Präventionsforschung
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Öffentliche Bekanntmachung:
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2003, 2005, 2006 und 2007 |
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Förderzeitraum:
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2004 - 2008 (1. Förderphase) 2006 - 2009 (2. Förderphase) 2007 - 2010 (3. Förderphase) 2008 - 2012 (4. Förderphase) |
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Gesamtvolumen:
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4,65 Mio. EUR (1. Förderphase) 5,40 Mio. EUR (2. Förderphase) 4,00 Mio. EUR (3. Förderphase) 6,00 Mio. EUR (4. Förderphase)
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Vorhabenzahl: |
15 (1. Förderphase) 17 (2. Förderphase) 14 (3. Förderphase) 14 (4. Förderphase)
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1. Ziele des Förderschwerpunktes
Das Auftreten und der Verlauf chronischer Krankheiten sind stark vom persönlichen Verhalten sowie von Fehlanreizen und gesundheitlichen Belastungen aus der sozialen und physischen Umwelt abhängig. Verhalten kann oft nicht unabhängig von den Lebensweisen verändert werden, die wiederum stark mit den Lebensverhältnissen verbunden sind. Der Sachverständigenrat für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen forderte in seinem Gutachten 2000/2001 den stärkeren Ausbau der Primärprävention um durch eine Umverteilung der vorhandenen Mittel zu einer besseren Qualität und Wirtschaftlichkeit des Gesundheitswesens zu gelangen. Des Weiteren wurde im Rahmen des deutschen Forschungsdialoges FUTUR im Juli 2002 die Leitvision "Ein Leben lang gesund und vital durch Prävention" verabschiedet, deren Umsetzung das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun u. a. durch den Förderschwerpunkt "Präventionsforschung" vorantreibt.
Ziel des Förderschwerpunktes ist es, in enger Kooperation mit Anbietern/Trägern von Präventionsmaßnahmen die Forschung zur primären Prävention und Gesundheitsförderung zu intensivieren. In den Vorhaben werden neue Konzepte und Programme zur Prävention von Krankheiten entwickelt und erprobt. Darüber hinaus werden Qualität und Wirkungsweise von bestehenden Präventionsmaßnahmen untersucht (Evaluation). Damit sollen die Entwicklung und Identifikation von wirksamen, praxisnahen und gut nutzbaren Präventionsangeboten erreicht werden. Der frühest mögliche Zugang zu wirksamen Maßnahmen für alle Bevölkerungsgruppen wird durch die enge Kooperation zwischen Präventionsanbietern, beispielsweise Krankenkassen, und Forschern gewährleistet. Die primäre Prävention und Gesundheitsförderung soll so durch gezielte und hochwertige Forschung verbessert werden.
2. Stand der Fördermaßnahme
Die vier veröffentlichten Bekanntmachungen der Förderrichtlinien zur Präventionsforschung in den Jahren 2003, 2005, 2006 und 2007 haben zu einer großen Resonanz geführt. Beim Projektträger Gesundheitsforschung gingen für die vier Bekanntmachungen insgesamt rund 384 Anträge ein. Die Prüfung der Anträge erfolgte unter Einbeziehung externer Gutachter im Herbst 2004 (1. Förderrunde), 2005 (2. Förderrunde) und im Frühjahr 2007 (3. Förderrunde) und 2008 (4. Förderrunde). Dem Gutachterkreis gehörten sowohl Fachgutachter aus der Wissenschaft als auch Vertreter einschlägiger Einrichtungen und Organisationen im Gesundheitswesen an. In den vier Förderrunden werden insgesamt 60 Vorhaben gefördert (15 Vorhaben in Runde 1, 17 in Runde 2, jeweils 14 in Runden 3 und 4). Der größte Teil der Vorhaben der ersten Förderrunde startete Anfang 2005, die meisten Projekte der zweiten Runde begannen im Herbst 2006. Die Projekte der dritten Förderrunde begannen zum Großteil im Winter 2007/08, die der vierten Runde im Winter 2008/09.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibung der laufenden Vorhaben
Verbundprojekt: Multimodales Gesundheitsförderungsprogramm für Langzeitarbeitslose in Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration (MFI)
Standort Hannover
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Medizinische Hochschule Hannover Zentrum Psychologische Medizin Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Harald Gündel 0511 532-6569 01EL0815 264.771 EUR 01.12.2008 - 30.11.2011 |
Standort München
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Ludwig-Maximilians-Universität München Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin Ziemssenstr. 1 80336 München |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Peter Angerer 089 5160-2440 01EL0806 412.840 EUR 01.12.2008 - 30.11.2011 |
Ziel ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Setting-orientierten Präventionskonzepts für erwerbsfähige Langzeitarbeitslose (SGB II) in Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration (MFI). Kernelement ist die Entwicklung, Durchführung und Prozessevaluation eines Schulungsprogramms für pädagogische Mitarbeiter der MFIs, das diese befähigt, einen einfachen Gesundheitscheck und ein motivierendes Gesundheitsgespräch mit den Teilnehmern durchzuführen und partizipativ ein spezifisches Gesundheitsprogramm zu erarbeiten und umzusetzen, welches mindestens eine gemeinsame Bewegungseinheit pro Woche enthält. Darüber hinaus sollen die Teilnehmer in Gruppen unter Anleitung der geschulten Mitarbeiter Aktionen zur Förderung der individuellen Gesundheitskompetenz und zum Erhalt ihrer Gesundheit (Hilfe zur Selbsthilfe) entwickeln und durchführen. Prozessevaluative Elemente sichern die Beteiligung der Zielgruppe an der Programmentwicklung. Unterstützung bei der Gestaltung des Programms wird in Form von Inter- und Supervisionsgruppen angeboten. Bei der umfangreichen Outcome-Evaluation mit der Kontrollgruppe stellt die gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF-12) einen Hauptzielparameter dar. Desweiteren kommt im Rahmen der Evaluation ein Gesundheitszertifikat zum Einsatz. Während sich ein Verbundpartner (LMU München) vornehmlich auf die arbeitsmedizinischen Inhalte des Verbundvorhabens konzentriert, stehen an der MH Hannover die psychosomatischen Aspekte des Vorhabens im Vordergrund. Das drei-Jahres Projekt erlaubt die Evaluation sowohl verhaltens- wie verhältnispräventiver Effekte von Gesundheitsförderung im Setting SGB II. Durch den ressourcenorientierten Ansatz kann ein gesundheitlicher und beschäftigungspolitischer Gewinn für die Betroffenen angenommen werden.
Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines Interventionskonzepts zur primären Prävention von psychischen Störungen bei Kindern psychisch erkrankter Eltern (EEEIPP)
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Universität Bielefeld Fakultät für Gesundheitswissenschaften Arbeitsgruppe 6: Versorgungsforschung und Pflegewissenschaft Universitätsstr. 25 33615 Bielefeld |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Jun. Prof. Ullrich Bauer 0521 106-3882 01EL0814 539.484 EUR 01.10.2008 - 31.03.2012 |
Ziel ist die Entwicklung, pilothafte Erprobung und Evaluation eines Interventionskonzepts zur primären Prävention von psychischen Störungen bei Kindern (6-12 Jahre) psychisch erkrankter Eltern in der Erwachsenenpsychiatrie und die Senkung der Inzidenz psychischer Störungen unter Heranwachsenden aus ressourcenschwachen Risikogruppen. Vorgesehensind: 1. Erhebung der Belastungs- und Bewältigungssituation von Kindern psychisch kranker Eltern. Mittels leitfadengestützter Interviews mit Eltern und Kindern (n=20) sollen die psychosozialen Funktionsstörungen der Eltern sowie ihr Unterstützungsbedarf erfasst werden. Auf dieser Basis wird 2. ein Präventionskonzept erarbeitet, das im psychiatrischen Versorgungssetting implementiert, erprobt und evaluiert wird. Für die Evaluation (n=200 Eltern; n=320 Kinder) werden 3. Instrumente zur Erhebung der psychosozialen Funkti-onsstörungen der Eltern sowie der Belastungen und Bewältigungssituation der Kinder eingesetzt. Mit der Entwicklung und Implementierung des Präventionskonzepts wird eine unverzichtbare Basis geschaffen, um die bestehenden familientherapeutischen Angebote bedarfsadäquat ausrichten zu können. Zudem sollen die Projektergebnisse dazu beigetragen, die Vernetzung der Erwachsenenpsychiatrie mit der Kinder- und Jugendhilfe zu verbessern. Darüber hinaus kann das zum Projektende verfügbare Präventionskonzept in die Regelversorgung eingebracht werden.
Verbesserung der Wirksamkeit der Adipositasprävention für sozial benachteiligten Kinder und Jugendliche - Zielgruppenspezifische Strategien zur Stärkung der gesundheitsbezogenen Ressourcen Ernährungs- und Bewegungsverantwortung
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Leibniz Universität Hannover Philosophische Fakultät Institut für Soziologie und Sozialpsychologie Schneiderberg 50 30167 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Eva Barlösius 0511 7625432 01EL0813 558.299 EUR 01.03.2009 - 29.02.2012 |
Ziel ist es, die Adipositasprävention für die Zielgruppe der 12-16jährigen Mädchen und Jungen aus sozial benachteiligten Verhältnissen, sowohl mit deutscher Abstammung als auch mit türkischem Migrationshintergrund, zu verbessern. Die Ergebnisse einer systematischen Analyse der Wirksamkeit von Kommunikationsangeboten der Adipositasprävention werden mit den Ergebnissen einer explorativen Forschungsphase (I) zusammengeführt, zu einem innovativen Evaluationsinstrument (II) ausgebaut und in der Praxis getestet (III). I. Zunächst werden auf der Grundlage von gestaffelten Gruppendiskussionen und der Ergebnissicherung in Expertenworkshops partizipativ zielgruppenspezifische Strategien entwickelt. II. Anschließend entwickeln und erproben die Experten und die AOK Niedersachsen, der zentrale Kooperationspartner der primären Prävention, ein innovatives Evaluationsinstrument. III. Während der letzten Projektphase werden ausgewählte laufende Präventionsangebote analysiert und weiterentwickelt und unter Beteiligung weiterer Partner der primären Prävention in die Praxis überführt.
Langzeit-Evaluation des Präventionsprogramms "Lenzgesund" und TransferPotenzial eines innovativen Evaluationsinstruments zur Messung von Strukturbildung (Capacity Building)
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Zentrum für Psychosoziale Medizin Institut für Medizin-Soziologie Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Dr. Alf Trojan 040 42803-4247 01EL0812 403.177 EUR 01.03.2009 - 29.02.2012 |
Ziel ist die Langzeit-Evaluation eines Präventionsprogramms für Kinder und Jugendliche in einem benachteiligten Quartier sowie die Erprobung und Bewertung des Transfer-Potenzials von Evaluationsmethoden. Der Praxisteil wird vom Gesundheitsamt durchgeführt. Das als intermediärer Erfolgsparameter entwickelte Erhebungsinstrument für "Strukturbildung" (Capacity Building) soll in anderen Quartieren erprobt und weiterentwickelt werden. Zudem werden weitere Indikatoren der kleinräumigen Gesundheitsberichterstattung zur Situationsanalyse sowie zur Prozess- und Ergebniskontrolle überprüft. Das Forschungsprojekt ist als Längsschnittstudie angelegt und basiert auf einem Mix von quantitativen und qualitativen Methoden. Die praxisorientierte Ergebnisbewertung umfasst die Entwicklung von Handlungshilfen für Interventionen, Evaluation und Monitoring partizipativer Gesundheitsförderung in benachteiligten Quartieren.
Schulentwicklung durch Gesundheitsmanagement - Entwicklung einer Kennzahlentoolbox, Bewertung der Zielerreichung, der Wirksamkeit und der Kosten
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Medizinische Hochschule Hannover Abt. Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ulla Walter 0511532-4455 01EL0811 446.758 EUR 01.01.2009 - 30.06.2012 |
Wesentlich für die Förderung der Gesundheit in Settings ist die Entwicklung von Organisationen. Die explorative Studie soll Aufschluss geben, inwieweit die organisationsbezogene Intervention "Gesund leben lernen" (Gll) Schulen nachhaltig zu einer gesundheitsförderlichen Ausrichtung führen kann, und welche Kosten entstehen. Evaluiert wird die Eignung der Balanced Scorecard (BSC) als Management- und Evaluationsinstrument in der Schule. Das von Kaplan und Norton (1996, dt. 1997) entwickelte Instrument dient ursprünglich der Umwandlung von Unternehmenszielen in präzise Kennzahlen. Ziel ist zudem die Erstellung einer Kennzahlentoolbox, die den Schulen eine eigenständige Überprüfung der Zielerreichung ihrer Aktivitäten und organisatorischen Veränderungen erlaubt. Die explorative Studie entwickelt und bewertet Instrumente und Verfahren, die die Schulen im Rahmen ihres Gesundheitsmanagements zur Schulentwicklung nutzen können. Studienteil A umfasst die Entwicklung einer Kennzahlentoolbox zur schuleigenen Überprüfung der von den Schulen selbst definierten Ziele und durchgeführten Maßnahmen. Studienteil B beinhaltet die Erprobung und Bewertung des strategischen Managementinstruments der Balanced Scorecard sowie der Intervention "Gesund leben lernen". Die bisher für Deutschland fehlende Toolbox wird den Schulen bereitgestellt. Erweist sich die BSC als förderlich, steht sie als evaluiertes Managementinstrument den Schulen zur Verfügung.
Randomisiert-kontrollierte Multicenter-Studie zur Evaluation der deutschen Adaptation des US-amerikanischen "Strengthening Families Program 10-14" zur familienbasierten Suchtprävention
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Zentrum für Psychosoziale Medizin Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Martin Stolle 040 42803-9289 01EL0810 610.108 EUR 01.10.2009 - 28.02.2013 |
Ein in den USA gut evaluiertes Programm zur familienbasierten Prävention von Suchtstörungen (Strengthening Families Program; SFP 10-14) soll für den deutschensprachigen Raum im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Multicenter-Studie evaluiert werden. Die Fragestellung ist, in wie weit die Befunde aus den USA unter besonderer Berücksichtigung von Familien in schwierigen sozialen Lagen in Deutschland repliziert werden können. Die Suchtprävention in Deutschland ist bisher vorwiegend durch schul- und gemeindebasierte Programme gekennzeichnet. Lassen sich die Befunde aus den USA replizieren, kann als Vorhabensziel die Erweiterung der hiesigen Suchtprävention um die wesentliche Säule der familienbasierten Prävention benannt werden. Das Forschungsvorhaben baut auf eine laufende Pilotstudie des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) auf, in der eine deutsche Adaption des SFP 10-14 entwickelt und getestet wird. Für die Evaluation im Rahmen der Multicenter-Studie konnten etablierte Präventionsanbieter in Hamburg, Hannover, Schwerin und München als Kooperationspartner gewonnen werden. Das Design ist kontrolliert-randomisiert, längs- und querschnittlich mit Messzeitpunkten zum Start und Follow-ups nach 6, 12 und 24 Monaten. Interventions- und Kontrollgruppe umfassen jeweils 144 Familien, die Kontrollgruppe erhält eine Minimalintervention. Als Untersuchungsinstrumente bezüglich der Effekte von SFP 10-14 werden normierte Fragebögen zur Selbst- und Fremdbeurteilung (Kinder, Eltern, Familie, Lehrer) eingesetzt. Ein standardisiertes klinisches Interview dient diagnostischen Zwecken. Urinanalysen objektivieren die Angaben der Kinder zum Substanzkonsum.
Gesundheitsförderung durch Empowerment von Frauen im Setting Stadtteil - Evaluation des Projekts Stadtteilmütter in Berlin-Kreuzberg
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Charité - Universitätsmedizin Berlin Berlin School of Public Health Fabeckstr. 60-62 14195 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ulrike Maschewsky-Schneider 030 8445 1281 01EL0809 320.540 EUR 01.10.2008 - 30.09.2011 |
Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird ein Projekt, das auf einem aufsuchenden Peergruppen-Ansatz basiert. Ziel ist der Zugang zu schwer erreichbaren deutschen und nicht deutschen Familien; Hauptzielgruppe sind Mütter mit kleinen Kindern. Sie werden von Frauen aufgesucht, die vorwiegend aus dem gleichen Kulturkreis stammen und zu "Stadtteilmüttern" ausgebildet wurden. Ihre Aufgabe ist es, die Erziehungs- und Gesundheitskompetenz der aufgesuchten Frauen zu stärken und sie zur Nutzung vorhandener Angebote anzuregen. Durch die Einbindung professioneller Akteure soll die Intervention gleichzeitig auf der individuellen und der Setting-Ebene erfolgen, um eine möglichst frühe Förderung der Kinder zu erreichen. Ziel der Evaluation ist es, sowohl die Qualifizierungsmaßnahmen und den Einsatz der Stadtteilmütter als auch die Einbindung der professionellen Akteure zu untersuchen. Die Evaluation erfolgt durch ein multimethodisches Vorgehen: wiederholte Befragungen (quantitativ und qualitativ) der aufsuchenden und der aufgesuchten Frauen sowie der professionellen Akteure. Hinzu kommen teilnehmende Beobachtungen von Treffen der unterschiedlichen Akteure sowie das Feedback der Zwischenergebnisse an die Akteure im Sinne eines partizipativen Ansatzes. Untersucht werden der Erfolg der Qualifzierungsmaßnahme, der Zugang zur Hauptzielgruppe, die Qualität und Wirksamkeit der aufsuchenden Arbeit und die Rolle und Einschätzung der Professionellen. Das Ergebnis ist relevant für Praxis- und Politikfelder, deren Aufgabe die Förderung sozial Benachteiligter ist sowie zur Weiterentwicklung wissenschaftlicher Instrumente der Qualitätssicherung.
Identifikation und Überwindung kulturspezifischer Barrieren und Nutzung zielgruppenspezifischer Ressourcen bei der zugehenden und sozial-räumlich ausgerichteten HIV/AIDS-Prävention für MigrantInnen aus Sub-Sahara-Staaten
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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Fakultät V Mathematik und Naturwissenschaften Institut für Psychologie Abt. Gesundheits- und Klinische Psychologie Ammerländer Heerstr. 114-118 26129 Oldenburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Norbert R. Krischke 0441 798-4388 01EL0808 304.280 EUR 01.12.2008 - 30.11.2011 |
Das Afrika-Projekt in Bremen verfolgt zwei Ziele: 1. Identifikation kulturspezifischer Zugangsbarrieren bei der Nutzung HIV- und AIDS bezogener öffentlicher Präventionsmaßnahmen für MigrantInnen aus Sub-Sahara Afrika zur Verbesserung der zielgruppenspezifischen Präventionsarbeit. 2. Prozess- und Ergebnisevaluation, des durch die Deutsche Aids Stiftung und den Europäischen Flüchtingsfond initial geförderten kultursensitiven, sozial-räumlich ausgerichteten und zugehenden HIV/AIDS-Präventionsprogramms des Bremer Gesundheitsamtes. Die Erfassung von Ressourcen und Barrieren bei der kultursensitiven HIV/AIDS-Arbeit wird durch Fokusgruppengespräche und leitfadengestützte Einzelinterviews realisiert, welche mit HIV- und AIDS-Betroffenen und deren Angehörigen, nicht-infizierten/ungeschulten MigrantInnen, nicht-infizierten/geschulten MigrantInnen und Schlüssel-Personen der afrikanischen Community (z. B. Pfarrer, Ladenbesitzer) durchgeführt werden. Die Prozess- und Ergebnisevaluation wird über Dokumentationsbögen zu den In- und Outputindikatoren des Afrika-Projektes erfasst. Wissens-, Einstellungs- und Verhaltensänderungen werden mit Hilfe eines adaptierten KAP-Fragebogens (in Anlehnung an die BZgA-Erhebung von 2006) zu zwei Messzeitpunkten an 20 Key-Personen und 200 MigrantInnen untersucht. Es wird ein standardisiertes Erhebungsinstrument zur Erfassung von gesundheitspsychologisch fundierten, kultur- und genderspezifischen Barrieren und Ressourcen entwickelt mit dem Ziel, dies in zukünftigen KAP-Studien zur Erfolgskontrolle hinsichtlich HIV/AIDS-Präventionsarbeit einsetzen zu können. Die Ergebnisse der nach Mayring (2007) ausgewerteten Interviews und Fokusgruppen werden in einem parallelen Schritt zur Erstellung von kultursensitiven und genderspezifischen Handlungsempfehlungen im Rahmen der HIV/AIDS-Präventionsarbeit für MigrantInnen aus Sub-Sahara-Afrika überführt.
Suizidprävention bei Berliner Frauen mit türkischem Migrationshintergrund
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Charité - Universitätsmedizin Berlin Campus Charité Mitte Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charitéplatz 1 10117 Berlin |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Andreas Heinz 030 450-517001 01EL0807 637.574 EUR 01.10.2008 - 30.09.2011 |
Über eine primärpräventive Intervention soll die Prävalenz von Suiziden und Suizidversuchen bei Frauen ab 18 Jahren mit türkischem Migrationshintergrund gesenkt werden. Jeweils eine Kontrollgruppe (Hamburg) und eine Interventionsgruppe (Berlin) sollen miteinander verglichen werden. Die Interventionen sind in türkischer Sprache (Muttersprache) vorgesehen, und werden sequentiell und multimodal (Fokusgruppen, Multiplikatorentraining, Medienintervention) implementiert und evaluiert. Die Prävalenz von Suizid- und Suizidversuchshäufigkeit wird analog der WHO/EURO-Suizidpräventionsstudie in der Gesamtpopulation erhoben. Psychosoziale Belastungsfaktoren, protektive Faktoren sowie die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens werden in Telefoninterviews in einer Zufallsstichprobe der Gesamtpopulation erhoben. Durch ein Interventionsprogramm zur Suizidprävention werden bei türkischen Frauen gesundheitsbezogenes Verhalten unterstützt und sozioökonomische Folgen abgewendet.
Übergewichtsprävention und Förderung gesunder Ernährung bei Kindern durch Verhältnisprävention: Evaluation eines institutionellen Verpflegungskonzeptes
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Universität Bremen Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) Linzer Str. 10 28359 Bremen |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Wolfgang Ahrens 0421 59596-57 01EL0805 289.713 EUR 01.02.2009 - 31.01.2012 |
Das Forschungsvorhaben evaluiert eine Maßnahme der Verhältnisprävention (Verpflegungskonzept) und prüft, inwieweit diese sich wirksam und effektiv in der Übergewichtsprävention und Förderung gesunder Ernährung von Kindern erweist. Von besonderem Interesse ist zu prüfen, ob die Maßnahme in unterschiedlichen sozialen Gruppen unterschiedlich wirksam ist. Es werden qualitative und quantitative Methoden verknüpft. Zunächst erfolgt eine Phase qualitativer Forschung, um Handlungsbarrieren und Handlungsspielräume im Kontext des Ernährungs- und Essverhaltens besonders in sozial benachteiligten Zielgruppen zu eruieren. Die Evaluation des Verpflegungskonzeptes erfolgt überwiegend mit quantitativen Methoden. Zielgrößen liegen in der Übergewichtsprävention sowie in der Förderung einer gesunden Ernährung bei Kindern. Das Design beinhaltet drei Vergleichsgruppen: Gruppe 1a enthält Kitas mit der Intervention Verpflegungskonzept und zusätzlich eine Multiplikatorenschulung, welche in den Vergleichskindergärten (Gruppe 2) jedoch nicht gegeben ist. Gruppe 1b beinhaltet Kitas, in denen nur eine Multiplikatorenschulung erfolgt. Primäres Ziel ist der Vergleich der Gruppen 1a und 2. Der Vergleich der Gruppen 1a und 1b ermöglicht Aussagen darüber, welche Effekte bereits durch die weniger aufwändige Schulungsmaßnahme erreicht werden können. Das Projekt ermöglicht im Ergebnis Aussagen, inwieweit sich die evaluierte/n Präventionsmaßnahme/n wirksam in der Übergewichtsprävention von Kindern erweisen. Eine Verstetigung der Maßnahme ist erklärtes Ziel der Projektverantwortlichen und der Präventionsanbieter. Das Verpflegungskonzept kann ebenso wie die Multiplikatorenschulung durch das BIPS auf andere Träger und Anbieter institutioneller Kinderernährung übertragen und modifiziert werden. Es besteht bereits heute konkretes Interesse von Multiplikatoren, ein Verpflegungskonzept in ihren Einrichtungen zu etablieren, z. B. durch die Träger der evangelischen Kindertagesstätten in Bremen.
Prävention zur Verhinderung von Exklusion - Förderung der seelischen Gesundheit in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Quartieren mit besonderen Problemlagen
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Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V. Zentrum für Kinder- und Jugendforschung Bugginger Str. 38 79114 Freiburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff 0761 47812-40 01EL0804 294.849 EUR 01.10.2008 - 30.09.2010 |
Präventive Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit werden in einem Setting-Ansatz in Kindertageseinrichtungen mit besonderem Entwicklungsbedarf entwickelt, erprobt und evaluiert. Dadurch soll Exklusion verhindert sowie zur Verbesserung gleicher Gesundheits- und Bildungschancen beigetragen werden. Es wird ein Präventionskonzept der Förderung der seelischen Gesundheit und der Resilienz (Widerstandsfähigkeit, u. a. Meistern stressreicher und schwieriger Lebenssituationen) in sechs Kitas implementiert, das auf vier Ebenen ansetzt: Kurse für Kinder, Beratung und Kurse für Eltern, Weiterbildung und Supervision der Fachkräfte in den Kitas, Vernetzung im Sozialraum. Die Effekte dieses Programm werden mit einer Kombination aus Ergebnis- und Prozessevaluation überprüft. Dabei werden quantitative und qualitative Erhebungsinstrumente genutzt. Die Kitas entwickeln sich so zu resilienzförderlichen Knotenpunkten im Sozialraum. Es werden neue niederigschwellige Strukturen geschaffen, die die Inanspruchnahme von präventiven Leistungen erleichtern. Eine Verbindung zwischen Gesundheits- und Bildungsförderung wird realisiert. Die Erkenntnisse fließen langfristig in die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften ein.
Stress- und Ressourcenmanagement für un- und angelernte Beschäftigte mit Migrationshintergrund sowie Belegschaften mit kultureller Diversität. Entwicklung und Evaluation eines Multiplikatorenkonzepts (ReSuDi)
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Universität Hamburg Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft Fachbereich Psychologie Arbeits- und Organisationspsychologie Von-Melle-Park 11 20146 Hamburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Christine Busch 040 42838-4198 01EL0803 543.909 EUR 01.06.2009 - 31.05.2012 |
Ziel ist die Entwicklung und Evaluation eines Multiplikatorenkonzepts zu Stress- und Ressourcenmanagement. Das Konzept richtet sich an un- und angelernte Beschäftigte mit Migrationshintergrund und un- und angelernte Belegschaften mit kultureller Diversität, wie interkulturelle Arbeitsgruppen. Das Konzept ist multimodal und partizipativ ausgerichtet und wird mit und für Präventionsanbieter entwickelt. Es sind folgende Arbeitsschritte geplant: Phase I: Projektkonstituierung mit den Kooperationspartnern und Literaturrecherche, -sichtung und -bewertung. Phase II: Vorbereitung und Entwicklung eines multimodalen Stress- und Ressourcenmanagementkonzepts; Modulentwicklung und Erstellung eines manualisierten Rahmenkonzepts. Phase III: Erprobung und Überarbeitung des Multiplikatorenkonzepts. Phase IV: Durchführung und Evaluierung des Rahmenkonzepts und seiner Module gemeinsam mit den Multiplikatoren sowie die Überprüfung der Übertragbarkeit auf andere Multiplikatoren und Zielgruppen. Phase V (Abschlussarbeiten): Überarbeitung der Multiplikatorenmanuale und Materialien für die Präventionsanbieter. Mit dem Vorhaben wird ein kultursensibles Instrumentarium zur Erfassung von gesundheitsrelevanten Arbeitsmerkmalen, Bewältigungsstrategien und Befinden bei un- und angelernten Beschäftigten entwickelt. Die Analyseergebnisse werden empirisch fundierte Schlussfolgerungen über die wesentlichen bedingungs- und personenbezogenen Belastungen und Ressourcen bei Beschäftigten mit Migrationshintergrund zulassen. Des Weiteren können anhand der Evaluationsergebnisse empirisch gesicherte Aussagen über die Effektivität und Effizienz des Multiplikatorenkonzepts gemacht werden. Den Präventionsanbietern wird ein umfassendes, evaluiertes Stress- und Ressourcenmanagementkonzept für Un- und Angelernte für die Anwendung in der betrieblichen Praxis angeboten, das dem jeweiligen Bedarf der Betriebe und Branchen und der kulturellen Diversität der Belegschaft gerecht wird.
Evaluation eines Mentorenprojekts im Grundschulalter zur Prävention von gesundheitsgefährdendem Verhalten bei sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern
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Universität Osnabrück Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften Heger-Tor-Wall 9 49074 Osnabrück |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg 0541 969-4562 01EL0802 331.832 EUR 01.10.2008 - 30.09.2011 |
Durch eine Weiterentwicklung der Evaluationsinstrumente sollen die präventiven Potenziale im Feld der Gesunderhaltung identifiziert und optimiert werden. Bisherige vorläufige Evaluationen des ehrenamtlichen Mentorenprojekts "Balu und Du" zeigen hohe Effekte, da bei dem Angebot das informelle Lernen im Alltag den Mittelpunkt bildet. Für das Vorhaben kommen vor allem die Fremdevaluation der Lehrkräfte (Skalen), der Eltern (Interviews und Skalen), der Kinder (weitgehend sprachfreie Selbsteinschätzung) und der MentorInnen (Auswertung der wöchentlichen Tagebücher) in Betracht. Die Übertragbarkeit des Projekts auf weitere Standorte ist durch die Fortentwicklung der Qualitätsstandards zu sichern (Transfer in die Routinetätigkeit). Das Projekt "Balu und Du" darf als ausgesprochen kostengünstig angesehen werden und verspricht hohe Gewinne und Wirkungen bei vergleichweise geringen Kosten.
Stadtteilbezogene Prävention und Gesundheitsförderung für sozial benachteiligte Mütter und Mütter mit Migrationshintergrund - Ein innovativer Ansatz zur nachhaltigen Verbesserung der gesunden Lebensweise von Kindern in ihren Familien
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Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) FB Sozialwesen Karl-Liebknecht-Str. 145 04277 Leipzig |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Gesine Grande 0341 3076-4401 01EL0801 227.825 EUR 01.01.2009 - 31.12.2011 |
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Evaluation niedrigschwelliger, partizipativer und stadtteilbezogener Interventionen zur Verbesserung der gesunden Lebensweise von Kindern aus sozial benachteiligten Familien bzw. aus Familien mit Migrationshintergrund. Schwerpunkte der Interventionen bilden die Bereiche Ernährung, Bewegung, Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Zielgruppe sind sozial benachteiligte Mütter und Mütter mit Migrationshintergrund, deren Kompetenzen, Einstellungen und Verhaltensweisen über Angebote wie eine offene Gesundheitsberatung, partizipative Informationsveranstaltungen, gesundes Kochen, ein mehrsprachiges Gesundheitsblättchen beeinflusst werden sollen. Nachhaltigkeit wird durch die Vernetzung verschiedener Akteure sowie strukturelle Veränderungen im Stadtteil angestrebt. Das Programm wird hinsichtlich Akzeptanz, Angemessenheit und Wirksamkeit evaluiert. Das Vorhaben zielt auf die Schaffung nachhaltiger gesundheitsförderlicher Strukturen im Stadtteil. Ein Transfer in andere Stadtteile und Regionen soll über das Netzwerk "Regionaler Knoten Sachsen", die Erstellung eines Handbuches bzw. über Workshops und Publikationen erreicht werden.
Primärprävention von sturzbedingten Hüftfrakturen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Bayern
Ziel ist die Evaluation eines landesweit angelegten Programms zur Prävention von Stürzen und sturzbedingten Hüftfrakturen bei PflegeheimbewohnerInnen. Bis zum Jahr 2010 sollen ca. 1000 Pflegeheime in Bayern in ein Projekt zur Sturz- und Frakturprävention einbezogen werden. Das Programm umfasst die Einführung eines evidenzbasierten Trainingsprogramms, Maßnahmen der Umgebungsanpassung, die Schulung von MitarbeiterInnen im Risikomanagement sturzgefährdeter Personen und die Empfehlung zur Nutzung von Hüftprotektoren. Primärer Endpunkt ist das Auftreten hüftnaher Frakturen. Als Datenquellen dienen Routinedaten der AOK Bayern und zusätzliche Erhebungen in den Pflegeheimen. Bisher ist unklar, ob Sturzpräventions-Programme zur Reduktion von Hüftfrakturen beitragen können.
Ökonomische Evaluation
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Universität Leipzig Medizinische Fakultät Klinik und Poliklinik für Psychiatrie Johannisallee 20 04317 Leipzig |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Hans-Helmut König 0341 97-24560 01EL0718 76.090 EUR 01.08.2007 - 31.07.2010 |
Ziel ist die gesundheitsökonomische Evaluation des landesweit angelegten Programms zur Prävention von Stürzen und sturzbedingten Hüftfrakturen bei PflegeheimbewohnerInnen. Die begleitende gesundheitsökonomische Evaluation soll die Kosten des Programms sowie die Behandlungs- und Pflegekosten von Hüftfrakturen ermitteln. Sollte sich das Präventionsprogramm nicht als kostensparend erweisen, sollen die zusätzlichen Kosten je vermiedener Fraktur berechnet sowie eine modellgestützte Kosten-Nutzwert-Analyse durchgeführt werden. Die gesundheitsökonomische Evaluation soll Entscheidungsträger über die Wirtschaftlichkeit dieses Präventionsprogramms informieren.
Durchführung und Evaluation der Studie
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Universität Ulm Institut für Epidemiologie Helmholtzstr. 22 89081 Ulm |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Kilian Rapp 0731 500-31070 01EL0717 190.089 EUR 01.08.2007 - 31.07.2010 |
Datenmanagement und Auswertung erfolgen durch das Institut für Epidemiologie der Universität Ulm.
Design und Durchführung der Studie
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Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie Auerbachstr. 112 70376 Stuttgart |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Clemens Becker 0711 8101-3100 01EL0702 207.089 EUR 01.08.2007 - 31.07.2010 |
Das Programm wurde von Mitarbeitern der Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, entwickelt. Diese übernimmt auch die Schulung der Mentoren vor Ort und das kontinuierliche Monitoring der Durchführung des Präventionsprogramms.
Aktive Gesundheitsförderung bei alten Menschen im Kinzigtal - Prozess- und Ergebnisevaluation eines Interventionsprogramms im Kontext der Integrierten Versorgung von AOK-Patienten
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Zentrum für Psychosoziale Medizin Institut für Medizin-Soziologie Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Olaf von dem Knesebeck 040 42803-7849 01EL0715 360.071 EUR 01.11.2007 - 28.02.2011 |
Praxispartner der Evaluation ist die Gesundes Kinzigtal GmbH, die gemeinsam mit der AOK Baden Württemberg ein Modellprojekt zur Integrierten Versorgung im Kinzigtal durchführt. Die Interventionsgruppe soll aus 600 Teilnehmern des Modellprojektes im Alter von über 60 Jahren bestehen. Im Rahmen der Prozessevaluation werden das Ausmaß, in dem Zielgruppen erreicht werden, die Akzeptanz des Programms, förderliche und hemmende Faktoren der Durchführung sowie die Transferierbarkeit des Programms untersucht. Gegenstand der Ergebnisevaluation ist ein Vergleich (an vier Messzeitpunkten) im Hinblick auf gesundheitsrelevante Einstellungen und Kenntnisse sowie im Hinblick auf die Zielbereiche der Intervention (Ernährung, Bewegung und soziale Partizipation) und den Gesundheitszustand. Neben Befragungen werden Daten der AOK zur Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen und zu den Kosten für die gesundheitliche Versorgung herangezogen. Die Studie ermöglicht Aussagen zur Übertragbarkeit des Programms, zu längerfristigen Effekten und zu gesundheitsökonomischen Aspekten.
Ältere gezielt erreichen - Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs
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Medizinische Hochschule Hannover Abt. Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ulla Walter 0511 532-4455 01EL0713 463.876 EUR 01.01.2008 - 31.12.2010 |
Ziele sind die Eruierung, Erprobung und Evaluation der (Kosten-) Effektivität zweier Zugangswege zur Ansprache und Motivierung älterer Frauen und Männer für eine primärpräventive Maßnahme. Die Studie ermöglicht Aussagen zur Erreichbarkeit von Älteren mit unterschiedlichen Gesundheitsrisiken. Entwickelt und eingesetzt werden altersgruppen- und gendersensible Flyer und eine telefonische Ansprache, um ältere AOK-Versicherte zur Teilnahme an präventiven Hausbesuchen zu motivieren. Die telefonische Beratung durch eine Krankenkasse und die persönliche Beratung in der Hausarztpraxis werden als Zugangswege erprobt und hinsichtlich ihrer (Kosten-)Wirksamkeit evaluiert. Es werden Empfehlungen ausgearbeitet, die auf einer wissenschaftlichen Tagung diskutiert und hinsichtlich ihrer Umsetzung in die Versorgungspraxis mit Vertretern aus Praxis und Politik konkretisiert werden. Die Studie soll zur systematischen Weiterentwicklung von zielgruppenorientierten Zugangswegen führen.
Primärprävention alkoholbezogener Störungen bei älteren Migrantinnen und Migranten - Entwicklung und Evaluation eines transkulturellen Präventionskonzeptes
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Universitätsklinikum Freiburg Abt. für Psychiatrie und Psychotherapie Sektion Klinische Epidemiologie und Versorgungsforschung Hauptstr. 5 79104 Freiburg |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Isaac Bermejo 0761 270-6982 01EL0712 459.350 EUR 01.11.2007 - 31.10.2010 |
Das Projekt umfasst sechs Teilschritte: 1) Sekundäranalyse der Literatur, 2) Querschnittstudie zur Inanspruchnahme des Gesundheitssystems und zum Alkoholkonsum, 3) Entwicklung eines transkulturellen Präventionskonzeptes 4) Fort- und Weiterbildung von Multiplikatorinnen/Multiplikatoren, 5) randomisiert-kontrollierte Implementierungsstudie zur Evaluation des Präventionskonzeptes, 6) Entwicklung eines Transferkonzeptes. Hierfür werden Migrantinnen/Migranten aus der Türkei, Spanien, Italien und Aussiedlerinnen/Aussiedler in den Fachdiensten des Deutscher Caritasverband e. V. (DCV) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) einbezogen. Neben besserem Wissen und adäquateren Einstellungen zu Alkohol, Risiko- und Präventionsverhalten werden Verhaltensänderungen wie die Reduktion von riskantem Alkoholkonsum erwartet. Ein Praxismanual soll erstellt werden. Außerdem werden evidenzbasierte muttersprachliche Materialien unter transkultureller Perspektive entwickelt und verbreitet.
Gesundheitsförderung und Primärprävention von älteren Menschen mit Migrationshintergrund
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Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund Evinger Platz 13 44339 Dortmund |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Gerhard Naegele 0231 728488-0 01EL0711 294.453 EUR 01.10.2007 - 31.08.2010 |
Evaluiert wird die Wirksamkeit von gesundheitsfördernden Maßnahmen bei älteren Menschen mit Migrationshintergrund sowohl auf der Ebene der Verhaltens- als auch der Verhältnisprävention. Neue Möglichkeiten des Zugangs zu dieser im Bereich der Gesundheitsförderung und Primärprävention bislang kaum berücksichtigten Zielgruppe werden untersucht. Potenziale der Selbsthilfe, Selbstorganisation und Beteiligung älterer Migranten/innen finden dabei besondere Beachtung. Ausgehend von einem qualitativen Forschungsansatz werden leitfadengestütze Interviews mit älteren Migranten/innen und Experten/innen in drei Erhebungswellen über zwei Jahre durchgeführt. Darüber hinaus finden im Anschluss an die erste und zweite Erhebungswelle gemeinsame "Werkstattgespräche" mit älteren Migranten/innen, Experten/innen und Multiplikatoren/innen statt. Die Ergebnisse können den Auf- und Ausbau partizipativer, gesundheitsfördernder Strukturen unterstützen und neue Zugangsmöglichkeiten zu dieser Zielgruppe aufzeigen.
Evaluation einer zweistufigen Intervention für ältere Langzeitarbeitslose: Vermittlung von Bewältigungskompetenzen in Kombination mit einer Tätigkeitsgestaltung und Organisationsentwicklung jenseits des Erwerbsmarktes
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Technische Universität Dresden Institut für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie Zellescher Weg 17 01069 Dresden |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Peter Richter 0351 463-33587 01EL0709 294.273 EUR 01.10.2007 - 30.06.2011 |
Für ältere Langzeitarbeitslose soll ermittelt werden, welchen Beitrag zur Verbesserung des gesundheitlichen Befindens eine Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisprävention leisten kann. Dabei stehen ältere Erwerbslose im Mittelpunkt, die staatlich-institutionalisierte Tätigkeitsangebote wie beispielsweise Ein-Euro-Jobs nutzen oder selbstorganisierten Tätigkeiten im Sinne eines ehrenamtlichen Engagements nachgehen. Der Stichprobenumfang beläuft sich inklusive der Kontrollgruppen auf 400 Personen. Evaluiert werden die Implementierung des Gesundheitsförderungsprogramms AktivA sowie die teils ergänzenden Gesundheitszirkel und motivierenden Gesundheitsgespräche. Neben wissenschaftlichen Beiträgen soll ein Praxishandbuch publiziert werden.
Erhaltung und Förderung von Mobilität, Sicherheit und anderen Komponenten der Lebensqualität bei Menschen mit Demenz. Eine Evaluationsstudie zur Primärprävention in Pflegeheimen
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Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie J 5 68159 Mannheim |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Martina Schäufele 0621 1703-6352 01EL0708 376.862 EUR 01.10.2007 - 31.12.2010 |
Evaluiert wird die Wirksamkeit interdisziplinärer Versorgungsleitlinien für die Primärprävention von Einschränkungen der Mobilität und die Förderung von Sicherheit und anderen Komponenten der Lebensqualität bei Menschen mit demenziellen Einschränkungen in stationären Einrichtungen. In die längsschnittliche, über ein Jahr angelegte Evaluation sollen 30-40 stationäre Pflegeeinrichtungen einbezogen werden, die sich gleichmäßig (je 15 bis 20 Heime) auf eine Interventions- und eine Kontrollgruppe verteilen. In den Interventionseinrichtungen werden die Leitlinien implementiert. Es sind drei Erhebungszeitpunkte vorgesehen, an denen a) die demenzkranken, noch gehfähigen Bewohnerinnen und Bewohner im Hinblick auf mobilitäts-, sicherheits- und andere lebensqualitätsbezogene Merkmale sowie b) Struktur- und Prozessmerkmale der Einrichtungen untersucht werden. Die Ergebnisse tragen wesentlich zur Qualitätsentwicklung, -sicherung und -prüfung in der stationären Pflege in Deutschland bei.
Stoffwechseltest zur Primärprävention des Typ 2-Diabetes bei älteren ArbeitnehmerInnen im Betrieb - Evaluation des Effekts evidenzbasierter Patienten-Information
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Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (DDFI) Auf'm Hennekamp 65 40225 Düsseldorf |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Dr. Andrea Icks 0211 3382-354 01EL0706 175.129 EUR 01.12.2007 - 30.11.2010 |
Evaluiert wird der Einfluss optimierter Informationsprozesse auf die Teilnahme an einem Test zur Bestimmung der Blutzuckerstoffwechselsituation sowie auf krankheitsbezogenes Wissen und die Qualität der Entscheidung in der betrieblichen Gesundheitsförderung. In einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie (über 50-jährige MitarbeiterInnen, Betriebe in Nordrhein-Westfalen, ohne bekannten Diabetes) wird der Effekt einer evidenzbasierten "Patienten"-Information (EBPI) mit der Standardinformation verglichen. So lassen sich auch prä-diabetische Personen als Zielgruppe für primärpräventive Maßnahmen identifizieren. Das Projekt optimiert bestehende Angebote betrieblicher Gesundheitsförderung. In Betrieben lassen sich Menschen mittleren Alters mit einem erhöhten Anteil an Personen mit Prä-Diabetes für primärpräventive Maßnahmen erreichen. Damit steht ein Weg offen, die Diabetesinzidenz zu reduzieren. Der Einsatz von EBPI und adäquaten Untersuchungen lässt sich auf weitere Erkrankungen und Settings übertragen.
Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige - Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Assessments zur Primärprävention in vernetzten Strukturen
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Charité - Universitätsmedizin Berlin Institut für Medizinische Soziologie Thielallee 47 14195 Berlin |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Dagmar Dräger 030 8445-1393 01EL0705 279.038 EUR 01.10.2007 - 31.12.2010 |
In einer Vorstudie werden zur Entwicklung des Assessments und zur Auswahl geeigneter Zugangswege Experteninterviews, strukturierte Gruppendiskussionen und Analysen von Sekundärdaten durchgeführt. Nach der Implementierung des Assessments kommen zur Evaluierung des Instruments standardisierte schriftliche Befragungen zum Einsatz. Ein Maßnahmenkatalog mit möglichen primärpräventiven Angeboten zur Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige kann von Präventionsanbietern angewendet werden.
Fit50+
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Universität Rostock Institut für Präventivmedizin, Arbeitsmedizin, Sportmedizin, Sozialmedizin St. Georg-Str. 108 18055 Rostock |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Regina Stoll 0381 494-9951 01EL0704 342.022 EUR 01.08.2007 - 31.07.2010 |
Das Ziel liegt in der multiparametrischen wissenschaftlichen Evaluation und Optimierung einer bestehenden Präventionsmaßnahme für langzeitarbeitslose Personen im Alter von über 50 Jahren. Es soll eine langfristige, den Bedürfnissen und der Akzeptanz von älteren Langzeitarbeitslosen angemessene und für die Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren wirksame Interventionsmethode entwickelt werden. Der Arbeitsplan besteht im Kern aus einem vierstufigen Verfahren zur Initialisierung der Evaluation sowie zur Optimierung und Validierung der Maßnahme. Die Ergebnisse der Evaluation und deren Optimierung werden in die weitere Verbesserung der Präventionsmaßnahme "Gesundheit - Basiswissen und Training" im JobCenter 50+ einfließen.
Evaluation von Maßnahmen zur schulischen Gesundheitsförderung und Primärprävention bei Mädchen und Jungen in der Sekundarstufe I (5.-6. Jahrgang) unter besonderer Berücksichtigung von sozial benachteiligten Gruppen und Migranten
Arbeitsschwerpunkt Migrantenspezifität
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer 040 42803-7378 01EL0701 143.188 EUR 01.03.2007 - 31.07.2010 |
Untersucht werden Effekte primärpräventiver Programme hinsichtlich Substanzkonsum, Lebenskompetenzen und psychischer Gesundheit. In Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK SH) und dem Robert-Koch-Institut (RKI Berlin) sowie unter Einbeziehung regionaler migranten- und bildungspolitischer Einrichtungen in Schleswig-Holstein und Berlin werden Instrumente zu Erfassung dieser Ergebnis-Parameter bereitgestellt und Richtlinien für eine Anpassung der Programme für die Zielpopulation entwickelt. Die Evaluation erfolgt durch eine randomisierte Interventionsstudie als längsschnittliche Beobachtung zu drei Messzeitpunkten in den jeweilgen Bundesländern. 3.000 Schülerinnen und Schüler und 90 Lehrerinnen und Lehrer der 5. und 6. Klassenstufen an Hauptschulen und Grundschulen aus Gebieten mit niedrigem Sozialindex werden mit standardisierten Instrumenten befragt, zusätzlich werden Fokusgruppen und qualitative Interviews durchgeführt. Das Projekt stellt ein Instrumentarium zur Evaluation von Maßnahmen der Gesundheitsförderung von Schülerinnen und Schülern im Setting-Ansatz zur Verfügung.
Evaluation des Programms "Obeldicks light" für übergewichtige Kinder
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Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige GmbH Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln Lehrstuhl für Kinderheilkunde Abt. Endokrinologie Dr.-Friedrich-Steiner Str. 5 45711 Datteln |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Thomas Reinehr 02363 975-229 01EL0619 205.695 EUR 01.07.2006 - 30.11.2010 |
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Universität Bremen Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) Grazer Str. 2 28359 Bremen |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Petra Kolip 0421 218-9726 01EL0603 217.262 EUR 01.07.2006 - 30.11.2010 |
Ziel ist die Evaluation des Interventionsprogramms "Obeldicks light" der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln, das als Maßnahme für übergewichtige, aber nicht adipöse Kinder und Jugendliche (90.-97. Perzentil) zwischen 8 und 16 Jahren und ihre Eltern konzipiert ist. Es spricht gezielt sozial Benachteiligte an und wurde geschlechtergerecht entwickelt. Das Programm dauert sechs Monate und umfasst bewegungs- und ernährungsbezogene sowie verhaltenstherapeutische Komponenten. Im Rahmen eines randomisierten Warte-Kontrollgruppendesigns mit zwei Warte-Kontrollgruppen à 100 TeilnehmerInnen werden zu vier Messzeitpunkten (Basiserhebung t0, t1 zum Abschluss, t2 sechs Monate, t3 zwölf Monate nach Abschluss der Maßnahme) die Zielindikatoren erhoben. Dies geschieht durch standardisierte Gewichtsmessung sowie Fragebögen für Kinder/Jugendliche und Eltern. TeilnehmerInnen, die die Maßnahme abbrechen, werden ergänzend mittels eines strukturierten Leitfadens befragt, um Hinweise auf das Verbesserungspotenzial der Maßnahme zu erhalten. Bei erfolgreicher Evaluation wird das Programm in das Regelangebot der kooperierenden Krankenkassen aufgenommen. Im Vorhaben der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln werden die Ernährungsprotokolle entwickelt und die antrometrischen Maße der Teilnehmer erhoben. Darüber hinaus erhebt sie die Daten zu den einzelnen Erhebungszeitpunkten, um die Querschnittsauswertung durchzuführen. Ihr obliegt somit die Bewertung der Struktur- und Prozessqualität des Interventionsprogramms.
Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen und von Diabetes mellitus durch Gesundheitsförderung übergewichtiger Auszubildender
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Ludwig-Maximilians-Universität München Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin Ziemssenstr. 1 80336 München |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
PD Dr. Peter Angerer 089 5160-2440 01EL0618 276.439 EUR 01.11.2006 - 31.08.2010 |
Ziel ist es, die primäre Prävention von Erkrankungen, die durch Übergewicht entstehen, über verhältnis- und verhaltenspräventive Maßnahmen zu Gewichtsreduktion und gesünderem Lebensstil zu verbessern. Interventionsgruppe bildet ein Ausbildungsjahrgang der AUDI AG in Ingolstadt mit ca. 450 Auszubildenden im Vergleich zum Ausbildungsjahrgang im Werk Neckarsulm als Kontrollgruppe. In der Studie wird die Wirkung von Gesundheitsunterricht, Sport und Ernährung für die gesamte Zielgruppe untersucht. Zusätzlich wird bei Übergewichtigen die Wirksamkeit gewichtsreduzierender Interventionen allein und neuartig kombiniert mit Lebenskompetenz-Training in einer randomisierten Studie verglichen. Hauptzielkriterium ist dabei der BMI. Die Interventionsphase dauert zwei Jahre. Die Betriebskrankenkasse und der betriebliche Gesundheitsdienst sind stark an dem innovativen Präventionsprogramm interessiert, das fester Bestandteil der Gesundheitsförderung werden soll. Das Manual des Programms ermöglicht die Anwendung auch in anderen ausbildenden Betrieben verschiedener Größe und Branchen.
Effektivität und Kosteneffektivität täglichen Schulsports in der Grundschule - das Projekt "fit für pisa"
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Medizinische Hochschule Hannover Abt. Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung Carl-Neuberg-Str. 1 30625 Hannover |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Ulla Walter 0511 532-4455 01EL0615 232.285 EUR 01.03.2007 - 31.12.2010 |
Körperliche Inaktivität und Übergewicht/Adipositas bei Kindern und Jugendlichen haben deutlich zugenommen. Sie stellen wesentliche Risikofaktoren für chronische Krankheiten dar. Die Förderung körperlicher Aktivität ist bereits im ersten Lebensjahrzehnt bedeutsam. "fit für pisa" setzt die Forderung nach täglichem, qualitätsgesichertem, curricular strukuriertem und standardisiertem Sportunterricht durch fachlich qualifizierte Lehrkräfte an sechs Schulen um. Die Studie soll Aufschluss geben, inwieweit sich täglicher Sportunterricht auf Gesundheit und Bewegungsverhalten auswirkt und inwieweit Kinder mit erhöhten Risikofaktoren davon profitieren. Die Effektivität täglichen Sportunterrichts wird in einem Längs- und Querschnittansatz evaluiert. Geschlechtsspezifische und sozioökonomische Variablen werden gezielt berücksichtigt, die Nachhaltigkeit wird geprüft und eine ökonomische Evaluation gibt Aufschluss über Einsparpotenziale bei Folgekosten. Die Ergebnisse sollen in Empfehlungen für die Einführung zusätzlichen Sportunterrichts in Grundschulen, Instrumente zur Qualitätssicherung, Vorschläge zur Optimierung der Rahmenrichtlinien und Inhalte des Curriculums einfließen.
Praxis der Qualitätssicherung in gesundheitsfördernden Settings (Quali-Set-Praxis)
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Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen e.V. (VFwF) Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) Linzer Str. 10 28359 Bremen |
Leiterin: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Dr. Ingeborg Jahn 0421 59596-52 01EL0608 292.715 EUR 01.09.2006 - 31.08.2010 |
Ziel ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung eines in der Praxis umsetzbaren Instrumentariums für die Qualitätssicherung von Programmen und Projekten der Primären Prävention und Gesundheitsförderung im Stadtteil für Kinder und Jugendliche. Im Projekt werden drei aufeinander bezogene Teilziele verfolgt:
- diskursive, partizpationsorientierte Evaluation des Projekts "Gesundheit jetzt - Obdachlosensiedlung Zwerchallee" in Mainz als Ausgangspunkt für die Entwicklung eines praxisorientierten Instrumentariums
- Initiierung und Durchführung eines begleitenden Qualitätsdiskurses, an dem relevante Akteursgruppen aus allen Bereichen der Primärprävention und Gesundheitsförderung teilnehmen (damit soll die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Programme und Projekte abgesichert werden)
- Entwicklung, Erprobung und Bereitstellung einer allgemein einsetzbaren praxisorientierten Evaluations- und Monitoring-Matrix. Sie trägt zur Weiterentwicklung der Evaluationsforschung bei und kann zur Entwicklung und Bewertung von Projekten der Primären Prävention und Gesundheitsförderung durch verschiedene NutzerInnen eingesetzt werden.
Prävention depressiver Störungen durch Gesundheitsförderung und Kompetenzsteigerung Jugendlicher - Eine Effectiveness Studie zur schulbasierten, universalen Primärprävention
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Eberhard-Karls-Universität Tübingen Fakultät für Informations- und Kognitionswissenschaften Psychologisches Institut Abt. Klinische und Entwicklungspsychologie Christophstr. 2 72072 Tübingen |
Leiter: Tel.: FKZ: Betrag: Laufzeit: |
Prof. Dr. Martin Hautzinger 07071 2977301 01EL0601 263.105 EUR 01.01.2007 - 31.12.2010 |
Untersucht wird die Wirksamkeit eines universalen, schulbasierten Präventionsprogramms mittels einer kontrollierten, klassenweise randomisierten Studie. Das Training wird zum einen durch Experten (Psychologen), zum anderen durch Lehrerinnen und Lehrer mit 8. Hauptschulklassen durchgeführt. Eine Nachuntersuchung über 18 Monate soll prüfen, inwieweit die Intervention gegenüber der Kontrollgruppe das Auftreten depressiver Störungen verhindert. Darüber hinaus wird untersucht, ob sich durch Intervention, die die Leherer durchführen, ähnliche Effekte erreichen lassen. In Haupt- und Gesamtschulen der Region werden insgesamt 78 Klassen der 8. Jahrgangsstufe zur Teilnahme rekrutiert. Zur Messung werden Interviews, Fragebögen und Lehrerbeurteilungen eingesetzt. Eine derartige Evaluation würde zum einen die Transfermöglichkeit des bereits bewährten Programms in einen bislang eher vernachlässigten Schultyp mit einem besonders hohen Anteil sozial benachteiligter Gruppen belegen, zum anderen die breite Anwendung im Schulalltag ermöglichen und somit nachhaltig wirken.
b) abgeschlossene Vorhaben