Innovationen für die individualisierte Medizin
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Öffentliche Bekanntmachung:
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2013
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Förderzeitraum:
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2015 - 2019
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Gesamtvolumen:
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Noch offen
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Vorhabenzahl:
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Noch offen
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1. Ziele des Förderschwerpunktes
In dieser Maßnahme werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert, die die Einführung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren und Produkte im Hinblick auf eine Biomarker-basierte Stratifizierung und Individualisierung zum Ziel haben. Die Vorhaben sind darauf ausgerichtet, den Einfluss von krankheits- und therapierelevanten Genen, Proteinen und anderen Molekülen für eine Stratifizierung und Individualisierung nutzbar zu machen.
Die Maßnahme gliedert sich thematisch in die Module Diagnostik und Therapie. Im Modul Diagnostik wird auch das Aktionsfeld Gesundheitswirtschaft des Gesundheitsforschungsprogramms adressiert.
• Modul Diagnostik – Validierung von Biomarkern und Einführung in die klinische Praxis
Gefördert wird die Validierung innovativer molekularer Biomarker im Hinblick auf ihr Potenzial für eine stratifizierte und individualisierte Medizin. Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung validierter Biomarker bis zum Funktionsmuster für eine konkrete klinische Anwendung gefördert.
• Modul Therapie – Präklinik und klinische Studien der Phasen I und II
Gefördert werden indikationsbezogene therapeutische und präventive Ansätze in der späten präklinischen Phase sowie klinische Studien der Phasen I und II. Insbesondere Vorhaben mit hohen Hürden in der Translation und Studien mit Modellcharakter für die individualisierte Medizin werden gefördert.
2. Stand der Fördermaßnahme
In elf interdisziplinären Verbünden werden von Ende 2015 bis 2020 Forschungsgruppen in Universitäten, Kliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen gefördert werden.
3. Geförderte Vorhaben
Verbund: T-Zellrezeptor-Gentherapie am Beispiel von MageA1 (MAGEA1-TCR)
Ziel des Verbundprojektes „MAGEA1-TCR“ ist die Entwicklung einer innovativen personalisierten Krebstherapie. Diese Therapie nutzt das Immunsystem der betroffenen Person, um Krebszellen spezifisch zu erkennen und zu eliminieren. Dazu werden körpereigene Immunzellen, sogenannte T-Zellen, genetisch verändert. Die veränderten T‑Zellen erkennen anschließend Krebszellen über das Tumorantigen MAGEA1 und richten so das Immunsystem gegen den Tumor. Der Kern des Projekts ist die Planung, Durchführung und Auswertung einer klinischen Phase I Studie an Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom. Untersucht werden die Sicherheit, die Effektivität und die notwendige Dosierung der Therapie. Im Erfolgsfall soll das Verfahren an einen Industriepartner auslizensiert werden. Die Durchführbarkeit einer solchen Gentherapie soll an diesem Pilotprojekt erstmalig gezeigt werden. Das Wirkprinzip ist auf weitere Krebserkrankungen übertragbar.
Analytik und GMP-Produktion (TP 1)
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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Forschungsgruppe Molekulare Immunologie und Gentherapie
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Thomas Blankenstein
030 9406-2816
01EK1515A
1.720.347 EUR
01.02.2016 - 31.01.2020
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Ziel dieses Teilprojektes ist die präklinische und regulatorische Vorbereitung und Auswertung einer klinischen Phase I Studie, in der diese Therapie bei Patienten mit multiplem Myelom getestet wird. Durch dieses Pilotprojekt soll die Infrastruktur für eine standardisierte TCR-Gentherapie mit TCRs für diverse Indikationen etabliert werden. Weiterhin ist die Kommerzialisierung einer solchen personalisierten Medizin für die breite Anwendung als Standardtherapie geplant. Im ersten Jahr des Projekts werden die regulatorischen und praktischen Vorraussetzungen zur Durchführung der klinischen Studie geschaffen. Dazu zählen u.a. Durchführung präklinischer Analysen, die Erstellung des Dossiers über die pharmazeutische Qualität des Prüfpräparates (IMPD), Genehmigung des Studienprotokolls durch das Paul-Ehrlich-Institut, Herstellung und Charakterisierung des viralen Vektors, Erlangung der Produktionserlaubnis für das GMP-Labor, Validierung des Herstellungsprozesses für das Zellprodukt und Validierung der Immunmonitoring-Assays. In den folgenden zwei Jahren sollen die in Phase I Studie gewonnenen Patientenproben durch Immunmonitoring analysiert werden. Wenn die Studie erfolgreich verläuft, soll im vierten Jahr der Projektlaufzeit die Verwertung des MageA1-TCRs erfolgen. Weiterhin soll durch das Projekt eine Infrastruktur für die GMP-gerechte Produktion von TCR-modifizierten T-Zellen für die schnellere Initiierung zukünftiger Studien für TCR-Gentherapie etabliert werden.
Klinische Phase I - Studie (TP 2)
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Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Antonio Pezzutto
030 84452338
01EK1515B
2.110.211 EUR
01.02.2016 - 31.01.2020
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Ziel dieses Teilprojektes ist die Planung,
Durchführung und Auswertung einer klinischen Phase I Studie, in der diese Therapie bei Patienten mit multiplem Myelom getestet wird. In der Studie soll eine für den Patienten gut verträgliche Dosis an genetisch veränderten T-Zellen zur effektiven Behandlung des multiplen Myeloms gefunden werden. Die so ermittelte, verträgliche Therapiedosis soll die Grundlage für weitergehende Studien zur Ermittlung der Wirksamkeit beim Multiplen Myelom und anderen MAGE-A1 positiven Tumoren bilden. Die in der Studie gewonnen klinischen Erfahrungen finden darüber hinaus Anwendung bei der Planung des klinischen Einsatzes zukünftiger TCRs aus dieser Plattform. Im ersten Jahr des Projekts werden die regulatorischen und praktischen Voraussetzungen zur Durchführung der klinischen Studie geschaffen. Dazu zählen u.a. IMPD (Investigational Medicinal Product Dossier), Genehmigung des Studienprotokolls durch das Paul-Ehrlich-Institut, Genehmigung durch die Ethikkommission sowie Etablierung der Studienspezifischen Prozeduren. In den folgenden zwei Jahren soll die Phase I Studie durchgeführt werden (Patientenrekrutierung, Behandlung, Evaluierung der Sicherheit und des Behandlungserfolges). Mehrere Gruppen von Patienten werden zur Ermittlung einer gut verträglichen Therapiedosis nacheinander mit ansteigenden Mengen der veränderten T-Zellen behandelt. Dabei werden die Patienten engmaschig überwacht und eventuell auftretende Nebenwirkungen dokumentiert.
Prospektive Validierungsstudie der CD8+TEMRA Zellen als prognostischer Biomarker des Heilungsergebnisses nach Fraktur (BioBone)
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Charité - Universitätsmedizin Berlin
Berlin-Brandenburg Center für Regenerative Therapien (BCRT)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Simon Reinke
030 450-659617
01EK1514
1.545.343 EUR
01.02.2016 - 31.01.2020
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Ziel ist die Durchführung einer prospektiven klinischen Validierungsstudie der CD8+TEMRA Zellen als prognostischer Biomarker zur Vorhersage des Heilungsergebnisses nach Fraktur. Angestrebte Testcharakteristika sind eine Sensitivität >70% und eine Spezifität >90%, sowie die klinische Routinetauglichkeit bzw. Wirtschaftlichkeit. Die Messung des Biomarkers erfolgt prä-operativ mittels Durchflusszytometrie (FACS) und ggf. nach manifestierter verzögerter Heilung am primären Endpunkt. Der primäre Endpunkt ist das Heilungsergebnis nach 18 Wochen (normale Heilung oder verzögerte Heilung), der sekundärer Endpunkt das Heilungsergebnis der verzögert heilenden Patienten nach sechs Monaten (verzögerte Heilung oder Pseudarthrose). Die Heilung wird mittels der Röntgenbilder bzw. ggf. Computertomographie in Verbindung mit der klinischen Beurteilung des Patienten beurteilt. Basierend auf diesen Endpunkten wird die Vorhersagekraft des Biomarkers in einem doppelt-verblindeten Design überprüft.
Verbund TurbiCAR: UniCAR-basierte Therapie CD19-positiver lymphatischer Leukämien
Ziel des Verbundprojekts „TurbiCAR“ ist die klinische Erprobung eines innovativen Therapieansatzes zur Behandlung der akuten und chronischen lymphatischen Leukämie. Die akute lymphatische Leukämie ist im Kindesalter die häufigste maligne Erkrankung und macht ca. 80% der kindlichen Krebserkrankungen aus. Da bisher keine zufriedenstellenden Therapieformen existieren, ist die Notwendigkeit nach neuen Therapieformen zu forschen hoch. Für die Therapie wird eine vielseitig einsetzbare Plattformtechnologie zur gezielten Veränderung von patienteneigenen T-Zellen entwickelt. Durch die Bindung der veränderten T-Zellen an ein Brückenmolekül kann dieser Komplex an Zielstrukturen auf der Oberfläche der Tumorzellen binden. Dadurch werden die T-Zellen aktiviert und töten die erkannte Tumorzelle spezifisch ab. Im Vorfeld der geplanten klinischen Phase I Studie muss das neuartige therapeutische Konzept in geeigneten Testsystemen und Tiermodellen präklinisch getestet werden. Zudem wird der Herstellungsprozess für die beiden Komponenten entsprechend der Anforderung der „Guten Herstellungspraxis für Arzneimittel (GMP)“ aufgebaut und etabliert. Um die therapeutischen Effekte besser zu verstehen und weiter zu optimieren, soll begleitend das Verhalten der veränderten Immunzellen untersucht werden. Bei einem erfolgreichen Verlauf der klinischen Erprobung wird die weitere klinische Entwicklung mit dem Ziel einer späteren Zulassung und Vermarktung angestrebt.
Teilvorhaben Entwicklung eines Immunmonitoring-Programms für die klinische Studie
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Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Institut für Immunologie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Michael Bachmann
0351 4586-530
01EK1513A
546.472 EUR
01.06.2016 - 31.05.2020
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Ziel des Verbunds ist die präklinische Entwicklung und die Durchführung einer klinischen Studie zur UniCAR-basierten Therapie CD19-positiver lymphatischer Leukämien. Für die Therapie wird eine hochinnovative und vielseitig einsetzbare universelle chimäre Antigenrezeptor (UniCAR) Plattformtechnologie zur individualisierten Tumortherapie entwickelt. Das Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines Immunmonitoring-Programms für die klinische Studie.
Teilvorhaben präklinische Entwicklung und Koordinierung klinische Studie
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CPT Cellex Patient Treatment GmbH
Tatzberg 47
01307 Dresden
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Marc Cartellieri
+46 351 4466450-70
01EK1513B
1.730.643 EUR
01.06.2016 - 31.05.2020
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In enger Abstimmung mit den Projektpartnern werden präklinische Studien des anti-CD19 UniCARs durchgeführt. Weiterhin wird in dem Vorhaben die klinische Studie vorbereitet und durchgeführt. Koordination und Überwachung der Herstellung einer Arzneimittel-geeigneten Charge UniCAR-Retrovirus. Im Rahmen von Vorarbeiten wurde ein Produktionsklon etabliert und davon eine Master-Zellbank abgelegt. Die klinische Viruscharge wird ab Q3/2016 zur Verfügung stehen und dient zur Entwicklung und Etablierung des Herstellungsprozesses UniCAR modifizierter T-Zellen. Die Durchführung des Herstellungsprozess wird an einen Fremdhersteller delegiert, der die Herstellungsgenehmigung erhält. Die Daten zum Herstellungsprozess fließen in die Investigator’s Brochure (IB) und das Investigational Medicinal Product Dossier (IMPD) ein, welche Q3/2017 eingereicht werden. Weiterhin werden Äquivalenztests mit den hergestellten „clinical grade" Materialien durchführen. Hierbei werden GMP und nicht-GMP Material in Hinblick auf Bindungseigenschaften, Zytotoxizität und Zytokinfreisetzung mittels validierter GLP-konformer Assays verglichen. Des Weiteren wird eine pharmakologisch-toxikologische in vivo-Studie im Mausmodell gemäß GLP in Auftrag gegeben. Alle Daten fließen in IB und IMPD ein. Die Genehmigung der klinischen Studie bis Q3/2017 sicherzustellen, ist Aufgabe des klinischen Koordinators. Der Beginn der klinischen Studie ist für Ende 2017/Anfang 2018 mit einer Laufzeit von 24 Monaten geplant.
Teilvorhaben präklinische Evaluierung
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GEMoaB Monoclonals GmbH
Tatzberg 47
01307 Dresden
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Armin Ehninger
0351 4466450-20
01EK1513C
318.771 EUR
01.06.2016 - 31.05.2020
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In dem Vorhaben sollen die Prozesse zur Herstellung des anti-CD19 Zielmoduls entwickelt sowie die Freigabeassays etabliert und validiert werden. Darüber hinaus werden weitere wichtige Beiträge zur präklinischen Entwicklung und Charakterisierung des anti-CD19 UniCAR geleistet. Ein spezifisches klinisches Monitoring-Programm wird etabliert und durchgeführt. Im Rahmen dieses Vorhabens soll der Prozess der Herstellung des anti-CD19 Zielmoduls entwickelt werden. Zusätzlich zu kontinuierlichen Projektabstimmungen beinhaltet dies die Entwicklung von Quantifizierungsmethoden und analytischer Methoden zur Bestimmung der Funktionalität des Produktes. Diese Assays werden zu Projektbeginn etabliert und zu einem späteren Zeitpunkt validiert und als Freigabeassays eingesetzt. Darüber hinaus werden weitere wichtige Beiträge zur präklinischen Entwicklung und Charakterisierung des anti-CD19 UniCAR geleistet. Dies beinhaltet Untersuchungen zu Pharmakokinetik, Spezieskreuzreaktivität und Gewebekreuzreaktivität und die Entwicklung und Durchführung von Assays zur Äquivalenztestung von GMP und nicht-GMP Material in Hinblick auf Bindungseigenschaften, Zytotoxizität und Zytokinfreisetzung. Des Weiteren wird ein spezifisches Immunmonitoring-Programm zur Begleitung der klinischen Studie etabliert.
Teilprojekt Herstellung des anti-CD19 Zielmoduls
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Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM)
Bereich Pharmazeutische Biotechnologie
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Markus Heine
0531 6181-6307
01EK1513D
546.872 EUR
01.06.2016 - 31.05.2020
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Ziel dieses Vorhabens ist, in enger Zusammenarbeit mit GEMoaB einen GMP-konformen Prozess für die Herstellung und Aufreinigung des Zielmoduls zu entwickeln und Material für toxikologische Studien und klinische Studie bereitzustellen. Im Rahmen von Vorarbeiten wurde bereits eine Produktionszelllinie entwickelt und die Master-Zellbank abgelegt und damit die Basis für den Projektstart gelegt.
Im Rahmen von APII wird zum Projektstart zunächst die Prozessentwicklung im Kleinmaßstab durchgeführt, wodurch das Prozessdesign für die Produktion von Material für toxikologische Studien und eine spätere GMP-Produktion erarbeitet wird. Die Arbeiten beinhalten das Kultivierungsverfahren, die Proteinaufreinigung sowie die Anpassung analytischer Methoden an die Prozessmatrix. Hierbei sind analytische Standardverfahren vorgesehen. Anschließend wird der Prozess in den Herstellungsmaßstab (10 L Kulturvolumen) überführt und weiter angepasst. Ziel ist ein ausreichend robuster Herstellungsprozess. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die Herstelldokumentation sowie alle zur Beantragung der Erweiterung der Herstellerlaubnis erforderlichen Dokumente erstellt. Es erfolgt eine Herstellung entsprechend dieser Dokumentation, die zur Abfüllung eines Referenzstandards und zur Bereitstellung von klinischem Prüfmaterial dient.
Verbund: Plasma-Metabolom Multimarker-Test für die Diagnose des Pankreaskarzinoms in Risikogruppen (META-PAC)
Ziel des Verbundprojektes "META-PAC" ist, ein minimal-invasives Testverfahren zur Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, weiterzuentwickeln. Dieses Verfahren soll insbesondere dazu genutzt werden, bei Menschen mit einem erhöhten Risiko ein Pankreaskarzinom sicher und frühzeitig zu erkennen. Zu den Hochrisikogruppen zählen beispielsweise Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse und Menschen im Alter von über 50 Jahren mit neu diagnostiziertem Diabetes. Das Testverfahren basiert auf der Erkennung bestimmter Stoffwechselprodukte (Metabolite) in Kombination mit einem bekannten Tumormarker. Das neue Testverfahren soll dabei deutlich zuverlässiger sein als bereits existierende Verfahren. Ein Teilprojekt wird sich mit der Verbesserung des Testsystems beschäftigen, u.a. im Hinblick auf die einfache und zuverlässige Anwendbarkeit in der klinischen Praxis. Das zweite Teilprojekt wird in einer klinischen diagnostischen Studie überprüfen, inwieweit das Verfahren den bereits existierenden diagnostischen Tests überlegen ist. Das Verfahren soll patentiert und kommerziell angeboten werden; zunächst nur für Patienten mit chronischer Pankreatitis, später auch für andere Hochrisikogruppen.
TP1: Klinische Studie
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Universitätsmedizin Greifswald
Zentrum für Innere Medizin
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A
Ferdinand-Sauerbruch-Str.
17489 Greifswald
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Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Julia Mayerle
03834 86-7230
01EK1511A
3.623.138 EUR
01.12.2015 - 30.11.2019
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Ziel des Verbundes ist die Weiterentwicklung des von den Verbundpartnern etablierten minimal-invasiven Tests
MxP®
PancreasScore, der eine spezifische metabolische Signatur in Kombination mit dem Tumormarker CA 19-9 nachweist. Die Anwendbarkeit und hohe Spezifität dieses Tests zum Ausschluss eines Pankreaskarzinoms in Hochrisikogruppen (chronische Pankreatitis, neu diagnostizierter Diabetes und genetische Prädisposition für ein Pankreaskarzinom) soll gezeigt werden.
In Teilprojekt 1 wird eine
prospektive, multizentrische Studie mit Patienten der genannten Hochrisikogruppen durchgeführt. Die regelmäßige Überwachung dieser Patienten mit MxP® PancreasScore könnte eine verbesserte Pankreaskarzinom-Früherkennung und damit eine rechtzeitige Behandlung gewährleisten. Im Detail sollen folgende Ziele bearbeitet werden: 1) Validierung des MxP® PancreasScore in einer prospektiven Studie (META-PAC-1, EDRN phase IV). Es ist geplant, 1.500 Patienten mit einem erhöhten Risiko ein Pankreaskarzinom zu entwickeln, in die Studie einzuschließen. Das primäre Zielkriterium ist die Validierung des MxP® PancreasScore mit einer Sensitivität von 88% und einer Spezifität von 85% in einer Kohorte mit einem erhöhten Risiko für ein Pankreaskarzinom;
2) Weiterhin wird in einer explorativen Studie die Effizienz des Tests zur Überwachung eines Rückfalls nach Behandlung von Pankreaskarzinompatienten untersucht. Hierzu werden Patienten, bei denen in META-PAC-1 ein Pankreaskarzinom reseziert wurde, in der Nachbeobachtung mit dem MxP® PancreasScore Test untersucht und seine Aussagekraft gegenüber bildgebenden Verfahren zur Früherkennung evaluiert; 3) Zudem wird eine Bestimmung der Falsch-Positiv-Rate (FPR) des MxP® PancreasScore Tests in 200 Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus im Alter von über 50 Jahren erfolgen.
P2: Probenanalyse und Testoptimierung
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Metanomics Health GmbH
Tegeler Weg 33
10589 Berlin
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Philipp Schatz
030 34807-411
01EK1511B
594.914 EUR
01.12.2015 - 30.11.2019
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Ziel des Teilprojektes ist zum einen die Analyse der Patientenproben aus der in Teilprojekt 1 durchgeführten klinischen Studie. Zum anderen soll das Testverfahren optimiert werden in Bezug auf eine zuverlässige, unkomplizierte und kosteneffiziente Anwendbarkeit des Tests in den Laboren der klinischen Chemie. Initial wird eine CLIA (Clinical Laboratory Improvement Amendments) Anwendung angestrebt. Als nächster Schritt ist, außerhalb der aktuellen BMBF-Förderung, ein In vitro-Diagnostik-Device geplant. Im Detail werden folgende Teilprojekte bearbeitet: 1) Die Validierung des MxP® PancreasScore mittels der Proben der in Teilprojekt 1 durchgeführten prospektiven Studie (META-PAC, EDRN phase IV); 2) Weiterhin wird in den Proben der explorativen Studie aus Teilprojekt 1 die Effizienz des Tests zur Überwachung eines Rückfalls nach Behandlung von Pankreaskarzinompatienten untersucht; 3) Vorgesehen ist die Bestimmung der Falsch-Positiv-Rate (FPR) des MxP® PancreasScore in Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus; 4) Es erfolgt die Optimierung des MxP® PancreasScore durch Reduktion der Metabolitenanzahl, um eine Verkürzung der Analyse-Dauer und eine verbesserte technische Robustheit der Analyse zu erreichen; 5) Weiterhin ist die Toleranzgrenzen-Optimierung des MxP® PancreasScore Tests und die Entwicklung eines Qualitätskontrollkonzepts geplant; 6) Vorgesehen ist darüber hinaus die Anpassung des Marketingplans und des Verwertungskonzeptes.
Verbund PATTIS: Personalisierte Atherothrombose Behandlung
Ziel des Verbundprojekts „PATTIS“ ist die klinische Erprobung eines innovativen Therapieansatzes zur Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Herz-Kreislauferkrankungen wie der Myokardinfarkt oder Schlaganfall sind für die meisten Todesfälle weltweit verantwortlich. Die Früherkennung dieser Erkrankungen und eine gezielte Therapie mit effektiven und sicheren Medikamenten ist dabei der entscheidende Ansatz zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Der Auslöser für einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall ist ein Blutgerinnsel, das die Blutgefäße verstopft. Daher soll eine individualisierte Therapie entwickelt werden, die akut entstehende Blutgerinnsel vermeidet ohne dabei die Blutungsneigung zu erhöhen. Für die Therapie wird ein neuartiger Hemmstoff (Revacept) eingesetzt, dessen Sicherheit und Effektivität bereits in ersten klinischen Studien gezeigt wurde. Die klinische Phase II Studie zur individualisierten Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung soll in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Herzzentrum München und der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt werden. Zudem soll in der Phase II Studie ein Biomarker für eine Subgruppe von Patienten mit einem erhöhten Myokardinfarkt oder Schlaganfallrisiko überprüft werden. Für das neue Therapieverfahren wird nach erfolgreicher klinischer Erprobung die weitere klinische Entwicklung und letztendlich eine Zulassung und Vermarktung angestrebt.
Herstellung und Qualitätssicherung von Revacept sowie ex vivo-Analysen der Phase II Studie
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advanceCOR GmbH
Fraunhoferstr. 9a
82152 Planegg-Martinsried
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Götz Münch
089 2000-20423
01EK1510A
803.072 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019
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Zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten akuter Gefäßerkrankungen (Herzinfarkt/Schlaganfall) ist die zielgerichtete, effektive und nebenwirkungsarme Behandlung der Patienten vordringlich. Eine erfolgreiche Strategie stellt hierbei die personalisierte, gezielte Behandlung von geeigneten Patienten durch verbesserte Diagnose und gezielte Therapie dar. Dazu wird ein Biomarker und ein Medikament zur Hemmung von Blutplättchen (Theranostic) entwickelt. Damit ist eine individualisierte Behandlungsmöglichkeit erstmals auch für akute Gefäßkomplikationen verfügbar. Ziel des Verbundes ist eine individualisierte Therapie zur Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung zu entwickeln. Es sollen Blutungskomplikationen verringert werden und die Patienten gleichzeitig sicher und effektiv behandelt werden können. Ziel des Vorhabens ist die GMP-konforme Herstellung des Studienmedikamentes Revacept und die Messung der Thrombozytenfunktion. Des Weiteren soll ein Biomarker zur Identifizierung von Hochrisiko-Patienten validiert werden. Die klinische Studie wird am deutschen Herzzentrum (DHZ) München und der LMU München unter Förderung des DZHK durchgeführt.
Entwicklung und Validierung eines Biomarkers zur indiviudalisierten Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Medizinische Klinik - Innere Medizin III
Kardiologie und Kreislauferkrankungen
Otfried-Müller- Str. 10
72076 Tübingen
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Meinrad Gawaz
07071 29836-88
01EK1510B
310.867 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019
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Das Ziel des Verbundes ist eine individualisierte Therapie zu entwickeln, die eine Wirksamkeit in der Vermeidung von akuten Gerinnseln (Thrombosen) bei der koronaren Herzerkrankung bewirken, ohne die Blutungsneigung zu erhöhen. Das Projekt basiert auf den Prinzipien der individuellen Behandlungsentscheidung – das Prinzip der Theranostic, dem Einsatz von Medikamenten ausgerichtet an individuellen Merkmalen einschließlich von Biomarkern. Ziel des Vorhabens ist die Validierung eines Biomarkers um Hochrisiko-Patienten rasch erkennen zu können und effektiv und ohne die gefürchteten Blutungskomplikationen sicher beahndeln zu können. Es soll eine Biomarker basierte Stratifizierung der Patienten mit löslichem Kollagenrezeptor (sGPVI) in Verbindung mit entzündlichen Biomarkern entwickelt werden, um eine rationale, effektive und blutungsarme Therapiemöglichkeit mit Revacept anzubieten.
Verbund TAMENDOX
Ziel des Verbundprojekts „TAMENDOX“ ist der Machbarkeitsnachweis einer individualisierten Kombinationstherapie bei Brustkrebs. Untersucht wird der Wirkstoff Tamoxifen und eines seiner Stoffwechselprodukte, das Endoxifen. Tamoxifen ist ein Standard in der Therapie des Östrogenrezeptor-positiven Brustkrebses. Bis zu 50% der behandelten Patientinnen erleiden jedoch einen Rückfall oder sterben. Für einen Anteil dieser Patientinnen kann dies auf individuelle Unterschiede im Tamoxifen-Metabolismus zurückgeführt werden. TAMENDOX will den Nachweis erbringen, dass der Therapieerfolg in diesen Fällen durch eine Biomarker-basierte, individuelle Ergänzung mit Endoxifen erhöht werden kann. Dazu wird eine klinische Studie der Phase II an Brustkrebspatientinnen mit eingeschränkter körpereigener Bildung von Endoxifen durchgeführt. Die Studienergebnisse dienen der Vorbereitung der Zulassung eines Kombinationspräparats zur individualisierten Brustkrebstherapie. Bei erfolgreichem Abschluss der Studie ist eine Auslizensierung an ein pharmazeutisches Unternehmen geplant. Die Umsetzung in der klinischen Praxis könnte zu einem deutlich erhöhten Therapieerfolg und signifikanten Einsparungen bei der Behandlung von Brustkrebs führen.
Verbesserte endokrine Therapie beim Mammakarzinom: Machbarkeitsnachweis der Supplementierung einer Standard-TAMoxifentherapie mit dem aktiven Metaboliten ENDOXifen
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Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH
Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
Auerbachstr. 112
70376 Stuttgart
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Matthias Schwab
0711 8101-3700
01EK1509A
3.821.423 EUR
01.01.2016 - 31.12.2019
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Das Vorhaben ist Teil des Verbundes TAMENDOX, der eine innovative individualisierte Therapie für Östrogenrezeptor (ER)-positiven Brustkrebs mit einem Tamoxifen/Endoxifen Kombinationspräparat in einer Phase II Arzneimittelstudie evaluiert.
Tamoxifen ist ein Standard in der endokrinen Therapie des ER-positiven Brustkrebses. Bis zu 50% der behandelten Patientinnen erleiden einen Rückfall oder sterben. Ziel des TAMENDOX Projektes ist, die TAM Standardtherapie durch eine Biomarker-basierte Ergänzung mit Endoxifen zu optimieren. Im Vergleich zur Standardtherapie wird kein erhöhtes Nebenwirkungsprofil erwartet. Damit wäre eine zeitnahe Translation in die Klinik möglich.
Ziel dieses Vorhabens ist das Management der Studie mit rund 500 Patientinnen als Sponsor und das Management der für die Studie erforderlichen Aufträge, die GMP-Entwicklung und Produktion von IMP Endoxifen, die Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens, die CYP2D6 Genotypisierung und die Endoxifen Bioanalytik. Zudem obliegt dem Projektleiter die Koordination des Verbundes.
Teilprojekt Statistik und Biometrie
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Eberhard Karls Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Klinische Epidemiologie und Angewandte Biometrie
Silcherstr. 5
72076 Tübingen
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Christoph Meisner
07071 29-85072
01EK1509B
110.234 EUR
01.01.2016 - 31.12.2019
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Das Institut für Klinische Epidemiologie und Angewandte Biometrie übernimmt im TAMENDOX-Projekt alle Aspekte der statistischen Planung, der Qualitätskontrolle der klinischen Daten, der statistischen Überwachung und Auswertung. Es trägt somit wesentlich zum Erreichen der Projektziele einer individualisierten Therapie mit einem Tamoxifen/Endoxifen (ENDOX) Kombinationspräparat und dessen Translation in die Klinik bei. Der Arbeitsplan umfasst folgende Schritte: 1. Review des Studienprotokolls unter biometrischen Aspekten, Erstellung der biometrisch relevanten Teile des Studienprotokolls, 2. Randomisierung der eingeschlossenen Patientinnen, 3. Review, Qualitätskontrolle der erhobenen klinischen Daten, 4. Biometrische Analyse entsprechend dem statistischen Analyseplan.
Teilprojekt Modellierung
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Bayer Technology Services GmbH
BTS-TD-ET-SP
Kaiser-Wilhelm-Allee 50
51373 Leverkusen
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Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Kristin Dickschen
0214 30-52389
01EK1509C
71.412 EUR
01.01.2016 - 31.12.2019
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BTS berät die Verbundpartner hinsichtlich der bereitgestellten Technologie und Methodik zur Entwicklung eines möglichen Dosisvorschlages von Endoxifen in Kombination mit der Standarddosis Tamoxifen. Hierzu wird ein publiziertes physiologiebasiertes-pharmakokinetisches Modell (PBPK-Modell) verwendet. Dieses Modell wird ggf. im Rahmen der durchzuführenden Studie mit neu gewonnenen Erkenntnissen weiterentwickelt.
Im Vorhaben wird zunächst das Modell anhand von bereits erhobenen Patientendaten evaluiert. Anschließend sollen mit Hilfe des Modells mögliche Endoxifen-Dosierungen für die Studie vorgeschlagen werden. Schließlich wird das PBPK-Modell basierend auf allen erhobenen Patientendaten evaluiert.
Verbund IRMA-4-ALL
Ziel des Verbundprojekts „IRMA-4-ALL“ ist die genaue Messung der verbleibenden Leukämiezellen während der Therapie einer bestimmten Blutkrebsart, der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL). Für die individuelle Überwachung soll ein Verfahren (individual response monitoring assay, IRMA) entwickelt werden, das präziser ist als der aktuelle Goldstandard. Die Kombination von drei Technologien soll die individuelle Messung des Ansprechens für jeden Patienten und jede Patientin während der Chemotherapie bzw. einer biologischen Therapie verbessern. So soll eine individuelle Behandlungsplanung ermöglicht werden. Ein automatisierter Reaktionsansatz in einer mikrofluidischen LabDisk, die Mediatorprobe-PCR und ein semi-automatisiertes Primer/Sonden-Design werden in der gemeinsamen Arbeit der Verbundpartner zu einem klinisch einsetzbaren Messverfahren kombiniert und anschließend in der Gesamtfunktion getestet. Ob das neue Verfahren tatsächlich eine genauere Messung des Therapieansprechens erlaubt, überprüft der Verbund in einer diagnostischen Studie. Für Patienten mit einer ALL sind nach einer Evaluierungsphase die Zulassung und die Markteinführung der neuen Diagnostik geplant. IRMA-4-ALL könnte jedoch auch direkt bei anderen Leukämien angewandt und möglicherweise für Patienten mit soliden Tumoren angepasst werden. Dies soll über bestehende Kontakte zu führenden Krebsforschungs- und Gesundheitsnetzwerken in Deutschland und Europa realisiert werden.
Evaluierung der diagnostischen Güte des Tests zur Messung des individuellen Therapieansprechens von akuten lymphoblastischen Leukämien
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Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Pädiatrie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
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Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Cornelia Eckert
030 450666088
01EK1508A
693.221 EUR
01.10.2015 - 30.09.2019
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Die Ziele des Vorhabens sind die intensive Beratung bezüglich der Anforderungen und Durchführbarkeit der technischen Komponenten sowie der Nachweis der verbesserten Präzision von IRMA-4-ALL in einer diagnostischen Studie. Übergeordnet wird die Charité im Arbeitspaket (AP) 1 das Projektmanagement und die Koordination des Konsortiums in der Diagnostische Studie (AP7) übernehmen. Die Funktion des gesamten IRMA-4-ALL Verfahrens wird im AP6 durch den Einsatzes in einer Pilotkohorte überprüft. Die Präzision des IRMA-4-ALL Systems wird abschließend in einer von der Charité durchgeführten Diagnostischen Studie bestimmt (AP7). Das Zusammenstellen und Vorbereiten aller Proben sowie die Bereitstellung der genomischen Marker-Sequenzen zur Messung des Ansprechens auf die Therapie für jeden Patienten der Pilotkohorte (n=20) des Funktionstests des IRMA-4-ALL Systems und der Kohorte (n=282) für die Diagnostische Studie wird im AP5 während der Testoptimierungsphase realisiert.
Übertragung der Restzelllast-Quantifizierung auf die Mediatorsonden-PCR und Optimierung im Multiplex-Ansatz
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Technische Fakultät
Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK)
Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung
Georges-Köhler-Allee 103
79110 Freiburg
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Michael Lehnert
0761 203-73229
01EK1508B
463.483 EUR
01.10.2015 - 30.09.2019
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Das Vorhaben ist Teil des Verbundes IRMA-4-ALL, der ein individuelles Verfahren zur Überwachung des Therapieansprechens bei der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) entwickeln will, zur Unterstützung einer personalisierten Therapie. Dazu soll der momentane Goldstandard zur Überwachung der Restzelllast, also der Anzahl an während der Therapie nachweisbaren Leukämiezellen, auf die "Mediator Sonden-PCR" übertragen werden. Weiterhin soll die Anzahl an DNA-Marker Sequenzen, die zum Nachweis von Leukämiezellen durch molekulargenetische Methoden genutzt werden, pro Nachweisreaktion erhöht werden. So soll der Patientenstatus besser erfasst und der Patient besser individuell therapiert werden können.
Die Arbeiten im Vorhaben konzentrieren sich auf die Koordination des Projektes während der Testoptimierungs-Phase, die Adaption von Zielsequenzen bzw. bestehenden Assays an die Mediator Sonden-PCR sowie die Kombination und Optimierung vom Einzelansatz zum Multiplex-System. Die weiteren Arbeiten umfassen die Bereitstellung von Testdaten für die Verbundpartner sowie deren Unterstützung bei der Software-Entwicklung, Datenanalyse und Integration in das LabDisk System.
Rich Client-Software zur Unterstützung des Designs von Mediatorsonden für die "minimal residual disease"-Analytik
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GNWI Gesellschaft für naturwissenschaftliche Informatik mbH
Voßacker 48
45739 Oer-Erkenschwick
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Jan-Niklas Schäfer
0176 64258927
01EK1508C
374.505 EUR
01.10.2015 - 30.09.2018
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Im Vorhaben wird die Software für das geplante Testverfahren entwickelt. Aufgrund nur sehr eingeschränkter EDV-Unterstützung ist das Design von Mediatorsonden gegenwärtig durch zeitintensive und fehleranfällige manuelle Prozesse gekennzeichnet. Die zu entwickelnde Software ist ein essenzieller Baustein des Verbundprojekts und kann
dazu beitragen, fehlschlagende und kostenintensive Therapien zu vermeiden, Diagnosezeiten zu verkürzen und die Behandlung zielgerichtet und erfolgreich zu gestalten. Die Software wird sowohl patientenspezifische DNA-Sequenzdaten als auch empirisch ermittelte Richtlinien berücksichtigen, um mit Hilfe von Algorithmen geeignete Mediatorsonden vorherzusagen.
Zur Realisierung wird dabei auf einschlägig-publizierte Algorithmen und Softwarekomponenten für die Berechnung von RNA/DNA-Sekundärstrukturen sowie entsprechender thermodynamischer Größen zurückgegriffen werden. Die vom Verbundpartner IMTEK entwickelten Heuristiken und Richtlinien zur Abschätzung der Güte von berechneten Mediatorsonden werden in eigenen Modulen implementiert. Die intuitive Benutzerschnittstelle soll alle Arbeitsschritte der Analytik umfassend unterstützen.
Mikrofluidische Integration der Laborprozesse des Tests in einen zentrifugalen Testträger
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Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.
Georges-Köhler-Allee 103
79110 Freiburg im Breisgau
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Mark Keller
0761 203-73223
01EK1508D
500.025 EUR
01.10.2015 - 30.09.2019
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Zur Unterstützung einer personalisierten Therapie wird die Anzahl an während der Therapie nachweisbaren Leukämiezellen überwacht. Im Vorhaben wird der Laborablauf für die Mediatorsonden PCR zum Zellnachweis vollständig auf eine zentrifugal-mikrofluidische LabDisk als Testträger übertragen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung eines fluidisch funktionalen Netzwerks, die Integration der Mediatorsonden-PCR in die LabDisk, die Systemintegration der LabDisk in den LabDisk Player und die Herstellung von LabDisks. Weiterhin unterstützt das Vorhaben die Partner im Verbund: zum einen bei der Anpassung der Fluidik zur Verbesserung der Leistungsmerkmale der Mediatorsonden-PCR, zum anderen bei der Fehlersuche und -behebung beim Einsatz der LabDisk in der geplanten klinischen Studie.
Verbund CD20 CAR-TIME: CD20CAR transduzierte T-Zellen für die individualisierte Melanom-Therapie
Ziel des Verbundprojekts "CD20CAR-TIME" ist die klinische Erprobung eines innovativen individualisierten Therapieansatzes zur Behandlung des schwarzen Hautkrebses, dem malignen Melanom, einer häufig tödlich verlaufenden Erkrankung. Hierzu werden T-Zellen des patienteneigenen Immunsystems gentechnisch so verändert, dass sie neuartige Rezeptoren herstellen. Diese Rezeptoren erkennen ein bestimmtes Zielmolekül auf den Melanom-Zellen, bekämpfen diese gezielt und tragen so zur Vernichtung des Tumors bei. Im Vorfeld der geplanten klinischen Studie muss das neuartige therapeutische Konzept in geeigneten Testsystemen und Tiermodellen präklinisch getestet werden. Zudem wird der Herstellungsprozess für das Zelltherapeutikum entsprechend der Anforderung der „Guten Herstellungspraxis für Arzneimittel (GMP)“ aufgebaut und etabliert. Um die therapeutischen Effekte besser zu verstehen und weiter zu optimieren, soll begleitend das Verhalten der veränderten Immunzellen untersucht werden. Die Entwicklung eines automatisierten und GMP-konformen Prozesses zur Herstellung dieses innovativen Therapeutikums könnte langfristig als Standardtherapie zur individualisierten Behandlung von malignen Melanomen angewandt werden. Für das neue Verfahren wird nach erfolgreicher klinischer Erprobung eine Zulassung und Vermarktung angestrebt.
Verbundprojekt: CD20CAR transduzierte T-Zellen für die individualisierte Melanom-Therapie (CD20 CAR-TIME)
Ziel
des Verbundprojekts "CD20CAR-TIME" ist die klinische Erprobung eines
innovativen individualisierten Therapieansatzes zur Behandlung des
schwarzen Hautkrebses, dem malignen Melanom, einer häufig tödlich
verlaufenden Erkrankung. Hierzu werden T-Zellen des patienteneigenen
Immunsystems gentechnisch so verändert, dass sie neuartige Rezeptoren
herstellen. Diese Rezeptoren erkennen ein bestimmtes Zielmolekül auf den
Melanom-Zellen, bekämpfen diese gezielt und tragen so zur Vernichtung
des Tumors bei. Im Vorfeld der geplanten klinischen Studie muss das
neuartige therapeutische Konzept in geeigneten Testsystemen und
Tiermodellen präklinisch getestet werden. Zudem wird der
Herstellungsprozess für das Zelltherapeutikum entsprechend der
Anforderung der „Guten Herstellungspraxis für Arzneimittel (GMP)“
aufgebaut und etabliert. Um die therapeutischen Effekte besser zu
verstehen und weiter zu optimieren, soll begleitend das Verhalten der
veränderten Immunzellen untersucht werden. Die Entwicklung eines
automatisierten und GMP-konformen Prozesses zur Herstellung dieses
innovativen Therapeutikums könnte langfristig als Standardtherapie zur
individualisierten Behandlung von malignen Melanomen angewandt werden.
Teilprojekt Klinische Studie
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Miltenyi Biotec GmbH
Friedrich-Ebert-Str. 68
51429 Bergisch-Gladbach
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Dr. Georg Rauser
02204 8306-4530
01EK1507A
1.210.159 EUR
01.12.2015 - 30.11.2019
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Ziel von Miltenyi ist die Durchführung einer klinischen Studie Phase I
als Sponsor entsprechend den gültigen regulatorischen Bedingungen. Weiterhin soll eine automatisierte Plattform zur standardisierten Herstellung von Zellprodukten in der klinischen Routine etabliert werden, die eine sichere und einfache Herstellung von Zellprodukten für die individualisierte Therapie ermöglicht. Zu diesem Zweck sollen zunächst in AP1 die präklinischen in vitro und in vivo-Daten generiert werden, die den Behörden für die Genehmigung der klinischen Studie vorgelegt werden müssen. In Zusammenarbeit mit der MHH soll in Arbeitspaket (AP) 2 parallel die GMP-konforme Etablierung des Herstellungsprozesses und der Aufbau der Qualitätskontrolle (QK) zur Freigabe des Zellprodukts erarbeitet werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die klinische Studie beginnen, in deren Verlauf 15 Melanompatienten behandelt werden (AP3). Weiterhin unterstützt Miltenyi die Begleitforschung zur Untersuchung der biologischen Eigenschaften von CAR T-Zellen, ihrer Kinetik, Pharmakologie und möglichen Nebenwirkungen (AP4) und ist
schließlich für die Koordination des Gesamtverbundes verantwortlich (AP5).
Herstellung Zellprodukte
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Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Zelltherapeutika
Feodor-Lynen-Str. 21
30625 Hannover
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Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Prof. Dr. Ulrike Koehl
0511 532-5718
01EK1507B
1.216.877 EUR
01.02.2016 - 31.01.2020
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Ziel
der MHH ist die Etablierung und praktische Umsetzung des ersten
automatisierten GMP-konformen Herstellprozesses in Deutschland für
genetisch-modifizierte Zellprodukte in einem geschlossenen System. Damit
soll die Grundlage geschaffen werden für eine breite Anwendung der
CAR-Therapie in der klinischen Routine. Zu diesem Zweck soll zunächst in
AP2
die GMP-konforme Etablierung des Herstellungsprozesses
und der Aufbau der Qualitätskontrolle (QK) zur Freigabe des
Zellprodukts erarbeitet werden. Nach der Durchführung von
Validierungsläufen wird bei der lokalen Behörde die
Herstellungserlaubnis für "CD20CAR-exprimierende T-Zellen" eingeholt. In
der "GMP-core facility" (Institut für Zelltherapeutika) der MHH wird
zentral die Herstellung des Zellproduktes für die klinische Studie
stattfinden.
Nach Abschluss dieser Arbeiten soll die
klinische Studie durchgeführt werden, in deren Verlauf 15
Melanompatienten behandelt werden. Nach Genehmigung der Studie durch die
zuständige Behörde fokussieren sich die Arbeiten der MHH auf die
GMP-konforme Herstellung der Zellprodukte und QK für die klinische
Studie.
Teilprojekt Begleitforschung
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Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Klinik I für Innere Medizin
Kerpener Str. 62
50937 Köln
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Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:
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Univ.-Prof. Hinrich Abken
0221 47889614
01EK1507C
863.400 EUR
01.12.2015 - 30.11.2019
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Ziel des UKK ist die Untersuchung des in vivo-Verhaltens von CD20-CAR-transduzierten T-Zellen in Mausmodellen und darüber hinaus auch im Patienten, um die therapeutischen Effekte besser zu verstehen und weiter zu optimieren.
Zu diesem Zweck sollen zunächst in AP1 die präklinischen in vitro und in vivo-Daten generiert werden, die den Behörden für die Genehmigung der klinischen Studie vorgelegt werden müssen. Anschließend soll die klinische Studie beginnen, in deren Verlauf 15 Melanompatienten behandelt werden (AP3).
Das UKK stellt den Leiter der klinischen Prüfung (Coordinating Investigator) und koordiniert die Begleitforschung (AP4) zur Untersuchung des in vivo Verhaltens von CD20CAR-transduzierten T-Zellen zum einen in Mausmodellen und darüber hinaus auch im Patienten, um die therapeutischen Effekte besser zu verstehen. Dazu werden vor Beginn der Studie geeignete Monitoring-Assays entwickelt und anschließend Proben sowohl aus der Maus als auch aus Patienten analysiert, um neue Erkenntnisse über die biologischen Eigenschaften von CAR T-Zellen, ihre Kinetik, Pharmakologie und mögliche Nebenwirkungen sowie die in vivo Immunreaktion zu gewinnen.
Stand 03.07.2017