Gesund - ein Leben lang – Neue Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Am 9. Dezember 2015 hat Bundesforschungsministerin Wanka das neue Förderkonzept zu „Gesund - ein Leben lang“ vorgestellt. Das Ziel: Die Bedürfnisse der Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen besser verstehen und Prävention und Therapien noch passgenauer ausrichten.

Verschiedene Bevölkerungsgruppen - andere Bedürfnisse

Das Förderkonzept greift die Erfolge der Gesundheitsforschung der vergangenen Jahre auf und führt sie in einem neuen Ansatz weiter. Im Mittelpunkt steht die konsequente Ausrichtung der Forschung auf die spezifischen Belange von vier Bevölkerungsgruppen: Kinder und Jugendliche, arbeitende Menschen, Männer und Frauen sowie betagte Menschen.

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Ein Leben – viele Dimensionen

Das Leben ist geprägt von Veränderungen. Einzelne Lebensphasen sind oft durch eigene Charakteristika gekennzeichnet. Wie kann man chronische Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen besser vermeiden und besser behandeln? Wie kann man den Herausforderungen für unsere Gesundheit in der Arbeitswelt begegnen? Was ist das Besondere an der Gesundheit von Männern und Frauen? Und welche spezifischen Bedürfnisse haben alte Menschen, um auch bei Krankheit möglichst gut zu leben?

Die Gesundheitsforschung will Antworten auf diese und andere Fragen finden. Sie entwickelt innovative Konzepte, damit Prävention und Versorgung noch wirkungsvoller werden.

Ein Konzept – vier Handlungsfelder der Förderung

Verbunden mit dem Förderkonzept erscheinen zeitgleich zwei Förderrichtlinien zur Kinder- und Jugendmedizin sowie zur Versorgung und Pflege älterer Menschen. Weitere Förderrichtlinien zu gesundheitsförderlichen Strukturen in der Arbeitswelt, zur Entwicklung geschlechtersensibler Präventions- und Versorgungskonzepte sowie zu Mehrfacherkrankungen und Arzneimitteltherapie im Alter werden folgen.

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