Eigentlich hat unser Immunsystem die Aufgabe, Eindringlinge, also zum Beispiel Viren oder Bakterien, zu bekämpfen. Bei Multipler Sklerose richten sich die Zellen des Immunsystems allerdings gegen den eigenen Körper und greifen das Nervensystem an. Die aggressiven Immunzellen können aber nicht nur zerstörerisch wirken. Sie produzieren auch einen Botenstoff, der Nervenzellen vor der Zerstörung bewahrt, den brain-derived neurotrophic factor, kurz BDNF. Dieses Phänomen der neuroprotektiven Autoimmunität haben Wissenschaftler nun bestätigt und so einen neuen Ansatzpunkt für zukünftige MS-Therapien entdeckt.
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