanz bei älteren Konsumenten herzustellen. Zur Erstellung von Prozess-Struktur-Funktionszusammenhängen werden zu Beginn des Projektes zunächst Untersuchungen an Einzelkomponenten-Systemen (Proteine, Lipide, Kohlenhydrate) durchgeführt. Es erfolgt hier ebenfalls eine Bewertung hinsichtlich der mikrobiellen und toxikologischen Sicherheit der Produkte. Im weiteren Verlauf werden die Systeme durch Kombination der Einzelkomponenten bis hin zu komplexen Lebensmittelsystemen ausgebaut. Eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie ermöglicht weiterhin die Entwicklung von Produkten, die die Kriterien des NutriAct Ernährungsmusters erfüllen.

 

Universitätsmedizin Berlin

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Medizinische Klinik für Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Joachim Spranger
030 450-514252
01EA1408D
832.000 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Charité ist maßgeblich an der Interventionsstudie beteiligt, in der die Ernährung nach den Richtlinien der DGE mit der Nutriact-Ernährung verglichen wird. Letztere ist vor allem durch eine Anreicherung mit ungesättigten Fettsäuren (Rapsöl), Erhöhung des Proteinanteils (primär pflanzliche Proteinquellen), Erhöhung der Zufuhr an Ballaststoffen, geringer glykämischer Index und Reduktion der Kohlehydrataufnahme gekennzeichnet. Im Studienzentrum Charité sollen ca. 250 Probanden rekrutiert werden, die dann im Rahmen der Studie umfangreich betreut und ärztlich untersucht werden. Insbesondere finden Ernährungsberatungen und Begleitung statt und es werden verschiedene metabolische und kardiovaskuläre Untersuchungen durchgeführt sowie Proben für spätere Analysen entnommen. Zudem werden Strukturen aufgebaut, die die Möglichkeit für eine praxisorientierte und individuelle Schulung bieten. Dabei soll eine Modifikation des Ernährungsverhalten sowohl im Rahmen von Gruppensitzungen als auch individuellen Einzelsitzungen erreicht werden. Darüber hinaus ist die Charité an der Untersuchung der sozialen und familiären Einflussfaktoren auf die Ernährungsgewohnheiten beteiligt (Projekte A und B). Hierzu werden zwei qualitative Interviewstudien durchgeführt, die die soziokulturellen und familiären Faktoren bei der Wahl von Lebensmitteln und bei gezielten Ernährungsumstellungen untersuchen.

 

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V. (IGZ)

Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V. (IGZ)
PB 3 Gartenbau, Umwelt und der Verbraucher
3.1 Bioaktive Sekundärstoffe in der Interaktion Pflanze-Umwelt

Theodor-Echtermeyer-Weg 1
14979 Großbeeren

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Monika Schreiner
033701 78304
01EA1408E
100.744 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Vom Verbraucher werden zunehmend Lebensmittel mit erhöhten Gehalten an gesundheitsfördernden Inhaltstoffen nachgefragt und gesundheitliche Aspekte spielen bei der Kaufentscheidung von Lebensmitteln eine immer wichtigere Rolle. Die Ernährungsansprüche ändern sich zudem mit dem Alter - dies ist bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lebensmittel für Senioren zu beachten. Gemüse und Kräuter können hierbei als natürliche und zudem frische und unverarbeitete Lebensmittel zu einer altersadäquaten Diät beitragen. Sie sind damit auch eine Alternative bzw. ein Supplement zu verarbeiteten Produkten und können die seniorengerechte Diät um die natürliche Komponente erweitern. In diesem Kontext will das Vorhaben dazu beitragen, das Metabolitprofil dieser natürlichen Lebensmittel  insbesondere bei pflanzlichen Proteinen, ungesättigten Fetten und Ballaststoffen aber auch bei ausgewählten Sekundärmetaboliten entsprechend den altersbedingt veränderten Bedürfnissen zu optimieren. Das Vorhaben ist Teil des Kompetenzclusters Ernährungsforschung "NutriAct" und arbeitet hier im Teilprojekt E - "Neue Produkte" zur Auswahl neuer, spezifischer Rohmaterialien für die Entwicklung von Produktinnovationen, die auf die Ernährungsbedürfnisse der älteren Mitbürger zugeschnitten sind. Über gezielte Variationen von physikalischen und chemischen Einflussgrößen (z. B. Licht, Signalmoleküle) wird bei ausgewählten Gemüse-Sprossen und Kräutern in planta ein Metabolitprofil im Hinblick auf pflanzliche Proteine, ungesättigte Fette, Ballaststoffe und Sekundärmetabolite generiert. Dabei sollen zwei Meilensteine umgesetzt werden: 1) Identifizierung von Gemüse- und Kräuterarten auf der Basis eines genotypischen Screenings mit konstitutiv relativ hohen Gehalten an den gewünschten Primär- und Sekundärmetaboliten und 2) Auswahl geeigneter Einflussgrößen zur gezielten Generierung des gewünschten Metabolitprofils.

 

Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V. (ATB)

Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)
Abt. für Technik im Gartenbau

Max-Eyth-Allee 100
14469 Potsdam

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Oliver Schlüter
0331 5699-613
01EA1408F
147.501 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Die Anwendung von kalten Atmosphärendruckplasmen im Bereich der Lebensmittelverarbeitung ist prinzipiell neu. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen daher u. a. die Möglichkeiten der gezielten Plasmaapplikation zur gewünschten Beeinflussung von Produkteigenschaften, wie zum Beispiel Eigenschaften von Pflanzen-basierten Proteinen, ungesättigten Fettsäuren oder faserreichen Fraktionen für eine altersspezifische und maßgeschneiderte Ernährung untersucht werden. In enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern wird hierzu ein interdisziplinärer und übergreifender Forschungsansatz gewählt, bei dem sowohl die Eigenschaften der Rohwaren als auch die finalen Produktgruppen für eine spätere Realisierung herangezogen werden. Zunächst werden die Prozess-Produkt-Wechselwirkungen auf Einzelkomponenten (Protein, Fette, Fasern) für die Experimentalstudien und zur Auslegung der Verfahrensparameter herangezogen. Im Anschluss erfolgt die Untersuchung anhand komplexer Modellsysteme (Mischmatrices). Der Verfahrenserfolg der Plasmaanwendung kann dabei u. a. durch die Zusammensetzung der Arbeitsgase, der gewählten Behandlungszeiten und -temperatur sowie der verwendeten Energieeinträge beeinflusst werden. Neben dem Prozessmonitoring (mittels optischer Emissionsspektroskopie) wird besonders die Gewinnung und Prozessierbarkeit einzelner Fraktionen unter der Berücksichtigung der Produktsicherheit mit ausgewählten Analysetechniken (z. B. MALDI-TOF MS, Ramanspektroskopie, konvokale Laserscanningmikroskopie, etc.) untersucht.

 

Institut für Lebensmittel- u. Umweltforschung e.V.

Institut für Lebensmittel- u. Umweltforschung e.V.
Arthur-Scheunert-Allee 40/41
14558 Nuthetal

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Alexander Voß
033200 89176
01EA1408G
239.000 EUR
01.06.2015 - 31.05.2018

Aufgabe des ILU ist die Entwicklung einschließlich Rezeptur- und Technologieerprobung von gut verzehrfähigen Lebensmittelprototypen, die auf spezifische Anforderungen der Projektpartner in NutriAct ausgerichtet sind. Beginnend mit Rohstoffrecherche wird ILU diese Aufgaben in Kooperation realisieren (qualitative Anforderungen, Verfügbarkeit, analytische Bewertung, Preis, Verarbeitungseigenschaften). Darauf aufbauend werden technologische Versuche zur Herstellung von Applikationsmustern mit besonders guten sensorischen Eigenschaften durchgeführt, belegbar durch Tests mit Projektpartnern und Produzenten. Entsprechend der Vorgaben der Projektpartner - insbesondere DIfE- bezüglich zu erreichender Mindest- und Höchstgehalte an ernährungsphysiologisch relevanten Basiskomponenten (Protein-, Fett-, Ballaststoffgehalt) sowie spezifischer Inhaltsstoffe (Fettsäuren, Aminosäuren, löslicher/unlöslicher Ballaststoffe, Aromen, Farben) werden die Verarbeitbarkeit und die Rezepturoptimierung geprüft und realisiert. Dazu werden mit den eingebundenen Unternehmen Rohstoffe und Zusatzkomponenten hinsichtlich der Nutzbarkeit getestet. Kriterien hierzu sind: max. möglicher Anteil der Stoffe im Endprodukt, Einfluss der Stoffe auf Sensorik, Lagerstabilität der Stoffe und  Bioverfügbarkeit.

 

 

 

 

© BMBF 2017 - Alle Rechte vorbehalten.