Ultraschallsystem kann klinische Bildgebung verbessern
"Die Ultraschall-Bewegungsdetektion könnte in Zukunft die Untersuchungszeiten drastisch verkürzen und die Präzision sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie erhöhen", benennt Dr. Matthias Günther die Ziele seines Projekts. "Zu einer entscheidenden Qualitätsverbesserung kommt es dabei aber erst, wenn dem Tomographen eine zuverlässige Abschätzung der Organposition in weniger als 20 Millisekunden zur Verfügung steht", gibt Dr. Günther zu bedenken. Nur wenn die Informationen in diesem winzigen Zeitfenster geliefert werden, ist die Steuerungssoftware des Tomographen in der Lage, die Bewegung des Organs aus der laufenden Bilderfassung herauszurechnen.
Hierzu bauen die Wissenschaftler zunächst ein völlig eigenständiges Ultraschall-System auf, das in der Lage ist, Organbewegungen sehr schnell zu erfassen. Die Ultraschallbilder werden online an einen Computer geschickt, der die Bewegung des Organs analysiert. Diese Informationen werden dann in die "Sprache" des Tomographen übersetzt und in Echtzeit an die Steuerung des Tomographen weitergeleitet.
Bei erfolgreichem Abschluss der Arbeiten wird das mediri-Ultraschallsystem universell einsetzbar sein. Es wird Bewegungen beispielsweise von Organen messen und deren entsprechende Position an andere Geräte weiterleiten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art von Bildgebung am anderen Ende des Systems angeschlossen ist: Sowohl Magnetresonanz- oder Computertomographen als auch nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren wie die Positronenemissionstomographie werden durch die Ultraschall-Zusatzinformationen brillantere Bilder liefern.
Ansprechpartner:
Dr. Matthias Günther , mediri GmbH i. G., Neugasse 17, 69117 Heidelberg,
Tel.: 07251/300 297, E-Mail:matthias.guenther@mediri.com