e:Bio - Innovationswettbewerb Systembiologie

Öffentliche Bekanntmachung (alle Förderrunden):  2010 
Änderungsbekanntmachung (dritte Förderrunde):  2013 
Förderzeitraum:  2016 - 2021 
Gesamtvolumen:  16,7 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  9 Vorhaben (Modul II „Transfer“: 6 Verbundprojekte und Modul III „Nachwuchs“: 3 Nachwuchsgruppen) mit insgesamt 28 Zuwendungsempfängern 

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: MS_DILI - Multi-Skalen Modellierung der Medikament Induzierten Leberschädigung 

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: Xnet - Rekonstruktion des X-Inaktivierungsnetzwerks

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: DipImpact - Aufdeckung der Funktionsweisen und Mechanismen von Mediumadditiven wie beispielsweise Dipeptiden zur Verbesserung der Produktivitäten und Titer in Zellkulturansätzen

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: Quantitative Analyse der Genexpression-Kontrolle in Säugertierzellen

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: CaRNAtion - Therapeutische und diagnostische Verfahren basierend auf kardialer RNA-Prozessierung

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: MelEVIR - Ein systembiologischer Ansatz zur Einschätzung des Rezidivrisikos von Melanompatienten anhand der Messung extrazellulärer Vesikel im Blut

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: EA:sys - Evaluation und Bewertung systembiologischer Methoden mit Anwendung bei Erforschung von Signaltransduktion und Medikamentenentwicklung

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: HotSysAPP – Heiße Angewandte System Biologie - Sulfolobus acidocaldarius als neues archaeelles, thermoacidophiles Chassis für die industrielle Biotechnologie

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: PRECiSe - Prätherapeutische epigenetische Stratifikation von CLL-Patienten


Öffentliche Bekanntmachung (alle Förderrunden):  2010 
Änderungsbekanntmachung (dritte Förderrunde):  2011
Förderzeitraum:  2014 - 2020 
Gesamtvolumen:  39 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  22 Vorhaben (Modul II „Transfer“:
9 Verbundprojekte und
Modul III „Nachwuchs“:
13 Nachwuchsgruppen) mit insgesamt 61 Zuwendungsempfängern 

 

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: System-iPS – Ein iPS-basierter Systembiologie-Ansatz zur kausalen Erforschung von erblich bedingten Erkrankungen der Basalganglien und zur Ermittlung entsprechender therapeutischer Strategien

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: McBiogas – Metabolische Modellierung von anaerober Vergärung für die Biogasproduktion

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: SysToxChip – Individualisierter mikrofluidischer Multiorgan-Chip für die Analyse von substanzinduzierter Toxizität

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: Endolysion – Integrative Systembiologie der endosomalen/ lysosomalen Ionenhomöostase

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: ChlamyInt – Systembiologie der Grünalge Chlamydomonas rheinhardtii zur Ertragssteigerung Bio-basierter Kraftstoffe

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: SysBioTerp – Innovative Strategien zur nachhaltigen Synthese bioaktiver Moleküle - Eine integrierte systembiologische Plattform zur Produktion von strukturell minimierten Taxoid-Derivaten

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: 0,6Plus – Verbesserung grundlegender Wachstumseigenschaften von C. glutamicum zur Verbreiterung der industriellen Anwendbarkeit

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: YeastScent – Volatile Metabolite als quantitativer Proxy für die Funktion des metabolischen Netzwerks von Saccharomyces cerevisiae

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: InTraSig – Entwicklung einer personalisierten Anti- Entzündungstherapie zur Inhibition des Interleukin-6-Trans-Signallings

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: RNA-Code – Ein systembiologischer Weg zur Analyse der funktionellen Interaktion von proteinkodierenden RNAs und nichtkodierenden RNAs

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: PROGReSs – Systembiologische Ansätze zur Vorhersage und Modellierung von Hybridleistung und Ertragszuwachs beim Raps

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: CiRSPLICE – Zirkadiane Regulierung des Spleißens in der Tumorprogression: ein systembiologischer Ansatz

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: SyBioT – Systembiologie der TGF-beta-Netzwerkdynamik

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: AML – Identifizierung neuer Zielmoleküle für die klinische Therapie der akuten myeloischen Leukämie

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: e:biofilm – Neue Wirkstoffe gegen Biofilme von Streptokokken

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: BovSys – Mathematische Modellierung der Rinderfertilität und des Metabolismus

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: Meth4SysPharm – Modellierung von Methoden für die System Pharmakologie und die Anwendung für HIV-1

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: MessAge – Medizinische Systembiologie der alternden Hämatopoese

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: INDRA – Ein Modell der Stammzellnische des Darms: Entwicklung, Regeneration und Alterung

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: inteRNAct – Ein integrativer Ansatz zur Analyse von RNA-RNA Interaktionen

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe. SysRetPro – Entwicklung eines systembiologischen Retinamodells zur Verbesserung der Effektivität existierender Netzhautimplantate

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: OptiStrat – Evolutionär optimierte Strategien des Metabolismus und der Wachstumskontrolle in multizellulären Organismen

 

Öffentliche Bekanntmachung (alle Förderrunden):  2010 
Förderzeitraum:  2012 - 2017 
Gesamtvolumen:  61 Mio. EUR 
Geförderte Projekte:  33 Vorhaben (Modul I „Ideenwettbewerb national“:
18 Vorhaben, Modul II „Transfer“: 8 Verbundprojekte,
Modul III „Nachwuchs“: 7 Nachwuchsgruppen) mit
insgesamt 111 Zuwendungsempfängern 

 

e:Bio - Modul I – Verbundprojekt: ImmunoQuant – Multiskalenmodellierung der angeborenen Immunabwehr gegen virale Infektionen

e:Bio - Modul II – Verbundprojekt: Microsystems – BioSystemanalyse von Mikrosporen zur Verbesserung der industriellen Embryoproduktion in Pflanzen

e:Bio - Modul I – Verbundprojekt: SysCore – Systembiologie der Genexpression: Analyse des Basalpromotors

e:Bio - Modul I – Verbundprojekt: MetastaSys – Analyse molekularer Marker und Pathways in Krebszellen und deren Microenvironment, welche Schicksal und Lokalisation von Tumormetastasen bestimmen

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt - T-Sys: Immunmodulation statt alleiniger Immunsuppression

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt - JAK-Sys: Aufklärung der dysbalancierten Signaltransduktion durch JAK2-V617F in myeloproliferativen Neoplasien mittels qualitativer und quantitativer Modellierungsansätze

e:Bio - Modul I – Einzelprojekt: SBGN-ED+ – Methoden und Software-Werkzeuge für die Systems Biology Graphical Notation

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: CyanoGrowth – Die Organisationsprinzipien des cyanobakteriellen Stoffwechsels

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: OpHeLIA – Optimierung der Halomonas elongata für industrielle Anwendungen

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: PreSys – Präzision und Dynamik molekularer Netzwerke

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: CELLEMENTAL – Beschreibung, Abbildung und Modellierung zellulärer Netzwerke anhand empirischer Daten

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: MoSTNet – Modulare Modellierungsmethoden für Signaltransduktionsnetzwerke

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: SEMS – Standards, Konzepte und Werkzeuge zur Verbesserung der Reproduzierbarkeit von Simulationsexperimenten in der Systembiologie

e:Bio - Modul III – Nachwuchsgruppe: LysoSys – Systembiologie in Zellen und Würmern: Modellierung der In Vivo Lysosomalen Kontrolle über den Programmierten Zelltod in Krebs

1. Ziele der Fördermaßnahme

Die Fördermaßnahme „e:Bio – Innovationswettbewerb Systembiologie“ trägt dazu bei, Deutschlands führende Rolle in der Systembiologie auszubauen. Sie soll den systembiologischen Ansatz in der biomedizinischen und biotechnologischen Forschung verankern und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Produkte und Dienstleistungen beschleunigen. Durch die Modellierung biologischer Prozesse gelingt es, Vorhersagen zu komplexen biologischen Vorgängen zu treffen. Erkenntnisse aus der Systembiologie-Forschung eröffnen beispielsweise Möglichkeiten, Krankheiten genauer zu diagnostizieren und darauf abgestimmte, „individualisierte“ Therapien zu entwickeln. Die Fördermaßnahme „e:Bio – Innovationswettbewerb Systembiologie“ ist Teil des Aktionsfeldes 2 „Individualisierte Medizin“ des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung.
In der Mehrzahl der Projekte beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher mit Fragestellungen aus der Biomedizin, z.B. der Krebsforschung. Andere Projekte widmen sich biotechnologischen Problemstellungen wie der Verbesserung der Aminosäureproduktion oder Fragestellungen aus der Pflanzenforschung. In den vom BMBF geförderten Verbünden arbeiten universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen mit klinischen oder industriellen Partnern zusammen.

2. Stand der Fördermaßnahme

Die Dachmarke „e:Bio – Innovationswettbewerb Systembiologie“ umfasst drei Module:

• Modul I – Ideenwettbewerb national (Einzel- und Verbundprojekte)
• Modul II – Transfer (nur Verbundprojekte)
• Modul III – Nachwuchsförderung (nur Einzelprojekte)

Seit dem Start von „e:Bio – Innovationswettbewerb Systembiologie“ gab es insgesamt drei Förderrunden mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

• erste Förderrunde: Modul I, Modul II und Modul III
• zweite und dritte Förderrunde: nur Modul II und Modul III

In den drei Wettbewerbsrunden konnten sich 64 Einzel- und Verbundvorhaben mit einem Fördervolumen von insgesamt ca. 116 Millionen Euro erfolgreich durchsetzen. Die ersten Projekte haben mit ihren Arbeiten im Frühjahr 2012 begonnen, die Vorhaben der dritten Wettbewerbsrunde sind im Frühjahr 2016 gestartet.

3. Geförderte Projekte

a) Kurzbeschreibungen der laufenden Projekte

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: MS_DILI - Multi-Skalen Modellierung der Medikament Induzierten Leberschädigung

Das Verbundprojekt MS_DILI beschäftigt sich mit dem Thema Lebererkrankungen, genauer gesagt mit Leberschädigungen, die durch die Einnahme von Medikamenten hervorgerufen werden. Solche Leberschädigungen treten selten und unvorhersehbar auf, auch betreffen sie nicht jeden Patienten. Werden sie jedoch festgestellt, müssen (möglicherweise sehr nützliche) Medikamente vom Markt genommen werden oder Medikamente werden - wenn sie sich noch in der Testphase befinden – gar nicht erst zugelassen. Um diese (für nicht-betroffene Patienten) nachteilige Situation zu vermeiden, werden verbesserte Testsysteme und Möglichkeiten zur Risiko-Klassifizierung von Substanzen, die Leberschädigungen auslösen, dringend benötigt.
Ziel von MS_DILI ist es, mittels eines systembiologischen Ansatzes die prinzipiellen Mechanismen dieser Art von Leberschädigung zu entschlüsseln. Insbesondere geht es um die Frage, wie Substanzen zelluläre Entscheidungen während der Leber-Regeneration beeinflussen. Dies soll exemplarisch bei Paracetamol-induzierten Leberschädigungen untersucht werden. Die im Projektverlauf ermittelten Daten sollen unter anderem dafür genutzt werden, ein dynamisches Signalwegemodell zu entwickeln.
Die geplanten Arbeiten werden dazu beitragen, künftig genauer das tatsächliche Leberschädigungsrisiko von Patienten einschätzen zu können. Auf diese Weise wäre es dann in Zukunft möglich, Patienten mit einem geringen Leberschädigungs-Risiko dennoch mit diesen Medikamenten zu behandeln. Dadurch würden vielen Patienten weitere wertvolle Behandlungsoptionen eröffnet und gleichzeitig die Kosten für die Arzneimittelentwicklung deutlich gesenkt werden.

Teilprojekt Heidelberg I

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ursula Klingmüller
06221 42-4481
031L0074A
270.123 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Mathematik und Physik
Physikalisches Institut
Abt. Dynamische Prozesse in den Lebenswissenschaften

Hermann-Herder-Str. 3
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jens Timmer
0761 203-5829
031L0074B
242.479 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

Teilprojekt Heidelberg II

Cell Networks GmbH
Luhterstr. 59
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Gordana Apic
01726 359-586
031L0074C
88.878 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

Teilprojekt Mannheim

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät Mannheim
II. Medizinische Klinik
AG Molekulare Hepatologie

Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Steven Dooley
0621 383-4983
031L0074E
105.514 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

Teilprojekt Dortmund

Forschungsgesellschaft für
Arbeitsphysiologie und Arbeitsschutz e.V.

Ardeystr. 67
44139 Dortmund

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jan Hengstler
0231 1084-348
031L0074F
465.100 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

Teilprojekt Heidelberg III

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät
Pathologisches Institut

Im Neuenheimer Feld 224
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Kai Breuhahn
06221 56-4675
031L0074H
325.877 EUR
01.09.2016 - 31.08.2019

 

Nachwuchsgruppe „e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: Xnet - Rekonstruktion des X-Inaktivierungsnetzwerks“

 

Das Nachwuchsgruppen-Projekt Xnet beschäftigt sich mit der Signalsteuerung in Zellen. Komplexe Organismen sind aus Tausenden von Zellen aufgebaut. Viele Zellen übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen. Die Spezialisierung findet zumeist schon in der Embryonalentwicklung statt. Sie wird durch spezifische Programme gesteuert, die Gentranskription an- oder ausschalten. Diese Steuerung steht unter dem Einfluss externer Signale und eines komplexen Regulationsnetzwerkes. Im vorliegenden Projekt soll ein solches Netzwerk zur Steuerung der X-Chromosomen-Inaktivierung untersucht werden. Die X-Chromosomen-Inaktivierung ist ein essentieller Entwicklungsprozess, bei dem in der weiblichen Embryonal-Entwicklung eines der beiden X-Chromosomen einer Zelle komplett transkriptionell „abgeschaltet“ wird. Dieser Prozess wird durch die nicht-kodierende RNA Xist gesteuert. Xist wird vom X-Chromosom produziert, das der künftigen Inaktivierung unterliegt. Das Projekt Xnet untersucht das diesen Prozess steuernde Gen-Netzwerk.
Im Projektverlauf sollen quantitative Einzelzell-Messungen der nicht-kodierenden RNA Xist und ihrer Regulatoren in differenzierenden embryonalen Stammzellen durchgeführt werden. Auf der Grundlage dieser Messungen wird dann ein mathematisches Modell des zugrunde liegenden regulatorischen Netzwerks entwickelt. Modellanalysen sollen Aufschluss darüber geben, welche regulatorischen Prinzipien Anwendung finden, um das richtige Xist-Aktivitätsmuster zu gewährleisten. Zudem sind Hochdurchsatzexperimente geplant, um bisher unbekannte Xist-Regulatoren zu identifizieren. In einem weiteren Teilprojekt wird untersucht, wie die X-Chromosomen-Inaktivierung in das Stammzell-Differenzierungsprogramm eingebunden ist. Die Ergebnisse werden einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Frage leisten, welche regulatorischen Prinzipien die Natur anwendet, um ein spezifisches zelluläres Transkriptionsprofil sicherzustellen.

Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Edda Schulz
030 8413-1226
031L0072
1.022.448 EUR
01.07.2016 - 30.06.2021

Verbundprojekt „e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: DipImpact - Aufdeckung der Funktionsweisen und Mechanismen von Mediumadditiven wie beispielsweise Dipeptiden zur Verbesserung der Produktivitäten und Titer in Zellkulturansätzen“

Das Verbundprojekt DipImpact beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Zusammensetzung von synthetischen Nährmedien verbessern lässt, die bei der Produktion von Biopharmazeutika mittels sogenannter CHO-Zellen verwendet werden. Diese Säuger-Zelllinie wird weltweit am häufigsten eingesetzt, um humane Proteintherapeutika gentechnisch zu produzieren.
Ziel von DipImpact ist es, die Produktivität dieser CHO-Zellen durch das Hinzufügen von niedermolekularen Zusatzstoffen zum Nährmedium zu erhöhen. Bisher wurden entsprechende Optimierungen der Nährmedien meist nur punktuell und intuitiv durchgeführt; das Verständnis der grundlegenden mechanistischen Wechselwirkungen der Zusatzstoffe mit den verwendeten Zellen blieb jedoch weitgehend unbekannt. Nun soll systematisch und mit Hilfe der Systembiologie nach Zusatzstoffen gesucht werden, mit denen sich die Leistungsfähigkeit der CHO-Zellen steigern lässt. Im Fokus der Untersuchungen stehen Di-Peptide (Bausteine von Proteinen) oder deren Derivate. Von diesen ist bislang nur bekannt, dass sie zu einer Produktivitätssteigerung führen, aber nicht wie. Die genauen metabolischen und regulatorischen Details der zellulären Wirkmechanismen von neu entwickelten Di-Peptiden sollen im Rahmen des Projektes analysiert werden. Dazu sind experimentelle Untersuchungen in einem iterativen Prozess zusammen mit mathematischen Modellierungen geplant. Es ist vorgesehen, die vielversprechendsten Zusatzstoffe anschließend in verschiedenen realitätsnahen Produktionsprozessen zu testen, um die zur Prozessverbesserung am besten geeigneten Medienzusätze bestimmen zu können. DipImpact verbindet somit mit Hilfe der Systembiologie alle Elemente der Wertstoffkette, ausgehend von der Entwicklung neuer Nährmedienzusätze über die intrazelluläre Analyse der Dynamik der Abbau- und Syntheseprozesse bis hin zu einem kommerziellen Einsatz.

Teilprojekt Stuttgart

Universität Stuttgart
Fakultät 4 Energie-, Verfahrens- und Biotechnik Institut für Bioverfahrenstechnik (IBVT)

Allmandring 31
70569 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Ralf Takors
0711 685-64535
031L0077A
760.626 EUR
01.06.2016 - 31.05.2019

Teilprojekt Hanau

Evonik Nutrition & Care GmbH
Nutrition & Care - Health Care

Rodenbacher Chaussee 4
63457 Hanau

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Karau
06181 59-6718
031L0077B
122.502 EUR
01.06.2016 - 31.05.2019

Teilprojekt Biberach an der Riß

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Birkendorfer Str. 65
88400 Biberach an der Riß

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Andreas Unsöld
07351 54-98071
031L0077C
132.197 EUR
01.06.2016 - 31.05.2019

Teilprojekt Bielefeld

Xell AG
Alte Verler Str. 1
33689 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dipl. Biot. Christoph Heinrich
0521 96989-294
031L0077D
303.009 EUR
01.06.2016 - 31.05.2019

Nachwuchsgruppe „e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: Quantitative Analyse der Genexpression-Kontrolle in Säugertierzellen“

Das Nachwuchsgruppen-Projekt beschäftigt sich mit Genetik und verfolgt das Ziel, ein besseres Verständnis der Genexpressions-Kontrolle in Säugerzellen zu erlangen. Dies ist insbesondere bei der Krebstherapie von Bedeutung.
Mit Hilfe des systembiologischen Ansatzes – der abwechselnden Kombination von Modellierung und Experiment – soll im Projektverlauf geklärt werden, wie die Dynamik von Transkriptionsfaktoren auf Promotorebene decodiert ist. Dazu werden neue, von der Nachwuchsgruppe bereits in der Vergangenheit etablierte opto-genetische Methoden verwendet. Mit deren Hilfe kann die Lokalisierung von verschiedenen Transkriptionsfaktoren in lebendigen Zellen gesteuert werden.
Durch die Verwendung und die Kombination von quantitativen Methoden werden so die RNA-Transkripte in Zellpopulationen und einzelnen Zellen gemessen. Untersucht werden dabei insbesondere die zwei Proteine p53 und YAP, die eine zentrale Rolle bei Krebserkrankungen spielen. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, in Zukunft neue bzw. bessere Krebs-Therapien zu ermöglichen.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
BioQuant Zentrum

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Angela Mauer-Oberthür
06221 54-51204
031L0079
1.563.840 EUR
01.04.2016 - 31.03.2021

Verbundprojekt „e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: CaRNAtion - Therapeutische und diagnostische Verfahren basierend auf kardialer RNA Prozessierung“

Das Verbundprojekt CaRNAtion beschäftigt sich mit dem Thema Herzerkrankungen und soll die Diagnostik und die Therapie von Herzerkrankungen verbessern. Dieses Ziel soll durch die nähere Untersuchung des alternativen RNA-Spleiß-Prozesses erreicht werden. Dieser Spleiß-Prozess ermöglicht es, aus einem Gen mehrere Proteine zu erzeugen. Die im Rahmen des Projekts untersuchten Proteine können dabei sowohl Grundlage von Herzerkrankungen sein als auch therapeutische Ziele für eine entsprechende Behandlung darstellen. Mit Hilfe molekularer Diagnostik, neuer Analysemethoden und computergestützter Modellierung sollen im Projektverlauf Spleißfaktoren als neue Marker für Herzerkrankungen sowie personalisierte, Spleiß-gerichtete Therapeutika entwickelt werden, die gezielt Herzfunktionen verbessern können.
Die geplanten Untersuchungen basieren auf Patienten mit Spleißfaktor-Mutationen, von denen induzierte pluripotente Stammzellen hergestellt werden. Aus diesen Stammzellen können im Labor neue Herzmuskelzellen und patientenspezifisches künstliches Herzgewebe gezüchtet werden. Die im Projekt neu zu identifizierenden und zu charakterisierenden Spleißfaktoren sowie neue und bereits vorliegende Spleiß-Modulatoren sollen im Projektverlauf am Tiermodell und in oben genannten patientenspezifischen künstlichen Herzgeweben getestet werden. Die Testergebnisse fließen dann in die Entwicklung der künftigen Spleiß-basierten Therapie und von neuen therapeutischen Zielen für Herzerkrankungen mit ein.

Teilprojekt Berlin

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Gotthardt
030 9406-2245
031L0075A
2.458.490 EUR
01.04.2016 - 31.03.2019

Teilprojekt Heidelberg

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Medizinische Klinik - Innere Medizin III - Kardiologie, Angiologie und Pneumologie

Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Benjamin Meder
06221 56-8131
031L0075B
708.085 EUR
01.04.2016 - 31.03.2019

Teilprojekt Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen‘
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Zentrum Innere Medizin
Kardiologie und Pneumologie

Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Gerd Hasenfuß
0551 39-20400
031L0075C
503.117 EUR
01.04.2016 - 31.03.2019

Verbundprojekt „e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: MelEVIR - Ein systembiologischer Ansatz zur Einschätzung des Rezidivrisikos von Melanompatienten anhand der Messung extrazellulärer Vesikel im Blut“

Das Verbundprojekt MeIEVIR beschäftigt sich mit dem Thema Krebs. Eine der wesentlichen Herausforderungen in der klinischen Onkologie heutzutage ist es, die sogenannte minimale Resterkrankung (MRD – minimal residual disease) richtig einzuschätzen. Die minimale Resterkrankung tritt besonders häufig nach der operativen Entfernung eines hochinvasiven primären Tumors wie z. B. eines Melanoms auf. Sie wird von kleinsten Tumorzellansammlungen – den sogenannten Mikrometastasen – verursacht, die nach einer Krebsoperation im Patienten verblieben sind. Die Entdeckung dieser Überreste ist mit den aktuellen Diagnosemethoden kaum möglich, da Mikrometastasen aufgrund ihrer geringen Größe zu keiner Erhöhung typischer Tumormarker führen. Mikrometastasen können jahrelang unentdeckt bleiben, bevor sie zu wachsen beginnen und dann in kurzer Zeit eine gefährliche Größe erreichen.
Die aktuelle Forschung richtet daher ihr Augenmerk auf die im Blutplasma vorkommenden sogenannten extrazellulären Vesikel (pEV) Diese werden von Zellen in ihre Umgebung abgegeben. Hochrisikopatienten zeigen stark erhöhte pEV-Werte. Es wird jedoch vermutet, dass der erhöhte pEV-Wert nicht direkt von den wenigen, im Körper verbliebenen Tumorzellen stammt, sondern von körpereigenen Immunsystem-Zellen, die nach Kontakt mit den Tumorzellen als Immunantwort schnell große Mengen an pEV gebildet haben. Zur Abschätzung der minimalen Resterkrankung könnte daher auch der pEV-Wert genutzt werden.
Das Projekt MelEVIR möchte diese Hypothese überprüfen. Dazu ist geplant, ein diagnostisches Tool zu entwickeln, zu testen und für den klinischen Alltag vorzubereiten, das Rückfälle anhand des pEV-Inhalts vorhersagt. Durch die Integration sowohl von klinischen Daten als auch von Laborversuchen mit Hochdurchsatz-Datenanalyse, Netzwerk-Rekonstruktion und mathematischer Modellierung sollen micro RNAs, long non-coding RNAs und Proteine identifiziert werden, die in Patientenblutproben gemessen werden können. Ein erfolgreicher Abschluss des Projekts wird wesentlich dazu beitragen, künftig auch klinische Studien mit der hier beschriebenen Methode durchzuführen.

Teilprojekt Erlangen

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Ulmenweg 18
91054 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Julio Vera-Gonzalez
09131 85-45876
031L0073A
1.330.824 EUR
01.04.2016 - 31.03.2019

Teilprojekt Rostock

Universität Rostock
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik

Albert-Einstein-Str. 21
18059 Rostock

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Olaf Wolkenhauer
0381 498-7571
031L0073B
267.997 EUR
01.04.2016 - 31.03.2019

Nachwuchsgruppe „e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: EA:sys - Evaluation und Bewertung systembiologischer Methoden mit Anwendung bei Erforschung von Signaltransduktion  und Medikamentenentwicklung“

Das Nachwuchsgruppen-Projekt EA:sys beschäftigt sich mit der Prüfung, Bewertung und Optimierung von statistischen Konzepten in der Systembiologie. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Methoden zur Analyse experimenteller Daten entwickelt. Viele dieser Methoden wurden bislang jedoch kaum in Anwendungen getestet, da u.a. die Voraussetzungen für ihre Anwendbarkeit unklar sind. Das Ziel der Nachwuchsgruppe ist es daher, statistische Methoden in der Systembiologie umfassend zu bewerten und Entscheidungsbäume zur Methodenwahl zu etablieren. Dafür sollen Prinzipien der statischen Planung und Auswertung, wie sie etwa für klinische Studien etabliert wurden, auf die Bewertung von systembiologischen Methoden übertragen werden.
Zu Beginn des Projekts ist vorgesehen, zunächst Methodenvergleiche aus der wissenschaftlichen Literatur zusammenzutragen und in einer dafür entwickelten Datenbank verfügbar zu machen. Anschließend ist geplant, die Evidenz der publizierten Resultate zu bewerten und konsens-basierte Leitlinien zu erarbeiten. Zahlreiche Methodenvergleiche sollen dabei von der Nachwuchsgruppe selbst durchgeführt werden, um bestehende Wissens- und Bewertungslücken zu schließen. Die Resultate werden dann in Projekten mit experimentellen Kooperationspartnern bei der Signalweg-Erforschung und bei der Medikamenten-Entwicklung angewendet und validiert. Mit der Etablierung von Entscheidungsbäumen zur optimalen Wahl sowohl von Methoden als auch von gründlich getesteten Analyseabläufen soll den Transfer systembiologischer Methoden in die alltägliche klinische, pharmakologische und molekularbiologische Forschung vorangetrieben werden. Dies würde insbesondere bei der Entwicklung von neuen Medikamenten eine entscheidende Verbesserung darstellen.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA)

Habsburgerstr. 49
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Clemens Kreutz
0761 203-8533
031L0080
1.302.137 EUR
01.03.2016 - 28.02.2021

Verbundprojekt „e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: HotSysAPP - Heiße Angewandte System Biologie - Sulfolobus acidocaldarius als neues archaeelles, thermoacidophiles Chassis für die industrielle Biotechnologie“

Das Verbundprojekt HotSysAPP beschäftigt sich mit einzelligen Organismen, den sogenannten Archaeen. Ziel ist die Verbesserung der nachhaltigen biotechnologischen Produktion von Chemikalien (wie Bioalkohole und Biotreibstoffe) aus Lignocellulose. Lignocellulose ist ein pflanzlicher Rohstoff, der bereits zur Herstellung von Chemikalien genutzt wird. Das derzeitige Verfahren könnte jedoch in Bezug auf Prozesskosten, Effizienz und Nachhaltigkeit noch optimiert werden. Dies soll mit Hilfe von Archaeen gelingen, die vor etwa 40 Jahren als dritte Domäne des Lebens neben Bakterien und Eukaryonten etabliert wurden und verstärkt in Umgebungen mit extremen Lebensbedingungen vorkommen.
Ihre Robustheit und einzigartigen Stoffwechseleigenschaften sowie ihre stabilen Enzyme (die sogenannten Extremozyme) machen Archaeen für biotechnologische Anwendungen besonders interessant. Das Projekt HotSysAPP hat das Archaeon Sulfolobus acidocaldarius (Saci) als Modell-Organismus ausgewählt, um das Lignocellulose-Verfahren zu verbessern. Die Wachstumsbedingungen von Saci (niedriger pH und hohe Temperaturen) entsprechen den Bedingungen beim Prozess der Lignocellulose-Vorbehandlung. Zudem ist es ein vielseitiger „Chassis“ (Schlitten), für den bereits genetische Werkzeuge etabliert sind, so dass die Einführung neuer Gene und damit neuer Fähigkeiten erleichtert wird. Mittels eines modellbasierten, systembiologisch datengetriebenen Ansatzes und durch den Einsatz von aktuellen Techniken der Transkriptom-, Proteom-, und Metabolom-Analyse soll nun Saci im Zuge des Verbundprojektes als Chassis für die Produktion von Chemikalien aus Lignocellulose angepasst und optimiert werden.

Teilprojekt Essen

Universität Duisburg-Essen
Fachbereich Chemie - Biofilm Centre - Molekulare Enzymtechnologie

Universitätsstr. 5
45141 Essen

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bettina Siebers
0201 183-7061
031L0078A
485.380 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Biologie
Institut für Biologie II - Bereich Mikrobiologie

Schänzlestr. 1
79104 Freiburg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Sonja-Verena Albers
0761 203-2630
031L0078B
216.109 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Bielefeld

Universität Bielefeld
Centrum für Biotechnologie

Universitätsstr. 27
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörn Kalinowski
0521 106-8756
031L0078C
309.612 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Gießen

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 08 - Biologie und Chemie
Professur für Systembiologie

Heinrich-Buff-Ring 58
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Alexander Goesmann
0641 99-35800
031L0078D
274.878 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Braunschweig

Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Fakultät 2 – Lebenswissenschaften
Institut für Biochemie und Biotechnologie - Abteilung Bioinformatik und Biochemie

Rebenring 56
38106 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dietmar Schomburg
0531 391-55202
031L0078E
289.103 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Straubing

Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Straubing
Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe

Schulgasse 16
94315 Straubing

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Volker Sieber
09421 187-300
031L0078F
310.757 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Erftstadt

enzymeta GmbH
Richardstr. 35
50374 Erftstadt

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ida Schomburg
02235 953-935
031L0078G
149.868 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Verbundprojekt „e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: PRECiSe - Prätherapeutische epigenetische Stratifikation von CLL-Patienten“

Das Verbundprojekt PRECiSe thematisiert die Volkskrankheit Krebs, genauer gesagt die Krebsart Chronisch-Lymphatische Leukämie (CLL). Krebstherapien unterliegen  derzeit einer grundlegenden Reformierung. Diese führt dazu, dass konventionelle, weitgehend unspezifische Chemotherapien zunehmend durch spezifische und individualisierte Behandlungskonzepte ersetzt werden. Dies trifft auch auf die Therapien der Chronisch-Lymphatischen Leukämie zu. Mit dieser Erkrankung beschäftigen sich im Rahmen des Verbundprojekts PRECiSe drei Kooperationspartner von drei deutschen Institutionen. Sie besitzen eine weitreichende Expertise auf den Gebieten der Medizin, der Molekularbiologie und der Systembiologie.
Das Ziel von PRECiSe ist es, mit Hilfe eines integrativen systembiologischen Ansatzes neue epigenetische Biomarker für klinische Studien zu identifizieren. Die Arbeiten sollen die Mechanismen der Deregulation von epigenetischen Mustern, von Chromatinzuständen und der Transkription bei der Chronisch-Lymphatischen Leukämie aufklären. Darüber hinaus ist das Ziel, den Zusammenhang zwischen der Effizienz neuer therapeutischer Hemmstoffe des sogenannten BCR-Signaltransduktionsweges und patientenspezifischen, epigenetischen Mustern aufzudecken. Zum Ende des Projekts sollen die neuen Erkenntnisse auf existierende sowie prospektive klinische Studien angewendet werden. Zudem können die gewonnenen Erkenntnisse als Basis für neue Modelle dienen, mit denen die Risiken während eines Krankheitsverlaufes für einzelne Patienten künftig besser abgeschätzt werden können.

Teilprojekt Heidelberg I

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Karsten Rippe
06221 54-51376
031L0076A
1.736.911 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Heidelberg II

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fakultät für Biowissenschaften
Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Bioinformatik und Funktionelle Genomik

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Roland Eils
06221 54-51290
031L0076B
356.994 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

Teilprojekt Ulm

Universität Ulm
Universitätsklinikum
Zentrum für Innere Medizin
Klinik für Innere Medizin III

Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Daniel Mertens
0731 500-45828
031L0076C
644.399 EUR
01.03.2016 - 28.02.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: System-iPS - Ein iPS-basierter Systembiologie-Ansatz zur kausalen Erforschung von erblich bedingten Erkrankungen der Basalganglien und zur Ermittlung entsprechender therapeutischer Strategien

Es existiert ein Mangel an vitalen menschlichen Gehirnzellen, um bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems die pathophysiologischen Grundlagen zu erforschen und potentielle Therapeutika zu identifizieren. Dies hat einen signifikanten Einfluss auf die aktuelle Prognose dieser Erkrankungen. Um diesen Mangel zu umgehen, setzt die Nachwuchsgruppe System-iPS die Methode der zellulären Reprogrammierung für die Erstellung von neuronalem Gewebe aus leicht zugänglichem Patientenmaterial (z.B. Hautzellen) ein. Das experimentell generierte Zielgewebe soll dann für pharmakologische Wirkstoffanalysen genutzt werden.
Ziel des experimentell-theoretischen Projektes ist es, zwei genetische Erkrankungen der Basalganglien mittels dieser neuer Methoden zu untersuchen. Der Fokus liegt hierbei auf dem mütterlich vererbten Leigh-Syndrom (MILS) und der Chorea Huntington (HD), einer erblichen Erkrankung des Gehirns, auch als Veitstanz bekannt. Aus Patientenbiopsien werden induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) gewonnen. Diese Stammzellen werden differenziert zu Neuronen der Basalganglien und mit Hilfe von "OMICS"-Technologien (Transcriptomics, Proteomics und Metabolomics) analysiert. Die generierten Daten werden integriert, um computergestützte Krankheitsmodelle zu entwickeln und potentielle Zielmoleküle für Interventionen vorherzusagen. Anschließend sollen spezifische funktionelle Hochdurchsatz-Screenings entwickelt werden, die auf bildgebenden und bioenergetischen Verfahren basieren. Damit sollen die vorhergesagten Ziele am neurologisch-differenzierten Patientenmaterial validiert werden. Dieser Ansatz könnte eine neuartige Plattform zur Medikamentenforschung für komplexe genetische Gehirnerkrankungen darstellen.

Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alessandro Prigione
030 9406 2871
031A318
1.456.292 EUR
01.03.2015 - 29.02.2020

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: McBiogas - Metabolische Modellierung von anaerober Vergärung für die Biogasproduktion

Biogas etabliert sich zunehmend als Komponente der Energiewirtschaft. Die Grundlagen der Biogaserzeugung durch anaerobe Vergärung wurden bereits weitgehend aufgeklärt. Forschungsbedarf besteht hingegen noch bei der Acetogenese und der Methanogenese, die durch eine mikrobielle Gemeinschaft katalysiert werden: Die genauen Interaktionen , die bei diesen beiden Schritte der Methanerzeugung ablaufen, sind bislang nur lückenhaft bekannt. Dadurch kommt es immer wieder zu Schwankungen im Reaktorprozess, die die Ausbeute erheblich mindern können.
Ziel des Projektes McBiogas ist es daher, die anaerobe Vergärung von organischem Material zur Biogaserzeugung auf der Ebene des Stoffwechsels einer mikrobiellen Artengemeinschaft aufzuklären. Dazu wird ein vereinfachter Biogasprozess in Laborreaktoren etabliert und mittels komplementären experimentellen Techniken untersucht. Am Ende des Projekts soll ein prozessbasiertes Computermodell etabliert sein, das in der Lage ist, Stoffflüsse innerhalb der mikrobiellen Gemeinschaft abzubilden und in Relation zur Gesamtdynamik des Reaktors zu stellen. Das Modell soll zum einen die Reaktordynamik vorhersagen und somit zum Monitoring von Biogasanlagen eingesetzt werden können. Zum anderen sollen durch das so gewonnene verbesserte Prozessverständnis Wege zur Optimierung aufgezeigt werden.

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH
UFZ - Fachbereich Umwelttechnologie
Department Umweltmikrobiologie

Permoserstr. 15
04318 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Florian Centler
0341 235 1336
031A317
1.414.141 EUR
01.03.2015 - 29.02.2020

 

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: SysToxChip - Individualisierter mikrofluidischer Multiorgan-Chip für die Analyse von substanzinduzierter Toxizität

Das Verbundprojekt SysToxChip beschäftigt sich mit dem Thema Arzneimittelsicherheit. Im Rahmen des Projektes sollen neue Verfahren für die individuelle, Patienten-bezogene Überprüfung der Sicherheit von Arzneimitteln entwickelt werden. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von systembiologischen Methoden geeignete Reporter-Systeme zu entwickeln und zu evaluieren, die später für die individualisierte Erfassung von giftigen Wirkungen bzw. Nebenwirkungen von Arzneimitteln genutzt werden können. Dazu soll ein diagnostischer, mikro-fluidischer Multiorgan-Chip entwickelt werden. Dieser Chip beruht auf Patienten-spezifischen Stammzellen. Auf diese Weise sollen individuelle Risiken für die Schädigung von Leber und Niere erfasst und leberfunktionsabhängige toxische Wirkungen auf individueller Basis untersucht werden. Die zu entwickelnden Technologien werden die Grundlage für klinisch-diagnostische Tests im Chipformat bieten.
Es ist geplant, patientenspezifische Leber- und Nierenzellen aus ethisch unbedenklichen Stammzellen – den sogenannten induzierbaren pluripotenten Stammzellen (iPS) – herzustellen. Diese werden mit DNA-Konstrukten transfiziert, die eine quantitative Messung der Aktivierung von Stress-spezifischen Zielgenen mit Hilfe fluoreszierender Reportergene erlauben. Anschließend sollen diese auf einem Mikrochip kultiviert werden. Auf dem Mikrochip sind die beiden Zelltypen hintereinander in Kammern angeordnet, die mit Kanälchen miteinander verbunden sind und mit Flüssigkeit in einem zirkulären System durchspült werden, die den zu untersuchende Wirkstoff enthält. Der Effekt des Wirkstoffs und seiner Abbauprodukte auf Nieren- und Leberzellen wird durch die inserierten Stress-Reporter-Konstrukte anhand einer Biolumineszenz-Reaktion detektiert. Die spezifische Versuchsanordnung erlaubt es dann, etwaige toxische Nebenwirkungen eines Arzneimittels in einem physiologisch-relevanten System zu untersuchen.

Teilprojekt Jena I

Universitätsklinikum Jena
Klinik für Innere Medizin III
Funktionsbereich Nephrologie

Am Nonnenplan 2
07743 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ralf Mrowka
03641 93-96600
031A303A
649.765 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt Berlin I

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow-Klinikum
Berlin-Brandenburger Centrum für
Regenerative Therapien

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andreas Kurtz
030 450-539424
031A303B
422.797 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt Berlin II

Humboldt-Universität zu Berlin
Lebenswissenschaftliche Fakultät
Institut für Biologie
Arbeitsgruppe Theoretische Biophysik

Invalidenstr. 42
10115 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Edda Klipp
030 2093-9040
031A303C
231.976 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt Heidelberg

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fakultät für Biowissenschaften
Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie

Im Neuenheimer Feld 364
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Wölfl
06221 54-4878
031A303E
600.143 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt München

Genomatix GmbH
Bayerstr. 85 a
80335 München

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Martin Seifert
089 599766-0
031A303F
110.106 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt Jena II

Microfluidic ChipShop GmbH
Stockholmer Str. 20
07747 Jena

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Holger Becker
03641 3470-50
031A303G
211.717 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

Teilprojekt Mainz

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
FB 10 Biologie

Gresemundweg 2
55122 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Miguel Andrade
030 9406-4250
031A303H
252.414 EUR
01.10.2014 - 30.09.2017

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: Endolysion - Integrative Systembiologie der endosomalen/ lysosomalen Ionenhomöostase

Das Nachwuchsgruppen-Projekt Endolysion verfolgt einen interdisziplinären Ansatz in der Grundlagenforschung bei der Untersuchung der organellären Ionen-Homöostase im endosomalen/lysosomalen Stoffwechselweg. Innerhalb jeder menschlichen Zelle gibt es verschiedene Kompartimente, in denen bestimmte biochemische Prozesse ablaufen. Die für die jeweilige Funktion nötigen Konzentrationen unterschiedlicher Ionen werden durch ionen-transportierende Eiweiße in der umhüllenden Membran bewerkstelligt. Dabei müssen die Transportaktivitäten der Eiweiße aufeinander abgestimmt sein und sich den vorliegenden Ionenkonzentrationen anpassen.
Das Ziel des Projektes besteht darin, zu einem umfassenden Verständnis dieses komplexen Systems für bestimmte Kompartimente – die sogenannten Endosomen und Lysosomen – beizutragen. Durch das systematische Ausschalten einzelner Gene in Zellkultur soll nach Genen gesucht werden, deren Eiweiß-Produkte die Aufnahme von Calcium-Ionen in Lysosomen vermitteln. Treffer aus dieser Suche werden nachfolgend zellbiologisch und biophysikalisch untersucht. Der Einsatz von Farbstoffen zur Messung verschiedener Ionenkonzentrationen (Protonen, Chlorid-Ionen, Kationen) und anderer wichtiger Werte (elektrische Spannung) innerhalb bestimmter Kompartimente in Zellkultur oder nach Isolierung aus Zellen soll entwickelt und angewendet werden. Damit können dann Änderungen dieser Werte durch bestimmte Reagenzien und die genetische Elimination einzelner Ionen-Transporter in Zellkultur gemessen werden. Ein mathematisches Modell dieses komplexen Systems, das unterschiedliche Ionen und das Zusammenwirken verschiedener Ionen-Transporter beinhaltet, wird erstellt.
Die zu erwartenden wichtigen Einblicke in die Ionen-Homöostase und Zellbiologie des endosomalen/lysosomalen Weges sind nicht nur für die Grundlagenforschung interessant. Sie haben zusätzlich das Potential für eine hohe medizinische Relevanz, da sie zum Verständnis beigetragen werden, wie Fehlfunktionen einzelner Transporter zu zellulären Fehlfunktionen und zu verschiedenen Krankheiten beim Menschen führen können. Die gewonnen Erkenntnisse können somit insbesondere der personalisierten Medizin bei seltenen Erkrankungen zugutekommen. Darüber hinaus können die aufgestellten Modelle des subzellulären Systems bei der Entwicklung von Pharmaka und der Vorhersage ihrer Wirkung von Nutzen sein.

Freie Universität Berlin
Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie
Institut für Chemie und Biochemie

Thielallee 63
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Tobias Stauber
030 838-54069
031A314
1.241.662 EUR
01.09.2014 - 31.08.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: ChlamyInt - Systembiologie der Grünalge Chlamydomonas rheinhardtii zur Ertragssteigerung Bio-basierter Kraftstoffe

Das Nachwuchsgruppen-Projekt ChlamyInt beschäftigt sich mit Einzellern, genauer gesagt mit der einzelligen Grünalge Chlamydomonas reinhardtii, die in den letzten Jahren bei der Suche nach alternativen Energien ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass diese einzellige Grünalge einerseits genauso wie Pflanzen die in der Sonnenstrahlung enthaltene Energie zur Produktion von Biomasse nutzen kann, andererseits dabei aber nicht mit der Landwirtschaft um wichtige Ressourcen konkurriert. Zudem ist sie ein weitverbreitetes Modell für das Studium von grundlegenden pflanzlichen Stoffwechsel-Prozessen. Das biotechnologische Anwendungspotential hat in der Vergangenheit bereits dazu geführt, dass erste Computermodelle über Stoffwechselvorgänge entwickelt wurden. Diese Modelle sind jedoch noch stark eingeschränkt, da ihnen verschiedene Informationen fehlen.
Das Ziel des Projektes ist es nun, ein Interaktionsnetzwerk des Stoffwechsels von C. reinhardtii systematisch experimentell zu charakterisieren. Es soll eine computerbasierte Stoffwechselkarte erstellt werden, mit deren Hilfe ein besseres Verständnis der Regulationsvorgänge der Alge erfolgen kann. Hierfür werden im Rahmen des Projektes insgesamt 9.000 Genprodukte aus C. reinhardtii auf Ihre Stoffwechselinteraktion unter bestimmten Bedingungen untersucht. Die aus diesen Interaktionsanalysen gewonnenen Daten fließen anschließend in die Entwicklung von quantitativen Computermodellen ein. Es ist geplant, diese dann zu nutzen, um Vorhersagen für die gezielte genetische Modifizierung der Alge zu treffen. Über diesen systembiologischen Ansatz soll am Ende schließlich der Stoffwechsel der Alge so modifiziert werden, dass der Ertrag von ökonomisch relevanten Produkten aus Chlamydomonas-Kulturen gezielt gesteigert wird und sich ein Einsatz von C
. reinhardtii in der industriellen Nutzung lohnt.

Technische Universität München
Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt

Alte Akademie 8
85354 Freising

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Pascal Braun
08161 71-5645
031A313
1.484.928 EUR
01.09.2014 - 31.08.2019

 

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: SysBioTerp - Innovative Strategien zur nachhaltigen Synthese bioaktiver Moleküle - Eine integrierte systembiologische Plattform zur Produktion von strukturell minimierten Taxoid-Derivaten

Das Verbundprojekt SysBioTerp beschäftigt sich mit der Herstellung von Wirkstoffen, die gegen Krebs eingesetzt werden. Im Rahmen des Projektes soll ein neues Verfahren entwickelt werden, mit dem der Naturstoff Taxol sowohl wirtschaftlich als auch umweltverträglich hergestellt werden kann.
Der zur Gruppe der Taxane gehörende Naturstoff Taxol zählt zu einem der wichtigsten Medikamente in der klinischen Tumortherapie. Zu den Anwendungsgebieten von Taxol und dessen Derivaten – den sogenannten Taxoiden – gehören viele verschiedene Krebserkrankungen, unter anderem Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs. Zusätzlich haben Taxoide in neuen Studien auch anti-neurodegenerative und anti-mikrobielle Aktivitäten gezeigt. Taxol wurde in der Vergangenheit primär aus der Rinde der pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) isoliert, wobei der Baum dafür gefällt werden muss. Das Verbreitungsgebiet dieses in den USA geschützten Baumes ist jedoch auf das pazifische Nordamerika beschränkt. Zudem gehört die pazifische Eibe zu den am langsamsten wachsenden Bäumen der Welt und zur Behandlung einer einzigen Krebspatientin benötigt man in der Regel die Rinde von sechs hundertjährigen Bäume. Um die sprunghaft gestiegene Nachfrage an Taxol dennoch zu befriedigen, werden heute hauptsächlich zwei alternative Herstellungsverfahren eingesetzt. Beide Verfahren bieten jedoch nur eine geringe Wertschöpfung und enthalten mehrere umweltbelastende Prozesse.
Ziel des Verbundprojektes ist es daher, eine sowohl wirtschaftliche als auch umweltfreundliche mikrobielle Produktionsplattform zu entwickeln, die zur Herstellung taxoider Naturstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe genutzt werden kann. Komplementiert wird dieses primäre Ziel mit der gezielten Selektion neuer taxoider Wirkstoffe mit anti-tumuraler, anti-neuropathischer und anti-mikrobieller Aktivität. Aufgrund der Komplexität der beteiligten biologischen Prozesse ist der in diesem Projekt angewandte systembiologische Forschungsansatz mit seinem charakteristischen Wechselspiel aus Computersimulationen und experimenteller Forschungsarbeit in idealer Weise dazu geeignet, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.

Teilprojekt Garching

Technische Universität München
Fakultät für Chemie
Fachgebiet für Industrielle Biokatalyse

Lichtenberg Str. 4
85748 Garching

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Brück
089 2891-3253
031A305A
2.020.196 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Bochum

Ruhr-Universität Bochum
Fakultät für Biologie und Biotechnologie
Nachwuchsgruppe Mikrobielle Biotechnologie

Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Robert Kourist
0234 32-25029
031A305B
370.020 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Stuttgart

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB)
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Michael Hofer
09421 1873-54
031A305C
527.658 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Köln

Phytowelt Greentechnologies GmbH
R&D Facility

Stöckheimer Weg 1
50829 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Guido Jach
0221 987473-204
031A305D
357.016 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Erlangen

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - Technische Fakultät
Department Chemie- und Bioingenieurwesen
Bioverfahrenstechnik

Paul-Gordan-Str. 3
91052 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rainer Buchholz
09131 852-3003
031A305E
448.272 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017


e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: 0,6Plus - Verbesserung grundlegender Wachstumseigenschaften von C. glutamicum zur Verbreiterung der industriellen Anwendbarkeit

Das Verbundprojekt 0,6Plus beschäftigt sich mit dem Bakterium Corynebacterium glutamicum, genauer gesagt mit den Wachstumsraten dieses Bakteriums. Im Rahmen des Projektes sollen die Kultivierungsbedingungen von C. glutamicum so optimiert werden, dass das Bakterium künftig in weiteren biotechnologischen Industrieprozessen eingesetzt werden kann. Innerhalb der industriellen Biotechnologie ist das Bakterium C. glutamicum derzeit bereits eines der "Arbeitstiere" der weltweiten Aminosäureproduktion und als solches für mehr als drei Millionen Tonnen jährliche Produktherstellung verantwortlich. Dabei wird C. glutamicum jedoch aufgrund seiner suboptimalen Wachstumsraten nahezu ausschließlich in Herstellungsprozessen eingesetzt, die zu einem signifikanten Anteil wachstumsentkoppelt ablaufen, d.h. von der Wachstumsrate des jeweiligen Mikroorganismus unabhängig sind. Ziel des Verbundprojektes ist es, mit Hilfe eines systembiologischen Forschungsansatzes die maximale Wachstumsrate von C. glutamicum zu steigern. Dadurch soll der industrielle Einsatz des Bakteriums als Produktionssystem auf den Bereich der wachstumsgekoppelten Produktionsprozesse erweitert werden. Dies betrifft beispielsweise die Produktion von rekombinanten Proteinen wie Insulin oder Impfstoffe.
Es ist geplant, mit Hilfe von genetischen, zellbiologischen und biochemischen Ansätzen unter anderem die Komponenten des Zellteilungsapparates in C. glutamiucm zu untersuchen. Das gewonnene Wissen dient der Konstruktion von Stämmen, in denen Zellteilungskomponenten und deren Regulatoren synthetisch reguliert werden können. Zudem sollen die Kontrollmechanismen zur Koordination der Glykolyse (Abbau von Glukose) und der Substrataufnahme erforscht werden; die Kenntnis dieser Kontrollmechanismen kann dann zur Optimierung der Substrataufnahme in C. glutamicum-Stämmen angewandt werden. So wäre es möglich, eine Grundvoraussetzung für schnelleres Wachstum und erhöhte Produktivität ausnutzen zu können.
Aufgrund der bereits jetzt schon großen industriellen Bedeutung von C. glutamicum würde ein Gelingen dieses Forschungsprojektes ein außerordentlich hohes wirtschaftliches Verwertungspotential mit sich bringen und den Biotechnologiestandort Deutschland in diesem Feld nachhaltig stärken.

Teilprojekt Stuttgart I

Universität Stuttgart
Fakultät 4 Energie-, Verfahrens- und Biotechnik
Institut für Bioverfahrenstechnik (IBVT)

Allmandring 31
70569 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr.-Ing. Ralf Takors
0711 685-64535
031A302A
630.118 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

 

Teilprojekt Planegg

Ludwig-Maximilians-Universität München
Fakultät für Biologie
Department Biologie I - Bereich Mikrobiologie

Großhaderner Str. 2-4
82152 Planegg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Marc Bramkamp
089 2180-74611
031A302B
386.561 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Jülich

Forschungszentrum Jülich GmbH
Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG)
Biotechnologie (IBG-1)

Wilhelm-Johnen-Str.
52428 Jülich

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Michael Bott
02461 61-3294
031A302C
737.724 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Ulm I

Universität Ulm
Fakultät für Naturwissenschaften
Fachrichtung Biologie
Abt. für Mikrobiologie und Biotechnologie

Albert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Gerd Michael Seibold
0731 50-22711
031A302D
212.149 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Ulm II

Universität Ulm
Institut für Mikrobiologie und Biotechnologie

Albert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Bernhard Eikmanns
0731 50-22707
031A302E
386.779 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Bielefeld

Universität Bielefeld
Centrum für Biotechnologie

Universitätsstr. 27
33615 Bielefeld

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörn Kalinowski
0521 106-8756
031A302F
549.532 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Erlangen

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - Naturwissenschaftliche Fakultät
Department Biologie - Mikrobiologie

Staudtstr. 5
91058 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Burkovski
09131 85-28086
031A302G
383.059 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Stuttgart II

INSILICO biotechnology AG
Meitnerstr. 9
70563 Stuttgart

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Joachim Schmid
0711 460 594-12
031A302H
229.876 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: YeastScent - Volatile Metabolite als quantitativer Proxy für die Funktion des metabolischen Netzwerks von Saccharomyces cerevisiae

Das Verbundprojekt YeastScent beschäftigt sich mit dem Hefepilz Saccharomyces cerevisiae, besser bekannt als Bäckerhefe. Im Rahmen des Projektes soll die Bäckerhefeherstellung so optimiert werden, dass künftig eine maximale Raum-Zeit-Ausbeute bei garantiert hoher Produktqualität und ohne Fehlcharge erzielt werden kann.
Dieses Ziel soll mittels einer neuen Regelungsstrategie erreicht werden, die die Überfütterung der Hefe verhindert und damit den sogenannten Crabtree-Effekt vermeidet, bei dem die Produktion auf Ethanol umgestellt wird. Hierfür sollen volatile "Reporter"-Metabolite identifiziert und mittels Ionen-Mobilitäts-Spektrometrie (IMS) online quantifiziert werden. Die Konzentrationen dieser Reporter-Metabolite dienen als Eingangssignal des Reglers, der die Fütterungsrate anpasst und dadurch ein Sinken der Produktausbeute und das Auftreten von Qualitätsproblemen durch die Bildung von Ethanol vermeidet. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Industrie wird durch Fermentationen auf Industriemedien mit Industriehefen gewährleistet.
Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt in Richtung einer neuartigen modellbasierten Regelungsstrategie, die zunächst in der Bäckerhefeherstellung getestet und etabliert werden soll. Eine Übertragbarkeit auf andere biotechnologische Produktionsprozesse ist im Erfolgsfall möglich.

Teilprojekt Aachen

Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen
Institut für Biologie IV
Angewandte Mikrobiologie
Fachgruppe Biologie

Worringerweg 1
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Lars Blank
0241 80-26600
031A301A
293.539 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Dortmund I

Technische Universität Dortmund
Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen
Lehrstuhl für Systemdynamik und Prozessführung

Emil-Figge-Str. 70
44227 Dortmund

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Sebastian Engell
0231 755-5126
031A301B
235.644 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Essen

Universität Duisburg-Essen
Universitätsklinikum Essen
Institut für Humangenetik

Hufelandstr. 55
45147 Essen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Sven Rahmann
0201 723-4048
031A301C
218.880 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Reutlingen

Hochschule Reutlingen
Reutlingen Research Institute (RRI)

Alteburgstr. 150
72762 Reutlingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jörg Ingo Baumbach
07121 271 0
031A301D
135.286 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Berlin

Versuchsanstalt der Hefeindustrie e. V.
Volmerstr. 7B/9A
12489 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Michael Quantz
030 639 23-170
031A301E
114.020 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Dortmund II

B & S Analytik GmbH
Otto-Hahn-Str. 15
44227 Dortmund

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Jessica Zierow
0231 9742-6411
031A301F
140.884 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: InTraSig – Entwicklung einer personalisierten Anti-Entzündungstherapie zur Inhibition des Interleukin-6-Trans-Signallings

Das Verbundprojekt InTraSig beschäftigt sich mit der Entwicklung einer personalisierten Anti-Entzündungstherapie. Viele Entzündungsprozesse im Körper werden durch den wichtigen Botenstoff Interleukin-6 (IL-6) reguliert. Dabei vermitteln zwei unterschiedliche Signalwege die pro-entzündliche Wirkung von IL-6 und die Abwehr von Infektionen durch IL-6. Derzeit werden bei einer Therapie – etwa bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis – beide Signalwege blockiert. Wiederkehrende bakterielle Infektionen sind daher ein ernstes Problem bei dieser Therapiemethode.
Im Rahmen des Projektes soll die komplexe und dynamische Wechselbeziehung der beiden Signalwege genauer untersucht werden. Dafür ist geplant, experimentell wichtige Komponenten der IL-6-Signalwege quantitativ zu bestimmen und ihren Einfluss auf die Signalübertragung zu erforschen. Des Weiteren sollen die Mechanismen der Hemmung der IL-6-Signalwege durch das sgp130-Protein und weiterer Varianten dieses Proteins genauer untersucht werden. Alle experimentellen Daten werden in mathematischen Modellen zusammengeführt. Aus diesen Modellen werden dann Vorhersagen über das Verhalten der IL-6-Signalwege erstellt. Dies dient in einem letzten Schritt dazu, die Therapie mit sgp130-Proteinen auf die in Patienten gemessenen Konzentrationen von wichtigen Signalmolekülen anzupassen und neue Varianten dieser Proteine zu entwickeln.
Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt in Richtung einer personalisierten Anti-Entzündungstherapie. Zusätzlich können die entwickelten Methoden auch bei anderen Krankheiten zur Vorhersage von Schlüsselkomponenten von Signalwegen und möglichen Therapiezielen genutzt werden.

TeilprojektMagdeburg

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Naturwissenschaften
Lehrstuhl für Systembiologie

Universitätsplatz 2 / Gebäude 28
39106 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Fred Schaper
0391 67-50220
031A300A
844.786 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

 

Teilprojekt Kiel

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Medizinische Fakultät
Biochemisches Institut

Olshausenstr. 40
24118 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Rose-John
0431-880 3336
031A300B
766.242 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Düsseldorf

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Institut für Biochemie und Molekularbiologie II

Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jürgen Scheller
0211 81 12724
031A300C
397.608 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Kiel

Conaris Research Institute AG
Schauenburgerstr. 116
24118 Kiel

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dirk Seegert
0431 5606-821
031A300D
91.742 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: RNA-Code - Ein systembiologischer Weg zur Analyse der funktionellen Interaktion von proteinkodierenden RNAs und nichtkodierenden RNAs

Das Verbundprojekt RNA-Code beschäftigt sich mit Ribonukleinsäuren (RNAs), genauer gesagt mit der Regulation der Expression von Rezeptoren an der Zelloberfläche durch nicht-kodierende RNAs. Im Gegensatz zu regulären (kodierenden) RNAs, die Sequenzinformationen zur Biosynthese von Proteinen enthalten, haben nicht-kodierende RNAs vor allem regulatorische Aufgaben. Die im Rahmen des Projekts untersuchten Rezeptoren – die sogenannten Integrine – sind eine wichtige Komponente für den Prozess der Zelladhäsion, also die Anhaftung von Zellen auf anderen Oberflächen. Sie sind an der Entstehung zahlreicher Krankheiten beteiligt und daher interessante pharmazeutische Ziele. Der Ansatz, diese Integrine über regulatorische nicht-kodierende RNAs zu beeinflussen, ist daher eine mögliche neue Behandlungsoption bei verschiedenen Krankheiten.
Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von verschiedenen Hochdurchsatz-Verfahren die an der Zelladhäsion beteiligten nicht-kodierenden RNAs zu identifizieren. Ihr Einfluss auf die Expression von Integrinen und ihren Transport an die Zelloberfläche soll analysiert werden. Alle experimentellen Daten werden in mathematischen Modellen abgebildet, um Netzwerke von Interaktionen der RNAs genauer zu untersuchen. In einem nächsten Schritt sollen dann Interferenz-RNAs hergestellt werden, die spezifisch die wichtigen nicht-kodierenden RNAs blockieren.
Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sind ein erster Schritt zu einem tieferen Verständnis von grundlegenden Regulationsprozessen der Genexpression. Sie können als Grundlage für mögliche Therapien mittels Interferenz-RNA dienen. Die entwickelten Methoden können in der Untersuchung verschiedene Krankheiten, an denen Integrine beteiligt sind, angewandt werden.
Alle sieben Teilprojekte des Verbundes werden an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg durchgeführt.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
BioQuant Zentrum

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Holger Erfle
06221 54-51273
031A298
1.459.585 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: PROGReSs - Systembiologische Ansätze zur Vorhersage und Modellierung von Hybridleistung und Ertragszuwachs beim Raps

Das Verbundprojekt PROGReSs beschäftigt sich mit Raps, genauer gesagt mit der Züchtung und dem Anbau von Raps. Im Rahmen des Projektes sollen ertragsbildende Faktoren und die Entwicklung von innovativen Selektionswerkzeugen für die Rapszüchtung erforscht und verbessert werden, so dass eine signifikante Beschleunigung des Zuchtfortschritts erzielt werden kann.
Ziel bei der Rapszüchtung ist es, das genetische Ertragspotenzial der zur Verfügung stehenden Variabilität in möglichst hohem Maße auszuschöpfen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Kostensenkung im Züchtungsprozess durch die Vorhersage von Ertragsleistung schon zu Beginn des Züchtungsprozesses. Im Rahmen des Projektes soll in einem interdisziplinären Netzwerk die iterative Modellierung mit experimentell erzeugten quantitativen Daten kombiniert werden. Dazu ist geplant, mit einem systembiologischen Ansatz große Mengen hoch komplexer Daten aus drei verschiedenen Komplexitätsebenen – genomische Daten, phänotypische Daten sowie Umweltdaten - in mehreren iterativen Prozessen zu kombinieren und miteinander zu vernetzen. Zudem sollen neue Techniken in der Hochdurchsatz-Genotypisierung und -Phänotypisierung, Feldsensoren und deren Kalibrierung sowie Geo-Referenzierung im Rahmen konventioneller Züchtungsmethoden angewandt werden. Mit Hilfe dieser Techniken sollen Modelle zur Vorhersage des Ertrags und des Phänomens der sogenannten Heterosis – der besonders ausgeprägten Leistungsfähigkeit von Hybriden – beim Raps unter verschiedenen Bedingungen entwickelt werden. So wird eine sehr konkrete Grundlage für die Bereitstellung von Rapspflanzen unter sich ändernden Standortbedingungen geschaffen.

Teilprojekt Holtsee

NPZ Innovation GmbH
Hohenlieth-Hof
24363 Holtsee

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Amine Abbadi
04351 736-164
031A297A
522.855 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Gießen

Justus-Liebig-Universität Gießen
FB 09 - Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I
Pflanzenzüchtung

Heinrich-Buff-Ring 26-32
35392 Gießen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Rod Snowdon
0641 9937-420
031A297B
263.280 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Salzkotten

Deutsche Saatveredelung AG
Zuchtstation Thüle

Thüler Str. 30
33154 Salzkotten

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Carsten Oertel
05258 98-2013
031A297C
125.239 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Adelschlag

geo-konzept
gesellschaft für Umweltplanungssysteme mbH

Gut Wittenfeld
85111 Adelschlag

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Matthias Leipnitz
03496 510-514
031A297D
114.396 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Jülich

Forschungszentrum Jülich GmbH
Institut für Bio- und Geowissenschaften (IBG)
Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

Wilhelm-Johnen-Str.
52428 Jülich

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Kerstin Nagel
02461 61-9113
031A297E
321.090 EUR
01.03.2015 - 28.02.2018

Teilprojekt Hamburg

Universität Hamburg
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Fachbereich Biologie
Biozentrum Klein Flottbek und
Botanischer Garten

Ohnhorststr. 18
22609 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PD Dr. Stefan Scholten
040 42816-532
031A297F
875.909 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Wildau

Technische Hochschule Wildau (FH)
Fachbereich Ingenieurwesen/Wirtschaftsingenieurwesen
Studiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik

Bahnhofstr. 1
15745 Wildau

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Heike Pospisil
03375 508-949
031A297G
341.880 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Braunschweig

Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde

Bundesallee 50
38116 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Holger Lilienthal
0531 596-2136
031A297H
324.146 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

Teilprojekt Bonn

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Landwirtschaftliche Fakultät
Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES)
Professur Pflanzenbau

Katzenburgweg 5
53115 Bonn

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Matthias Langensiepen
0228 73-6849
031A297I
432.000 EUR
01.09.2014 - 31.05.2019

Teilprojekt Aachen

Rheinisch-Westfälische
Technische Hochschule Aachen
Fakultät 1
Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften
Fachgruppe Biologie
Institut für Biologie I

Worringer Weg 1
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Björn Usadel
0241 80-26767
031A297J
214.364 EUR
01.09.2014 - 31.08.2017

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: CiRSPLICE - Zirkadiane Regulierung des Spleißens in der Tumorprogression: Ein systembiologischer Ansatz

Das Nachwuchsgruppen-Projekt CiRSPLICE beschäftigt sich mit zircadianer Rhythmik, genauer gesagt mit den Auswirkungen der zirkadianen Rhythmik auf Krebszellen. Alle Zellen des menschlichen Körpers besitzen eine interne – sogenannte zirkadiane – Uhr, die täglich endogene Rhythmen erzeugt. Diese endogenen Rhythmen bieten die Möglichkeit, auf externe Reize zu reagieren, ein bestimmtes Verhalten zu antizipieren und molekulare Prozesse an bestimmte Tageszeiten anzupassen. Neuere Studien deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen der zirkadianen Uhr, der Regulierung bestimmter Gene und der Entstehung von Krankheiten hin. Hierbei spielen Gene, die durch einen "molekularen Uhrenmechanismus" kontrolliert werden, eine besondere Rolle. Bei vielen Krankheiten konnte eigens gezeigt werden, dass diese ebenfalls mit einer Fehlregulierung der zirkadianen Uhr einhergehen. Insbesondere konnte bei bestimmten Krebs-Entitäten ein direkter Zusammenhang mit Störungen des zirkadianen Systems aufgezeigt werden; die beteiligten Mechanismen sind hierbei allerdings noch nicht eindeutig identifiziert.
Im Rahmen des Projektes soll nun das zirkadiane Netzwerk als Regulator der Tumorentstehung beschrieben werden. Dies soll mit Hilfe eines interdisziplinären und systembiologischen Ansatzes geschehen. Von einem solchen Ansatz wird erwartet, dass die Erkenntnisse über bestimmte Zielgene, die eine wichtige Rolle in zirkadianen Prozessen spielen, auch in der Therapie von Tumoren verwendet werden können. Genaue Kenntnisse darüber bieten die Möglichkeit, bei einer Krebstherapie optimale medizinische Zeitfenster zu etablieren, die auf zirkadianen Rhythmen basieren und so bei Krebspatienten eine chemotherapeutische Behandlung im erfolgversprechendsten Zeitfenster durchgeführt werden kann.

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Theoretische Biologie

Invalidenstr. 43
10115 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Angela Moreira Borralho Relógio
030 2093-6044
031A316
1.078.596 EUR
01.06.2014 - 31.05.2019

 

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: SyBioT - Systembiologie der TGF-beta-Netzwerkdynamik

Das Nachwuchsgruppen-Projekt SyBioT beschäftigt sich mit Wachstumsfaktoren, genauer gesagt mit dem Wachstumsfaktor TGF-beta. Dieser spielt eine wichtige Rolle in vielen medizinisch relevanten Prozessen wie beispielsweise Entzündungen, der Immunantwort oder bei Krebs. Die Dynamik der Zellantwort auf diesen Wachstumsfaktor bestimmt dabei, welche Reaktion der Zellen ausgelöst wird - Zellwachstum, Vermehrung oder Zelltod. Im Rahmen des Projekts soll mit Hilfe eines systembiologischen Ansatzes, der Laborexperimente mit mathematischen Modellen verknüpft, die Regulation der Zellantwort untersucht werden. Das Verständnis dieser komplexen Regulation wird dabei helfen, mögliche Ziele für eine pharmakologische Intervention zu identifizieren.
Die Dynamik der TGF-beta-Signalantwort hängt von verschiedenen Faktoren ab. Daher ist zunächst geplant, die Rückkopplungsmechanismen und der Einfluss der Zellkompartimente auf die Signalstärke und Signaldauer in den Zellen zu untersuchen. Hinzu kommt, dass individuelle Zellen eine unterschiedliche Dynamik aufweisen können. Diese soll im Vergleich zu der Antwort der Gesamtheit der Zellen untersucht werden. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse der Laborexperimente in mathematische Modelle zu integrieren. Diese Modelle sollen dabei helfen, die Komplexität der Zellantwort zu verstehen, die durch die Kombination der verschiedenen Regulationsmechanismen entsteht. Ebenso können die mathematischen Modelle Vorhersagen treffen, die zur Identifikation möglicher neuer pharmakologischer Ziele führen.

Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Zhike Zi
030 8413 1660
031A309
1.433.215 EUR
01.06.2014 - 31.05.2019

 

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: AML - Identifizierung neuer Zielmoleküle für die klinische Therapie der akuten myeloischen Leukämie

Das Verbundprojekt AML beschäftigt sich mit dem Thema Leukämie und besteht aus vier Teilprojekten, die alle an der Universität Magdeburg durchgeführt werden. Ziel des interdisziplinären Verbundprojektes aus dem Bereich der translationalen Medizin ist es, therapeutische Zielmoleküle zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) zu identifizieren. Im Rahmen des Projekts sollen regulatorische Schlüsselmoleküle detailliert, qualitativ und quantitativ untersucht werden. Derzeit stellt die gezielte Hemmung des Transkriptionsfaktors NF-kappaB und die daraus folgende Auslösung der Apoptose (des sogenannten Programmierten Zelltods) eine vielversprechende Therapiestrategie bei der Behandlung der akuten myeloischen Leukämie dar.
Die geplante detaillierte, qualitative und quantitative Untersuchung von therapeutisch relevanten Zielmolekülen soll in primären AML-Zellen von Patienten erfolgen. Aufgrund der molekularen Heterogenität in diesen Zellen sollen zudem klinisch relevante Subtypen der akuten myeloischen Leukämie mit definierten molekularen Abweichungen (Aberrationen) untersucht werden. Zwingend notwendig in den Untersuchungen ist die iterative Wechselwirkung zwischen experimentellen Untersuchungen und der mathematischen Modellierung, die auf qualitativen Netzwerken und quantitativen Analysen basieren. Die identifizierten Zielmoleküle sollen nach und nach in die mathematischen Modelle implementiert und validiert werden.
Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten können zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Interventionsstrategien – insbesondere zur Individualtherapie – beitragen und im Erfolgsfall zur Identifizierung wichtiger Biomarker bei der Diagnose der akuten myeloischen Leukämie führen.

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum
Institut für Experimentelle Innere Medizin
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Michael Naumann
0391 67-13227
031A304
1.388.892 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: e:biofilm - Neue Wirkstoffe gegen Biofilme von Streptokokken

Das Verbundprojekt e:biofilm beschäftigt sich mit sogenannten Biofilmen, einer Schleimschicht, in die Mikroorganismen eingebettet sind. Im Rahmen des Projektes wird mit einem systembiologischen Ansatz versucht, Wirkstoffe gegen bakterielle Biofilme zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf Biofilmen im Zahnbereich, wie sie beispielsweise bei Karies und Parodentitis auftreten. Es ist geplant, die Wirksamkeit des biotechnologisch hergestellten Wirkstoffes Carolacton sowohl unter Laborbedingungen als auch in klinischen Tests an menschlichen Probanden zu klären. Mathematische Modelle sollen dabei die Untersuchung der Regulation des Biofilmswachstums unterstützen.
Der Wirkstoff Carolacton ist ein Biofilm-Hemmstoff, der die Signalübertragung durch Serin-Threonin-Proteinkinasen hemmt und dadurch die Zellteilung und das Wachstum der Zellen stört. Zur Untersuchung der regulatorischen Netzwerke ist vorgesehen, deren Wirkung von Carolacton auf das Kariesbakterium Streptococcus mutans auf verwandte pathogene Streptokokken zu übertragen. Hierzu sollen zeitaufgelöste Daten auf Genom- und Proteomebene generiert und systembiologische Werkzeuge zur Netzwerkkonstruktion eingesetzt werden. Wesentliche Teilnetzwerke sollen dabei in mathematischen Modellen quantitativ beschrieben werden. Für eine erste klinische Anwendung von Carolacton in dentalen Materialen ist geplant, den biotechnologischen Zugang zu diesem Naturstoff durch den Produzenten, das Bakterium Sorangium cellulosum, zu optimieren. Ferner sollen eine chemische Derivatisierung und eine biotechnologische Produktion aus gezielt veränderten Ausgangsstoffen eingesetzt werden, um einfachere oder aktivere Derivate von Carolacton zu erhalten. Schließlich ist vorgesehen, in präklinischen Modellsystemen und in einer klinischen Testung an Menschen die Wirksamkeit von Carolacton-haltigen dentalen Materialien gegen natürliche Biofilme zu prüfen.

Teilprojekt Braunschweig

Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Zell- und Immunbiologie
Mikrobielle Kommunikation

Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Irene Wagner-Döbler
0531 6181-3080
031A299A
843.216 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

Teilprojekt Hamburg

Technische Universität Hamburg-Harburg
Verfahrenstechnik
Institut für Bioprozess- und Biosystemtechnik

Denickestr. 15
21073 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. An-Ping Zeng
040 42878-4183
031A299B
644.836 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

Teilprojekt Garching

Technische Universität München
Fakultät für Maschinenwesen
Institut für Verfahrenstechnik
Fachgebiet für Systembiotechnologie

Boltzmannstr. 15
85748 Garching

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Andreas Kremling
089 289-15760
031A299C
235.464 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

Teilprojekt Aachen

Universitätsklinikum Aachen
Institut für Biomedizinische Technologien
Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik

Pauwelsstr. 20
52074 Aachen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Christian Apel
0241 80-89086
031A299D
253.037 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

Teilprojekt Braunschweig

Technische Universität
Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Fakultät 2 – Lebenswissenschaften
Institut für Organische Chemie

Hagenring 30
38106 Braunschweig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Stefan Schulz
0531 391-7353
031A299E
159.290 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

Teilprojekt Cuxhaven

VOCO GmbH
Anton-Flettner-Str. 1-3
27472 Cuxhaven

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Andree Barg
04721 7192-02
031A299F
174.421 EUR
01.06.2014 - 31.05.2017

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: BovSys - Mathematische Modellierung der Rinderfertilität und des Metabolismus

Das Nachwuchsgruppen-Projekt BovSys beschäftigt sich mit dem Thema Milchproduktion, genauer gesagt mit der Frage, wie die Milchleistung und die Fruchtbarkeit bei einer Milchkuh zusammenhängen. Es ist geplant, diese antagonistische Beziehung auf der Grundlage eines dynamischen, mechanistischen, bio-mathematischen Modells des Brunstzyklus zu erforschen. Dabei soll insbesondere der Zusammenhang zwischen Fertilität, Fütterung, Milchleistung und genetischer Disposition näher untersucht werden. Das Projekt beinhaltet sowohl die Modell- als auch die Algorithmenentwicklung.
Es ist vorgesehen, das Modell parallel in drei Stufen zu entwickeln: Zum einen soll die wellenartige Follikelreifung unter Berücksichtigung metabolischer Faktoren modelliert werden. Des Weiteren ist geplant, den Mineralstoffwechsel mit Fokus auf der Post-Partum-Periode modellbasiert zu analysieren. In der dritten Stufe sollen Fütterung, Milchleistung und genetische Faktoren in ein dynamisches Brunstzyklusmodell integriert werden. Für die Entwicklung der Algorithmen ist geplant, das Gauss-Newton-Verfahren für periodische Systeme zum Zwecke der Parameter-Identifizierung aus experimentellen Messdaten zu erweitern. Ferner soll die statistische Analyse von Parameterverteilungen zur Untersuchung der inter-individuellen und der intra-individuellen Variabilität verwendet werden. Die Modelle und Algorithmen werden in einer geeigneten Software implementiert und Anwendern aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung.

Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB)
Numerische Mathematik
Abt. Numerische Analysis und Modellierung

Takustr. 7
14195 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Susanna Röblitz
030 84185-156
031A311
1.121.590 EUR
01.05.2014 - 30.04.2019

 

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: Meth4SysPharm - Modellierung von Methoden für die System Pharmakologie und die Anwendung für HIV-1

Die Systembiologie ist inzwischen in der Lage, den Phänotyp kompletter Organismen am Computermodell zu studieren. Dieses Wissen kann dafür genutzt werden, um pharmazeutisch relevante Zielmoleküle zu identifizieren. Der nächste Schritt besteht nun darin, die Beeinträchtigung eines biologischen Systems durch einen zu entwickelnden Wirkstoff zu charakterisieren sowie Konsequenzen für den Wirkstoff-Nutzwert und die Therapie abzuschätzen. Das Nachwuchsgruppen-Projekt Meth4SysPharm arbeitet an genau diesem nächsten Schritt und hat das Ziel, hier neuartige mathematische Modellierungstechniken zu entwickeln.
Es ist geplant, auf der Ebene der Wirkstoff-Zielmolekül-Interaktion neuartige mathematische Methoden zu entwickeln, um diese zu quantifizieren. In Kombination mit pharmakokinetischer Modellierung erlaubt dieses Vorgehen, Wirkstoffeffekte in Abhängigkeit von Wirkstoffgabe und Wirkstoffdosierung zeitlich aufzulösen. Am Beispiel von HIV-1 sollen mögliche mutagene Pfade der Wirkstoff-Resistenzentwicklung studiert werden, um möglichst realistische Vorhersagen über die induzierte evolutionäre Dynamik zu treffen. Ferner ist vorgesehen, neuartige Methoden zur optimalen Therapieplanung zu entwickeln und auf das HIV-Modellsystem anzuwenden. Das Projekt befasst sich also mit dem gesamten Prozess – vom Zielmolekül bis zur Therapie – und wird methodische Fortschritte generieren, die die Weiterentwicklung der Systembiologie in Richtung System-Pharmakologie bestärkt.

Freie Universität Berlin
Fachbereich Mathematik und Informatik

Arnimallee 14
14195 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

PhD Max von Kleist
030 838-75257
031A307
1.294.720 EUR
01.05.2014 - 30.04.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: MessAge - Medizinische Systembiologie der alternden Hämatopoese

Das Nachwuchsgruppen-Projekt MessAge beschäftigt sich mit der Blutbildung. Ziel ist es, die alterungsbedingte Veränderung der Blutbildung mit Hilfe des systembiologischen Forschungsansatzes näher zu untersuchen. Dabei stehen neben Aspekten der natürlichen Alterung von Blutstammzellen vor allem die damit in Zusammenhang stehenden leukämischen Erkrankungen im Fokus. Es ist geplant, verschiedene Aspekte der altersbedingten Abnahme der funktionellen Qualität von Blutstammzellen zu untersuchen und in ein mathematisches Modell zu intergieren.
Schwerpunkte bilden dabei die Klonalität und die Teilungspolarität von Blutstammzellen als zwei wichtige Komponenten der Regulation des blutbildenden Systems. Des Weiteren sollen die Krankheitsbilder „Fanconi-Anämie“ und „Thrombozytopenie“ als anerkannte Modellsysteme für eine vorzeitige Alterung des Knochenmarks analysiert und mathematisch modelliert werden. Mit Hilfe von Computersimulationen können die zugrundeliegenden Pathomechanismen detailliert untersucht und Parallelen zum normalen Alterungsprozess der Blutstammzellen gezogen werden.
Die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Modelle können einen konkreten Beitrag zur Entwicklung von Patienten-spezifischen Therapie-Optionen bei Erkrankungen des blutbildenden Systems leisten. Ein weiteres Ziel ist es, die Erfolgsquote bei Transplantationen von Knochenmark und Blutstammzellen zu erhöhen.

Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Institut für Medizinische Informatik und Biometrie

Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ingmar Glauche
0351 458-6060
031A315
1.580.192 EUR
01.04.2014 - 31.03.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: INDRA - Ein Modell der Stammzellnische des Darms: Entwicklung, Regeneration und Alterung

Das Nachwuchsgruppen-Projekt INDRA beschäftigt sich mit dem Darm, genauer gesagt mit dem Darmepithel (Darmschleimhaut). Ziel des experimentell-theoretischen Projektes ist es, wesentliche Grundlagen für ein systembiologisches Modell der Organisation des Darmepithels zu legen. Hierbei sind die Entwicklung des Gewebes, seine Regeneration nach einer Schädigung und die altersbedingten Veränderungen Gegenstand der Forschung. Ausgehend von einem etablierten Einzelzell-basierten Modell der Gewebshomöostase wird schrittweise ein Multiskalen-Modell dieser Prozesse für das Dünndarm-Epithel von Mäusen entwickelt. Dieses Modell soll das System auf molekularer, zellulärer und Gewebsebene auf unterschiedlichen Zeitskalen beschreiben. Für seine Validierung dienen komplexe molekulare und zellbiologische Daten zu Darm-Stammzellen (ISCs).
Insbesondere soll die Organisation der sogenannten Darm-Stammzell-Nische untersucht werden. Um hier entscheidende regulatorische Prozesse identifizieren zu können, die den Übergang vom neugeborenen zum adulten Darm kontrollieren und daher mit der Bildung der Stammzellnische assoziiert sind, sollen Daten erhoben werden, die die Stabilität der Nische im entwickelten Gewebe während der Regeneration und der Alterung charakterisieren. Zusätzlich ist geplant, Genom-weite Daten zu erheben, die zu Änderungen der Genexpression, zur DNA-Methylierung und zu ausgewählten Histone-Modifikationen im Rahmen dieser Prozesse führen. Mittels Online-Mikroskopie soll das Wachstum von Organoiden unter gezielt manipulierten Kulturbedingungen verfolgt werden, die aus Darm-Stammzellen der unterschiedlichen Entwicklungs- und Altersstufen generiert wurden.
Es ist vorgesehen, das validierte Multiskalen-Modell dafür zu nutzen, um sowohl mögliche Risiken einer epigenetischen Veränderung der Stammzellen während ihrer Expansion in Organoiden zu identifizieren als auch mögliche Strategien zur Reaktivierung des Längenwachstums im adulten Darmepithel zu evaluieren. Die geplanten Studien werden das Verständnis von gewebsspezifischen Mechanismen der Stammzellalterung verbessern und erste Daten zur altersabhängigen Empfindlichkeit des Darmgewebes für die Expansion transformierter Klone bereitstellen. Auf dieser Grundlage wird das Projekt zur Entwicklung sicherer Applikationen von Darm-Stammzellen in Transplantationsstudien beitragen, indem es altersspezifische Risiken der Darm-Stammzell-Transplantation quantifiziert.

Universität Leipzig
Interdisziplinäres Zentrum für Bioinformatik (IZBI)

Härtelstr. 16-18
04107 Leipzig

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Jörg Galle
0341-9716674
031A312
1.400.774 EUR
01.04.2014 - 31.03.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: inteRNAct - Ein integrativer Ansatz zur Analyse von RNA-RNA Interaktionen

Das Nachwuchsgruppen-Projekt inteRNAct beschäftigt sich mit der RNA, genauer gesagt mit RNA-RNA-Interaktionen. Die Steuerung dynamischer und komplexer Lebensvorgänge erfolgt durch verschiedenste Komponenten. In diesem Zusammenhang wird seit einigen Jahren die Rolle der sogenannten regulatorischen RNA immer deutlicher, die beispielsweise die Aktivität von Genen moduliert. Im Rahmen des Projekts inteRNAct sollen nun die Interaktionen von RNAs miteinander untersucht werden, um dadurch die entstehenden Netzwerke verstehen zu können.
Es ist geplant, in einem ersten Schritt Interaktionen zu fixieren und die beteiligten RNA-Partner zu identifizieren. Durch eine Vielzahl solcher Analysen soll eine Interaktionen-Datenbank entstehen, aus der mit Hilfe von bioinformatischen Methoden die biologischen Netzwerke ermittelt werden sollen. Da diese Netzwerke beispielsweise auf Umwelteinflüsse reagieren, soll die Dynamik der RNA-Interaktionen unter verschiedenen Bedingungen untersucht werden. Um die Gene zu finden, die durch die identifizierten RNAs reguliert werden, sollen computergestützte Simulationen und Strukturvorhersagen durchgeführt werden. Die Versuche werden zunächst am Modellorganismus Escherichia coli durchgeführt; es ist jedoch vorgesehen, die Versuche in einem späteren Stadium des Vorhabens auch auf andere Organismen zu übertragen. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen grundsätzlichen Erkenntnisse zur Genregulation durch RNAs können dazu dienen, Fehlregulationen bei Krankheiten wie Krebs besser zu verstehen und als diagnostische Werkzeuge zu nutzen.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Biologie
Institut für Biologie III

Schänzlestr. 1
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Björn Voß
0761 203-6975
031A310
1.585.819 EUR
01.04.2014 - 31.03.2019

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: SysRetPro - Entwicklung eines systembiologischen Retinamodells zur Verbesserung der Effektivität existierender Netzhautimplantate

Das Nachwuchsgruppen-Projekt SysRetPro beschäftigt sich mit der Netzhaut des Auges. Verschiedene Erkrankungen wie beispielsweise Retinitis pigmentosa führen zur Degeneration der Netzhaut des Auges. Durch eine elektronische Netzhautprothese kann der Sehsinn jedoch zum Teil wiederhergestellt werden. Das Projekt SysRetPro verfolgt das Ziel, Bildverarbeitungsschritte der biologischen Netzhaut zu untersuchen, um diese in existierende Netzhautprothesen einzusetzen und die Prothesen so zu verbessern.
Es ist vorgesehen, zunächst das Verhalten einer isolierten Netzhaut durch Stimulation mit speziellen Lichtmustern experimentell zu untersuchen. Aus den gemessenen Antworten der Netzhaut soll dann in einem iterativen Verfahren ein mathematisches Modell erstellt werden. Für ein zweites mathematisches Modell wird das Verhalten einer Netzhautprothese im Zusammenspiel mit einer geschädigten Netzhaut analysiert. Anhand der beiden Modelle sollen anschließend Bildverarbeitungsschritte identifiziert werden, die von der gesunden Netzhaut, nicht aber von der Prothese geleistet werden. Es ist geplant, diese Schritte dann in eine experimentelle Netzhautprothese zu integrieren und abschließend in einer kommerziellen Prothese zu nutzen.

Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät
Department für Augenheilkunde
Forschungsinstitut für Augenheilkunde

Röntgenweg 11
72076 Tübingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Daniel Rathbun
07071-29-87785
031A308
1.192.498 EUR
01.04.2014 - 31.03.2019

 

e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: OptiStrat: Evolutionär optimierte Strategien des Metabolismus und der Wachstumskontrolle in multizellulären Organismen

Das Nachwuchsgruppen-Projekt OptiStrat beschäftigt sich mit dem Thema „Wachstum und Entwicklung von Organismen“. Das Überleben jedes Organismus´ hängt von der erfolgreichen Koordination vielfältiger physiologischer Parameter ab, die wiederum von internen und externen Informationen und Faktoren abhängig sind. Das Verständnis einzelner Aspekte wie beispielsweise der Ablauf verschiedener Stoffwechselwege ist dank umfangreicher biochemischer, genetischer und physiologischer Untersuchungen sehr gut. Anders sieht es beim Wissen über die übergeordnete Koordination aus, die in eine bestimmte Wachstumsstrategie mündet: Hier sind die Kenntnisse insbesondere bei multizellulären Organismen noch sehr begrenzt. Im Rahmen des vorliegenden Projektes soll diese Koordination der Wachstumsstrategien am Modellorganismus Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) in Abhängigkeit von Ernährung, Umwelt und Darmflora näher erforscht werden.
Dafür ist vorgesehen, zunächst verschiedene Parameter von Wachstum und Stoffwechsel experimentell zu bestimmen und in ein mathematisches Modell zu integrieren. Mit Hilfe dieses Modelles sollen dann wichtige Parameter, die die Fruchtfliege zur Regulation ihres Wachstums nutzt, gefunden werden. Neben physiologischen Parametern soll auch die Aktivität von Schlüsselsignalwegen bestimmt und beispielsweise der Einfluss von verschiedenen Umweltbedingungen auf die Physiologie erforscht werden.
Da bekannt ist, dass die den Darm besiedelnden Bakterien einen großen Einfluss auf die verfügbaren Nährstoffe haben, sollen auch in diesem Bereich weitere Untersuchungen vorgenommen werden. Es ist vorgesehen, alle Bakterien zu identifizieren, die den Darm der Fruchtfliege besiedeln bzw. es ist geplant, bestimmte Bakterienarten in den Darm einzubringen, um ihren Einfluss auf Wachstum und Stoffwechsel zu messen. In einem letzten Schritt sollen dann die Wechselwirkungen zwischen Immunsystem, Stoffwechsel und Darmbakterien untersucht werden.
Die im Vorhaben gewonnenen grundsätzlichen Erkenntnisse zur Wachstumssteuerung und die entstehenden Modelle werden einen theoretischen Ansatz liefern, durch den künftig Situationen, in denen – wie etwa auch bei bestimmten Erkrankungen des Menschen – die Koordination gestört ist, besser erklärbar und Lösungsansätze eventuell erkennbar werden.

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Biologie
Mathematische Modellierung Biologischer Systeme

Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Mathias Beller
0211 81-13404
031A306
1.128.600 EUR
01.04.2014 - 31.03.2019

 

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt: ImmunoQuant - Multiskalenmodellierung der angeborenen Immunabwehr gegen virale Infektionen

Das Verbundprojekt ImmunoQuant beschäftigt sich mit dem Immunsystem, genauer gesagt mit der angeborenen Interferon-vermittelten Immunantwort. Im Rahmen des Projektes soll – basierend auf einem integrativen systembiologischen Ansatz – ein breites Verständnis für diese Art der Immunantwort entwickelt werden.
Bei einem Virusbefall reagiert der betroffene Organismus unmittelbar mit der Aktivierung der angeborenen Immunantwort, deren zentraler Bestandteil das Interferon (IFN)-System ist. Sensoren des IFN-Systems erkennen virale Strukturen und induzieren als Antwort über Signaltransduktionskaskaden die Expression antiviraler Effektorproteine. Diese tragen dazu bei, das Virus zu erkennen und abzutöten. Humanpathogene Viren verfügen über Mechanismen, um diese Immunantwort zu unterdrücken und verursachen auf diese Weise Infektionen oder chronische Erkrankungen mit teilweise tödlichen Folgen.
Es ist geplant, die Auswirkungen von pro- und antiviralen molekularen Prozessen auf die Dynamik der Virusausbreitung und der Immunantwort zu untersuchen. Die verschiedenen Prozesse sollen mit bildgebenden Verfahren in lebenden Zellen analysiert und quantifiziert werden. Es ist vorgesehen, die Untersuchungen mit medizinisch-relevanten Modellviren in Zellkulturexperimenten und teilweise im Mausmodell durchzuführen. Die Ergebnisse sollen in skalenübergreifende mathematische Modelle integriert werden, die zukünftig dann genutzt werden sollen, um effizientere Therapieoptionen für Viruserkrankungen zu entwickeln.

Teilprojekt Heidelberg I

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
BioQuant Zentrum

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Angela Mauer-Oberthür
06221 54-51204
0316170A
1.240.875 EUR
01.05.2013 - 30.04.2017

 

e:Bio - Modul II - Verbundprojekt: Microsystems - BioSystemanalyse von Mikrosporen zur Verbesserung der industriellen Embryoproduktion in Pflanzen

Das Verbundprojekt Microsystems beschäftigt sich mit dem Thema Pflanzenzüchtung, genauer gesagt mit den Abläufen bei der Züchtung von doppelt-haploiden Pflanzen. Die Herstellung von doppelt-haploiden Pflanzenlinien stellt eine bedeutende Methode dar, um die Dauer einer Züchtung von neuen Pflanzensorten zu verkürzen. Während dieses Verfahren bei vielen wichtigen Nutzpflanzen bereits routinemäßig erfolgt, konnte für Weizen bisher noch keine kostengünstige Produktionsmethode etabliert werden. Dies beruht unter anderem darauf, dass die Effizienz, mit der doppelt-haploide Weizenlinien erzeugt werden, noch sehr gering ist und zudem die biologischen Hintergründe für diesen Prozess weitestgehend ungeklärt sind.
Das Ziel des vorliegenden Vorhabens ist es daher, entscheidende biologische Mechanismen aufzuklären, unter denen eine kontrollierte Herstellung von doppelt-haploiden Pflanzen stattfindet. Hierfür werden im Rahmen des Verbundvorhabens mathematische Computermodelle entwickelt und mit Hilfe des besseren Verständnisses der biologischen Zusammenhänge durch die Modellvorhersagen bestehende Züchtungsprotokolle optimiert. Dies soll letztendlich zu einer deutlichen Effizienzsteigerung bei der Produktion von doppelt-haploiden Pflanzenlinien führen.

Teilprojekt Freiburg

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fakultät für Biologie
Institut für Biologie II

Schänzlestr. 1
79104 Freiburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Klaus Palme
0761 203-2954
0316185B
3.130.500 EUR
01.04.2013 - 31.12.2016

 

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt: SysCore - Systembiologie der Genexpression: Analyse des Basalpromotors

Das Verbundprojekt SysCore beschäftigt sich mit dem Thema Genexpression. Im Rahmen des Projektes soll der fundamentale Prozess der Regulation der Genexpression im Detail untersucht werden. Hierfür werden sowohl genomweite experimentelle als auch bioinformatische Analysen des Basalpromotors durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen erfolgt dann eine Hochdurchsatzanalyse von synthetischen Promotoren. Diese Analysen bilden schließlich die Grundlage für die Erstellung quantitativer Modelle der Promotoraktivität.

Teilprojekt München

Ludwig-Maximilians-Universität München
Genzentrum

Feodor-Lynen-Str. 25
81377 München

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Ulrike Gaul
089 2180-76878
0316176A
1.699.900 EUR
01.02.2013 - 30.04.2017

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt: MetastaSys - Analyse molekularer Marker und Pathways in Krebszellen und deren Microenvironment, welche Schicksal und Lokalisation von Tumormetastasen bestimmen

Das Verbundprojekt MetastaSys beschäftigt sich mit dem Thema Krebs, genauer gesagt mit der unterschiedlichen Metastasenbildung bei Darm- und Brustkrebs. Darm- und Brustkrebs gehören zu den drei häufigsten Krebserkrankungen in den westlichen Industrieländern. Beide Erkrankungen zeigen deutliche Tendenzen zur Metastasierung. Interessanterweise unterscheiden sie sich jedoch wesentlich in der Präferenz des Metastasierungsorgans. Während der Hauptort für primäre Metastasierung beim kolorektalen Karzinom die Leber ist, metastasiert Brustkrebs vor allem ins Gehirn. Es ist noch weitgehend unklar, inwieweit das metastatische Potential entweder durch Merkmale des primären Tumors oder durch Merkmale des Zielorgans der Metastasierung bestimmt wird.
Ziel des Projektes ist es, über einen systembiologischen Ansatz ein besseres Verständnis über die Einflussfaktoren zu erlangen. Mittels eines kombinierten systembiologischen Modellierungs- und High-Throughput-Ansatzes soll das Zusammenspiel wichtiger, krebsrelevanter Signalwege untersucht werden. Angestrebt wird die Identifizierung von klinisch relevanten Aktivierungsmuster, die als Biomarker bei der Vorhersage des Krankheitsverlaufs Verwendung finden können.

Teilprojekt Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen
Universitätsmedizin
Abt. Medizinische Statistik

Humboldtallee 32
37073 Göttingen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Tim Beissbarth
0551 39-14099
0316173A
2.055.607 EUR
01.02.2013 - 31.12.2016

Teilprojekt Heidelberg

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. Molekulare Genomanalyse (B050)

Im Neuenheimer Feld 580
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Stefan Wiemann
06221 42-4702
0316173B
298.573 EUR
01.02.2013 - 31.12.2016

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt - T-Sys: Immunmodulation statt alleiniger Immunsuppression

Das Immunsystem ist ein hochkomplexes Netzwerk, welches den Organismus vor fremden, aber auch vor fehlerhaften körpereigenen Substanzen schützt. T-Lymphozyten (kurz: „T-Zellen“) spielen eine zentrale Rolle bei der Immunabwehr und bei der Selbsttoleranz – der Fähigkeit des Immunsystems, körpereigene Stoffe von potentiell pathogenen körperfremden Stoffen zu unterscheiden. Verschiedene Subtypen von T-Zellen wie „naive Th-Zellen“, „Th-Gedächtniszellen“ oder „regulatorische T-Zellen“ erfüllen hierbei spezifische Aufgaben.
Ist die Entwicklung von T-Zellen gestört, so kann dies schwere Autoimmunerkrankungen oder Allergien zur Folge haben. Ein umfassendes Verständnis der Rolle von T-Zellen ist daher der Schlüssel zur Entwicklung von neuen therapeutischen Strategien bei Autoimmunerkrankungen.
Die Pathophysiologie von Autoimmunerkrankungen und Allergien ist durch eine systemische Dysregulation des Immunsystems charakterisiert. Die bisher übliche Behandlung mit Immunsuppressiva ist nicht hochspezifisch, sondern hemmt das gesamte Immunsystem und bringt daher erhebliche Nebenwirkungen mit sich (erhöhte Infektionsanfälligkeit, erhöhtes Tumorrisiko etc.). Der hier verfolgte systembiologische Ansatz der Immunmodulation basiert auf der Intervention autoregulatorischer Prozesse. Das Konsortium untersucht die Möglichkeit der Aktivierung von Th-Zellen und somit ihrer Differenzierung durch gezielte Manipulationen, durch die Umprogrammierung pathogener Th-Gedächtniszellen und durch die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts des Immunsystems mittels einer hochspezifischen und daher weitestgehend nebenwirkungsarmen Therapie.

Teilprojekt Berlin I

Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ria Baumgrass
030 28460-732
0316164A
1.695.577 EUR
01.01.2013 - 31.12.2016

Teilprojekt Berlin II

Charité
Universitätsmedizin Berlin
Institut für Theoretische Biologie

Invalidenstr. 43
10115 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Hans-Peter Herzel
030 2093-9101
0316164G
627.329 EUR
01.01.2013 - 31.12.2016

e:Bio - Modul I - Verbundprojekt: JAK-Sys - Aufklärung der dysbalancierten Signaltransduktion durch JAK2-V617F in myeloproliferativen Neoplasien mittels qualitativer und quantitativer Modellierungsansätze

Das Verbundprojekt JAK-Sys beschäftigt sich mit Bluterkrankungen, genauer gesagt mit myeloproliferativen Neoplasien (MPN). Im Rahmen des Projektes sollen die deregulierten komplexen Signal- und Einflussfaktoren von myeloproliferativen Neoplasien näher erforscht und potentielle therapeutische Ziele identifiziert werden.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt dabei auf dem Verständnis der pathogenetischen Rolle eines konstitutiv aktiven Mutanten der Janus-Kinase 2 (JAK2) auf molekularer Ebene. Die aktivierende JAK2-V617F-Mutation wird bei 95 Prozent aller Patienten mit Polycythaemia vera gefunden, bei jedem zweiten Patienten mit essenzieller Thrombozythämie oder primärer Myelofibrose, seltener in anderen myeloischen Erkrankungen. Somit bilden mutierte Janus-Kinasen 2 und ihre spezifischen Signalwege attraktive therapeutische Ziele für MPN-Patienten.
Um das Zusammenspiel und die Rolle der beteiligten Faktoren zu verstehen, werden biologische Methoden und Experimente mit qualitativen und quantitativen Modellierungsansätzen kombiniert. Untersuchungen auf biochemischer und zellulärer Ebene mit unterschiedlichen Zelltypen und Zuständen sollen das Verhalten des (gestörten) Netzwerks aufklären.

Teilprojekt Magdeburg II

Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme
Fachgruppe Analyse und Redesign biologischer Netzwerke

Sandtorstr. 1
39106 Magdeburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr.-Ing. Steffen Klamt
0391 6110-480
0316167B
202.032 EUR
01.01.2013 - 31.12.2016

e:Bio - Modul I - Einzelprojekt: SBGN-ED+-Methoden und Software-Werkzeuge für die Systems Biology Graphical Notation

Die Systems Biology Graphical Notation  (SBGN) stellt einen wichtigen Notationsstandard für alle Wissenschaftler dar, die im Bereich der Signalwege, Metabolischer Netzwerke oder auch der Genregulation arbeiten. Eine der wichtigsten Ausgaben von SBGN-Softwarewerkzeugen sind Karten, die bekannte oder angenommene Informationen graphisch aufbereiten. Diese Karten werden bei der Entwicklung von Modellen und bei der Planung von Experimenten benötigt, da aus ihnen abgelesen werden kann, welche Auswirkungen Beeinflussungen des Systems an einer bestimmten Stelle haben können. Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Software für die SBGN zu entwickeln. Es sollen neuartige Methoden und Algorithmen für die Arbeit mit SBGN entwickelt, in der Open Source Software SBGN-ED+ implementiert sowie in internationalen Kooperationen angewandt und evaluiert werden.

Universität Rostock
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik

Ulmenstr. 69
18057 Rostock

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dagmar Waltemath
0381 498-7575
0316181
257.261 EUR
01.01.2013 - 31.01.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: CyanoGrowth - Die Organisationsprinzipien des cyanobakteriellen Stoffwechsels

Das Nachwuchsgruppen-Projekt CyanoGrowth beschäftigt sich mit auf phototrophem, also auf Lichtenergie basierendem Wachstum. Es ist vorgesehen, mit Hilfe von systembiologischen Methoden die Vorgänge beim phototrophen Wachstum am Beispiel des Cyanobakteriums als Modellorganismus zu untersuchen. Dazu soll zunächst ein prädikatives Modell erstellt werden, das phototrophes Wachstum in komplexen Umgebungen beschreiben kann. Anschließend ist geplant, eine vergleichende, Genom-basierte Rekonstruktion des cyanobakteriellen Stoffwechsels unterschiedlicher Stämme auszuarbeiten und darzustellen. Schließlich soll die theoretische, modellbasierte Beschreibung einzelliger Organismen auf mehrzellige Konsortien – von der Einzelzelle über den Photobioreaktor und Heterocysten zu Mikrobenmatten – erweitert werden.
Das Vorhaben besitzt neben einem Grundlagen-orientierten Aspekt eine potentielle wirtschaftliche Relevanz. Cyanobakterien sind insofern von wirtschaftlicher Bedeutung, als dass sie auf vielfältige Weise eingesetzt werden können: So spielen sie sowohl bei der Produktion von Biokraftstoffen oder von weiterverwertbarer Biomasse als auch bei der Herstellung von Rohstoffen wie Vitaminen und Pigmenten eine Rolle. Aber auch hinsichtlich Umweltschutz-spezifischer Aspekte können die im vorliegenden Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sinnvoll genutzt werden. Hierbei besitzt speziell die Erforschung großer mehrzelliger Konsortien von Cyanobakterien – sogenannter Mikrobenmatten – eine besondere wirtschaftliche Relevanz, da diese beispielsweise bei der Bekämpfung von Ölverschmutzungen eingesetzt werden können.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung mathematisch integrativer Modelle des phototrophen Wachstums, die in iterativen Zyklen mittels experimenteller Versuchsreihen ergänzt und erweitert werden. Diese Modelle werden anschließend per Computersimulation getestet. Die Ergebnisse der Simulationen werden zur Validierung von Hypothesen über das phototrophe Wachstumsverhalten sowie phototropher Stoffwechselvorgänge bei Cyanobakterien genutzt. Weiterhin wird es mit Hilfe dieser Modelle möglich sein, das biologisch komplexe Verhalten des Systems unter verschiedenen Bedingungen realitätsnah vorherzusagen.

 

Humboldt-Universität zu Berlin
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I
Institut für Biologie

Invalidenstr. 43
10115 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Ralf Steuer
030 2093-9106
0316192
1.398.276 EUR
01.01.2013 - 31.12.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: OpHeLIA - Optimierung der Halomonas elongata für industrielle Anwendungen

Das Nachwuchsgruppen-Projekt OpHeLIA beschäftigt sich mit dem Stoffwechsel-Netzwerk des Bakteriums Halomonas elongata. Dieses soll mit Hilfe der Systembiologie rekonstruiert werden, wobei der Fokus auf dem Ectoin-Metabolismus liegt. Auf diese Weise sollen neue Bakterienstämme entwickelt werden, die eine höhere Ausbeute an Ectoin ermöglichen. Ectoin ist ein Naturstoff, der häufig als Wirkstoff in der Hautpflege und im Sonnenschutz eingesetzt wird und daher von erheblichem industriellem Interesse ist. Die neuen Stämme sollen anschließend weiterentwickelt und soweit angepasst werden, dass sie zukünftig als brauchbare industrielle Produktionsstämme eingesetzt werden können.
Dafür sollen zunächst die für die Ectoin-Produktion relevanten Teilnetzwerke identifiziert und ein mathematisches Modell der Ectoin-Erzeugung entwickelt werden, das auf experimentellen Daten basiert. Anschließend ist geplant, modellgestützt ein Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute der Ectoinproduktion zu entwickeln und Mutationstämme zu generieren. Diese sollen dann erst im Labor getestet und validiert werden, bevor das Prinzip auf industrielle Produktionsbedingungen übertragen wird.

Technische Universität München
Fakultät für Maschinenwesen
Institut für Verfahrenstechnik
Fachgebiet für Systembiotechnologie

Boltzmannstr. 15
85748 Garching

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Alberto Marin-Sanguino
089 289-15755
0316197
1.133.257 EUR
01.08.2012 - 31.07.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: PreSys - Präzision und Dynamik molekularer Netzwerke

Das Nachwuchsgruppen-Projekt PreSys beschäftigt sich mit regulatorischen Netzwerken in der Zelle. Diese Netzwerke müssen trotz Schwankungen und sich ändernder Umgebung funktionieren. Im Rahmen des Projekts sollen nun mathematische Modelle zur Robustheit von zellulären Abläufen erarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Modellierung der Genregulation, da genregulatorische Netzwerke zelluläre Entscheidungsprozesse vermitteln, ihre Dynamik bislang aber kaum verstanden ist.
Es ist geplant, zunächst die Robustheit gegenüber der dominanten Ursache der Variabilität in höheren Organismen – das sogenannte „extrinsische Rauschen" – zu untersuchen. Dafür sollen deterministische, auf gewöhnlichen Differentialgleichungen basierende Modelle mit experimentellen Daten abgeglichen werden. Ferner ist vorgesehen, die Präzision der Chromosomen-Trennung während der Zellteilung zu untersuchen, da dieser Prozess für eine verlässliche Weitergabe des Erbguts von zentraler Bedeutung ist. Auch die Frage, wie Hefezellen präzise den richtigen Partner während der sexuellen Vermehrung finden, soll analysiert werden. Hierbei spielen die robuste Interpretation extrazellulärer Pheromon-Gradienten sowie die Wechselwirkung von Signaltransduktionskaskaden und genregulatorischen Netzwerken eine wichtige Rolle. Zyklische Prozesse in der Genregulation werden in menschlichen Brustkrebszellen erforscht, um eine mechanistische Beschreibung der Transkriptions-Initiation abzuleiten. Diese Ansätze erweitern bestehende Robustheitskonzepte und erlauben eine integrative Beschreibung von Einzelzell- und Zellpopulations-Messungen. Die Methoden und Modelle werden nach der Laufzeit in standardisierter Form allgemein zugänglich gemacht werden.

Institut für Molekulare Biologie gGmbH
Ackermannweg 4
55128 Mainz

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Stefan Legewie
06131 39-21430
0316196
1.143.465 EUR
01.07.2012 - 30.06.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: CELLEMENTAL - Beschreibung, Abbildung und Modellierung zellulärer Netzwerke anhand empirischer Daten

Das Nachwuchsgruppen-Projekt CELLEMENTAL hat das Ziel, einen Formalismus zu erarbeiten, um experimentelle Daten zu speichern, zu visualisieren und zur Modellierung zu verwenden. Der Formalismus soll als Software implementiert und für die Erstellung von Abbildungen und Modellen wichtiger zellulärer Netzwerke verwendet werden. Dadurch würden sich zukünftig Erkenntnisse auf einer „Systemebene" über die Netzwerke gewinnen lassen.
Durch die Wahl eines konzeptionell neuen Ansatzes könnten die gegenwärtigen Methoden erheblich verbessert werden. So wird eine präzisere Abbildung von experimentellen Daten in einem Format erlaubt, das an bisherige Abbildungen experimenteller Daten angelehnt ist. Zusätzlich wird eine automatisierte verschiedenartige und detaillierte Darstellung von Signalnetzwerken sowie eine automatische Erstellung von mathematischen Modellen ermöglicht. Während der Laufzeit des Projekts werden kontinuierlich Software-Updates veröffentlicht und über die Projektwebsite http://rxncon.org/ verbreitet.

Humboldt-Universität zu Berlin
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät I
Institut für Biologie

Invalidenstr. 43
10115 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Marcus Krantz
030 2093-8389
0316193
1.128.430 EUR
01.05.2012 - 30.04.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: MoSTNet - Modulare Modellierungsmethoden für Signaltransduktionsnetzwerke

Das Nachwuchsgruppen-Projekt MoSTNet hat das Ziel, mathematische Methoden zur Modellierung, Modularisierung und Analyse von Signaltransduktionsnetzwerken zu entwickeln. Diese sollen es künftig erlauben, Module mit spezifischer Funktionalität innerhalb eines Signalnetzwerkes zu identifizieren. Für die Entwicklung der Methoden wird jeweils ein bedeutender Signalweg aus der Pflanze und aus dem Menschen herangezogen, um eine vielseitige Anwendung der Ergebnisse in der Biologie und der Medizin zu gewährleisten. Die Methoden und Modelle werden nach der Laufzeit in standardisierter Form allgemein zugänglich gemacht werden.

Freie Universität Berlin
Fachbereich Mathematik und Informatik
Institut für Mathematik

Arnimallee 2-6
14195 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Heike Siebert
030 838-75862
0316195
746.485 EUR
01.03.2012 - 28.02.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: SEMS - Standards, Konzepte und Werkzeuge zur Verbesserung der Reproduzierbarkeit von Simulationsexperimenten in der Systembiologie

Das Nachwuchsgruppen-Projekt SEMS beschäftigt sich mit der Etablierung von Standards für die Modellsimulation. Das Vorhaben wird damit in Zukunft die Wiederverwendbarkeit von computergestützten biologischen Modellen und die Reproduzierbarkeit der entsprechenden Simulationsexperimente verbessern. Die Wiederverwendung bereits publizierter Modelle und Experimente bedingt wiederum eine verbesserte Evaluierung der Forschungsergebnisse. Dieser Synergieeffekt spart Zeit und finanzielle Mittel in der Entwicklung von Modellen, die auch in der Pharmazie immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Anwendungsgebiet sind Simulationsmodelle aus der computergestützten Biologie, vornehmlich Systembiologie und Neuroinformatik.
Es ist vorgesehen, gemeinsam mit weltweiten Kooperationspartnern das Standardformat für Simulationsexperimente zu erweitern und Techniken für die Kodierung und Speicherung von Simulationsexperimenten zu entwickeln. Hierbei werden die Experimentbeschreibungen auf ein XML-Standardformat abgebildet, gespeichert und anfragbar gemacht, so dass sie einem großen Forscherkreis zur Wiederverwendung zur Verfügung stehen.
Die in den Simulationsexperimenten verwendeten Modelle werden ebenfalls in XML-Standardformaten abgelegt. Um die korrekte Funktionalität der Simulationsmodelle in einer Experimentbeschreibung zu garantieren, auch wenn sich die referenzierten Modelle über die Zeit ändern, werden beispielhafte Modell-Historien untersucht und Algorithmen zur Darstellung der Modell-Evolution evaluiert und weiterentwickelt. Ein Fokus liegt auf Methoden zur XML-Versionskontrolle. Abschließend wird ein prototypisches, integriertes Managementsystem zur Verwaltung von Modellen und Simulationsexperimenten bereitgestellt.

Universität Rostock
Fakultät für Informatik und Elektrotechnik
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Systembiologie und Bioinformatik

Ulmenstr. 69
18057 Rostock

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Dagmar Waltemath
0381 498-7575
0316194
692.845 EUR
01.03.2012 - 28.02.2017


e:Bio - Modul III - Nachwuchsgruppe: LysoSys - Systembiologie in Zellen und Würmern: Modellierung der In Vivo Lysosomalen Kontrolle über den Programmierten Zelltod in Krebs

Für den Erfolg von Krebstherapien ist Programmierter Zelltod (PZT) von zentraler Bedeutung. PZT wird durch das Zusammenspiel von genetisch definierten Signaltransduktionswegen reguliert. Da das Forschungsfeld des PZT beständig um fundamentale Entdeckungen erweitert wird, ist es eine wachsende Herausforderung, die Komplexität der PZT-Signaltransduktionswege zu addressieren. Durch die Integration von Daten und die Erstellung von mathematisch abgeleiteten, nicht-intuitiven Hypothesen bietet die Systembiologie Herangehensweisen, um die Komplexität der PZT-Signaltransduktionswege zu nutzen.
Der PZT erfährt eine umfangreiche positive und negative Regulation durch das endo-lysosomale Zellkompartiment. Das Nachwuchsgruppen-Projekt LysoSys hat das Ziel, die lysosomale Kontrolle des PZT in Krebszellen aufzuklären. Insbesondere sollen systematisch die regulatorischen Mechanismen identifiziert werden, die über das Zusammenspiel von lysosomalen und PZT-Signaltransduktionswegen entscheiden. Es ist ferner geplant, die in-vivo-Funktionalität zu bestätigen.
Das Projekt soll Einsichten in spezifische Mechanismen für die Optimierung von PZT in Krebszellen liefern. Kern des Vorhabens ist dabei die auf Zellkultur-Experimenten basierende Erstellung von theoretischen Modellen und die Testung der in vivo-Funktionalität im Modellorganismus C. elegans. Quantitative fluoreszenzmikroskopische und biochemische Methoden werden hierzu mit systembiologischen Modellierungsansätzen integriert und Erkenntnisse auf Organismen-Ebene übersetzt.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Abt. BioQuant

Im Neuenheimer Feld 267
69120 Heidelberg

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Anne Hamacher-Brady
06221 545-1322
0316191
1.320.024 EUR
01.03.2012 - 28.02.2017

 

b) Abgeschlossene Projekte

 

 

 

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