Modul I: "Forschungskonsortien zur Systemmedizin"
|
Öffentliche Bekanntmachung:
|
2012
|
|
Förderzeitraum:
|
2013 - 2017
|
|
Gesamtvolumen:
|
46 Mio. EUR
|
|
Geförderte Verbünde:
|
14
|
1. Ziele der Fördermaßnahme
Mit dieser Fördermaßnahme soll die Systemmedizin in Deutschland etabliert werden. Gegenstand der Förderung sind Forschungskonsortien, die eine gemeinsame krankheitsbezogene Fragestellung mit Hilfe eines systemmedizinischen Forschungsansatzes bearbeiten. In den Verbünden arbeiten interdisziplinär klinische Arbeitsgruppen, hochdurchsatzorientierte Arbeitsgruppen der biomedizinischen Grundlagenforschung sowie Experten und Expertinnen für Informationstechnologien zusammen. Sie versuchen komplexe physiologische und pathologische Prozesse in ihrer Gesamtheit zu verstehen und damit Grundlagen für die Entwicklung innovativer Verfahren für Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten zu schaffen. In den Forschungskonsortien soll auch der Einsatz systemorientierter Techniken wie der Genomsequenzierung oder der Proteomanalyse in der klinischen Forschung weiter ausgebaut werden.
2. Stand der Fördermaßnahme
In 14 interdisziplinären Verbünden werden für einen ersten Förderzeitraum von Ende 2013 bis Mitte 2017 Forschungsgruppen in Universitäten, Kliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen gefördert. In einer Zwischenevaluation im Jahr 2015 sollen alle Verbünde einer externen Begutachtung unterzogen werden. Erfolgreiche Verbünde können für zwei weitere Jahre gefördert werden.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Verbundprojekt: IntegraMent: Integrierte Untersuchungen von Ursachen und Mechanismen psychiatrischer Erkrankungen
Psychiatrische Störungen wie Depressionen betreffen allein in Deutschland drei Millionen Menschen. Die Ursachen der Erkrankung sind jedoch noch nicht ausreichend verstanden. Das Ziel des Verbundes ist daher ein verbessertes Verständnis der Ursachen der wichtigsten psychiatrischen Erkrankungen Schizophrenie und Depressionen durch einen integrierten, systemorientierten Ansatz. An klinisch sehr gut charakterisierten Patienten werden die bisher bekannten und während der Laufzeit des Projektes identifizierten Risikogene und molekularen Ursachen überprüft. Dabei werden diagnoseübergreifende Merkmale, die Hinweise auf gemeinsame Ursachen verschiedener Krankheitsbilder geben könnten, besonders berücksichtigt. Durch die Integration mehrerer Datenebenen, die u. a. bildgebende Verfahren (Neuroimaging), genetische Analysen, Mausmodelle und funktionelle Analysen induzierter pluripotenter Stammzellen aus Hochrisikopatienten umfassen, wird ein substantieller Beitrag zum Verständnis der Krankheiten erwartet. Die Ergebnisse sollen mittelbar auch dazu beitragen, die Diagnose und Behandlung der Krankheiten zu verbessern und dadurch den betroffenen Menschen besser helfen zu können. In der zweiten Förderphase des Verbundes werden die bisher identifizierten Risikogene weiter überprüft, um konkrete Verbesserungen für Diagnose und Therapie zu erreichen. Ein weiteres Ziel dieser Förderperiode ist die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.
Teilprojekte 3, 9, 11
|
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Universitätsklinikum
Biomedizinisches Zentrum
Institut für Humangenetik
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Markus M. Nöthen
0228 287-51101
01ZX1614A
484.604 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Ziel des Teilprojektes 3 (TP 3) ist die Identifikation seltener, hochpenetranter genetischer Varianten, die zur Entstehung der Schizophrenie (SCZ), bipolaren Störung (BD) und unipolaren Depression (MD) beitragen. In TP 9 werden zelluläre Reprogrammierungs- und Differenzierungstechnologien genutzt, um Nerven- und Gliazellen von Patienten mit ausgewählten psychiatrischen Erkrankungen zu generieren. TP 11 ist für die wissenschaftliche Koordination und das Management des gesamten e:Med-IntegraMent-Verbundes zuständig.
TP 4b, Transdiagnostische neurokognitive Marker für Psychosen
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité-Mitte
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dr. Henrik Walter
030 450 517-141
01ZX1614B
132.541 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Neuroimaging-Datenbasis: Eine bioinformatische Infrastruktur ist etabliert und mit Daten aus schon durchgeführten BMBF-Projekten (MooDS, Gesunde & Angehörige von Patienten mit Schizophrenie, bipolarer Störung und Depression) zusammengeführt. Diagnostische Marker: Eine Stichprobe von je 80 Patienten mit Schizophrenie, bipolarer Störung und Depression wird mithilfe multivariater statistischer Methoden und Maschinlernalgorithmen analysiert, um diagnostische Marker-Sets zu identifizieren, die a) zwischen den Diagnosekategorien differenzieren und b) transdiagnostische Gemeinsamkeiten anzeigen. Prädiktive Marker und Entscheidungsregeln: es soll festgestellt werden, ob sich die identifizierten Marker-Sets zur Risikovorhersage eignen. In WP3a werden Marker-Sets identifiziert, die Therapieerfolg, Rückfall und die Entstehung von Nebenwirkungen vorhersagen. Dazu werden follow-ups mit bereits untersuchten Patienten durchgeführt. In WP3b werden die Effekte eines genetischen Hochrisiko-Status auf neuronale Mechanismen untersucht.
Interaktomenetzwerke und gestörte zelluläre Funktionen in Schizophrenie und Bipolarer Störung
|
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Erich Wanker
030 9406-2157
01ZX1614C
160.462 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Es wurde erfolgreich eine Computer-basierte Methode entwickelt, mit der ein umfassendes Protein-Protein-Interaktions-Netzwerk für Proteine, die mit Schizophrenie in Zusammenhang stehen, erstellt. Basierend auf diesem Netzwerk konnten mit bioinformatischen Berechnungen hochverknüpfte Protein-Cluster, also zusammenhängende Gruppen von Proteinen, vorhergesagt werden, die möglicherweise auch im Funktionszusammenhang miteinander in der Entstehung der Krankheit stehen. Nun werden alle Protein-Protein Interaktionen der vorhergesagten Protein-Cluster mit Methoden validiert, die das quantitative Messen von Protein-Interaktionen in humanen Zellen ermöglichen, wodurch weitere Aussagen über die Rolle in der Krankheit ermöglicht werden. So wird zuletzt ein präziser quantitativer Datensatz von Schizophrenie-assoziierten Proteinen, deren Wechselwirkungen und deren biologischen Funktionen in der Krankheit zur Verfügung stehen. Zudem wird dieser Ansatz auf die Bipolare Störung (BS) erweitert.
TP6: Epigenom- und Transkriptomplastizität bei neuropsychiatrischen Erkrankungen
|
Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Zentrum Psychosoziale Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andre Fischer
0551 39-61209
01ZX1614D
130.351 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Epigenetische Prozesse der Genexpression spielen offenbar eine wichtige Rolle bei der Entstehung von neuropsychiatrischen Erkrankungen, sind bisher jedoch nicht ausreichend untersucht. Ziel des Projektes ist es Transkriptom und epigenetische Profile mittels eines systemmedizinischen Ansatzes in Hirngewebe, in Blut und in differenzierten Stammzellen von Patienten zu beschreiben, die an Schizophrenie oder bipolarer Störung leiden. Die Analyse dieser Daten wird dazu beitragen, die Entstehung von neuropsychiatrischen Krankheiten besser zu verstehen und Biomarker und individuelle therapeutische Strategien zu entwickeln.
TP 5a: Genetische Risikoberechnung bei psychiatrischen Erkrankungen
|
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ellernholzstr. 1-2
17489 Greifswald
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Hans Jörgen Grabe
03834 86-6915
01ZX1614E
71.958 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Untersuchung genetischer Risikomarker und biologischer Pathways für psychiatrische Erkrankungen im Zusammenhang mit psychischen und körperlichen Phänotypen in der Allgemeinbevölkerung: In der zweiten Förderphase sollen die durch den IntegraMent-Verbund bereits identifizierten genetischen Marker für Schizophrenie (SCZ), bipolare (BD) und depressive Störung (MD) hinsichtlich ihrer biologischen Relevanz in spezifischen Pathways untersucht werden. Der Einfluss dieser Pathway-bezogenen genetischen Scores auf psychische und körperliche Phänotypen in der Allgemeinbevölkerung soll analysiert werden, um Hypothesen über das Zusammenspiel von psychischer und körperlicher Pathologie zu generieren. Darüber hinaus soll in diesem Zusammenhang untersucht werden, ob bestimmte Umweltfaktoren im Zusammenspiel mit einer genetischen Prädisposition eine protektive Wirkung haben oder jedoch das Krankheitsrisiko erhöhen.
TP 2: Zentrale Phänotypressource für Genotyp-Phänotyp-Studien
|
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Julius-Kühn-Str. 7
06112 Halle
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dan Rujescu
0345 557-3651
01ZX1614F
45.454 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Das Ziel des Teilprojektes ist es, die Entwicklung eines biologisch geleiteten Klassifikationssystems für Schizophenie, bipolare und majore Depression durch die Identifikation robuster Zusammenhänge von Genotypen und Phänotypen zu erleichtern und Einblicke in die Ursachen der Krankheitsentstehung zu erlangen.
Teilprojekte TP 2, 4, 5 und 10
|
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Abt. Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie
J 5
68159 Mannheim
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Marcella Rietschel
0621 1703-6051
01ZX1614G
307.161 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Teilprojekt 2 hat drei Ziele: 1) Identifikation robuster Genotyp-Phänotyp Korrelationen; 2) Bereitstellung einer zentralen Ressource für Biomaterial und Phänotypen und 3) Harmonisierung der Daten-und Biobank mit derjenigen der DGPPN-Kohorte. TP 4 identifiziert multidimensionale Marker (Bildgebung, Genetik, Klinik, Umwelt) für die Prädiktion psychiatrischer Phänotypen und TP 5 untersucht den Einfluss der im Konsortium identifizierten Risikogene und deren Interaktion mit Umweltfaktoren auf die psychische und somatische Gesundheit in der Allgemeinbevölkerung. TP 10 entwickelt Computerprogramme zur Rekonstruktion und Prädiktion neuronaler Dynamik und wendet diese auf Daten von menschlichen Patienten, Angehörigen und Kontrollen an.
Teilprojekte 1c: Datenintegration und Modelsystemeund Teilprojekt 7: Genetische Mausmodelle
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Entwicklungsgenetik (IDG)
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
089 3187-4111
01ZX1614H
213.599 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Durch genomweite Assoziationsstudien (GWAS) in den Bereichen Schizophrenie (SCZ), Bipolare Störungen (BD) und Depression (MD) wird eine steigende Zahl von krankheitsassoziierten genetischen Varianten identifiziert. Darüber hinaus kann durch Integration von Datensätzen mit Hilfe von Mega- und Meta-Analysen eine steigende Zahl von genetischen Risikofaktoren detektiert werden. Das IntegraMent-Konsortium hat zu diesen Entdeckungen einen substantiellen Beitrag geleistet. Basierend auf diesen Ergebnissen hat das Teilprojekt 1 innerhalb der gesamten Förderperiode sechs Ziele definiert, wobei das HMGU an folgenden beteiligt ist: Datenmanagement, Signifikanztests in der Netzwerkmedizin, Integration krankheitsbezogener Interaktionsnetzwerke. Teilprojekt 7 hat innerhalb beider Förderperioden folgende Ziele: 1) In vivo-Validierung der GWAS-basierten genetischen Risikofaktoren; 2) Bestimmung des Einflusses dieser Risikofaktoren auf organismischer Ebene; 3) Bestimmung von SCZ und BD zugrundeliegenden Krankheitsmechanismen und Signalwegen.
Teilprojekt 6b: Epigenetik und Transkriptoren, Plastizität bei psychiatrischen Erkrankungen
|
Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Fakultät
Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung
Feodor-Lynen-Str. 23
81377 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Armin Giese
089 2180-78000
01ZX1614I
60.240 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Das TP 6 gliedert sich in drei Teilprojekte (work packages, WP). Das Gesamtziel ist die epigenetische Charakterisierung und Untersuchung von Transkriptomplastizität bei schweren psychiatrischen Erkrankungen. Dabei soll in WP1 post mortem Gehirngewebe aus relevanten kortikalen Gehirnregionen von schizophrenen Patienten verglichen mit gesunden Kontrollen untersucht werden. In WP2 sollen epigenetische Bio-Signaturen und das Transkriptom in peripheren Blutzellen (Lymphozyten) von psychiatrischen Patienten und gesunden Kontrollen aus einer Biobank untersucht werden. In WP3 sollen induzierte pluripotente Stammzellen von psychiatrischen Patienten, die dem Konsortium zur Verfügung stehen, untersucht werden. Ein besonderer Schwerpunkt der 2. Förderphase ist die Interaktion mit den Verbundpartnern mit dem Ziel einer integrierten Analyse der epigenetischen Bio-Signaturen.
TP 1: Datenintegration und Modelsysteme TP 2: Zentrale Patienten-Verwaltung
|
Max-Planck-Gesellschaft (MPG),
vertreten durch das Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Dr. Elisabeth Binder
089 30622-586
01ZX1614J
155.979 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Teilprojekt 1 ist mit Datenintegration und Systemmodellierung in psychischen Störungen befasst. Es werden verschiedene analytische Ansätze genutzt, um das Ziel zu erreichen, zu Datenintegration und Systemmodellierung zu gelangen. Die genuinen Beiträge des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie umfassen (als Teil des TP1, das in seiner Gesamtheit in Verbindung mit Prof. Theis, Helmholtz München und Dr. Manuel Mattheisen, Dänemark ausgeführt wird) Analyse der Sequenzierungsdaten, genomweite Analyse von Epistasis und Analyse mit Gaussian Graphical Models auf Bilddaten, um schließlich integrative Netzwerk-Modellierung zu erreichen. Teilprojekt 2a) die Identifikation von Genotyp-Phänotyp-Assoziationen, welche zur Entwicklung eines auf biologischen Markern basierenden Klassifikationssystems der wichtigsten psychiatrischen Erkrankungen beitragen werden; b) die Bereitstellung von großen Patientenstichproben als zentrale Ressource für die weiteren Subprojekte von Integrament; und c) Ausweitung der Patientenressource des Konsortiums auf eine deutschlandweite multizentrische Kohorte.
Verbundprojekt: Alkoholabhängigkeit: Eine System-orientierte Herangehensweise
Übermäßiger Alkoholkonsum - wie er heutzutage oftmals schon bei Jugendlichen alltäglich ist - kann zu Alkoholabhängigkeit führen. Alkoholabhängigkeit ist eine der am weitesten verbreiteten neuropsychiatrischen Erkrankungen unserer Gesellschaft. Ziel des Verbundes ist, individuelle neuronale Risikoprofile für Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen zu definieren. Die Risikoprofile sollen vorhersagen, ob eine Alkoholsucht im späteren Leben wahrscheinlich ist. Dazu werden gemeinsame Datenbanken und mehrere molekularbiogische und genetische Datensätze von Patientinnen und Patienten verwendet. Diese werden mit Methoden der Biostatistik, der mathematischen Modellierung und Bildgebung kombiniert. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden in unabhängigen klinischen Untersuchungen und Tiermodellen funktionell überprüft. Das Forschungsprojekt soll dazu beitragen, eine Alkoholabhängigkeit frühzeitig zu erkennen, zu behandeln oder sogar zu verhindern. Darüber hinaus sollen innovative Wirkstoffe zur Vorbeugung von Rückfällen identifiziert und in klinischen Studien getestet werden. Die zweite Förderphase des Verbundes baut auf den bereits erreichten Ergebnissen auf, indem identifizierte Kandidatengene funktionell getestet werden.
Anteil ZI Mannheim
|
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
J 5
68159 Mannheim
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Rainer Spanagel
0621 1703-6851
01ZX1611A
1.526.444 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Mit diesem Programm sollen 1) individuelle neuronale Verhaltens-Risikoprofile bei Jugendlichen definiert werden, bei denen alkoholbedingte Störungen im späteren Leben wahrscheinlich sind und 2) neue pharmakologische Behandlungsansätze gefunden werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird die vorhandene Infrastruktur, gemeinsame Datenbanken und mehrere von NGFN und EU-Programmen unterstützte omics-basierte Datensätze genutzt und diese mit ausgezeichneter Expertise in Biostatistik, mathematischer Modellierung und Bildgebung kombiniert. Das Konsortium nutzt somit Informationen aus Epigenomik, Genomik, Transkriptomik, Neurodynamik und Neuroimaging, um damit mathematische Vorhersagemodule zu unterfüttern, die von zwei Bernstein-Zentren für Computational Neuroscience zur Verfügung gestellt werden. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden in unabhängigen klinischen Stichprobengruppen und passenden Tiermodellen funktionell validiert. Dieser Ansatz wird dazu beitragen, Strategien zur frühzeitigen Intervention zu entwickeln und innovative Moleküle zur Vorbeugung von Rückfällen zu identifizieren, die dann in experimentellen Humanstudien getestet werden.
TP 2: Identifizierung genetischer und epigenetischer Risikofaktoren für die Alkoholabhängigkeit und deren Erkrankungsverlauf
|
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Humangenetik
Biomedizinisches Zentrum
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Markus M. Nöthen
0228 287-51101
01ZX1611B
127.686 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Mit diesem Programm sollen 1) individuelle neuronale Verhaltens-Risikoprofile bei Jugendlichen definiert werden, bei denen alkoholbedingte Störungen im späteren Leben wahrscheinlich sind und 2) neue pharmakologische Behandlungsansätze gefunden werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird die vorhandene Infrastruktur, gemeinsame Datenbanken und mehrere von NGFN und EU-Programmen unterstützte omics-basierte Datensätze genutzt und diese mit ausgezeichneter Expertise in Biostatistik, mathematischer Modellierung und Bildgebung kombiniert. Das Konsortium nutzt somit Informationen aus Epigenomik, Genomik, Transkriptomik, Neurodynamik und Neuroimaging, um damit mathematische Vorhersagemodule zu unterfüttern, die von zwei Bernstein-Zentren für Computational Neuroscience zur Verfügung gestellt werden. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden in unabhängigen klinischen Stichprobengruppen und passenden Tiermodellen funktionell validiert. Dieser Ansatz wird dazu beitragen, Strategien zur frühzeitigen Intervention zu entwickeln und innovative Moleküle zur Vorbeugung von Rückfällen zu identifizieren, die dann in experimentellen Humanstudien getestet werden.
TP 6 "Mathematische Modellierung I"
|
Technische Universität Berlin
Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik
Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik
FG Neuronale Informationsverarbeitung
Marchstr. 23
10587 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Klaus Obermayer
030 314-73120
01ZX1611D
150.332 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Ziel dieses Teilprojekts zur mathematischen Modellierung ist es, neurobiologische Risikoprofile einschließlich genetischer Risikofaktoren in Jugendlichen zu errechnen, die "Binge-Drinking" und später im Leben auftretende Alkoholerkrankungen prädizieren. Um dies zu erreichen, wird mit Hilfe von Verfahren des maschinellen Lernens eine integrative statistische Analyse der genetischen, neuropsychologischen, Bildgebungs- und Verhaltensdaten der IMAGEN und NGFNplus-Daten durchgeführt.
TP 6 und 10, Anteil Charité
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité-Mitte
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andreas Heinz
030 450-517001
01ZX1611E
248.161 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Vorhabenziele sind: 1) Mathemathische Modellierung neurobiologischer Risikoprofile inklusive genetischer Risikofaktoren in Jugendlichen zur Prädiktion von "Rauschtrinken" und späteren Alkoholerkrankungen. 2) Integrative statistische Analyse der genetischen, neuropsychologischen, Bildgebungs- und Verhaltensdaten der IMAGEN und NGFN Datensätze mittels maschinellen Lernens. TP 10: 1) Untersuchung bildgebender genetischer Prädiktionsmodelle im existenten NGFN-Sample. 2) Übersetzung von Jugend-Risikoprofilen auf adulte Alkoholerkrankung (IMAGEN). 3) Durchführung einer bildgebenden Nacherhebung zur Validierung der prädiktiven Risikoprofile für schädlichen Alkoholkonsum und Alkoholabhängigkeit. 4) Erweiterung der NGFN-Kohorte durch Erstangehörige von Patienten mit Alkoholabhängigkeit.
TP 9: Funktionelle Validierung: Gene und molekulare Analysen
|
Universität zu Köln
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Zoologisches Institut
Arbeitsgruppe Scholz - Molecular Mechanisms of Behaviour
Zülpicher Str. 47b
50674 Köln
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Henrike Scholz
0221 470-3121
01ZX1611F
71.366 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Es werden molekulargenetische Methoden, neuroanatomische Untersuchungen und Verhaltensexperimente mit Hilfe des genetischen Tiermodels Drosophila melanogaster durchgeführt.
TP 9 Anteil München (Phase-2)
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Entwicklungsgenetik (IDG)
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
089 3187-4110
01ZX1611G
34.584 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Im diesem Projekt werden die im Verbund identifizierten Genvarianten, welche kausal mit alkoholbezogenem Verhalten verbunden sind, in den entsprechenden Tiermodellen funktional validiert: 1) Drosophila als genetisches Modellsystem (Prof. Henrike Scholz, Universität Köln) und 2) humanisierte Mausmodelle (Prof. Wolfgang Wurst), welche Träger der entsprechenden humanen genetischen Polymorphismen sind.
Verbundvorhaben: Klinisch anwendbare, "omics"-basierte Erfassung von Überleben, Nebenwirkungen und Zielstrukturen beim Multiplen Myelom (CLIOMMICS)
Bei einer Krebserkrankung des Knochenmarks, dem Multiplen Myelom, kann in 40 % der Erkrankten durch Therapie mit einzelnen Medikamenten und in 85 % der Erkrankten durch Zugabe weiterer Medikamente ein Therapie-Ansprechen erreicht werden. Gleichzeitig werden durch die Kombinationen jedoch auch schwerwiegende Nebenwirkungen induziert. Um die Heilungschancen der Patientinnen und Patienten zu verbessern, müssen daher möglichst aussagekräftige Daten erhoben und systematisch ausgewertet werden, um eine individualisierte Therapie zu erarbeiten.
Dies ist auch das Ziel der Fördermaßnahme "Forschungskonsortien zur Systemmedizin". Die Fördermaßnahme soll eine Verbesserung der Therapie aller individuellen Patientinnen und Patienten durch eine Integration verschiedener Datenebenen erreichen; dies können z. B. klinische Daten, Ergebnisse bildgebender Verfahren oder genetische Analysen sein. Langfristig dient die Fördermaßnahme der Etablierung der Systemmedizin in Deutschland. Im Verbund "CLIOMMICS" werden Daten der Patienten erhoben, verarbeitet und schließlich Therapieempfehlungen entwickelt, die bei möglichst geringen Nebenwirkungen das beste Therapieansprechen erlauben. In der zweiten Förderphase des Verbundes werden die Therapieempfehlungen weiter entwickelt und in der Klinik angewandt.
|
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Medizinische Klinik - Innere Medizin V
Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt
06221 56-8003
01ZX1609A
1.060.069 EUR
01.09.2016 - 31.08.2018
|
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Molekulargenetische Epidemiologie
Im Neuenheimer Feld 580
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Kari Hemminki
06221 42-1800
01ZX1609B
462.467 EUR
01.09.2016 - 31.08.2018
|
Ziel des Konsortiums ist der Einsatz "omics”-basierter Methoden (Genexpressionsanalysen, RNA-Sequenzierung und Analyse von Einzelnukleotid-Polymorphismen) in der klinischen Routine und deren Integration mit konventionellen klinischen, modernen Bildgebungs- und molekularen Daten (Interphase-Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) im Sinne einer personalisierten Therapie des Multiplen Myeloms. Dadurch soll das Therapieansprechen verbessert werden (z.B. durch die Hinzunahme neuer Medikamente) und gleichzeitig die Rate an Nebenwirkungen verringert werden (z.B. durch den Ersatz eines Medikaments bei einer Gruppe von Patienten, bei denen diese Nebenwirkung regelmäßig auftritt).
Verbundvorhaben: SYSIMIT
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen in den westlichen Staaten. Jedes Jahr werden in Deutschland über 2.000 Nieren transplantiert. Diese beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen medizinischen Disziplinen haben eine Gemeinsamkeit: Das Immunsystem reagiert in beiden Fällen auf Antigene des betroffenen Gewebes. In beiden Bereichen, Onkologie und Transplantationsmedizin, gewinnen Therapien, die das Immunsystem modulieren, an Bedeutung. In der Betrachtung des Krankheitsbildes eines einzelnen Patienten in seiner Gesamtheit und einer daraus resultierenden individuellen Therapie liegt die Zukunft der medizinischen Versorgung, nicht nur in der Onkologie und der Transplantationsmedizin.
Ziel der Fördermaßnahme „Forschungskonsortien zur Systemmedizin“ ist eine Verbesserung der Therapie von Patientinnen und Patienten durch eine Integration verschiedener Datenebenen. Dies können z. B. klinische Daten, Ergebnisse bildgebender Verfahren oder genetische Analysen sein. Bei Brustkrebs und Nierentransplantationen basieren wichtige therapeutische Entscheidungen häufig auf der mikroskopischen Beurteilung von Biopsien durch individuell geschulte Pathologen und Pathologinnen. Die Auswertung großer Datenmengen eines Patienten und das Erkennen bestimmter, individueller Krankheitsmuster, z. B. das Verhalten der Immunzellen, sind für Ärzte und Ärztinnen nur computergestützt möglich.
Das Forschungskonsortium SYSIMIT hat sich das Ziel gesetzt, neuartige Auswertealgorithmen für digitale Bilder und mathematische Modelle für die Pathologie zu entwickeln. Das Verhalten von Immunzellen, zum Beispiel die Interaktion der Immun-Effektorzellen mit den Zielstrukturen soll räumlich und über die Zeit verfolgt werden können. Hierfür müssen Informationen durch automatisierte Bildanalyse ausgelesen werden, die bisher in den mikroskopischen Bildern verborgen waren. Durch die Zusammenführung der umfangreichen histologischen Auswertung mit Profilen von Antikörpern gegen das Spenderorgan bzw. gegen den Tumor sollen neue Marker oder Muster der Erkrankungen identifiziert werden. Das Konsortium erhofft sich wertvolle neue Erkenntnisse für individuelle, immunmodulatorische Therapien bei Brustkrebs, speziell erblichem und der sogenannten „triple-negativen“ Variante von Brustkrebs, und Nierentransplantationen, besonders die Transplantation von Spendern zu Empfängern mit verschiedenen Blutgruppen.Langfristig ist geplant, die Ergebnisse auch für andere Bereiche der Onkologie und der Transplantationsmedizin zu nutzen.
Systemimmunologie und Image Mining in der translationalen Biomarkerforschung für die Transplantations- und Krebsmedizin: Translation von prognostischen räumlichen Mustern entzündlicher Reaktionen auf Tumor- und Organspenderzellen in klinisch anwendbare Markerkombinationen (TP4)
|
Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Pathologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Friedrich Feuerhake
0511 532 5238
01ZX1608A
423.230 EUR
01.10.2016 - 30.09.2018
|
Ziel ist es, das volle Ausmaß prognostischer Aussagekraft entzündlicher Reaktionen auf Tumorzellen bei erblichem Brustkrebs sowie auf Spenderorgane nach Nierentransplantation für die translationale Forschung nutzbar zu machen. Kontext ist das übergeordnete konsortiumweite Ziel, durch neue innovative systemmedizinbasierte Biomarkerstrategien einen Beitrag zu einem effizienten zielgerichteten Einsatz neuer immunmodulatorischer Therapien in der Onkoimmunologie und Nierentransplantation zu leisten. Teilprojekt 4 integriert in einem komplexe räumliche Informationen aus der automatisierten Evaluierung von Biopsiepräparaten menschlichen Ursprungs mit klinischen, serologischen und genomischen Daten. Bestehende klinische Forschungsstrukturen in der translationalen Onkologie und Transplantationsmedizin werden so mit neuen Methoden dynamischer mathematischer Modellierung und mit interdisziplinärer innovativer Bildanalyse und wissensbasierter komplexer Mustererkennung verbunden.
Mathematische Modellierung von Immunantworten im Zusammenhang mit Nierentransplantationen und Brustkrebs
|
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann
0531 6181-5400
01ZX1608B
430.766 EUR
01.10.2016 - 30.09.2018
|
Der Fokus wird auf zwei konkrete Bereiche der Medizin gerichtet: Nierentransplantationen und Brustkrebs. In diesen Bereichen besteht gegenwärtig ein hoher Bedarf an neuen diagnostischen Markern für wichtige Therapieentscheidungen. Die Chancen auf einen Transfer der Forschungsergebnisse in klinisch nutzbare Anwendungen sind in diesen Bereichen daher besonders hoch. In Teilprojekt 1 und 3 sollen mathematische Modelle erstellt werden, die die Wechselwirkung des Immunsystems mit einem transplantierten Organ oder mit Brustkrebs beschreiben. Diese Modelle sollen die Entwicklung von neuen Strategien bei der Diagnose und Therapie unterstützen.
Systemimmunologie und Image Mining in der translationalen Biomarkerforschung für die Transplantations- und Krebsmedizin: Entwicklung und klinische Validierung neuer prognostischer Gewebemarker auf Basis von örtlichen und funktionalen Immunzellmustern
|
Definiens AG
Bernhard-Wicki-Str. 5
80636 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Ralf Schönmeyer
089 231180-52
01ZX1608C
257.047 EUR
01.10.2016 - 30.09.2018
|
Ziel des Konsortiums ist es, entzündliche Reaktionen auf Tumorzellen bei erblichem Brustkrebs sowie auf Spenderorgane nach Nierentransplantation in Hinblick auf ihre prognostische Aussagekraft zu untersuchen und die gewonnenen Erkenntnisse klinisch zu validieren. Im Rahmen von TP2 werden dazu Module zur robusten Bild- und Datenanlyse entwickelt und angewendet, die – aufbauend auf den Arbeiten aus der ersten Förderphase – den örtlichen Kontext von Immunzellverteilungen charakterisieren und dies nutzen, um Biomarker mit prognostischer oder prädiktiver Aussagekraft zur erzeugen. Darauf basierende vereinheitlichende Datenbanken werden erstellt und den Projektpartnern für ihre weiterführenden Arbeiten zur Verfügung gestellt.
Verbundvorhaben: PANC-STRAT; Ein integrativer Ansatz für eine personalisierte Behandlung von Pankreas-Karzinom-Patienten
Der Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt eine der größten Herausforderungen der modernen Krebsmedizin dar. 80% der Patienten sind dabei ohne Option auf Heilung, was zu einer sehr geringen Lebenserwartung von nur sechs Monaten führt. Derzeitige Chemotherapien können das Leben bestenfalls um einige Monate verlängern. Eine Vielzahl von klinischen Studien mit klassischen Chemotherapeutika und neueren zielgerichteten Therapieverfahren brachte bisher leider keinen durchschlagenden Erfolg. Allerdings traten in nahezu allen klinischen Studien therapeutische Vorteile für einzelne Patientinnen und Patienten auf. Dies ist ein Hinweis, der auf die Uneinheitlichkeit der Krankheit deuten lässt. Trotzdem sind bisher keine Biomarker im klinischen Einsatz, die eine Vorhersage über das Ansprechen einer bestimmten Therapie ermöglichen. Ziel von PANC-STRAT ist es, ein ganzheitliches Bild der Erkrankung des Bauchspeicheldrüsenkrebses zu erlangen. An dem Verbund sind Vertreter aus Medizinischer Forschung, Krebsforschung, Biotechnologie, System-Medizin und Systembiologie beteiligt. Das übergreifende Ziel ist die Unterteilung von Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs in Subgruppen auf Basis von genetischen, molekularen oder zellulären Merkmalen. Dadurch soll die Therapie und Diagnostik dieser Krankheit erheblich verbessert werden.
TP 2, TP 4 und TP 7
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Theoretische Bioinformatik B080
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Roland Eils
06221 54-51290
01ZX1605A
495.381 EUR
01.11.2016 - 31.10.2018
|
Im Rahmen des Konsortiums soll ein Systemmedizin-Ansatz verfolgt werden, der auf einer Hochdurchsatz-Profilierung von Patienten mit einem duktalen Adenokarzinom des Pankreas (PDAC-Patienten) beruht. Dabei wird ein "klassischer" Ansatz zur Profilierung von PDAC-Genomen, Transkriptomen und Epigenomen durch einen proprietären Ansatz zur Entwicklung von Patienten-spezifischen Mausmodellen und Zelllinien ergänzt. Aufgabe des DKFZ ist dabei die bioinformatorische und systembiologische Analyse der Daten und die Generierung neuer Hypothesen zur Überprüfung in zellulären und Mausmodellen sowie im klinischen Umfeld. Daneben ist das DKFZ für das zentrale Datenmanagement verantwortlich.
TP 3, TP 4 und TP 5
|
HI-STEM - Heidelberg Institute for Stem Cell Technology and Experimental Medicine gGmbH
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andreas Trumpp
06221 42-3900
01ZX1605B
415.972 EUR
01.12.2016 - 30.11.2018
|
Ein Schwerpunkt der Arbeiten, die von der HI-STEM gGmbH durchgeführt werden, ist die Generierung von in vitro und in vivo-Modellen für die Überprüfung von Hypothesen sowie der Testung von Medikamentenkandidaten.
TP 1, TP 5 und TP 6
|
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Chirurgische Klinik
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Thilo Hackert
06221 56-5150
01ZX1605C
426.991 EUR
01.11.2016 - 31.10.2018
|
Das Universitätsklinikum Heidelberg sorgt für die Bereitstellung von umfassend annotierten Gewebeproben für die der Datengeneration zu Grunde liegende PANC-STRAT-Kohorte. Außerdem ist das Universitätsklinikum für die unabhängige Validierung und Umsetzung der erstellten Biomarker bzw. Stratifikations-Signaturen in das klinische Setting zuständig. Weiterhin steuert die AG Offringa arbeiten zur Krebs-Immuntherapie bei.
TP 1 und TP 6
|
Technische Universität München
Fakultät für Medizin - Institut für Pathologie
Trogerstr. 18
81675 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Wilko Weichert
089 41404160
01ZX1605D
285.004 EUR
01.10.2016 - 30.09.2018
|
Die Rolle der translationalen Pathologie im Verbund liegt hier im Wesentlichen in der morphomolekularen Charakterisierung der Patientengewebe und Xenografts sowie in der Zusammenstellung und Untersuchung der Pankreaskarzinomvalidierungskohorten mittels spezifisch aus den Daten entwickelter gewebsbasierter molekularer Assays unterschiedlichster Modalitäten. Ziel ist es hier letztlich parallel zu neuen Behandlungsstrategien Assays zu entwickeln, die im Patientenhochdurchsatzsetting in die diagnostische Routine überführt werden können, um eine individualisierte Patientenbehandlung zu ermöglichen.
Verbundvorhaben: Systemische Analyse von Modulatoren der onkogenen Signalübertragung - SMOOSE -
Im Verbund verteilen sich die Arbeiten auf neun Teilprojekte an verschiedenen Standorten. Das Hauptziel ist es, eine Verbesserung der Qualität der Medizin für Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs oder einem Neuroblastom herbeizuführen. Durch eine multidisziplinäre Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Biologie, Medizin, Physik, Mathematik und Informatik soll ein umfassender Einblick in diese Krebserkrankungen und deren Behandlungsoptionen gewonnen werden. In dem Projekt werden die komplexen und multifaktoriellen Ursachen von Lungenkrebs und Neuroblastomen untersucht und der Krankheitsverlauf von seiner Entstehung bis zur Therapie analysiert. Die im Verbund durchgeführten Vorhaben gewährleisten, dass die wissenschaftlichen Entdeckungen direkt in medizinische Anwendungen übertragen und personalisierte Therapieansätze für Krebspatientinnen und Krebspatienten etabliert werden können.
In der zweiten Förderphase werden die Arbeitsschwerpunkte weiterhin auf die Identifizierung von genetischen Veränderungen in Tumoren und ihrer anschließenden Charakterisierung gelegt. Der klinische Teil der Projektarbeiten und die Gesamtkoordination des Projekts werden weiterhin in Köln durchgeführt.
Anteil Universität Köln
|
Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Abt. für Translational Genomics
Weyertal 115 b
50931 Köln
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Roman Thomas
0221 478-98777
01ZX1603A
2.455.594 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Im Verbundprojekt sowie im Rahmen der neun Teilprojekte an der Universität Köln in diesem Vorhaben soll mittels eines multidisziplinären Ansatzes systematisch die komplexen Genotyp-Phänotyp-Zusammenhänge von verschiedenen Krebserkrankungen analysiert werden. In der ersten Förderphase konnten Modulatoren identifiziert werden, die verantwortlich für die Initiation und Progression des Kleinzelligen Lungenkrebses, in KRAS-mutiertem Lungenkrebs und in Neuroblastoma sind. Darauf aufbauend ist es das Ziel in den nächsten zwei Jahren die therapeutische Effizient zu erhöhen, indem die multidimensionalen Transduktions-Diagramme der Initation und Progression von humanen Tumoren untersucht werden. Hierzu werden genetischen Modelle sowie Signalkaskaden in präklinischen Modellen und Patienten verfeinert und systematische Modelle der evolutionären Hierarchie in Krebsgenomen entwickelt. Außerdem werden präklinische Modelle etabliert um computerbasierte Simulationen und Vorhersagen zu validieren. Zur Entwicklung von Multi-Pathway Inhibitoren sollen neue chemische Routen identifiziert werden. Die Ergebnisse werden in die klinische Anwendung überführt.
Anteil Charité Berlin
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Johannes Hubertus Schulte
030 450-566132
01ZX1603B
246.407 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Langsam aber sicher stellt sich einen Paradigmenwechsel in der Onkologie ein, hin zu einer personalisierten Medizin, die jeden Patienten als Individuum wahrnimmt und auf diese Weise das Potenzial hat, optimierte Therapiestrategien bieten zu können. Spezifische Mutationen einer jeden Tumorentität spielen hierbei eine besondere Rolle, da sie häufig zielgerichtet Angriffspunkte für eine Therapie bieten können. In den vergangen Jahren wurden in diversen Tumorsequenzierungs-Studien viele neue Mutationen identifiziert, wovon einige als sogenannte "driver oncogenes" bezeichnet werden können, die es einem resistenten Tumorzellklon ermöglichen, auf herkömmliche Therapien mit einem "Ausweichen" zu reagieren und beispielsweise als MRD (minimal residual disease, minimale Resterkrankung) zu überdauern. Ziel der zweiten Förderperiode des Verbundprojekts SMOOSE wird es sein, Therapien speziell für das Neuroblastom (NB), dem häufigsten extrakraniellen Tumor im Kindesalter, weiter zu optimieren und effektiver zu machen, indem wir das komplexe Zusammenspiel zellulärer Signalwege in Tumoren, die der Tumorentstehung und -progression zugrunde liegen, noch weiter aufschlüsseln.
Anteil Technische Universität Dortmund
|
Technische Universität Dortmund
Fakultät für Chemie und Chemische Biologie
Otto-Hahn-Str. 6
44227 Dortmund
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Daniel Rauh
0231 755-7056
01ZX1603C
356.496 EUR
01.01.2017 - 31.12.2018
|
Das Ziel des Teilprojekts SP8 im SMOOSE-Forschungsverbund ist die Identifizierung und Entwicklung kleiner organischer Moleküle. Diese sollen verwendet werden um Proteine, die bei Krebserkrankungen relevant sind, zu modelieren und so zu erforschen. Die damit aufgeklärten molekularen Zusammenhänge zwischen Struktur und Wirkung von Arzneimittelvorläufern werden neue Wege in der Entwicklung von Medikamenten aufzeigen. Zunächst sollen biochemische und zelluläre Assay-Systeme etabliert und neue sowie bereits vorhandene Substanzbibliotheken mit diesen Assays durchmustert werden. Die aufgefundenen Screening-Hits werden mit Hilfe computergestützter Verfahren strukturbasiert-chemisch optimiert und anschließend in eigenen sowie im Verbund vorhandenen biologischen Systemen charakterisiert. Herzstück des Teilprojkets sind die Substanz-Screens zur Identifizierung neuer chemischer Startstrukturen. Die Sceens setzten sich zusammen aus Substanzdatenbanken, sowie das für den Transfer der Verbindungen in die biochemischen und zellulären Screeningformate beantragte Gerät zur kontaktfreien Handhabung von Flüssigkeiten.
Geschäftsstelle des Projektkomitees im Forschungs- und Förderkonzept e:Med
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Kst. V025
Im Neuenheimer Feld 580
69120 Heidelberg
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Silke Argo
06221 42-4743
01ZX1410
1.238.644 EUR
01.08.2014 - 31.07.2019
|
Implementierung effizienter Strukturen zur Unterstützung der
übergreifenden operativen Koordination durch das Projektkomitee (PK) im
Forschungs- und Förderkonzept „e:Med – Maßnahmen zur Etablierung der
Systemmedizin". Der Arbeitsplan der Geschäftsstelle (GS) umfasst die
Unterstützung des Projektkomitees in der Kommunikation, der Vernetzung,
der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit und der Veranstaltungsorganisation
als operative Ebene der Koordinierung. Die GS dient damit als zentrale
Schnittstelle zwischen dem PK und den einzelnen Konsortien. Sie handelt
im Auftrag des PK und im Interesse der Forscherinnen und Forscher in
allen e:Med Modulen. Die GS unterstützt das PK darin, den
Integrationsprozess der Komponenten des komplexen und hoch
interdisziplinären Förderkonzeptes e:Med durch den Aufbau transparenter
Informationsstrukturen und effektiver Maßnahmen für eine sinnvolle
Vernetzung zu fördern. Die GS wird z. B. Projektgruppen zu aktuellen
Querschnittsthemen organisieren, die wichtige Impulse für die
Systemmedizin generieren können. Sehr zeitnah wird die initiale
Vernetzung durch Organisation eines e:Med Kick-off Meetings
angestoßen. Die GS unterstützt das PK außerdem in den Aufgaben der
Öffentlichkeitsarbeit. Auf diese Weise wird e:Med durch zahlreiche
Aktivitäten der Außendarstellung in der Öffentlichkeit und gegenüber
Medien, Politik und Industrie vertreten, um über kompetente Information
den Zugang des Einzelnen zu dem vielversprechenden Ansatz der
Systemmedizin zu erleichtern und so dessen positiven gesellschaftlichen
Effekt steigern.
Verbundvorhaben: IntegraMent
Psychiatrische Störungen wie Depressionen betreffen allein in
Deutschland drei Millionen Menschen. Die Ursachen der Erkrankung sind
jedoch noch nicht ausreichend verstanden. Das Ziel des Verbundes ist
daher, ein verbessertes Verständnis der Ursachen der wichtigsten
psychiatrischen Erkrankungen Schizophrenie und Depressionen zu
erreichen. An klinisch sehr gut charakterisierten Patienten und
Patientinnen werden Risikogene und molekulare Ursachen der Erkrankungen
überprüft. Dabei werden diagnoseübergreifende Merkmale, die Hinweise auf
gemeinsame Ursachen verschiedener Krankheitsbilder geben könnten,
besonders berücksichtigt. Der Verbund verfolgt einen systemorientierten
Ansatz, bei dem mehrere Datenebenen integriert werden. Es werden u. a.
Daten aus bildgebenden Verfahren, genetischen Analysen, Mausmodellen und
funktionellen Analysen von Stammzellen aus Hochrisikopatienten
zusammengeführt. Die Ergebnisse sollen mittelbar auch dazu beitragen,
die Diagnose und Behandlung der Krankheiten zu verbessern.
Teilprojekte 1a, 3, 9, 11
|
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Humangenetik - Biomedizinisches Zentrum
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Markus M. Nöthen
0228 287-51101
01ZX1314A
1.317.925 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Die Ziele der Teilprojekte sind: die Identifikation von seltenen
hochpenetranten genetischen Varianten, die zur Entstehung der
schizophrenen Störung (SCZ), bipolar affektiven Störung (BPAD) und
unipolar affektiven Störung (MD) beitragen (TP3), und deren
biostatistische Analyse (TP1). Im TP9 werden zelluläre
Reprogrammierungs- und Differenzierungstechnologien genutzt, um Nerven-
und Gliazellen von Patienten mit ausgewählten psychiatrischen
Erkrankungen zu generieren. TP11 ist für die wissenschaftliche
Koordination und das Management des gesamten e:Med-Integrament-Verbundes
zuständig. Zur Genidentifizierung soll bei jeweils drei betroffenen
Personen aus 150 hochbelasteten Familien mit SCZ, BPAD und MD ein Exome
Sequencing durchgeführt werden, mit dem sämtliche kodierenden Abschnitte
des Genoms im Hochdurchsatzverfahren analysiert werden können (TP3,
TP1). Im TP9 werden patientenspezifische iPS-Zelllinien generiert und in
neurale Zelltypen differenziert. Dann erfolgt eine phänotypische
Analyse hiPS zell-abgeleiteter neuraler Zellen von Patienten mit
neuropsychiatrischen Erkrankungen.
Teilprojekt 4b, Transdiagnostische neurokognitive Marker für Psychosen
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité Mitte
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dr. Henrik Walter
030 450517-141
01ZX1314B
180.334 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Zunächst soll eine Neuroimaging-Datenbasis etabliert werden, in
denen Daten aus schon durchgeführten BMBF-Projekten (MooDS, Gesunde und
Angehörige 1. Grades von Patienten mit Schizophrenie, bipolarer Störung
und Depression) und in diesem Projekt zu erhebenden Daten von Patienten
mit diesen Störungen zusammengeführt werden. Folgende Fragestellungen
sind zu beantworten: 1. Lassen sich die Patientengruppen anhand von
neurokognitiven Biomarkern unterscheiden? 2. Welche transdiagnostischen
Gemeinsamkeiten weisen die Patienten in den neurokognitiven Biomarkern
auf? 3. Längerfristig sollen multivariate Entscheidungsregeln entwickelt
werden, um präzisere Diagnosen zu stellen und Therapieverläufe besser
zu prädizieren. Dazu wird eng mit einem anderen Teilprojekt des
Verbundes (TP10) zusammengearbeitet. Die Patientendaten
(Neuropsychologie, MRT, Genetik, Umwelt) werden mit dem MooDS-Protokoll
an zwei Standorten (Charité Berlin, ZI Mannheim) erhoben und in einer
Plattform mit den schon erhobenen Daten integriert. Es wird zunächst
untersucht, ob die Features, die mit einem genetischen Risiko für
Psychosen assoziiert sind, für die Stratifizierung von Patientengruppen
geeignet sind. Daraufhin werden diese Daten mit genetischen und
Umweltvariablen kombiniert, um multivariate Entscheidungsregeln zu
entwickeln, die einerseits zwischen diagnostischen Kategorien
differenzieren können, andererseits transdiagnostische Gemeinsamkeiten
kartieren können.
Teilprojekt 8, Interaktion-Netzwerke und gestörte zelluläre Funktionen bei Schizophrenie und bipolaren Krankheiten
|
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Erich Wanker
030 9406-2157
01ZX1314C
204.120 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
In aktuellen GWAS- und Exom-Sequenzierungsstudien wurden viele
neue Risikofaktoren für Schizophrenie (SCZ) und die Bipolare Störung
(BS) identifiziert. Die zellulären Funktionen und Zusammenhänge dieser
Proteine sind jedoch noch unklar. In diesem Projekt soll daher eine
Netzwerkmodellierungsstrategie angewendet werden, um die in SCZ und BS
gestörten molekularen Prozesse zu untersuchen. Der systembiologische
Ansatz wird die Bestimmung funktioneller Interaktionsnetzwerke für
etiologische Patientensubgruppen sowie die Findung neuer diagnostischer
Marker ermöglichen. Zuerst werden anhand bioinformatischer Ansätze
umfassende Protein-Protein-Interaktions(PPI)-Netzwerke für
Risikofaktor-Proteine von SCZ und BS generiert. Sich daraus ergebende
eng verknüpfte Cluster sollen durch systematische Kombination mit
genetischen Daten vorhergesagt und dann in Hefe-2-Hybrid(Y2H)- und
Ko-Immunpräzipitationsassays validiert werden. Die Resultate werden
genutzt, um die vorhergesagten Netzwerkmodelle zu verfeinern sowie
krankheitsrelevante zelluläre Signalwege und neue therapeutische
Zielmoleküle zu definieren. Potenziell krankheitsrelevante Interaktionen
werden in Mausmodellen für SCZ und BS und in Patientenproben untersucht
werden. Um Interaktionen unter physiologischen Bedingungen zu
detektieren und Patientenproben vermessbar zu machen, sollen zuletzt
hochsensitive quantitative Methoden, z. B. TR-FRET
(Fluoreszenz-Resonanz-Energie-Transfer) oder Proximitätsligation
etabliert werden.
Teilprojekte 2d, 5c, 6a
|
Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Zentrum Psychosoziale Medizin
Psychiatrie und Psychotherapie
von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. André Fischer
0551 39-10378
01ZX1314D
318.594 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Ziel des Vorhabens ist es, die molekularen Pathomechanismen
psychiatrischer Erkrankungen besser zu verstehen. Hierzu wird ein
integrativer system-medizinischer Ansatz verfolgt um so letztlich
bessere und individuelle therapeutische Strategien zu entwickeln. In den
hier beschriebenen Teilprojekten soll der Einfluss von Genom-Umwelt
Interaktionen auf die Pathogenese untersucht werden. Dazu werden
krankheitsspezifische genetische und epigenetische Prozesse untersucht
und auf Systemebene analysiert. Aus dem innerhalb des Konsortium zur
Verfügung stehenden Biomaterial sollen genetische/epigenetische Profile
erstellt werden. Diese Daten sollen mit zum Teil schon vorliegenden
Daten bzw. mit anderen neu-gewonnenen Parametern z. B. aus der
Bildgebung auf Systemebene analysiert werden. So können neue Hypothesen
zur Pathogenese von psychiatrischen Krankheiten aufgestellt und
überprüft werden. Ziel ist es, auf diese Weise individuelle
Therapieansätze zu entwickeln.
Teilprojekt 5a, Genetische Risikoberechnung bei psychiatrischen Erkrankungen
|
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ellernholzstr. 1-2
17489 Greifswald
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Hans-Jörgen Grabe
03834 86-6915
01ZX1314E
105.460 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Es soll geklärt werden, ob genetische Risikovarianten für
Schizophrenie (SCZ), bipolare (BD) und depressive (MD) Störungen einen
Einfluss auf weitere psychische und physische Phänotypen in der
Allgemeinbevölkerung haben und ob diese mit Umweltfaktoren interagieren.
Es werden Phänotypen analysiert, die eine Assoziation zu diesen drei
schweren psychischen Erkrankungen aufweisen. In einem translationalen
Schritt sollen die Ergebnisse in ein Risikoscore-Modell für depressive
Erkrankungen integriert werden. Arbeitspakete sind: WP1-1 Statistische
Analysepläne, Identifikation notwendiger Variablen (Soziodemografie,
Persönlichkeit, Resilienz, psychische und körperliche Parameter,
Umweltfaktoren) aus SHIP (Study of Health in Pomerania), SHIP-TREND
(zusätzliche Kohorte der SHIP-Studie) und der HEIDE-Studie (Heidelberger
Langzeitstudie zuu Risikofaktoren und Diagnose chronischer
Erkrankungen); Identifikation/Selektion aller Genvarianten für SCZ, BD,
MD aus der Literatur und laufenden GWAS-Studien; WP1-2 Aufbau einer
harmonisierten Datenbank (SPSS/STATA); WP2-1 Statistische Analysen
genetischer Marker mit psychischen Phänotypen mittels Einzel-SNP
Analysen, Set-Based Analysen, Polygenic Prediction Scores und
Gen-Umwelt-Interaktionen, WP2-2 Assoziation genetischer Marker mit
körperlichen Phänotypen (entsprechend WP2-1), WP3 Externe Replikationen.
Zur Umsetzung des Arbeitsplans sind umfassende Kenntnisse in Statistik
(SPSS, STATA, PLINK) und Genetik erforderlich.
Teilprojekt 2, Patientenstichproben: Genotyp-Phänotyp-Interaktionen
|
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Julius-Kühn-Str. 7
06112 Halle
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dan Rujescu
0345 557-3651
01ZX1314F
73.799 EUR
01.01.2014 - 30.06.2017
|
In diesem Teilprojekt sollen drei Hauptziele bearbeitet werden:
a) robuste Genotyp-Phänotyp-Interaktionen ermitteln und damit die
Entwicklung von diagnostischen Klassifikationen auf der Grundlage
molekularer Mechanismen mitgestalten; b) für diesen Ansatz geeignete
Patientenkollektive einbringen und an der Selektion der zu
analysierenden Phänotypen und Genotypen mitwirken und c) die
Patientenkollektive erweitern.
Teilprojekte 2a, 4a, 5b, 10
|
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Abt. Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie
J 5
68159 Mannheim
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Marcella Rietschel
0621 1703-6051
01ZX1314G
449.668 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Teilprojekt 2 (TP2) verfolgt die Ziele der Identifikation von
Genotyp-Phänotyp-Assoziationen, der Bereitstellung von großen
Patientenstichproben sowie der Ausweitung der Patientenressource des
Konsortiums auf eine deutschlandweite multizentrische Kohorte. Im TP4
und TP5 stehen die Identifizierung und Validierung neuer Marker
(Bildgebung/Imaging, Genetik, Klinik, Umwelteinflüsse) für Schizophrenie
(SCZ) sowie Unipolare und Bipolare Störung (MD) im Vordergrund. Es
sollen computationale Netzwerk-Modelle zur Darstellung der dynamischen
Abläufe im Gehirn, vor allem des präfrontalen Cortex, von Patienten mit
SCZ und MD erarbeitet werden (TP10). TP2: Identifizierung robuster
Genotyp-Phänotypmuster mittels Genomsequenzierung und ggf.
Patienten-Wiederbegutachtung. TP4 und 5: Etablierung der
Bioinformatik-Infrastruktur, Marker-Identifizierung und -Validierung,
Festlegen prädiktiver Marker. TP10: Statistische Beschreibung zellulärer
und synaptischer Transferfunktionen bei Kandidatengenen (CACNA1C, NCAN)
und anschließende Netzwerk-Darstellung.
Teilprojekt 1c: Datenintegration und Modellsysteme und Teilprojekt 7: Genetische Mausmodelle
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Entwicklungsgenetik (IDG)
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
089 3187-4110
01ZX1314H
302.172 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Ziel des TP1c ist die „Gauss'sche Graphische Modellierung" von
Imaging-Daten im Rahmen der Populationskohorten. Ziel des TP7 ist es,
die Bedeutung genetischer Risikofaktoren für die Entstehung psychischer
Erkrankungen mit Hilfe genetischer Mausmodelle zu entschlüsseln. Im TP1c
werden zuerst MRI-Daten mit "Statstical parametric mapping" (SPM) und
blinden Entmischtechniken analysiert um korrelierte funktionelle
Gehirnregionen zu identifizieren (Jahr 1). Dann werden diese
funktionellen Regionen als intermediäre Phänotypen in einer univariaten
Analyse mit SNPs assoziiert (Jahr 2). Diese werden dann zu graphischen
Modellen, zunächst Gauss'schen (Jahr 2), dann allgemeineren (Jahr 3)
erweitert. TP7 besteht aus vier Arbeitspaketen (AP). AP1 (Basale
Phänotypisierung): Analyse der Mausmutanten im Hinblick auf
Endophenotpyen mit Relevanz für affektive Störungen und Schizophrenie
(Jahr 1-3). AP2 (GxE Effekte): Um die Gen x Umwelt (GxE) Interaktion zu
untersuchen, werden die Mausmodelle definierten Stressparadigmen
ausgesetzt und neurohistophathologisch charakterisiert (Jahr 1-3). AP3
(Molekulare Charakterisierung): aus den Proben wird mRNA, Protein und
DNA isoliert und für Hochdurchsatz-Untersuchungen wie
Transkriptom-Analysen (AP3a) unter Verwendung von Microarray oder
mRNA-Seq und Metabolom-Analysen (AP3b) vorbereitet (Jahr 2+3). AP4 (Neue
Mausmodelle): In diesem Arbeitspaket werden mittels Punktmutationen,
Deletionen oder Insertionen neue Mausmodelle für Risikofaktoren
generiert (Jahr 3).
Teilprojekt 6b: Epigenetik und Transkriptom-Plastizität bei psychiatrischen Erkrankungen
|
Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Fakultät
Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung
Feodor-Lynen-Str. 23
81377 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dr. Hans Kretschmar
089 2180-78000
01ZX1314I
86.399 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Das TP6 gliedert sich in drei Arbeitspakete (work packages, WP).
Das Gesamtziel ist die epigenetische Charakterisierung und Untersuchung
von Transkriptomplastizität bei schweren psychiatrischen Erkrankungen.
Dabei soll in WP1 post mortem Gehirngewebe aus relevanten kortikalen
Gehirnregionen von schizophrenen Patienten verglichen mit gesunden
Kontrollen untersucht werden. In WP2 sollen epigenetische Bio-Signaturen
und das Transkriptom in peripheren Blutzellen (Lymphoyzten) von
psychiatrischen Patienten und gesunden Kontrollen aus einer Biobank
untersucht werden. In WP3 sollen induzierte pluripotente Stammzellen von
psychiatrischen Patienten, die dem Konsortium zur Verfügung stehen,
untersucht werden. Die Daten von WP1-3 werden korreliert um molekulare
Veränderungen in Netzwerken zu erkennen. Zur Anwendung kommen DNA-(und
Hydroxy-DNA) Methylierung, Histon-Acetylierung,ChiP-Seq, small RNA-seq
und Next Generation Sequencing.
Teilprojekt 1b: Datenintegration und Modelsysteme, TP 2c: Zentrale Patienten-Verwaltung
|
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Elisabeth Binder
089 30622-301
01ZX1314J
150.000 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Vorhabenziele sind: TP1b: a) die bioinformatorische und
statistische Analyse von Sequenzdaten; b) Datenmanagement und -kuration;
c) Epistasisanalyse im systembiologischen Kontext; d)
Signifikanztestung in der Netzwerkmedizin; e) Gauss’sche graphische
Modellierung bei Imagingdaten und schließlich e) integrative
Netzwerkmodellierung. TP2c: a) die Identifikation von
Genotyp-Phänotyp-Assoziationen, welche zur Entwicklung eines auf
biologischen Markern basierenden Klassifikationssystems der wichtigsten
psychiatrischen Erkrankungen beitragen werden; b) die Bereitstellung von
großen Patientenstichproben als zentrale Ressource für Analysen der
weiteren Subprojekte; und c) Ausweitung der Patientenressource des
Konsortiums auf eine deutschlandweite multizentrische Kohorte. Folgende
Schritte sind geplant: TP1: a) bioinformatorische und statistische
Analyse von Sequenzdaten in relevanten Phänotypen; b) Datenmanagement
und -kuration; c) Epistasisanalyse von genomweiten Daten im
systembiologischen Kontext (Anwendung und Methodenentwicklung); d)
Signifikanztestung in der Netzwerkmedizin (Anwendung und
Methodenentwicklung); e) Gauss’sche graphische Modellierung bei
Imagingdaten und e) integrative Netzwerkmodellierung. TP2: a) Analyse
von Genotyp-Phänotypsignaturen in den zur Verfügung stehenden Kohorten
mittels verschiedener statistische Ansätze inklusive Clusteranalyse; b)
Rekontaktierung und Phänotypisierung von depressiven Patienten im
Verlauf und c) Pflege der Datenbank und der biologischen Proben und
Versand von Daten und Proben an andere Teilprojekte.
Teilprojekte 2d, 5c
|
Klinikum der Universität München
Campus Innenstadt
Institut für Psychiatrische Phänomik und Genomik
Nußbaumstr. 7
80336 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Thomas G. Schulze
089 4400-55568
01ZX1314K
124.192 EUR
01.11.2014 - 31.10.2017
|
Ziel des Vorhabens ist es die molekularen
Pathomechanismen psychiatrischer Erkrankungen besser zu verstehen.
Hierzu wird ein integrativer systemmedizinischer Ansatz verfolgt, um so
letztlich bessere und individuelle therapeutische Strategien zu
entwickeln. In den hier beschriebenen Teilprojekten soll der Einfluss
von
Genom-Umwelt Interaktionen auf die Pathogenese
untersucht werden. Dazu werden krankheitsspezifische genetische und
epigenetische Prozesse untersucht und auf Systemebene analysiert. Aus
dem innerhalb des Konsortiums zur Verfügung stehenden Biomaterial sollen
genetische/epigenetische Profile erstellt werden. Diese Daten sollen
mit zum Teil schon vorliegenden Daten bzw. mit anderen neu-gewonnenen
Parametern z.B. aus der Bildgebung auf Systemebene analysiert werden. So
können neue Hypothesen zur Pathogenese von psychiatrischen Krankheiten
aufgestellt und überprüft werden. Ziel ist es, auf diese Weise
individuelle Therapieansätze zu entwickeln.
Verbundvorhaben: AtheroSysMed; Systemmedizin der koronaren Herzkrankheit und des Schlaganfalls
Arteriosklerose oder Arterienverkalkung führt zu Herzinfarkt
und Schlaganfall. Deshalb ist sie eine der häufigsten Todesursachen in
Europa. Die Ursachen sind komplex, denn neben Ernährung und Umwelt
spielen genetische Faktoren eine große Rolle. Das Krankheitsgeschehen
kann demzufolge nur durch umfassende, systemorientierte Ansätze
aufgeklärt werden. Solche bietet die Systemmedizin. Hier greifen
Medizin, Naturwissenschaften und Bioinformatik ineinander, um die
vielschichtigen Zusammenhänge zu verstehen, und neue Möglichkeiten für
Erkennung und Behandlung von Krankheiten abzuleiten. e:AtheroSysMed baut
auf beachtlichen Ressourcen aus dem NGFN-geförderten Verbund
Atherogenomics auf. Den beteiligten Forscherinnen und Forschern gelang
es bereits früh, umfangreiche Daten zu Genom und Lebensbedingungen
zahlreicher gesunder und erkrankter Menschen zusammenzuführen und
auszuwerten. Dabei fiel vor allem eines auf: Die „klassischen“
Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht erklären die
Krankheitsentstehung nur zum Teil. Es gibt weitere, bislang unbekannte
Faktoren, die im Zusammenspiel mit unseren Genen die Krankheit auslösen
können. Hier setzt e:AtheroSysMed an. Ziel ist es, mit Hilfe der
Systemmedizin die tatsächlichen Ursachen der Arteriosklerose und die
weitere Wegstrecke zu Herzinfarkt und Schlaganfall umfassend zu
verstehen. Auf dieser Basis werden neue, wirksamere Möglichkeiten für
die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung der gefährlichen Erkrankung
entwickelt.
Teilvorhaben Deutsches Herzzentrum München
|
Deutsches Herzzentrum München
Lazarettstr. 36
80636 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Heribert Schunkert
089 1218-4073
01ZX1313A
554.410 EUR
01.12.2013 - 31.05.2017
|
Durch Untersuchungen des Proteoms in Gewebeproben nach Induktion
einer vaskulären Läsion in in vivo-Modellen sollen neue Signalwege
entdeckt und therapeutisch verwertbare Zielmoleküle identifiziert
werden. Durch die Harmonisierung und Integration von Daten verschiedener
Herkunft und Art wird die Grundlage für eine erfolgreiche Prozessierung
derselben geschaffen. Anschließend wird die Visualisierung der Daten
mit dem Ziel der Translation in den klinischen Alltag erfolgen. Die
Koordination und Steuerung des Konsortiums e:AtheroSysMed erfolgt am
DHM. Es wird ein Server installiert und technisch betreut. Auf diesem
Server wird ein Datenlager für die verschiedenen Datenquellen aufgebaut.
Ferner werden Werkzeuge und Methoden zur Postprozessierung der Daten
vorgehalten. Es wird die Draht-induzierte Verletzung der A. femoralis
communis am Mausmodell durchgeführt. Als Mausmodelle dienen
Wildtyp-Mäuse sowie Mäuse, die für die potenziellen Zielproteine ADAMTS7
und HDAC9 defizient sind. Neben der histologischen Untersuchung des
Ausmaßes der Neointima-Bildung wird mittels Laserdissektion Gewebe für
die quantitative proteomweite Analyse gewonnen. Das Konsortium wird vom
Exekutivkomitee (EK) geleitet und von einem administrativen
Projektmanager unterstützt.
Teilvorhaben Max-Planck-Institut für Psychiatrie
|
Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Bertram Müller-Myhsok
089 30622-246
01ZX1313B
118.572 EUR
01.12.2013 - 30.11.2017
|
Das Ziel ist es, Risikoallele, -genotypen und Kombinationen von
Genotypen untereinander sowie mit Umweltfaktoren zu entdecken. Hierfür
wird methodische und klinische Expertise mit großen, gut
phänotypisierten Datensätzen verbunden. Das Ergebnis sind Kandidaten für
funktionelle und bioinformatische Analysen in anderen Teilprojekten.
Diese werden außerdem in prospektiven Datensätzen auf ihren prädiktiven
Wert untersucht. Diese Analysen sollen für seltene Varianten und im
Bezug auf Gen x Gen-Interaktionen durchgeführt werden, teilweise mit
Methoden des maschinellen Lernens. Hier ist zu erwarten, dass sich neue
Varianten und Paare an Varianten ergeben, die in den anderen
Teilprojekten funktionell oder auch auf Ihren prädiktiven Wert hin
untersucht werden können und werden.
Teilvorhaben Helmholtz Zentrum München
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Epidemiologie (EPI)
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Annette Peters
089 3187-4566
01ZX1313C
916.384 EUR
01.12.2013 - 30.11.2017
|
Das Ziel ist die Entwicklung neuartiger Methoden, die es
ermöglichen werden, Integrationsanalysen von OMIC-Daten in prospektiven
Kohortenstudien durchzuführen. Auf diese Weise sollen Risikoindikatoren
identifizieren sowie der Verlauf koronarer Herzerkrankungen detailliert
dargelegt werden. Das Ziel ist weiterhin die Analyse von microRNA
Regulation und Fehlregulation in Artherosklerosis. Als primäre Quelle
wird die KORA-Plattform dienen, eine mit mehr als 18.000 Probanden
repräsentative Zufallsstichprobe der Bevölkerung. Die Datenbank enthält
sowohl seltene als auch durchaus verbreitete genomweite SNP-Daten,
Vollblut-Methylom und Transkriptom sowie Serum-Metabolom-Daten, wobei
die OMICs-Daten zuvor noch aufbereitet werden müssen. Es werden neue,
speziell angepasste Tools zur Durchführung der erforderlichen Analysen
entwickelt, diese Methoden für die KORA-Daten angewandt und in
eAtheromed (LURIC), SHIP, Twins-UK, MORGAM und weiteren internationalen
Datensätzen repliziert. Zudem werden Korrelationen zwischen SNPs und den
gemessenen microRNAs geschätzt. Der gemeinsame Einfluss der microRNA
eQTLs auf Pathways wird untersucht. Dafür wird eine Methode (cross-OMICS
enrichment) entwickelt innerhalb eines Bayes’schen Frameworks, mit der
solche Pathways identifiziert werden, die primär verändert sind.
Teilvorhaben MPI für Biophysikalische Chemie: Systemmedizin der koronaren Herzkrankheiten und des Schlaganfalls
|
Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie
Am Faßberg 11
37077 Göttingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Johannes Söding
0551 201-2800
01ZX1313D
207.065 EUR
01.04.2014 - 30.09.2017
|
Ziel ist die Identifizierung von bei der Entstehung von
Schlaganfall und KHK relevanten Genregulationsnetzwerken durch
Integration risikoassoziierter single nucleotide polymorphisms (SNPs)
aus Genomweiten Assoziationstudien (GWAS) mit vielfältigen öffentlich
verfügbaren genomischen und proteomischen Daten (z.B. aus ENCODE,
Protein-Protein-Interaktionen, Genkoexpressionsnetzwerke). Viele der in
GWAS identifizierten Risko-assoziierten SNPs können bislang nicht
funktionell interpretiert werden. Ziel ist daher die Entdeckung neuer
regulatorischer Netzwerke, die durch die krankheitsassoziierten SNPs
dereguliert werden. Der Fokus liegt auf arteriosklerotischen
Erkrankungen, der koronaren Herzkrankheit und dem Schlaganfall. Für die
Analysen werden graphische probabilistische Modelle entwickelt, die die
Integration verschiedenster Informationsquellen erlauben: Einerseits
Genotypisierung der Patienten, Gewebeexpressionsdaten, Ergebnisse
anderer Teilprojekte; andererseits öffentliche funktionalgenomische und
proteomischen Daten, z.B. aus ENCODE. Durch die statistische Aggregation
der Evidenz für die Assoziation einer Vielzahl von genetischen Markern
mit ein und demselben zugrundeliegenden regulativen Netzwerk sollten
erheblich an statistischer Empfindlichkeit gewonnen werden und
gleichzeitig validierbare Hypothesen zur Pathogenese entwickelt werden
können.
Teilvorhaben Technische Universität München I
|
Technische Universität München
Fakultät für Medizin
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Biedersteiner Str. 29
80802 München
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Dr. Stefan Engelhardt
089 4140-3260
01ZX1313E
295.038 EUR
01.12.2013 - 31.05.2017
|
Atherosklerose ist die häufigste Todesursache in Europa. Bisher
zielen die Prävention und Therapie der am meisten beeinträchtigenden
Folgeerkrankungen (Koronare Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfall) auf
die Verbesserung der traditionellen Risikofaktoren ab. Bisher wurden
über 50 chromosomale Loci sowohl Lebensstilfaktoren identifiziert, die
das Risiko von KHK oder Schlaganfall beeinflussen. Überraschenderweise
wirken jedoch nur einige wenige dieser Krankheitsmarker über die
traditionellen Risikofaktoren. Entsprechend adressiert die aktuelle
Behandlung nicht alle Krankheitsmechanismen. Mit Hilfe bioinformatischer
und mathematischer Modellierungen soll im e:AtheroSysMED-Konsortium ein
ganzheitliches Verständnis der Mechanismen und Behandlungsoptionen von
KHK und Schlaganfall erlangt werden. Ziel des Projekts ist 1) die
Schaffung einer innovativen Plattform zur Harmonisierung von komplexen
Datensätzen; 2) die Identifizierung von intermediären
Krankheitsphänotypen und 3) die Nutzung dieser Erkenntnisse hin zur
Implementierung von personalisierten Präventions- und
Behandlungsstrategien. Folgende Arbeitspakete werden bearbeitet:
Bedeutung von KHK-SNPs für die Regulierung der miRNA-Expression,
Identifizierung von Atherosklerose-SNPs in miRNA-Bindungssstellen,
Funktionale Validierung von miRNA-Targets, Charakterisierung und
therapeutische Modulation von miRNA-Target-Risikofaktoren.
Teilvorhaben Universität Lübeck
|
Universität zu Lübeck
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Lübeck
Medizinische Klinik II - Kardiologie
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Jeanette Erdmann
0451 500-4857
01ZX1313K
417.854 EUR
01.12.2013 - 31.05.2017
|
Ziel ist die Identifizierung von Genregulatiosnetzwerken durch
die Integration der bekannten Risikoloci für koronare Herzkrankheit
(KHK) und Schlaganfall und die Analyse der von single nucleotide
polymorphismus (SNPs) vermittelten (Dys)-Regulierung durch micro-RNAs
(miRNA) bei der Atherosklerose. Viele der bislang identifizierten
Risikoloci und Risikogene können bislang nicht funktionell interpretiert
werden. Diese Lücke soll durch die Analyse von Pathways, die im Rahmen
der Atherosklerose verändert sind, geschlossen werden. Konkret ist das
Ziel, regulatorische Netzwerke, bestehend aus Genen die innerhalb der
bisher identifizierten Loci für KHK und Schlaganfall lokalisiert sind,
abzuleiten. Es werden mittels Bayesian-Statistik und grafischer
Modellierung Genotyp, Phänotyp und Expressionsdaten integriert. Zudem
werden vorhergesagte Netzwerke in humanen Endothel-und Glattmuskelzellen
validiert. Verschiedene bei der Atherosklerose beteiligte Gene sind
posttranskriptional durch miRNAs reguliert. Eigene Daten zeigen bereits,
dass SNPs durch Veränderung der miRNA Expression, oder durch die
Beeinträchtigung von miRNA Bindungsstellen, das Risiko für die
Atherosklerose erhöhen können. Hierzu werden eQTL-Analysen in vaskulären
Glattmuskelzellen und anderen Zelltypen durchgeführt. Durch
bioinformatische Analysen sollen KHK/Schlaganfall Risiko-SNPs
identifiziert werden, die die miRNA-Expression verändern. Zudem werden
genomische Daten von KHK- oder Schlaganfall-Patienten mit dem Ziel der
Identifizierung von SNPs in miRNA target sites analysiert werden.
Verbundvorhaben: Systemmedizinischer Ansatz zur Personalisierung immunsuppressiver Therapien nach Nierentransplantation
Die Nierentransplantation ist momentan das am besten
geeignete Verfahren zur Behandlung des Nierenversagens. Dabei wird das
Immunsystem gezielt durch Medikamente gehemmt - immunsupprimiert - um
die Abstoßung des transplantierten Organs zu verhindern. Momentan
erhalten Patienten eine standardisierte Behandlung mit den
immunsuppressiven Medikamenten. Eine daraus resultierende zu starke oder
zu schwache Hemmung des Immunsystems kann zu schweren Komplikationen
oder dem Verlust des transplantierten Organs führen. Um die Behandlung
zu verbessern ist es wichtig, die immunsuppressive Therapie individuell
an den Patienten anzupassen. Ziel des e:Kid Verbundes ist es durch einen
systemorientierten Ansatz ein Modell zu entwickeln, dass eine
personalisierte Therapie nach der Nierentransplantation ermöglicht.
Dazu werden verschiedene Daten von nierentransplantierten Patientinnen
und Patienten erhoben, wie z. B. genetische, epigenetische oder
klinische Daten. Die Untersuchung und Auswertung dieser Daten wird zur
Entwicklung eines mathematischen Modells genutzt. Dieses Modell soll
das individuelle Risiko für eine Abstoßungsreaktion oder Nebenwirkungen
nach einer Nierentransplantation vorhersagen. Basierend darauf kann die
immunsuppressive Therapie patientenspezifisch angepasst werden.
Anschließend soll das entwickelte Modell durch eine klinische Studie
überprüft werden.
Teilvorhaben Charité
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
PD Dr. Nina Babel
030 450653880
01ZX1312A
2.237.374 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Die Arbeitsplanung für die Teilprojekte der Charitè sieht
folgendermaßen aus: Im Teilprojekt 1 werden Virusinfektion im klinischen
Verlauf nach der Nierentransplantation und das TCR-Repertoire in
Korrelation zum klinischen Verlauf der Virusinfektion analysiert. Im
Teilprojekt 3 werden die Cytokine analysiert. Die Analyse von
allo-spezifischen Effektor- und regulatorischen T-Zellen wird in
Teilprojekt 4 durchgeführt. Im Teilprojekt 5 wir die Genexpression zur
Entwicklung einer Toleranz-Signatur untersucht und im Teilprojekt 7
findet die Modellierung immunologischer, virologischer, klinischer,
genomischer und postgenomischer Parameter statt.
Teilvorhaben Fraunhofer IBMT
|
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT)
Institutsteil Potsdam-Golm
Am Mühlenberg 13
14476 Golm
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Harald Seitz
0331 58187-208
01ZX1312B
385.890 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
In diesem Vorhaben sollen Antikörper-Antigen Interaktionen
charakterisiert und für eine diagnostische Plattform angepasst werden.
Ziel der ersten drei Arbeitspakete ist die Bestimmung von anti-HLA und
anti-Donor spezifischen HLA Antikörpern in Serumproben von Patienten
nach einer Nierentransplantation. Neben der Bestimmung der anti-HLA
Antikörper soll deren Spezifität bestimmt und die Kinetik der
Interaktionen bestimmt werden. Dazu sollen verschiedene Bead-basierte
Methoden (z.B. Luminex), Microarrays und SPR-Methoden verwendet werden.
Im letzten Arbeitspaket sollen basierend auf den gewonnenen Daten aus
allen Teilprojekten potenzielle Assays zur Bestimmung der anti-HLA
Antikörper und qRT-PCR Profiling zur Toleranz auf eine in
vitro-Diagnostik Plattform übertragen werden.
Teilvorhaben Epiontis
|
Epiontis GmbH
Rudower Chaussee 29
12489 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Udo Baron
030 63923479
01ZX1312C
246.278 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Es werden eine breite Palette verschiedener Biomarker analysiert
und verwendet um immunologische Pathways zu analysieren. Basierend
darauf sollen prognostische mathematische Modelle entwickelt werden, die
das individuelle Risiko für eine Abstoßungsreaktion nach einer
Nierentransplantation bzw. Transplantations-bedingte Nebenwirkungen
vorhersagen können. In diesem Teilprojekt sollen epigenetische Marker
in Blut- und Urinproben untersucht werden. Des Weiteren soll ein
epigenetisches Profil immunrelevanter Gene erstellt werden.
Teilvorhaben MicroDiscovery
|
MicroDiscovery GmbH
Marienburger Str. 1
10405 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Johannes Schuchhardt
030 4435090-0
01ZX1312D
284.293 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Das vorliegende Teilprojekt beinhaltet zentrale Datenmanagement-
und Datenanalyse-Aufgaben des Konsortiums. Auf der Seite des
Datenmanagements wird ein Konzept entwickelt, das den Datenaustausch
zwischen den Partnern abbildet und organisiert. Um die Anforderungen
erheben zu können, erfordert diese Aufgabe die Interaktion mit allen
Partnern des Konsortiums. Im Bereich des Datenmanagements kann
MicroDiscovery auf das im eigenen Hause entwickelte Datenbanksystem
ProfileDB zurückgreifen. Ein wichtiges Ziel in diesem Projekt ist, die
Datenbank noch stärker an die Anforderungen im klinischen Einsatz
anzupassen. Im Bereich der Datenanalyse geht es neben der Anwendung
verschiedener statistischer Verfahren zur Biomarker-Identifikation auch
um das Design und die Analyse klinischer Studien.
Teilvorhaben TU Dresden
|
Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik III
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Christian Hugo
0351 458-4879
01ZX1312E
403.142 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
In diesem Vorhaben sollen die Konsortionspartner mit klinischen
Patientendaten versorgt werden. Darüber hinaus werden NMR-Spektren und
das Protein GBP-1 als Biomarker in Blut- und Urinproben untersucht.
Teilvorhaben HU Berlin
|
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Biologie
Invalidenstr. 42
10115 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Michal Or-Guil
030 2093-9105
01ZX1312F
251.130 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Die Aufgabe dieses Vorhabens ist es erstens die Datenintegration
an der Firma MicroDiscovery GmbH durch die Kommunikation mit allen
experimentellen und klinischen Teilprojekten des Verbundes zu
unterstützen. Zweitens sollen nach erfolgter Datenintegration die
gesamten Daten mit bioinformatischen Methoden auf ihre Eignung für die
Risikobewertung aller therapierelevanten Komplikationen untersucht
werden.
Verbundvorhaben: Alkoholabhängigkeit: Eine system-orientierte Herangehensweise
Alkoholabhängigkeit ist eine der am weitesten verbreiteten
Erkrankungen in der modernen Gesellschaft mit einer geschätzten Zahl von
fast 2 Milliarden Betroffener (WHO, 3.2% aller Todesfälle weltweit).
Sie stellt damit eine große Herausforderung nicht nur für das
Gesundheitssystem, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt dar. Bei
der Entstehung der Alkoholabhängigkeit spielen neben dem exzessiven
Trinken genetische Veranlagungen, neurobiologische Faktoren und
Umwelteinflüsse wesentliche Rollen. Für die Diagnose einer
Alkoholabhängigkeit gemäß den internationalen Leitlinien (DSM-V) müssen
während eines Zeitraums von 12 Monaten drei der folgenden sieben
Kriterien zutreffen: Toleranzentwicklung, Entzugssymptome, Konsum
größerer Mengen oder starker Konsum über einen längeren Zeitraum, Wunsch
zu trinken oder erfolglose Versuche den Konsum zu reduzieren,
Freizeitaktivitäten werden vernachlässigt oder nicht mehr wahrgenommen
infolge exzessiven Alkoholkonsums; trotz des Wissens um die schädliche
Wirkung langfristigen Alkoholmissbrauchs wird der Konsum fortgesetzt.
Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Erkrankung und alkoholabhängige
Menschen behalten ihren Alkoholkonsum trotz erheblicher Probleme in fast
allen Bereichen ihres Lebens (emotional, finanziell, sozial etc.)
häufig bei. Die klinische Forschung hat sich zum Ziel gesetzt,
Präventions- und Interventionsprogramme gegen exzessiven Alkoholkonsum
bei Jugendlichen sowie erfolgversprechende Behandlungsstrategien der
Alkoholabhängigkeit im Allgemeinen zu entwickeln. Dazu ist es notwendig,
in der Grundlagenforschung ein umfangreiches Verständnis der
neurobiologischen und psychosozialen Mechanismen zu entwickeln, die zur
Entstehung und Aufrechterhaltung der Alkoholabhängigkeit beitragen. Ein
Forschungsstrang konzentriert sich auf Betroffene mit einer schweren
Alkoholabhängigkeit und deren Genesung sowie auf diejenigen, bei denen
infolge einer genetischen Veranlagung das Risiko zur Entwicklung einer
Alkoholabhängigkeit besteht. Verfügbare Behandlungsstrategien, die auf
die dauerhafte Verhinderung von Rückfallen zielen beinhalten Medikament,
psychotherapeutische Ansätze sowie Selbsthilfeansätze und zeigen
vielversprechende Effekte.
Anteil ZI Mannheim
|
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
J 5
68159 Mannheim
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Rainer Spanagel
0621 1703-6251
01ZX1311A
2.869.784 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Mit diesem Verbund-Pogramm sollen individuelle neuronale
Verhaltens-Risikoprofile bei Jugendlichen definiert werden, bei denen
alkoholbedingte Störungen im späteren Leben wahrscheinlich sind und neue
pharmakologische Behandlungsansätze finden. Um diese Ziele zu
erreichen, werden vorhandene Infrastruktur, gemeinsame Datenbanken und
mehrere von NGFN und EU-Programmen unterstützte omics-basierte
Datensätze verwendet und diese mit ausgezeichneter Expertise in
Biostatistik, mathematischer Modellierung und Bildgebung kombiniert. Das
Konsortium wird somit Informationen aus Epigenomik, Genomik,
Transkriptomik, Neurodynamik und Neuroimaging nutzen, um damit
mathematische Vorhersagemodule zu unterfüttern, die von zwei
Bernstein-Zentren für Computational Neuroscience zur Verfügung gestellt
werden. Die daraus entstehenden Ergebnisse werden dann in unabhängigen
klinischen Stichprobengruppen und passenden Tiermodellen funktionell
validiert. Dieser Ansatz wird dazu beitragen, Strategien zur
frühzeitigen Intervention zu entwickeln und innovative Moleküle zur
Vorbeugung von Rückfällen zu identifizieren, die dann in experimentellen
Humanstudien getestet werden. Das interdisziplinäre Konsortium besteht
aus Mathematikern, Physikern, Neurowissenschaftlern, Molekularbiologen,
Genetikern und Medizinern. 12 Teilprojekte werden dabei in drei
Projektmodulen – zentrale Ressourcen, mathematischen Vorhersagen und
funktionale Validierung – auf hoch integrative Weise umgesetzt.
Teilprojekt 2: Identifizierung neuer genetischer und epigenetischer Faktoren bei Alkoholabhängigkeit
|
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Humangenetik
Biomedizinisches Zentrum
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Markus Nöthen
0228 287-51100
01ZX1311B
361.243 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Das Ziel der zentralen Einrichtung ´Teilprojekt 2´ ist es neue
genetische und epigenetische Faktoren, die bei der Entstehung und dem
Verlauf von Alkoholismus eine relevante Rolle spielen, zu
identifizieren. Hierfür werden Daten aus genomweiten genetischen und
epigenetischen Assoziationsuntersuchungen und Daten der anderen
Teilprojekte des Konsortiums integriert. 1) Mit diesen genomweiten
Assoziationsdaten wird zu dem sich im Aufbau befindlichen
Internationalen Alcohol Genetics Consortium (AGC) beigetragen.
2) Geplant ist die Erweiterung der Pathwayanalysen des existierenden
genomweiten Datensatzes und Sequenzierung der besten Gene aus diesen
Analysen. 3) Es werden 380 Individuen eines Kollektivs von Patienten und
Kontrollen (n=487) genomweit genotypisiert, für die neuropsychologische
und bildgebende Daten vorhanden sind. 4) Es ist vorgesehen,
dass epigenetische Datensätze in die Daten des Teilprojektes "IMAGEN"
integrierent werden.
Anteil Uni Heidelberg
|
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen IWR
Im Neuenheimer Feld 368
69120 Heidelberg
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Franziska Matthaeus
06221 54-5717
01ZX1311C
99.360 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Ziel des Vorhabens ist die Datenanalyse und statistische
Modellierung von Trinkmustern im Tierversuch. Die Datenerhebung erfolgt
durch Kooperationspartner am ZI Mannheim mit Hilfe eines automatischen
Drinkometers. Auf Basis datengestützter Modellierung erfolgen eine
Kategorisierung der Tiere in verschiedene Trinker-Typen sowie eine
Charakterisierung des Trinkverhaltens der verschiedenen Typen.
Zusätzlich wird ein mathematisches Modell genutzt, um die Abhängigkeit
einzelner Tiere zu identifizieren. Die zeitlich hochaufgelösten
multinomialen Zeitreihen werden über generalisierte lineare Modelle und
logistische Regression modelliert. Modell-Selektion erfolgt mit Hilfe
des Akaike-Informations-Kriteriums. Für die Klassifizierung (Clustering)
verwenden wir einen Expectation-Maximization-Algorithmus. Zur
Identifizierung der Abhängigkeit einzelner Tiere wird die aufgenommene
Alkoholmenge relativ zur gleichzeitig aufgenommenen Menge Wasser
gemessen, und mit der entsprechenden Alkoholaufnahme der Gesamtgruppe
verglichen.
Teilprojekt 6 "Mathematische Modellierung I"
|
Technische Universität Berlin
Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik
Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik
FG Neuronale Informationsverarbeitung
Marchstr. 23
10587 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Klaus Obermayer
030 314-73120
01ZX1311D
466.354 EUR
01.01.2014 - 30.06.2017
|
Ziel dieses Teilprojektes zur mathematischen Modellierung ist
es, neurobiologische Risikoprofile einschliesslich genetischer
Risikofaktoren in Jugendlichen zu errechnen, die 'Binge-Drinking' und
später im Leben auftretende Alkoholerkrankungen prädizieren. Um dies zu
erreichen, wird mit Hilfe von Verfahren des maschinellen Lernens eine
integrative statistische Analyse der genetischen, neuropsychologischen,
Bildgebungs- und Verhaltensdaten der IMAGEN und NGFN-Datensätze
durchgeführt. In der ersten Phase werden multivariate Methoden auf die
funktionellen Bildgebungsdaten angewandt, um 'Regions of Interest'
(ROIs) zu definieren. Diese ROIs werden dann mit relevanten
neuropsychologischen Scores korreliert. Mit Hilfe von aktuellen
Klassifikationsverfahren werden prädiktive Modelle auf diesen Verfahren
trainiert. In der zweiten Phase werden wir auf Assoziationen der
resultierenden neurobehavioralen Risikoprofile mit einem Satz an
Kandidatengenen testen, die durch die genetische Pipeline impliziert
werden. In einer dritten Phase werden wir prädiktive Modelle auf
genetischen, neuropsychologischen, Verhaltens- und Bildgebungsmerkmalen
trainieren.
Teilprojekte 6 und 10, Anteil Charité und Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Charité-Mitte
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andreas Heinz
030 450-517001
01ZX1311E
379.547 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Ziel dieses Multicenter-Teilprojekts 6 "Mathematische
Modellierung" des "eMED Alcohol Addiction-Verbundes: A Systems-Oriented
Approach" ist die Identifikation neurobehavioraler
Alkoholerkrankungs-Risikoprofile inklusive der Erkennung genetischer
Risikofaktoren, die bereits im Jugendalter bestehen, und die zukünftiges
exzessives Alkoholtrinken (sogenanntes Binge Drinking bzw.
Rauschtrinken) und Alkoholmissbrauch sowie Alkoholabhängigkeit im
späteren Leben vorhersagen können. Statistische Methoden aus dem Bereich
des maschinellen Lernens werden dazu verwendet, aus genetischen,
neuropsychologischen, bildgebenden und Verhaltensdaten von Jugendlichen
(IMAGEN, TP4) und Erwachsenen (NGFNplus; eMed TP10) jeweils
Prädiktionsmodelle zu entwickeln und zu testen. Dabei sollen innerhalb
der IMAGEN-Population (TP4) Prädiktoren für das Rauschtrinken (Binge
Drinking) im Alter von 19 Jahre identifiziert werden, welche dann mit
Prädiktoren einer bereits bestehenden Alkoholabhängigkeit in der
Erwachsenenpopulation (TP10) verglichen werden. In einem ersten Schritt
werden strukturelle und funktionelle Merkmale im Gehirn der 19-jährigen
Jugendlichen identifiziert, welche diese bezüglich ihres Trinkverhaltens
unterscheiden. Im Anschluss wird untersucht, ob dieselben Merkmale
(zumindest ansatzweise) bereits im Alter von 14 Jahren vorhanden sind.
Schließlich wird der Einfluss genetischer und sonstiger Faktoren auf die
gefundenen strukturellen und funktionellen Gehirnveränderungen und das
Trinkverhalten analysiert.
Das Teilprojekt 10 ist eine in Berlin und Mannheim durchgeführe
Studie (SysMedAlcoholism – eMEDS), die mit Hilfe bildgebender Verfahren
(fMRT= Kernspintomographie) bei alkoholabhängigen Patienten (N= 112) und
ihren Angehörigen 1. Grades (n= 112), den Zusammenhang von genetischer
Veranlagung zur Alkoholabhängigkeit, neuropsychologischen Maßen und
strukturellen und funktionellen Veränderungen des Gehirns untersucht.
Die Grundidee dabei ist, dass sich auf Gehirnebene schon Effekte
genetischer „Risikovarianten“ nachweisen lassen, auch wenn Verhalten
oder Klinik völlig unauffällig sind. Für die einzelne Person ist dieses
genetische „Risiko“ aber so gering und klinisch unbedeutend, dass man
solche Untersuchungen in größeren Gruppen durchführen muss, um klinisch
relevante Aussagen zu machen, z.B. ob sich anhand solcher
Gehirnveränderungen bzw. aus Kombination von Gehirnveränderung und
Genetik (Imaging Genetics) die Wahrscheinlichkiet von Rückfällen oder
Alkoholkonsum in einer Gruppe vorhersagen lassen. Deshalb werden neu
erhobene Daten (SysMedAlcoholism) mit Daten aus anderen großen
Untersuchungen (NGFNplus: Erwachsene, IMAGEN: Jugendliche), die ähnliche
Fragestellungen verfolgen, und an denen die Projektleiter beteiligt
sind, kombiniert, um eine bessere Aussagekraft zu erlangen und Befunde
gegenseitig zu überprüfen (Kreuzvalidierung).
Teilprojekt 9, Funktionelle Validierung: Gene und molekulare Analysen
|
Universität zu Köln
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Zoologisches Institut - Arbeitsgruppe Scholz
Molecular Mechanisms of Behaviour
Zülpicher Str. 47b
50674 Köln
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Henrike Scholz
0221 470-3121
01ZX1311F
112.710 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
In der letzten Genom-weiten-Assoziations-Studie dieses Verbundes
wurden 13 einzelne Nukleotid Polymorphismen (SNPs) als Top-Marker mit
Alkoholismus assoziiert. Weitere Kandidaten werden durch Teilprojekte
während der Laufzeit des e:Med Verbundes identifiziert. Ob diese
genetischen Variationen tatsächlich funktionell mit alkoholassoziiertem
Verhalten zusammenhängen und wie die Funktion dieser genetischen
Variationen zum Alkoholismus beitragen, ist unklar. Nur angemessene
Tiermodelle erlauben eine funktionelle Validierung dieser putativen
Kandidatengene. Es werden die Vorteile des genetisches Modells
Drosophila melanogaster mit seinen kurzen Generationszeiten und großen
Sammlung an genetischen Werkzeugen genutzt, um die Funktion von
orthologen Kandidatengenen in alkoholinduzierten Verhalten zu
untersuchen. Ziel dieses Projekts ist es, die entsprechenden
Drosophila-Mutanten der Top- Kandidatengene herzustellen und die
Konsequenz dieser Mutationen auf Alkoholsensitivität, Toleranz,
Präferenz und Alkoholaufnahme zu untersuchen. Das Verhältnis dieser Gene
zur zellulären Stressantwort wird mit Hilfe von neuroanatomischen und
molekulargenetischen Methoden untersucht.
Teilprojekt 9, Anteil München
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Entwicklungsgenetik (IDG)
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Wolfgang Wurst
089 3187-4110
01ZX1311G
92.943 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Im vorliegenden Projekt werden die im Verbund identifizierten
Genvarianten, welche kausal mit alkoholbezogenem Verhalten verbunden
sind, in den entsprechenden Tiermodellen funktional validiert: 1)
Drosophila als genetisches Modellsystem und humanisierte Mausmodelle,
welche Träger der entsprechenden humanen SNPs sind. Arbeitsschritte
sind: Generierung einer genetisch modifizierten, humanisierten
Mauslinie, welche entweder homozygot für das humane 118AA oder 118GG
OPRM1 Allel ist und damit den entsprechenden µ-opioid Rezeptor
exprimiert. Die Analyse dieser Linie in Bezug auf
Alkohol-Sucht-Verhalten, Rückfall und pharmakologische Antwort auf
Naltrexon und Nalmefene (Opioidrezeptorantagonist) erfolgt in
Teilprojekt 5 des Verbundes; Generierung eines humanisierten GATA4
loss-of-function Mausmodells bis Monat 24; Generierung von humanisierten
Mausmodellen von mindestens einem weiteren SNP bis Monat 48. Die
Mausmodelle werden im Anschluss in Teilprojekt 5 bezüglich ihres
Suchtverhaltens analysiert.
Teilprojekt 12, Anteil Dresden
|
Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
PD Dr. Ulrich Zimmermann
0351 458-5422
01ZX1311H
776.700 EUR
01.01.2014 - 30.04.2019
|
Als Teilaufgabe des systemorientierten Ansatzes zur Untersuchung
der Alkoholabhängigkeit erstellt dieses Teilprojekt einen Testarray zur
Untersuchung potenziell rückfallschützender Medikamente am Menschen
(TRM), dessen einzelne Komponenten von den Antragstellern und ihren
Kooperationspartnern bereits entwickelt wurden. Der TRM überträgt
mehrere tierexperimentell validierte Modelle der
Alkoholselbstverabreichung in entsprechende Humanexperimente, um
verschiedene Aspekte abhängigen Verhaltens auch beim Menschen
untersuchen zu können. Zunächst wird der beschriebene TRM validiert,
indem er bei zwei Medikamenten angewendet wird, deren rückfallschützende
Wirkung bereits gut bekannt ist; nämlich Naltrexon und Topiramat. Für
eine dritte Studie wird basierend auf den systematischen Untersuchungen
der anderen Teilprojekte ein weiteres Medikament ausgewählt werden, das
potentiell geeignet ist, die Abstinenzbemühungen entgifteter Alkoholiker
zu unterstützen.
Verbundvorhaben:
Systemmedizinischer Forschungsansatz zur Response- und
Resistenzprädiktion zielgerichteter Therapien beim Magenkarzinom
(SYS-Stomach)
Das Magenkarzinom steht weltweit an vierter Stelle der
häufigsten Krebsarten und ist die zweithäufigste krebsbedingte
Todesursache. Die therapeutischen Optionen für die Behandlung von
Magenkarzinomen umfassen Chirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie.
Die Gesamtüberlebensrate der Patienten und Patientinnen ist jedoch nicht
zufriedenstellend. Neue therapeutische Optionen werden dringend
benötigt. Ziel des e:Med-Konsortiums SYS-Stomach ist, durch einen
systemmedizinischen Ansatz Biomarker für die Vorhersage des
Therapieverlaufs beim Magenkarzinom zu finden. Hierzu arbeiten
Forschende aus den Bereichen Mathematik, Biologie und Medizin zusammen.
Der Verbund vergleicht, wie zwei verschiedene zum Einsatz kommende
Medikamente (Trastuzumab, Cetuximab) wirken. Die Signalwege in den
Tumorzellen und die spezifischen Unterschiede im Verhalten der Zellen
als Reaktion auf die Behandlung werden untersucht. Auch
Resistenzmechanismen gegen eine Behandlung sollen so aufgedeckt werden.
Basierend auf den Untersuchungen werden mathematische Modelle erstellt:
zum einen für das Wachstum von Magenkarzinomen, zum anderen für deren
Ansprechen auf eine Behandlung. Mögliche Biomarker, die über diese
Modelle gefunden werden, sollen dann im Zellkulturmodell und anhand
vorliegender klinischer Tumorproben überprüft und nachgewiesen werden.
Systematische molekulare und phänotypische Charakterisierung von Magenkarzinom-Zelllinien
|
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Institut für Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie
Trogerstr. 18
81675 München
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Birgit Luber
089 4140-6100
01ZX1610A
789.796 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das Ziel von Teilprojekt 1 ist die umfassende Charakterisierung von Magenkarzinom-Zelllinien nach Trastuzumab-Behandlung; entsprechende Daten für Cetuximab-behandelte Magenkarzinom-Zelllinien stehen entweder bereits aus Voruntersuchungen zur Verfügung oder werden während des laufenden Projektes erhoben. Die Behandlungseffekte werden sowohl auf der phänotypischen Ebene (Motilitäts- und Invasionseigenschaften) als auch auf der molekularen Ebene (Transkriptomik, Epigenomik, Proteomik) erfasst. Diese Messungen erlauben die Klassifizierung der Zelllinien in Trastuzumab- oder Cetuximab-Responder und Non-Responder Zelllinien. Zeitaufgelöste Behandlungseffekte auf die EGFR- und HER2-Signalwege werden aufgezeichnet. Vorhergesagte Kandidaten für Responsefaktoren zielgerichteter Therapien werden experimentell in vitro validiert werden.
Vorhersage des Ergebnisses zielgerichteter Therapien beim Magenkarzinom - Proteomanalyse, Datenanalyse und Modellentwicklung (TP3, TP5)
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Pathologie
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Axel Walch
089 3187-2739
01ZX1610B
464.530 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
TP3 trägt dazu bei, Moleküleigenschaften mit dem zellulären Phänotyp zu korrelieren. Die Daten werden systematisch analysiert, um daraus überprüfbare Hypothesen abzuleiten, die von den experimentellen Partnern validiert werden, um das Gesamtziel, die Entwicklung eines prädikativen Biomarkers, zu erreichen. TP5 hat eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Translation molekularer Veränderungen in Tumorgeweben von Patienten in Zusammenschau mit den zellexperimentellen und modellbasierten molekularen Szenarien. Eine enge Verzahnung mit dem Wissensmanagement (TP2), in silico-Analysen (TP3, TP4) Zellexperimenten (TP1) und klinischer Validierung (TP6) ist wesentlich. Eine vergleichende in situ-Analyse von Humangeweben und Zelllinien mit der Bildgebenden Massenspektrometrie steht experimentell im Vordergrund. Daneben erfolgen klinisch-histopathologische Validierungen von Biomarkern an Humangeweben.
Agenten-basierte Modelle von Tumoren zur Definition von adjuvanten Therapieansätzen
|
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Abt. System-Immunologie (SIMM)
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann
0531 6181-5400
01ZX1610C
208.114 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das Konsortium strebt die Identifikation von Markern an, die eine Vorhersage von Response oder Resistenz von Magenkarzinomen gegenüber einer Behandlung mit Cetuximab oder Trastuzumab ermöglichen. Im Rahmen von Teilprojekt 4 werden zur Verfügung stehende agenten-basierte Tumorwachstumsmodelle um aktive Motilitätseigenschaften erweitert. Darüber hinaus werden die zellulären Agenten um phänotypische Eigenschaften erweitert, die aus Interaktionsnetzwerken in Teilprojekt TP3 abgeleitet werden. Das neue Tumorwachstumsmodell wird mit 2D in vitro-Motilitätsdaten und mit Wachstumsdaten von 3D-Tumorsphäroiden validiert. Das validierte Modell ist als Werkzeug für die Vorhersage der Auswirkung von Modifikationen physiologischer Parameter auf das Tumorwachstum konzipiert. Auf diese Weise sollen, im Sinne von multiskalen Modellen, zelluläre Eigenschaften in emergente Gewebeeigenschaften übersetzt werden. Schließlich soll der Schritt in den in vivo-Zusammenhang vorbereitet werden, in dem man den Einfluss von spezifischen Motilitätseigenschaften auf die Effizienz von Therapien mit Cetuximab und Tastuzumab untersucht. Auf diese Weise soll ein Werkzeug erstellt werden, das es erlaubt, die Entwicklung von adjuvanten Krebstherapien, die biomechanische Eigenschaften von Tumorzellen beeinflussen, zu unterstützen.
Wissensmanagement und Biomarkeridentifizierung (TP2)
|
BIOMAX Informatics AG
Robert-Koch-Str. 2
82152 Planegg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Dieter Maier
089 895574 - 826
01ZX1610D
176.640 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Die systemmedizinische Identifizierung von prädiktiven Biomarkern für die spezifische Therapie von Magenkarzinomen erfordert die Integration und Analyse bestehenden Wissens und experimenteller Daten zur Progression von Magenkarzinomen, um daraus relevante mathematische Modelle mit validierbaren Vorhersagen zu entwickeln. TP2 wendet vorbedingungsfreie Maschinenlernverfahren an, um existierendes Wissen mit datengetriebenen Assoziationen zu erweitern und damit aus den mechanistischen Modellen abgeleitete Wirkmechanismen durch statistisch signifikante biologische Assoziationen abzusichern.
Klinische Validierung von vorhergesagten Response- und Resistenzfaktoren zielgerichteter Therapien beim Magenkarzinom (TP6)
|
Universitätsklinikum Leipzig
Universitäres Krebszentrum (UCCL)
Liebigstr. 20, Haus 4
04103 Leipzig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Florian Lordick
0341 97 12560
01ZX1610E
366.694 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das Konsortium SYS-Stomach strebt die Identifizierung von Markern an, die eine Vorhersage von Response oder Resistenz von Magenkarzinomen bei Behandlung mit Cetuximab oder Trastuzumab ermöglichen. Im Konsortialverbund identifizierte Biomarkerkandidaten werden im Rahmen von in explorativen klinischen Studien etablierten Tumorkollektiven von Patienten mit fortgeschrittenen Magenkarzinomen validiert.
Charakterisierung von Magenkarzinom-Zelllinien (TP 1)
|
Technische Universität München
Institut für Pathologie
Trogerstr. 18
81675 München
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Birgit Luber
089 4140-6100
01ZX1310A
1.210.032 EUR
01.02.2014 - 30.09.2017
|
Das Ziel dieses Vorhabens ist die Charakterisierung von
Magenkarzinom-Zelllinien nach Trastuzumab-Behandlung. Die
Behandlungseffekte sollen auf verschiedenen Ebenen (phänotypisch,
molekular) und mittels verschiedener Methoden ("Multi-omics") erfasst
werden. Von anderen Verbundmitgliedern vorhergesagte Faktoren, die das
Wachstum von Magenkarzinomen oder deren Ansprechen auf eine Behandlung
beeinflussen, sollen in diesem Vorhaben in vitro überprüft werden.
Daten- und Proteomanalyse (TP 3, TP 5)
|
Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Institut für Pathologie
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Neuherberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Axel Karl Walch
089 3187-2739
01ZX1310B
664.392 EUR
01.02.2014 - 31.01.2017
|
Ziel ist prädiktive Biomarker (Proteine bzw. Proteinmuster) zu
identifizieren und zu validieren, die das Ansprechen bzw. Versagen auf
HER2- und EGFR-basierte Therapien anzeigen. Die Umsetzung der
Teilprojekte 3 und 5 gliedert sich in mehrere Arbeitspakete. Zunächst
wird untersucht, wie abhängig der zelluläre Phänotyp von molekularen
Eigenschaften ist. Dann sollen die Signalwege von Cetuximab und
Trastuzumab rekonstruiert, und die Signalwegmodelle und
Phänotypvorhersage validiert werden. Darüber hinaus werden
Biomarkerkandidaten evaluiert, die sich aus bereits bestehen
Datensätzen/Studien herleiten. Diese sollen in Geweben aus
Patientenkohorten immunhistochemisch bewertet werden. Weiter wird eine
proteomische Analyse von Magenkarzinomzelllinien und Sphäroidmodellen
zur vertieften Netzwerkanalyse von HER2/EGFR durchgeführt. Schließlich
wird mittels bildgebender Massenspektrometrie das Proteom von Geweben
aus Patientenkohorten (Therapieansprechen vs. -versagen) untersucht.
Tumormodelle zur Definition von Therapieansätzen (TP 4)
|
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Abt. System-Immunologie (SIMM)
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Michael Meyer-Hermann
0531 6181-5400
01ZX1310C
274.456 EUR
01.02.2014 - 31.01.2017
|
Im Vorhaben werden agenten-basierte Tumorwachstumsmodelle um
aktive Motilitätseigenschaften erweitert. Darüber hinaus werden die
zellulären Agenten um phänotypische Eigenschaften erweitert, die aus
Interaktionsnetzwerken in Teilprojekt 3 des Verbundes abgeleitet werden.
Das neue Tumorwachstumsmodell wird mit 2D-in-vitro-Motilitätsdaten und
mit Wachstumsdaten von 3D-Tumorsphäroiden validiert. Das validierte
Modell ist als Werkzeug für die Vorhersage der Auswirkung von
Modifikationen physiologischer Parameter auf das Tumorwachstum
konzipiert. So sollen, im Sinne von multiskalen Modellen, zelluläre
Eigenschaften in emergente Gewebeeigenschaften übersetzt werden.
Schließlich soll der Schritt in den in vivo-Zusammenhang vorbereitet
werden. Hier wird der Einfluss von spezifischen Motilitätseigenschaften
auf die Effizienz von Therapien mit Cetuximab und Tastuzumab untersucht.
Auf diese Weise soll ein Werkzeug erstellt werden, das es erlaubt, die
Entwicklung von adjuvanten Krebstherapien zu unterstützen, die
biomechanische Eigenschaften von Tumorzellen beeinflussen.
Wissensmanagement und Biomarkeridentifizierung (TP 2)
|
BIOMAX Informatics AG
Robert-Koch-Str. 2
82152 Planegg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Dieter Maier
089 895574-826
01ZX1310D
264.960 EUR
01.02.2014 - 31.01.2017
|
Im Vorhaben soll ein semantisches Wissensnetzwerk zur
Progression von Magenkarzinomen erstellt werden. Auf der Basis des
Netzwerks in Kombination mit experimentellen Daten sollen neue zelluläre
Modelle erstellt werden. Weiter soll untersucht werden, ob es typische
Gen- oder Proteinexpressionen und -modifikationen gibt, die in ihrer
Kombination eine hochspezifische Signatur der Progression des
Magenkarzinoms und des Ansprechens auf eine Behandlung ergeben. Die
Integration klinischer und experimenteller Daten mit den Ergebnissen der
mathematischen Modellierung in ein bestehendes
Magenkarzinomwissensmodell wird technisch über die Biomax BioXM (TM)
Wissensmanagementumgebung gelöst. Die Extraktion signifikanter
experimenteller und modellbasierter Ergebnisse erfolgt durch eine
Kombination aus Maschinenlernen und explorativem Datenmining basierend
auf neuronalen Netzwerken und klassischer Biostatistik.
Klinische Validierung von Response- und Resistenzfaktoren zielgerichteter Therapien beim Magenkarzinom (TP 6)
|
Universität Leipzig
Universitätsklinikum
Universitäres Krebszentrum Leipzig
Liebigstr. 20, Haus 4
04103 Leipzig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Florian Lordick
0341 97-12560
01ZX1310E
558.691 EUR
01.02.2014 - 31.01.2019
|
Das Ziel des Teilprojektes ist Biomarkerkandidaten zu
validieren, die durch den systemmedizinischen Forschungsansatz des
Konsortiums identifiziert wurden. Dazu wird deren prädiktiver Wert
mittels explorativen klinischen Studien in Tumorkollektiven überprüft,
die von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Magenkarzinomen
stammen. Der prädiktive Wert der Biomarkerkandidaten für den
Behandlungserfolg einer Therapie mit Cetuximab plus Chemotherapie wird
in Tumorproben untersucht werden, die bereits in einer Phase II Studie
gesammelt wurden. Diese Biomarkerkandidaten sollen im EXPAND-Kollektiv
in den Jahren 4-5 validiert werden. Das Patientenkollektiv für die
Validierung von Biomarkerkandidaten für den Behandlungserfolg einer
Therapie mit Trastuzumab wird prospektiv etabliert werden. Klinische
Behandlungs- und Verlaufsdaten von Patientinnen und Patienten mit
Magenkarzinom, die mit Trastuzumab behandelt werden, werden gesammelt
und analysiert. In dem Kollektiv der GASTRO-LAP-Studie wird überprüft,
ob die Biomarkerkandidaten zur Vorhersage des Behandlungserfolges mit
Cetuximab oder Trastuzumab auch einen prädiktiven Wert für die
Behandlung mit Lapatinib haben.
Verbundvorhaben SYSMED-NB, Neuroblastom
Die größte Herausforderung in der Behandlung von
Krebspatienten liegt in der komplexen Natur der jeweiligen Erkrankung.
Die Entwicklung effizienter Hochdurchsatz-Technologien und
Informatik-basierter Strategien hat neue Möglichkeiten eröffnet,
Krankheitsursachen zu verstehen. Im Tumorgewebe können DNA, RNA und
Proteine sowie ihre Interaktionen und mögliche medikamentösen
Angriffspunkte umfassend charakterisiert werden. Dies trifft auch beim
Neuroblastom zu. Diese Tumorerkrankung des Kleinkindalters ist besonders
aggressiv und verläuft häufig tödlich. Sie ist genetisch bereits gut
charakterisiert. Es existieren zahlreiche molekulare Datensätze, die für
weitere wissenschaftliche Analysen genutzt werden können. Das
Neuroblastom hat im Gegensatz zu den meisten anderen Tumoren nur wenige
genetische Veränderungen. Deshalb eignet es sich hervorragend als
„Modellerkrankung“ für wissenschaftliche Untersuchungen. Ergebnisse
können auch bei anderen Tumoren relevant und dort für medizinische
Zwecke genutzt werden.
Die Arbeiten des SYSMED-NB Konsortiums basieren auf einem
systemmedizinischen Ansatz. Durch eine umfassende Analyse existierender
Daten und systembiologisches Modellieren von molekularen Signalwegen
sollen wichtige molekulare Schalterstellen identifiziert und manipuliert
werden. Mit einem interdisziplinären Konzept sollen die bekannten
molekularen krankheitsauslösenden Faktoren untersucht werden. Es soll
eine Kondensation auf die Kernmechanismen der Erkrankung mit
therapeutischer Relevanz erfolgen. So soll die Basis für eine
maßgeschneiderte medizinische Behandlung für jeden Neuroblastompatienten
gelegt werden.
Teilprojekte SP C und SP A4
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Pädiatrie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
|
Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Univ. Prof. Angelika Eggert
030 450-566032
01ZX1307A
386.894 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Die Ziele der Teilprojekte sind einerseits die effiziente
wissenschaftliche und administrative Koordination des gesamten
Forschungsverbundes (Teilprojekt SP C) einschließlich der Organisation
von Meetings und Telefonkonferenzen sowie der Erstellung von
Evaluationen, wissenschaftlichen Berichte und Veröffentlichungen.
Geplant sind regelmäßige Telefonkonferenzen und jährliche Meetings des
Konsortiums. Internationales Networking wird dabei aktiv gesucht und
unterstützt. Andererseits wird im Teilprojekt SP A4 die intratumorale
Heterogenität des Neuroblastoms mit Hilfe aktueller molekularer
Sequenziertechnologien untersucht, da die molekulare Heterogenität von
Tumoren und die resultierende klonale Evolution von Rezidiven eines der
größten Behandlungsprobleme bei Krebserkrankungen darstellt. Dieses
Phänomen wurde beim Neuroblastom bislang noch nicht untersucht und soll
daher Gegenstand dieses Projekts sein. Der Arbeitsplan enthält die
Untersuchung von humanen und murinen Neuroblastomproben mit Hilfe der
Whole Genome und Whole Exome Sequenziertechnologie und weiteren
Hochdurchsatztechnologien in den Bereichen der RNA Sequenzierung und
Proteomik. Das molekulare Profil primärer Tumorproben soll dabei vor
allem mit dem Profil der Metastasen und Rezidive verglichen werden, um
prognoserelevante Genveränderungen von sekundären, weniger wichtigen
Genveränderungen unterscheiden zu können. Die identifizierten Gene
sollen als neue Biomarker validiert und funktionell charakterisiert
werden.
Teilprojekte SPA1, SPA3, SPB1 und SPB4
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Neuroblastom-Genomik (B087)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Frank Westermann
06221 42-3219
01ZX1307B
1.259.538 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Das Neuroblastom ist eine Krebserkankung, von der etwa eines von
5000 Kindern betroffen ist. Die systematische und integrierte
Datenauswertung von Hochdurchsatzdaten zur Vertiefung des Wissens über
die Neuroblastom-Entstehung und -Progression ist ein zentraler Baustein
für die Verbesserung der Lebenserwartung von Neuroblastom-Patienten.
Bisherige Aktivitäten in der molekularen Charakterisierung von
Neuroblastomen mittels molekularer Hochdurchsatzverfahren haben
potenzielle Zielstrukturen für innovative Therapien geliefert und eine
umfangreiche Datenmenge, die bei entsprechender Auswertung eine
Optimierung der Risikostratifizierung von Patienten erlauben wird. Den
Arbeiten liegt einen umfassender systemmedizinischer Ansatz für das
Neuroblastom zugrunde, der sowohl eine innovative
Datenauswertungsstrategie bereits bestehender Datensätze als auch eine
systembiologische Modellierungsstrategie beinhaltet. Dabei wird das DKFZ
in vier Teilprojekten federführend beteiligt sein: SPA1.
Datenintegration - Netzwerk, Cross-Plattform und Cross-Entitäten
Analyse, SPA3. Protein-Expressionsprofile von Neuroblastom-Subtypen,
SPB1. Epigenetische Kontrolle der transkriptionellen Aktivität von MYC
Proteinen, 4. Netzwerk-Analyse von durch Histondeacetylasen (HDAC)
kontrollierten micro RNAs im Neuroblastom. Es wird erwartet, dass ein
besseres Verständnis der für die Neuroblastom Pathogenese
verantwortlichen Signalnetzwerke zu neuen, gezielten und effektiveren
Therapiestrategien für Hochrisiko-Neuroblastomen führt. Hieraus soll
eine präzisere Auswahl von Patienten-Subgruppen anhand des individuellen
Risikos und molekularer Biomarker-Profile entstehen.
Teilprojekte SP A2 und SP B3
|
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45147 Essen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
PD Dr. Alexander Schramm
0201 723-2506
01ZX1307C
412.757 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Am Standort Essen werden zwei Teilprojekte (SPs) durchgeführt,
in denen genetische Modelle, Cross-Spezies-Analysen und
Metabolomanalysen durchgeführt werden, um neue Therapieansätze für das
Neuroblastom und ggf. weitere Krebs-Entitäten zu finden. Im SP A2 sollen
aufbauend auf existierenden Pipelines Hochdurchsatzdaten aus humanen
Tumoren mit denen aus experimentellen Maustumoren verglichen werden.
Dazu werden Softwareplattformen als auch von Partnerinstituten
entwickelte Lösungen genutzt und ggf. optimiert. Im SP B3 werden
biochemische Assays zum Primärzuckerstoffwechsel in präklinischen
Neuroblastomsystem etabliert. In enger Kooperation mit dem MDC Berlin,
wird die Modellierung des Zuckerstoffwechsels sowie die therapeutische
Intervention experimentell überprüft und validiert.
Teilprojekte SP A1 und SP B2
|
Universität zu Köln
Medizinische Fakultät – Universitätsklinikum
Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde
Zentrum für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
Kerpener Str. 62
50937 Köln
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Matthias Fischer
0221 478-6816
01ZX1307D
471.000 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Die Vorhabenziele sind: 1. Verbesserung der Risiko-Vorhersage
der Patienten auf der Basis der molekularen Eigenschaften individueller
Tumoren. 2. Entwicklung neuer Therapien, die gezielt in aberrante
Signalwege der Krebszellen eingreifen. Das Neuroblastom ist ein maligner
Tumor des Kindesalters mit äußerst variablen klinischen Verläufen.
Neuroblastom-Patienten der Hochrisikogruppe haben auch heute noch eine
schlechte Überlebenschance. Neue Behandlungsformen für diese Patienten
werden daher dringend benötigt. Studien unserer und anderer
Arbeitsgruppen haben jedoch gezeigt, dass dem Neuroblastom eine enorme
genetische Vielfalt zu Grunde liegt, was die Abgrenzung
molekular-definierter Tumorsubgruppen sowie die Entwicklung neuer,
gezielter Therapiestrategien erheblich erschwert. In dem geplanten
Projekt A1 möchten wir daher existierende genetische, epigenetische und
transkriptomische Hochdurchsatzdaten in bioinformatischen
Netzwerkanalysen integrieren, um auf diese Weise biologisch und klinisch
relevante Neuroblatom-Subgruppen zu identifizieren. Für einen Teil der
Hochrisiko-Neuroblastome vermuten wir auf der Basis bestehender
genetischer Daten, dass ein aberrant aktivierter RAS-Signalweg zur
malignen Transformation der Zellen beiträgt. In dem geplanten Projekt B2
möchten wir daher diese Hypothese durch in vitro und in vivo
Untersuchungen experimentell prüfen. Diese Arbeiten sollen die Grundlage
für die Entwicklung neuer Behandlungsformen sein, die gezielt den
RAS-Signalweg inhibieren.
Teilprojekt SP A2
|
Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Klinik für Kinderheilkunde III
Hufelandstr. 55
45147 Essen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Johannes Hubertus Schulte
0201 723 85185
01ZX1307E
384.478 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Folgende Arbeiten sollen im Rahmen des Teilprojkets SP A2
durchgeführt werden: In Neuroblastomen mit Amplifikation des Onkogens
MYCN finden sich oft zusätzliche onkogene Mutationen („Ko-Mutationen"),
die u.a. den RAS Signalweg aktivieren. Es kann angenommen werden, dass
funktionell wichtige Mutationen über Speziesgrenzen hinweg auftreten.
Wir möchten daher durch die Spezies-übergreifende Analyse von humanen,
MYCN amplifizierten Neuroblastomen, und murinen Neuroblastomen, die in
Mäusen entstehen, die durch genetische Manipulation MYCN
überexpremieren, die Ko-Mutationen mit der höchsten Relevanz für die
Neuroblastomentstehung identifizieren und fuktionell analysieren. Es
werden genetisch veränderte Mäuse gezüchtet, die MYCN oder MYCN/RAS in
der Neuralleiste expremieren. Entstehende Neuroblastome werden
asserviert, zusätzlich werden Zellinien etabliert. Die Neuroblastome
werden mittels Hochdurchsatzverfahren untersucht, die Daten mir humanen
Neuroblastomen verglichen, funktionelle Untersuchungen an den Zelllinien
durchgeführt.
Teilprojekte SP A3 und SP B3
|
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Matthias Selbach
030 94063574
01ZX1307F
434.953 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Im Rahmen des Vorhabens werden die Teilprojekte SP A3 und SP B3
durchgeführt. SP A3: Transkriptionale Signaturen sind nicht immer
ausreichend, um biologische Treiber der Pathogenese zu identifizieren.
Solche Genexpressionsdaten zeigen nicht, in welchem Umfang mRNAs in
Proteine translatiert werden. Im Projekt A3 verwenden wir einen
Proteomik-Ansatz, um menschliche Neuroblastom-Proben auf Protein-Ebene
direkt zu studieren. Wir verwenden dazu eine Methode, um menschliche
Tumor Proteome genau zu quantifizieren. Dazu wird Tumor-Gewebe mit
repräsentativen Zelllinien vermischt, das über stable-isotope labeling
by amino acids in cell culture (SILAC) markiert wurde. Dieser sogenannte
Super-SILAC Ansatz dient dabei als interne Referenz für die relative
Quantifizierung der verschiedenen Tumorproben. Wir vergleichen dabei
jeweils Proben aus drei Kategorien: (A) geringes Risiko, (B) hohes
Risiko heilbar, (C) hohes Risiko nicht-heilbar. Wir werden untersuchen,
ob Proteom Signaturen die bestehenden klinischen und genomische
Neuroblastom-Einstufung und Risiko-Stratifikations Systeme sinnvoll
erweitern. SP B3: Ziel des Projektes ist die Modellierung des primären
Zuckerstoffwechsels in Neuroblastom-Zellen zur Identifizierung optimaler
therapeutischer Intervention. Es soll ein mathematisches Modell der
Glykolyse entwickelt werden, welches die verschiedenen experimentellen
Bedingungen beschreibt, darüber hinaus werden der Zitratzyklus und die
zellulären Atmungsprozesse einbezogen. Die entwickelten Modellvarianten
sollen um die relevante Genexpression erweitert, und zur Berechnung
sowie den Vergleich von Flüssen und kritischen Konzentrationen unter den
verschiedenen Bedingungen genutzt werden. Nachfolgend werden
Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Identifizierung und den
Vergleich kritischer Prozesse und Regulationen erlauben. Für die
verschiedenen Bedingungen werden umfassende Simulationen
kombinatorischer Inhibitionen des glykolytischen Systems durchgeführt.
Teilprojekt SP A5
|
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Fakultät für Biologie – Biozentrum
Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften
Biochemie
Am Hubland
97074 Würzburg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Martin Eilers
0931 31-84111
01ZX1307G
292.478 EUR
01.08.2014 - 31.07.2017
|
Das Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung von Genen, die
für den Zellzyklusarrest und die Differenzierung neuronaler
Progenitorzellen entscheidend sind. Es wird davon ausgegangen, dass die
diesen Prozessen zugrunde liegenden molekularen Mechanismen in
Neuroblastomen gestört sind. Ihre Identifizierung sollte daher
Angriffspunkte für neue Therapiemöglichkeiten für die bei Kindern
relativ häufige Krebserkrankung Neuroblastom bieten. Grundlage des
Projektes ist ein small hairpin RNA (shRNA)-Screen, der in
Neuroblastomzellen durchgeführt wird. Dabei wird nach Genen gesucht, die
die Antwort dieser Zellen auf die Zugabe von Retinsäure beeinflussen.
Dazu werden Zellen mit einer komplexen, lentiviralen shRNA-Bibliothek
infiziert und dann in der Abwesenheit und Anwesenheit von Retinsäure
inkubiert. Nach einigen Generationen werden aus den überlebenden Zellen
die shRNA-Sequenzen reisoliert und mit Hilfe von
Hochdurchsatzsequenzierung deren Repräsentation in der Population
bestimmt. Der Vergleich mit den Änderungen relativ zur
Ausgangspopulation und zur Kontrollpopulatin identifiziert diejenigen
shRNAs, die spezifisch die zelluläre Antwort auf Retinsäure
beeinflussen. Im zweiten Schritt werden mit bioinformatischen Methoden
und in der Kooperation mit den Gruppen dieses Netzwerkes die zugrunde
liegenden regulatorischen Netzwerke identifiziert und die sich daraus
ergebenden kausalen Hypothesen getestet.
Verbundvorhaben „sysINFLAME - Netzwerk für Systemmedizin chronisch-entzündlicher Erkrankungen“
Chronisch-entzündliche Erkrankungen der Barriereorgane des
Menschen (z. B. Haut, Lunge, Darm) betreffen oft jüngere Menschen. Sie
führen zu erheblichem Leidensdruck, Behinderungen und hohen Kosten für
die Gesundheits- und Sozialsysteme. Die letztlich auftretenden konkreten
Ausprägungen dieser Krankheiten sind meist alle recht ähnlich. Im
Gegensatz dazu haben genetische Untersuchungen aber gezeigt, dass diese
Erkrankungen von sehr vielfältigen erblichen Veranlagungen bestimmt
werden. Zusätzlich sind sie in Entstehung, Verlauf und
Begleiterkrankungen auch noch stark umweltbeeinflusst. Die bisher
genutzten Therapieverfahren unterdrücken das Abwehrsystem des Körpers.
Sie führen häufig auch zu neuen Begleiterkrankungen sowie zahlreichen
Rückfällen. Zur Verbesserung dieser Situation sollen durch das
Verbundvorhaben „sysINFLAME - Netzwerk für Systemmedizin
chronisch-entzündlicher Erkrankungen“ die medizinischen und
molekularbiologischen Grundlagen für stärker individualisierte Therapie-
und Vorsorgekonzepte entwickelt werden. Der Verbund besteht aus sechs
Teilvorhaben und ist Teil der Fördermaßnahme „Forschungskonsortien zur
Systemmedizin“. An dem Verbund sind Experten und Expertinnen aus
medizinisch-klinischer Forschung, immunologischer Forschung,
System-Medizin und Systembiologie beteiligt.
Netzwerk für Systemmedizin chronisch-entzündlicher Erkrankungen
|
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel
Institut für Klinische Molekularbiologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Stefan Schreiber
0431 597-2350
01ZX1606A
2.394.395 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das fortgesetzte Ziel des Vorhabens ist ein tieferes Verständnis der medizinischen Systembiologie chronisch entzündlicher Barriereerkrankungen. Dabei sollen insbesondere 1) die Diversität der frühen Pathophysiologie, 2) die longitudinale Betrachtung Individueller Krankheitsverläufe, sowie 3) molekulare Ereignisse um die Einleitung von spezifischen therapeutischen Interventionen im Vordergrund stehen. Hierzu werden verschiedene hoch-dimensionale Datenebenen zusammengeführt und als Grundlage zu einer Modellbildung herangezogen. Diese systemmedizinische Herangehensweise soll besonders in diesen frühen Stadien eines Erkrankungsspektrums zu innovativer Diagnostik (z. B. Biomarker) und kausaler und individualisierter Intervention beitragen.
Netzwerk für Systemmedizin chronisch-entzündlicher Erkrankungen
|
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andreas Radbruch
030 28460-601
01ZX1606B
203.794 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Dieses Teilprojekt ist für die Generierung und Analyse hoch-dimensionaler Immunphänotypisierungs-Datensätze verantwortlich, die experimentell vornehmlich aus peripheren Blutleukozyten von Rheuma- und IBD-Patienten vor Therapiebeginn und im Therapieverlauf gewonnen werden. Diese Daten sollen in die systemmedizinische Gesamtanalyse des Konsortiums implementiert werden und so zu einem besseren Verständnis von regulatorischen Netzwerken und deren Einzelkomponenten beitragen, die zum einen für die Chronifizierung von Autoimmunerkrankungen und zum anderen für das patientenspezifische Ansprechverhalten immunmodulierender Biologika-Therapien verantwortlich sind.
Forschungsdatenen-Management/Bioinformatik - Ein Werkzeug für Systemmedizin
|
Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsmedizin
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Ulrich Sax
0551 39-172504
01ZX1606C
148.470 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das Ziel des Teilprojektes ist die Implementierung eines Datenmanagement-Werkzeugs für alle Teilnehmer des Projektes, insbesondere aber für die Interpretation von molekularen Hochdurchsatzdaten und die Selektion von geeigneten Patientenkohorten. Innerhalb der ersten drei Projektjahre wurde eine Kombination von i2b2/tranSMART als Datenmanagement-Werkzeug etabliert und für ausgewählte Kohorten im Konsortium sysINFLAME angeboten. Innerhalb der Projektfortsetzung sollen weitere Kohorten und insbesondere den Forschungsfragen des Konsortiums dienende Analysen und Visualisierungen innerhalb dieser Softwaren implementiert werden. Besonders die Erstellung dieser Analysen wird in enger Zusammenarbeit mit CP9 stattfinden. Die Analysen dabei vor der Prämisse des Konsortiums, der Systemmedizin, ausgewählt.
Mono- und oligogene Formen als Eingangspforte zu Systems Medicine
|
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum - Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI)
Breisacher Str. 115
79106 Freiburg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Bodo Grimbacher
0761 270-77731
01ZX1606F
48.000 EUR
01.02.2017 - 31.01.2019
|
Das Vorhaben befasst sich mit der Untersuchung des modifizierenden Faktors in der CTLA-4 Haploinsuffizienz.
Netzwerk für Systemmedizin chronisch-entzündlicher Erkrankungen, CP1a, 2, 3, 4 , 5, 7, 8, 9b, 10b, AP
|
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Campus Kiel - Institut für Klinische Molekularbiologie
Arnold-Heller-Str. 3
24105 Kiel
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Stefan Schreiber
0431 597-2350
01ZX1306A
4.179.343 EUR
01.12.2013 - 31.01.2017
|
Das Ziel des Vorhabens ist die Aufklärung der medizinischen
Systembiologie chronisch entzündlicher Barriereerkrankungen. Dabei
sollen insbesondere Ereignisse der primären Pathophysiologie verstanden
werden, die zu Netzwerken konvergieren und zu einer jeweils uniformen
Pathologie der Erkrankungen führen. Der Zusammenhang zwischen primären
Risiken und diversen Systemmanifestationen soll besser ausgeleuchtet
werden. Es wird erwartet, dass eine systemmedizinische Herangehensweise
besonders in diesen frühen Stadien eines Erkrankungsspektrums zu
innovativer Diagnostik (z.B. Biomarker) und kausaler und
individualisierter Intervention führen kann. Wesentliches Instrument zur
Hypothesengenerierung sind Interventionsstudien, die durch Inhibition
einzelner Schlüsselmoleküle (z.B. Zytokine wie TNF und IL6) in der
Pathophysiologie eine systembiologische Analyse der
Krankheitsmechanismen erlauben. Verifikation der hypothetischen
Primärpathophysiologie erfolgt in großen Patientenkohorten, die nach
Biologikatherapie prospektiv verfolgt werden und einer Inzeptionskohorte
von Kindern Betroffener. Neben einer Hypothesenbestätigung soll dies
zur Konzepten einer Frühintervention führen. Parallel wird die
systematische organübergreifende Phänotypisierung vorangebracht.
Therapiemodulierte Dynamiken von Immunzellen, CP6
|
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Andreas Radbruch
030 28460-601
01ZX1306B
442.194 EUR
01.12.2013 - 31.01.2017
|
Dieses Teilprojekt ist für die Generierung hochdimensionaler
Immunphänotypisierungsdatensätze verantwortlich, die experimentell
vornehmlich aus peripheren Blutleukozyten von Rheumapatienten vor
Therapiebeginn und im Therapieverlauf gewonnen werden. Hierbei soll
insbesondere auf anti-TNFa und IL-6-blockierende Therapieeffekte
fokussiert werden, die mit einer Veränderung der Dynamik innerhalb der
verschiedenenen Leukozytenpopulationen einhergeht. Neben den bereits
existierenden Datensätzen sollen bei laufenden klinischen Studien zu
anti-TNFa and anti-IL-6 Biologika-Therapien neue
Immunphänotypisierungs-Datensätze bei IBD und chronisch-entzündlich
rheumatischen Erkrankungen erhoben werden. Es sollen bereits
existierende multiparametrische Datensätze zur Immunphänotypisierung von
Blutzellen von Rheumapatienten, die mit Biologika behandelt wurden,
analysiert werden. Zusätzlich ist es geplant, laufende klinische Studien
zur Blockade des TNFa und IL-6 Pathways bei IBD und RA and AS
immunophänotypisch zu analysieren. Hierbei soll zum einen die
multiparametrische Durchflusszytometrie zum Einsatz kommen, die parallel
von einer Massen-Zytometrie mittels CyTOF begleitet wird. All diese
immunphänotypischen Daten sollen in die systembiologisch-medizinischen
Analysen des Konsortiums implementiert werden und Aufschluss über
Therapie-modulierte, dynamische Veränderungen innerhalb der
Leukozytensubpopulationen geben.
Forschungsdatenmanagement, Bioinformatik für die Systemmedizin, CP10a
|
Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Ulrich Sax
0551 39-8227
01ZX1306C
407.167 EUR
01.12.2013 - 31.01.2017
|
Das Ziel ist die Implementierung eines spezifischen
Datenmanagement-Werkzeugs für die Nutzung im Forschungskonsortium. Das
Ziel des Subprojektes ist die Implementierung eines
Datenmanagement-Werkzeugs für alle Teilnehmer des Projektes,
insbesondere aber für die Interpretation von molekularen
Hochdurchsatzdaten und die Selektion von geeigneten Patientenkohorten.
Es wird eine integrative Plattform für unterschiedliche Datentypen
geschaffen, die den hohen Ansprüchen des deutschen Datenschutzes genügt
und klinische Studiendaten, Biomaterialdaten und deren Metadaten und
Resultate aus der Analyse von Genomik, Transkriptomik, Proteomik oder
Metabolomik beinhaltet. Dieses Tool wird in Monat 6 als Demonstrator mit
Grundfunktionalitäten zur Verfügung stehen. Spätere Versionen werden
mehr Funktionalitäten für NGS-Daten, Visualisierung und Schnittstellen
zu anderen System besitzen. Es soll dafür eine Anforderungsanalyse
erstellt werden, auf die ein technischer Entwurf der
Forschungsinfrastruktur und ein Datenschutzkonzept folgen. Die
Datenquellen und -formate werden im Anschluss analysiert und zugreifbar
gemacht. An dieser Stelle sollen die Kernfunktionalitäten der
Infrastruktur bereitgestellt werden. Die unterschiedlichen Ontologien
der Quellsysteme sollen danach evaluiert und durch einen
Terminologienserver vereinheitlicht und zugreifbar gemacht werden.
Daraufhin soll die Integration von NGS-Daten evaluiert, und sofern
möglich, umgesetzt werden. Die Infrastruktur soll danach um eine
Präsentations- und Analysemöglichkeit erweitert werden. Zum Schluss soll
der Zugriff auf konföderierte Daten evaluiert werden.
Entwicklung von bioinformatischen Analysewerkzeugen für systemmedizinische Datensätze, CP9a
|
Jacobs University Bremen gGmbH
School of Engineering and Science
Life Sciences
Campus Ring 1
28759 Bremen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Marc-Thorsten Hütt
0421 2003238
01ZX1306D
396.815 EUR
01.12.2013 - 31.05.2017
|
Ziel des Teilprojektes ist die Entwicklung mathematischer und
bioinformatischer Werkzeuge zur Interpretation molekularer
Hochdurchsatzdaten sowie deren Implementierung und Verfügbarmachung für
andere Teilprojekte. Dabei soll eine neue Strategie der Datenanalyse
verfolgt werden, die durch eine systemorientierte Sicht auf biologische
Wechselwirkungen inspiriert ist. Grundidee ist die Abbildung von
Hochdurchsatzdaten auf bekannte biologische Netzwerke in ihrer
Gesamtheit, um dadurch den Teil der Daten zu bestimmen, der als
„kohärent" mit dem betrachteten Netzwerk angesehen werden kann. Dieses
Paradigma wird zur Interpretation von Genexpressionsdaten,
Mikrobiom-Signaturen und genetische Variationsdaten im Kontext
chronische Entzündungskrankheiten angewendet. Das Teilprojekt leistet
dadurch einen indikationsübergreifenden Beitrag zur Integration der im
Konsortium verfügbaren Datensätze im Sinne einer Systemmedizin. Die
Arbeitsplanung umfasst dabei die Einarbeitung von Methoden zur Messung
der Übereinstimmung zwischen metabolischen Flussvorhersagen und
Transkriptomprofilen entsprechend den Bedürfnissen des Konsortiums.
Dabei wird über den menschlichen Metabolismus hinausgegangen, um
metabolische Modelle des Mikrobioms zu integrieren. Um der Komplexität
der verfügbaren Hochdurchsatzdaten gerecht zu werden, werden diese auch
hinsichtlich einer Kohärenz mit anderen Netzwerktypen analysiert.
Mono- und oligogenetische Eigenschaften als Zugang zur Systemmedizin, CP1
|
Universität Regensburg
Universitätsklinikum
Kinderurologische Klinik in der Klinik St. Hedwig
Steinmetzstr. 1-3
93049 Regensburg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Michael Kabesch
0941 3695801
01ZX1306E
176.975 EUR
01.12.2013 - 30.06.2017
|
Im Rahmen dieses Projektes werden hochinformative Fälle und
Familien chronisch-entzündlicher Barriere-Erkrankungen mit weniger
komplexem genetischen Hintergrund tiefgehend charakterisiert. Ziel ist
die Detektion subgruppenspezifischer und entitätsübergreifender
Krankheitsmechanismen, die Identifikation klassifizierender Biomarker,
und die Entwicklung klinisch-relevanter Vorhersagemodelle. Der
Arbeitsplan umfasst die Identifikation hochinformativer Individuen in
existierenden Kollektiven, (z.B. multiple, schwere und frühe
Manifestationen, hohe Wahrscheinlichkeit der Autozygosität, hohe
genetische Risikoscores etc.), die Komplettierung von Familien sowie
phänotypischen und molekularen Daten (GWAS-/Immunochip-/Exome
Array-/Sequenzierungsdatensätze), die Integration individueller
molekularer Informationen und systembiologische Analysen, die
Identifikation monogener Erkrankungen mit überlappender Symptomatologie.
Weitere Arbeitsschritte sind die Identifikation, die Rekrutierung und
tiefgehende Charakterisierung von Patienten mit ausgewählten monogenen
Defekten, die Analyse molekularer Mechanismen bei ausgewählten monogenen
Defekten und der Abgleich mit multifaktoriellen Syndromen mit komplexem
Hintergrund.
Verbundvorhaben: PANC-STRAT: Ein integrativer Ansatz für eine personalisierte Behandlung des Pankreas-Karzinoms
Ein integrativer Ansatz für eine personalisierte Behandlung
des Pankreas-Karzinoms, die im Rahmen der Fördermaßnahme
"Forschungskonsortien zur Systemmedizin" gefördert wird. Zielsetzung ist
es der Etablierung der Systemmedizin in Deutschland den Weg zu
bereiten. Dabei sollen die Forschungskonsortien eine gemeinsame
krankheitsbezogene Fragestellung mit Hilfe eines systemmedizinischen
Forschungsansatzes bearbeiten um durch neue strategische
Herangehensweisen, grundsätzliche Verbesserungen in der Qualität der
Medizin in Zukunft zu ermöglichen. Im Rahmen des Konsortiums PANC-Strat
soll ein Systemmedizin-Ansatz verfolgt werden, der auf einer
Hochdurchsatz-Profilierung von Pankreas-Karzinom Patienten (Pancreatic
ductal adenocarcinoma; PDAC) beruht. Dabei wird ein "klassischer" Ansatz
zur Profilierung von PDAC-Genomen, Transkriptomen und Epigenomen durch
einen proprietären Ansatz zur Entwicklung von Patienten-spezifischen
Mausmodellen und Zelllinien ergänzt werden.
DKFZ; TP 2, TP 4a und TP 7
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Theoretische Bioinformatik B080
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Roland Eils
06221 42-3600
01ZX1305A
602.404 EUR
01.10.2013 - 31.12.2016
|
Aufgabe des DKFZ ist die bioinformatorische und
systembiologische Analyse der Daten und die Generierung neuer Hypothesen
zur Überprüfung in zellulären und Maus-Modellen sowie im klinischen
Umfeld. In TP 2 werden Gesamtgenomdaten von PDAC-Patienten analysiert.
Dabei sollen insbesondere genetische Varianten detektiert und mit Daten
aus anderen Methoden integriert werden. Danach folgen die Identifikation
subtyp-spezifischer und prognostischer molekularer Marker und die
Identifikation von Schlüssel-Genen und Schlüssel-Signalwegen, sowie
möglicher Angriffspunkte für zielgerichtete Therapien. In SP4 werden auf
Grundlage der Ergebnisse der anderen Teilprojekte Vorhersagen für
molekulare Resistenzmechanismen getroffen und dynamische Modelle der
Medikamentenwirksamkeit erstellt und als Grundlage für
Medikamenten-Rasterung von identifizierten Zielen benutzt. Daneben ist
das DKFZ in TP 7 für das Datenmanagement verantwortlich.
UKL; TP 1 und TP 6
|
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Chirurgische Klinik
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Jens Werner
06221 565150
01ZX1305C
949.720 EUR
01.10.2013 - 31.12.2016
|
Das Universitätsklinikum Heidelberg sorgt für die Bereitstellung
von umfassenden Gewebeproben für die der Datengeneration zu Grunde
liegende PANC-STRAT-Kohorte (TP 1). Beteiligt sind die Chirurgische
Klinik, das Institut für Pathologie und das Nationale Centrum für
Tumorerkrankungen. Zudem stellt das Universitätsklinikum die geeigneten
Validierungstests bereit und ist für die unabhängige Überprüfung und
Umsetzung der in TP 2 - TP 4 erstellten Biomarker bzw.
Stratifikations-Signaturen in die klinische Anwendung verantwortlich (TP
6 - TP 7). Auf der Basis der gewonnenen Daten wird ein Ablaufplan einer
klinischen Studie zur patientenoptimierten Behandlung von
stratifizierten PDAC-Patienten entworfen.
Verbundvorhaben: CAPSyS - Systemmedizin der ambulant erworbenen Pneumonie
Ziel des Verbundvorhabens CAPSyS ist die Identifizierung
neuer diagnostischer, prognostischer und therapeutischer Möglichkeiten
bei ambulant erworbener Pneumonie durch konsequenten Einsatz
systemmedizinischer Ansätze. Dazu soll ein mathematisches Modell
entstehen, welches beschreibt, wie eine Infektion der Lunge eine lokale
Entzündung bewirkt, wie diese zu einer Schädigung der Barriere zwischen
Alveolen und Kapillaren und dann zu einer systemischen
Entzündungsreaktion, zu Sepsis und zu Lungenversagen führen kann.
Integrative genetische Analyse und Biomathematische
Modellierung der Systemischen Entzündung (TP 1) und Datenintegration,
Datamining und Projektmanagement (TP 5)
|
Universität Leipzig - Medizinische Fakultät
Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)
Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Markus Löffler
0341 97-16100
01ZX1304A
1.188.210 EUR
01.04.2014 - 31.12.2017
|
In Teilprojekt 1 werden quantitative und kausale Beziehungen
durch integrative biostatistische Analyse vorhandener ´omics- und
Phänotypdaten gewonnen. Es werden Modelle der systemischen entzündlichen
Antwort auf Infektionen der Atemwege bei Mensch und Maus erstellt, in
welche sowohl diese Beziehungen als auch Erkenntnisse der anderen
Teilprojekte der Konsortiumspartner aus weiteren Untersuchungen an
Mensch und Maus sowie die Ergebnisse aus experimentellen Modellen und
mechanistischer Modellierung einbezogen werden. Teilprojekt 5
unterstützt das Konsortium im allgemeinen durch Datenintegration,
-bereitstellung und -visualisierung, Kommunikation und Projektmanagement
sowie speziell die Modellierung des Geschehens bei Pneumonie durch
innovative Anwendung von Dataminingverfahren.
"Deep phenotyping"-Kohorte, neue Analysen (TP 2) und
Experimentelle Modellierung und Validierung der Pathophysiologie der
Pneumonie (TP 4)
|
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Norbert Suttorp
030 450-553052
01ZX1304B
1.317.610 EUR
01.04.2014 - 30.09.2017
|
Die Teilprojekte 2 und 4 steuern wichtige zusätzliche Daten bei
und schließen so verbleibende Verständnislücken. Hierzu erfolgen neue
Analysen in bestehenden Patientenkohorten, sowie die prospektive,
intensive Untersuchung beatmeter Pneumoniepatienten (multiple Analysen
aus dem peripheren Blut; Proteom und Mikrobiom im pulmonalen
Kompartiment). Umfangreiche komplementäre Mausexperimente liefern
detaillierte Informationen über frühe, beim Patienten vor der
Diagnosestellung ablaufende Vorgänge. In Experimenten an isolierten
Mauslungen, Lungengewebe und Zellkulturen werden zentrale Mechanismen
der Pneumonie-induzierten Barrieredysfunktion untersucht.
Patienten-„omics" und experimentelle Daten tragen iterativ zur
Optimierung der mathematischen Modelle bei.
In-vivo Modelle zur Pathophysiologie der Pneumonie - Mikrobiom (WP 4.1) und Lungenmikrobiom (WP 2.4)
|
Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 11 - Medizin und Universitätsklinikum
Medizinische Mikrobiologie und Virologie
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Schubertstr. 81
35392 Gießen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Trinad Chakraborty
0641 99-41250
01ZX1304C
278.544 EUR
01.01.2015 - 30.09.2017
|
Ziele der Arbeiten in den Arbeitspaketen 2.4 und 4.1 am
Standort Gießen sind die Charakterisierung des Lungenmikrobioms bei
Patienten mit unkomplizierter (uCAP) und schwerer CAP (sCAP) (2.4) sowie
bei Infektionsmodellen (4.1) mithilfe von Sequenzierungstechnologien
der nächsten Generation (NGS). Zum molekularen Nachweis respiratorischer
Pathogene werden zunächst Respirationsproben (Trachealaspirate,
bronchoalveoläre Lavage) von n= 60 beatmeten CAP-Patienten mithilfe
Kultur-abhängiger (MALDI-TOF MS) und Kultur-unabhängiger Ansätze
(MassTAG PCR) untersucht. Anschließend erfolgen vertiefte
Charakterisierung des Lungenmikrobioms mittels Next-Generation
Sequencing (NGS), bioinformatorische Analysen über
Datenanalyse-Pipelines und die Zuordnung der Ergebnisse zu den
klinischen Daten. Datenaustausch wird mit den Verbundpartnern der
Teilprojekte 1, 3 und 5 erfolgen (2.4). Im Arbeitspaket 4.1 wird die
Mikrobiomanalyse mittels NGS als Teil der Charakterisierung der
Infektionsmodelle durchgeführt.
Experimentelles Modelling und Validierung der Pathophysiologie der Pneumonie (TP 4)
|
Philipps-Universität Marburg
FB 20 Medizin und Universitätsklinikum
Institut für Lungenforschung
Hans-Meerwein-Str. 2
35043 Marburg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Bernd T. Schmeck
06421 28-21954
01ZX1304E
467.016 EUR
01.04.2014 - 28.02.2017
|
Dieses Teilprojekt wird dem Konsortium erheblichen Nutzen durch
die Erweiterung des patientenzentrierten Teils bringen und in engen
Intervallen mit den Teilprojekten 1 und 3 zusammenarbeiten. Zentrale
Aspekte der Pathologie der Pneumonie, die in der patientenzentrierten
Forschung nicht adressiert werden können, werden in
hochstandardisierten, experimentellen Modellen in vitro, ex vivo und in
vivo aufgeklärt, um homogene Daten als Ausgangspunkte für die
mathematische Modellierung pathophysiologischer Abläufe zu erhalten. Die
experimentellen Modelle werden so entworfen, dass sie den Verlauf der
Krankheit des Patienten oder spezifische Aspekte derselben abbilden.
Wichtige funktionelle Module und Hypothesen aus früheren Studien in
Teilprojekt 1, 2 und 3 werden durch hypothesengestützte in vitro
Screening Ansätze zusammengebracht und eingehend durch
Modellkonstruktion, Optimierung und schrittweise Validierung zwischen
Labor und Mathematik analysiert.
Mathematische Modellierung der Pathophysiologie der Lungenentzündung (TP3)
|
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Universitätsklinikum - Hautklinik
Hartmannstr. 14
91052 Erlangen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Julio Vera-Gonzalez
09131 85-45876
01ZX1304F
396.589 EUR
01.04.2014 - 31.03.2017
|
Im Projekt-Konsortium CAPSyS soll durch Kombination
experimenteller, mathematischer und computergestützer Methoden ein
tieferes Verständnis für die derzeit unzureichend aufgeklärte
Pathogenese der Pneumonie entwickelt werden. Den anvisierten Endpunkt
stellt ein Mehrebenenmodell der Entzündungsreaktion dar, das Vorgänge
auf Zell-, Gewebe- und Organebene zugleich und akkurat abbildet. Damit
lässt sich die Komplexität der Pneumonie durch Simulationen erfassen und
ihre individualgenetischen Determinanten lassen sich eruieren. Das
Modell wird neben der Veranschaulichung des immunologischen Regelkreises
der Lunge auch eine fundierte Hypothesenbildung und -korrektur
ermöglichen, die bisher nicht verfolgte diagnostische und therapeutische
Ansatzpunkte in den Fokus rücken kann. Als Basis dienen 1) vorhandene
und zu erhebende experimentelle und klinische Daten der
Kooperationspartner, 2) Informationen aus Online-Datenbanken und der
wissenschaftlichen Fachliteratur sowie 3) Strategien zur
computergestützten Auswertung und mathematischen Modellierung von
Hochdurchsatzdaten. Diese Bausteine werden in einem integrativen und
methodisch umfassenden Ansatz zur Definition und iterativen Verfeinerung
der angestrebten Modelle herangezogen. Durch eine anschließende Analyse
werden Schlüsselkomponenten der modellierten Netzwerke identifiziert
und unter experimentellen Bedingungen validiert.
Systemmedizin der ambulant erworbenen Pneumonie, Proteomics in TP2 und TP4
|
Universitätsmedizin Greifswald
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 15 a
17489 Greifswald
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Uwe Völker
03834 86-5871
01ZX1304G
90.427 EUR
01.11.2015 - 30.04.2017
|
Ziel des Verbundes CAPSyS ist es, zu einem umfassenden Verständnis der Pneumonie von der initialen lokalen Infektion über systemische Ausbreitung der Entzündung und Verlust der Barrierefunktion zwischen Blutgefäßen und Alveolaren in der Lunge bis hin zum Lungenversagen zu gelangen. Dazu sollen die komplementären Expertisen von Klinikern, Epidemiologen, Bioinformatikern, Modellierern, Molekularbiologen und Genomforschern zusammengeführt werden. Ein zentraler Punkt des Projektes ist die detaillierte und longitudinale Charakterisierung eines speziell ausgewählten Patientenkollektives in einer bisher nicht erreichten Detailtiefe ("deep phenotyping"), um über die Aufnahme von klinischen und MultiOMICs-Daten die Modellierung des Krankheitsgeschehens zu erreichen. Das hier beschriebene Teilprojekt ist im Projektverbund für die Proteomanalysen von Plasma und BAL-Proben dieser Patienten verantwortlich. Da nicht alle Aspekte der Entwicklung der Pneumonie adequat mit humanen Proben analysiert werden können, werden begleitend und ergänzend Analysen in murinen Tiermodellen der Pneumonie ausgeführt. Mit etablierten Arbeitsabläufen erfolgt eine Charakterisierung im Verlauf der Erkrankung gewonnener Plasmaproben. Parallel erfolgt eine Analyse von BAL ("broncheoalveloar lavage"), die nach Möglichkeit sowohl die Wirtsseite als auch die Bakterien umfassen sollte. Plasma-, Gewebe- und BAL-Proteomanalysen werden zur Klärung kausaler Zusammenhänge auch in murinen Tiermodellen ausgeführt.
Verbundvorhaben: Systemische Analyse von Modulatoren der onkogenen Signalübertragung - SMOOSE
Es soll eine umfassende Analyse der Initiation, Progression,
Diagnose und Behandlung von zwei Krebsarten - Lungenkrebs und
Neuroblastomen - erfolgen. Das Projekt umfasst zellbiologische Vorhaben
und Mausmodelle, Untersuchungen zur Tumorgenomevolution sowie klinisch
ausgerichtete Vorhaben. Das Ziel des Projektes ist die systematische
Identifizierung von Modulatoren der onkogenen Signalweiterleitung und
die Charakterisierung des Beitrags zur Karzinogenese und der
Therapieansprache zur Verbesserung der Effizienz einer gezielten
Krebstherapie.
Anteil Universität Köln
|
Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Joseph-Stelzmann-Str. 9
50931 Köln
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Roman Kurt Thomas
0221 478-98771
01ZX1303A
3.814.276 EUR
01.01.2014 - 30.06.2019
|
In diesem Teilprojekt erfolgt die Koordination des Verbundes. Es
sollen Modulatoren der Tumorevolution in Neuroblastomen identifiziert
und systematische Modelle der Tumorevolution entwickelt werden. Der
Zusammenhang zwischen Mutationen und Krankheitsentwicklung unter
Therapie wird analysiert werden. Es erfolgt die Entwicklung der
Computer- und Dateninfrastruktur. Resistenzmechanismen gegen gezielte
Therapeutika sollen identifiziert sowie Krebsgenom-Diagnostikverfahren
für die Klinik entwickelt werden. Außerdem wird eine Plattform für die
Charakterisierung und Untersuchung von Bronchialkarzinom-Modellen
generiert. Desweiteren soll die Rolle von epigenetischen Modulatoren auf
die onkogene Abhängigkeit untersucht werden. Es wird eine
translationale Plattform etabliert werden und in der klinischen Studie
die Rolle von EGFR- und cMET- Inhibitoren untersucht werden.
Anteil Universität Essen
|
Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Hufelandstr. 55
45147 Essen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Johannes Hubertus Schulte
0201 723-85185
01ZX1303B
236.887 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Während des Fortschreitens einer Tumorerkrankung kommt es durch
Mutation und Selektion (d. h. Tumorevolution) zu weiteren Veränderungen.
Diese Veränderungen sollen funktionell untersucht werden. Das
Neuroblastom, ein Tumor des frühen Kindesalters, dient hierbei als
Modell, da die Zahl funktionell nicht relevanter Mutationen im
Neuroblastom niedriger als in Tumoren des Erwachsenenalters ist. Neben
neuen Erkenntnisse über mögliche Angriffspunkte einer zielgerichteten
Therapie beim Neuroblastom erhoffen wir uns über das Neuroblastom hinaus
gültige Erkenntnisse über Therapieresistenz und andere Veränderungen,
die im Zuge der Tumorprogression auftreten. Diese Erkenntnisse könnten
als Grundlage zur Entwicklung neuartiger Therapien für
Chemotherapie-resistente, fortgeschrittene Tumoren dienen. Durch die
Analyse von Genomsequezierungsdaten von 15 Neuroblastomrezidivtumoren
sollen Kandidatengene identifiziert und funktionell untersucht werden.
Dazu werden die Kandidatengene in Neuroblastomzelllinien und
Neuralleistenstammzellen (JoMa1) überexpremiert oder herunterreguliert
und die Zellen danach phänotypisiert. Zusätzlich werden in JoMa1 Zellen
die Gene MYCN oder ALK überexpremiert. Die Zellen werden zunächst in
vitro chrakterisiert. Die veränderten JoMa1 Zellen werden in
immundefiziente Mäuse tranplantiert und das Tumorwachstum beobachtet.
Tumoren werden mittels mRNA Arrays untersucht. Eine transgene Maus für
ein Kandidatengern wird etabliert und untersucht.
Anteil TU Dortmund
|
Technische Universität Dortmund
Fakultät Chemie - Chemische Biologie
Otto-Hahn-Str. 6
44227 Dortmund
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Daniel Rauh
0231 755-7056
01ZX1303C
895.914 EUR
01.01.2014 - 31.12.2016
|
Das Ziel des Teilprojekts ist die Identifizierung und
Entwicklung kleiner organischer Moleküle um krankheitsrelevante Proteine
wie Kinasen und Transkriptionsfaktoren zu modulieren und so zu
erforschen. Die damit aufgeklärten molekularen Zusammenhänge zwischen
Struktur und Wirkung von Arzneimittelvorläufern werden neue Wege in der
Entwicklung von Medikamenten aufzeigen. Zunächst sollen biochemische und
zelluläre Assay-Systeme etabliert und neue sowie bereits vorhandene
Substanzbibliotheken mit diesen Assays durchmustert werden. Die so
aufgefundenen Screening-Hits werden mit Hilfe computergestützter
Verfahren strukturbasiert chemisch optimiert und anschließend in eigenen
sowie im Verbund vorhandenen biologischen Systemen charakterisiert.
Herzstück des Teilprojekts sind die Substanz-Screens zur Identifizierung
neuer chemischer Startstrukturen. Die Screens setzen sich zusammen aus
den beantragten Substanzdatenbanken, sowie das für den Transfer der
Verbindungen in die biochemischen und zellulären Screeningformate
beantragte Gerät zur kontaktfreien Handhabung von Flüssigkeiten.
Verbundvorhaben:
CancerTelSys - Identifizierung von Netzwerken für die Telomer-Erhaltung
in Tumoren zur Diagnose, Prognose, Patientenstratifizierung und
Vorhersage der Therapieantwort
Das Ziel des Verbundes ist es, Mechanismen der
Krebsentstehung auf molekularer Ebene zu identifizieren. Dabei
konzentriert sich das Vorhaben auf die Untersuchung der Enden von
Chromosomen (Telomere). Von Telomeren ist bekannt, dass sie eine
wichtige Rolle bei der Entartung von Körperzellen spielen können. Die
sehr unterschiedlichen Mechanismen, mit denen Tumorzellen ihre Telomere
und damit ihr unbegrenztes Proliferationspotenzial erhalten, eröffnen
neue Ansätze zur Patientenstratifizierung, zur Vorhersage der
Therapieantwort sowie für therapeutische Interventionen.
Anteil DKFZ (Teilprojekte SP 1, 3, 4, 5 und C)
|
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Epigenomik und Krebsrisikofaktoren (C010)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Karsten Rippe
06221 54-51376
01ZX1302A
958.819 EUR
01.03.2014 - 28.02.2017
|
Für pädiatrische Glioblastome und für Prostatakrebs werden
systematisch die wesentlichen Merkmale des jeweils aktiven
Telomer-Erhaltungsmechanismus (TMM) identifiziert. Aus diesen Daten
werden eine TMM-Klassifizierung für ein optimiertes Analyseschema zur
personalisierten Krebsdiagnose und Auswahl individueller
Behandlungsmethoden bei Glioblastomen und Prostatakrebs entwickelt. In
einen systemmedizinischem Ansatz werden Daten zum Genom, Epigenom,
Transkriptom und bildbasierende zytologische Analysen pädiatrischer
Glioblastome und Prostatakrebs integriert, um die wesentlichen Merkmale
der unterschiedlichen aktiven Telomer-Erhaltungsmechanismen zu
identifizieren. Aus der Modellierung der aktiven TMM-Netzwerke wird eine
Methode entwickelt, mit der sich der aktive TMM in Patientenproben
verlässlich und effizient identifizieren lässt. Mithilfe weiterer
klinischer Daten wird dann die TMM-Analyse als diagnostischen Marker,
zur Patientenstratifizierung und zur Vorhersage der Therapieantwort
angewendet.
Anteil Universitätsklinikum Jena (Teilprojekte SP 1 und SP 3)
|
Universitätsklinikum Jena
Center for Sepsis Control and Care
Erlanger Allee 101
07747 Jena
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Rainer König
03641 532-1189
01ZX1302B
249.532 EUR
01.03.2014 - 28.02.2017
|
Es werden folgende Ziele verfolgt: 1) Es wird eine
Auswertungspipeline entwickelt, mit der Tumorentitäten in Untergruppen
im Hinblick ihrer Telomer-Erhaltungsmechanismen (TMM) stratifiziert
werden. Das wird verwirklicht, in dem ein Maschinenlernsystem erstellt
wird, welches genetische, epigenetische, Transkriptom- und Bild-Daten
von Glioblastomen und Prostatakrebs integriert. 2) Es werden die
zugrunde liegenden Mechanismen entschlüsselt, um die zentralen Merkmale
und fehl-regulierten Signale, die zu TMM führen in den jeweiligen
Tumoruntergruppen zu finden. 3) Es werden mit Gen-regulatorischen
Netzwerk-Modellen Knockout-Simulationen zu den unterschiedlichen
TMM-Untergruppen durchgeführt und so Störungen des Systems simuliert,
die letztendlich zu der besten Inhibierung der TMM führen. Es wird eine
bioinformatische Pipeline zur Analyse von Deep-Sequencing Daten
aufgebaut und aus Vorstudien Kandidaten-TMM-Merkmale/Gene ausgewählt.
Damit wird iterativ eine multivariate Datenanalyse von
(epi)genetischen,Transkriptom- und zytologischen Daten zur
Tumorstratifikation und Auswahl der Zelllinien durchgeführt, die die
Auswahl verbessert. Es werden deregulierte (epi-) genomische
TMM-Merkmale und RNA identifiziert. Dies dient zum Bestimmen von
TMM-Signalwegen, auf denen mit genregulatorischen Netzwerken
Modellierungen durchgeführt werden.
Anteil UKE (Teilprojekte SP 1 und SP 3)
|
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut für Neuropathologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Guido Sauter
040 7410-55500
01ZX1302C
284.771 EUR
01.03.2014 - 28.02.2017
|
Für Prostatakrebs werden systematisch die wesentlichen Merkmale
des jeweils aktiven Telomer-Erhaltungsmechanismus (TMM) identifiziert.
Aus diesen Daten wird eine TMM-Klassifizierung für ein optimiertes
Analyseschema zur personalisierten Krebsdiagnose und Auswahl
individueller Behandlungsmethoden bei Prostatakarzinomen entwickelt. In
einem systemmedizinischem Ansatz werden zunächst Daten zur
Proteinexpression, Genkopiezahl, Methylierungsstatus sowie Transkriptom-
und Gesamtgenomsequenzierungsdaten von Prostatakarzinome integriert, um
die wesentlichen Merkmale der unterschiedlichen aktiven
Telomer-Erhaltungsmechanismen zu identifizieren. Auf der Basis dieser
Daten wird ein molekularer Klassifikator entwickelt und weiter
optimiert, mit dem sich der aktive TMM in Patientenproben verlässlich
und effizient identifizieren lässt. An einem Kollektiv von
Prostatakarzinomen mit bekanntem klinischen Verlauf wird die
Zuverlässigkeit dieses Klassifikators zur Diagnose,
Patientenstratifizierung und Vorhersage der Therapieantwort validiert.
Anteil Universität Heidelberg (Teilprojekte SP 2, SP 3, SP 4 und SP 5)
|
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
BioQuant Zentrum
Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Karsten Rippe
06221 54-51376
01ZX1302D
872.597 EUR
01.03.2014 - 28.02.2017
|
Für pädiatrische Gliome und Prostatakrebs werden systematisch
die wesentlichen Merkmale des jeweils aktiven
Telomer-Erhaltungsmechanismus (TMM) identifiziert. Aus diesen Daten wird
eine TMM-Klassifizierung für ein optimiertes Analyseschema zur
personalisierten Krebsdiagnose und Auswahl individueller
Behandlungsmethoden bei Glioblastomen und Prostatakrebs entwickelt. In
einem systemmedizinischen Ansatz werden Daten zum Genom, Epigenom,
Transkriptom und bildbasierende zytologische Analysen pädiatrischer
Glioblastome und Prostatakrebs integriert, um die wesentlichen Merkmale
der unterschiedlich aktiven TMM zu identifizieren. Es werden Protokolle
für Experimente erstellt, um beispielsweise die Telomerase Aktivität,
TERRA Levels und die Telomerlänge zu ermitteln. Weiterhin werden
Arbeiten zur Optimierung der automatischen Mikroskopie-Bildaufnahme und
zur Steigerung der Probendichte durchgeführt. Entwickelt werden außerdem
Bildanalyseverfahren zur automatischen Extraktion zytologischer
TMM-Merkmale aus Mehrkanal-Mikroskopiebildern sowie deren effektiven
Nutzung für die Modellierung von TMM-Netzwerken in Tumoren zur
Stratifikation von Tumorentitäten.
Anteil Institut für Molekulare Biologie Mainz, Teilprojekte SP1, SP3, SP4, SP5 und SP6: Modellierung von Telomer-Erhaltungs-Mechanismus- (TMM) Netzwerken in Tumoren
|
Institut für Molekulare Biologie gGmbH
Ackermannweg 4
55128 Mainz
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Brian Luke
06131 3921-453
01ZX1302E
173.887 EUR
01.01.2015 - 28.02.2017
|
In diesem Vorhaben sollen nicht-kodierende
TERRA-RNAs, die die TMM-Aktivität beeinflussen, bewertet werden. Daraus
entwickelt sich ein TMM-Klassifizierungsschema, das die Expression von
TERRA vorhersagt und mittels TERRA qRT-PCR validiert. Die
Quantifizierungs-Methode wird optimiert, um damit eine zuverlässige
Detektion der TERRA-Expression an mehreren Telomeren und letztlich in
einem einstufigen Verfahren zu ermöglichen, das für die klinische
Anwendung angepasst werden kann. Die Ergebnisse werden für eine
funktionelle Analyse von TERRA in Bezug auf TMMs verwendet.
TRAP-Methoden und/oder direkte Telomerase Aktivitäts-Messmethoden
(Telo-Spot) werden angewandt, um eine mögliche Telomerase-Aktivität in
Tumorproben zu untersuchen. C-circle Assays und PCR-basierte Techniken
zur quantitativen Detektion von telomerischen Sequenzvarianten werden
zur genaueren Abgrenzung der TMM-Untergruppen eingesetzt. Die Funktion
von TMM-Kandidatengenen, die basierend auf dem Modell vorhergesagt
wurden, wird in Hefe-Deletionsstämmen untersucht.
Verbundvorhaben: Diagnose und Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC) unter Einbeziehung von Omics-Methoden. MultiscaleHCC
Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist ein Tumor der Leber
und gehört weltweit zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Es gibt
viele unterschiedliche Therapieoptionen, die von den
Untersuchungsergebnissen, dem Gesundheitszustand der Betroffenen und
persönlichen Therapiewünschen abhängen. Die Heilungsmöglichkeiten für
diese Erkrankung sind jedoch nach wie vor sehr schlecht. Die
medizinische Bildgebung erlaubt einen immer genaueren Einblick in die
Ausbreitung von Tumorerkrankungen im Körper – auch für Betroffene mit
HCC. Durch ein kombiniertes Verfahren aus Positronenemissions-Tomografie
(PET) und Magnetresonanz-Tomografie (MR) können Bilder mit hoher
räumlicher Auflösung und scharfen Kontrasten erhalten werden. In dem
Vorhaben sollen bei der Auswertung der Bilder weitere
krankheitsspezifische biologische Daten berücksichtigt werden. Damit
werden die Bilder noch aussagekräftiger und ermöglichen den Ärztinnen
und Ärzten das Fortschreiten der Erkrankung nach einer bestimmten
Therapie genau zu beobachten. In diesem Vorhaben sollen dadurch
Rückschlüsse auf die bestmögliche Therapiewahl gezogen werden. Auch die
Diagnose von Lebertumoren soll durch dieses Verfahren verbessert werden.
Die Ergebnisse können weitreichende Auswirkungen haben, weil die
angewandten Methoden prinzipiell auch auf andere Krebsarten übertragbar
sind.
Universität Tübingen, Teilvorhaben 1, 2, 5 und 6
|
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Klinik für Radiologie
Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie
Röntgenweg 13
72076 Tübingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Bernd Pichler
07071 29-83427
01ZX1301A
2.553.818 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Das Vorhaben der Uni Tübingen beschäftigt sich mit der Diagnose
und Therapie des hepatozellulären Karzinoms (HCC, Lebertumor) unter
Einbeziehung von Omics-Methoden (Metabolom und Proteom als molekulare
Parameter des Tumors), der Bildgebung und Methoden der
Systemmodellierung, sowie das Management des Konsortiums. Dabei werden
folgende Arbeiten durchgeführt: Erfassung und Auswertung klinischer
Daten in Zusammenhang mit radiologisch erstellten Reaktionsmustern
(„Imaging Fingerprint Profiles") und systembiologisch weiterentwickelten
prädiktiven Tumormodellen auf die Therapieverfahren medikamentöse
Therapie durch Sorafenib oder transarterielle Chemoembolisation (TACE)
beim Lebertumor. Funktionelles Imaging und molekulares Profiling von
genetisch definierten HCCs nach antiangiogenetischer Therapie.
Mausmodelle mit Lebertumoren werden nach antiangiogenetischer Behandlung
mittels funktionellem Imaging (PET/MR), metabolomischer Analyse und
Transkriptomanalyse untersucht. Durch integrative Datenanalyse sollen
Kandidatengene oder Gen-/ Metabolomsignaturen ermittelt werden, die
prädiktiv für das Tumoransprechen sind. Identifizierte Kandidatengene
sollen im Mausmodell funktionell genetisch validiert werden.
Durchführung einer Observationsstudie mit 50 Patienten, die entweder
Sorafenib oder TACE erhalten. Im Rahmen des Vorhabens wird eine weitere
klinische Studie vorbereitet. Dafür soll das Resistenzmuster von Tumoren
unter Therapie erfasst und eine Integration der erhobenen Daten in das
prädiktive Systembiologie-Modell durchgeführt werden.
Universität Stuttgart, Teilvorhaben 1 und 3
|
Universität Stuttgart
Centrum für Systembiologie (CSB)
Nobelstr. 15
70569 Stuttgart
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Matthias Reuss
0711 6856-4573
01ZX1301D
497.626 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Ziel der Teilvorhaben an der Uni Stuttgart ist die
Implementierung und Validierung von Anti-Angiogenese-Therapie-Modellen
in ein bereits bestehendes Simulationsframework. Dieses beschreibt das
Wachstum vaskulärer Tumore unter Berücksichtigung von subzellulären
Prozessen, Zellteilung und -tod sowie Veränderungen des vaskulären
Systems durch Adaption und Angiogenese. Die Verteilung von
extrazellulären Substanzen wird durch mathematische Gleichungen
beschrieben. Die Anti-Angiogenese-Therapie wird systemisch angewandt und
durch eine zeitabhängige Wirkstoffkonzentration im vaskulären System in
das mathematische Modell integriert. Die TACE-Therapie (Transarterielle
Chemoembolisation) führt zu einer Blockierung einzelner Blutgefäße des
Gefäßsystems und dadurch zu einer lokalen Nekrose der Tumorzellen. Auf
der subzellulären Ebene werden Genregulations- und Interaktionsnetzwerke
sowie metabolische Netzwerke integriert. Zur Validierung werden bereits
existierende Imaging-Daten (Volumen-Perfusions-Imaging, etc.)
verwendet. Detaillierte Parameterstudien sollen dabei helfen,
Therapiekombinationen (TACE/Anti-Angiogenese) und das Therapietiming zu
optimieren.
Teilvorhaben Chimaera GmbH, Teilvorhaben 4
|
Chimaera GmbH
Standort Erlangen
Am Weichselgarten 7
91058 Erlangen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Dr. Volker Daum
09131 691385
01ZX1301E
333.515 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
In diesem Teilvorhaben entwickelt Chimaera statistische Modelle
für die Diagnose und Therapievorhersage von Lebertumoren. Dazu werden in
einem ersten Schritt innovative Bildregistrierungsverfahren entwickelt
um Daten aus unterschiedlichsten Quellen (PET/SPECT, MR, CT,
histologische Schnitte) räumlich aneinander auszurichten. Dies
ermöglicht dann aus den miteinander registrierten Daten quantitative,
multi-parametrische Informationen zu extrahieren und diese zusätzlich
mit Informationen aus der digitalen Pathologie, sowie Omics Daten zu
korrelieren. Auf Basis dieser Daten können Modelle abgeleitet werden,
die zur Diagnose von Lebertumoren und der Prognose entsprechenden
Therapieverläufen genutzt werden können. Die entwickelten Verfahren aus
allen Arbeitspaketen werden in eine klinische Bildgebungssoftware
integriert, um sie auf einfache Weise den klinischen
Kooperationspartnern zugänglich zu machen. Arbeitspakete sind:
Entwicklung von Bildregistrierungsverfahren für multi-modale
Kleintierdaten (HCC) und digitale Pathologie; Anpassung der
Bildregistierungsverfahren an klinische (human) Daten; Entwicklung von
Data Mining Methoden zur Erstellung von statistischen Modellen zur
HCC-Diagnose und Prognose von Therapieverläufen auf der Basis von
Bildgebung, klinischen und Omics Daten.
Teilvorhaben Universität Tübingen, Bioinformatik, Teilvorhaben 3
|
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich IV Informatik
Wilhelm-Schickard-Institut für Informatik
Algorithmen der Bioinformatik
Sand 14
72076 Tübingen
|
Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
|
Prof. Dr. Oliver Kohlbacher
07071 29-70457
01ZX1301F
415.284 EUR
01.05.2014 - 30.04.2017
|
Das Teilvorhaben 3 beschäftigt sich mit Bioinformatik und ist in
zwei Arbeitspakete gegliedert: Arbeitspaket 1 beschäftigt sich mit der
Datenintegration und dem Datenmanagement. Arbeitspaket 2 beschäftigt
sich mit der Modellierung und Identifizierung relevanter Teilnetzwerke.
Dazu wird eine gemeinsame Plattform zum Datenmanagement für das gesamte
Konsortium aufgesetzt. Basierend auf den darin enthaltenen Daten werden
dann statische Netzwerkmodelle auf mehreren Skalen entwickelt.
Identifizierte Targets und Teilnetzwerke werden weiter gereicht an
andere Teilvorhaben zur dynamischen Modellierung. Arbeitspaket 1 -
Datenintegration und -management. Zur Integration der klinischen
klinisch/phänotypischen Daten und der Bildgebungsdaten wird ein Programm
entwickelt, das dann die Verwaltung aller Daten in einem Data-Warehouse
ermöglicht. Aufsetzen von automatisierten Datenanalysepipelines für die
Analyse von Omics-Rohdaten (Variantencalling, Metabolomdatenanalyse,
Quantitative Proteomik etc.). Arbeitspaket 2 - Identifizierung
relevanter Teilnetzwerke und Targets. Integration der Daten auf den
verschiedenen Omics-Leveln (Proteomik, Transkriptomik, Metabolomik,
Genomik) und Mapping der Daten auf öffentlich verfügbaren Netzwerkdaten
(KEGG, BioCyc, Reactome, DIP, MINT...). Identifikation geeigneter
Kohorten mit signifikant verschiedenen Phänotypen (z. B.
Responder/Nonresponder, basierend auf Unterschieden in den
Bildgebungsdaten) Identifizierung signifikant veränderter Teilnetzwerke
und von Targets, die für die Ausbildung der differentiellen Phänotypen
verantwortlich sind.
b) Abgeschlossene Vorhaben
Stand 03.07.2017