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Öffentliche Bekanntmachung: |
2003 |
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Förderzeitraum: |
2004 - 2009 |
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Gesamtvolumen: |
5,1 Mio. EUR |
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Vorhabenzahl: |
11 |
1. Ziele des Förderschwerpunktes
Aufgrund der potenziellen Gefährdung von Frauen in der Menopause durch die Einnahme östrogenhaltiger Präparate und der besonderen Situation in Deutschland, bedingt durch die im Vergleich mit anderen Ländern sehr langen Einnahmezeiträume, fördert das BMBF im Rahmen des Programms der Bundesregierung "Gesundheitsforschung - Forschung für den Menschen" klinische und epidemiologische Studien die relevante Fragestellungen für die Klinik oder die Versorgung zu den Nutzen und Risiken der Hormonersatztherapie (HRT) behandeln. Hierbei sollen Projekte gefördert werden, die sich unter Berücksichtigung der Langzeiteinnahmen in Deutschland mit den Zusammenhängen zwischen bestimmten Erkrankungen, wie z. B. Krebs, und der Einnahme von Hormonpräparaten befassen oder die Fragestellungen zum Versorgungsgeschehen und der HRT-Risiko-Nutzen-Bewertung behandeln.
Ziel der Fördermaßnahme ist eine breite Evaluation der Nutzen und Risiken der Hormonersatztherapie für Frauen in der Menopause. Sie will wissenschaftliche Grundlagen für eine Evidenzbasierte Einschätzung einer Hormonersatztherapie schaffen und so Ärzten und betroffenen Frauen mehr Handlungssicherheit im Umgang mit einer HRT geben.
2. Stand der Fördermaßnahme
Auf die öffentliche Bekanntmachung vom 15.09.2003 hin gingen 24 Projektskizzen ein, von denen fünf durch einen international und interdisziplinär besetzten Gutachterkreis im Februar 2004 für eine ausführliche Ausarbeitung empfohlen worden sind. Als Ergebnis der weiteren Evaluation durch das internationale Gutachtergremium im Juni 2004 werden 11 Institutionen im Rahmen von zwei Forschungsverbünden und zwei Einzelvorhaben mit insgesamt 5,1 Mio. EUR in einem Zeitraum von drei Jahren gefördert, die Fragestellungen zur Gesundheitsversorgung, zur Bedeutung einer HRT bei der Krebsentstehung und zu den Folgen des Absetzens einer HRT für die gesundheitsbezogene Lebensqualität behandeln. Im Rahmen der der HRT-Fördermaßnahme erfolgte der Zusammenschluss zweier großer deutscher Fall-Kontroll-Studien zu Brustkrebsrisikofaktoren (MARIE, GENICA), mit dem Ziel durch ein gemeinsames Vorgehen genetische Risikofaktoren für Brustkrebs nach Hormonersatztherapie zu identifizieren.
3. Geförderte Vorhaben
a) Kurzbeschreibungen der laufenden Vorhaben
Gesundheitsbezogene Lebensqualität und psychisches Befinden nach Absetzen der Hormontherapie
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Ludwig-Maximilians-Universität München |
Leiterin: |
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Eines der wichtigsten Motive, Hormone in der Menopause einzunehmen, ist für Frauen die subjektiv eingeschätzte gesundheitliche Lebensqualität. Ziel dieses Vorhabens ist die Untersuchung von Veränderungen im physischen und psychischen Befinden nach Absetzen langjähriger Hormoneinnahme. Die Studienpopulation umfasst ca. 500 post-menopausale Frauen im Alter von 55 - 69 Jahren, die seit mindestens 3 Jahren ein spezifisches Hormonpräparat eingenommen haben und einwilligen, dieses im Rahmen der Studie eine Zeitlang abzusetzen. Die Frauen werden in zwei Gruppen randomisiert und über sechs Monate in der Doppelblindstudie behandelt: Eine Gruppe nimmt weiterhin das Hormonpräparat ein, die Vergleichsgruppe erhält ein Placebo. Eine Vielzahl von physischen Symptomen, mentalen und emotionalen Variablen wird bei der Basisuntersuchung, während der Placebo-Phase und zusätzlich nach 12 Monaten (6 Monate nach Ende der Doppelblind-Periode) mittels standardisierter Interviews und Fragebögen zum Selbstausfüllen erhoben. Die Ergebnisse sollen in der täglichen Praxis helfen, Ärzten und Patientinnen die Entscheidung zu erleichtern, ob eine Hormontherapie in der Menopause weitergeführt oder abgesetzt werden soll.
b) Liste der abgeschlossenen Vorhaben