Strukturaufbau

Die Optimierung der Versorgung von Depressionen im Alter: Akzeptanz, Wirksamkeit und Kosteneffektivität des internetbasierten Selbstmanagementprogramms "Trauer und Verlust” – AgE-health.de

Universitätsklinikum Leipzig
Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health

Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Janine Stein
0341 97-24494
01GY1613
846.937 EUR
01.12.2016 - 30.11.2021

Depressionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im Alter und stellen eine große Herausforderung für die medizinische Versorgung und das Gesundheitssystem dar. Mit zunehmendem Alter werden der Verlust des Ehepartners und andere Verluste wahrscheinlicher, wie z. B. der Verlust der Kinder, welche mit oftmals verheerenden Folgen einhergehen. Verluste und Trauer können daher maßgeblich zur Entwicklung von Depressionen im Alter beitragen und das Wohlbefinden und die Rollenfunktion maßgeblich beeinflussen. Dennoch bleiben Depressionen im Alter häufig unerkannt, unterversorgt oder unbehandelt. Selbstmanagementinterventionen, wie die computergestützte kognitive Verhaltenstherapie, stellen eine effektive Zusatzkomponente im Rahmen der Behandlung von Depressionen im Alter dar. Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Überprüfung der Akzeptanz, Machbarkeit, Effektivität und Kosteneffektivität des internetbasierten Selbstmanagementprogramms "Trauer und Verlust". Dieses Projekt würde damit erstmals für Deutschland ein internetbasiertes Selbstmanagementprogramm zum Thema Trauer und Verlust vorlegen.

 

Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Psychotherapeuten: Eine Studie zur Implementierung von Videokonsultationen (PROVIDE)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Markus Haun
06221 56-38396
01GY1612
1.285.618 EUR
01.10.2016 - 30.09.2021

Die im Rahmen des Aktionsplans Versorgungsforschung geförderte BMBF-Nachwuchsgruppe PROVIDE hat zum Ziel, die psychosoziale Versorgung von Patienten mit depressiven und/oder Angststörungen in der Hausarztpraxis zu verbessern. Angesichts der steigenden Zahl an multimorbiden Menschen mit psychischen Störungen, die keine adäquate Behandlung bekommen, sind innovative Versorgungsformen vonnöten. Unter dem Begriff collaborative care hat sich die Behandlung von psychischen Störungen durch Psychotherapeuten in der Hausarztpraxis als eine effektive Form der Breitenversorgung erwiesen. Allerdings ist dieses Versorgungsmodell in kleinen und ländlichen Praxen ressourcenbedingt oft schwer zu verwirklichen. In PROVIDE sollen daher psychotherapeutische Videokonsultationen in der Hausarztpraxis eingeführt werden. Diese Konsultationen beinhalten v. a. Diagnostik, Behandlungsplanung und Krisenintervention oder Kurzzeitpsychotherapie. PROVIDE umfasst drei Studienabschnitte: eine Bedarfsanalyse, eine Pilotstudie und eine große Implementierungsstudie. Im ersten Studienabschnitt erfolgt über eine Sekundärdatenanalyse die Charakterisierung von unterversorgten Patienten als Zielgruppe. Zusätzlich werden Patienten und alle an der Versorgung beteiligten Akteure zu Hindernissen, förderlichen Faktoren sowie Kernbestandteilen einer auf Videokonsultationen basierten Intervention befragt. Im zweiten Studienabschnitt wird auf Basis der Bedarfsanalyse die PROVIDE-Intervention maßgeschneidert spezifiziert. Diese Intervention wird dann in einigen Hausarztpraxen pilotiert und bzgl. Machbarkeit evaluiert. Im dritten Studienabschnitt wird das weiter optimierte Interventionsmodell in einer cluster-randomisierten Studie regional in insgesamt 19 Praxen implementiert und evaluiert. Primärer Zielparameter bei der Implementierung ist der Umfang, in dem eine adäquate psychosoziale Versorgung in der Routine stattfindet.

 

Entwicklung und Evaluation kontextspezifischer Interventionen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Asylsuchenden (RESPOND)

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg
Medizinische Klinik - Innere Medizin II
Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung

Im Neuenheimer Feld 130.3
69120 Heidelberg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Kayvan Bozorgmehr
06221 56-38581
01GY1611
1.131.222 EUR
01.11.2016 - 31.10.2021

Steigende internationale Flüchtlingsströme stellen das deutsche Gesundheitssystem vor die Herausforderung, eine angemessene Versorgung für diese vulnerable Bevölkerungsgruppe sicherzustellen. Die Systemantwort im Bereich der Versorgung von Asylsuchenden ist durch internationale, nationale sowie föderale Regelwerke bestimmt und häufig durch Unter-, Über- und Fehlversorgung gekennzeichnet. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Evaluation von Maßnahmen, welche individuelle und organisationsbezogene Barrieren einer effektiven Versorgung im Licht rechtlicher Rahmenbedingungen überwinden. Dadurch soll einerseits die Systemantwort verbessert, d. h. effektiver, effizienter und bedarfsgerechter, werden. Andererseits sollen sie zur Verbesserung gesundheitsbezogener Zielvariablen bei Asylsuchenden führen.

 

Allgemeine ambulante Palliativversorgung in der hausärztlichen Praxis (ALLPRAX)

Medizinische Hochschule Hannover
Institut für Allgemeinmedizin

Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Dr. Saskia Jünger
0511 532-4548
01GY1610
897.046 EUR
01.11.2016 - 31.10.2021

Die Stärkung der Rolle niedergelassener Hausärtzinnen und Hausärzte in der Palliativversorgung sowie die Gewährleistung einer engen Kooperation mit spezialisierten Leistungserbringern wurden als vorrangige Prioritäten für den weiteren Ausbau der Palliativversorgung in Deutschland identifiziert. Trotz erster gesundheitspolitischer Initiativen bestehen weiterhin strukturelle, prozessuale sowie ökonomische Barrieren bei der erfolgreichen Implementierung allgemeiner Palliativversorgung in der Hausarztpraxis. Zielsetzung des Projekts ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Umsetzung ambulanter Palliativversorgung durch niedergelassene Hausärzt/innen. Teilziele sind: (a) die systematische Analyse von Determinanten allgemeiner Palliativversorgung in der Hausarztpraxis (b) die Entwicklung eines maßgeschneiderten Handlungspakets zur Integration der neuen Prozesse in die tägliche Praxis; und (c) die Evaluation im Sinne der praktischen Handhabbarkeit und der Auswirkungen auf die Patientenversorgung.

 

Kölner Kompetenznetzwerk für eine wertorientierte Versorgung von vulnerablen Patientinnen und Patienten (CoRe-Net)

Universität zu Köln - Medizinische Fakultät
Universitätsklinikum
Zentrum für Versorgungsforschung

Eupener Str. 129
50933 Köln

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Univ.-Prof. Dr. Holger Pfaff
0221 478-97100
01GY1606
1.776.500 EUR
01.02.2017 - 31.01.2020

Aufgebaut wird das Kölner Kompetenznetzwerk von verschiedenen Partnern aus der Praxis und Forschung. Der Fokus des Netzwerkes liegt auf der Forschung zur Versorgungsentwicklung nach dem Konzept der lernenden Organisationen. Anhand dreier Forschungsprojekte wird sich das Kölner Kompetenznetz nachhaltig etablieren und für zwei Patientengruppen die Versorgungsgestaltung in Köln betrachten. Bei den Patientengruppen handelt es sich um a) sterbende Patientinnen und Patienten in Köln und b) Menschen mit einer Herzerkrankung und einer psychischen Begleiterkrankung.

 

Identifikation von Überversorgung und Wege zur Verhinderung unnötiger Medizin in der Primärversorgung – PRO PRICARE

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Medizinische Fakultät – Universitätsklinikum
Allgemeinmedizinisches Institut

Universitätsstr. 29
91054 Erlangen

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Thomas Kühlein
09131 85-31140
01GY1605
2.134.313 EUR
01.02.2017 - 31.01.2020

Das Akronym PRO PRICARE steht für Preventing Overdiagnosis in Primary Care. Schwerpunkt ist die Verhinderung von Fehl- und Überversorgung im ambulanten Sektor. Überversorgung betrifft nicht nur ältere Menschen, sondern alle Altersgruppen. Dem Hausarzt als Generalisten und ersten Ansprechpartner kommt bei ihrer Verhinderung eine zentrale Rolle zu. Das Allgemeinmedizinische Institut der FAU Erlangen bildet mit weiteren Forschungseinrichtungen, Leistungserbringern und Kostenträgern ein breites Kooperationsnetzwerk.

 

Netzwerk für Versorgungsforschung in der Notfall- und Akutmedizin Berlin

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Arbeitsbereich Notfallmedizin Campi Nord (CVK, CCM)

Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Martin Möckel
030 450553472
01GY1604
2.346.902 EUR
01.12.2016 - 30.11.2019

EMANet ist ein Netzwerk für Versorgungsforschung in der Notfall- und Akutmedizin in Berlin-Mitte, das von Wissenschaftlern der Charité Universitätsmedizin Berlin geleitet wird und an dem alle Notaufnahmen des Bezirks beteiligt sind. Übergeordnetes Ziel von EMANet ist die Etablierung einer dauerhaften Struktur für Versorgungsforschung. Die EMANet-Forschungsprojekte untersuchen die Gesundheits- und Krankenversorgung durch das Gesundheitssystem von Patientinnen und Patienten mit mehreren chronischen Erkrankungen (multimorbide Patientinnen und Patienten), die sich mit akuten Beschwerden in einer Notaufnahme vorstellen. Ziel ist es, ein umfassendes Abbild der Gesundheitsversorgung von Notfallpatienten zu ermitteln, das alle Bereiche des Gesundheitswesens einschließt und die Perspektive der Patientinnen und Patienten einbezieht.

 

Hamburger Kooperationsnetzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie

Martinistr. 52
20251 Hamburg

Leiter:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Dr. Martin Härter
040 7410-52978
01GY1602
1.481.706 EUR
01.02.2017 - 31.01.2020

Ziel von HAM-NET ist es, Interessen und Bedarfe der Versorgungsforschung zu bündeln und innovative, effiziente, bedarfs- und patientenorientierte Forschungsprojekte zu fördern und durchzuführen. Auf bestehenden Strukturen aufbauend, unterstützt HAM-NET die nachhaltige Kooperation und Kommunikation zwischen Forschung, Gesundheitspolitik, Leistungserbringern, Krankenkassen und Stakeholdern sowie die Übernahme effektiver, innovativer Interventionen in die Regelversorgung. Es bietet eine Plattform zum nationalen und internationalen Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse der Versorgungsforschung und regelmäßige Fortbildungen, die u.a. Nachwuchswissenschaftler fördern. Das Forschungsprojekt COMET implementiert, analysiert und evaluiert ein innovatives Versorgungsmodell für depressive, Angst-, somatoforme und/oder alkoholbezogene Störungen in einem multiprofessionellen Behandlernetzwerk. In einer cluster-randomisierten kontrollierten Wirksamkeitsstudie werden in 50 Hausarztpraxen 750 Patienten rekrutiert, die prospektiv zu vier Zeitpunkten befragt werden. Hauptoutcome ist die Veränderung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zwischen Baseline und 12 Monaten. Sekundäre Outcomes umfassen störungsspezifische Symptombelastung, Response, Remission, funktionelle Lebensqualität und weitere klinische und psychosoziale Variablen.

 

Netzwerk für eine patientenorientierte Navigation durch das Versorgungssystem (NAVICARE)

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Berlin School of Public Health

Seestr.
73
13347 Berlin

Leiterin:
Tel.:
FKZ:
Betrag:
Laufzeit:

Prof. Dr. Jacqueline Müller-Nordhorn
030 450570-872
01GY1601
1.950.053 EUR
01.02.2017 - 31.01.2020

Mit NAVICARE soll ein aktives und nachhaltiges Netz für patientenorientierte Versorgungsforschung etabliert werden. Das Ziel ist die Analyse und Reduktion von Barrieren und Ungleichheiten in der Versorgung von Patienten mit altersassoziierten Erkrankungen. Dazu wird "optimale Versorgung" aus der Perspektive von Patienten sowie der Perspektive von ärztlichen und nichtärztlichen Versorgern betrachtet. Mehrere Forschergruppen untersuchen gemeinsam Barrieren und Ressourcen optimaler Versorgung aus diesen unterschiedlichen Perspektiven, identifizieren vulnerable Patientengruppen sowie existierende Ressourcen, die Patienten bei der Navigation durch das Versorgungssystem unterstützen. Im Fokus stehen dabei multimorbide Patienten in der allgemeinärztlichen Versorgung, sowie zwei altersassoziierte Erkrankung, Lungenkrebs und Schlaganfall. Darauf aufbauend wird ein Patienten-Navigations-Modell entwickelt, welches als patientenzentriertes Versorgungsmodell Patienten bei der Steuerung durch das fragmentierte Versorgungssystem unterstützen soll.

 

 

 

 

© BMBF 2017 - Alle Rechte vorbehalten.