Modul II: "Demonstratoren zur Individualisierten Medizin"

Öffentliche Bekanntmachung:

2013

Förderzeitraum:

2015 – 2018

Gesamtvolumen:

18 Mio. EUR

Geförderte Projekte:

8 Verbünde mit insgesamt 37 Zuwendungsempfängern


Verbundprojekt „MitoPD“: Mitochondriale Endophänotypen der Parkinson Krankheit

Verbundprojekt „HER2Low“: Mathematische Modellierung der Wirkungsweise von gegen HER2, EGFR und ERBB3 gerichteten therapeutischen Antikörpern zur Personalisierung der Brustkrebstherapie

Verbundprojekt „MMML-Demonstrators“: Demonstrators - Molekulare Mechanismen in Malignen Lymphomen - Demonstrator der Personalisierten Medizin

Verbundprojekt „SMART“: Systemmedizin bei Herzinsuffizienz

Verbundprojekt „MAPTor-Net“: Personalisierte Therapie pankreatischer neuroendokriner Tumoren basierend auf mathematischen Modellen des MAPK-mTOR Netzwerkes

Verbundprojekt „SYS-GLIO“: Systembasierte Vorhersagen für das biologische und klinische Verhalten von Gliomen

Verbundprojekt „HaematoOPT“: Modell-basierte Optimierung und Individualisierung von Behandlungsstrategien in der Hämatologie 

Verbundprojekt „Melanoma sensitivity“: Validierung des prädiktiven SYSACT Modells zur TRAIL/APG und Trametinib/Dabrafenib Kombinationstherapie beim malignen Melanom unter Verwendung eines organotypischen 3D Sphäroid-Modells

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Mit der Fördermaßnahme e:Med Modul II „Demonstratoren“ soll gezeigt werden, dass die großen in der lebenswissenschaftlichen Grundlagenforschung entstehenden Datensätze für die individualisierte Medizin genutzt werden können. Moderne Hochdurchsatzverfahren und die Weiterentwicklung in den Informationswissenschaften machen es heute möglich, immer größere, medizinisch relevante Datenmengen systematisch zu analysieren. Diese Datensätze haben einen enormen Informationsgehalt, dessen prognostischer, diagnostischer und therapeutischer Wert für die Medizin besser genutzt werden kann. Ein zentraler Aspekt in e:Med Modul II ist daher die verstärkte Übertragung der Ergebnisse der vorklinischen Grundlagenforschung in den klinischen Alltag (klinische Translation), die durch den verstärkten Einsatz der Informationswissenschaften erreicht werden soll.

2. Stand der Fördermaßnahme

Seit März 2015 werden 37 universitäre, außeruniversitäre bzw. industrielle Forschungseinrichtungen im Rahmen von e:Med Modul II „Demonstratoren“ gefördert. Die 37 Zuwendungsempfänger verteilen sich auf acht Verbundprojekte. Sechs befassen sich inhaltlich mit der Thematik Krebs, eines mit der Funktionsweise des Herzen und eines mit der Krankheit Parkinson.
In den acht interdisziplinären Forschungsverbünden arbeiten theoretische, grundlagennahe und klinische Arbeitsgruppen gemeinsam an krankheitsbezogenen Forschungsfragen. Die Zuwendungsempfänger weisen sich durch einschlägige Vorarbeiten im Bereich der Genom- und Postgenom-Forschung bzw. Systembiologie und im medizinischen Bereich aus. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf dem Verfügbarmachen von Daten, ihrer Analyse und Integration sowie auf dem wechselseitigen Prozess von Modellierung und Anwendung.

3. Geförderte Projekte

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Projekte

Verbundprojekt „MitoPD“: Mitochondriale Endophänotypen der Parkinson Krankheit

Das Verbundprojekt „MitoPD“ beschäftigt sich mit Parkinson und hat das zum Ziel, eine individualisierte Präventions- und Behandlungsstrategie für bestimmte Unterformen der Parkinson-Krankheit zu identifizieren. Es besteht aus insgesamt acht Kooperationspartnern, die Expertise auf den Gebieten Biologie, Medizin, Systembiologie und Bioinformatik einbringen.

Bisherige Studien zeigen, dass Störungen der mitochondrialen Funktion eine Rolle bei der Entwicklung der Parkinsonerkrankung spielen können. Im vorliegenden Verbundprojekt sollen nun Patienten identifiziert werden, die einen sogenannten "mitochondrialen Endophänotyp" aufweisen. Dafür ist geplant, quantitative Sequenzierungs- und Proteom-Analysen sowohl in Patienten-abgeleiteten Zellkulturmodellen als auch in Tiermodellen durchzuführen. Die experimentellen Datensätze werden anschließend dazu verwendet, ein Computermodell zu generieren und zu validieren, welches die Selektion von Patienten zur Teilnahme an der geplanten klinischen Studie unterstützt. Diese klinische Studie wird dann die Patientenkohorte hinsichtlich mitochondrialer Fehlfunktion und pharmakologischer Beeinflussbarkeit charakterisieren. Die im Rahmen des Verbundprojektes gewonnene Erkenntnisse und etablierten Technologien leisten damit einen konkreten Beitrag für die Identifizierung möglicher Biomarker zur (Früh-) Erkennung der Parkinson-Krankheit sowie für die Entwicklung innovativer Therapieansätze.

Teilprojekt Tübingen I

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Hertie Institut für klinische Hirnforschung

Otfried-Müller-Str. 27
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Gasser
07071 29-86529
031A430A
1.296.896 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Lübeck

Universität zu Lübeck
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Lübeck - Institut für Neurogenetik

Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christine Klein
0451 290-3353
031A430B
1.099.270 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Tübingen II

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich IV Informatik
Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik
Angewandte Bioinformatik

Sand 14
72074 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Oliver Kohlbacher
07071 29-70457
031A430C
233.280 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Tübingen III

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V.
Standort Tübingen

Otfried-Müller-Str. 27
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Heutink
07071 9387-362
031A430D
257.944 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Neuherberg

Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Entwicklungsgenetik (IDG)

Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wolfgang Wurst
089 3187-4111
031A430E
233.526 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

 

Verbundprojekt „HER2Low“: Mathematische Modellierung der Wirkungsweise von gegen HER2, EGFR und ERBB3 gerichteten therapeutischen Antikörpern zur Personalisierung der Brustkrebstherapie

Das Verbundprojekt HER2low hat das übergeordnete Ziel, die molekularen Wirkmechanismen von therapeutischen Antikörpern bei Brustkrebspatientinnen aufzuklären. Es besteht aus insgesamt fünf Kooperationspartnern, die Expertise auf den Gebieten Biologie, Medizin, Systembiologie und Bioinformatik einbringen. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden therapeutische Antikörper untersucht, die sich gegen die Rezeptor-Tyrosin-Kinasen HER2, EGFR und ERBB3 richten. Dabei handelt es sich um drei Enzyme, die als Treiber des Tumorwachstums bei Brustkrebspatientinnen identifiziert wurden.

Ziel des Verbundprojektes ist es nun, die bestwirksamste Kombination von Antikörpern zu identifizieren, welche die Enzymaktivität effektiv hemmt und die für eine individuelle Therapie eingesetzt werden kann. Hierfür wird die Wirkung verschiedener Antikörperkombinationen zunächst in Modellzelllinien getestet, die eine unterschiedlich große Anzahl an Rezeptoren der Enzyme HER2, EGFR und ERBB3 exprimieren. Die Ergebnisse werden anschließend für die Entwicklung mathematischer Modelle genutzt, mit denen die Wirksamkeit einer kombinatorischen Therapie vorhergesagt werden kann. Die auf diese Weise identifizierten erfolgreichen Wirkstoffkombinationen werden dann in Mausmodellen geprüft. Zusätzlich soll eine gezielte Proteomanalyse in Tumorproben von Brustkrebspatientinnen durchgeführt werden, um die Rolle der Rezeptoren bei der Metastasierung aufzuklären und potentielle Biomarker für die Stratifizierung von Patientinnen zu bestimmen. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse und etablierten Technologien leisten somit einen konkreten Beitrag für die Entwicklung von innovativen Behandlungskonzepten, die zukünftig für jede Patientin eine individuelle Wirksamkeits- und Risikoabschätzung für eine definierte Antikörpertherapie erlauben werden.

Teilprojekt Heidelberg I

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Molekulare Genomanalyse

Im Neuenheimer Feld 580
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ulrike Korf
06221 42-4765
031A429A
818.195 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Mathematik und Physik
Physikalisches Institut
Abt. Dynamische Prozesse in den Lebenswissenschaften

Hermann-Herder-Str. 3
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jens Timmer
076 203-5829
031A429B
285.089 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsmedizin
Zentrum Informatik, Statistik und Epidemiologie
Institut für Medizinische Statistik

Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tim Beissbarth
0551 39-14099
031A429C
299.468 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Heidelberg II

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen

Im Neuenheimer Feld 350
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Schneeweiss
06221 56-36051
031A429D
86.831 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Halle

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum und Poliklinik für Gynäkologie

Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martina Vetter
0345 557-1336
031A429E
39.900 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018



Verbundprojekt „MMML-Demonstrators“: Demonstrators - Molekulare Mechanismen in Malignen Lymphomen - Demonstrator der Personalisierten Medizin

Das Verbundprojekt "MMML-Demonstrators" beschäftigt sich mit Verbesserungen bei der Diagnose und Therapie von Lymphdrüsenkrebs (malignen Lymphomen) und besteht aus insgesamt sieben Teilprojekten. Beim Lymphdrüsenkrebs sind die sogenannten diffusen großzelligen B-Zell-Lymphome (DLBCL) für die größte Anzahl an Todesfällen verantwortlich. Obwohl die Krankheit im Prinzip heilbar ist, sterben immer noch ungefähr ein Drittel der Patienten. Die Expression bestimmter Gene in Tumorzellen und in den Tumor umgebenden Geweben kann jedoch dazu dienen, bestimmte Untergruppen dieser Tumore zu diagnostizieren und insbesondere Hochrisikopatienten zu identifizieren. Durch die detaillierte Kenntnis der Biologie dieser Tumore kann das gemessene Genexpressionsmuster dazu dienen, eine optimale, angepasste Therapieoption auszuwählen.

Das vorliegende Verbundprojekt wird eine neue Technik zur Genexpressionsmessung nutzen, durch die der Arbeitsaufwand und die Kosten für eine molekulare Diagnose deutlich gesenkt werden sollen. Die Verbundpartner werden diese neue Technik für die Routinediagnostik etablieren und sie sowohl mit verbesserten histologischen Methoden als auch in der Klinik validieren. Gleichzeitig sollen die gemessenen Genexpressionsmuster in einem Computermodell zur Vorhersage von möglichen Therapien genutzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Wechselwirkung von Tumorzellen mit dem umliegenden Gewebe. Zum Abschluss des Projekts sollen die gewonnenen Erkenntnisse in einem Web-Portal zusammengeführt und so Ärzten und Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt werden. Die in diesem Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind somit ein erster Schritt in Richtung einer molekularbiologischen Diagnostik und einer personalisierten Therapie von Lymphomen.

Teilprojekt Regensburg

Universität Regensburg
Medizinische Fakultät
Institut für Funktionelle Genomik

Josef-Engert-Str. 9
93053 Regensburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rainer Spang
0941 943-5053
031A428A
760.830 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsmedizin
Zentrum Informatik, Statistik und Epidemiologie
Institut für Medizinische Statistik

Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tim Beissbarth
0551 39-14099
031A428B
694.238 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Leipzig

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Loeffler
0341 97-16100
031A428C
270.456 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Kiel

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Institut für Pathologie

Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wolfram Klapper
0431 597-3399
031A428D
427.103 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Stuttgart 

Robert-Bosch-Krankenhaus Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Abt. für Pathologie

Auerbachstr. 110
70376 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. German Ott
0711 8101-3390
031A428E
139.670 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Berlin

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Pathologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Nils Blüthgen
030 209 38-924
031A428F
163.662 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt München

Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Abt. Genvektoren (AGV)

Marchioninistr. 25
81377 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Arnd Kieser
089 3187-1535
031A428G
70.946 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018



Verbundprojekt „SMART“: Systemmedizin bei Herzinsuffizienz

Das Verbundprojekt „SMART“ ist eine Studie im Rahmen der Fördermaßnahme e:Med, mit der die Etablierung von Systemmedizin-basierten Methoden bei Herzversagen vorangetrieben werden soll. Der Forschungsverbund vereint acht Kooperationspartner an fünf deutschen und einer luxemburgischen Institution mit Expertise auf den Gebieten Biologie, Medizin, Systembiologie und Bioinformatik. Der Arbeitsplan von „SMART“ sieht eine Unterteilung des Projektes in insgesamt sechs Arbeitspakete vor. Die im Projektverlauf entwickelten Methoden sollen eine verbesserte Vorhersage von individuellen Krankheitsverläufen und der Wirksamkeit von Behandlungskonzepten ermöglichen.

Das Gesamtziel des Verbundprojektes ist es, Modellierungsmethoden zu entwickeln, die relevante Informationen aus den Bereichen Genetik, Proteomik, Zellphysiologie, Blutfluss und ventrikuläre Biomechanik miteinander koppeln. Die Validität und klinische Relevanz der Methoden soll im Rahmen einer proof-of-concept-Studie bei Patienten mit Herzklappenstenose untersucht werden. Dabei soll es durch den Einsatz der validierten Modelle möglich sein, die Patienten-spezifische Antwort auf einen chirurgischen Aortenklappenersatz in Zusammenspiel mit einer pharmakologischen Begleittherapie mit Angiotensin-Rezeptorblockern vorherzusagen. Der Rahmen wird daher von einer klinischen Pilotstudie gebildet, in der 60 Patienten mit Aortenklappenstenose vor und nach einem operativen Herzklappenersatz untersucht werden. Von diesen Patienten wird ein pre- und postoperativer Datensatz erhoben. Dieser dient als Inputparameter für Modellierung bzw. Simulation der kardiovaskulären Funktion. Mit der Modellierung sollen der Verlauf der Erkrankung simuliert bzw. die postoperativen Ergebnisse vorhergesagt werden.

Teilprojekt Berlin I

Deutsches Herzzentrum Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Titus Kühne
030 4593-0
031A427A
283.052 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Potsdam

Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH
Prof.-Dr.-Helmert-Str. 2-3
14482 Potsdam

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Matthieu-P. Schapranow
0331 5509-1331
031A427B
226.291 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Berlin II

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Kardiologie

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Titus Kühne
030 4593-2078
031A427C
791.357 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Berlin III

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
in der Helmholtz-Gemeinschaft

Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martin Falcke
030 9406-2753
031A427D
399.232 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Leverkusen

Bayer Technology Services GmbH
BTS-TD-ET-SP

Kaiser-Wilhelm-Allee 50
51373 Leverkusen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Thomas Wendl
0214 30-46034
031A427E
259.335 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „MAPTor-Net“: Personalisierte Therapie pankreatischer neuroendokriner Tumoren basierend auf mathematischen Modellen des MAPK-mTOR Netzwerkes

Der Forschungsverbund „MAPTor-NET“ beschäftigt sich mit dem Thema Bauchspeicheldrüsenkrebs und besteht aus drei Kooperationspartnern, die Expertise auf den Gebieten Biologie, Medizin, Systembiologie und Bioinformatik einbringen. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Identifizierung von zielgerichteten Therapiestrategien bei der Behandlung von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET). Im Verlauf des Forschungsprojektes sollen die genetischen Veränderungen in den MAPK- und mTOR-Signaltransduktionswegen untersucht werden, deren Überaktivierung mit einem Tumorwachstum in Verbindung steht. Dafür ist vorgesehen, quantitative Sequenzierungs- und Proteomanalysen in Patienten-abgeleiteten Zellkulturmodellen und Tumorproben durchzuführen. Die experimentellen Datensätze werden dann verwendet, um ein kombiniertes MAPK-mTOR-Computermodell zu generieren. Dieses Modell kann letztendlich für eine Stratifizierung der Patienten vor einer Therapie genutzt werden, da es eine Vorhersage der möglichen Therapieantwort auf spezifische Wirkstoffe ermöglicht. Das Modell soll an Patienten getestet werden, die im Rahmen einer klinischen Studie mit den Wirkstoffen Everolimus und Pasireotid – einem mTOR-Inhibitor und einem Hemmer für die Ausschüttung von Adrenocorticotropin – behandelt wurden.

Die im Rahmen des Verbundvorhabens gewonnen Erkenntnisse und etablierten Technologien leisten somit einen konkreten Beitrag zur Entwicklung von innovativen Testverfahren, die künftig für jeden Patienten eine individuelle Wirksamkeits- und Risikoabschätzung für ein definiertes Medikament erlauben werden.

Teilprojekt Berlin I

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Institut für Pathologie
AG Molekulare Tumorpathologie

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christine Sers
030 450 536-185
031A426A
1.803.971 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Oldenburg

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften

Carl-von-Ossietzky Str. 9-11
26129 Oldenburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Kathrin Thedieck
0173 832 2105
031A426B
513.965 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Berlin II

Humboldt-Universität zu Berlin
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät II
Institut für Informatik
Lehrstuhl Wissensmanagement in der Bioinformatik

Unter den Linden 6
10099 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulf Leser
030 2093-3066
031A426C
263.011 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „SYS-GLIO“: Systembasierte Vorhersagen für das biologische und klinische Verhalten von Gliomen

Hirntumore (Gliome) gehören zu den Tumoren mit einer sehr schlechten Überlebensrate. Kinder wie auch Erwachsene haben ab dem Zeitpunkt der Diagnose lediglich eine mittlere Überlebenszeit von weniger als 12 Monaten. Das vorliegende Verbundprojekt sucht nun nach möglichen Ursachen für die hohe Sterblichkeit. Dafür sollen die genetischen Eigenschaften maligner Hirntumore mit unterschiedlichen Schweregraden genauer analysiert werden. Dafür werden – bereits vorhandene – umfangreiche molekulare Hochdurchsatzdaten von Hirntumoren genutzt und mit mathematischen Modellen analysiert. Auf der Basis dieser Daten und Modelle sollen dann neue Konzepte der "Individualisierten Medizin" für Hirntumor-Patienten entwickelt und so möglichst passgenaue personalisierte Therapien abgeleitet werden.

Die Verbundpartner haben schon zuvor im deutschen Gliomnetzwerk große, gut dokumentierte Patientenkohorten betreut. Die molekularen Hochdurchsatzdaten werden in mathematischen Modellen analysiert. Mittels eines systemmedizinischen Ansatzes können molekulare Signalwege und Netzwerke identifiziert werden, die an der Tumorentstehung wesentlich beteiligt sind. Durch diese Modelle soll es künftig möglich sein, neue prognostische bzw. prädiktive molekulare Signaturen zu extrahieren. Diese sollen zu einer verbesserten Stratifizierung von Patienten in Therapie-relevante Untergruppen sowie zu neuen zielgerichteten Therapien führen. Die Ergebnisse sollen dabei unmittelbar in das klinische Umfeld –etwa über die Entwicklung neuer klinischer Studienprotokolle – übertragen werden.

Teilprojekt Heidelberg

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Molekulare Genetik

Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Lichter
06221 42-4609
031A425A
1.681.041 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Düsseldorf

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Neuropathologie

Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Guido Reifenberger
0211 81-18660
031A425B
425.215 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Hamburg

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Katrin Lamszus
040 7410-55577
031A425C
142.668 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Leipzig

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Loeffler
0341 97-16100
031A425D
73.932 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018



Verbundprojekt „HaematoOPT“: Modell-basierte Optimierung und Individualisierung von Behandlungsstrategien in der Hämatologie

Zentrales Ziel dieses Projektes ist es, die praktische Anwendbarkeit mathematischer Modelle zur Beschreibung normaler und leukämischer Blutbildung im Rahmen klinischer Entscheidungsprozesse zu zeigen. Das Projekt basiert maßgeblich auf mathematischen Modellen der drei Hauptentwicklungslinien der Blutzellen (d.h. der Erythropoese, Granulopoese, Thrombopoese) und deren Regulation durch Wachstumsfaktoren, sowie auf Modellen zur Beschreibung der Blutstammzellen. Diese Modelle wurden in den letzten Jahren in den beteiligten Arbeitsgruppen entwickelt und sollen nun von der Grundlagenforschung in die klinische Praxis gebracht werden, um so die Behandlung der entsprechenden Erkrankungen zu verbessern.

Die Arbeiten in diesem Verbundprojekt konzentrieren sich auf die Analyse dynamischer Merkmale der individuellen Krankheitsentwicklung an den zwei Beispielen der gestörten Blutbildung und der Behandlung von chronischen Leukämien (CML). Wesentlich dafür ist die Analyse patientenspezifischer Zeitverlaufsmessungen von Biomarkern während der Krankheitsprogression und des Therapieansprechens. Mit Hilfe systembiologischer Methoden wird zunächst das Ziel verfolgt, eine Stratifizierung der Patienten nach Risikogruppen vorzunehmen und damit eine gezieltere Behandlung zu ermöglichen. In einem zweiten Schritt sollen dann Behandlungseffekte für die individuellen Patienten vorhergesagt und die Therapie entsprechend angepasst werden. Dadurch soll gezeigt werden, dass die Systemmedizin einen wesentlichen Fortschritt in der erfolgreichen Behandlung von Patienten ermöglichen kann.

Teilprojekt Dresden

Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus

Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ingo Röder
0351 458-6060
031A424A
1.175.100 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Leipzig

Universität Leipzig
Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Markus Loeffler
0341 97-16100
031A424B
714.407 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Jena I

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin II

Erlanger Allee 101
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Hochhaus
03641 93-24201
031A424C
390.060 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Jena II

Leibniz-Institut für Altersforschung
Fritz-Lipmann-Institut e. V. (FLI)

Beutenbergstr. 11
07745 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Karl Lenhard Rudolph
03641 65-6350
031A424D
192.015 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Köln

Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Klinik II für Innere Medizin

Kerpener Str. 62
50937 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Gero von Gersdorff
0221 430 9184-10
031A424E
37.962 EUR
01.03.2015 - 30.06.2016


Verbundprojekt „Melanoma sensitivity“: Validierung des prädiktiven SYSACT Modells zur TRAIL/APG und Trametinib/Dabrafenib Kombinationstherapie beim malignen Melanom unter Verwendung eines organotypischen 3D Sphäroid-Modells

In dem Verbundprojekt „Melanoma sensitivity“ soll die Wirkung einer Kombination von Therapeutika gegen das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) untersucht werden. Um die Wirkung der Therapeutika analysieren und vorhersagen zu können, soll ein mathematisches Modell verwendet werden, welches das Zusammenspiel der wichtigsten Komponenten im Krankheitsgeschehen simulieren kann. Grundlage des Projektes ist eine einfache Version dieses Modells, das bislang das Krankheitsgeschehen nur unter Laborbedingungen abbilden kann. Diese Vorversion soll nun so erweitert werden, dass das angepasste Modell die Situation im Menschen realistisch wiedergibt. Im Idealfall kann es die Wirkung von kombinierten Therapeutika vorhersagen, die ansonsten nur unter unverhältnismäßig großem Aufwand getestet werden könnten. Anhand dieses Projektes kann somit auch der konkrete direkte Nutzen für den Patienten durch die Verwendung des systemmedizinischen Ansatzes – d. h. einer Kombination aus biologischen, medizinischen und mathematischen Methoden – demonstriert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten im vorliegenden Verbundprojekt Arbeitsgruppen aus Deutschland, Luxemburg und Irland zusammen. Die Partner stellen jeweils unterschiedliche Expertisen zur Verfügung, um die Wirkung der Therapeutika auf das maligne Melanom zu testen, zu analysieren und das Modell zu erweitern. Die verschiedenen Therapeutika – darunter neue Wirkstoffe, die direkt aus der vorklinischen Entwicklung kommen – werden an 3D-Zellkulturen getestet, in denen die Situation der Hautkrebszellen im Ursprungsgewebe nachgestellt wird. Es werden nicht nur etablierte und gut charakterisierte Zelllinien untersucht, sondern auch Patientenmaterial für die 3D-Zellkultur verwendet. Dadurch wird das Krankheitsgeschehen möglichst realitätsnah nachgebildet. Validiert werden die Ergebnisse durch die Untersuchung von Gewebeproben aus der Biobank des Südwestdeutschen Tumorzentrums Tübingen. Die hier gewonnenen Informationen fließen dann in das mathematische Modell ein, welches Vorhersagen über den Erfolg der Kombinationstherapien treffen soll.

Teilprojekt Dresden I

Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
AG Experimentelle Dermatologie
Fetscherstr. 105
01307 Dresden

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Dagmar Kulms
0351 458-18973
031A423A
524.611 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Dresden II

Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Dermatologie

Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Friedegund Meier
0351 458-3677
031A423B
334.343 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Teilprojekt Stuttgart
 

Universität Stuttgart
Fakultät 4 Geo- und Biowissenschaften
Institut für Zellbiologie und Immunologie

Allmandring 31
70569 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Roland Kontermann
0711 685-66989
031A423D
459.318 EUR
01.08.2015 - 28.02.2018

 

 

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