Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience
Ein besseres Verständnis dafür, wie das Gehirn Informationsverarbeitung, Kognition und Kreativität realisiert, eröffnet Forschung und Gesellschaft völlig neue Chancen: Das Verständnis der Funktion des Gehirns aus seiner Struktur und neuronalen Dynamik heraus ist notwendig für die Prävention und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems, für ein verbessertes allgemeines Verständnis biologischer Prozesse, für die Entwicklung neuartiger hochleistungsfähiger Computer und nicht zuletzt für effiziente Lehr- und Lernstrategien. Der neue und umfassende Ansatz, der verschiedene experimentelle Zugänge, Computersimulationen und mathematische Modelle vereint, heißt "Computational Neuroscience". Sein zentrales Anliegen ist die Aufklärung der neuronalen Grundlagen von Hirnleistungen von der Verarbeitung komplexer Sinnesreize über Lernvorgänge und den Abruf gespeicherter Information bis zur Planung und präzisen Koordination verhaltensrelevanter Bewegungsmuster. Dieser interdisziplinäre Forschungsansatz macht das gezielte und interdisziplinäre Zusammenwirken von Neurowissenschaften, Biologie, Medizin, Physik, Mathematik und Informatik erforderlich. Die Ausbildung und Förderung von Nachwuchs im Bereich der Computational Neuroscience ist ein wesentlicher Bestandteil des Nationalen Netzwerkes. In diesem Netzwerk werden die Mitglieder durch den Austausch von Daten, Analysemethoden, Computermodellen und theoretischen Ansätzen wechselseitig verbunden.
Das BMBF greift die Thematik in mehreren Fördermaßnahmen auf:
- Bernstein Fokus "Neurotechnologie"
- Bernstein Fokus "Neuronale Grundlagen des Lernens"
- Bernstein Zentren II
- Bernstein Zentren I
- Bernstein Partner (Gruppen und Kooperationen)
- Bernstein Preis
Zentrale Koordinationsstelle für das Nationale Netzwerk Computational Neuroscience
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Bernstein Center for Computational Neuroscience Hansastr. 9 A 79104 Freiburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Simone Cardoso de Oliveira 0761 203 9575 01GQ0706 1.370.740 EUR 01.09.2007 - 31.08.2012 |
Zentrale Aufgabe der Koordinationsstelle (KOS) ist es, die Wissenschaftler des NNCN bei der Netzwerkarbeit zu entlasten sowie als Verbindungsstelle zwischen dem BMBF/PT-DLR und dem NNCN zu dienen. Die KOS unterstützt die Corporate Identity der Bernstein Fördermaßnahmen und übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit. Sie wirbt für das NNCN auf internationalen Kongressen, übernimmt Organisationsaufgaben zu Veranstaltungen der Netzwerke sowie die Kontaktpflege und Projektakquise bei Industrie und EU. Sie unterstützt die Organisation der Nachwuchsförderung. Durch die professionelle Organisation gemeinsamer Aufgaben und Veranstaltungen soll eine Verbesserung der Effizienz und der nationalen und internationalen Sichtbarkeit des NNCN erreicht werden.
Nationaler Neuroinformatik Knoten
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Ludwig-Maximilians-Universität München Fakultät für Biologie Department für Biologie II Großhaderner Str. 2 82152 Planegg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Andreas Herz 089 2180-74303 01GQ0801 2.132.502 EUR 01.01.2008 - 31.12.2012 |
Ziel des Nationalen Neuroinformatik Knotens ist es, die Zusammenarbeit zwischen experimentellen und theoretischen Neurowissenschaftlern auf nationaler und internationaler Ebene nachhaltig zu fördern. Zu diesem Zweck sind aufeinander abgestimmte Maßnahmen in drei Schlüsselbereichen vorgesehen: Datenzugang, Datenspeicherung und Datenanalyse. Dazu kommen unterstützende Aktivitäten im Bereich Lehre und Weiterbildung. Um einen besonders gravierenden Mangel zu überwinden, fokussiert der Knoten während der fünfjährigen Laufzeit auf elektrophysiologische Daten. Das gesamte Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem in Stockholm angesiedelten Sekretariat der International Neuroinformatics Coordination Facility (INCF) durchgeführt. Angesichts seiner wissenschaftlichen Ausrichtung und langfristigen Zielsetzung könnte der Knoten eine substantielle Rolle für das Nationale Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience und darüber hinaus auch ganz generell für die Neurowissenschaften in Deutschland spielen. Der Nationale Neuroinformatik Knoten wird eine "Open-Source Infrastruktur" zum Datenzugang sowie zur Speicherung und Analyse von elektrophysiologischen Daten schaffen.
