de.NBI - Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur

Zweite öffentliche Bekanntmachung (de.NBI-Partner):  2015
Förderzeitraum:  2016 – 2019
Gesamtvolumen:  4,8 Mio. EUR 
Geförderte Projekte: 4 Verbünde und 4 Einzelprojekte mit insgesamt 16 Zuwendungsempfängern 

Verbundprojekt „de.NBI - Partner - de.NBI-epi“

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: DAIS - Dresdner Bild-Analyse Suite“ 

Einzelprojekt „de.NBI - Partner – MetaProtServ“

Verbundprojekt „de.NBI-Partner: ModSim - Ressourcen, Dienstleistungen und Entwicklungen für die systembiologische Modellierung“ 

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: Integrierte Webservices zur Unterstützung strukturbasierter, lebenswissenschaftlicher Forschung in der Protein-Biochemie, insbesondere Enzymologie“

Verbundprojekt „de.NBI - Partner - de.STAIR“

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: MASH pflegt und integriert Software zur Metaboliten-Annotation in die de.NBI-Infrastrukturen und bietet einen Service rund um standardkonformes Datenmanagement und Nachnutzung von Daten aus Metabolomics-Experimenten“

Verbundprojekt „de.NBI - Partner – LIFS“ 

 

Erste öffentliche Bekanntmachung (de.NBI):                
2013
Förderzeitraum:  2015 – 2021
Gesamtvolumen:  22 Mio. EUR 
Geförderte Projekte: 8 Verbünde und 1 Geschäftsstelle mit insgesamt 23 Zuwendungsempfängern 

 

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Koordinierungs- und Administrationseinheit CAU – de.NBI-Geschäftsstelle“

Verbundprojekt „de.NBI – Etablierungsphase – Leistungszentrum BiGi - Bioinformatisches Resourcenzentrum für mikrobielle Genomforschung in Biotechnologie und Medizin“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum BioInfra.Prot – Bioinformatik der Proteomik“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum CiBi – Zentrum für integrative Bioinformatik“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase – Leistungszentrum GCBN – Deutsches BioGreenformatics-Netzwerk für Kulturpflanzen“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - HD-HuB – Heidelberg Center for Human Bioinformatics“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum RBC – RNA Bioinformatik“

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Datenbanken“

Einzelprojekt „de.NBI - Etablierungsphase – Datenmanagement-Knoten: Ein auf Standards basierendes Systembiologie-Datenmanagement (NBI-SysBio)“


1. Ziele der Fördermaßnahme

Um die umfangreiche Datenmenge, die durch die sprunghafte Technologieentwicklung in der Systembiologie erzeugt wird, optimal archivieren und intensiver als bislang nutzen zu können, will das Bundesforschungsministerium ein „Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur“ (de.NBI) aufbauen. Dieses Netzwerk soll bioinformatische Dienstleistungen anbieten und sie kontinuierlich weiterentwickeln. Das übergeordnete Ziel von de.NBI ist dabei, die Verfügbarkeit sowohl von Hardware (Rechner- und Speicherkapazität) als auch von Datenressourcen und bioinformatischen Werkzeugen in den Lebenswissenschaften zu erweitern, zu verbessern und sicherzustellen. Das Netzwerk soll den effizienten Einsatz von Zukunftstechnologien in allen Bereichen der lebenswissenschaftlichen Forschung gewährleisten und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandortes Deutschland verbessern.

Mit der Fördermaßnahme werden sogenannte Leistungszentren unterstützt, die über spezifische Expertise und Ressourcen in der Bioinformatik verfügen. Zudem bieten sie einen umfassenden und thematisch breit aufgestellten bioinformatischen Service. Sie stellen diesen im Rahmen der Infrastruktur-Initiative den Nutzerinnen und Nutzern aus der lebenswissenschaftlichen Grundlagenforschung sowie der angewandten Forschung zur Verfügung. Weiterhin werden von dem Netzwerk bioinformatische Trainings- und Fortbildungsveranstaltungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Lebenswissenschaften angeboten. Koordiniert wird das Programm von einer eigens dafür etablierten Geschäftsstelle. Deren Aufgabe ist es, bioinformatische Leistungen unabhängig zu steuern sowie regelmäßige Treffen zu organisieren und durchzuführen. Zusätzlich soll sie als Kontakt- und Anlaufstelle für nationale und internationale Aktivitäten dienen.

2. Stand der Fördermaßnahme

Als Ergebnis einer sechsmonatigen Konzipierungsphase wurde 2014 von ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Konzept für das „Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur“ entwickelt. Seit März 2015 werden nun insgesamt 23 Arbeitsgruppen gefördert, die sich auf acht Leistungszentren und eine Koordinierungseinheit verteilen.

Die acht Leistungszentren wurden zunächst für drei Jahre bewilligt. Nach einer Zwischenevaluierung im September 2017 kann die Förderung der Verbundvorhaben um zwei weitere Jahre verlängert werden.

Im November 2015 wurde zur inhaltlichen Ergänzung von de.NBI die Förderrichtlinie „de.NBI-Partner“ veröffentlicht. Aus den eingereichten Skizzen sind im März 2016 acht ergänzende Projektskizzen zur Förderung ausgewählt worden. Der Start dieser Projekte erfolgte im November 2016.

3. Geförderte Projekte

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Projekte

Verbundprojekt „de.NBI - Partner - de.NBI-epi“

Das de.NBI-Partner-Verbundprojekt de.NBI-epi möchte Verbesserungen bei der Bioinformatik-Infrastruktur auf dem Forschungsgebiet der Epigenetik erreichen. Die Epigenetik befasst sich mit der Frage, welche Faktoren die Aktivität eines Gens – und damit die Entwicklung der Zelle – bestimmen. Verfahren zur computergestützten Analyse von epigenetischen Daten existieren bereits; ihre Benutzung ist jedoch Expertinnen und Experten vorbehalten. Auch ist die Integration von Daten aus verschiedenen Analysewerkzeugen aufgrund des Fehlens von definierten Schnittstellen extrem aufwändig und kompliziert.

Unter dem Dach von de.NBI soll eine Bioinformatik-Infrastruktur etabliert werden, die künftig auch Arbeitsgruppen mit Epigenetik-Fragestellungen unterstützt. Die neue Infrastruktur soll den Forscherinnen und Forschern dabei helfen, Daten aus Experimenten mit Arrays oder Next-Generation-Sequenzing nach bestmöglichen Standards durchzuführen und auszuwerten. Dafür soll die Nutzung von bereits existierenden Verfahren für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einfacher und besser gemacht werden. Insbesondere ist geplant, die integrative Analyse der Ergebnisse zur erleichtern und Referenzdatensätze einheitlich anzubinden. Die geplanten Maßnahmen sollen zusätzlich durch Trainingsprogramme flankiert werden, in denen sowohl die theoretischen Grundlagen als auch praktische Fähigkeiten zur Analyse vermittelt werden.

Teilprojekt Heidelberg

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Angewandte Bioinformatik

Berliner Str. 41
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Benedikt Brors
06221 42-3614
031L0101A
239.279 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Berlin

Max-Delbrück-Centrum für
Molekulare Medizin in der
Helmholtz-Gemeinschaft

Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Altuna Akalin
030 9406-4271
031L0101B
241.431 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Angewandte Wissenschaften
Institut für Informatik
Lehrstuhl Bioinformatik

Georges-Köhler-Allee 106
79110 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Björn Grüning
0761 203-8239
031L0101C
267.482 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Saarbücken

Universität des Saarlandes
F8: Naturwissenschaftlich-Technische
Fakultät III - Chemie, Pharmazie, Bio- und Werkstoffwissenschaften
Fachrichtung 8.3 Biowissenschaften
Genetik / Epigenetik

Campus, Geb. A2 4
66123 Saarbrücken

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörn Walter
0681 302-4367
031L0101D
235.769 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: DAIS - Dresdner Bild-Analyse Suite“

Das de.NBI-Partner-Projekt DAIS möchte Verbesserungen bei der Bioinformatik-Infrastruktur auf dem Gebiet der Bildanalyse erreichen. Dank immer modernerer Analysegeräte wie beispielsweise hochauflösenden Lichtmikroskopen steigt die Menge an Bilddateien und damit der Bedarf an neuen Verarbeitungs-, Berechnungs- und Auswerteverfahren rasant an. Ziel des Projektes ist es, ein benutzerfreundliches und leistungsstarkes Software-Werkzeug für die biologische Bildanalyse zu entwickeln und den Forscherinnen und Forschern bereitzustellen.

Im Rahmen des Projekts sollen dafür zwei viel genutzte Open Source Software-Pakete (also frei verfügbare Software-Programme) intelligent miteinander verknüpft und weiterentwickelt werden. Bei den Software-Paketen handelt es sich zum einen um das Programm „Fiji“, eine offene Analyse-Plattform für biologische Bilddateien sowie das Programm „KNIME“, ein leistungsstarkes Werkzeug zur Erstellung von Prozessen und Workflows. Durch die Verbindung dieser beiden Systeme können Nutzerinnen und Nutzer künftig Bildverarbeitungsprozesse wesentlich besser abbilden und biologische Bilder effizient aufbereiten. Auch die Auswertung würde sich durch eine Verknüpfung deutlich verbessern. Ergänzend sollen im Rahmen des Projektes zudem auch Nutzerschulungen angeboten und sogenannte Hackathons veranstaltet werden. Hackathons sind Veranstaltungen, bei denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Software- oder Hardwareindustrie gemeinsam an neuen Software-Produkten arbeiten. Sowohl Nutzerschulungen als auch Hackathons haben sich in der Vergangenheit als sehr gut geeignet erwiesen, um Open-Source-Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Max-Planck-Institut für
Molekulare Zellbiologie und Genetik

Pfotenhauerstr. 108
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Eugene Myers
0351 210-1220
031L0102
322.622 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Einzelprojekt „de.NBI - Partner – MetaProtServ“

Das de.NBI-Partner-Projekt MetaProtServ verfolgt das Ziel, Verbesserungen auf dem Forschungsgebiet der Metaproteomik zu erreichen. Die Metaproteomik untersucht komplexe mikrobielle Lebensgemeinschaften, das sogenannte Metaproteom, und analysiert die einzelnen zellulären Funktionen. Beispiele für Metaproteom sind die menschliche Darmflora oder die Gesamtheit aller Bakterien (Biozönose) in einer Biogas- oder Abwasserreinigungsanlage. Um krankhafte Veränderungen im Darm besser erkennen oder die Bakterienzusammensetzung in Biogas- und Abwasserreinigungsanlagen gezielt verändern zu können, sind genauere Kenntnisse über das Metaproteom notwendig.

Derzeit liefern die Metaproteomik und die sie ergänzenden bioinformatischen Werkzeuge, die ursprünglich für die Proteomik von Reinkulturen entwickelt wurden, jedoch oft keine zufriedenstellenden Ergebnisse: Um Proteine zu identifizieren, wird meist eine Datenbanksuche mit Metagenom-Sequenzen durchgeführt. Diese kommt häufig zu einer hohen Zahl redundanter Treffer in Bezug auf die Taxonomie und die Funktion der identifizierten Proteine.

Um hier Verbesserungen zu erreichen, wurde an der Universität Magdeburg die MetaProtServ-Software entwickelt. Im Rahmen des Projektes soll das benutzerfreundliche Programm nun mit einer graphischen Oberfläche als Web-Service verfügbar gemacht werden, um mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Nutzung dieses Programmes zu ermöglichen. Ein Anwender-Training sowie ein individueller Support bei Problemen sollen zusätzlich die Zugänglichkeit dieser Software in der wissenschaftlichen Gemeinschaft erleichtern. Funktionalität und Wartungsfreundlichkeit werden ebenfalls weiterentwickelt mit dem Ziel, die Software um Schnittstellen für den Import und Export von Metaproteom-Daten zu erweitern. Zudem ist geplant, Nutzerschulungen anzubieten und sogenannte Hackathons zu veranstalten. Beides hat sich in der Vergangenheit als sehr gut geeignet erwiesen, um Open-Source-Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Institut für Verfahrenstechnik
Bioprozesstechnik

Universitätsplatz 2
39106 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. rer. nat. Dirk Benndorf
0391 67-52160
031L0103
533.416 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Verbundprojekt „de.NBI-Partner: ModSim - Ressourcen, Dienstleistungen und Entwicklungen für die systembiologische Modellierung“

Mit dem de.NBI-Partner-Verbundprojekt ModSim sollen dem de.NBI-Netzwerk nun auch Methoden und integrierte Software-Werkzeuge hinzugefügt werden, die der Konstruktion, der Simulation und der Analyse mathematischer Modelle von biologischen Systemen dienen. Mit der Integration dieses wichtigen Teilgebietes der Bioinformatik können dann im Rahmen von de.NBI zukünftig auch Dienstleistungen und leistungsstarke Ressourcen im Bereich der systembiologischen Modellierung angeboten werden.

Das Verbundprojekt ModSim wird sich im Wesentlichen mit den beiden Modellierungswerkzeugen COPASI und CellNetAnalyzer beschäftigen. Diese sollen als neue Ressourcen innerhalb des de.NBI-Netzwerkes bereitgestellt werden. Es ist zudem vorgesehen, einen erweiterten Benutzersupport aufzubauen und zu unterhalten sowie verschiedene Trainingskurse und Workshops im Bereich der systembiologischen Modellierung auszuarbeiten und anzubieten. Dabei könnten interessierte Nutzerinnen und Nutzer in die verschiedenen Techniken der Modellierung von zellulären Systemen und Netzwerken eingeführt werden. Auch der Umgang mit COPASI und CellNetAnalyzer soll so praxisnah vermittelt werden. Schließlich ist vorgesehen, de.NBI-relevante Weiterentwicklungen an COPASI und CellNetAnalyzer vorzunehmen. So sollen u.a. Standardisierungen von Modell- und Simulationsbeschreibungen eingeführt werden, die im bereits existierenden de.NBI-Knoten NBI-SysBio ausgearbeitet worden sind. Zudem soll untersucht werden, welche Schnittstellen zwischen bereits existierenden Ressourcen des de.NBI-Netzwerkes und COPASI bzw. CellNetAnalyzer eingerichtet werden können, um bestimmte Funktionalitäten zu integrieren. Weitere Erweiterungen in COPASI oder CellNetAnalyzer könnten – sofern verstärkt nachgefragt und im Rahmen des Projektes realisierbar – implementiert werden.

Teilprojekt Heidelberg

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fakultät für Biowissenschaften
Centre for Organismal Studies (COS)
Modellierung Biologischer Prozesse

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ursula Kummer
06221 545-1278
031L0104A
312.192 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Magdeburg

Max-Planck-Institut für
Dynamik komplexer technischer Systeme
Fachgruppe Analyse und Redesign
biologischer Netzwerke

Sandtorstr. 1
39106 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Steffen Klamt
0391 6110-480
031L0104B
259.584 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: Integrierte Webservices zur Unterstützung strukturbasierter, lebenswissenschaftlicher Forschung in der Protein-Biochemie, insbesondere Enzymologie“

Das vorliegende de.NBI-Partner-Einzelprojekt verfolgt das Ziel, allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Proteinstrukturdaten im Bereich der modernen Lebenswissenschaften einfach zugänglich und nutzbar zu machen. Dafür soll die Protein-Datenbank PDB, die sich bereits als weltweit zentraler Knotenpunkt für Experimentaldaten in diesem Bereich etabliert hat, ausgebaut werden. Im Rahmen des Projekts sollen die in der PDB bereits vorhandenen Strukturdaten mit wichtigen, automatisierten Präprozessierungsverfahren angereichert werden, die für die Nutzung der Daten in der biotechnologischen Forschung notwendig sind. Insbesondere sollen Suchverfahren entwickelt werden, die eine gezielte Auswahl forschungsrelevanter Proteine auf der Basis von Struktureigenschaften ermöglichen würden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Betrachtung aktiver Zentren und Interaktionen zu niedermolekularen Substanzen wie Substrate, Co-Faktoren und Inhibitoren. Als Entwicklungsbasis dient der am Zentrum für Bioinformatik in Hamburg etablierte "ProteinsPlus-Server".

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen: In der ersten Phase erfolgt die Spezifikation des Gesamtfunktionsumfangs. Alle Funktionen werden in drei Kategorien eingeteilt, und es erfolgt vor allem die Planung und Umsetzung der Schnittstelle zwischen dem ProteinsPlus-Server und anderen Servern. In der zweiten Phase ist u.a. der Aufbau einer Suche auf der Basis von Bindetaschenvergleichen geplant. In der dritten Phase wird schließlich im Wesentlichen die Suchfunktion finalisiert, so dass die Benutzerinnen und Benutzer weitestgehend selbsterklärend durch einen Daten-Vorbereitungsprozess geleitet werden. In allen drei Phasen werden begleitend Kursmaterialen und entsprechende Weiterbildungsangebote im Bereich der Protein-Strukturbioinformatik entwickelt.

Universität Hamburg
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Zentrum für Bioinformatik (ZBH)

Bundesstr. 43
20146 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Matthias Rarey
040 42838-7351
031L0105
290.548 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Verbundprojekt „de.NBI - Partner - de.STAIR“

Das de.NBI-Partner-Verbundprojekt de.STAIR beschäftigt sich mit der Analyse von RNA-Sequenzierungen. Ziel des Projektes ist es, benutzerfreundliche Arbeitsabläufe zur Analyse und Integration von Genexpressionsdaten zu entwickeln und praktische Hilfestellung bei der Auswertung von RNA-Sequenzierungsexperimenten zu geben. In diesem Bereich ist die sogenannte RNA-Seq mittlerweile zu einem weit verbreiteten Werkzeug geworden, mit deren Hilfe die Genexpression quantitativ und qualitativ untersucht werden kann. Die Qualität der RNA-Sequenzierung schwankt jedoch: Die Vielfalt der Studiendesigns, die große Anzahl von RNA-Seq-Protokollen sowie die charakteristischen Eigenschaften der untersuchten Organismen haben großen Einfluss auf nachgelagerte Analysen.

Das de.STAIR-Projekt soll daher die Werkzeuge und Arbeitsabläufe des de.NBI-RNA-Bioinformatik-Zentrums (RBC) um weitere Werkzeuge ergänzen mit dem Ziel, die Rohdaten-Analyse und die umfassende Integration von Genexpressionsdaten weiter zu verbessern. Zudem ist vorgesehen, bereits verfügbare Algorithmen weiterzuentwickeln und zu optimieren. Die Arbeitsabläufe und automatisierten Verarbeitungsketten (die sogenannten „Processing Pipelines“) zur Analyse von RNA-Seq Daten werden dabei – in Abstimmung mit dem RBC – von den drei Teilprojektpartnern gemeinsam entwickelt. Zudem ist geplant, spezielle Trainingsmaßnahmen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzubieten, um Hürden bei der RNA-Seq-Datenanalyse zu verringern.

Teilprojekt Leipzig

Universität Leipzig
Interdisziplinäres Zentrum für Bioinformatik
(IZBI)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dr. Steve Hoffmann
0341 97-16711
031L0106A
256.136 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Biologie
Institut für Biologie III

Schänzlestr. 1
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Wolfgang Hess
0761 203-2796
031L0106B
266.609 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Rostock

Universität Rostock
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik

Ulmenstr. 69
18057 Rostock

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Olaf Wolkenhauer
0381 498-7570
031L0106C
241.476 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Einzelprojekt „de.NBI - Partner: MASH pflegt und integriert Software zur Metaboliten-Annotation in die de.NBI-Infrastrukturen und bietet einen Service rund um standardkonformes Datenmanagement und Nachnutzung von Daten aus Metabolomics-Experimenten“

Das de.NBI-Partner-Projekt MASH verfolgt das Ziel, Verbesserungen auf dem Forschungsgebiet der Metabolomik zu erreichen. Die Metabolomik beschäftigt sich mit Stoffwechselprodukten (Metaboliten) und deren Analyse. Eine weit verbreitete Methode, um Metabolite in einem biologischen System zu erfassen und auszuwerten, ist die Massenspektrometrie: Bei dieser Messmethode werden die Substanzen durch ihre Masse charakterisiert. Die für eine Interpretation notwendige Molekülstruktur kann mit dieser Technik jedoch nicht erfasst werden. Lösungen für diese Problematik bietet hier die Bioinformatik an: So wurden in der Vergangenheit am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle (IPB) bereits die Software-Systeme MassBank und MetFrag entwickelt. Diese Computerprogramme unterstützen die Analyse von Massensprektrometrie-Daten und ermöglichen eine Beschreibung von Metaboliten für die funktionelle Zuordnung.

Im Rahmen des MASH-Projektes soll die Analyse-Software für Massensprektrometrie-Daten nun weiter verfeinert und die Systemsicherheit und –skalierbarkeit von zwei Datenbanksystemen verbessert werden. Es ist geplant, die am IPB entwickelten Metaboliten-Identifikationsysteme MetFrag und MetFusion in den sogenannten Metabolomics-Workflow-Service im Rahmen des de.NBI-Netzwerkes zu integrieren. So ließe sich künftig die Servicequalität überwachen, und die Leistungsfähigkeit könnte bei steigender Nutzung den Anforderungen angepasst werden. Weitere Ziele sind die Verbreitung von Metabolomics-Standards und die Aufarbeitung von Datensätze für Veröffentlichungen.

Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB)
Weinberg 3
06120 Halle (Saale)

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Steffen Neumann
0345 5582-1470
031L0107
496.668 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Verbundprojekt „de.NBI - Partner – LIFS“

Mit dem de.NBI-Partner-Verbundprojekt LIFS sollen dem bestehenden Angebot des de.NBI-Netzwerkes nun auch spezifische Softwarelösungen hinzugefügt werden, mit denen die komplexen Zusammenhänge in der Signaltransduktion und der Regulierung des Lipid-Stoffwechsels untersucht werden können. Unregelmäßigkeiten in diesem Bereich sind oft ursächlich für die Entwicklung von Krankheiten.

Verschiedene Suchmaschinen, Quantifizierungsalgorithmen, Visualisierungen, Validierungen und Werkzeuge für die vergleichende Lipid-Analyse existieren bereits, sind aber bislang noch nicht gut genug für große biomedizinische Studien – etwa im Bereich der degenerativen Erkrankungen oder des metabolischen Syndroms – geeignet. Im Rahmen des Projekts sollen daher verbesserte Lösungen erarbeitet und angeboten werden.

Die angedachten Lösungen umfassen eine effiziente Datengenerierung und Experiment-Planung sowie eine Implementierung von Konvertierungswerkzeugen für massenspektrometrische Daten. Ferner sollen künftig Lipid-Identifikationen und Quantifizierungen bis hin zur funktionalen Analyse ermöglicht werden. Es ist geplant, alle Werkzeuge über ein Web-Portal der gesamten Forschergemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Zudem ist vorgesehen, spezielle Trainingsmaßnahmen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzubieten, um diese bei der Datenauswertung im Bereich des Fettstoffwechsels zu unterstützen.

Teilprojekt Dortmund

Leibniz-Institut für
Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V.

Bunsen-Kirchhoff-Str. 11
44139 Dortmund

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Robert Ahrends
0231 1392-4173
031L0108A
328.334 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Borstel

Forschungszentrum Borstel
Leibniz-Zentrum für
Medizin und Biowissenschaften

Parkallee 1-40
23845 Borstel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dominik Schwudke
04537 188-2320
031L0108B
242.038 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Teilprojekt Dresden

Max-Planck-Institut für
Molekulare Zellbiologie und Genetik

Pfotenhauerstr. 108
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andrej Shevchenko
0351-210 2615
031L0108C
224.211 EUR
01.11.2016 - 31.10.2019

Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Koordinierungs- und Administrationseinheit CAU – de.NBI-Geschäftsstelle

Mit diesem Verbundvorhaben wird die Funktion eines Koordinators bereitgestellt und eine Geschäftsstelle etabliert, die die Errichtung und den Betrieb des deutschen Netzwerks für Bioinformatik-Infrastruktur (de.NBI) steuert. Hauptaufgabe des Koordinators ist es, dafür Sorge zu tragen, dass sich de.NBI zu einer erstklassigen Service-Einrichtung entwickelt, die Nutzern aus dem lebenswissenschaftlichen Sektor die Bearbeitung von großen Datenmengen mit bioinformatischen Methoden ermöglicht. Zu diesem Ziel tragen insgesamt 23 Projektpartner bei, die als Expertenteams für die unterschiedlichen Anfragen der Nutzer zur Verfügung stehen.

Die de.NBI-Geschäftsstelle ist die zentrale Unterstützungsstelle für den de.NBI-Koordinator und die zentrale Koordinationseinheit (CCU). Die Geschäftsstelle organisiert und führt die verschiedenen Treffen im Netzwerk durch und bündelt die Kommunikation innerhalb des Netzwerks. Sie ist die zentrale Kontaktstelle für Nutzer der de.NBI-Dienstleistungen, für Industriepartner und die Öffentlichkeit. Die Geschäftsstelle ist verantwortlich für den Aufbau und die Weiterentwicklung des zentralen Webportals mit dem Ziel eines einheitlichen Auftretens und einer einheitlichen Organisation des de.NBI-Netzwerks. Sie koordiniert die Schulungsangebote und Ausbildungsaktivitäten und erarbeitet Richtlinien für akademische und industrielle Nutzer der de.NBI-Angebote.

Teilprojekt Bielefeld I

Institut für Innovationstransfer an der
Universität Bielefeld GmbH

Universitätsstr. 25
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alfred Pühler
0521 106-8750
031A532A
182.970 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Bielefeld II

Universität Bielefeld
Centrum für Biotechnologie

Universitätsstr. 27
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alfred Pühler
0521 106-8750
031A532B
1.675.555 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI – Etablierungsphase – Leistungszentrum BiGi - Bioinformatisches Resourcenzentrum für mikrobielle Genomforschung in Biotechnologie und Medizin

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) dient das Leistungszentrum „BiGi - Bioinformatisches Resourcenzentrum für mikrobielle Genomforschung in Biotechnologie und Medizin“ der Bereitstellung von Hochleistungsrechenkapazitäten und bioinformatischen Dienstleistungen, die auf drei unterschiedliche Nutzer-Kompetenz-Ebenen zugeschnitten werden. Es werden wiederverwendbare Arbeitsabläufe – adaptiert für das Arbeitsfeld „Cloud Computing“ – in einem verwalteten Verzeichnis zur Speicherung und Beschreibung von digitalen Objekten (Repository) zur Verfügung gestellt. Zudem werden Werkzeuge zur komparativen Analyse hochdimensionaler (Meta-)Genomdaten sowie zur Integration und Exploration von Postgenomdaten angepasst, entwickelt und bereitgestellt.

Als Teil des de.NBI-Netzwerkes kümmert sich das Leistungszentrum BiGi gemeinsam mit den anderen Partnern um die Standardisierung zum Austausch von Daten und zur Interoperabilität von Software. Zudem stellt BiGi den Wissenschaftlern aus den Lebenswissenschaften Unterstützung für bioinformatische Analysen im Bereich der mikrobiellen Genomforschung auf den verschiedensten Ebenen einschließlich der Schulung von Nutzern bereit.

Teilprojekt Bielefeld

Universität Bielefeld
Centrum für Biotechnologie

Universitätsstr. 27
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jens Stoye
0521 106-3852
031A533A
3.224.825 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Gießen

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 08 - Biologie und Chemie
Professur für Systembiologie

Heinrich-Buff-Ring 58
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alexander Goesmann
0641 99 35 800
031A533B
2.733.827 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum BioInfra.Prot – Bioinformatik der Proteomik

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) hat das Leistungszentrum „BioInfra.Prot – Bioinformatik der Proteomik“ das Ziel, Serviceleistungen im Bereich der Proteomik zu etablieren und dem Nutzer anzubieten. Das Angebot umfasst u.a. die Bereitstellung von spezifischen Proteomik-Tools, einen Konvertierungs-Service zur Umwandlung der Daten in XML-Standardformate und einen statistischen Beratungs-Service; ferner werden Trainingskurse im Bereich „Bioinformatik der Proteomik“ organisiert. Die Zielgruppe des Angebots sind Naturwissenschaftler und Mediziner, die eine einfache und strukturierte Auswertung ihrer Proteomik-Daten anstreben, ebenso wie Bioinformatik-Experten und Entwickler.

Teilprojekt Bochum

Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät und Klinikum
Medizinisches Proteom-Center

Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martin Eisenacher
0234 32-29288
031A534A
1.445.008 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Dortmund

Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften ISAS e.V.
Quantitative Systemanalyse

Otto-Hahn-Str. 6b
44227 Dortmund

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Albert Sickmann
0231 13 92 105
031A534B
232.458 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum CiBi – Zentrum für integrative Bioinformatik

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) hat das LeistungszentrumCiBi – Zentrum für integrative Bioinformatik“ die Pflege und Verstetigung der Bioinformatik-Ressourcen SeqAn, OpenMS und der Workflow-Umgebung KNIME zum Ziel. Die Serviceleistung umfasst die Unterstützung von Nutzern und Softwareentwicklern, die Bereitstellung von innovativen Tools für die Datenanalyse in den Bereichen Proteomik, Metabolomik und Hochdurchsatzsequenzierung sowie die Bereitstellung von Softwarebibliotheken, die eine schnelle Implementierung von neuen Algorithmen zur Analyse von multi-omics Experimenten erlauben.

Teilprojekt Tübingen

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Zentrum für Bioinformatik
Zentrum für Quantitative Biologie
Fachbereich Informatik

Sand 14
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Oliver Kohlbacher
07071 29-70457
031A535A
1.235.340 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Teilprojekt Berlin

Freie Universität Berlin
Fachbereich Mathematik und Informatik
Institut für Informatik

Takusstr. 9
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Knut Reinert
030 838-75222
031A535B
264.931 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Konstanz

Universität Konstanz
Fachbereich Informatik und Informationswissenschaften
AG Bioinformatik und Information Mining

Fach 712
78464 Konstanz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Berthold
07531 88-2202
031A535C
286.530 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase – Leistungszentrum GCBN – Deutsches BioGreenformatics-Netzwerk für Kulturpflanzen

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) legt das Leistungszentrum „GCBN – Deutsches BioGreenformatics-Netzwerk für Kulturpflanzen“ seinen Schwerpunkt auf die Bereiche Kulturpflanzen und grüne Bioinformatik. Das Leistungszentrum entwickelt Zugriffs-Schnittstellen für Daten und Metadaten aus dem Bereich pflanzengenetischer Ressourcen, verbindet genotypische Daten mit phänotypischen Merkmalen und verbessert den Arbeitsablauf zur Annotation von Pflanzengenen.

Teilprojekt Gatersleben

Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)
Corrensstr. 3
06466 Gatersleben

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Uwe Scholz
039482 5-513
031A536A
256.117 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Teilprojekt Oberschleißheim-Neuherberg

Helmholtz Zentrum München
Deutsches Forschungszentrum
für Gesundheit und Umwelt (GmbH)
Abt. Plant Genome and Systems Biology

Ingolstädter Landstr. 1
85764 Oberschleißheim-Neuherberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Klaus Mayer
089-3187 3584
031A536B
270.114 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Jülich

Forschungszentrum Jülich GmbH
Institut für Bio- und Geowissenschaften
Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

Wilhelm-Johnen-Str.
52428 Jülich

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Björn Usadel
02461 61-9503
031A536C
50.460 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - HD-HuB – Heidelberg Center for Human Bioinformatics

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) hat das Leistungszentrum „HD-HuB – Heidelberg Center for Human Bioinformatics“ das Ziel, Infrastruktur und Know-how in den drei Anwendungsgebieten „Humane Genetik und Genomik“, „Humane Mikrobiomik“ und „Systematische Phänotypisierung von Humanen Zellen“ zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus bietet HD-HuB Lehre und Weiterbildungsaktivitäten in der Bioinformatik an.

Im Rahmen des Leistungszentrums ist dabei ein inter-institutionelles Team für Management, Lehre und Kundenbetreuung verantwortlich. Die breite technische Expertise dieses Teams stellt die Integration aller Themen und Institutionen von HD-HuB sicher; gleichzeitig arbeitet es eng mit den anderen de.NBI-Einheiten zusammen. Darüber hinaus ist dieses Team für Lehre, Outreach und ein einheitliches Webportal zuständig. Ein zentrales technisches Team ist für den Aufbau und die Instandhaltung der notwendigen Infrastruktur sowie für die Anpassung und Entwicklung von Arbeitsabläufen und Pipelines für die de.NBI Nutzergemeinde zuständig.

Jedes Anwendungsgebiet in HD-HuB wird durch ein spezifisches Arbeitspaket abgedeckt, das durch einen zugehörigen Bioinformatik-Spezialisten in diesem Gebiet ausgeführt wird. Diese Vorgehensweise stellt eine enge Zusammenarbeit zwischen den aktiven Forschungsgruppen der jeweiligen Bereiche und dem zentralen HD-HuB-Team sicher, dessen zentrale Aufgabe der schnelle Transfer von neuen Methoden aus der Forschung in die de.NBI Nutzergemeinde ist.

Teilprojekt Heidelberg I

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Theoretische Bioinformatik B080

Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Roland Eils
06221-423600
031A537A
1.001.174 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Heidelberg II

Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL)
Meyerhofstr. 1
69117 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peer Bork
06221 38-788526
031A537B
762.388 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Heidelberg III

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fakultät für Biowissenschaften
Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Bioinformatik und Funktionelle Genomik

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Roland Eils
06221 54-51290
031A537C
3.030.599 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Leistungszentrum RBC – RNA Bioinformatik

Innerhalb des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) beschäftigt sich das Leistungszentrum „RBC – RNA Bioinformatik“ mit dem Support aller Aspekte der RNa-Bioinformatik. Seine konkreten Aufgaben sind hierbei die Erstellung einer RNA-Analyse-Workbench mit Fokus auf einer einfachen Nutzung und Reproduzierbarkeit der Analysen sowie die starke Vernetzung mit relevanten wissenschaftlichen Communities. Zusätzlich führt das Leistungszentrum RBC Lehrveranstaltungen und Weiterbildungen durch.

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Angewandte Wissenschaften
Institut für Informatik
Lehrstuhl Bioinformatik

Georges-Köhler-Allee 106
79110 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rolf Backofen
0761 203-7461
031A538A
1.580.698 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Leipzig

Universität Leipzig
Fakultät für Mathematik und Informatik
Institut für Informatik
Professur für Bioinformatik

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Peter Stadler
0341 97 16690
031A538B
552.192 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Berlin

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Altuna Akalins
030 9406-4271
031A538C
632.360 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Verbundprojekt „de.NBI - Etablierungsphase - Datenbanken

Innerhalb des Gesamtkonzeptes des de.NBI Projektes beschäftigt sich dieses Verbundprojekt mit Datenbanken und der Frage, wie die vier Datenbanken SILVA, PANGAEA, BacDive und BRENDA in das Gesamtkonzept zu integrieren sind. Die Datenbank SILVA stellt ribosomale RNA-Gen-Datensätze für die Domänen Bacteria, Archaea und Eukarya zur Verfügung; PANGAEA ist eine umfangreiche Sammlung diverser Umweltdaten (biologische Daten zur Diversität, Vorkommen, und Verteilung von Organismen und von biochemischen Molekülen). Die Datenbank BacDive bietet Organismus-gebundene Informationen zu allen relevanten Aspekten der bakteriellen Biodiversität. Das BRENDA-Enzyminformationssystem schließlich ist das weltweit wichtigste Portal für allumfassende Daten zu Enzymen, ihrem Vorkommen, ihrer Wirkungsweise, ihrer Struktur und ihrem Aktivitätsspektrum.

Teilprojekt Bremen I

Jacobs University Bremen gGmbH
School of Engineering and Science

Campus Ring 1
28759 Bremen

Leiter:

Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Frank Oliver Glöckner
 0421 200-3167
031A539A
455.869 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Bremen II

Universität Bremen
Fachbereich 05 Geowissenschaften
Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM)

Leobener Str.
28359 Bremen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Michael Diepenbroek
0421 218 65590
031A539B
272.561 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Teilprojekt Braunschweig I
 

Leibniz-Institut DSMZ -
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen
und Zellkulturen GmbH

Inhoffenstr. 7 B
38124 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörg Overmann
0531 2616-352
031A539C
402.080 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Braunschweig II

Technische Universität Carolo-Wilhelmina
zu Braunschweig
Fakultät 2 - Lebenswissenschaften
Institut für Biochemie und Biotechnologie
Abteilung Bioinformatik und Biochemie

Langer Kamp 19 B
38106 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dietmar Schomburg
0531 391-8301
031A539D
413.006 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


Einzelprojekt „de.NBI - Etablierungsphase – Datenmanagement-Knoten: Ein auf Standards basierendes Systembiologie-Datenmanagement (NBI-SysBio)

Im Rahmen des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) ist das Kernziel des Datenmanagement-Knotens „NBI-SysBio“, auf der Basis von SEEK, SABIO-RK und SED-ML ein Standards-basiertes Datenmanagement aufzubauen. SEEK ist eine Plattform für kollaborative Projekte, die die Datenspeicherung, die Registrierung und den Austausch von Daten zwischen Projektpartnern unterstützt. SABIO-RK ist eine manuell kuratierte Datenbank für Daten von biochemischen Reaktionen und deren kinetischen Eigenschaften. SED-ML ist ein Community-Standard zur Dokumentation von Modelling-Experimenten. Dieser kommt zusammen mit anderen Community-Standards zum Einsatz.

Im Zuge des de.NBI Projektes werden nun Systeme bereitgestellt, die auf Standards bassieren und die die Vernetzung mit anderen bzw. zusätzlichen Systemen innerhalb und außerhalb von de.NBI verbessern. Gleichzeitig werden Serviceleistungen um diese Systeme herum angeboten. Die bestehenden Werkzeuge werden für einen dauerhaften Betrieb zur Verfügung gestellt, gepflegt und – abhängig von zusätzlichen Nutzeranforderungen – weiterentwickelt. Dazu gehört auch die Integration von Standards und die Verknüpfung mit bestehenden Arbeitsabläufen anderer de.NBI-Partner. Ziel ist es, eine gleichbleibend hohe Datenqualität sicherzustellen und die Integration neuer Daten voranzutreiben. Zudem soll die Kommunikation mit den Nutzern und das Anbieten verschiedener Service- und Trainingsaktivitäten optimal gestaltet werden.

Heidelberg

HITS gGmbH
Schloß-Wolfsbrunnenweg 35
69118 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Wolfgang Müller
06221 533-231
031A540
668.275 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018


 b) Abgeschlossene Projekte

 

 


 

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