Fleisch, Obst und Gemüse enthalten wertvolle Nährstoffe. Einige müssen umgebaut werden, damit der Körper sie nutzen kann, andere passen wie der Schlüssel ins Schloss und setzen wichtige Stoffwechselprozesse in Gang.
Fette sind die wichtigsten Energielieferanten des menschlichen Körpers und Teil einer ausgewogenen Ernährung. Doch der Ruf als Dickmacher par excellence eilt ihnen voraus. Studien zeigen: Wer Fette zu sich nimmt, wird nicht notwendigerweise fettleibig. Umgekehrt macht der Verzicht auf Fett noch nicht schlank. Entscheidend ist unter anderem, wie Fette mit anderen Energielieferanten wie Zucker und Eiweiße kombiniert werden. Ist die Ernährung ausgewogen, werden die Nahrungsfette im Fettstoffwechsel um- und abgebaut und mit dem Blut an ihre Bestimmungsorte transportiert, wo sie verbraucht oder gespeichert werden. So sind Fette Energie-Langzeitspeicher, Bau- und Botenstoffe oder unterstützen den Körper bei der Aufnahme wichtiger Vitamine.
Zucker (Kohlenhydrate) liefern auch kurzfristig Energie. Der einfachste Zucker ist die Glukose. Sie gelangt aus der Nahrung direkt ins Blut und muss vom Stoffwechsel nicht weiter umgebaut werden. Weil Glukose die Blut-Hirn-Schranke ungehindert passieren kann, ist der Zucker der wichtigste Energielieferant des Gehirns. Andere energiereiche Kohlenhydrate sind zum Beispiel Saccharose (der Haushaltszucker), Malz- und Milchzucker. Die langkettige Stärke muss dagegen erst in einfache Zucker umgebaut werden. Die in ihr gebundene Energie wird nach und nach abgegeben. Viele langkettige Zucker sind wertvolle Ballaststoffe. Einige von ihnen wirken sich neuen Studien zufolge positiv auf den Verlauf eines Diabetes mellitus aus. Ballaststoffe sind besonders häufig in Obst, Gemüse oder Getreide enthalten.
Eiweiße (Proteine) liefern die Bausteine des menschlichen Körpers. Sie bestehen aus sogenannten Aminosäuren, die zum Beispiel zur Bildung von Enzymen, Antikörpern und Hormonen dringend benötigt werden. Auch für die Zellerneuerung werden Aminosäuren gebraucht. Verschiedene Proteine enthalten verschiedene Aminosäuren – nicht alle nutzt der menschliche Körper in der gleichen Menge. Besonders wertvolle Proteine sind zum Beispiel in Milchprodukten enthalten, außerdem in fettarmen Fleischwaren, Fisch und Getreide. Eine Störung im Eiweißstoffwechsel hat fast immer einen Mangel oder Überschuss an lebensnotwendigen Aminosäuren zur Folge, gegen die nur eine spezielle Diät etwas bewirken kann. Neue Erkenntnisse der Ernährungsmedizin ermöglichen heute maßgeschneiderte Ernährungspläne und damit ein fast normales Leben.
Zu den Mikronährstoffen zählen so unterschiedliche Substanzen wie Mineralien und Vitamine. Der Körper kann sie selbst nicht bilden, sodass sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Als Helfer (Koenzyme) von Enzymen, Bestandteile von Hormonen und anderen wichtigen Molekülen bringen Mikronährstoffe den Stoffwechsel überhaupt erst in Gang. Ernährungswissenschaftler wissen um die große Bedeutung der Nährstoffe. Weil sie die Bildung und Umwandlung anderer körpereigener Substanzen fördern oder hemmen können, spielen sie vielfach eine große Rolle bei der Entstehung von Krankheiten. So gilt beispielsweise ein Mangel an B-Vitaminen als eine mögliche Ursache für die Entstehung von Arteriosklerose.
Weitere Informationen zur Stoffwechselforschung finden Sie hier, sowie auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE).
[PDF]
(URL: http://gf.pt-dlr.de/_media/Stoffwechselforschung.pdf)
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