Neben den nationalen Programmen gibt es auf europäischer Ebene weitere Fördermöglichkeiten. Forschung und Innovation werden durch das neue Rahmenprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union auf breiter Basis gefördert. Dieses Programm soll auch dazu beitragen, neues Wachstum in Europa zu generieren, neue technologische und nicht-technologische Produkte und Dienstleistungen schneller auf dem Markt zu etablieren und so die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Welt zu stärken. Bei einer Laufzeit von sieben Jahren stehen etwa 77 Milliarden Euro zur Verfügung.
Gesundheitsforschung wird in Horizont 2020 hauptsächlich im Programmteil Gesellschaftliche Herausforderung 1 „Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen“ gefördert, für den 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Hier werden in erster Linie große europäische Verbundprojekte finanziert. Die Beteiligung an den Ausschreibungen steht grundsätzlich allen Interessenten z.B. aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen offen.
Das Programm ermöglicht die Förderung eines breiten Spektrums an Forschungs- und Innovationsaktivitäten. Der Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung und Pflege sowie die Entwicklung effektiver Präventionsprogramme sind wichtige Förderbereiche. Auch die Erforschung von Krankheits- und Alterungsprozessen nehmen einen hohen Stellenwert ein. Die Entwicklung moderner Diagnose- und Therapieverfahren, die Medizintechnik, sowie e-Health und IKT-Lösungen für ein unabhängiges Leben bilden weitere Schwerpunkte. Je nach Ausschreibung können Grundlagenforschung oder angewandte bzw. marktnahe Fragestellungen gefördert werden.
Weitere Fördermöglichkeiten mit Bezug zur Gesundheit finden sich darüber hinaus auch in anderen Programmteilen von Horizont 2020. Umfangreiche Informationen und Beratung zu Fördermöglichkeiten im Bereich Gesundheit innerhalb von Horizont 2020 erhalten Sie bei der
Nationalen Kontaktstelle Gesundheit
in der Nationalen Kontaktstelle Lebenswissenschaften
Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
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Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung